I Am Legend - Special

Tomtec

WARNER BROS. PICTURES präsentiert
in Zusammenarbeit mit Village Roadshow Pictures
eine Weed Road/Overbrook Entertainment-Produktion

Will Smith



Alice Braga
Dash Mihok


Regie Francis Lawrence
Produzenten Akiva Goldsman, James Lassiter, David Heyman, Neal Moritz
Drehbuch Mark Protosevich und Akiva Goldsman
nach dem Roman von Richard Matheson
Executive Producers Michael Tadross, Erwin Stoff,
Dana Goldberg und Bruce Berman
Kamera ANDREW LESNIE, A.C.S., A.S.C.
Produktionsdesign NAOMI SHOHAN
Schnitt WAYNE WAHRMAN, A.C.E.
Co-Produzent TRACY TORME
Kostümdesign MICHAEL KAPLAN
Musik JAMES NEWTON HOWARD



Deutscher Kinostart: 10. Januar 2008
im Verleih von Warner Bros. Pictures Germany
a division of Warner Bros. Entertainment GmbH
www.IamLegend.de




INHALT

„Ich heiße Robert Neville. Ich habe in New York City überlebt. Falls es irgendwo noch jemanden gibt… irgendjemanden. Bitte. Du bist nicht allein.“

Auch der hervorragende Wissenschaftler Robert Neville (Will Smith) konnte den von Menschenhand entwickelten Virus nicht in den Griff bekommen – grausam und unerbittlich breitete sich die Epidemie über den gesamten Erdball aus. Unaufhaltsam. Unheilbar. Aus unbekannten Gründen ist Neville immun – als einziger Mensch hat er in den Ruinen von New York City überlebt. Vielleicht ist er sogar der letzte Mensch auf der ganzen Welt. Seit drei Jahren funkt er unbeirrt Botschaften durch den Äther – in seiner Verzweiflung sucht er so den Kontakt zu möglichen anderen Überlebenden.

Doch der letzte Mensch auf der Erde ist nicht allein: Lichtscheue Mutanten – die Infizierten – beobachten Neville auf Schritt und Tritt. Sie warten ab, bis er eines Tages einen tödlichen Fehler macht. Neville geht davon aus, dass die Zukunft der Menschheit allein von ihm abhängt. Deshalb verfolgt er hartnäckig sein Ziel: Er will die verheerenden Folgen des Virus umkehren, indem er die Immunstoffe seines eigenen Blutes nutzt. Doch er steht als Einzelkämpfer einer gewaltigen Übermacht gegenüber.

Und die Zeit läuft ihm davon.



ÜBER DIE PRODUKTION

Ich heiße Robert Neville…

Will Smith hat sich bereits in „I, Robot“, „Independence Day“ und „Men in Black“ als Science-Fiction-Held bewährt und schätzt Richard Mathesons zeitlosen Roman „I Am Legend“ (Ich bin Legende) seit vielen Jahren. „Er kombiniert viele Genres: Horror, Science-Fiction und eine wunderbare Charakterstudie“, sagt der Schauspieler. „Mich hat die psychologische Situation des letzten Menschen auf der Erde besonders fasziniert. Was Robert Neville körperlich, emotional und geistig durchmachen muss, um am Leben zu bleiben, bietet die traumhafte Chance, eine allgemeingültige Story über das Menschsein zu erzählen.“
Francis Lawrence übernimmt die Regie in dieser neuen Verfilmung des Matheson-Romans. „Mich regte vor allem die Vorstellung an, dass ein Einzelner völlig isoliert in einer modernen Großstadt existieren muss – diesen Aspekt wollte ich ausloten“, sagt er. „,I Am Legend‘ bringt das Thema ,Einer gegen alle‘ auf den Punkt – deshalb beflügelte der Roman die Fantasie der Leser auch noch ein halbes Jahrhundert nach seiner Entstehung.“
Mathesons komplexer und provokanter Roman erschien 1954 und wurde als Meilenstein des modernen Horror-Science-Fiction-Genres gefeiert: Er beeinflusste mehrere Generationen, inspirierte zahllose Nachahmer und wurde zuvor schon zweimal verfilmt: 1964 als „The Last Man on Earth“ mit Vincent Price und 1971 als „The Omega Man“ (Der Omega-Mann) mit Charlton Heston.
Drehbuchautor/Produzent Akiva Goldsman, der mit seinem Skript zu „A Beautiful Mind“ den Oscar gewann, bezeichnet sich als lebenslanger Fan des Romanautors und freute sich auf die Chance, „I Am Legend“ für die Leinwand neu einzurichten: „Richard Matheson wird von uns Science-Fiction-Fans regelrecht vergöttert. In der ernst zu nehmenden Science-Fiction gibt es die Tradition, den Figuren psychologische Tiefe zu verleihen und übergeordnete Themen in den Mittelpunkt zu stellen. Das heißt: Science-Fiction wird zur Allegorie. Auf dieses ethische Konzept stützt sich auch unser Film.“
Goldsman überarbeitete die Drehbuchfassung, die Mark Protosevich nach Mathesons Schlüsselroman geschrieben hatte und die als eines der bedeutendsten Projekte der letzten Jahre gehandelt wurde. Dazu Protosevich: „Ich setze mich mittlerweile seit über zehn Jahren leidenschaftlich für dieses Projekt ein und freue mich also sehr, dass es endlich realisiert wird – zumal von so hochkarätigen Könnern vor und hinter der Kamera.“
„I Am Legend“ konzentriert sich fast ausschließlich auf einen völlig isoliert lebenden Mann. Deshalb war von vornherein klar, dass nur ein Spitzendarsteller diese Rolle übernehmen konnte. Und als die Filmemacher von Will Smiths Interesse an dem Part erfuhren, war das entscheidende Element des Projekts unter Dach und Fach. Smith hatte mit dem Produzenten James Lassiter, seinem Partner in der Firma Overbrook Entertainment, die Entwicklung des Projekts jahrelang verfolgt. Die Hauptfigur Robert Neville dominiert einen Großteil des Films im Alleingang – Smith sah die Rolle daher als Herausforderung und als Chance.
Goldsman kommentiert: „Als Autor glaube ich durchaus, dass man eine Figur mit Worten erschaffen und beschreiben kann. Aber letztlich ist es genauso wichtig, all das darzustellen, was zwischen den Zeilen steht. Will ist ein hervorragender Schauspieler – er zeigt hier eine außergewöhnliche Leistung, mit der er viele Gedanken und Gefühle allein durch seine Mimik, sein Verhalten ausdrückt.“
Smith musste sich in seinen Ausdrucksformen völlig umstellen, um der Bandbreite von Nevilles Gefühlen gerecht zu werden: „Der Ansatz war ganz anders, weil ich alles durch meine Mimik ausdrücken muss. Es ist unglaublich anspruchsvoll zu kommunizieren, wenn ich dabei keine Worte verwenden darf. Für mich besteht das Wesen des Schauspielerberufs gerade darin, einen Weg zu finden, ohne Worte zu kommunizieren. Wenn man sich einfach mal längere Zeit in Schweigen hüllt, entdeckt man eine ganz neue Welt in dieser Figur – und in sich selbst. Das ist ein faszinierendes Forschungsgebiet – künstlerisch wie psychologisch.“
Regisseur Francis Lawrence, der zum ersten Mal mit Smith zusammenarbeitete, merkte schnell, dass der emotionale Spannungsbogen der Story bei dem Star gut aufgehoben ist: „Will hat eine fantastische, charismatische Ausstrahlung. Er erschließt der Figur völlig neue Dimensionen und konzentriert unser Interesse ganz auf sich. Wir fühlen mit ihm, haben Angst um ihn, wir lachen und weinen mit ihm… all diese Ebenen sind gleichzeitig in seiner Darstellung vorhanden. Und was ganz wesentlich ist: Alles, was er durchmacht, was er körperlich und emotional ertragen muss, vermittelt er uns praktisch ohne Worte.“
Das wohl größte Kompliment bekam Smith von dem Mann, der die Figur Robert Neville erfunden hat. „Ich halte Will Smith für die perfekte Besetzung des Robert Neville“, sagt Autor Richard Matheson. „Ich habe fast alle seine Filme gesehen, und er überzeugt mich jedesmal. Diese Geschichte konzentriert sich ganz auf eine Figur – also spielt Will die Schlüsselrolle.“

Ich habe in New York City überlebt… Ich kann Vorräte zur Verfügung stellen. Ich kann Unterkünfte zur Verfügung stellen. Ich kann Sicherheit gewährleisten.

Im Mittelpunkt von „I Am Legend“ steht ein Einzelner, der fast übermenschliche Probleme bewältigen muss: Er ist ganz auf sich gestellt – umzingelt von den Infizierten, von wahllos mordenden Monstern. Was noch schlimmer ist: Er weiß, dass die Katastrophe von den Menschen selbst ausgelöst wurde: eine Pandemie, die die Zivilisation ausradiert hat – nur Neville ist übriggeblieben und schwebt in ständiger Lebensgefahr. Vorausgegangen war ein wissenschaftliches Experiment, das zunächst als Durchbruch in der modernen Medizin gefeiert wurde: Ein von Menschen genetisch manipulierter Virus sollte eine der gefährlichsten Krankheiten in den Griff bekommen – den Krebs. Doch der ursprüngliche Erfolg des Retrovirus zeigte bald ungeahnte Nebenwirkungen.

Neville arbeitete als Militär-Virologe in Manhattan und leitete ein von den Behörden eingesetztes Team, das einen Impfstoff gegen die Pandemie entwickeln sollte. Trotz dieser Bemühungen grassierte das Virus – die Stadt wurde unter Quarantäne gestellt: Nur die Nichtinfizierten evakuierte man. Eine Panik brach aus, bei der Nevilles Frau Zoë (Salli Richardson) und Tochter Marley (gespielt von der siebenjährigen Willow Smith in ihrem Debüt neben ihrem Vater) tragisch ums Leben kamen.

Nicht alle Infizierten starben durch das Virus, viele erlitten ein noch schrecklicheres Schicksal: Durch ihren außer Kontrolle geratenen Stoffwechsel verwandelten sie sich in Monster, die im Untergrund der Stadt dahinvegetieren und nur von ihrem unbändigen Hunger getrieben aus ihren Löchern hervorkommen.

Auch Neville ist seit der Katastrophe ein Getriebener, denn er muss unbedingt ein Mittel gegen die verheerende Seuche entwickeln. Aus unbekannten Gründen ist er selbst immun gegen das Virus – daher stehen ihm zwei Waffen zur Verfügung: seine Erfahrung als Wissenschaftler und sein eigenes Blut. „Neville weiß, dass die Monster von einem Virus infiziert sind, bei dem es sich um eine im Labor hergestellte Mutation handelt“, berichtet Smith. „Jetzt ist er der einzige Überlebende, und seiner Meinung nach hat er bei der Rettung der Menschheit versagt.“
Neville richtet seine Existenz in der verlassenen Stadt nach dem aus, was er als Militär-Wissenschaftler gelernt hat. Er erlegt sich selbst strenge Regeln auf – vom rigorosen Fitnesstraining bis zum täglichen Alarm, der exakt die Zeit des Sonnenuntergangs signalisiert. „Neville geht mit höchster Disziplin vor“, kommentiert Lawrence. „Nur so kann er in dieser Situation einen klaren Kopf behalten. Er trifft extreme Entscheidungen, aber wenn er in diesen Gewohnheiten nachlassen würde, könnte er wohl kaum durchhalten.“

Als einziger Gefährte steht ihm sein Hund Sam zur Seite, und so bemüht sich Neville, den Infizierten immer einen Schritt voraus zu sein. Tagsüber durchstöbern er und Sam die Stadt nach Vorräten, Neville arbeitet im Labor und sendet seine tägliche Funkbotschaft in der Hoffnung, weitere Überlebende zu finden. Nachts verbarrikadieren sie sich in einem zur Festung ausgebauten Haus und beobachten die Infizierten, die in den Straßen auf Jagd gehen und ihrer potenziellen Beute nachspüren.

Während Neville sich an seine verschiedenen Aktivitäten und Pflichten gewöhnt, erlebt er auch eine neue Art Freiheit. Er macht Vergnügungsfahrten in seinem Ford Mustang Shelby, schlägt Golfbälle von einem Kampfjet, sammelt in seiner Festung ungeheure Schätze an und katalogisiert präzise die in der Stadt vorhandenen immensen Vorräte an Lebensmitteln, Sprit und Medikamenten, über die er frei verfügen kann.

Im surreal anmutenden New York entwickeln sich jene berühmten Gebäude und Plätze, die einst Zentren des Handels, der Kunst und des Entertainments waren, zu Nevilles persönlicher Spielwiese, zu seinem Jagdrevier und Garten.

„Der letzte Mensch in New York kann es sich durchaus gemütlich einrichten, auch wenn er ganz allein ist“, sagt Lawrence. „Wir erleben all diese Aspekte unseres Lebens, die wir für überaus wichtig halten – doch nach der Pandemie ist nichts mehr so, wie es war: Alles, wofür wir ungeheuer viel Zeit, Mühe und Geld aufgewendet haben, verrottet jetzt langsam und ist völlig nutzlos.“

„Neville steht praktisch alles zur freien Verfügung“, kommentiert Smith. „Er weiß, wo er Medikamente und Konserven bekommt, wo sich die Benzinvorräte befinden. Er sieht die gesamte Stadt als seinen persönlichen Besitz an. Gibt es etwas Schöneres, als oben auf einem Flugzeugträger zu stehen und den Golfschläger zu schwingen?“
Doch das Vergnügen hat seine Grenzen. Die atemberaubenden Action-Sequenzen verlangten Smith einiges ab: Sprints durch die verlassenen Straßen, kopfüber sechs Meter hoch in der Luft hängen, temporeiche Jagden in dem Ford Mustang, Sprünge auf rostige Autowracks und Kämpfe mit Stuntleuten in Motion-Capture-Outfits, die die Infizierten darstellen.

Die Choreografie dieser Sequenzen vertrauten die Filmemacher dem erfahrenen Stunt Coordinator Vic Armstrong und seinem fähigen Stuntteam an. Armstrong ist bereits 40 Jahre in der Branche tätig und war zuletzt an Action-Filmen wie „Mission Impossible III“ (Mission Impossible III), „War of the Worlds“ (Krieg der Welten) und „Die Another Day“ (Stirb an einem anderen Tag) beteiligt.
Die Filmemacher wussten, dass Smith sich mit ganzem Körpereinsatz in seine Rollen einbringt – ob er sich auf die Gestaltung seiner Figur oder auf wichtige Action-Sequenzen konzentriert. Also überließ man ihm wieder entscheidende Stunts, die er selbst ausführte. Schon Monate vor den Dreharbeiten unterzog er sich einem Ernährungs- und Fitness-Programm, das seine Muskeln aufbaute und ihn in jeder Hinsicht auf die körperlichen Anforderungen des Drehs vorbereitete. Dabei arbeitete er mit dem erfahrenen Fitness-Trainer Darrell Foster zusammen, der ihn vor Jahren auf seine Oscar-nominierte Titelrolle in „Ali“ getrimmt hatte. Auch diesmal nahm Smith zehn Kilo ab und unterzog sich einem Training, das dem von Neville im Film in nichts nachstand. Dazu Foster: „Wir haben es ihm nicht leicht gemacht: Training in dünner Luft wegen des Sauerstoffentzugs, Hitze, Kälte, Feuchtigkeit, Magerdiät und viele andere schwere Bedingungen. Das hat ihn nicht nur körperlich, sondern auch mental fit gemacht.“
Im Gegensatz dazu erlebte Smith die Einweisung an dem von Neville für seine besonderen Anforderungen umgebauten Gewehr durch den Militär- und Waffenberater Sam Glen als Kinderspiel, denn den Umgang mit Feuerwaffen hatte der Schauspieler schon bei seinen früheren Filmen geübt.

Falls es irgendwo noch jemanden gibt… bitte. Du bist nicht allein…

Vor der Kamera tritt Smith meist zusammen mit seinem ständigen Gefährten, dem Hund Sam, auf. Im Film wird der überwiegend von dem dreijährigen deutschen Schäferhund Abbey dargestellt. Tiertrainer Steve Berens hat sich bereits bei Filmen wie „Click“ (Klick) und „The Mask“ (Die Maske) bewährt. Ihm war klar, dass die Erwartungen in ihn diesmal besonders groß waren, weil sein Schützling die gesamte Skala der Emotionen absolvieren muss. Er entdeckte Abbeys angeborenes Talent und nutzte es bei seiner Spezialausbildung, die seinem vierbeinigen Darsteller eine sehr überzeugende Leistung ermöglichte.
„Alles steht und fällt mit der Vorbereitung“, erklärt Berens. „Aufgrund des täglichen Trainings verstehen die Tiere die Situation beim eigentlichen Dreh und sind voll bei der Sache – sie spielen mit. Wir wissen, dass das harte Arbeit ist, aber es geht eben darum, sie als großen Spaß aufzuziehen. Wenn ich das richtig angehe, mit Liebe und positiver Verstärkung, sind sie begeistert dabei. Ich muss eine Kameradschaft zum Hund entwickeln und die dann auf den Schauspieler übertragen. Will geht wunderbar mit Abbey um. Sie haben ihre ganz persönliche Freundschaft entwickelt.“
Nevilles Leben verändert sich grundlegend, als seine tägliche Funkmeldung schließlich von anderen Überlebenden beantwortet wird: von einer Frau namens Anna, gespielt von Alice (Aussprache: Alissie) Braga, und dem jungen Ethan, der von Charlie Tahan dargestellt wird. Die beiden tauchen ganz unerwartet in dem Moment auf, als Neville in eine Falle der Infizierten geraten ist. „Als Anna Nevilles Botschaft hört, hofft sie wieder, dass es auch noch andere Überlebende gibt“, sagt die brasilianische Schauspielerin Alice Braga. „Der Mann ist noch am Leben, und Anna will ihn retten, obwohl er von Infizierten umzingelt ist. Das Prinzip Hoffnung besteht im Film darin, einem Unbekannten zu vertrauen. Sie müssen gemeinsame Sache machen, denn nur vereint sind sie stark.
Die Filmemacher gaben Braga die Rolle, nachdem sie sie in dem Oscar-Kandidaten „City of God“ gesehen hatten. „Wir waren von ihrer Leistung in ,City of God‘ regelrecht begeistert“, erinnert sich Goldsman. „Alice ist eine Naturschönheit und bringt ihre urwüchsige Leidenschaft in jede Rolle ein. Man kann ihre Aura praktisch mit Händen greifen. Sie wirkt sehr ausgeglichen, was in unserem Film entscheidend ist, denn Anna verkörpert die Hoffnung: Sie gibt Neville ein neues Ziel vor. Und Alice vermittelt diese Eigenschaft sehr glaubwürdig.“
Seit vielen Monaten hat Neville nach menschlichen Überlebenden gesucht, aber als er dann nach Jahren den ersten beiden Menschen begegnet, wird auch der Konflikt zwischen dem Bedürfnis nach menschlicher Nähe und der Angst davor überdeutlich. „Erst kann er gar nicht glauben, dass sie tatsächlich vor ihm stehen“, sagt Smith. „Denn in der vorangegangenen Nacht hat er eine schlimme Halluzination erlebt – er traut seinen eigenen Wahrnehmungen nicht mehr. Jetzt geht sein Urbedürfnis, sein größter Traum in Erfüllung, aber in dem Moment, in dem er diesen Kontakt eingehen kann, lehnt er ihn vehement ab. Dieser Widerspruch ist psychologisch für jeden Schauspieler eine wunderbare Herausforderung.“
Wichtige Erkenntnisse für ihre Gestaltung der Anna erarbeitete sich Braga durch ihre Recherchen über Katastrophen-Überlebende des Hurrikans Katrina oder auch des Holocaust. „Wie können Menschen nach derartigen Erfahrungen überhaupt noch weiterleben?“, fragte sie sich. „Je mehr ich darüber las, desto deutlicher wurde mir, dass der Schlüssel in der Hoffnung liegt. Tief im Innern hat Anna sich ihren Glauben, ihre Hoffnung bewahrt, obwohl sie Schreckliches erlebt hat. Bei meiner Vorbereitung auf die Rolle habe ich eine Menge über das Leben gelernt.“
Neville zeigt sich von Annas tiefem Glauben sofort stark beeindruckt, denn sie reagiert unerschütterlich auf seine eigene Verleugnung jeglicher höherer Macht. „Anna gibt sich große Mühe, macht immer weiter“, berichtet Braga. „Sie will am Leben bleiben, und sie hofft, dass es sich lohnt, gerade auch im Hinblick auf den kleinen Ethan. Neville ist groß und stark – er bringt zum Überleben bessere Voraussetzungen mit als ein Mädchen oder ein kleiner Junge. Als sie ihn kennenlernt, inspiziert sie sein Haus und merkt, wie sehr er um sein Leben kämpft. Deshalb setzt sie Vertrauen in ihn – sie ist überzeugt, dass sie mit ihm in dieser verrückten Welt leben kann.“
Der achtjährige Charlie Tahan freute sich sehr auf die Rolle des Ethan, der Anna begleitet. „Ethan ist sehr verschlossen, weil er seine eigene Familie verloren und schlimme Dinge erlebt hat“, sagt Tahan. „Die Straßen sind leer – außer den Monstern gibt es niemanden mehr. Zunächst traut er auch Neville nicht. Er weiß nicht, was Neville im Schilde führt oder ob er vielleicht infiziert ist. Neville merkt, dass Ethan ihm nicht traut – deshalb versucht er ihn zum Lachen zu bringen. Sogar in den Drehpausen hat Will ständig mit mir rumgealbert“, fügt der kleine Darsteller hinzu, der die Arbeit mit Smith und Braga „als einzigartiges Erlebnis“ bezeichnet.
Als Neville hört, wie Anna und Ethan um ihr Leben gekämpft haben, schöpft auch er neue Hoffnung. Dazu Smith: „Das ist der klassische menschliche Konflikt zwischen Glaube und Wissenschaft. Was Anna ausspricht, beruft sich klar auf ihre jüdisch-christliche Kultur, doch der spirituelle Überbau ist universell. Wer seine Liebsten verliert, stellt sich notwendigerweise solche Fragen, schwankt zwischen Glauben und Unglauben, fürchtet sich vor Gott, ist aber auch wütend auf ihn. Und wenn man bedenkt, was Neville verloren hat, was er aushalten musste, unter welchen Umständen er jetzt lebt, dann hat er genug Gründe, um selbst die Frage zu stellen, welcher Gott derartiges Leid zulassen kann.“

Jeden Mittag, wenn die Sonne am höchsten steht, bin ich am Anleger in der South Street anzutreffen…

Nevilles Lebensumstände werden von dem genmanipulierten Virus hervorgerufen, der zunächst als revolutionäres Heilmittel gegen den Krebs gefeiert wurde, bis er zu einem unaufhaltsamen ansteckenden Mikroorganismus mutierte. Die Filmemacher informierten sich also über das komplexe Thema Viren und Virologie. Am Anfang ihrer Recherchen standen Einführungskurse bei den bekanntesten Dozenten auf diesem Gebiet, und den Höhepunkt bildeten Besuche im Center for Disease Control (Seuchenzentrum). Im CDC bekamen Smith, Lawrence und die Produzenten die seltene Gelegenheit, mit Wissenschaftlern zu sprechen, die im Labor der Biosicherheitsebene 3 arbeiten und mit den gefährlichsten und ansteckendsten Viren der Welt zu tun haben. Dort wurde ihnen allmählich klar, dass ein außer Kontrolle geratenes Retrovirus längst kein Versatzstück für Science-Fiction-Storys mehr ist, sondern durchaus vorstellbar.
Goldsman kommentiert: „Man ist sich darüber im klaren, dass einige Viren tatsächlich ganz oben in der ,Nahrungskette‘ stehen. Man wird sehr kleinlaut und bekommt es wirklich mit der Angst zu tun, wenn man erfährt, wie hartnäckig ein mutierter Virus sein und welche ungeheuren Auswirkungen er haben kann.“

Die Filmemacher sprachen mit einigen der bekanntesten amerikanischen Virologen – von Mikrobiologen, die im Labor der höchsten Sicherheitsstufe arbeiten, bis hin zu den „Virusjägern“, die in den Krisenherden der Welt erforschen, wo sich eine neue potenziell tödliche Pandemie entwickeln könnte. „Das war faszinierend“, sagt Lawrence. „Wir konnten direkt miterleben, wie Virologen Entscheidungen treffen und wie sie die Welt der Viren einschätzen.“
Durch dieses Projekt sammelten die Filmemacher eine Fülle von Informationen, die sie in den Film einbrachten – von Nevilles Einhaltung der Sicherheitsmaßnahmen bis hin zu den Laborprotokollen, die sich an der tatsächlichen Arbeit im CDC orientieren. Besonders Smith war dankbar dafür, derart viel praktische Anleitung für die Gestaltung des Neville zu bekommen. „Ich bereite mich gern möglichst intensiv vor“, stellt er fest. „Denn es ist fast unmöglich, Nevilles Gefühlen gerecht zu werden, wenn man keine Ahnung von der Wissenschaft hat, die sein Leben bestimmt.“
Die Experten des CDC gaben auch unschätzbare Tipps in Bezug auf die Abwicklung und die ethischen Belange von Massenevakuierungen und Quarantäne-Situationen. Auch die Bundes- und Staatsbehörden in New York standen den Filmemachern zur Verfügung, um mit ihrer Erfahrung zur Orchestrierung der explosivsten und dramatischsten Szenen beizutragen: nicht nur beim Chaos in den Straßen, sondern auch bei Nevilles isoliertem Leben in der einst so geschäftigten Stadt.
Das New York des Jahres 2012 bietet ein beeindruckendes Spiegelbild der Metropole, wie wir sie heute kennen. Die Filmemacher wollten das übliche Science-Fiction-Konzept einer völlig zerstörten Stadt vermeiden – vielmehr zeigen sie schreckliche Ansichten des Stillstands – Quarantäne-Gebäude, geplünderte Läden, Warnungen vor Biogefährdung, einen Verkehrsstau mit längst verlassenen Fahrzeugen. Alles wird von Unkraut überwuchert und von Tieren bevölkert. Es war Francis Lawrence, der das unheimliche Konzept eines Manhattan entwickelte, das von der Natur zurückgefordert wird und buchstäblich zu einem Großstadtdschungel mutiert ist.

Produktionsdesignerin Naomi Shohan hatte mit Lawrence bereits „Constantine“ (Constantine) gestaltet – sie half nun auch bei der Entwicklung der Stadt als neuem Garten Eden. „Optisch hat die ursprüngliche Pandemie die Auswirkung, dass die Stadt von den Überbleibseln der militärischen und medizinischen Notmaßnahmen und der Panik unter der Bevölkerung geprägt ist“, berichtet Shohan. „Das sieht so ähnlich aus wie das, was in einem Krieg passieren würde. Wenn man dann zeitlich vorwärts spult, können wir der Stadtlandschaft eine poetische Dimension geben, die einen schönen Kontrast zu Nevilles verzweifelter Lage ergibt. Im Lauf der Zeit verwandelt sich die Stadt durch die implodierende Infrastruktur und die ungezügelte Natur.“

Mit ihrer Ausstattungsabteilung recherchierte Shohan umfassend, wie die Stadt wohl aussehen würde, wenn plötzlich die Wasser- und Stromversorgung ausbleibt, wie sich die Vegetation entwickeln und die Tiere zurückkehren würden. „Wenn die Wasserleitungen undicht werden, entstehen durch die Ausspülung Löcher –Straßen geben nach, Gebäude stürzen teilweise ein“, berichtet sie. „Noch viel mehr wird durch Brände zerstört, die durch Kurzschluss oder Gas entstehen, und die Natur nimmt unaufhaltsam alles wieder in Besitz. Plötzlich sind die Straßen nicht mehr mit medizinischem und militärischem Schrott übersät, vielmehr sehen die gewaltigen Straßenschluchten von New York City eher so aus, wie die romantischen Maler des 19. Jahrhunderts den amerikanischen Westen darstellten. So gestalten wir zeitlose Bilder: Die schnörkellose Härte der Großstadt weicht der Natur und verwandelt sich in eine sinnliche Landschaft.“

Ganz in diesem Sinne kommentiert Lawrence: „Ich wollte den Film sehr realistisch gestalten. Ich wollte bei Tageslicht in den heutigen Straßen von New York drehen, denn das wirkt sich direkt auf unsere Schauplatzwahl und die Leistungen der Darsteller aus.“
Der Regisseur überließ es dem Oscar-preisgekrönten Kameramann Andrew Lesnie („Herr der Ringe“-Trilogie), die elementaren Emotionen zu bebildern, die er sich für Neville und seine Welt vorstellte. „Wir konzentrierten uns auf den Einsatz der Kamera, um Nevilles Gefühle zu vermitteln – ob es um seine Einsamkeit geht, die Finsternis oder auch den Spaß, den er erlebt. Andrew trägt entscheidend dazu bei, mit der Kamera den emotionalen Gehalt jeder Szene besonders zu betonen“, berichtet Lawrence.

Neben den emotionalen Eindrücken fing die Kamera aber auch temporeiche Action-Momente in Nevilles gefährlichem Leben ein, die manchmal durch visuelle Effekte ergänzt werden mussten. Obwohl die Dreharbeiten in verkehrsarmen Stunden an Wochenenden stattfanden, um die für die Stadt üblichen Menschenmassen zu vermeiden, gab es dennoch immer Frühaufsteher, die ihre Kamera-Handys zückten, wenn sie unerwartet das Filmteam bei der Arbeit wahrnahmen. In einer der wichtigsten Szenen rast Neville in seinem umgebauten Mustang Shelby durch ein Labyrinth verlassener Fahrzeuge und Hindernisse auf den Straßen – diese Sequenz wurde einen Monat lang jeweils am Wochenende an Schauplätzen in der ganzen Stadt gedreht.

Es war eine logistische Meisterleistung, die meisten Szenen des Films in einer der am dichtesten bevölkerten Städte der Welt zu drehen und dabei einen Helden zu zeigen, der völlig isoliert in dieser Stadt lebt. „New York kann man durch nichts ersetzen“, weiß der in New York wohnende Executive Producer Michael Tadross. „Die Stadtpanoramen sind unverkennbar, und glücklicherweise konnten wir an Schauplätzen drehen, die noch nie in einem Film zu sehen waren.“

Tadross und Aufnahmeleiter Paul Kramer arbeiteten dabei mit Behörden auf allen Ebenen zusammen, darunter auch mit dem Film- und TV-Büro des Bürgermeisters Michael Bloomberg. Nur so waren Aufnahmen an den bekanntesten und meistfrequentierten Schauplätzen möglich. Nie zuvor bekam ein Filmteam in diesem Umfang Drehgenehmigungen für die berühmten Sehenswürdigkeiten der Stadt. Außerdem durfte das Filmteam für kurze Zeitspannen und in verkehrsarmen Stunden ganze Straßenblocks absperren, wenn der Schauplatz für den Film mit verlassenen Fahrzeugen, eingestürzten Häuserfassaden, künstlichen Pflanzen, Büschen und Unkraut in den Spalten des aufgeplatzten Straßenpflasters ausgestattet werden musste. Über all das wurde dann eine Patina aus Dreck und Verwahrlosung gelegt.
„Bei diesem Film haben wir uns in keiner Phase mit Halbheiten zufriedengegeben. Jeder Straßenschauplatz erforderte großen Aufwand wegen des postapokalyptischen Umfelds. In keinem Fall konnten wir den Schauplatz so filmen, wie wir ihn vorfanden. Die Situation, die wir erschaffen, hat die Stadt noch nie erlebt. Das war in jedem Fall eine große Herausforderung“, erinnert sich Kramer.

Die Liste der New Yorker Schauplätze in „I Am Legend“ umfasst die unterschiedlichsten Locations in drei der fünf Stadtbezirke – darunter der Bahnhof Grand Central, das Flatiron Building am Madison Square Park, der Washington Square Park, die beliebten Straßen im Viertel Tribeca, das Schlachthofviertel, die Kreuzung am Columbus Circle und Chinatown.

Die kompliziertesten Drehtage erstreckten sich über mehrere Wochenenden an der Fifth Avenue mit ihren luxuriösen Geschäften. Hunderte von Produktionsassistenten, Personal zum Regeln des Verkehrs und Polizisten waren im Einsatz, um den Bereich zwischen der Madison Avenue und der Sixth Avenue (den Parallelstraßen der Fifth Avenue) auf der Höhe zwischen der 57th und der 49th Street komplett für Autoverkehr und Fußgänger zu sperren.

Smith zeigte sich von der menschenleeren Straße in dieser sonst so quirligen Gegend schwer beeindruckt: „Da merkt man erst, dass man New York noch nie derart entvölkert gesehen hat“, berichtet er. „Ein echt überwältigendes Bild. Als dieser Abschnitt der Fifth Avenue völlig menschenleer war, wurde uns erstmals wirklich bewusst, dass wir hier etwas noch nie Dagewesenes schaffen.“

Lawrence bestätigt das: „Die Fifth Avenue war eine ganz besondere Erfahrung. Erstaunlicherweise herrschte absolute Stille, als wir drehten. Ich konzentrierte mich auf den Monitor und beobachtete, wie Will die leere Fifth Avenue hinaufwanderte. Als ich dann ,Cut‘ rief, brandete Applaus auf: Tausende von Leuten säumten mehrere Blocks lang die andere Straßenseite. Während der Aufnahmen fotografierte niemand, alle waren mucksmäuschenstill. Einfach unglaublich. So haben wir den ganzen Tag gedreht – es war nicht zu fassen, wie respektvoll wir von den New Yorkern behandelt wurden. Dafür sind wir ihnen sehr dankbar.“
Diese Rücksicht der vielen Zaungäste zahlte sich aus, als Smith ihnen und dem Filmteam an einem besonders kalten und windigen Tag aus dem Stegreif ein Ständchen gab und „Summertime“ sang.

„…Und eines muss ich ganz klar sagen, meine lieben amerikanischen Mitbürger: Wir kämpfen um unsere Existenz. Mit großem Bedauern, aber umso entschlossener habe ich heute Abend die Verfügung unterschrieben, die New York City unter Quarantäne stellt. Möge Gott uns beistehen…“
-- Radioansprache des Präsidenten der Vereinigten Staaten

In krassem Kontrast zu den leeren Straßen im Manhattan nach der Katastrophe bevölkerten Tausende von Schauspielern und Statisten die Straßen, um die Panik und das Chaos in der frühen Phase der Quarantäne und während der Evakuierung der Stadt zu zeigen. Drei Monate Vorbereitung waren nötig, um von Dutzenden von Behörden Drehgenehmigungen einzuholen und den umfangreichen Auflagen gerecht zu werden, die mit der Logistik verbunden sind, wenn man etliche Flugzeuge auf einem Filmset im Fluss starten und landen lässt.

Der größte Teil dieser Sequenz spielt auf einem Anleger unter der Brooklyn Bridge. Dieser bedeutende Schauplatz bot Lawrence zwar den gewaltigen Hintergrund des New Yorker Stadtpanoramas, doch an dieser Stelle befindet sich leider kein Anleger. In Zusammenarbeit mit fast einem Dutzend städtischer, staatlicher und Bundesbehörden – vom Flugteam des New York Police Department über das Army Corps of Engineers bis zur Abteilung für Umweltschutz – vertäute das Produktionsteam einen Frachtkahn im Flussbett. Eine Gangway stellte die Verbindung zum Ufer her – schon war ein Anleger geschaffen.

Dann arbeiteten die Beleuchter eine Woche lang daran, die Brooklyn Bridge, den Frachtkahn und die angrenzenden Straßen mit Dutzenden von Scheinwerfen ins rechte Licht zu setzen, denn die Straße unter dem FDR Expressway ist normalerweise nicht beleuchtet.
Etliche Tage vor dem Dreh wurde die militärische Ausrüstung angeliefert, die der für die militärischen Belange und die Waffen verantwortliche Sam Glen arrangierte – er erwies sich dabei als unschätzbarer Mitarbeiter. Die enge Zusammenarbeit mit dem amerikanischen Militär war dabei eine unabdingbare Voraussetzung für die erfolgreiche Gestaltung dieser Sequenz.
Sechs Nächte lang dauerte der Dreh in der Umgebung des Anlegers South Street: Die komplizierte Actionsequenz umfasste den Einsatz von Dutzenden Militärflugzeugen und Fahrzeugen, darunter einen Black Hawk der New York National Guard, H-65-Dolphin-Helikopter der Küstenwache, Humvees und gepanzerte Stryker-Angriffsfahrzeuge (die neueste Errungenschaft unter den US-Militärfahrzeugen). Große und kleine Boote wurden in Partnerschaft mit der US-Army und der Küstenwache zur Verfügung gestellt, spielten allesamt ihren Teil in der Szene und gewährleisteten die Sicherheit von Tausenden Schauspielern, Statisten, Filmemachern und Teammitgliedern, die unter der Brücke im Einsatz waren. Über 150 Soldaten wirkten vor oder hinter der Kamera mit und bedienten die Ausrüstung, die beim Dreh der Sequenz benötigt wurde.

„Alle waren sich einig, dass tatsächliche Truppen zum Einsatz kommen sollten, weil nur echte Experten authentisch wirken“, sagt Glen. „Mit Genehmigung des Verteidigungsministeriums wirkte die berühmte New Yorker 69th Infantry Division mit – wir durften dienstfreie Soldaten als Statisten engagieren. Sie sind dazu ausgebildet, in der Stadt für Ruhe und Ordnung zu sorgen – auch das trägt zum Realismus des Unternehmens bei.“

Lawrence legte zwar Wert darauf, möglichst viele Einstellungen real zu drehen, aber dennoch waren computergenerierte Effekte nötig, um die Panoramen der verlassenen Stadt zu ergänzen und die in ihr herrschenden Infizierten darzustellen. Der Oscar-preisgekrönte Effekte-Experte Janek Sirrs („Matrix“-Trilogie) übernahm die Verantwortung, die Infizierten zu gestalten: einstige Menschen, von denen nur noch blutgierige Körperhüllen übrig sind. Diesen Monstern hauchten Sirrs und sein Team mithilfe digitaler Animation und der Motion-Capture-Technik Leben ein. Die Stuntleute trugen Spezialanzüge mit Sensoren, die eine Übertragung der Bewegungen in den Computer erlaubten. Im Rechner gestaltete man dann die völlig haarlosen Wesen, deren Haut durchsichtig wirkt, sodass man darunter die Muskeln erkennt. Die Infizierten werden vom Alpha-Mann angeführt, den der Schauspieler Dash Mihok darstellt.

Die Kingsbridge Armory, ein ehemaliges Zeughaus der Nationalgarde in der Bronx, bildet die höhlenartige Kulisse für zahlreiche visuelle Effekte, vor allem aber für das Times-Square-Set, das unter einer grünen Wiese kaum noch zu erkennen ist. Auch das 9000 Quadratmeter große Zeughaus an der Marcy Avenue im Williamsburg-Bezirk von Brooklyn nutzte das Filmteam als improvisiertes Studio. Dort entstanden vier Sets, die Nevilles verbarrikadiertes vierstöckiges Haus darstellen, dessen Außenansicht am Washington Square Park gefilmt wurde.
Naomi Shohan lieferte die Idee und das Design zum Bunker, in dem sich Neville, Anna und Ethan verschanzen. Der für die Spezialeffekte zuständige Conrad Brink trug ebenfalls zur Ausstattung dieses Sets bei: Mit hydraulischen Vorrichtungen und Pressluftkanonen erschütterte er den Set buchstäblich in seinen Grundfesten, als es um das Haus herum zu Explosionen kommt.
Doch trotz der aufwändigen Action-Szenen und der innovativen visuellen Effekte dieser Produktion bezeichnet Goldsman gerade die innere Entwicklung der Hauptfigur als den mitreißendsten Aspekt des Films: „Letztlich geht es um Trauerarbeit. Was passiert, wenn wir die Menschen verlieren, die wir lieben? Wir gingen ganz einfach davon aus, dass man sich in einer derartigen Katastrophe so fühlt, als ob die Zeit stillsteht. Um das auf der Leinwand zu demonstrieren, schufen wir eine Welt, die tatsächlich stillsteht. Es geht um einen Neuanfang, um das, was zur Heilung beiträgt. Das mag Science-Fiction sein, aber es ist doch eine Geschichte, die wir alle nachvollziehen können.“
Ähnlich beurteilt Will Smith die beiden Aspekte des Films – einerseits als epischer Science-Fiction-Thriller und andererseits als emotionale Entwicklung eines Menschen: „Das läuft auf verschiedenen Ebenen ab, und wir arbeiten uns von einer Ebene zur anderen vor“, sagt er. „Interessanterweise erreicht man dann irgendwann die vierte oder fünfte Ebene, die das Ganze dann eher geheimnisvoller macht – jeder Zuschauer kann seine eigenen Schlüsse ziehen. Wir hoffen, dass das Publikum den Film als läuternd, befreiend erlebt. Natürlich soll er spannend sein, aber er regt auch zum Nachdenken an. Darum geht es uns bei diesem Film.“



DARSTELLER

Will Smith
Neville

Der erfolgreiche Will Smith profilierte sich als Schauspieler in Kinohits, in seiner eigenen TV-Serie und mit mehrfach Platin-veredelten CDs in der Musikbranche. Nominierungen für den Oscar und Golden Globe erhielt er mit seiner Darstellung des legendären Boxers Muhammad Ali in Michael Manns gefeierter Filmbiografie „Ali“ (Ali). Danach war Smith als Hauptdarsteller und Produzent an dem von der Kritik gefeierten, von einer wahren Geschichte inspirierten „The Pursuit of Happyness“ (Das Streben nach Glück) beteiligt. Er erhielt seine zweite Oscar- und seine vierte Golden-Globe-Nominierung sowie eine Nominierung der Screen Actors Guild (SAG; Gewerkschaft der US-Film- und TV-Schauspieler).

2005 produzierte Smith Andy Tennants erfolgreiche Liebeskomödie „Hitch“ (Hitch – Der Date Doktor) mit sich in der Hauptrolle. Im Jahr zuvor war er als Hauptdarsteller und Executive Producer an dem Science-Fiction-Hit „I, Robot“ (I, Robot) beteiligt, den Alex Proyas nach dem Roman von Isaac Asimov inszenierte. Im selben Jahr übernahm er als Sprecher die Hauptrolle des Oscar in dem animierten Blockbuster „Shark Tale“ (Große Haie – Kleine Fische) neben Renée Zellweger, Angelina Jolie und Robert De Niro.

Im Juli 2003 trat er neben Martin Lawrence in „Bad Boys II“ (Bad Boys II) auf, dem Sequel ihres Hits „Bad Boys“ (Bad Boys – Harte Jungs; 1995). Zuvor war Smith zwei Jahre hintereinander in den erfolgreichsten Hits des jeweiligen Kinosommers zu sehen gewesen: 1996 kämpfte er in Roland Emmerichs Science-Fiction-Action-Film „Independence Day“ (Independence Day) gegen außerirdische Invasoren, und ein Jahr später trat er neben Tommy Lee Jones in Barry Sonnenfelds Science-Fiction-Komödie „Men in Black“ (Men in Black) auf, zu dem Smith auch den Grammy-preisgekrönten Titelsong sang. 2002 drehten Smith, Jones und Sonnenfeld gemeinsam das Sequel „Men in Black II“ (Men in Black II).

Smith hatte bereits Grammys gewonnen, als ihm sein Debüt als Film- und Fernsehdarsteller gelang. Nach Auftritten in den Kinofilmen „Where the Day Takes You“ (Straßenkinder) und „Made in America“ (Made in America) begeisterte er die Kritiker mit seiner Hauptrolle in „Six Degrees of Separation“ (Das Leben – ein Sechserpack) neben Stockard Channing und Donald Sutherland. 1995 wurde er auf dem „ShoWest“-Kongress der US-Kinobetreiber zum Star von morgen gekürt. Zu seinen Kinofilmen zählen außerdem „Enemy of the State“ (Der Staatsfeind Nr. 1) mit Gene Hackman; „Wild Wild West“ (Wild Wild West), für den er auch den Titelsong aufnahm; und die Titelrolle in Robert Redfords „The Legend of Bagger Vance“ (Die Legende von Bagger Vance).
Smith ging noch zur Schule, als er bereits in der Musikbranche Fuß fasste. Mit seinem Freund Jeff Townes gründete er die Gruppe DJ Jazzy Jeff & the Fresh Prince und stürmte als Rapper die Charts. Gemeinsam nahmen sie etliche Platin-veredelte und sogar mehrfach Platin-veredelte Alben auf und gewannen zahlreiche Preise, darunter zwei Grammys und drei American Music Awards.
Aufgrund der musikalischen Erfolge landete Smith die Hauptrolle in der erfolgreichen TV-Sitcomserie „The Fresh Prince of Bel-Air“ (Der Prinz von Bel Air), die sechs Staffeln lang auf NBC lief und ihm zwei Nominierungen für den Golden Globe einbrachte.

Er nahm auch weiterhin CDs auf und brachte 1998 sein erstes Solo-Album „Big Willie Style“ heraus, das ihm einen Grammy und vier American Music Awards einbrachte. 1999 zeichnet ihn die National Association for the Advancement of Colored People (NAACP; Vereinigung zur Förderung der Farbigen) als Entertainer des Jahres aus. Seine folgende CD „Willennium“ enthielt die Hit-Single „Will2K“ und wurde doppelt Platin-veredelt.

Als Produzent ist Smith der Partner von James Lassiter und Ken Stovitz in der Firma Overbrook Entertainment, die Filme wie „Ali“, „I, Robot“, „Saving Face“ (Saving Face), „Hitch – Der Date Doktor“, „ATL“ und „Das Streben nach Glück“ produziert hat. Mit diesem Label konzipierten und produzierten Smith und seine Frau Jada Pinkett Smith außerdem die beliebte TV-Comedy-Serie „All of Us“, die kürzlich nach vier Jahren beendet wurde. Als Produzent oder Executive Producer arbeitet er aktuell an „Seven Pounds“ (Seven Pounds), in dem er erneut unter Regie von Gabriele Muccino („Das Streben nach Glück“) die Hauptrolle übernimmt; „Lakeview Terrace“ mit Samuel L. Jackson und Kerry Washington; und „The Human Contract“, mit dem Jada Pinkett Smith ihr Regiedebüt gibt.

Außerdem tritt Smith demnächst in Peter Bergs „Hancock“ (Hancock) neben Charlize Theron und Jason Bateman auf. Der von Smith produzierte Film soll im Juli 2008 in die Kinos kommen.


ALICE BRAGA
Anna

Mit ihrer aufwühlenden Darstellung in Regisseur Fernando Meirelles’ Oscar- und Golden-Globe-Kandidaten „City of God“ (City of God) begeisterte Alice Braga die Kritiker und machte sich international einen Namen. In ihrer Heimat Brasilien ist sie bereits ein Star durch Filme wie „Sólo Dios sabe“ (internationaler englischer Titel: God Only Knows), der auf dem Filmfestival in Sundance uraufgeführt wurde; die ausgeflippte Komödie „Cheiro do Ralo, O“ (internationaler englischer Titel: Drained); und die Dreiecksgeschichte „Cidade Baixa“ (internationaler englischer Titel: Lower City).
Aktuell beeindruckte Braga Hollywood durch ihren Auftritt in Autor/Regisseur Eric Easons „Journey to the End of the Night“ (Journey to the End of the Night) mit Brendan Fraser und Catalina Sandino Moreno.

Etliche neue Projekte befinden sich in Vorbereitung: In Wayne Kramers „Crossing Over“ ist Braga neben Harrison Ford und Sean Penn in einer Geschichte von Immigranten zu sehen, die US-Bürger werden wollen. 2008 tritt sie neben Chiwetel Ejiofor, Tim Allen und Emily Mortimer in David Mamets „Redbelt“ sowie in „Blindness“ nach dem mit dem Nobelpreis ausgezeichneten Roman „Ensaio sobre a cegueira“ (Die Stadt der Blinden) von Jose Saramagos auf – darin geht es um eine Stadt, die auf geheimnisvolle Weise von Blindheit heimgesucht wird. Dabei arbeitet Braga erneut mit Regisseur Fernando Meirelles zusammen, weitere Hauptrollen spielen Julianne Moore, Mark Ruffalo, Danny Glover und Gael Garcia Bernal.

Aktuell drehte Braga „Repossession Mambo“ mit Jude Law und Forest Whitaker. Der Science-Fiction-Thriller nach dem Roman von Eric Garcia soll 2009 in die Kinos kommen.


DASH MIHOK
Alpha-Mann

2008 tritt Mihok in dem Action-Thriller „The Punisher: War Zone“ auf.
Mihok bekam seinen Vornamen in Anlehnung an den Krimi-Autoren Dashiell Hammett. Er stammt aus New York City, machte sich dort zunächst auf Theaterbühnen einen Namen und gehörte dem renommierten City Kids Repertory Theatre an. Seine große Chance erhielt er 1996 als Benvolio in Baz Luhrmanns moderner Version der klassischen Liebestragödie „William Shakespeare’s Romeo + Juliet“ (William Shakespeares Romeo + Julia).

Seitdem ist er ständig gefragt. Zu seinen Filmen zählen Terrence Malicks von der Kritik gefeiertes Weltkriegsepos „The Thin Red Line“ (Der schmale Grat); Wolfgang Petersens „The Perfect Storm“ (Der Sturm) mit George Clooney und Mark Wahlberg; „Dark Blue“ (Dark Blue) mit Kurt Russell und Ving Rhames; „Basic“ (Basic) mit John Travolta und Samuel L. Jackson; „Connie and Carla“ (Connie und Carla) mit Nia Vardalos und Toni Collette; und „The Day After Tomorrow“ (The Day After Tomorrow) mit Dennis Quaid und Jake Gyllenhaal. Dann trat Mihok neben Adrien Brody und Ben Affleck in dem Thriller „Hollywoodland“ (Die Hollywood-Verschwörung); in dem unabhängig produzierten Spielfilm „10th and Wolf“ (Streets of Philadelphia – Unter Verrätern) mit James Marsden; und in dem Familienfilm „Firehouse Dog“ (Rexx, der Feuerwehrhund) auf.
Auf dem Bildschirm war Mihok in der historischen Rolle des Paul Janszen in der Pete- Rose-Filmbiografie „Hustle“ auf ESPN zu sehen. Weitere TV-Rollen: „Pushing Daisies“, „Ghost Whisperer“ (Ghost Whisperer – Stimmen aus dem Jenseits), „Law & Order“ (Law & Order; auch: Die Aufrechten – Aus den Akten der Straße) und „CSI: Crime Scene Investigation“ (C.S.I. – Tatort Las Vegas) sowie der CBS-TV-Film „Murderous Intent“ (Mörderische Gefühle). Eine gelegentliche Rolle übernahm er in der WB-Serie „Felicity“ (Felicity).

CHARLIE TAHAN
Ethan

Der Neunjährige stammt aus New Jersey. Sein Spielfilmdebüt gab er in „Train Wreck: My Life as an Idiot“, in dem er Seann William Scott als Kind darstellte. 2007 trat Tahan auf dem Filmfestival in Sundance in dem Kurzfilm „High Falls“ neben Maggie Gyllenhaal und Peter Sarsgaard auf. Demnächst wirkt er in „Nights in Rodanthe“ (Nights in Rodanthe) neben Richard Gere und Diane Lane mit.

Neben seiner Filmarbeit liest Tahan gern, er zeichnet, rudert oder spielt mit Bruder, Schwester und Freunden.


Salli Richardson
Zoë

Richardson war in der von Denzel Washington inszenierten, von der Kritik gefeierten und preisgekrönten Filmbiografie „Antwone Fisher“ (Antwone Fisher) zu sehen. Weitere Filme: „Biker Boyz“ (Biker Boyz), „Posse“ (Posse – Die Rache des Jessie Lee), „The Great White Hype“ (Great White Hype – Eine K.O.Mödie) und „Book of Love“, um nur einige zu nennen.

Aktuell tritt Richardson in der Serie „Eureka“ (Eureka) auf, die auf dem Sci-Fi Channel die höchsten Quoten verbucht. Fernsehzuschauer kennen sie auch aus dem festen Ensemble der Serie „Family Law“ (Family Law; auch: Frauenpower) und als Gaststar in beliebten Serien wie „Rude Awakening“ (Rude Awakening – Nur für Erwachsene!) und „Stargate SG-1“ (Stargate Kommando SG-1).



HINTER DER KAMERA

FRANCIS LAWRENCE
Regie

Sein Spielfilmdebüt gab Lawrence 2005 mit dem visuell opulenten Thriller „Constantine“ (Constantine) mit Keanu Reeves, Rachel Weisz, Shia LaBeouf und Djimon Hounsou in den Hauptrollen.

Francis Lawrence ist in Los Angeles aufgewachsen, schrieb Drehbücher, drehte Super-8-Filme und belegte in der Highschool einen Filmkurs, was ihm die Entscheidung erleichterte, eine Filmemacher-Karriere anzustreben. Er studierte an der Loyola Marymount University, absolvierte weitere Filmkurse und drehte auch in diesen College-Jahren weitere Filme. Nach dem Abschluss begann er Musikvideos zu drehen – die Chance bekam er von einem Freund, der ein kleines Plattenlabel leitete.

Seitdem inszenierte er Videos für etliche der Musik-Superstars und hat fast jeden Preis der Branche gewonnen. 2003 wurde der junge Regisseur für seinen innovativen Ansatz bei Justin Timberlakes „Cry Me a River“ geehrt: Die Music Video Production Association (MVPA) zeichnete ihn mit dem Preis für das Beste Popvideo und das Beste männliche Video aus. Mehrfach erhielt er den MTV Video Music Award, und 2002 kürte ihn die MVPA zum Regisseur des Jahres. Im selben Jahr gewann er den Latin Grammy für das Video „Suerte“ der beliebten südamerikanischen Sängerin Shakira.

Die Namen der Stars, mit denen Lawrence gearbeitet hat, liest sich wie ein Who’s who der aktuellen Musikszene – dazu zählen Britney Spears, Janet Jackson, Destiny’s Child, Aerosmith, Jennifer Lopez, Whitney Huston, Gwen Stefani, Jay-Z, Alanis Morissette, Black Eyed Peas und viele andere. Zu seinen bedeutendsten Projekten zählte Will Smiths Video „Black Suits Coming“ für den Film „Men in Black II“ (Men in Black II). Lawrence nahm die Herausforderung gern an und bewies, dass er der Verantwortung durchaus gewachsen war. Diese Erfahrung war ein weiterer Baustein in dem Fundament, von dem aus er bald darauf in den Spielfilmbereich wechseln konnte.
Auch in der Werbung hat Lawrence sich einen Namen gemacht – er schuf musikalisch geprägte und optisch überwältigende Kampagnen für Großkunden wie Gap und Coca-Cola.


MARK PROTOSEVICH
Drehbuch

Seit über zehn Jahren hat Protosevich an dem Projekt „I Am Legend“ gearbeitet – die erste von etlichen Drehbuchfassungen schrieb er 1996. Zuletzt lieferte er das Drehbuch zu „Poseidon“ (Poseidon), dem Remake von „The Poseidon Adventure“ (Die Höllenfahrt der Poseidon; 1972). In dem von Wolfgang Petersen inszenierten Action-Thriller spielten Kurt Russell, Richard Dreyfuss und Josh Lucas die Hauptrollen.

Protosevich stammt aus Chicago und wuchs mit Comics, Horrorfilmen, Rock’n’Roll und Science-Fiction-Romanen auf. Er studierte am Columbia College Chicago und bekam nach seinem Abschluss das Angebot, als Dozent in der Filmabteilung weiterzumachen. Vier Jahre lang gab er Produktionskurse, und nebenbei schrieb er Drehbücher. 1987 schrieb und inszenierte er den Kurzfilm „Past Voices“, der mit dem Golden Hugo und der Goldenen Plakette auf dem Internationalen Filmfestival in Chicago ausgezeichnet wurde.

Dann zog er nach Los Angeles und arbeitete als Drehbuchlektor für Produzent Scott Rudin und Columbia Pictures. Später war er in der Entwicklungsabteilung von Orion Pictures, für Produzentin Dawn Steel und Metro-Goldwyn-Mayer tätig. 1996 verkaufte er sein Originaldrehbuch „The Cell“ (The Cell). Der von Tarsem Singh inszenierte Film mit Jennifer Lopez, Vince Vaughn und Vincent D’Onofrio lief 2000 an. Protosevichs Skript wurde von der Horror Writers Association (Verband der Horror-Autoren) für den Bram Stoker Award nominiert.

Seitdem hat er für Richard Zanuck, Joel Schumacher, Jan de Bont, Imagine Entertainment, Revolution Studios und Sean Daniel & Jim Jacks sowie für seinen ehemaligen Chef Scott Rudin gearbeitet.

Aktuell schloss Protosevich sein Drehbuch zur Marvel-Entertaiment-Produktion „Thor“ ab – der Film soll 2009 in die Kinos kommen.

AKIVA GOLDSMAN
Drehbuch/Produzent

2001 gewann Goldsman den Oscar, den Golden Globe und den Preis der Writers Guild (Gewerkschaft der US-Autoren) für sein Drehbuch zu Ron Howards „A Beautiful Mind“ (A Beautiful Mind – Genie und Wahnsinn), der auch mit dem Oscar als Bester Film ausgezeichnet wurde.
Dann wurde Goldsman mit dem Drehbuch zu Ron Howards „Cinderella Man“ (Das Comeback) für den British Academy Award (BAFTA) und den Preis der Writers Guild of America (US-Gewerkschaft der Autoren) nominiert. Weitere Filme: „The Client“ (Der Klient), „A Time to Kill“ (Die Jury), „Batman Forever“ (Batman Forever), „Practical Magic“ (Zauberhafte Schwestern), „I, Robot“ (I, Robot) und „The Da Vinci Code“ (The Da Vinci Code – Sakrileg).

Seine Firma Weed Road Pictures produzierte Filme wie „Deep Blue Sea“ (Deep Blue Sea), „Starsky & Hutch“ (Starsky & Hutch), „Constantine“ (Constantine) und „Mr. & Mrs. Smith“ (Mr. & Mr. Smith). Demnächst folgen Peter Bergs „Hancock“ (Hancock), bei dem Goldsman zum dritten Mal mit Will Smith zusammenarbeitet; und „Eddie Dickens and the Awful End“, wieder mit Regisseur Francis Lawrence.

Goldsman stammt aus Brooklyn Heights/New York. Er absolvierte sein Studium an der Wesleyan University und machte seinen Abschluss in Creative Writing an der New York University.


JAMES LASSITER
Produzent

Lassiter ist Will Smiths Partner in der 1998 gegründeten Produktions- und Managementfirma Overbrook Entertainment. Für das Overbrook-Label produzierte Lassiter 2006 den Kassenerfolg „The Pursuit of Happyness“ (Das Streben nach Glück). Außerdem produzierte er den romantischen Komödienhit „Hitch“ (Hitch – Der Date Doktor) und „ATL“ mit dem Musiker T.I.
Zuvor produzierte Lassiter „Saving Face“ (Saving Face) mit Joan Chen. Als Executive Producer betreute er den Science-Fiction-Thriller „I, Robot“ (I, Robot) und die Komödie „Showtime“ (Showtime) mit Robert De Niro und Eddie Murphy. Seine erste Spielfilmproduktion war die von der Kritik gefeierte Filmbiografie „Ali“ (Ali). Als Executive Producer fungierte Lassiter auch bei der CW-Network-Serie „All of Us“, die vor Kurzem nach vier Staffeln eingestellt wurde.
Daneben produzierte Lassiter die Soundtracks zu „Wild Wild West“ (Wild Wild West) und „Men in Black“ (Men in Black), die bei den American Music Awards für den beliebtesten Soundtrack gewannen.

Außerdem gewann Lassiter 2001 den Outer Critics Circle Award für das Off-Broadway-Stück „Jitney“ von August Wilson.

Derzeit arbeitet Lassiter an Peter Bergs „Hancock“ (Hancock) mit Will Smith, Charlize Theron und Jason Bateman sowie an Neil LaButes „Lakeview Terrace“ mit Samuel L. Jackson, Kerry Washington und Patrick Wilson.


DAVID HEYMAN
Produzent

Heyman hat alle bisherigen „Harry Potter“-Filme nach den äußerst erfolgreichen Romanen von J.K. Rowling produziert. Derzeit arbeitet er an dem sechsten Film „Harry Potter and the Half-Blood Prince“ (Harry Potter und der Halbblutprinz).

Außerdem produziert Heyman Peyton Reeds „Yes Man“ mit Jim Carrey und John Crowleys „Is There Anybody There?“ mit Michael Caine. In der Endfertigung befindet sich der von Mark Herman inszenierte „The Boy in the Striped Pyjamas“ mit David Thewlis und Vera Farmiga.
Heyman hat Schulen in England und den USA besucht. Seinen Berufseinstieg absolvierte er als Laufbursche der Produktion bei Milos Formans „Ragtime“ (Ragtime) und David Leans „A Passage to India“ (Reise nach Indien). 1986 wurde Heyman in Los Angeles bei Warner Bros. Manager im kreativen Bereich und betreute Filme wie „Gorillas in the Mist“ (Gorillas im Nebel) und „GoodFellas“ (GoodFellas – Drei Jahrzehnte in der Mafia). Ende der 80er-Jahre stieg er zum Vizechef bei United Artists auf.

Dann begann er seine Laufbahn als unabhängiger Produzent. Seine erste eigene Produktion war Ernest Dickersons „Juice“ (Juice – City War) mit Tupac Shakur und Omar Epps in den Hauptrollen. Es folgten etliche weitere Filme, darunter Greg Mottolas Low-Budget-Klassiker „The Daytrippers“ (Seitensprung in Manhattan) mit Liev Schreiber, Parker Posey, Hope Davis, Stanley Tucci und Campbell Scott.

Nach vielen Arbeitsjahren in den USA kehrte Heyman 1997 nach Großbritannien zurück und gründete die Firma Heyday Films, um seine Kontakte in den USA und Europa auszubauen und internationale Spielfilme und TV-Programme zu produzieren.

Auf dem Kinobetreiberkongress „ShoWest“ wurde Heyman zum Produzenten des Jahres 2003 gekürt – er ist damit der erste britische Produzent, dem diese Ehre zuteil wurde.


NEAL MORITZ
Produzent

Moritz zählt zu den renommiertesten Produzenten in Hollywood – er hat eine große Bandbreite von Film- und TV-Projekten betreut. Dazu gründete er die Spielfilm- und TV-Produktionsfirma Original Film. Derzeit befinden sich etliche Filme in der Endfertigung: die romantische Komödie „Made of Honor“ (Made of Honor) mit Patrick Dempsey und Michelle Monaghan; der Thriller „Vantage Point“ (8 Blickwinkel) mit Dennis Quaid, William Hurt, Matthew Fox und Forest Whitaker; und das Horror-Remake „Prom Night“. Die drei Filme sollen Anfang 2008 anlaufen. Im Februar beginnt Moritz die Dreharbeiten zum vierten Film der Kinoserie „The Fast and the Furious“ (The Fast and the Furious).
Aktuell produzierte Moritz die erfolgreiche Sommerkomödie „Evan Almighty“ (Evan Allmächtig) mit Steve Carell und Morgan Freeman. Weitere Filme: „Click“ (Klick) mit Adam Sandler; „Gridiron Gang“ (Spiel auf Bewährung) mit Dwayne „The Rock“ Johnson; und „The Fast and the Furious: Tokyo Drift“ (The Fast and the Furious: Tokyo Drift). Im Fernsehbereich betreute er als Executive Producer die berühmte Serie „Prison Break“ (Prison Break).

Nachdem Moritz 1997 Original Film gegründet hatte, war der erste von der Firma selbst finanzierte Film der Hit „Cruel Intentions“ (Eiskalte Engel; 1999), eine moderne Version des klassischen Romans „Dangerous Liaisons“ (Gefährliche Liebschaften) mit Reese Witherspoon, Sarah Michelle Gellar und Ryan Phillippe. Der Teenie-Film spielte über 75 Millionen Dollar ein und gilt bei der damaligen Teenager-Generation als Kultfilm.

Dann produzierte Moritz „The Skulls“ (The Skulls – Alle Macht der Welt), einen der fünf Filme, die er mit Regisseur Rob Cohen drehte. Die beiden verantworteten auch die Blockbuster „The Fast and the Furious“ (The Fast and the Furious) und „xXx“ (xXx) jeweils mit Vin Diesel; „Stealth“ (Stealth – Unter dem Radar) mit Jamie Foxx, Jessica Biel und Josh Lucas; und den HBO-Film „The Rat Pack“ (Frank, Dean und Sammy tun es), der elf Emmy-Nominierungen erhielt.

Inzwischen hat Moritz über 35 Filme produziert. Dazu zählen die erfolgreiche Liebeskomödie „Sweet Home Alabama“ (Sweet Home Alabama – Liebe auf Umwegen) mit Reese Witherspoon, Josh Lucas und Patrick Dempsey; die „The Fast and the Furious“-Sequels; der Denzel-Washington-Thriller „Out of Time“ (Out of Time – Sein Gegner ist die Zeit); der Motorrad-Action-Film „Torque“ (Hart am Limit) mit Ice Cube; „S.W.A.T.“ (S.W.A.T. – Die Spezialeinheit) mit Samuel L. Jackson und Colin Farrell; „The Glass House“ (Das Glashaus); die Komödie „Saving Silverman“ (Zickenterror – Der Teufel ist eine Frau) mit Jack Black; die Action-Komödie „Blue Streak“ (Der Diamanten-Cop) mit Martin Lawrence; und „Volcano“ (Volcano) mit Tommy Lee Jones.

Daneben drehte Moritz eine Reihe von Teenie-Filmen: „I Know What You Did Last Summer“ (Ich weiß, was du letzten Sommer getan hast) und seine erfolgreiche Fortsetzung; „Urban Legend“ (Düstere Legenden); die College-Komödie „Slackers“ (Slackers); und „Not Another Teen Movie“ (Nicht noch ein Teenie-Film!), eine Parodie auf genau das Teenie-Genre, das er mit anderen selbst kreiert hat. Sein erster bedeutender Spielfilm war 1992 „Juice“ (Juice – City War) mit Omar Epps und dem inzwischen verstorbenen Tupac Shakur.

Moritz hat an der University of California/Los Angeles Wirtschaft studiert und absolvierte anschließend den Peter-Stark-Filmproduktionskurs an der University of Southern California.


MICHAEL TADROSS
Executive Producer

Als Executive Producer betreute Tadross die Komödie „Hitch“ (Hitch – Der Date Doktor) mit Will Smith und Kevin James.

Zu seinen zahlreichen Spielfilmproduktionen gehören „Basic“ (Basic) mit John Travolta und Samuel L. Jackson; „Rollerball“ (Rollerball) mit Chris Klein, LL Cool J und Jean Reno; „The Thomas Crown Affair“ (Die Thomas Crown Affäre) mit Pierce Brosnan und Rene Russo; „Jack Frost“ (Jack Frost – Der coolste Dad der Welt!) mit Michael Keaton; „The Devil’s Advocate“ (Im Auftrag des Teufels) mit Al Pacino und Keanu Reeves; „Eraser“ (Eraser) mit Arnold Schwarzenegger und Vanessa Williams; der größte Kassenknüller von 1995, „Die Hard: With a Vengeance“ (Stirb langsam – Jetzt erst recht) mit Bruce Willis, Jeremy Irons und Samuel L. Jackson; „Indecent Proposal“ (Ein unmoralisches Angebot) mit Robert Redford und Demi Moore; „School Ties“ (Der Außenseiter) mit Brendan Fraser; und „Brenda Starr“ (Brenda Starr) mit Brooke Shields.

Für das Fernsehen produzierte Tadross den CBS-Film „When Will I Be Loved?“ (Zum Teufel mit den Männern) mit Stephanie Powers und „Deadly Illusion“ (Tödliche Täuschung) mit Billy Dee Williams.
Von 1992 bis 1994 fungierte Tadross als stellvertretender Leiter der Spielfilmabteilung bei Paramount Pictures. Dort verantwortete er „Forrest Gump“ (Forrest Gump), „Naked Gun 33 1/3” (Die nackte Kanone 33 1/3), „The Firm“ (Die Firma), „Clear and Present Danger“ (Das Kartell), die „Wayne’s World“-Filme, „Searching for Bobby Fischer“ (Das Königsspiel – Ein Meister wird geboren), „Beverly Hills Cop III“ (Beverly Hills Cop III), „Coneheads“ (Die Coneheads) und „Sliver“ (Sliver), um nur einige zu nennen.

Als Produktionsleiter/Regieassistent arbeitete er an „Ghost“ (Ghost – Nachricht von Sam), „Coming to America“ (Der Prinz von Zamunda), „Black Rain“ (Black Rain), „Trading Places“ (Die Glücksritter), „Death Wish 3“ (Death Wish 3 – Die Rächer von New York), „Cocktail“ (Cocktail) und „Masquerade” (Masquerade)“ sowie an vielen TV-Pilotfilmen und Miniserien.

Tadross stammt aus Brooklyn/New York, er machte seinen Abschluss im Hauptfach Kunst am Wagner College und war ein preisgekrönter Fotojournalist, bevor er seine Filmlaufbahn als Kamera-Azubi und Schnittassistent begann.


ERWIN STOFF
Executive Producer

Als Produzent oder Executive Producer war Stoff an zahlreichen Großproduktionen beteiligt. Er ist einer der Inhaber der Managementagentur 3 Arts Entertainment und produzierte Autor/Regisseur Richard Linklaters „A Scanner Darkly“ (A Scanner Darkly – Der dunkle Schirm); „Guess Who“ (Guess Who – Meine Tochter kriegst du nicht) mit Bernie Mac und Ashton Kutcher; und Francis Lawrences Action-Thriller „Constantine“ (Constantine). Derzeit arbeitet er an dem Thriller „The Night Watchman“ und am Remake des Science-Fiction-Klassikers „The Day the Earth Stood Still“ (Der Tag, an dem die Erde stillstand), die beide 2008 anlaufen sollen.

Als Executive Producer betreute Stoff „The Lake House“ (Das Haus am See), „Hard Ball“ (Hard Ball), „The Replacements“ (Helden aus der zweiten Reihe), „The Matrix“ (Matrix), „The Devil’s Advocate“ (Im Auftrag des Teufels), „Feeling Minnesota“ (Minnesota), „Chain Reaction“ (Außer Kontrolle), „National Lampoon’s Loaded Weapon 1“ (Loaded Weapon 1) und den äußerst erfolgreichen „Austin Powers: The Spy Who Shagged Me“ (Austin Powers – Spion in geheimer Missionarsstellung) mit Mike Myers.

Außerdem produzierte Stoff den Action-Film „Biker Boyz“ (Biker Boyz) mit Laurence Fishburne; „Sweet November“ (Sweet November) mit Charlize Theron; und „Picture Perfect“ (Der gebuchte Mann) mit Jennifer Aniston.

Stoff begann seine Produzentenlaufbahn als Co-Produzent von „Bill & Ted’s Bogus Journey“ (Bill und Teds verrückte Reise in die Zukunft) mit seinem langjährigen Klienten Keanu Reeves.


DANA GOLDBERG
Executive Producer

Goldberg ist President of Production bei Village Roadshow Pictures. Als Executive Producer betreute sie derzeit unter anderem die Action-Komödie „Get Smart“ mit Steve Carell, Anne Hathaway und Alan Arkin sowie den Liebesfilm „Nights in Rodanthe“ (Nights in Rodanthe) mit Richard Gere und Diane Lane.

Seit sie 1998 zu Village Roadshow Pictures stieß, ist Goldberg an allen Projekten der Firma beteiligt gewesen, darunter auch an der „Matrix“-Trilogie, „Ocean’s Eleven“ (Ocean’s Eleven) und den Fortsetzungen, „Training Day“ (Training Day), „Mystic River“ (Mystic River), „Miss Congeniality“ (Miss Undercover), „Rumor Has It“ (Wo die Liebe hinfällt) und „Charlie and the Chocolate Factory“ (Charlie und die Schokoladenfabrik). Als Executive Producer betreute sie auch Neil Jordans „The Brave One“ (Die Fremde in dir) mit Jodie Foster; George Millers Oscar-preisgekrönten Computeranimationsfilm „Happy Feet“ (Happy Feet) mit den Sprechern Elijah Wood, Robin Williams, Brittany Murphy, Nicole Kidman und Hugh Jackman; „The Lake House“ (Das Haus am See) mit Keanu Reeves und Sandra Bullock; „The Dukes of Hazzard“ (Ein Duke kommt selten allein) mit Johnny Knoxville und Seann William Scott; and „Taking Lives“, (Taking Lives – Für dein Leben würde er töten) mit Angelina Jolie.

Bevor sie zu Village Roadshow Pictures stieß, hat Goldberg drei Jahre lang als Vizechefin der Produktion für Barry Levinson und Paula Weinstein bei Baltimore/Spring Creek Pictures gearbeitet. Ihre Karriere in der Entertainment-Branche begann sie als Assistentin bei Hollywood Pictures.


BRUCE BERMAN
Executive Producer

Berman ist Vorsitzender und Chefmanager von Village Roadshow Pictures. Zusammen mit Warner Bros. Pictures arbeitet die Firma an 60 Spielfilmen in unterschiedlichen Produktionsstadien. Alle Filme werden weltweit von Warner Bros. Pictures verliehen – in einigen Ländern übernimmt Village Roadshow Pictures den Verleih.

Zu den ersten Filmen dieses Vertrages zählten Hits wie „Practical Magic“ (Zauberhafte Schwestern) mit Sandra Bullock und Nicole Kidman; „Analyze This“ (Reine Nervensache) mit Robert De Niro und Billy Crystal; „The Matrix“ (Matrix) mit Keanu Reaves und Laurence Fishburne; „Three Kings“ (Three Kings) mit George Clooney; „Space Cowboys“ (Space Cowboys) von und mit Clint Eastwood; sowie „Miss Congeniality“ (Miss Undercover) mit Sandra Bullock und Benjamin Bratt.
Für Village Roadshow Pictures betreute Berman dann als Executive Producer große Erfolge wie „Training Day“, (Training Day), der Denzel Washington den Oscar einbrachte; „Ocean’s Eleven“ (Ocean’s Eleven) mit George Clooney, Brad Pitt und Julia Roberts; die Sequels „Ocean’s Twelve“ (Ocean’s Twelve) und „Ocean’s Thirteen“ (Ocean’s Thirteen); „Two Weeks’ Notice“ (Ein Chef zum Verlieben) mit Sandra Bullock und Hugh Grant; „Mystic River“ (Mystic River) mit den Oscar-preisgekrönten Darstellern Sean Penn und Tim Robbins; Teil 2 und 3 der „The Matrix“-Trilogie, „The Matrix Reloaded“ (Matrix Reloaded) und „The Matrix Revolutions“ (Matrix Revolutions); Tim Burtons „Charlie and the Chocolate Factory“ (Charlie und die Schokoladenfabrik) mit Johnny Depp; die Oscar-preisgekrönte animierte Abenteuerkomödie „Happy Feet“ (Happy Feet); und kürzlich Neil Jordans „The Brave One“ (Die Fremde in dir) mit Jodie Foster.

Zu den neuesten Village-Roadshow-Projekten zählen die Komödie „Get Smart“ (Get Smart) mit Steve Carell; und das Realfilm-Action-Abenteuer „Speed Racer“, das die Wachowski Brothers schreiben und inszenieren.

Seinen Einstand in der Filmbranche gab Berman als Assistent von Jack Valenti in der MPAA in Washington/DC, während er noch studierte. Seinen Jura-Abschluss machte er 1978 an der Georgetown Law School. Im September 1978 trat er in Los Angeles seine Stellung als Peter Grubers Assistent bei Casablanca Filmworks an. Dann wechselte er zu Universal Pictures, und dort wurde er 1982 stellvertretender Produktionschef.

1984 wurde Berman Vizechef der Produktionsabteilung bei Warner Bros. und vier Jahre später Chef der Spielfilmabteilung. 1989 stieg er dort zum Leiter der weltweiten Kinoproduktion auf. Diese Stellung behielt er bis Mai 1996. Unter seiner Leitung produzierte und verlieh Warner Bros. Filme wie „Presumed Innocent“ (Aus Mangel an Beweisen), „GoodFellas“ (GoodFellas – Drei Jahrzehnte in der Mafia), „Robin Hood: Prince of Thieves“ (Robin Hood – König der Diebe), Oscar-Sieger „Driving Miss Daisy“ (Miss Daisy und ihr Chauffeur), „Batman Forever“ (Batman Forever), „Under Siege“ (Alarmstufe: Rot), „Malcolm X“ (Malcolm X), „The Bodyguard“ (Bodyguard), „JFK“ (John F. Kennedy – Tatort Dallas), „The Fugitive“ (Auf der Flucht), „Dave“ (Dave), „Disclosure“ (Enthüllung), „The Pelican Brief“ (Die Akte), „Outbreak“ (Outbreak – Lautlose Killer), „The Client“ (Der Klient), „A Time to Kill“ (Die Jury) und „Twister“ (Twister).

Im Mai 1996 gründete Berman unter dem Dach der Warner Bros. Pictures die unabhängige Produktionsfirma Plan B Entertainment. Im Februar 1998 wurde Berman zum Vorsitzenden und Chefmanager bei Village Roadshow Pictures ernannt.


ANDREW LESNIE, A.C.S., A.S.C.
Kamera

Mit „The Lord of the Rings: The Fellowship of the Ring“ (Der Herr der Ringe – Die Gefährten) gewann Andrew Lesnie den Oscar. Nominiert wurde er unter anderem auch für den Preis der American Society of Cinematographers (A.C.S.; US-Gewerkschaft der Kameraleute) und der British Academy of Film and Television Arts (BAFTA). Er gewann den BAFTA mit „The Lord of the Rings: The Return of the King“ (Der Herr der Ringe: Die Rückkehr des Königs), und eine weitere BAFTA-Nominierung erhielt er für „The Lord of the Rings: The Two Towers“ (Der Herr der Ringe: Die zwei Türme). Danach drehte er seinen vierten Film mit „Der Herr der Ringe“-Regisseur Peter Jackson: „King Kong“ (King Kong), der Lesnie eine weitere A.C.S.-Nominierung einbrachte.
Lesnie wurde zweimal hintereinander, 1995 und 1996, mit dem begehrten Milli Award der Australian Cinematographers Society (Gewerkschaft der australischen Kameraleute) ausgezeichnet. Zudem würdigte ihn das Australian Film Institute 1997 mit „Doing Time for Patsy Cline“ (Letzter Stop Nashville) als Besten Kameramann, und seine Gewerkschaft verlieh ihm den Gold Award für denselben Film. 1996 gewann er das Goldene Stativ der Gewerkschaft für „Babe“ (Ein Schweinchen namens Babe), 1995 für „Temptation of a Monk“ (Verführung hinter Klostermauern) und 1994 für „Spider and Rose“.

Zu Lesnies Spielfilmen gehören unter anderem auch „Babe: Pig in the City“ (Schweinchen Babe in der großen Stadt), „Love’s Brother“ (Eine italienische Hochzeit), „Two If by Sea“ (Gestohlene Herzen), „The Delinquents“ (The Delinquents – Sie sind jung und wollen frei sein) und „Boys in the Island“. Außerdem hat er TV-Serien, Dokumentationen sowie mehrere Hundert Werbespots und Musikvideos gedreht.

Aktuell arbeitet Lesnie an Peter Jacksons „The Lovely Bones“ (The Lovely Bones) nach dem berühmten Roman von Alice Sebold (dt. Buchtitel: In meinem Himmel). Der Film kommt 2008 in die Kinos.


NAOMI SHOHAN
Produktionsdesign

Nominierungen für den British Academy Award (BAFTA) und den Preis der Art Directors Guild (Gewerkschaft der Ausstatter) erhielt Shohan mit ihren Entwürfen für den als Bester Film Oscar-prämierten „American Beauty“ (American Beauty), den Sam Mendes mit Kevin Spacey und Annette Bening inszenierte.

Kürzlich arbeitete Shohan an Gary David Goldbergs romantischer Komödie „Must Love Dogs“ (Frau mit Hund sucht Mann mit Herz) mit Diane Lane und John Cusack. Zuvor verantwortete sie das Design für den nigerianischen Dschungel in Antoine Fuquas beklemmendem Kriegsfilm „Tears of the Sun“ (Tränen der Sonne) mit Bruce Willis. Ihre frühere Arbeit an Fuquas schnörkellosem Krimi „Training Day“ (Training Day) beeindruckte Regisseur Francis Lawrence derart, dass er sie für seinen Thriller „Constantine“ (Constantine) engagierte.

Zuvor betreute sie den Liebesfilm „Sweet November“ (Sweet November), „Feeling Minnesota“ (Minnesota), den Thriller „Teaching Mrs. Tingle“ (Rettet Mrs. Tingle!), Antoine Fuquas Action-Thriller „The Replacement Killers“ (Replacement Killers – Die Ersatzkiller), „Playing God“ (Playing God), „White Man’s Burden“ (Straße der Rache) und „Zebrahead“ (Zebrahead).

Aktuell arbeitet Shohan an Peter Jacksons „The Lovely Bones“ (The Lovely Bones) nach dem berühmten Roman von Alice Sebold (dt. Buchtitel: In meinem Himmel). Der Film kommt 2008 in die Kinos.


WAYNE WAHRMAN, A.C.E.
Schnitt

Mit Regisseur Francis Lawrence arbeitete Wahrman bereits an dem Action-Thriller „Constantine“ (Constantine). Für Steven Zaillian betreute er alle drei Filme, die der Regisseur bisher gedreht hat: „All the King’s Men“ (Spiel der Macht), „A Civil Action“ (Zivilprozess) und „Searching for Bobby Fischer“ (Das Königsspiel – Ein Meister wird geboren).
Wahrman schnitt sowohl „Charlie’s Angels“ (3 Engel für Charlie) als auch die Fortsetzung „Charlie’s Angels: Full Throttle“ (3 Engel für Charlie – Volle Power) und außerdem das im Zweiten Weltkrieg spielende U-Boot-Drama „U-571“ (U-571). Weitere Filme: „The Time Machine“ (The Time Machine), „The Education of Little Tree“ (Indianersommer – Die Abenteuer des kleinen Indianerjungen Little Tree), „2 Days in the Valley“ (2 Tage in L.A.), „The Last of the Mohicans“ (Der letzte Mohikaner), „Mighty Morphin Power Rangers: The Movie“ (Power Rangers – Der Film) und „Kickboxer“ (Karate Tiger 3 – Der Kickboxer).

Wahrman stammt aus Richmont/Virginia. Seinen College-Abschluss machte er im Fach Filmproduktion an der University of California/Los Angeles. Einer seiner Studentenfilme wurde als Bester Film mit dem Jim Morrison Award ausgezeichnet.


MICHAEL KAPLAN
Kostümdesign

Michael Kaplan gewann den British Academy Award (BAFTA) für seine Kostüme in Ridley Scotts innovativem Klassiker „Blade Runner“ (Der Blade Runner). Mehr als einmal erwies sich Kaplan in der Modewelt als Trendsetter, ob mit „Flashdance“ (Flashdance) oder durch die historischen Kostüme zu „Pearl Harbor“ (Pearl Harbor). Aktuell entwarf Kaplan die Kostüme zu Curtis Hansons „Lucky You“ (Glück im Spiel); Doug Limans Action-Komödienhit „Mr. & Mrs. Smith“ (Mr. & Mrs. Smith) mit Brad Pitt und Angelina Jolie; und Michael Manns Action-Film „Miami Vice“ (Miami Vice) mit Colin Farrell und Jamie Foxx.

Auch bei „Matchstick Men“ (Tricks) arbeitete Kaplan mit Ridley Scott zusammen. Außerdem wurde er als Kostümbildner von berühmten Filmemachern wie David Fincher („Se7en“/Sieben; „The Game“/The Game; „Fight Club“/Fight Club; „The Panic Room“/Panic Room), Michael Bay („Pearl Harbor“ und „Armageddon“/Armageddon) und Jeremiah Chechik („National Lampoon’s Christmas Vacation“/Hilfe, es weihnachtet sehr; auch: Schöne Bescherung) engagiert.
Zu Kaplans Filmen zählen auch Edward Nortons Regiedebüt „Keeping the Faith“ (Glauben ist alles!), Harold Beckers („Malice“/Malice – Eine Intrige), John Hughes’ „Curly Sue“ (Curly Sue – Ein Lockenkopf sorgt für Wirbel), Joel Schumachers „Cousins“ (Seitensprünge), James Bridges’ „Perfect“ (Perfect) und Taylor Hackfords „Against All Odds“ (Gegen jede Chance).
Kaplan arbeitet derzeit an J.J. Abrams’ mit Spannung erwartetem „Star Trek“, der die Anfänge der Enterprise-Crew schildert. Starttermin ist Weihnachten 2008.


JAMES NEWTON HOWARD
Musik

Als einer der renommiertesten Komponisten der Branche hat James Newton Howard über 100 Filmmusiken geschrieben. Sechsmal wurde er für den Oscar nominiert, zuletzt für M. Night Shyamalans „The Village“ (The Village – Das Dorf), Howard komponierte die Musik zu den meisten Shyamalan-Filmen, angefangen mit dessen Hit „The Sixth Sense“ (The Sixth Sense – Der sechste Sinn), dann „Unbreakable“ (Unbreakable – Unzerbrechlich), „Signs“ (Signs – Zeichen) und aktuell „Lady in the Water“ (Das Mädchen aus dem Wasser).

Oscar-Nominierungen erhielt Howard als Komponist von „My Best Friend’s Wedding“ (Die Hochzeit meines besten Freundes), „The Fugitive“ (Auf der Flucht) und „Prince of Tides“ (Herr der Gezeiten). Zwei weitere Oscar-Nominierungen bekam er für die Songs „Look What Love Has Done“ aus „Junior“ (Junior) und „For the First Time“ aus „One Fine Day“ (Tage wie dieser…). Beide Songs brachten ihm auch Nominierungen für den Golden Globe ein. Eine dritte Golden-Globe-Nominierung bekam er für Peter Jacksons erfolgreiches Remake „King Kong“ (King Kong).

Aktuell lieferte Howard den Soundtrack zum gefeierten „Michael Clayton“ (Michael Clayton) mit George Clooney. Er arbeitet an etlichen kommenden Filmen: Jay Russells „The Water Horse: Legend of the Deep“, Denzel Washingtons „The Great Debaters“, Mike Nichols’ „Charlie Wilson’s War“, M. Night Shyamalans „The Happening“ und Christopher Nolans „The Dark Knight“. Zuvor schrieb er unter anderem die Scores zu „Blood Diamond“ (Blood Diamond), „RV“ (Die Chaoscamper), „Freedomland“ (Das Gesicht der Wahrheit), „Batman Begins“ (Batman Begins), „The Interpreter“ (Die Dolmetscherin), „Hidalgo“ (Hidalgo), „Collateral“ (Collateral), „Peter Pan“ (Peter Pan), „America’s Sweethearts“ (America’s Sweethearts), „Runaway Bride“ (Die Braut, die sich nicht traut), „Romy and Michele’s High School Reunion“ (Romy und Michele), „Primal Fear“ (Zwielicht), „Outbreak“ (Outbreak – Lautlose Killer), „Wyatt Earp“ (Wyatt Earp – Das Leben einer Legende), „Falling Down“ (Falling Down – Ein ganz normaler Tag), „My Girl“ (My Girl – Meine erste Liebe), „Major League“ (Die Indianer von Cleveland), „Pretty Woman“ (Pretty Woman), „Grand Canyon“ (Grand Canyon – Im Herzen der Stadt), „Dave“ (Dave), „Glengarry Glen Ross“ (Glengarry Glen Ross) und „The Devil’s Advocate“ (Im Auftrag des Teufels).

Im Fernsehbereich gewann Howard mit der Serie „Gideon’s Crossing“ den Emmy für das Hervorragende Titelthema. Eine weitere Emmy-Nominierung erhielt er in derselben Kategorie für „ER“ (Emergency Room – Die Notaufnahme).


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