Tomtec
Castle Rock Entertainment präsentiert
in Zusammenarbeit mit Village Roadshow Pictures
einen Film von Scott Hicks
Catherine Zeta-Jones
Aaron Eckhart
Abigail Breslin
Patricia Clarkson
Regie Scott Hicks
Produzenten Kerry Heysen, Sergio Agüero
Drehbuch CAROL FUCHS
Executive Producers Susan Cartsonis, Bruce Berman
Kamera Stuart Dryburgh
Produktionsdesign Barbara Ling
Schnitt Pip Karmel
Co-Produzent Mari Jo Winkler-Ioffreda
Musik Philip Glass
Deutscher Kinostart: 13. September 2007
im Verleih von Warner Bros. Pictures Germany
a division of Warner Bros. Entertainment GmbH
www.RezeptZumVerlieben.de

INHALT
Im Privatleben wie auch als Meisterköchin des noblen Restaurants 22 Bleecker in Manhattan lässt sich Kate Armstrong (CATHERINE ZETA-JONES) niemals die Butter vom Baguette nehmen – immer stellt sie sich ihren Aufgaben sehr direkt und mit großem Engagement. Freunde, Kollegen und Kunden erleben sie als beeindruckende Persönlichkeit, fühlen sich durch ihr Auftreten aber auch oft vor den Kopf gestoßen. Mit atemberaubender Konzentration rackert sich Kate durch jede hektische Schicht, koordiniert Hunderte von Bestellungen, rührt köstliche Saucen an, würzt und gart jedes Gericht bis zur absoluten Perfektion.
Zwischen Töpfen und Pfannen fühlt sich Kate am wohlsten – sie verlässt den Schutz ihrer berühmten Küche nur widerwillig, um Komplimente für ihre kulinarischen Großtaten entgegenzunehmen – oder sich mit einem Gast anzulegen, der ihre Kochkunst infrage stellt. Gegen Mitternacht fällt sie todmüde ins Bett, weil sie schon vor Sonnenaufgang wieder unterwegs ist, um den Konkurrenten auf dem Fischmarkt die frischesten Wolfsbarsche wegzuschnappen.
Als der schlagfertige, stets gut gelaunte und total coole Nick Palmer (AARON ECKHART) als neuer Koch zu Kates Team stößt, wird ihr Perfektionismus auf eine harte Probe gestellt. Denn Nick ist selbst bereits ein Star der New Yorker Restaurantszene. Mit seiner lockeren Art und seinem Faible für Opernarien wirkt er auf die Kollegen sehr sympathisch. Doch weil er weder das Leben noch die Haute Cuisine allzu ernst nimmt, kollidiert er sofort mit der völlig anders gearteten Kate – wie ein Messer, das mit schrillem Quietschen über einen Porzellanteller schabt. Trotzdem ist unverkennbar, dass es zwischen den beiden knistert.
Vielleicht könnte Kate mit dem selbstbewussten Hansdampf an ihrem Herd besser umgehen, wenn nicht seit Kurzem auch ihr Privatleben auf dem Kopf stehen würde: Ihre neunjährige Nichte Zoe (ABIGAIL BRESLIN) ist ganz unerwartet bei ihr eingezogen. Das aufgeweckte und sensible Mädchen zieht Fischstäbchen jeder Gänseleberpastete vor und passt so gar nicht in Kates präzise durchgeplanten Tagesablauf. Aber dennoch ist Kate wild entschlossen, Zoe alles zu bieten, was ein Kind an Zuwendung verlangen darf. Allerdings hat Kate keine Ahnung, wie sie das bewerkstelligen soll.
Bald fragt sich Kate, worüber sie sich mehr ärgert: Einerseits nimmt Nick mit seinem unbestreitbaren Talent die Restaurantinhaberin Paula (PATRICIA CLARKSON) ebenso für sich ein wie die sehr anspruchsvollen Gäste, andererseits ist auch die schüchterne Zoe von seinem spontanen Charme derart begeistert, dass sie sich viel lieber ihm anvertraut als ihrer Tante.
Eines Tages beendet Nick den Stellungskrieg der Rivalen, denn er hat sich in Kate verliebt. Erstmals fragt sich Kate, ob ihre selbst gewählte Unabhängigkeit tatsächlich der optimale Lebensentwurf ist.
Sie möchte ganz für Zoe da sein und mit Nick glücklich werden – doch das geht nicht ohne Risiko. Wie soll sie ihr Leben meistern, wenn sie sich ständig hinter ihrer Pfeffermühle verschanzt?
Kate kommt sich plötzlich vor, als ob sie ohne Rezept kochen müsste. Bis sie merkt, dass die eigenen Kreationen immer noch am besten schmecken.

ÜBER DIE PRODUKTION
Das Leben lässt sich nicht vorbestellen
Regisseur Scott Hicks ließ sich bei „No Reservations“ (Rezept zum Verlieben) nicht nur von dem Handlungsgerüst in Sandra Nettelbecks Drehbuch „Bella Martha“ anregen, sondern vor allem von den zwischenmenschlichen Beziehungen, die uns die Probleme der Helden auf sehr intime und nachvollziehbare Art nahe bringen. „Diese moderne Geschichte ist mit dem Herzen geschrieben – auf interessante Weise hält sie die Balance zwischen tief empfundenen Gefühlen und Momenten voll natürlichem, leichtherzigem Humor. Genauso ergeht es den meisten von uns im Leben“, sagt er. „Die Helden müssen mit Verlusten umgehen, sie versuchen sich weiterzuentwickeln und lernen die echte Liebe erst durch den Verlust kennen.“
International berühmt wurde Hicks 1996 mit dem hinreißenden „Shine“ (Shine – Der Weg ins Licht), der siebenfach für den Oscar nominiert war – Hicks persönlich erhielt Nominierungen als Regisseur und Drehbuchautor. Als Filmemacher interessieren ihn „Storys über wahre Gefühle, in denen die Personen im Mittelpunkt stehen“. Kates Dilemma bietet ihm die Gelegenheit durchzuspielen, was passiert, wenn eine extrem gut organisierte Frau durch unerwartete Ereignisse von einem Moment zum anderen gezwungen wird, sich völlig neu zu orientieren. Im Vordergrund steht, „wie diese Frau sich den Herausforderungen und Angriffen stellt und dadurch die Liebe findet, ein neues Ziel vor Augen hat“.
Catherine Zeta-Jones bezeichnet sich als Hicks’ größten Fan – sie bestätigt seine Einschätzung der Geschichte: „Sie hat viele Facetten: einerseits als traumhafte Liebesgeschichte, andererseits als rührende Beziehung zwischen Kate und ihrer kleinen Nichte. Kates Leidenschaft für ihren Beruf spielt eine wichtige Rolle – und damit die faszinierende Arena einer professionellen Küche: Wir erleben mit, wie dieser Apparat auch bei großer Betriebsamkeit funktioniert.“
„Als ich hörte, dass Scott Hicks die Regie übernehmen wollte, war ich echt begeistert“, fährt sie fort. „Denn ich kenne seine Filme und weiß, dass er dem Stoff mit seiner großen Sensibilität genau die richtige Struktur verleiht.“
Nicht nur der Regisseur, sondern auch sein Team und seine Darsteller waren von Sandra Nettelbecks Originalfilm von 2001 begeistert. Dazu Produzentin Kerry Heysen: „Ein sehr zärtlicher Film mit einer ausgeprägten Handschrift. Durch die Verlegung des Handlungsorts nach Amerika wollen wir den Stoff einem größeren Publikum zugänglich machen. Schauplatz ist jetzt New York, wo die Gastronomie traditionell eine wesentliche Rolle spielt. So verleiht die Stadt dem Film eine besonders reizvolle Atmosphäre. In jeder New Yorker Straße kommt man an kleinen Cafés der unterschiedlichsten Couleur vorbei – überall nimmt man Gerüche wahr, überall sieht man die Menschen in Restaurants sitzen.“
„Es handelt sich um eine Lovestory, die die universelle Freude am Zubereiten und gemeinsamen Genießen von leckerem Essen feiert“, sagt Produzent Sergio Agüero. „Mir war sofort klar, dass wir mit dem Potenzial dieser Geschichte ein weltweites Publikum ansprechen können, denn in allen Kulturen empfinden die Menschen, was das Essen angeht, ganz ähnlich.“
Die Filmemacher mussten im neuen Kontext einiges an der Story ändern, achteten aber sorgsam darauf, die allseits beliebte Essenz von „Bella Martha“ zu erhalten – die Herzenswärme, den Geschmack, vor allem natürlich die Heldin, eine erfolgreiche, sehr konzentrierte Meisterköchin, die ihr Privatleben und ihr Küchenpensum gleichermaßen mit äußerster Präzision durchplant.
Als dann ihr Stellvertreter Nick zum Küchenteam stößt, ändert sich die Situation dramatisch. „Er tritt großspurig auf, hört in der Küche Opern und singt dazu; die Kollegen lachen über seine Witze. Durch seine Anwesenheit entsteht eine ganz neue Arbeitsatmosphäre, und das passt Kate überhaupt nicht“, sagt Heysen, die zugibt, dass aus Kates Sicht auch noch ein anderer, unterschwelliger Aspekt eine Rolle spielen könnte: Als Frau behauptet sich Kate erfolgreich und autonom in einer schwer umkämpften Branche, die nur wenige Spitzenpositionen bietet – deshalb fühlt sie sich durch Nick in ihrer Stellung indirekt angegriffen. Die Wahrheit sieht aber anders aus, wie Heysen erklärt: „Nick hat die Stellung nur angenommen, weil er Kates Leistungen sehr schätzt – er will von ihr lernen, aber das nimmt sie nicht zur Kenntnis. Sie misstraut ihm von Anfang an.“
Während Nicks Anwesenheit Kates Führungsposition im Restaurant unterminiert, gerät gleichzeitig ihr Privatleben völlig durcheinander, denn plötzlich taucht Kates Nichte Zoe auf, die gerade zur Vollwaise geworden ist.
Dazu Hicks: „Das Kind stellt alles auf den Kopf – nicht nur Kates Gefühle, sondern auch ihren Tagesablauf. Für ein neunjähriges Mädchen gibt es schlicht keinen Platz im Leben einer voll eingespannten Köchin mit Schichten bis spät in die Nacht und exakt vorgeplantem Terminkalender. Kate hat so gar nichts Mütterliches an sich. Sie hat das Herz auf dem rechten Fleck, weiß aber mit dem Kind überhaupt nichts anzufangen, denn Zoe mag nicht einmal Kates Essen. Gleichzeitig mischt der neue Koch im Restaurant Kates Küche auf, dass die Funken stieben.“
Nun muss man Funken nicht ausschließlich negativ beurteilen…
Aaron Eckhart übernimmt die Rolle des geselligen Nick: „Erst durch diese Konflikte findet Kate ihre Lebensfreude wieder. Zoe und Nick ändern ihr Leben von Grund auf, schlagen Breschen in ihren Panzer. Dennoch muss Kate selbst entscheiden, welchen Weg sie einschlägt, um ihre Probleme in den Griff zu bekommen und ihr Leben neu zu ordnen.“
Und nichts eignet sich besser als das Essen, um Liebesbande zu spinnen und Menschen zusammenzuführen.
Das Essen und alles, was damit zusammenhängt, die Zubereitung, Präsentation, gemeinsame Mahlzeiten – vom Aroma, dem Aussehen und Geschmack ganz zu schweigen –, birgt zweifellos romantische, lebensbejahende Elemente, die Hicks in die Handlung integriert. Dieses Konzept floss von Anfang an in das Drehbuch ein, wie Drehbuchautorin Carol Fuchs berichtet: „Das Essen hat eine konkrete und eine übertragene Bedeutung. Es geht nicht nur um unsere Essgewohnheiten, sondern um Nahrung für die Seele.“
„Das Essen entwickelt im Film seine eigene Dynamik, bekommt eine symbolische Dimension“, sagt der Regisseur. „Anlass der Begegnung der Figuren und der Verführung ist das Essen. Besonders Kate und Nick verbindet die Liebe zu edlen Gerichten, aber das Essen spielt auch eine Rolle, als es gilt, Zoe aus ihrem Schneckenhaus hervorzulocken. Zoe hat durch ihre Trauer jeden Appetit verloren, und als sie schließlich die Spaghetti isst, die Nick für sie kocht, zeigt sie damit, dass sie ihm vertraut und sich an ihn gewöhnt. Und schließlich ist dann bei Kates und Nicks erster gemeinsamer Mahlzeit die Erotik sehr deutlich zu spüren.“
Generell ist laut Heysen „das Essen in diesem Fall eine Metapher für das Leben, den Lebenswillen oder, wenn man so will, für die Liebe“.
Eckhart stimmt ihr zu: „Das Essen spricht alle Sinne an. Wenn man auf diesem hohen Niveau eine Mahlzeit zubereitet, entsteht daraus praktisch eine Kunstform – mit ganz feinem Gespür für die richtigen Zutaten und die perfekte Abstimmung, um den Gaumen anzuregen… das ist wirklich ausgesprochen romantisch.“
„Ich habe Muscheln nie etwas abgewinnen können“, berichtet Zeta-Jones. „Aber wenn man sich richtig auf sie konzentriert, eröffnet sich eine völlig neue Perspektive.“
Besetzung: Wie viele Köche verderben den Brei?
„Mein Mann sagt, dass mir diese Rolle mehr abverlangt als je zuvor, weil ich mich in der Küche bewähren muss“, verrät Zeta-Jones augenzwinkernd und gibt dann offen zu, dass sie sich vor ihrem kulinarischen Crash-Kurs für diesen Film nicht mal wusste, wie man ein Ei richtig kocht.
Tatsächlich zeigte sich Zeta-Jones laut Regisseur Hicks nicht nur sehr anstellig in der Küche, in der sie sich vor dem Drehstart zu „Rezept zum Verlieben“ wochenlang alles Nötige für ihre Darstellung aneignete, sondern ihre Flexibilität und Aufnahmefähigkeit bildeten ganz generell die entscheidende Grundlage für dieses Filmprojekt: „Der gesamte Film ruht auf ihren Schultern. Sie tritt in praktisch jeder Szene auf – alles dreht sich um sie. Sie spielt wunderbar subtil, beherrscht das Timing ganz hervorragend – was letztlich nicht erstaunlich ist, weil sie ja Tänzerin war. Das Timing ist für die dramatischen Situationen unabdingbar, in denen es nicht nur um intensive Gefühle geht, sondern manchmal unvermittelt auch die Komik durchbricht.“
„Kapitän Kate scheucht ihre Matrosen recht heftig übers Deck, um es gelinde auszudrücken“, sagt Zeta-Jones. „Sie weiß, was sie kann, und reagiert sofort sehr aufgebracht, wenn ein Gast ihren Geschmack oder die Präsentation ihrer Gerichte infrage stellt. Doch weil sie diesen kompromisslosen Perfektionismus auch auf ihr Privatleben überträgt, kann sie im Grunde keine echten Beziehungen zu anderen Menschen aufbauen. Sie schließt damit zwar persönliche Unsicherheiten, Ängste und schmerzliche Rückschläge aus, versagt sich aber auch die Lebensfreude, die man nur erlebt, wenn man offen und locker auf die Menschen zugeht und den Dingen einfach ihren Lauf lässt.“
Über Kates und Nicks erste Begegnung in der Küche des Restaurants 22 Bleecker sagt Aaron Eckhart: „Kate wirft nur einen Blick auf diesen lässigen, lebenslustigen neuen Koch, der Opern hört und Witze reißt, und schon ist sie überzeugt, dass er seine Arbeit nicht ernst nimmt. Tatsächlich sieht es ja auch so aus, aber im Grunde hat Nick einfach nur einen anderen Stil. Als er Kates Feindseligkeit spürt, bleibt er flexibel nach dem Motto: ,Biegen, ohne zu brechen.‘ Er begegnet ihr weiterhin so höflich und charmant wie möglich, weil er hofft, dass sie ihr Misstrauen eines Tages überwindet.“
Nick übernimmt Kates Vertretung, weil er gern mit der Meisterköchin arbeiten und von ihr lernen möchte – denn er verehrt sie seit Langem. „Die Liebe überrascht ihn genauso sehr wie sie“, meint Eckhart. „Der Unterschied besteht nur darin, dass er sich dieser Liebe stellt, als er sich über seine Gefühle klar wird, während sie noch nicht so weit ist. Entsprechend muss er eben besonders charmant und kreativ um sie werben. Wenn er überhaupt nicht mehr zu ihr durchdringen kann, verwendet er die Sprache, die sie am besten beherrscht: das Essen.“
„In dieser Rolle erleben wir Aaron ungewöhnlich unbeschwert – oft sehen wir ihn ja in sehr intensiven Rollen“, beobachtet Zeta-Jones.
„Aaron spielt hier ja nicht nur den Liebhaber“, sagt Hicks. „Er muss auch in der Lage sein, eine echte Beziehung zu einem kleinen Mädchen aufzubauen – auch darin geht es um Gefühle. Das klingt leichter, als es tatsächlich ist.“
„Aaron geht als Nick mit der kleinen Zoe genauso um, wie man sich auf ein Pony auf der Weide einstellen würde“, sagt Heysen – sie bezieht sich dabei auf ihre Erfahrung mit Pferden auf ihrer Ranch in Australien, wo sie mit ihrem Ehemann Scott Hicks zusammenlebt, mit dem sie seit drei Jahrzehnten auch als Filmemacher-Partner arbeitet. „Wenn ein scheues Pony nicht zu mir kommen will, darf ich nicht insistieren. Ich muss mich zurückhalten, abwarten, ihm vorsichtige Angebote machen – und irgendwann kommt es von selbst. Dabei muss man sehr sensibel vorgehen.“
Eckhart arbeitete gern mit Abigail Breslin, die während der Dreharbeiten ihren zehnten Geburtstag feierte. „Es bringt Spaß, solch jugendlichen Input zu erleben. Sie hat mir ein paar Cheerleader-Tanzschritte beigebracht – zwischen den Einstellungen haben wir in der Küche trainiert.“
Privat ist Breslin ein sehr lebhaftes Mädchen; ganz im Gegensatz dazu spielt sie die Zoe – zumindest in den ersten Szenen – laut Drehbuch sehr zurückhaltend. Dazu die junge Schauspielerin: „Am Anfang ist Zoe ziemlich ruhig. Sie begegnet Kate nicht ausgesprochen feindselig, gemein oder ruppig, aber besonders freundlich und offen ist sie wirklich nicht. Sie weiß eben nicht, wie das Zusammenleben der beiden funktionieren soll. Sie fühlt sich verloren und ganz auf sich gestellt.“
Hicks bezeichnet Breslin als „wunderbar“ und kommentiert: „Sie hat keinerlei Allüren entwickelt – ihr macht die Schauspielerei einfach Spaß. Ich arbeite sehr gern mit Kindern. Natürlich kann man von ihnen keine langjährige Erfahrung, keine ausgefeilte Technik erwarten, aber oft wirken sie wie Abigail absolut ehrlich, lassen uns direkt an ihren Gefühlen teilhaben. Wenn ich ihr die Umstände und die Situation einer Szene erkläre, spürt Abigail ganz genau, in welche Richtung Zoe sich bewegen muss. Sie mobilisiert ungeahnte Kräfte in sich und ist als Schauspielerin eine hervorragende Teamarbeiterin.“
Als Beleg dafür berichtet Heysen, was Breslins Mutter ihr erzählte: „Es war direkt vor der Szene, in der Zoe erstmals in ihr neues Zuhause, also in die Wohnung ihrer Tante kommt – Zoes Mutter ist gerade gestorben. Abigails Mutter sagte, dass das Mädchen sich zu Hause auf die Szene vorbereitete und dabei bemerkte: ,In dem Moment, als das kleine Mädchen die Treppe zu dem Haus hinaufsteigt, verändert sich ihr Leben unwiederbringlich.‘ Sie analysiert die Rolle von vorn bis hinten – und deshalb überzeugt sie uns derart auf der Leinwand.“
Gleichzeitig steht Kate eine weitere Auseinandersetzung mit der Restaurantbesitzerin Paula bevor, der Patricia Clarkson die rechte Autorität verleiht. Clarkson stellt fest, dass sich die beiden Frauen sehr ähnlich sind: „Auch Paula sagt jedermann, wo es lang geht. Sie ist eine sehr zupackende Persönlichkeit und überwacht jeden einzelnen Arbeitsschritt in ihrem Restaurant. Sie ist Gastgeberin, Oberkellnerin, Geschäftsleiterin und Besitzerin des Bleecker 22 – von ihren Aufgaben als Personalchefin und Sommelière ganz zu schweigen. Das Restaurant ist ihr Kind – nur dafür lebt sie. Paula achtet Kate als äußerst fähige und verlässliche Köchin, ist deswegen auch bereit, ihre Gefühlsausbrüche zu dulden. Die beiden sind seit Langem befreundet, aber die Beziehung ist nicht immer einfach. Ähnlich wie in Kates Beziehung zu Nick sprühen auch hier die Funken.“
Hicks schätzt Clarksons schauspielerische Leistungen schon seit Langem: „Sie bringt intelligenten, raffinierten, messerscharfen Witz in ihre Rolle ein.“
Und Heysen fügt hinzu: „Patricia macht die vielen Facetten in Paulas Persönlichkeit sichtbar – die guten, die schlechten und die komplizierten. Vor allem macht sie deutlich, dass man sich mit Paula lieber nicht anlegen sollte. Doch gerade das leistet sich Kate gefährlich oft.“
Weitere Rollen übernehmen Jenny Wade („Rumor Has It…“/Wo die Liebe hinfällt) als Kates zuverlässige, aber hochschwangere Stellvertreterin – wegen ihrer bevorstehenden Geburt und Mutterschaftspause engagiert Paula Nick als Ersatz; Lily Rabe („Mona Lisa Smile“) als Kellnerin/Schauspielerin Bernadette, die im Kühlraum der Küche ihre Vorsprech-Texte probt und von Nick ganz begeistert ist; und Brían F. O’Byrne („Bug“/Feuerkäfer; und am Broadway „Doubt“) als Kates geschiedener Nachbar Sean, der sie seit Jahren vergeblich um ein Rendezvous bittet.
Der Oscar-Kandidat Bob Balaban (Produzent von „Gosford Park“) spielt den Therapeuten, zu dem Paula Kate schickt – er verwendet gern recht unorthodoxe Methoden, als die traditionelle Therapie bei der sehr zurückhaltenden Köchin nicht anschlägt, denn die redet eindeutig lieber über Rezepte als über Verdrängung.
Möchten Sie bestellen? Der kulinarische Kurs für die Darsteller,
und Catherine Zeta-Jones lernt den berüchtigten Tischtuch-Trick
Sehr viele Szenen des Films sind rund um den heißen Herd des Restaurants angesiedelt – Töpfe scheppern, Kellner stürmen in die Küche und wieder hinaus, während sich Kates und Nicks Beziehung im hektischen Stakkato der Zubereitung von Gerichten für ein voll besetztes Restaurant entwickelt – Hicks legte also Wert darauf, dass sich die Schauspieler im temporeichen Arbeitsablauf einer Profi-Küche genau auskennen. „Mir geht es immer um Realismus. Vor dieser speziellen Kulisse war es sehr wichtig, dass die Schauspieler das Gefühl hatten, wirklich die Speisen anzurichten und mit dem Stress ihres Arbeitsplatzes umzugehen. Auf jeden Fall mussten sie ihre Arbeitsabläufe flüssig und wie eine langjährige Gewohnheit absolvieren, um nicht vom eigentlichen Schwerpunkt abzulenken – von der Story“, sagt der Regisseur.
Heysen betont, wie wichtig es ist, dass Nick vor der Kamera die Zwiebeln richtig schneidet und Kate die Teller korrekt garniert, denn „die ganze Welt verfolgt heute die Sendungen auf dem Food Network – die Zuschauer kennen sich in diesem Metier aus und merken sofort, wenn jemand nur so tut, als ob.“
Schließlich engagierte Hicks Profi-Köche, die im Film-Restaurant als Küchenpersonal auftreten, und er holte zahlreiche kulinarische Experten und Restaurantberater an Bord. Außerdem arrangierte er für seine Stars praktische Unterweisungen durch echte Meisterköche.
Zwei Wochen lang gingen Catherine Zeta-Jones und Aaron Eckhart bei Promi-Koch Michael White in die Lehre: Er schnitt seinen Kurs konkret auf die speziellen Filmrollen zu: Zeta-Jones lernte als „Chefköchin“ vor allem die Zubereitung von Saucen, wie man die Pfanne beim Wenden kleiner Gerichte richtig handhabt, aber auch das Arrangement auf dem Teller und das Garnieren. Eckhart muss als ihr „Stellvertreter“ eher praktische Handgriffe ausführen: Gemüse hacken und anbraten, Fisch und Fleisch zuschneiden und säubern. Gemäß dem Motto, dass ein guter Koch sich nicht nur durch sein Gespür für Speisen, sondern vor allem durch die Beherrschung seines Reichs auszeichnet, lernten beide Stars die Sicherheitsvorkehrungen in der Küche und die Feinheiten im Umgang mit Messern, beim Anfassen extrem heißer Kochtopfhenkel mit Handtüchern und beim geschickten Hantieren auf äußerst begrenztem Raum, während sie gleichzeitig auch noch kochten und Dialoge sprachen.
Eckhart bringt Erfahrung als Kellner und Barmann mit, hat aber nie als Koch gearbeitet. Er fand diesen Intensivkurs faszinierend, obwohl er während des zweitägigen Unterrichts nicht nur Zwiebeln, Karotten und Pilze, sondern auch mehrfach sich selbst in die Finger schnitt. Doch das gehört zu diesem Beruf dazu – wie ihm White bestätigte, der inzwischen seit 16 Jahren als Profi kocht und zur Sicherheit nach wie vor davon ausgeht, dass jede Oberfläche in der Küche glühend heiß sein kann.
Sogar Abigail Breslin lernte unter Anleitung von Lee Anne Wong, Köchin am French Culinary Institute in New York, wie man Pfannkuchen wendet und Gemüse schält. Sie erinnert sich, wie sie aufgrund ihrer neu erlernten Fähigkeiten in einer Szene etwas zu mutig wurde: „Ich schälte Spargel, bis das Weiße durchkam, schälte aber einfach weiter, bis die Spargelstangen ganz dünn waren, und Scott fing an zu lachen. Er sagte: ,Du musst sie nicht unbedingt in Zahnstocher verwandeln – es darf ruhig Spargel bleiben.‘“
Außerhalb der Küche machte Patricia Clarkson einen Schnellkurs, wie man sich als Profi an die Etikette des Speiseraums hält. Den Unterricht übernahm Daniele Sbordi, der damals Geschäftsführer in der berühmten New Yorker Fiamma Osteria war. Clarkson vergleicht Paulas Aufgabe mit der Leitung eines Theaters: „Wer ein Restaurant führt, muss auf alles achten: Reservierungen, Lagerbestände, Bestellungen, Personal, Weinsortiment – von den Vorlieben und Persönlichkeiten der VIP-Gäste ganz zu schweigen. Und wenn es zu Spannungen kommen könnte, muss man sofort ausgleichend vorbeugen. Man muss früh zur Arbeit erscheinen, die Kellner über die Spezialitäten des Tages instruieren, und wenn das Restaurant dann öffnet und die Gäste eintreffen, dann ist das, als ob der Vorhang hochgeht.“
Apropos Theater: In einer Szene streitet sich Kate mit einem ungehobelten Gast – dabei durfte Zeta-Jones ihrem Profi-Repertoire einen klassischen Trick hinzufügen: Der Tischtuch-Trick besteht darin, das Tuch ruckartig unter dem voll gedeckten Geschirr wegzuziehen, ohne das dabei viel vom Tisch fällt. So etwas funktioniert nur mit Selbstvertrauen und dem richtigen Timing. „Das war einer der schönsten Drehtage meines Lebens“, strahlt sie. „Es hat nicht gleich beim ersten Mal geklappt, aber als ich es dann heraushatte, fand ich das so toll, dass ich es immer wieder machen wollte. Jetzt kann ich auf Partys jede Wette annehmen, dass ich die Tischdecke unter einem Stapel Teller und Gläser hervorziehen kann, ohne dass es Scherben gibt.“
Zeta-Jones ging sogar über das von Hicks anberaumte Restaurant-Training hinaus, indem sie freiwillig einen Abend lang während der geschäftigen Essenszeit im Speiseraum der Fiamma Osteria arbeitete: „Der Stress wuchs mir fast über den Kopf – aber ich habe eine Menge gelernt.“ Trotz der schummerigen Beleuchtung merkten und äußerten etliche Gäste, wie ähnlich die Kellnerin der Schauspielerin Catherine Zeta-Jones sieht. Worauf sie ganz abgeklärt antwortete: „Ja, das höre ich andauernd.“
Produktionsdesign und Requisiten zum Anbeißen
„In unserer Geschichte dient das Essen als Metapher für die Liebe – die Zubereitung der Speisen ist entsprechend das Umfeld, in dem sich die Figuren bewegen und interagieren“, sagt Hicks. Unter diesem Gesichtspunkt stellten er und Produktionsdesignerin Barbara Ling den Darstellern eine praktisch voll funktionsfähige Küche auf den Set – hier spielen viele entscheidende Szenen zwischen Kate und Nick.
Hicks und Ling schauten sich in etwa 60 Restaurants um, prüften die Design-Varianten und die Atmosphäre und analysierten einige von den Köchen selbst eingerichtete Arbeitsplätze im Vergleich zu Küchen, die von den Restaurantbesitzern gestaltet wurden. Kurz überlegten sie, ob sie in einer echten Industrieküche drehen könnten, doch entsprechende Küchen wirkten auf sie zu steril und zu riesig. Deshalb bauten sie ihre Küche von grundauf selbst, und zwar in einer Halle der Silvercup East Studios in Queens/New York.
Dazu Ling: „Ein Vorteil war, dass wir uns nicht wie in einer richtigen Küche an Vorschriften halten mussten – das wäre lächerlich teuer geworden. Stattdessen konnte ich eine Küche entwerfen, die absolut funktional wirkt, aber nicht ewig halten muss. Der rostfreie Stahl ist echt, auch die Kacheln, die Kupferrohre und die Behälter der Cappuccino-Maschinen, die Küchengeräte, Waschbecken, Herde, Edelstahltische, sogar die Thermometer an der Wand. Eine Ausnahme bilden die beiden großen Kühlräume. Die haben wir selbst gebaut, um dann kalte Luft hineinzublasen.“
Die begehbaren Räume dienen einem doppelten Zweck: Speisen werden kühl gelagert, aber auch die Köche kommen hierher, um sich buchstäblich abzukühlen – oder um ein Privatgespräch zu führen. Dass dies tatsächlich üblich ist, bestätigten am Set alle kulinarischen Experten und Restaurant-Berater. Authentisch ist auch, dass das restliche Personal heimlich durch das kleine Fenster in der Tür schaut, um mitzubekommen, was drinnen vor sich geht.
Dazu Eckhart: „Alles war exakt nachgebaut, mit erstaunlicher Liebe zum Detail. Man taucht völlig in die Szene ein und vergisst schnell, dass man sich im Studio befindet.“
Ling wollte die normalen Arbeitsabläufe mit der Kamera aufnehmen können, ohne Wände verschieben zu müssen. „Ich möchte zeigen, was die Zuschauer nicht oft zu sehen bekommen – wie Köche sich in der Küche umeinander herum bewegen, wie sie einen Teller halten, während der andere ihn garniert, um ihn dann einem Dritten zu geben. Das ergibt wunderschöne Abläufe, die fast wie eine Tanzchoreografie wirken. Ständig herrscht starker Verkehr – Leute kommen herein und gehen wieder, es wird etwas angeliefert, Kellner kommen zur Tür herein. Und mittendrin überwacht der Chefkoch das alles wie ein Dirigent im Orchestergraben.“
Der Arbeitsfluss beginnt in der Küche und führt ohne Unterbrechung durch die Tür in den Speiseraum des Restaurants und von dort zu den Fenstern und hinaus auf die New Yorker Straße.
In einer Sequenz kauft Kate Frischfisch und Meeresfrüchte ein – zu diesem Zweck baute Ling den historischen Fulton Fish Market am Originalschauplatz im südlichen Manhattan nahe der Brooklyn Bridge wieder auf. Der fast 200 Jahre alte Fisch-Umschlagplatz wurde 2005 in die Bronx verlegt, wo Ling sich jetzt Originalschilder, Gerätschaften für die Stände und sehr viel frischen Fisch besorgte. „Als Statisten engagierten wir sogar Leute, die damals auf dem Originalmarkt gearbeitet haben. Die Arbeit auf diesem nostalgischen Set hat viel Spaß gemacht, gerade auch für die Anwohner, für die der Fischmarkt immer Teil der Stadtlandschaft war.“
In „Rezept zum Verlieben“ kamen vor den Kameras täglich echte Speisen zum Einsatz – dafür sorgte Requisiteurin Diana Burton („The Sopranos“/Die Sopranos) und ein komplettes Küchenteam, das normalerweise morgens zwei Stunden vor Drehbeginn seine intensive Arbeit aufnahm – in einer Küche, die nur wenige Schritte vom Küchenset eingerichtet wurde. Denn laut Heysen „lässt sich heute niemand mehr mit Plastikattrappen abspeisen. Uns war es daher sehr wichtig, auf der Leinwand hochklassige, frische Speisen zu präsentieren, die ja die Berufsehre unserer Hauptfiguren spiegeln – und die gehören zu den besten Köchen von New York.“
In manchen Fällen wurden Mahlzeiten speziell dafür vorbereitet, dass die Darsteller sie vor der Kamera einnahmen. Aber generell achtete Burton bei den Gerichten weniger auf den Geschmack als aufs Aussehen. Sie experimentierte mit Maisstärke und Lebensmittelfarben – so gelang es ihr, „die mit Butter angerichtete französische Küche so nachzubilden, dass die heißen Scheinwerfer den Speisen nichts ausmachten. Denn normalerweise verliert das Essen unter starkem Licht und großer Hitze schnell sein appetitliches Aussehen.“ Eine Feuergarbe aus dem Schneidbrenner verlieh den Wachteln die erforderliche goldbraune Kruste und konservierte gleichzeitig den Fleischsaft im Innern, so dass das Geflügel vor der Kamera länger frisch wirkte.
Mit Unterstützung der Profi-Berater stellten Burton und Hicks für den Film ein Menü aus etwa 25 Einzelelementen zusammen, darunter Spargelsuppe, Nicks Wolfsbarsch, ein Muschelgericht, Gänseleberpastete, Rippchen und Kates Spezialität: Wachteln mit Trüffelsauce. Hicks übernahm die Funktion des Chefkochs und kontrollierte jeden einzelnen Teller. Je nach den Erfordernissen des täglichen Drehpensums stellte sich Burtons Team auf einen kontinuierlichen Strom von Gerichten ein.
Burton schloss Veträge mit Zulieferern, die auch die örtlichen Restaurants versorgen, und achtete so darauf, dass ständig genügend Vorräte zur Verfügung standen, um alle Wünsche des Regisseurs sofort erfüllen zu können. Hinter den Kulissen im Studio sah es oft aus wie am Liefereingang eines Fünf-Sterne-Restaurants – Hummer und andere exotische Leckereien wurden kistenweise angeliefert, denn, wie Burton bestätigt, „manche Speisen müssen tatsächlich frisch sein, um frisch auszusehen“. Für die Szene, in der Nick einen Wolfsbarsch filetiert, lagen 20 Barsche auf Eis und warteten auf ihren Auftritt. „Letztlich weiß man nie, wie viele Wiederholungen der Regisseur verlangt. Jedenfalls wollte ich auf keinen Fall in die Verlegenheit kommen, ihm gestehen zu müssen, dass der Fisch ausgegangen war.“
Diese Authentizität hat aber auch ihre negativen Seiten, wie Catherine Zeta-Jones herausfand: „Wir merkten bald, dass uns all die Gerüche in die richtige Stimmung bringen – wenn man Hunger hat, klappt das hervorragend. Aber wenn ich schon um sechs Uhr morgens Fisch riechen muss, dreht sich mir der Magen um.“
Burton ließ von einem Modellbauer sogar künstliche Trüffeln anfertigen, die man wie echte Trüffeln schneiden kann, weil sie nicht sicher war, ob sie während des gesamten Drehs am Ende der Trüffelsaison noch echte Trüffeln bekommen würde. Denn die Trüffeln spielen in mehreren Szenen eine wichtige Rolle. Damit die Kochtöpfe und Pfannen realistische Feuerspuren aufweisen und angemessen gebraucht aussehen, machte sie der Fiamma Osteria einen genialen Vorschlag: Das Restaurant stellte für den Film sein gesamtes Küchengerät zur Verfügung und bekam als Ersatz eine blitzend-neue Ausstattung. Schließlich fügte Burton der Bar eine ganz persönliche Note hinzu: Dort lagerten Weine aus Hicks’ und Heysens eigener Winzerei in Südaustralien.
Aaron Eckhart kostet als Nick vor der Kamera von einem Teller Risotto – seitdem erzählt er gern, dass „Rezept zum Verlieben“ „die wohlschmeckendsten Requisiten aller Zeiten bietet“. Er gibt zu, dass er zwischen den Takes den ganzen Teller leergeputzt hat. Und Abigail Breslin, die vor der Kamera eine Schale Spaghetti angeboten bekommt, fügt hinzu: „Das schmeckte so lecker, dass ich mir den Mund schnell vollgestopft habe, bevor der Regisseur ,Cut!‘ rief.“
22 Bleecker Street
Hicks wollte „Rezept zum Verlieben“ in New York drehen, damit die Stadt selbst eine Hauptrolle übernimmt. „Die Restaurant-Kultur dort passt wunderbar zu unserer Geschichte, natürlich kommen auch die besondere Architektur, die vielen Ausstattungsdetails immer wieder ins Bild. Ein Großteil der Handlung spielt ja in Innenräumen, in der Küche oder in der Wohnung – deshalb legte ich Wert darauf, die Außenszenen möglichst breit anzulegen. Denn die wenigen Originalschauplätze sollen den größtmöglichen Effekt erzielen.“
Im Viertel West Village in Manhattan fand der Regisseur ein leerstehendes Erdgeschoss an der Kreuzung Bleecker Street/Charles Street: Dort siedelte er sein fiktives Restaurant an – mit großen Fenstern, die einen schönen Blick auf „das Stadtleben auf der Straße erlauben, das wir mit unseren eigenen Straßenlaternen und Statisten noch intensivierten. In alle Blickrichtungen stand uns so ein wundervoller, realer Hintergrund zur Verfügung.“
Drinnen sorgte Produktionsdesignerin Barbara Ling für eine gemütliche, gedämpfte Atmosphäre mit dunklen Wänden und minimalistischen Kohlezeichnungen, denn nichts sollte von den wahren Stars – den Speisen – ablenken.
„Früher befand sich in diesen Räumen ein chinesisches Restaurant, inzwischen ist dort ein Laden eingezogen“, berichtet Heysen. Dass vorübergehend das Filmteam dort Quartier machte, sorgte unter den Anwohnern für einige Verwirrung, vor allem weil der Restaurant-Name „22 Bleecker Street“ lautet – wobei sich das Gebäude nicht einmal in der Nähe der tatsächlichen Adresse befindet. „Es gibt nur eine Hausnummer, die in der Bleecker Street nicht vorkommt: Nr. 22. Nr. 24 ist eine Kirche. Also dachten wir, bei dieser Nummer kann nichts schiefgehen. Doch die Kurierfahrer kamen reichlich durcheinander, als wir unser Schild mit dem Namen ,22 Bleecker‘ anbrachten, denn das Gebäude befindet sich im 300er-Block. Wir mussten das Schild wieder abnehmen und verwendeten es nur während der tatsächlichen Außenaufnahmen vor dem Restaurant.“
Das falsche Restaurant wirkte auch aus anderen Gründen sehr attraktiv, wie Catherine Zeta-Jones sich erinnert: „Ich spielte mit dem Oberkellner eine Szene im Eingangsbereich. Die Kellner servierten leckere Speisen, die vielen Statisten nippten an unechtem Wein, die coole Bar sah einladend aus, und daher kamen etliche Leute von draußen herein und fragten: ,Müssen wir vorher reservieren?‘ Die glaubten, dass sie auf das neue In-Lokal gestoßen seien. Leider mussten wir ihnen eröffnen, dass es sich um einen Filmset handelt.“
Die Dreharbeiten zu „Rezept zum Verlieben“ bescherten Zeta-Jones ein echtes neues Hobby: „Ich weiß Speisen und ihre Präsentation heute ganz anders zu schätzen. Ich freue mich schon darauf, unser Thanksgiving-Festmahl zuzubereiten. Bei mir stapeln sich inzwischen die Kochbücher.“
Fast alle Beteiligten lernten während des Drehs Neues über die Haute Cuisine, und so ergeht es wohl auch den Zuschauern. Dazu Hicks: „Natürlich wollten wir keinen Lehrfilm über die französische Küche machen, aber wenn man eine Geschichte über Menschen erzählt, die ganz und gar in dieser Welt leben, dann muss man ihre Sprache lernen. Zumindest interessante neue Begriffe nimmt sicher jeder Zuschauer mit nach Hause, je nachdem, was er für Essgewohnheiten hat – zum Beispiel, was ein Entrecote ist oder wie roh ein Steak sein kann. Es hat Spaß gemacht, in diese Ästhetik und Perfektion einzutauchen. Die Gerichte aus der Bleecker-Küche sind wirklich sehr verführerisch… und trotzdem gehe ich nicht davon aus, dass ich so etwas jeden Tag essen will.“
Nachdem sie die feinsten Safransaucen, Muscheln und all die anderen Gerichte gekostet haben, die in „Rezept zum Verlieben“ vorgestellt werden, finden Zeta-Jones und Eckhart genau wie Hicks, dass sich ihr eigentlich sehr einfacher Geschmack nicht verändert hat. Auf die Frage, was sie am liebsten essen, beziehen sich beide auf die Lieblingsgerichte ihrer Kindheit. Eckhart sagt: „Ich stehe auf Burritos.“ Und Zeta-Jones antwortet: „Ich könnte jeden Tag Fish & Chips essen.“

DARSTELLER
CATHERINE ZETA-JONES
Kate
Den Oscar gewann Catherine Zeta-Jones als mörderische Vilma Kelly in der Miramax-Kinofassung des Broadway-Musicals „Chicago“ (Chicago). Der Film erhielt außerdem den Oscar und den Golden Globe als Bester Film. Zeta-Jones wurde mit „Chicago“ für den Golden Globe nominiert und gewann 2002 den Critic’s Choice Award sowie den Preis für die Beste Nebendarstellerin der Screen Actors Guild (US-Gewerkschaft der Film- und TV-Schauspieler).
Ende 2007 ist sie in Gillian Armstrongs romantischem Thriller „Death Defying Acts“ neben Guy Pearce zu sehen.
2005 spielte Zeta-Jones erneut die Elena de la Vega neben Antonio Banderas als Zorro in „The Legend of Zorro“ (Die Legende des Zorro), dem Sequel zum Action-Abenteuer „The Mask of Zorro“ (Die Maske des Zorro), das ihr 1999 internationale Anerkennung brachte. Sie wirkte auch in Steven Soderberghs „Ocean’s 12“ (Ocean’s 12) mit, dem Sequel des Hit-Remakes „Ocean’s 11“ (Ocean’s 11); außerdem in Steven Spielbergs „The Terminal“ (Terminal) mit Tom Hanks; und neben George Clooney in „Intolerable Cruelty“ (Ein (un)möglicher Härtefall) der Coen-Brüder.
Mit Steven Soderberghs „Traffic“ (Traffic – Macht des Kartells) erhielt Zeta-Jones eine weitere Golden-Globe-Nominierung für ihre Darstellung der Ehefrau eines Drogenbosses, die sich mit den illegalen Geschäften ihres Mannes auseinandersetzen muss, um ihre Familie zu retten. Das Darsteller-Ensemble dieses gefeierten Films wurde für seine „Hervorragende Leistung eines Kino-Ensembles“ mit dem Preis der Screen Actors Guild ausgezeichnet.
1999 verzauberte Zeta-Jones das Publikum in Jon Amiels romantischem Thriller „Entrapment“ (Verlockende Falle) neben Leinwandlegende Sean Connery: Sie spielte die Undercover-Ermittlerin eines Versicherungsunternehmens, die dem größten Kunstdieb der Welt eine Falle stellen will. Eine Filmdiva stellte sie in der erfolgreichen Komödie „America’s Sweethearts“ (America’s Sweethearts) dar. In dem von Joe Roth inszenierten Film spielten außerdem Billy Crystal, Julia Roberts und John Cusack die Hauptrollen.
Zeta-Jones stammt aus Wales. Eine Hauptrolle übernahm sie in der erfolgreichen Yorkshire-TV-Serie „The Darling Buds of May“ nach den Romanen von H.E. Bates.
Catherine Zeta-Jones ist mit Schauspieler Michael Douglas verheiratet. Ihre gemeinsamen Kinder sind Sohn Dylan und Tochter Carys.
AARON ECKHART
Nick
Durch zahlreiche Filmauftritte hat sich Eckhart in der Spitzengruppe der Branche etabliert. Seine Rollen, zum Beispiel in Steven Soderberghs „Erin Brockovich“ (Erin Brockovich) mit Julia Roberts, brachten ihm viel Lob ein. Es war jedoch seine Darstellung eines von der Liebe enttäuschten, rachsüchtigen Mannes in Neil LaButes heiß diskutiertem „In the Company of Men“ (In the Company of Men), die ihn zum Star aufsteigen ließ. Der provokante Film teilte die Kritiker in zwei Lager und war 1997 ein Kassenknüller in der Independent-Szene.
Aktuell trat Eckhart in Jason Reitmans Regiedebüt „Thank You for Smoking“ (Thank You for Smoking) auf – mit dieser Rolle wurde er für den Golden Globe und den Independent Spirit Award nominiert.
Zu seinen aktuellen Projekten zählen die Kömödie „Bill“ mit Jessica Alba, Alan Balls „Nothing Is Private“ und Christopher Nolans neuer Batman-Film „The Dark Knight“ (The Dark Knight), der gerade gedreht wird. Außerdem übernimmt er eine Rolle in Brandon Camps „Traveling“.
Eckhart stammt aus dem kalifornischen Norden, wo er am 12. März 1968 in Santa Clara County geboren wurde. Für sein Studium an der Brigham Young University in Provo/Utah wählte er die Hauptfächer Theaterwissenschaften und Film. Dort lernte er Neil LaBute kennen, mit dem er seither eng zusammenarbeitet. Als Student trat er in mehreren von LaButes Theaterstücken auf. Neben „In the Company of Men“ trat Eckhart in drei weiteren LaBute-Filmen auf: „Possession“ (Besessen) mit Gwyneth Paltrow, „Nurse Betty“ (Nurse Betty) mit Renée Zellweger und „Your Friends and Neighbors“ (Männer, Frauen und die Wahrheit über Sex) mit Jason Patric, Amy Brenneman, Ben Stiller und Catherine Keener.
Weitere Hauptrollen spielte Eckhart in „Paycheck“ (Paycheck), John Woos Verfilmung der Kurzgeschichte von Phillip K. Dick mit Ben Affleck und Uma Thurman; sowie in Ron Howards „The Missing“ (The Missing) mit Tommy Lee Jones und Cate Blanchett; „The Core“ (The Core – Der innere Kern) mit Hilary Swank; Brian De Palmas „The Black Dahlia“ (Black Dahlia); und „Conversations With Other Women“ mit Helena Bonham Carter. Weitere Filme: Sean Penns „The Pledge“ (Das Versprechen) mit Jack Nicholson, Oliver Stones „Any Given Sunday“ (Jeden verdammten Sonntag) und „Molly“ (Molly) mit Elisabeth Shue. Zu Eckharts Bühnenauftritten zählt Michael Cristofers „Amazing Grace“ mit Marsha Mason.
ABIGAIL BRESLIN
Zoe
Als ehrgeiziges Mädchen, das unbedingt einen Schönheitswettbewerb gewinnen will, in der viel gepriesenen, respektlosen Komödie „Little Miss Sunshine“ (Little Miss Sunshine) wurde Abigail Breslin für den Oscar sowie die Preise der British Film Academy (BAFTA) und der Screen Actors Guild (US-Gewerkschaft der Film- und TV-Schauspieler) nominiert. Außerdem wurde sie auf dem Internationalen Filmfestival in Tokio als Beste Darstellerin ausgezeichnet.
Aktuell tritt Breslin in Adam Brooks’ Liebeskomödie „Definitely, Maybe“ (Definitely, Maybe) neben Elizabeth Banks, Rachel Weisz und Ryan Reynolds auf. Derzeit spielt sie die Titelrolle in der Komödie „Kit Kittredge: An American Girl Mystery“, die 2008 anlaufen soll. Demnächst wirkt sie neben Jodie Foster in „Nim’s Island“ mit.
Zuvor trat Breslin neben Mel Gibson in M. Night Shyamalans „Signs“ (Signs – Zeichen) sowie in Garry Marshalls „Raising Helen“ (Liebe auf Umwegen) neben ihrem älteren Bruder Spencer Breslin und Kate Hudson auf. Sie wirkte in Lodge Kerrigans unabhängig produziertem „Keane“ mit, den Steven Soderbergh produzierte. Neben James Garner war sie in „The Ultimate Gift“ zu sehen. Und eine Elfe spielte sie in „The Santa Clause 3“ (Santa Clause 3 – Eine frostige Bescherung).
Im Fernsehen übernahm Breslin Gastrollen in „Law and Order: Special Victims Unit“ (Law & Order: New York), „Navy N.C.I.S.“ (Navy CIS), „What I Like About You“ (Hallo Holly) und „Grey’s Anatomy“ (Grey’s Anatomy – Die jungen Ärzte).
PATRICIA CLARKSON
Paula
Clarkson dreht derzeit Stanley Tuccis „Blind Date“ in Belgien. Anschließend tritt sie in Daniel Banz’ Regiedebüt „Phoebe in Wonderland“ neben Felicity Huffman, Bill Pullman und Elle Fanning auf; dann folgt Woody Allens noch titelloses spanisches Projekt in Barcelona mit den Leinwandpartnern Scarlett Johansson und Javier Bardem.
Im Herbst 2007 ist Clarkson neben Ryan Gosling und Emily Mortimer in „Lars and the Real Girl“ zu sehen. Im November folgt „Elegy“ mit Sir Ben Kingsley und Dennis Hopper. Regisseurin Isabel Coixet verfilmt damit den Roman von Philip Roth.
Inzwischen abgedreht ist Ira Sachs’ Liebesfilm „Married Life“ über die 40er-Jahre. Weitere Hauptrollen spielen Pierce Brosnan, Rachel McAdams und Chris Cooper.
Weitere Filme: „All the King's Men“ (Das Spiel der Macht), „Good Night, and Good Luck.“ (Good Night, and Good Luck.), „The Dying Gaul“, „The Woods“, „Far From Heaven“ (Dem Himmel so fern), „Pieces of April“ (Pieces of April – Ein Tag mit April Burns), „The Station Agent“ (Station Agent), „Miracle“ (Miracle – Das Wunder von Lake Placid), „High Art“ (High Art), „Dogville“ (Dogville), „Welcome to Collinwood“ (Safecrackers oder Diebe haben’s schwer), „The Pledge“ (Das Versprechen), „The Green Mile“ (The Green Mile), „Everybody’s All-American“ (Ein Leben voller Leidenschaft), „The Dead Pool“ (Dirty Harry V – Das Todesspiel), „Rocket Gibraltar“ (Rocket Gibraltar), „Tune in Tomorrow“ (Julia und ihre Liebhaber), „Joe Gould’s Secret“ (Joe Goulds Geheimnis), „Wendigo“ (Wendigo – Dem Bösen geweiht) und ihr Filmdebüt in Brian De Palmas „The Untouchables“ (The Untouchables – Die Unbestechlichen).
2003 wurde Clarkson für zwei unabhängig produzierte Filme außergewöhnlich vielfältig geehrt: Sie erhielt Nominierungen für den Oscar, den Golden Globe, den Preis der Screen Actors Guild (SAG; US-Gewerkschaft der Film- und TV-Schauspieler), den Independent Spirit Award und den Preis der Rundfunkkritiker für ihre Leistung in „Pieces of April – Ein Tag mit April Burns“. Mit dieser Rolle sowie für ihre Auftritte in „Station Agent“ und „All the Real Girls“ gewann sie außerdem den Jury-Preis des Sundance Film Festival. Ihre Rolle in „Station Agent“ wurde auch von der SAG nominiert – sowohl in der Kategorie Beste Darstellerin als auch in der Kategorie Bestes Ensemble. Das National Board of Review (branchenunabhängige Institution zur Förderung der Filmkunst) und der US-Kritikerverband zeichnete sie für ihre Leistungen in „ Pieces of April – Ein Tag mit April Burns“ und „Station Agent“ als Beste Nebendarstellerin des Jahres aus.
Der US-Kritikerverband und die New Yorker Filmkritiker würdigten sie als Beste Nebendarstellerin mit ihrem Auftritt in Todd Haynes’ „Dem Himmel so fern“ – die Leistung wurde auch von den Chicagoer Filmkritikern nominiert. Eine weitere Nominierung für den Independent Spirit Award erhielt sie als Greta in Lisa Cholodenkos „High Art“.
2002 und 2006 gewann Clarkson den Emmy Award für ihre Gastauftritte in der gefeierten HBO-Serie „Six Feet Under“ (Six Feet Under – Gestorben wird immer).
Ihr Profi-Debüt gab Clarkson auf New Yorker Bühnen. Zu Ihren Theaterauftritten zählen „Eastern Standard“ (Immer mit der Zeit) (am und Off-Broadway), „The Maiden’s Prayer“ (Jungfräuliche Gebete) (sie erhielt Nominierungen für den Outer Critics Circle Award und den Drama Desk Award), „Raised in Captivity“ (Zwillingsbrut), „Oliver Oliver“, „The House of Blue Leaves“ und „Three Days of Rain“ (Drei Tage Regen). In der Provinz trat sie auf dem Williamstown Theatre Festival, an der Südküste und in Yale in New Haven/Connecticut auf.
Patricia Clarkson stammt aus New Orleans. Ihre Ausbildung im Fach Theater schloss sie an der Fordham University in New York mit Auszeichnung ab. Ihren Master machte sie dann an der renommierten Yale School of Drama, wo sie in „Electra“ (Elektra), „Pacific Overtures“, „Pericles“ (Perikles), „La ronde“ (Der Reigen), „The Lower Depths“ (Nachtasyl) und „The Misanthrope“ (Der Misanthrop) auftrat.
BOB BALABAN
Therapeut
Balaban hat sich als Schauspieler, Autor, Regisseur und Produzent profiliert. Er hatte die Idee zu Robert Altmans „Gosford Park“ (Gosford Park), produzierte den Film und trat auch darin auf. Die Belohnung waren sieben Oscar-Nominierungen.
Seine erste Filmrolle spielte Balaban in „Midnight Cowboy“ (Asphalt-Cowboy) als der junge Mann, der Jon Voight in einem Kino anmacht. In seinem Abschlussjahr verließ er 1970 die Uni, um unter Regisseur Mike Nichols in „Catch-22“ (Catch-22) mitzuwirken. Bekannt wurde er als Dolmetscher/Kartograf in Spielbergs „Close Encounters of the Third Kind“ (Unheimliche Begegnung der dritten Art) – später schrieb er ein sehr komisches Buch über die Dreharbeiten zu diesem Film: „Spielberg, Truffaut & Me: An Actor’s Diary“. Denkwürdige Rollen spielte er auch in Christopher Guests Komödien „Waiting for Guffman“ (Wenn Guffman kommt), „Best in Show“ (Best in Show), „A Mighty Wind“ und „For Your Consideration“.
Aktuell wirkte Balaban in M. Night Shyamalans „Lady in the Water“ (Das Mädchen aus dem Wasser) und in der Liebeskomödie „Dedication“ mit, die 2007 auf dem Sundance Film Festival lief und im Herbst in die Kinos kommt.
Weitere Filme: „Altered States“ (Der Höllentrip), „Prince of the City“ (Prince of the City), „Absence of Malice“ (Die Sensationsreporterin), „2010“ (2010 – Das Jahr, in dem wir Kontakt aufnehmen), „Alice“ (Alice), „City Slickers II“ (City Slickers 2 – Die goldenen Jungs), „Deconstructing Harry“ (Harry außer sich), „Jakob the Liar“ (Jakob der Lügner), „Ghost World“ (Ghost World) und „Marie and Bruce“. Seine bekannteste Fernsehrolle spielte er als NBC-Chef in der Serie „Seinfeld“ (Seinfeld).
Sein Regiedebüt gab Balaban 1989 mit „Parents“ (Parents) – es folgten „My Boyfriend’s Back“ (Mein Freund, der Zombie) und „The Last Good Time“. Als Regisseur und Produzent hat er inzwischen „Bernard and Doris“ mit Ralph Fiennes und Susan Sarandon abgedreht – es geht um die Tabak-Milliardärin Doris Duke und ihren Butler, der ihr Vermögen erbte. Für das Fernsehen inszenierte Balaban Episoden zu den Serien „Oz“; „SUBWAYStories: Tales From the Underground“ (Subway Stories); „Eerie, Indiana“ (Eerie, Indiana); „Strangers With Candy“; „The Twilight Zone“ (The Twilight Zone – Unbekannte Dimensionen) und den TV-Film „The Exonerated“ nach dem Bühnenhit, den der Regisseur ursprünglich in New York produziert und inszeniert hatte.
Außerdem veröffentlichte Balaban die erfolgreiche Kinderbuchserie „McGrowl“ im Verlag Scholastic.

HINTER DER KAMERA
SCOTT HICKS
Regie
Hicks’ „Shine“ (Shine – Der Weg ins Licht) war 1996 international eine Sensation an der Kinokasse – nach dem Triumph auf dem Sundance Film Festival spielte der Film weltweit über 100 Millionen Dollar ein. Geoffrey Rush gewann den Oscar als Bester Hauptdarsteller, außerdem war der Film in sechs weiteren wichtigen Kategorien nominiert, darunter auch als „Bester Film“. Hicks erhielt gleich zwei Nominierungen – als Regisseur und als Drehbuchautor. Die British Academy of Film and Television Arts (BAFTA) nominierte „Shine“ in acht Kategorien, Auszeichnungen gab es für Geoffrey Rush als Bester Hauptdarsteller und für den Ton. Daneben gewann der Film neun Preise des Australian Film Institute, auch als Bester Film und für die Beste Regie. Das National Board of Review (branchenunabhängige Institution zur Förderung der Filmkunst) zeichnete „Shine“ als Besten Film aus. Hinzu kommen fünf Golden-Globe-Nominierungen sowie Nominierungen der Directors Guild of America (US-Gewerkschaft der Regisseure) und der Writers Guild of America (US-Gewerkschaft der Autoren).
Vor „Shine“ hatte sich Hicks bereits als Dokumentarfilmer profiliert. 1994 gewann er den Emmy für seine Herausragende Einzelleistung als Regisseur der vierstündigen Dokumentarserie „Submarines: Sharks of Steel“ (die er auch geschrieben hatte). Die Serie brach auf dem Discovery Channel den Quotenrekord, den Hicks 1989 mit seiner früheren Doku „The Great Wall of Iron“ zuvor selbst aufgestellt hatte. Jenes umfangreiche Porträt der Chinesischen Volksarmee in den Monaten vor den Ereignissen auf dem Tiananmen-Platz gewann den renommierten Peabody Award als Beste in den USA ausgestrahlte Doku-Serie. Aufgrund des Erfolgs dieser Projekte bekam Hicks die Aufträge zu zwei weiteren zweistündigen Specials für den Discovery Channel: „The Space Shuttle“ (1994) und „The Ultimate Athlete“ (1996), den er auch produzierte.
Hicks’ Spielfilm „Sebastian and the Sparrow“ (Sebastian und der Spatz) gewann Preise auf drei internationalen Kinderfilmfestivals, darunter 1990 den Lucas in Frankfurt. Nach dem erfolgreichen Kino- und TV-Einsatz in Australien lief der Film auf zahlreichen weiteren internationalen Festivals.
Seinen ersten Hollywood-Film „Snow Falling on Cedars“ (Schnee, der auf Zedern fällt) schrieb Hicks zusammen mit Ron Bass nach dem Roman von David Guterson. Kathleen Kennedy und Frank Marshall produzierten, die Hauptrollen spielten Ethan Hawke, Youki Kudoh sowie die Oscar-Kandidaten Max von Sydow, Sam Shepard und James Cromwell. Hicks inszenierte auch „Hearts in Atlantis“ (Hearts in Atlantis), produziert von Kerry Heysen, mit Anthony Hopkins, Anton Yelchin, David Morse, Hope Davis und Mika Boorem in den Hauptrollen. Oscar-Gewinner William Goldman schrieb das Drehbuch nach Storys von Stephen King.
Scott Hicks stammt aus Uganda und wuchs in Kenia auf. Als Zehnjähriger zog er mit seiner Familie zunächst nach England, dann nach Australien. Er begann ein Jurastudium, doch die Begegnung mit einem charismatischen Philosophie-Professor führte dazu, dass er sich den Fächern Englisch, Theater und Film zuwandte. 1975 machte Hicks seinen Bachelor of Arts an der Flinders University in South Australia, wo er 1997 mit einem Ehrendoktor ausgezeichnet wurde.
Seine Filmlaufbahn begann er in Produktionsteams überall in Australien. Daneben schrieb und inszenierte er Kurzfilme und Dokumentationen.
Hicks ist Mitglied der Academy of Motion Picture Arts and Sciences und der British Academy of Film and Television Arts. Mit seiner Frau, der Produzentin Kerry Heysen, lebt er im südaustralischen Adelaide, wo sie ihre eigene Winzerei Yacca Paddock Vineyards betreiben. Als profilierter Fotograf hat er seine Werke in drei Ausstellungen präsentiert. Die Fotos sind auf scotthickspix.com zu sehen.
KERRY HEYSEN
Produktion
Als Produzentin, künstlerische Beraterin und Managerin hat Heysen mit ihrer Firma Spielfilme, Fernsehfilme und Dokumentationen sowie Werbespots und Musik-Videos entwickelt. Aktuell betreute sie als Executive Producer eine abendfüllende Kino-Dokumentation über den Komponisten Philip Glass.
Zuvor produzierte Heysen „Hearts in Atlantis“ (Hearts in Atlantis) mit Anthony Hopkins, inszeniert vom zweifachen Oscar-Kandidaten Scott Hicks. Oscar-Preisträger William Goldman schrieb das Drehbuch nach Storys von Stephen King, weitere Hauptrollen spielten David Morse, Hope Davis und Mika Boorem sowie Anton Yelchin in einer Leistung, die ihn schlagartig bekannt machte. „Hearts in Atlantis“ wurde auf dem Filmfestival in Toronto uraufgeführt und lief dann weltweit in den Kinos.
Als Associate Producer war Heysen an „Snow Falling on Cedars“ (Schnee, der auf Zedern fällt) beteiligt. Regie führte Scott Hicks, die Produktion übernahmen Kathleen Kennedy und Frank Marshall, zur hochkarätigen Besetzung zählen Ethan Hawke, Youki Kudoh, Max von Sydow und Sam Shepard. Das Drehbuch nach dem Bestseller von David Guterson schrieben Scott Hicks und Ron Bass. Der Film wurde in der Kamera-Kategorie für den Oscar nominiert.
Als künstlerische Beraterin wirkte sie an dem Kinohit „Shine“ (Shine – Der Weg ins Licht) mit, den ihre Firma zehn Jahre lang vorbereitet hatte. „Shine“ war 1996 die Sensation auf dem Sundance Film Festival und verbuchte anschließend international bei Kritik und Publikum einen Riesenerfolg sowie sieben Oscar-Nominierungen – die meisten, die ein australischer Film je erhielt. Daneben gewann der Film 1996 neun Preise des Australian Film Institute – darunter auch als Bester Film und für die Beste Regie. Daneben wurde „Shine“ vom National Board of Review (branchenunabhängige Institution zur Förderung der Filmkunst) als Bester Film 1996 ausgezeichnet. Hinzu kommen fünf Golden-Globe-Nominierungen (sowie die Auszeichnung für den Besten Darsteller Geoffrey Rush) und Nominierungen der Directors Guild of America (US-Gewerkschaft der Regisseure), der Producers Guild of America (Verband der US-Produzenten) und der Society of Editors of America (Verband der US-Cutter).
Ihre Firma produzierte auch den berühmten Kinderfilm „Sebastian and the Sparrow“ (Sebastian und der Spatz), der auf drei internationalen Kinderfilmfestivals ausgezeichnet wurde – 1990 erhielt der Film in Frankfurt den Lucas. Nach der erfolgreichen Kino- und TV-Auswertung in Australien wurde der Film zu zahlreichen anderen internationalen Festivals eingeladen.
Kerry Heysen ist außerdem eine leidenschaftliche Winzerin und Reiterin, und sie baut Lavendel an. Sie stammt aus Südaustralien, wo sie nach wie vor mit ihrem Mann Scott Hicks lebt. Besonders lieben die beiden die Halbinsel Fleurieu, wo sie ehemaliges Buschland wieder aufforsten und ihre Winzerei Yacca Paddock Vineyards betreiben. Dort produzieren sie einen exzellenten Shiraz/Tannat and Dolcetto unter ihrem eigenen Label.
SERGIO AGÜERO
Produktion
Nachdem Agüero erfolgreich im Agentur- und Finanzierungsbereich gearbeitet hatte, wandte er sich der Film- und TV-Produktion zu. 2004 gründete er Andale Pictures, um Filme und TV-Projekte mit Latino-Helden oder -themen zu produzieren, die sich an ein großes Publikum wenden. Die Firma entwickelt Projekte von groß angelegten Studiofilmen bis zu kleineren Genre-Filmen für ein jugendliches Publikum.
Zu seinen Studio-Projekten zählen die Filmversion des internationalen Bestsellers „The Queen of the South“ sowie der Serienpilotfilm „Red Ball“ mit einer Latina-Heldin.
Als Executive Producer betreute Agüero Fernando León de Aranoas „Princesas“ (Princesas; 2005), der drei Goyas gewann und in Spanien ein Kassenhit war; Leonardo Ricagnis „A Dios Momo“, Favorit auf dem Kinderfilmfest der Berlinale 2006; und Alfonso Cuaróns „Y tu mamá también“ (Y tu mamá también – Lust for Life), der 2003 in der Drehbuchkategorie für den Oscar nominiert wurde.
Zuvor betreute Agüero in der Endeavor Agency unabhängige Finanzierungen und internationale Projekte als Künstleragent und Vertreter von Finanzierungsfirmen und abgeschlossenen Projekten. Er arbeitete zum Beispiel an Joe Carnahans „Narc“ (Narc), Phillip Noyces „Rabbit-Proof Fence“ (Long Walk Home; auch: Der lange Weg nach Hause) und Paul Schraders „Auto Focus“ (Auto Focus). Außerdem verkaufte er die Vertriebsrechte zu zahlreichen Filmen, darunter zum weltweiten Kassenerfolg „The Blair Witch Project“ (Blair Witch Project).
Als Executive Vice President von Trimark Pictures und einer der drei leitenden Manager der Firma baute er die Abteilung Rechteverkauf von Film- und TV-Projekten im internationalen Bereich auf. Entscheidend wirkte er an der Produktion und Akquisition solcher Filme wie Kasi Lemmons’ „Eve’s Bayou“ (Eve’s Bayou), Mira Nairs „Kama Sutra“ (Kama Sutra) und Marc Levins „Slam“ (Slam) mit, der auf dem Filmfestival in Sundance den Publikumspreis gewann.
Agüero arbeitete außerdem als Vice President of International Sales bei Vision International und zuvor bei Epic Pictures. Seine Laufbahn in der Entertainment-Branche begann er in der Akquisition bei Bjorck Film – die Firma vertritt in Los Angeles unter anderem die bedeutenden Produktionsfirmen Shochiku (Japan) und Village Roadshow (Australien).
Agüero wuchs in Spanien auf. Seinen Bachelor machte er an der Yale University in Wirtschaft und Politikwissenschaften. Dann ging er als Analyst zu Salomon Brothers in New York und arbeitete an der Werteanalyse von Übernahmeprojekten sowie an Anteilskapital- und festverzinslichen Finanzierungen. Bevor er in Los Angeles in der Entertainment-Branche begann, arbeitete und reiste er in Asien.
SUSAN CARTSONIS
Executive Producer
Susan Cartsonis leitet die unabhängige Filmfirma Storefront Pictures. Mit Storefront produzierte sie aktuell den Spielfilm „Aquamarine“ (Aquamarin – Die vernixte erste Liebe; 2006) mit Emma Roberts. Als Vorlage diente die Novelle der Bestseller-Autorin Alice Hoffman. Als Executive Producer betreute Cartsonis kürzlich den Independent-Film „The Mistress of Spices“ (Die Hüterin der Gewürze) mit Aishwarya Rai.
2000 würdigte das Branchenblatt The Hollywood Reporter Cartsonis in der Gruppe der fünf umsatzstärksten Produzenten des Jahres: In ihrem rekordbrechenden Film „What Women Want“ (Was Frauen wollen) spielte Mel Gibson die Hauptrolle, und in der Bestsellerverfilmung „Where the Heart Is“ (Wo dein Herz schlägt) wirkten Natalie Portman, Ashley Judd, Sally Field und Stockard Channing mit.
Cartsonis begann ihre Produktionslaufbahn mit dem hoch gelobten „Firelight“ (Verborgenes Feuer) mit Sophie Marceau und Stephen Dillane. Regie und Drehbuch verantwortete Autor Bill Nicholson („Shadowlands“/Shadowlands – Ein Geschenk des Augenblicks).
Fast zehn Jahre war Cartsonis als Managerin bei Twentieth Century Fox tätig. Unter ihrer Leitung entstanden „Nell“ (Nell) mit Oscar- und Golden-Globe-Kandidatin Jodie Foster; „The Truth About Cats and Dogs“ (Lügen haben lange Beine); „Rookie of the Year“ (Der Durchstarter); „Buffy the Vampire Slayer“ (Buffy, der Vampirkiller), nach dem die TV-Serie entstand; Alan Parkers „Come See the Paradise“ (Komm und sieh das Paradies); „For the Boys“ (For the Boys – Tages des Ruhms, Tage der Liebe) mit Bette Midler, die dafür eine Oscar-Nominierung erhielt; und „Dying Young“ (Entscheidung aus Liebe) mit Julia Roberts.
Bevor sie zu Fox stieß, arbeitete Cartsonis als Dozentin im Autorenprogramm der New York University. Ihren Master machte sie im Fach „Schreiben für die Bühne“ an der N.Y.U., ihren Bachelor im Theaterbereich an der University of California/Los Angeles. Aktuell wurde sie in den Treuhänderausschuss der Stiftung Women in Film gewählt. Sie ist Mitglied der Producers Guild of America (Verband der US-Produzenten).
BRUCE BERMAN
Executive Producer
Seit Februar 1998 ist Berman als Vorsitzender und Chefmanager bei Village Roadshow Pictures tätig. Zusammen mit Warner Bros. Pictures arbeitet die Firma an 60 Spielfilmen in unterschiedlichen Produktionsstadien, die bis Ende des Jahres entstehen werden. Alle Filme werden weltweit von Warner Bros. Pictures verliehen – in einigen Ländern übernimmt Village Roadshow Pictures den Verleih.
Zu den ersten Filmen dieses Vertrages zählten Hits wie „Practical Magic“ (Zauberhafte Schwestern) mit Sandra Bullock und Nicole Kidman; „Analyze This“ (Reine Nervensache) mit Robert De Niro und Billy Crystal; „The Matrix“ (Matrix) mit Keanu Reaves und Laurence Fishburne; „Three Kings“ (Three Kings) mit George Clooney; „Space Cowboys“ (Space Cowboys) von und mit Clint Eastwood; sowie „Miss Congeniality“ (Miss Undercover) mit Sandra Bullock und Benjamin Bratt.
Unter dem Label Village Roadshow Pictures betreute Berman dann als Executive Producer eine große Bandbreite von Erfolgen wie „Training Day“ (Training Day), der Denzel Washington den Oscar einbrachte; „Ocean’s 11“ (Ocean’s 11) mit George Clooney, Brad Pitt und Julia Roberts; „Two Weeks’ Notice“ (Ein Chef zum Verlieben) mit Sandra Bullock und Hugh Grant; Clint Eastwoods „Mystic River“ (Mystic River) mit Sean Penn und Tim Robbins in Oscar-prämierten Rollen; Teil 2 und 3 der „Matrix“-Trilogie: „The Matrix Reloaded“ (Matrix Reloaded) und „The Matrix Revolutions“ (Matrix Revolutions); Tim Burtons „Charlie and the Chocolate Factory“ (Charlie und die Schokoladenfabrik) mit Johnny Depp; „The Dukes of Hazzard“ (Ein Duke kommt selten allein); „The Lake House“ (Das Haus am See) mit Sandra Bullock und Keanu Reeves; die Oscar-preisgekrönte animierte Abenteuerkomödie „Happy Feet“ (Happy Feet); die Liebeskomödie „Music and Lyrics“ (Mitten ins Herz – Ein Song für Dich) mit Hugh Grant und Drew Barrymore; das Action-Abenteuer „Ocean’s 13“ (Ocean’s 13) mit George Clooney und Brad Pitt, die wieder das bewährte Star-Ensemble der Serie anführen, sowie Al Pacino und Ellen Barkin; und die Komödie „License to Wed“ (Lizenz zum Heiraten) mit Robin Williams, Mandy Moore und John Krasinski.
Zu den neuesten Village-Roadshow-Projekten zählen Neil Jordans Psycho-Thriller „The Brave One“ mit Jodie Foster; der Science-Fiction-Action-Thriller „I Am Legend“ mit Will Smith; und die Komödie „Get Smart“ mit Steve Carell.
Seinen Einstand in der Filmbranche gab Berman als Assistent von Jack Valenti in der MPAA in Washington/DC, während er noch studierte. Seinen Jura-Abschluss machte er 1978 an der Georgetown Law School. Im September 1978 trat er in Los Angeles seine Stellung als Peter Grubers Assistent bei Casablanca Filmworks an. Dann wechselte er zu Universal Pictures, und dort wurde er 1982 stellvertretender Produktionschef.
1984 wurde Berman Vizechef der Produktionsabteilung bei Warner Bros. und vier Jahre später Chef der Spielfilmabteilung. 1989 stieg er dort zum Leiter der weltweiten Kinoproduktion auf. Diese Stellung behielt er bis Mai 1996. Unter seiner Führung produzierte und verlieh Warner Bros. Filme wie „Presumed Innocent“ (Aus Mangel an Beweisen), „Robin Hood: Prince of Thieves“ (Robin Hood – König der Diebe), Oscar-Sieger „Driving Miss Daisy“ (Miss Daisy und ihr Chauffeur), „Batman Forever“ (Batman Forever), „Under Siege“ (Alarmstufe: Rot), „Malcolm X“ (Malcolm X), „The Bodyguard“ (Bodyguard), „JFK“ (John F. Kennedy – Tatort Dallas), „The Fugitive“ (Auf der Flucht), „Dave“ (Dave), „Disclosure“ (Enthüllung), „The Pelican Brief“ (Die Akte), „Outbreak“ (Outbreak – Lautlose Killer), „The Client“ (Der Klient), „A Time to Kill“ (Die Jury) und „Twister“ (Twister).
Im Mai 1996 gründete Berman unter dem Dach der Warner Bros. Pictures die unabhängige Produktionsfirma Plan B Entertainment.
CAROL FUCHS
Drehbuch
In der dritten, vierten, fünften und sechsten Klasse wurd Carol Fuchs zur Fluraufsicht ernannt – sie ist die einzige Schülerin ihrer Schule, der diese Ehre vier Jahre hintereinander zuteil wurde. Im Anschluss daran schrieb sie „No Reservations“ (Rezept zum Verlieben).
STUART DRYBURGH
Kamera
Jane Campions „The Piano“ (Das Piano) brachte Dryburgh Nominierungen für den Oscar, den British Film Academy Award (BAFTA) und den Preis der American Society of Cinematographers (Verband der US-Kameraleute) ein. Außerdem gewann er den Preis des Australian Film Institute.
Mit Jane Campion drehte Dryburgh auch „An Angel at My Table“ (Ein Engel an meiner Tafel), der ihm den neuseeländischen Filmpreis einbrachte, und „The Portrait of a Lady“ (Portrait of a Lady).
Weitere Spielfilme: „Once Were Warriors“ (Die letzte Kriegerin), „The Perez Family“ (The Perez Family; auch: Wiedersehen in Miami), „Lone Star“ (Lone Star), „Runaway Bride“ (Die Braut, die sich nicht traut), „Analyze This“ (Reine Nervensache), „Bridget Jones’ Diary“ (Bridget Jones – Schokolade zum Frühstück), „The Recruit“ (Der Einsatz), „A Beautiful Country“, „Kate & Leopold“ (Kate & Leopold), „Poodle Springs“ (Poodle Springs), „In My Father’s Den“ (Als das Meer verschwand), mit dem er den Kamerapreis auf dem International Film Festival in Shanghai gewann, „Aeon Flux“ (Aeon Flux, 2005) und „The Painted Veil“ (2006).
Aktuell arbeitete er an „The Girl in the Park“ und an Martin Scorseses Dokumentation über die Rolling Stones, „Shine a Light“ (Shine a Light), die im September anlaufen soll.
Derzeit dreht Dryburgh das Familienabenteuer „Nim’s Island“ mit Gerard Butler, Jodie Foster und „Rezept zum Verlieben“-Star Abigail Breslin in den Hauptrollen. Der Start ist für 2008 angekündigt.
BARBARA LING
Produktionsdesign
Ling hat mit den Filmemachern Scott Hicks und Kerry Heysen bereits den geheimnisvollen „Hearts in Atlantis“ (Hearts in Atlantis) gestaltet.
Für Regisseur Joel Schumacher arbeitete Ling an „Batman & Robin“ (Batman & Robin), „Batman Forever“ (Batman Forever) und „Falling Down“ (Falling Down – Ein ganz normaler Tag). Weitere Filme: Sydney Pollacks „Random Hearts“ (Begegnung des Schicksals), „With Honors“ (Ein genialer Freak), Jon Avnets „Fried Green Tomatoes“ (Grüne Tomaten), „V.I. Warshawski“ (V.I. Warshawski – Detektiv in Seidenstrümpfen), Oliver Stones dokumentarischer Film „The Doors“ (The Doors), „Men Don’t Leave“ (Verrückte Zeiten), „Checking Out“ (Checking Out; auch: Lebensmüde leben länger), „Less Than Zero“ (Unter Null), „Making Mr. Right“ (Making Mr. Right – Ein Mann à la carte), David Byrnes „True Stories“ (True Stories) und Diane Keatons abendfüllende Doku „Heaven“ (Alles über Himmel und Hölle).
PIP KARMEL
Schnitt
Mit Scott Hicks’ Tour de force „Shine“ (Shine – Der Weg ins Licht; 1996) wurde Karmel für den Oscar und den Preis der British Film Academy (BAFTA) nominiert. Außerdem gewann sie den Preis des Australian Film Institute (AFI). 2001 schnitt sie für Hicks auch „Hearts in Atlantis“ (Hearts in Atlantis).
Außerdem hat Karmel als Autorin und Regisseurin Preise gewonnen. Sie schrieb und inszenierte zunächst gefeierte Kurzfilme, um dann 1994 mit „The Long Ride“ vom Australian Film Institute den Preis für den Besten Fernsehfilm zu erhalten. Anschließend schrieb und inszenierte sie ihren ersten Kinospielfilm „Me Myself I“ (Mein Leben auf zwei Wegen) mit Rachel Griffiths in der Hauptrolle. Dieser Film brachte Karmel AFI-Nominierungen in den Kategorien Drehbuch und Regie ein.
Aktuell verfilmt Karmel ihr eigenes Drehbuch „Year of Wonders“. Als Vorlage dient der Bestseller der Pulitzer-Preisträgerin Geraldine Brooks. Die Produktion übernehmen Jeremy Thomas (Recorded Picture Company, Großbritannien) sowie Miranda Culley und Phillip Noyce (Rumbalara Films). Mit Rumbalara Films entwickelt Karmel weitere Drehbücher.
Mit ihrem Mann Pierre und Sohn Sébastien lebt sie in Sydney.
MARI JO WINKLER-IOFFREDA
Co-Produktion
Mari Jo Winkler-Ioffreda kann bereits 18 Jahre Erfahrung in der Spielfilmproduktion vorweisen. Aktuell betreute sie als Executive Producer Peter Hedges’ „Dan in Real Life“ mit Steve Carell, Juliette Binoche und Dane Cook.
Zuvor co-produzierte sie zwei von Curtis Hanson inszenierte Filme: „Lucky You“ (Glück im Spiel) mit Eric Bana, Drew Barrymore und Robert Duvall sowie „In Her Shoes“ (In den Schuhen meiner Schwester) mit Cameron Diaz, Toni Collette und Shirley MacLaine. Die Funktion der Co-Produzentin übernahm sie erstmals bei Peter Chelsoms Hit-Remake „Shall We Dance“ (Darf ich bitten?) mit Richard Gere und Jennifer Lopez.
Bevor sie Produzentin wurde, arbeitete Winkler-Ioffreda erfolgreich als Produktionsleiterin des Drehteams für viele preisgekrönte Regisseure. Dreharbeiten führten sie nach New York, Neufundland, Halifax, Winnipeg, South Carolina und Los Angeles. Zu ihren Filmen zählen Anthony Minghellas „Cold Mountain“ (Unterwegs nach Cold Mountain), Steven Spielbergs „Catch Me If You Can“ (Catch Me If You Can), Lasse Hallströms „The Shipping News“ (Schiffsmeldungen), Peter Chelsoms „Serendipity“ (Weil es dich gibt), Jocelyn Moorhouses „A Thousand Acres“ (100 Morgen) und zwei Filme für Nicholas Hytner: „The Object of My Affection“ (Liebe in jeder Beziehung) und „The Crucible“ (Hexenjagd).
Mit Ehemann und Tochter lebt sie in Los Angeles.
PHILIP GLASS
Musik
2006 erhielt Glass seine dritte Oscar-Nominierung für „Notes on a Scandal“ (Tagebuch eines Skandals). Zuvor war er mit „The Hours“ (The Hours – Von Ewigkeit zu Ewigkeit) und Martin Scorseses „Kundun“ (Kundun) nominiert.
Glass ging mit dem College-Abschluss der University of Chicago nach New York und besuchte dort die Juilliard School. Mit 23 begann er eine zweijährige intensive Ausbildung bei Nadia Boulanger in Paris. Dort bekam er den Auftrag, Ravi Shankars indische Musik in westliche Notierung zu übertragen. Nach seiner Rückkehr nach New York integrierte er zunehmend östliche Einflüsse in seine eigene Musik.
1974 arbeitete er bereits an einer ganzen Reihe bedeutender, bahnbrechender Projekte. Er schrieb eine umfangreiche Sammlung neuer Musik für seine Gruppe, das Philip Glass Ensemble, sowie für die Mabou Mines Theatre Company, die Glass mitbegründete. Diese Periode gipfelte in der „Music in Twelve Parts“, gefolgt von der Meilenstein-Oper „Einstein on the Beach“, die er 1976 zusammen mit Robert Wilson schuf.
Glass schrieb Opern-, Tanz- und Theatermusiken, Kammer-, Orchester- und Filmmusik.
Seine Filmmusik zu Stephen Daldrys „The Hours“ brachte ihm Nominierungen für den Golden Globe und den Oscar ein, außerdem wurde er für seine Leistungen im Bereich der Filmmusik mit dem Anthony Asquith Award der British Academy of Film and Television Arts (BAFTA) ausgezeichnet. Aktuell arbeitete er an der Robert-McNamara-Dokumentation „The Fog of War“ (The Fog of War) mit. Weitere Filme: David Koepps „Secret Window“ (Das geheime Fenster), D.J. Carusos „Taking Lives“ (Taking Lives – Für dein Leben würde er töten), David Gordon Greens „Undertow“ (Undertow – Im Sog der Rache), George Butlers IMAX-Projekt „Roving Mars“, Neil Burgers „The Illusionist“ und Woody Allens aktuelles Projekt „Cassandra’s Dream“ (Cassandras Traum).
2004 feierte Glass’ Werk „Orion“ Premiere – eine Zusammenarbeit mit sechs weiteren internationalen Künstlern. Die Uraufführung fand im Rahmen der Olympischen Spiele in Athen statt. 2005 wurde Glass’ Oper „Waiting for the Barbarians“ uraufgeführt. Das Libretto verfasste Christopher Hampton nach dem Buch von J.M. Coetzee. Im selben Jahr wurde Glass’ „Symphony No. 8“ vom Bruckner Orchestra uraufgeführt.
Nach wie vor geht Glass mit seinem Musikensemble auf Tournee und spielt seine Soundtracks live zu Godfrey Reggios Qatsi-Filmtrilogie: „Naqoyqatsi“ (Naqoyqatsi), „Powaqatsi“ (Powaqatsi) und „Koyaanisqatsi“ (Koyaanisqatsi).
Melissa Toth
Kostüme
Melissa Toth ist seit über zehn Jahren im Spielfilmbereich tätig. Mit „Eternal Sunshine of the Spotless Mind“ (Vergiss mein nicht) war sie für den Preis der Costume Design Guild (Gewerkschaft der Kostümbildner) nominiert.
Sie entwarf die Kostüme zu Kenneth Lonergans „You Can Count on Me“ (You Can Count on Me; in Sundance mit dem Jurypreis ausgezeichnet), Liz Friedlanders „Take the Lead“ (Dance!), Ben Youngers „Prime“, Woody Allens „Hollywood Ending“ und Todd Solondz’ „Welcome to the Dollhouse“ (Willkommen im Tollhaus; in Sundance mit dem Jurypreis ausgezeichnet).
Im Herbst läuft Toths neuester Film an: Lonergans „Margaret“. In der Endfertigung befindet sich Thomas McCarthys Tragikomödie „The Visitor“. Derzeit arbeitet sie an Charlie Kaufmans „Synecdoche, New York“.
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