Verwünscht - Special

Tomtec

Walt Disney Pictures
präsentiert



Verwünscht
(Enchanted)




Deutscher Kinostart: 20. Dezember 2007




im Verleih der
WALT DISNEY STUDIOS MOTION PICTURES GERMANY





Die Besetzung

Giselle
Amy Adams

Robert Phillip
Patrick Dempsey

Prinz Edward
James MArsden

Nathaniel
Timothy Spall

Nancy Tremaine
Idina Menzel

Morgan Phillip
Rachel Covey

Narissa
Susan Sarandon


Der Stab

Regie
Kevin Lima

Produktion
Barry Josephson und
Barry SOnnenfeld

Drehbuch
Bill Kelly

Ausführende Produzenten
Chris CHase, Sunil PErkash und
Ezra Swerdlow

Kamera
Don Burgess, ASC

Produktionsdesign
Stuart Wurtzel

Schnitt
Stephen A. Rotter und
Gregory Perler

Kostümdesign
MOna MAy

Musik
Alan MEnken

Songs
Alan Menken und
STEPHEN SCHWARTZ

Musikalische Leitung
Dawn Solér





Kurzinhalt

Es war einmal ... So beginnen viele schöne Disney-Zeichentrickmärchen über bildhübsche Prinzessinnen und mutige Prinzen, die mit herzergreifenden Liedern und niedlichen sprechenden Tieren unsere Kindheit erfreuten. Doch was passiert, wenn genau diese heile Zeichentrickwelt und ihre fast kitschig anmutenden Märchenfiguren aus vergangenen Zeiten durch einen bösen Zauber im New York von heute landen? So geschieht es in VERWÜNSCHT: Die böse Königin Narissa (SUSAN SARANDON) verbannt Märchenprinzessin Giselle (AMY ADAMS), ihre ungeliebte zukünftige Schwiegertochter, am Tag ihrer Hochzeit in „die Welt ohne Happy End“. Die Prinzessin im Brautkleid trifft am Times Square auf einen typischen New Yorker Scheidungsanwalt und Single: Robert (PATRICK DEMPSEY) denkt, sie sei einem Kitschroman entsprungen. Als Märchenprinz Edward (JAMES MARSDEN) in unserer Welt auftaucht, um seine Angebetete in ihr Märchenreich Andalasien zurückzuholen, ist das Chaos perfekt ...




Pressenotiz

Sie dachten schon, Schneewittchen hätte es schwer gehabt? Dann freuen Sie sich auf eine märchenhafte Komödie von Regisseur Kevin Lima („Tarzan“, „102 Damatiner“), bei der Disney-Klassiker auf den Kopf gestellt werden und einfach nichts mehr so ist, wie alles einmal war, und doch vieles ähnlicher ist, als man denkt. VERWÜNSCHT ist das umwerfende Weihnachts-Kinohighlight von Disney, das Sie mit Musik vom achtfach Oscar®-prämierten Erfolgskomponisten Alan Menken ab dem 20. Dezember auch in einem Kino in Ihrer Nähe verzaubert!




Inhalt

Es war einmal eine wunderhübsche Prinzessin namens Giselle (AMY ADAMS). Sie lebte zusammen mit ihrem besten Freund, dem Backenhörnchen Pip, und den anderen Tieren des Waldes in ihrem Schloss im Märchenland Andalasien und träumte von einem edlen Prinzen, mit dem sie glücklich bis ans Ende ihrer Tage leben kann.

Angezogen von ihrem lieblichen Gesang, galoppierte alsbald auch der stattliche Prinz Edward (JAMES MARSDEN) auf seinem Schimmel heran und verliebte sich sofort in die Schönheit, die ihm da aus einem Baum heraus in den Schoß fiel. Die beiden beschlossen, ihre Liebe mit einer Traumhochzeit zu besiegeln, die sie für den kommenden Tag planten. Ein romantisches Happy End war in Sicht, wie wir es an den bezaubernden Zeichentrickmärchen von Disney lieben.

Als aber die herrschsüchtige Königin Narissa (SUSAN SARANDON) von den Heiratsplänen ihres Stiefsohnes erfuhr, schmiedete sie aus Furcht um ihren geliebten Thron einen perfiden Plan: Verkleidet als alte Frau lockte sie Giselle am Tag ihrer Hochzeit an einen verzauberten Brunnen und das gutgläubige Kind fiel prompt hinein.

New York. Heute. Auf dem Times Square im Herzen Manhattans klettert eine junge Frau in merkwürdiger Aufmachung aus einem Gullydeckel: Es ist Giselle, die in der Realität angekommen ist – im wahrsten Sinne des Wortes. Gehüllt in ein opulentes weißes Hochzeitskleid mit Reifrock und Tüll und mit einem Diadem in der Lockenpracht, versteht sie die Welt nicht mehr. Wo, bitteschön, ist ihr geliebtes Andalasien geblieben? Um sie herum: hektische Menschen in wenig höfischer Kleidung und mit ungepflegten Manieren. Verwirrt und hilfesuchend fragt sie nach dem Weg zu ihrem Schloss, doch sie wird bestenfalls ignoriert. So irrt sie durch die nächtlichen Straßen, als ein Regenschauer losbricht. Klatschnass entdeckt Giselle, zuvor von einem Obdachlosen ihres Diadems beraubt, an einer Wand über einem Dachvorsprung das Bild eines Schlosses. Sie kann ja nicht ahnen, dass es sich dabei um eine schnöde Leuchtreklame handelt. Über ein Autodach kraxelt sie in ihrem pitschnassen Tüllkleid auf den Vorsprung und klopft an das „Tor“ des magischen Schlosses, in der Hoffnung, dass ihr geöffnet wird...

Ein paar Straßen weiter hat gerade Scheidungsanwalt Robert (PATRICK DEMPSEY) seine Tochter Morgan (RACHEL COVEY) vom Sport abgeholt, als die beiden in der verregneten Nacht eine weißgekleidete junge Frau auf einem Hausdach an eine Leuchtreklame klopfen sehen. Morgan ist sich sicher: Das MUSS eine echte Prinzessin sein. Robert jedoch hält die pudelnasse Frau in dem bizarren Outfit für eine Verrückte – davon gibt’s in New York ja genug. Doch just in dem Moment rutscht Giselle ab, und Robert gelingt es in letzter Sekunde, die junge Frau aufzufangen. Er lässt sich von seiner Tochter dazu überreden, Giselle nach Hause mitzunehmen, damit sie sich abtrocknen kann. Dankbar nimmt die Prinzessin an: endlich ein Mensch mit gepflegten Umgangsformen, der freundlich zu ihr ist. Am liebsten würde sie ihr Glück hinaussingen!

In Roberts Apartment passiert dann prompt genau das, was Robert verhindern wollte: Giselle schläft auf dem Sofa ein und muss bei ihm übernachten. Morgan freut sich, dass eine echte Prinzessin bei ihnen zu Gast ist, aber der geschiedene Vater denkt mit gemischten Gefühlen an seine Verlobte Nancy (IDINA MENZEL), die morgen früh vorbeikommen will, um Morgan für ein Gespräch von Frau zu Frau abzuholen: Die Hochzeit von Nancy und Robert steht vor der Tür, und Morgan hat es gerade erst erfahren …

Unterdessen in Andalasien: Prinz Edward hört von Pip, was mit Giselle geschehen ist. Furchtlos wirft sich der kühne Prinz in den Brunnen und landet exakt da, wo Giselle am Abend zuvor aus dem Gully gestiegen war – in New York, im dichtesten Berufsverkehr. Nur eine Sekunde später hält er, schwupps, den kleinen Pip in der Hand, der ihm durch den geheimnisvollen Brunnen gefolgt ist. Sich immer noch in seinem Märchenland glaubend, zückt Edward furchtlos sein Schwert und fuchtelt damit vor der Nase eines ahnungslosen Straßenarbeiters herum, um dann ein Stahlross namens Bus fachgerecht zu durchstoßen. Doch die resoluten New Yorker, die ja schon einiges an Verrücktheiten erlebt haben, schlagen den jungen Prinzen und das kleine Backenhörnchen in die Flucht.

Zur selben Zeit schlägt Giselle die Augen auf und schaut sich verwundert um: In dem Apartment des Anwalts sieht es eher schauderhaft als zauberhaft aus, überall liegen Sachen verstreut herum, und die Küche gleicht einem Schlachtfeld. Beschwingt ruft Giselle die „Tiere des Waldes“, die sie in Andalasien stets mit ihrem Gesang herbeigelockt hat. Doch statt Rehlein, Häschen, Vögelein, Igeln und Streifenhörnchen kommen ihr Tauben, Ratten, Kakerlaken und sonstiges Großstadtgetier zur Hilfe. Noch während die Tiere durch die Wohnung wirbeln und ihr strahlenden Glanz verleihen, erwachen auch Robert und Morgan – und sind völlig entsetzt, als sie die Tierschar erblicken. Zum Unverständnis von Giselle vertreiben die beiden Miesepeter die Tiere aus der Wohnung. Und während sich Giselle anschließend zum ersten Mal in ihrem Leben duscht und über das warme Wasser freut (so etwas gibt es in Märchenwelten nicht), klingelt es an der Tür: Nancy! Als diese jedoch die frisch geduschte Giselle, nur in ein Handtuch gehüllt, entdeckt, fällt das geplante Gespräch unter Frauen aus. Wütend rauscht Nancy ab.

Robert ist sauer. Zu allem Überfluss hat Giselle den teuren Brokatvorhang im Wohnzimmer missbraucht, um sich daraus wie von Zauberhand ein Kleid zu nähen. Zwar sieht sie darin sehr bezaubernd aus, aber ihre Ansicht, dass Robert und Nancy mit einem Kuss ewige Liebe und Treue besiegeln können, geht seiner Meinung nach doch ziemlich an der Realität vorbei. Da steht Robert schon vor dem nächsten Problem: Morgan muss zur Schule und er zur Arbeit. Und wohin mit Giselle? Kurzerhand nimmt Robert sie mit in die Anwaltskanzlei. Was natürlich nicht ohne Folgen bleibt: In Giselles Welt gibt es keine Scheidungen – und als ihr ein Ehepaar begegnet, das sich mit Roberts Hilfe scheiden lassen will, fängt sie beinahe an zu weinen, weil die Ehefrau doch so hübsch sei, und sie fragt, ob der Mann das denn nicht erkennen würde? Betreten verlassen die beiden das Büro, und Robert erhält eine Ermahnung von seinem Boss, Giselle nie wieder mitzubringen.

Also bugsiert er sie aus den Kanzleiräumen und drückt ihr vor der Tür ein Bündel Geldscheine in die Hand, damit sie ohne seine Hilfe einen neuen Start wagen kann. Giselle ist fasziniert: Noch nie hat sie Geld in den Händen gehalten! Freudig schenkt sie es keine 50 Meter weiter einer alten Dame, die Giselle gefragt hat, ob sie ihren edlen Prinzen Edward gesehen habe. Robert schämt sich, als er die Szenerie beobachtet. Anscheinend hat Giselle keine Ahnung vom Umgang mit Menschen. Er läuft ihr nach, die beiden verbringen einen herrlichen Tag im Central Park, in dem Giselle ihre in Roberts Augen sehr naive Sichtweise über die wahre Liebe kundtut. Giselle glaubt mit vollem Herzen daran und wartet sehnsüchtig auf Edward, damit er ihr den einen Kuss gibt, der ihre Liebe für immer besiegelt. Robert kann darüber nur amüsiert den Kopf schütteln – der geschiedene Vater hat schon lange jede rosige Liebesfantasie und romantische Ader verloren. Auch seine Verlobte Nancy schätzt er in Partnerfragen eher realistisch ein. Um ihm das Gegenteil zu beweisen, beauftragt Giselle zwei weiße Täubchen im Park damit, ein Blumenherz zu der Designerin zu bringen, um so Roberts Entschuldigung für den missglückten Vormittag zu überbringen.

In Andalasien beobachtet die böse Königin Narissa misstrauisch die Ereignisse in New York. Sie sendet ihren Knappen Nathaniel (TIMOTHY SPALL) in die Stadt. In seinem Gepäck: drei Äpfel, mit denen er Giselle vergiften soll. Doch schon der erste landet im Gebüsch, als ihn Nathaniel – verkleidet als Süßigwarenverkäufer im Central Park – der schönen Prinzessin schenken will, die ihn durch eine abrupte Bewegung aber leider „verliert“. Edward hingegen genießt in der Zwischenzeit New York in vollen Zügen, denkt aber ständig an Giselle. Sein Erkundungstrip führt ihn auch in den Central Park, wo er den süßen Gesang seiner Braut vernimmt. Er eilt ihr freudig entgegen, wird aber leider von einer Gruppe Radfahrer umgefahren und deshalb nicht mehr Zeuge des Spektakels, das sich nur wenige Meter weiter abspielt: Giselle hat es geschafft, halb Manhattan mit ihrem fröhlichen Song über die wahre Liebe zu begeistern und nebenbei den Central Park in eine Musicalbühne verwandelt.

Auch Robert scheint seine Zweifel gegenüber Giselle langsam aufzugeben und lädt sie abends zu seinem Lieblingsitaliener ein. Damit möchte er sich bei ihr bedanken; denn ihr Blumengruß hat Nancy so sehr gefallen, dass sie Robert verziehen hat und sich nun auch auf den großen Kostümball freut, der am kommenden Abend stattfinden soll.

Unter strenger Beobachtung von Königin Narissa wird Nathaniel dazu verdonnert, Giselle in der Pizzeria den zweiten Apfel in Form eines leckeren Apfel-Martinis zu servieren. Doch dies kann in letzter Sekunde ein alter Freund von Giselle verhindern: Backenhörnchen Pip. Während Giselle sich noch über das Wiedersehen freut, sind die anderen Gäste entsetzt über die „Ratte“ auf Giselles Tisch und versuchen, das arme Tier zu töten. Dieses landet in dem Chaos in einem Glasbehälter, aus dem es sich zunächst nicht befreien kann.

Ortswechsel. In seinem Hotelzimmer sieht Edward fern und entspannt sich von den Strapazen des Tages, als er in dem Gerät Giselle entdeckt! Seine Giselle! Er fragt den „magischen Spiegel“, wo sie sein könnte, und wird Zeuge eines TV-Interviews, in dem die Moderatorin eine Adresse nennt. Schnell stellt Edward fest, dass sich an dieser Stelle das Wohnhaus befindet, in dem Robert sein Apartment hat, und schleicht sich hinein, um Giselle zu finden. An der letzten Tür oben im Penthouse hat er schließlich Glück: Seine geliebte Braut steht vor ihm und zeigt sich ziemlich überrascht von seinem Anblick. Auch Robert scheint nicht wirklich froh zu sein, Giselles Verlobten zu sehen, zumal der ihn mit seinem Degen bedroht, weil er glaubt, dass Robert Giselle entführt habe. Die Prinzessin kann jedoch Schlimmeres verhindern und überzeugt Edward davon, noch einen Tag länger in New York zu bleiben und sich bei einem „Date“ besser kennen zu lernen.

Leider ahnt die Prinzessin nicht, dass ihre böse Schwiegermutter in spe längst unterwegs ist, um selbst mit dem dritten und letzten Apfel zu verhindern, dass Giselle und Edward ein glückliches Leben bis ans Ende ihrer Tage führen. Doch noch ist das Märchen nicht zu Ende: Was ein gläserner Schuh, die geheimnisvolle Stunde um Mitternacht, ein Drache, der kleine Pip und Giselle und Robert selbst mit dem Ausgang der Geschichte zu tun haben, wird an dieser Stelle nicht verraten ...




Über die Produktion


Eine Idee entsteht

Für den Drehbuchautor Bill Kelly begann der Film VERWÜNSCHT mit der Idee, eine naive, unschuldige Figur zu schaffen, die sich mit staunenden Augen in einer modernen, zynischen Welt zurechtfinden muss. „Es war eine von diesen „Was wäre, wenn…“-Ideen“, sagt Kelly. „Wir haben daran gearbeitet, hatten aber anfangs Schwierigkeiten, diese Figur glaubhaft zu gestalten. Und eines Tages dann fiel die Entscheidung, dass wir es deutlich leichter haben würden, wenn unsere Heldin eine Zeichentrickfigur wäre. Das war dann die zündende Idee für diesen Film.“ Das erste Drehbuch-Exposé landete bei den Produzenten Barry Josephson und Barry Sonnenfeld. „Diesem Exposé von Bill Kelly merkte man bereits an, dass er einen fantastischen Job machen würde – indem er diese Disney-Märchenprinzessin aus einer handgezeichneten Welt ins wahre Leben verfrachtet“, bemerkt Josephson. „Und genau das hat mich an diesem Projekt so gereizt.“

Auf dem Weg der Entwicklung weckte VERWÜNSCHT auch die Aufmerksamkeit von Disney-Regisseur Kevin Lima, der Filme wie A GOOFY MOVIE („Der Goofy Film“, 1995), 102 DALMATIANS („102 Dalmatiner“, 2000) und TARZAN („Tarzan“, 1999) inszeniert hatte. Diese erfolgreichen Filme hatten bewiesen, dass Lima nicht nur sein ganzes Leben lang ein echter Fan des Genres, sondern auch imstande war, mit der klassischen Sensibilität des Materials zu spielen – und zwar respektvoll, aber nicht in Ehrfurcht erstarrt.

Schon bald trafen sich Josephson und Lima, um das Projekt zu diskutieren. Josephson erinnert sich: „Vom ersten Moment an wusste ich, dass Kevin eine großartige Vision für diesen Film hatte, und dass er unglaublich viel Input und Perspektiven einbringen würde.“ Und Lima sagt: „Ich habe das Skript gelesen und gedacht: ,Das ist perfekt für mich – und ich bin wie gemacht für diesen Film!‘ Ich habe meine Karriere als Zeichner und Designer begonnen und wurde dann Regisseur von Zeichentrickfilmen. Ich kenne diese Welt in- und auswendig, und ich liebe sie!“

Die endgültige Vision von VERWÜNSCHT wurde geboren, als sich Lima und Bill Kelly trafen und dank einer famosen Chemie zwischen ihnen die perfekte Version der Geschichte herausarbeiteten. Ein Schlüsselbeitrag war der Vorschlag von Kevin, dass man die beiden Welten des Drehbuchs – die gezeichnete und die reale – enger miteinander verknüpfen könne, wenn man die Ikonografie der Märchenexistenzen an einem Ort wie New York stärker in den Vordergrund rücken würde, an dem Menschen nicht unbedingt aus heiterem Himmel anfangen zu singen oder glücklich bis ans Ende ihrer Tage leben. Für den ausführenden Produzenten Chris Chase steht fest: „Ich bin mir sicher, dass nur jemand mit Kevins Erfahrung als visueller Künstler, der das Vermächtnis von Disney so präzise versteht, diese beiden Welten so natürlich miteinander verschmelzen konnte.“

Es war genau diese Nebeneinanderstellung der beiden Welten, die Limas kreative Ader so beflügelte. „Der Film beginnt in einer typischen Disney-Zeichentrickwelt“, erklärt er. „Für mich ist das wie eine Dose kondensiertes Disney – ganz dick und komprimiert. Man öffnet die Dose, und heraus kommen all diese Disney-Ikonen innerhalb einer zehnminütigen Eröffnungssequenz, nach der der Film erst richtig in Fahrt kommt. Im Grunde ist VERWÜNSCHT natürlich ein Live-Action-Film. Die Charaktere aus der animierten Eröffnungsszene werden zu echten Menschen, und diese Transformation ist der Kern der Geschichte. In Disney-Filmen geschehen Dinge, die im wahren Leben nie passieren würden, und genau damit spielt der Film auf ganz großartige Weise.“

„Bei der Arbeit mit Kevin Lima wurde uns bewusst, dass wir einen sehr liebevollen Zugang zu den Disney-Charakteren erzielen wollten“, sagt Bill Kelly. „Wir sind alle Fans vom Vermächtnis und der Geschichte von Disney-Animationen, und diese ikonischen Figuren, Ideen und Themen zu nehmen und sie – mit all ihrer dreisten Unschuld – auf den Zynismus der modernen Welt prallen zu lassen … danach haben wir gestrebt. Aber natürlich durfte die Balance nicht zu sehr Richtung Zynismus kippen.

„Und der Zynismus sollte sich an dieser Unschuld reiben“, ergänzt Lima. „Ich meine: Giselle tritt in unsere Welt mit großen Augen und voller Unschuld. Sie akzeptiert alles, wie es ist, und nimmt die Freuden des Lebens an. Ihre Freude wirkt sich auf jede einzelne Person aus, mit der sie in Kontakt kommt… und am Ende verzaubert sie jeden.“

Giselle ist ein Konglomerat aus Charakteren wie Schneewittchen, Aschenputtel, Dornröschen, Belle und Arielle, der Meerjungfrau. Und wie bei all diesen jungen Damen brechen auch aus ihr Lieder hervor, wenn Worte keine angemessene Form der Kommunikation mehr zu sein scheinen. Zu Beginn des Films versucht Giselle, sich ein Bild von ihrem Traumprinzen zu machen – jenem Mann, den das Schicksal dazu bestimmt hat, ihr das teuerste Geschenk zu machen, dass eine Jungfrau erhalten kann: den Kuss der wahren Liebe. Als Giselle ihren Freunden, den Tieren des Waldes, von dem heldenhaften Mann und dem lange erwarteten Kuss erzählen will, singt sie ... und dieses Lied ist es, das Prinz Edward in ihr Leben treten lässt.

In Andalasien singen selbst die Prinzen. Besonders, wenn sie nach jemandem suchen, mit dem sie ein Duett bilden können. Also reitet Edward in den Wald und folgt dieser wunderschönen Stimme. „Er sucht nach der Jungfrau, mit der er ein Duett singen kann, und er hört weit entfernt die Stimme von Giselle“, sagt Lima. „Also springt er wie jeder anständige Disney-Prinz auf sein Pferd und reitet los. Dummerweise kommt ihm dieser Troll zuvor, und Edward muss erst mal mit ihm kämpfen, um zur Prinzessin zu kommen. Aber er ist siegreich, und als sich die beiden in die Augen sehen, fangen sie natürlich an zu singen. Und sie entscheiden sich, gleich am nächsten Morgen zu heiraten!“

Aber der Pfad der wahren Liebe ist auch hier gepflastert mit Hindernissen – in diesem Fall in Gestalt der bösen Königin Narissa, die eine Hochzeit von Edward verhindern will, weil sie nach den Regeln des Königreiches dann ihre Krone verliert. Narissa verwandelt sich in eine alte Bettlerin, die Giselle mit einem Trick an einen verzauberten Brunnen lockt – und die Braut hineinstößt. Und so fällt Giselle in einen magischen Wirbel aus Wolken und Feenstaub, der sie in eine Frau aus Fleisch und Blut verwandelt und sie aus einem Gully im Herzen von Manhattan wieder herausklettern lässt.

Nach einem schwierigen Tag und dem vergeblichen Versuch, den Weg nach Hause zu finden (oder wenigstens jemanden, der in Manhattan einer Dame in Not helfen würde), wird Giselle von dem gestressten New Yorker Scheidungsanwalt und allein erziehenden Vater Robert Phillip und seiner scheuen Tochter Morgan entdeckt. Morgan besteht darauf, dass Giselle die Nacht in ihrer Wohnung verbringen darf. Und dies ist der Ausgangspunkt von Giselles Reise in die reale Welt – und von Roberts Reise, in deren Verlauf er bemerkt, dass Unschuld und Freude sogar in unserer abgestumpften Welt existieren können.

„Robert glaubt einfach nicht daran, dass die Disney-Ideale von ,sie lebten glücklich bis an ihr Lebensende‘ oder ,wahrer Liebe‘ wirklich existieren“, erläutert Lima. „Er ist ein Mann, den seine Frau vor Jahren verlassen hat und der versucht, seine Tochter für das wahre Leben zu rüsten. Also lebt er ein praktisches, bodenständiges Leben. Jedenfalls bis er Giselle trifft und von ihrer Lebensfreude und Naivität überwältigt wird. Giselle glaubt fest daran, dass der Kuss der wahren Liebe auf jeden wartet und dass man, wenn man seinen Geliebten gefunden hat, Hals über Kopf zu singen und zu tanzen anfängt und am Ende diesen einzigartigen Kuss austauscht. Dieser Glaube und diese unschuldigen Ideale treiben den Film an - und das Drama von VERWÜNSCHT ist, dass Robert und Giselle dies jeweils ganz anders sehen.“


Eine traumhafte Besetzung


Der besondere Zauber von VERWÜNSCHT besteht darin, dass es sich hier nicht um eine einzige Art von Geschichte handelt. „Der Film ist eigentlich jedem Genre zuzuordnen“, sagt Regisseur Lima. „Und das war auch gleichzeitig unsere größte Herausforderung – so viele verschiedene Genres nahtlos zu einem geschlossenen Ganzen zusammenzufügen. Man hat Zeichentrick. Man hat eine romantische Komödie. Man hat ein bisschen Action und Abenteuer. Und man hat eine Musical-Comedy. Und all das geschieht zur selben Zeit. All diese Facetten auszubalancieren – das war die Magie, die diesen Film zustande gebracht hat.“

„Das ist eben die kreative Herausforderung, wenn man mit jemandem wie Kevin Lima zusammenarbeitet“, sagt der ausführende Produzent Chase. „Kevin liebt es, all diese hoch talentierten Musiker, Maler, Schauspieler, Techniker und Zeichner zusammenzubringen – er sucht sich immer die besten ihres Fachs, die ihm dann helfen, seine Ideen zum Leben zu erwecken. Das ist einer der Gründe, warum er und ich so oft mit Disney zusammenarbeiten. Dort versteht man uns, und dort pflegt man die Tradition der Zusammenarbeit mit Künstlern.“

Die Magie begann, als eine aufstrebende junge Schauspielerin namens Amy Adams für den Part der Giselle vorsprach. Lima war zu diesem Zeitpunkt krank, er hatte Fieber und alles andere als Lust auf eine Casting-Sitzung. Adams’ mitreißende Performance in JUNEBUG („Junebug“, 2004) hatte noch niemand gesehen, und somit war ihr Gesicht den Filmemachern damals noch unbekannt. Allerdings wurde aus ihrem 15-minütigen Vorsprechen schnell eine 45-minütige Vorstellung, und sie blieb Lima wegen ihrer unglaublichen Fähigkeit, ein naives junges Mädchen darzustellen, im Gedächtnis. Danach war es keine Frage mehr, wer diese Rolle spielen sollte.

Für Amy Adams ist Lima ein verwandter Geist, und sie sagt über ihren Regisseur: „Er kommt aus dem Bereich der Animation, also hat er einen wunderbaren Sinn fürs Visuelle. Er versteht besser als ich, was eine animierte Figur tut, also konnte er mir sehr dabei helfen, als ich versuchte zu verstehen, wie Giselle ist und wie ich sie darstellen sollte. Er hat die Nuancen festgelegt. Außerdem komme ich aus Colorado und habe die Disney-Filme und -Figuren immer geliebt. Wie fast alle kleinen Mädchen wollte ich immer eine Prinzessin sein. Aber eine Disney-Prinzessin zu sein, ist viel schwerer, als ich mir das je vorgestellt habe. Ich glaube, es ist einfacher, eine Zeichentrick-Prinzessin zu sein. Ich beneide Schneewittchen ein bisschen, weil sie keine eigenen Stunt- und Tanzszenen hatte.“

Für die fleißige Adams war die Rolle der Giselle in keinem Moment eine Selbstverständlichkeit. „Ich war so aufgeregt, dass die Tatsache, dass ich diese Rolle spielen darf, gar nicht richtig sacken konnte“, erinnert sie sich. „Ich habe in vielen Theater-Musicals gespielt, als ich aufgewachsen bin, und das hilft mir nun als Erwachsener. Ich fange in dem Film oft aus heiterem Himmel an zu singen, denn das machen Disney-Prinzessinnen nun mal. Diese musikalische Komponente macht einen solchen Spaß! Und was ich auch absolut geliebt habe, waren die handgezeichneten Animationen im klassischen Disney-Stil. Es ist eine solche Ehre, von diesen talentierten Künstlern als Giselle gezeichnet zu werden.“

Die Schauspielerin, der diese Rolle wie auf den Leib geschneidert war, begeisterte auch den Produzenten Josephson. „Amy steckte stets so tief in ihrer Figur, dass sie jeden Moment genoss – egal, ob sie sprach, sang oder tanzte“, sagt er. „Sie ist so ausdrucksstark, und man spürt genau, was emotional in ihr vorgeht. Sie gibt und gibt und bietet bei jedem Take etwas Neues an – ihre Emotionalität ist es, die auch ihre Figur ausmacht. Sie ist einfach wunderbar.“

Diese emotionale Reise war auch das größte Geschenk dieser Rolle. „Giselle entdeckt, was Liebe wirklich ist und was es bedeutet, ein Mensch zu sein –wie es sich anfühlt, echte Gefühle zu haben“, erläutert Amy Adams. „Sie findet heraus, dass das Leben deutlich komplizierter ist, als sie es bisher erlebt hat. Es geht eben nicht immer nur ums Happy End. Es geht um etwas Tieferes, etwas viel Besseres. Das ist etwas, das ich an dieser Geschichte gemocht habe, und ein Schauspieler genießt es, eine solche Reise lebendig werden zu lassen.“

Tag für Tag eine solche emotionale Reise darzustellen, ist etwas, für das auch der Schauspieler Patrick Dempsey wohl bekannt ist. Als Zentrum im Ensemble der Serie „Grey’s Anatomy“ („Grey’s Anatomy – Die jungen Ärzte“) verkörpert Dempsey Dr. Derek Shepherd, hat etliche Preise eingeheimst und zählt derzeit zu den populärsten Schauspielern Hollywoods. Dempsey schien den Filmemachern der perfekte Darsteller zu sein, der diesen ernsten Scheidungsanwalt Robert Phillip zum Leben erwecken könnte. Robert ist ein Mann, der nicht mehr an Happy Ends glaubt und der einfach versucht, seine Tochter in einer zynischen, modernen Welt zu erziehen. Für Lima ist er das Zentrum des Films – eine verletzliche Figur, die die Wendungen des Lebens nicht nachvollziehen kann. Schon sehr früh im Casting-Prozess wurde ein gemeinsames Vorsprechen von Amy und Patrick arrangiert, um ihre Leinwand-Chemie zu testen. Das Ergebnis war magisch.

„Seine Frau ist ihm weggelaufen, er erzieht seine Tochter allein und dann tritt eine Märchenprinzessin in sein Leben“, erklärt Dempsey seine Figur. „Natürlich denkt er, dass sie einen an der Waffel hat. Später jedoch glaubt er ihr, wer sie ist und für was sie einsteht.“ Für den Schauspieler war dieser feine Grat einer romantischen Komödie die größte Herausforderung: „Das Herz dieses Mannes ist gebrochen. Und er vergöttert seine Tochter. Die Frage für mich war: Wie schaffe ich es, dass mir das Publikum glaubt, dass ich mich in jemanden wie Giselle verlieben könnte? Das war ziemlich haarig, aber ich bin der Typ aus Fleisch und Blut, der in ihre Fantasy-Welt kommt. Und die Filmemacher haben das mit viel Raffinesse gelöst, so dass es auch funktioniert, glaube ich. Die Schwierigkeit und die Herausforderung war es, den Bezug zur Realität glaubhaft zu bewahren, und darauf musste ich mich konzentrieren. Meine Figur ist in allererster Linie ein Vater, und meine Tochter ist meine Motivation. Ich bin durch eine Scheidung gegangen, aber ich repräsentiere auch in gewisser Weise die Zuschauer: Was würden sie in dieser verrückten Situation tun? Warum sollte ich diese Frau in meine Wohnung lassen – und in mein Leben? Und wie überzeuge ich dabei die Zuschauer? Sie ist eine Märchenprinzessin, die in der Realität landet, und ich bin der Mann, der in eine Fantasy-Welt tritt. Das war nicht ganz einfach.“

Als „echter Kerl“ in einer Komödie zu spielen, funktionierte prächtig für Dempsey. Er sagt: „Es geht in dem Film um wahre Liebe. Er ist ein wunderbarer Ausgleich – der Film ist eine kleine Flucht vor dem Alltag, er macht Spaß und ist zeitgemäß, und auf mancherlei Art ist er schön altmodisch, mit all diesen Gesangseinlagen. Er ist quirlig, komisch und herausfordernd. Ich singe nicht, aber ich glaube, dass die Zuschauer dadurch meine Figur besser nachvollziehen können. Schließlich werden sie wahrscheinlich in ihrem Leben auch nicht so viel singen.“

Prinzen andererseits singen durchaus hin und wieder – wenigstens in Zeichentrickfilmen. Prinz Edward singt und stolziert und geht auf die große Suche nach der wahren Liebe. Kurz: Er ist der klassische Disney-Held. Für diese Rolle hatten die Filmemacher James Marsden im Auge, der eher für seine Rolle in X-MEN („X-Men“, 2000) und dessen Fortsetzungen bekannt ist als für prinzliches Verhalten.

Genau das war es, was Marsden an diesem Part reizte: „Für mich war es eine tolle Gelegenheit, mal in einem Film zu spielen, den sich meine Kinder anschauen können. Ich habe einen sechsjährigen Sohn und eine zweijährige Tochter, und ich komme momentan nicht wirklich oft dazu, ins Kino zu gehen. Die einzigen Filme, die ich mir anschaue, sind Kinderfilme, also dachte ich mir, dass es Spaß machen würde, einen Familienfilm zu drehen, speziell für meine Kinder.“

Marsdens Figur ist auf einer Rettungsmission. „Die Nebeneinanderstellung dieser perfekten Disney-Ikonen – Giselle aus Andalasien landet mitten in New York auf dem Times Square, und meine Figur, Prinz Edward, ist ihr dicht auf den Fersen – mit dem heutigen, etwas zynischen New York bietet großartige Möglichkeiten für jede Menge Humor. Eine der größten Schwierigkeiten beim Verkörpern dieser Figur ist das Wissen, dass man einen makellosen Disney-Zeichentrickprinzen spielen muss, und dies muss man auch repräsentieren, wenn man in die wahre Welt kommt. Also fühlt man sich plötzlich, als wäre man unter einer gigantischen Lupe – und alles muss perfekt sein.“

Für Kevin Lima traf Marsden den Ton royaler Aufgeblasenheit und Angeberei, gepaart mit aufrichtiger Ernsthaftigkeit, haargenau. „Jimmy spielt dieses Überlebensgroße absolut traumhaft. Er ist als Prinz sehr attraktiv und strahlt ein inneres Licht aus“, sagt der Regisseur. „Er schaffte es, theatralisch zu sein, aber die Figur nicht herunterzuspielen.“ Und Chase erinnert sich: „Jimmys Vorsprechen hat mich an das von Amy erinnert. Beide kamen herein und trafen ihre Charaktere auf den Punkt. Kevin war nach diesen Terminen unglaublich erleichtert, denn er begann endlich daran zu glauben, dass wir tatsächlich in der Lage sein würden, diese Charaktere zum Leben zu erwecken.“

Marsden sieht VERWÜNSCHT als „…Hommage an die alten klassischen Disney-Märchen. Und dann werden deren Figuren in die wirkliche Welt verfrachtet. Diese Charaktere fühlen sich wie Aliens, wenn sie durch Manhattan gehen. Das ist meiner Ansicht nach unglaublich witzig – mein Prinz ist eine großartige Figur, er ist ein Pfau, der sehr viel von sich hält, aber das auf eine gute, naive, irgendwie gesunde und unschuldige Weise.“

Der renommierte britische Schauspieler und Komiker Timothy Spall brachte ebenfalls einen gesunden Sinn für Humor mit in die Produktion von VERWÜNSCHT. In seiner Rolle als Nathaniel, eines klassischen „komischen Handlangers“ und Lakaien von Königin Narissa (der zu allem Überfluss auch noch heimlich in Narissa verliebt ist), hat er die grimmige Pflicht, in ihrem Auftrag zu handeln und Giselle zu vergiften. Zu seinem Glück hat er keine Ahnung davon, dass ihn die Königin in Wahrheit verachtet und ihn lediglich als Blödmann betrachtet. „Als ich das Drehbuch las, dachte ich: Das ist sehr clever, schlau und witzig“, erinnert sich Spall. „Ich empfand die Geschichte als unglaublich unterhaltsam und habe gleich gemerkt, dass sie ein neues Licht auf all die Disney-Filme warf, die ich als Kind gesehen habe. Aber gleichzeitig sticht sie als sehr eigenständige, smart und spaßig geschriebene, exzellente Geschichte mit wunderbar komischen und romantischen Figuren heraus. Sie ist eine famose Zusammenfassung all dessen, was Entertainment bedeutet. Mir war klar: Wenn die wollen, dass ich mitspiele – dann bin ich dabei!“

„Jimmy und Tim halten sich an der Seite des computeranimierten Streifenhörnchens recht ordentlich“, scherzt Produzent Josephson. „Wenn man so etwas tun muss, braucht man einen bestimmten Sinn für Humor, was seine Arbeit angeht, und den haben die beiden. Und beide strahlen durch ihre Darstellungen ihre Freude aus.“

Eine weitere der vielen schönen Überraschungen in VERWÜNSCHT ist die Tatsache, dass man die Gelegenheit hat, Tony-Gewinnerin und Broadway-Superstar Idina Menzel auf der Leinwand zu erleben. „Ich bin eine echte New Yorkerin – ebenso wie meine Figur Nancy“, gibt sie zu Protokoll. „Ich glaube, ich kenne sie und kann etwas mit ihr anfangen. Man fühlt sich immer etwas angestrengt, wenn man in New York aufgewachsen ist. Und man muss sich immer wieder daran erinnern, dass irgendwo da draußen Menschen sind, die für ihre Träume und Märchen leben. Dieser Film ist eine wunderschöne Erinnerung daran. Es ist eine wunderbare Kombination der Genres: ein Musical – darin fühle ich mich natürlich am wohlsten –, ein Animationsfilm, ein Märchen, ein Actionfilm und vor allem anderen eine großartige romantische Komödie.“

Ausschlaggebend für Menzel war „der Idealismus dieses Films. Wissen Sie, New York wird so oft als finstere, harte Stadt dargestellt, aber Giselle bringt eine bunte, vibrierende Energie nach New York City. Sogar die Charaktere von mir und Patrick werden von ihrem Idealismus gepackt. Und wir versuchen zwar, der Hoffnung und Verzauberung zu widerstehen, aber wir können es nicht ändern: Wir fühlen etwas Besonderes, und wir lernen von ihr. Nancy ist sehr ambitioniert und motiviert, aber sie ist im Herzen auch eine hoffnungslose Romantikerin. Sie verbirgt das ziemlich gut und gibt sich cooler, als sie ist. Sie will sich das nehmen, was sie kriegen kann – egal, wie moderne Liebe aussieht und sich anfühlt.“

Nach der klassischen Formel – besonders wenn Prinzen und Damen im Spiel sind – bleibt eine Geschichte ohne großartigen Schurken auf der Strecke. Die Filmemacher konnten ihr Glück kaum fassen, als sie die Rolle ihrer grandiosen hartherzigen Königin mit einer Schauspielerin besetzen konnten, die ihre Schönheit stets mit Talent, Herz und Verstand kombiniert: Oscar®-Gewinnerin Susan Sarandon.

Von Sarandons Standpunkt aus „ist der Film sehr originell und gleichzeitig inspirierend, denn Giselle ist – anders als in vielen anderen Märchen – nicht nur eine starke, sondern auch eine sehr weibliche Figur. Ich mag VERWÜNSCHT, weil die Prinzessin hier sehr mutig ist und ihren Prinzen rettet. Kevin und sein Team haben einen neuen Zugang zu diesen großartigen Disney-Figuren gefunden, mit denen wir alle aufgewachsen sind. Schon der ganze Stil des Films ist sehr ungewöhnlich. Ich mag die Tatsache, dass der Anfang handgezeichnet ist. Man begegnet in unserem Geschäft nicht mehr allzu vielen originellen Konzepten, aber dieser Film ist originell!“

„Susan kann alles“, bringt es Regisseur Lima auf den Punkt. „Sie meistert den Übergang von der Trickfilm-Figur zu einer überlebensgroßen Schurkin mit dieser wunderbaren Durchtriebenheit und einem grandiosen Sinn für theatralische Gesten. Sie nimmt das, was die Animationsfigur vorgab –sowohl als Königin als auch als alte Hexe – und überträgt es perfekt in ihre reale Performance. Es macht einfach Spaß, ihr zuzuschauen. Selbst unter all dem Make-up kommt ihre Performance ungefiltert zum Vorschein. Allein durch ihre Augen. Und das ist wunderbar erschreckend.“

„In Susans Bösartigkeit liegt viel Freude und Leidenschaft“, bemerkt Josephson. „Wir können uns glücklich schätzen, dass sie fünf Jahre lang darauf brannte, diesen Part zu spielen. Sie hat sich so engagiert, uns Notizen zum Drehbuch geschickt, sie war stets sehr leidenschaftlich, was dieses Projekt betraf. Und das merkte man vom ersten Tag der Dreharbeiten an. Sie wollte bösartig und ausdrucksstark sein, aber sie ist nicht die typische Schurkin. Susan und Kevin haben einen Weg gefunden, Narissa als einzigartig zu zeigen – als jemanden, den wir so vorher noch nicht gesehen haben.“

Die junge Schauspielerin Rachel Covey schließlich bekam die Rolle als Morgan, die sechsjährige Tochter von Robert. Die jüngste Darstellerin im Ensemble enthüllt: „Morgan sollte sechs Jahre alt sein. Aber ich habe keinem verraten, dass ich schon acht war, als wir gedreht haben! Sie ist total süß, und darum habe ich sie so gern gespielt. Sie ist mir nämlich sehr ähnlich.“

Die Filmemacher wollten – neben der Tatsache, dass die Figuren von VERWÜNSCHT viele Qualitäten mit ihren Disney-Vorbildern teilen sollten – im Drehbuch zahlreiche Standards des Genres aufgreifen und parodieren. „Schon sehr früh haben wir uns entschieden, dass das Drehbuch auf die traditionellen Disney-Filme verweisen sollte, und wir haben die Reise unserer Figuren mit etlichen Ideen und Charakteren aus Klassikern wie SNOW WHITE AND THE SEVEN DWARFS („Schneewittchen und die sieben Zwerge“, 1937), CINDERELLA („Aschenputtel“, 1950) und SLEEPING BEAUTY („Dornröschen“, 1959) gepflastert“, erläutert Lima. „Also haben wir nach Wegen gesucht, Dinge wie den gläsernen Schuh in den Film einzubauen oder den vergifteten Apfel – besonders den Moment, in dem die Prinzessin hineinbeißt, der Apfel zu Boden fällt und man den Arm der Figur kraftlos herunterfallen und den Apfel davonrollen sieht. Wir haben das unsere ,Prinzessinnen-Momente‘ genannt – und es gibt ziemlich viele davon, die wir in dem ganzen Film mehr oder weniger versteckt haben.“

„Danach wollten wir noch einen Schritt weiter gehen“, fährt Lima fort. „Also haben wir die Frauen kontaktiert, die in Disney-Filmen die Prinzessinnen gesprochen haben, und wir haben viele davon im Film untergebracht.“

Jodi Benson, die Stimme von THE LITTLE MERMAID („Arielle die Meerjungfrau“, 1989) taucht zum Beispiel als Roberts Assistentin Sam auf. Paige O’Hara, Belle aus BEAUTY AND THE BEAST („Die Schöne und das Biest“, 1991) spielt Trish, eine Schauspielerin in einer Soap-Opera. Und Judy Kuhn spielt eine Frau mit Kindern, für die Prinz Edward leider zu spät kommt.

Darüber hinaus verneigt sich das Skript von VERWÜNSCHT verbal und visuell im Großen und Kleinen vor dem Disney-Studio und seinem Vermächtnis: Roberts Mandanten tragen den Namen Banks, wie die Familie in MARY POPPINS („Mary Poppins“, 1964), in einer Szene spiegelt sich Giselles Gesicht in Seifenblasen wider, so wie bereits in CINDERELLA gesehen, Königin Narissa erscheint in Wasserflaschen oder einem Suppentopf, das kennen wir durch den Zauberspiegel in SNOW WHITE, Giselle begegnet einem sehr kleinen, sehr wütenden Geschäftsmann, den sie versehentlich mit „Grumpy“, also „Brummbär“, der Name eines der sieben Zwerge, anspricht - dies sind nur ein paar wenige der Anspielungen, durch die VERWÜNSCHT Disney seinen Respekt erweist. „Das Schöne daran ist, dass es gar nichts ausmacht, wenn man all dies nicht bemerkt“, sagt Chase. „Es schenkt aber allen, die mit Disney aufgewachsen sind, ein großes Lächeln.“

Und was würde eine hoffnungslos fröhliche Beinahe-Prinzessin (sowohl in gezeichneter als auch in realer Form) ohne einen Begleiter tun – vorzugsweise einer telegenen und amüsanten kleinen Kreatur? Aus dieser Frage erwuchs der Auftritt eines lebhaften Streifenhörnchens namens Pip.

„Ich liebe Pip, denn er entspringt einer jener seltenen Ideen, die ich einfangen konnte, als sie in meinem Kopf aufgetaucht sind“, erklärt Kevin Lima den plappernden kleinen Nager. „Ich erinnere mich daran, dass ich am Set für alle immer Pip spielte, der sagte, was er sagen sollte, und dass ich mich so bewegte, wie er sich bewegen sollte. Das sah dann ungefähr so aus, dass ich rief: ,Und dann springt er auf die Tasse! Und er schaut dich an und sagt: QUIIEK!‘ Die Crew schaute mich an, als hätte ich sie nicht mehr alle.“

„Ich hatte von Anfang an eine klare Vorstellung davon, wie Pip sein sollte“, fährt Lima fort. „Als wir ihn per Computeranimation zum Leben erweckten, hat das meine Erwartungen weit übertroffen. Er ist einfach großartig. Ich liebe die Tatsache, dass wir eine Figur geschaffen haben, die eine tolle Performance abliefert, ohne überhaupt zu sprechen. Man weiß genau, was in Pip vorgeht, wenn er die Schultern oder den Kopf hängen lässt, sich an den Kopf fasst oder wenn sich sein Gesichtsausdruck ändert. Es ist eine Verbeugung vor allen Animatoren, dass Pips Performance so bodenständig und wahrhaftig ist. Das ist die Kunst der Animation in ihrer reinsten Form.“

Der Regisseur ist darüber hinaus stolz darauf, dass Pip die meiste Zeit des Films stumm bleiben muss. Im Gegensatz zu den Gefährten in anderen Filmen, die mit den Stimmen von sehr witzigen, manchmal sogar sehr berühmten Schauspielern gesegnet sind, darf er meist nur quieken - eine Artikulation, die von Lima selbst beigesteuert wurde.

„Das basiert mehr auf purer Notwendigkeit als auf allem anderen“, gibt Lima zu. „Als wir die realen Szenen mit Pip zusammenfügten, schnitten wir auch die Dialoge mit hinein. Und wir merkten, dass wir neben den reinen Zeichnungen ein bisschen mehr Attitüde brauchten. Also nahm ich dafür einen verkratzten Dialog auf. Und es stellte sich heraus, dass dies alle ziemlich lustig fanden und es mochten, also blieb es dabei.“


Erster Halt: Andalasien!


In der Realität des Filmemachens brauchen gezeichnete Bilder mehr Zeit als gefilmte. Und da auch für VERWÜNSCHT für die handgezeichnete Animation mehr Zeit veranschlagt wurde als für die reinen Dreharbeiten, begann man mit den animierten Teilen des Films (die insgesamt rund zehn Minuten ausmachen) gut neun Monate, bevor die Kameras anfingen zu surren.

„Einer der Gründe, warum ich dabei unbedingt mit James Baxter zusammen- arbeiten wollte, war seine Geschichte in der Firma“, erläutert der Regisseur. Baxter spielte bei fünf Spielfilmen und einem Kurzfilm von Disney eine Schlüsselrolle als Animator. „James weiß genau, worum es geht, wenn man ein Disney-Zeichner ist. Und er kennt sich mit den ikonischen Ideen aus. Außerdem ist er ein fantastischer Schauspieler mit seinem Bleistift, der einer Figur schon auf dem Papier Leben einhauchen kann. Wir haben zusammen mit dem Design-Prozess der Figuren angefangen – die Storyboards waren schon fast fertig, als er mit an Bord kam.“

Die Sammlung von „Development Art“ – Bilder, die von den Animatoren als Referenz für ihre Designs und Zeichnungen genutzt werden – begann ca. ein Jahr vor der ersten Klappe. Es wurde Lima und seinem Team schnell klar, dass ihre Idee, eine Reihe erkennbarer Strukturen aus früheren Zeichentrickfilmen (ein bestimmtes Schloss, ein bestimmtes Haus) im Film unterzubringen, die Kreation eines geschlossenen Designs zu einer wahren Herausforderung machen würde. Und während sich verschiedene Menschen die Köpfe darüber zerbrachen, wie Andalasien wohl aussehen könnte, schälte sich ein gemeinsamer Stil heraus, jene „kondensierte Dosis Disney“, die aus dem Design der Art nouveau besteht –einem Stil aus dekorativer Kunst und Architektur, die zu Beginn des 20. Jahrhunderts populär war, berühmt für ihre fließenden, aus der Natur stammenden Linien. Dieser sanfte, kurvige Stil kontrastierte sehr reizvoll mit den horizontalen und vertikalen Linien von New York City.

Der Schlüssel des Erfolges von VERWÜNSCHT – darüber waren sich alle einig – musste die nahtlose Verbindung von animierter und realer Welt sein. Um dies zu gewährleisten, mussten die Designer von Andalasien und Manhattan sozusagen im Tandem arbeiten. Kevin Lima erklärt: „Amy war schon besetzt, als wir mit den Animationen begannen – also machte sich James daran und gestaltete alle Figuren, und wir fingen an, die handgezeichnete Welt zu erschaffen. Er schloss sich auch laufend mit unserer Kostümdesignerin kurz, um sicherzustellen, dass das, was er zeichnete, auch mit echtem Stoff zu gestalten wäre. Die Kostüme sollten natürlich auch die Individualität unserer Charaktere unterstreichen. Edward sollte zum Beispiel in beiden Welten das gleiche Kostüm tragen. Eine Zeichentrickfigur wechselt typischerweise nie ihre Kleidung, und auf diese Idee haben wir zurückgegriffen. Als die Animation begann, waren alle Rollen besetzt, nur die von Pip nicht, aber das war nicht so wichtig. Wir mussten kein echtes Streifenhörnchen casten, das ihm ähnelt.“

Darüber hinaus wurden Live-Action-Aufnahmen mit den Schauspielern gedreht, die in beiden Welten auftreten (Amy Adams, Susan Sarandon, James Marsden, Timothy Spall und Idina Menzel), die von den Animatoren als Referenz genutzt wurden. So sehen die animierten Versionen der Figuren nicht nur aus wie ihre lebenden Pendants, sie spielen und bewegen sich auch wie ihre Live-Action-Ebenbilder. In den animierten Versionen konnten die Zeichner so das Aussehen und die Manierismen der Schauspieler übernehmen.

Der Animationsregisseur und Disney-Veteran James Baxter, der auch an MADAGASCAR („Madagaskar“, 2005) und SHREK 2 („Shrek 2 – Der tollkühne Held kehrt zurück“, 2004) gearbeitet hatte, stellte ein erstklassiges Team aus traditionellen Animationskünstlern zusammen, um sicherzugehen, dass Andalasien und seine Bewohner herausstechen. Die meisten Animationskünstler sind langjährige Disney-Mitarbeiter. Zeichner Andreas Deja (LILO & STITCH – „Lilo & Stitch“, 2002; FANTASIA 2000 – „Fantasia 2000“, 1999) und Art Director Lisa Keene (ATLANTIS: THE LOST EMPIRE – „Atlantis – Das Geheimnis der verlorenen Stadt“, 2001; THE HUNCHBACK OF NOTRE DAME – „Der Glöckner von Notre Dame“, 1996; THE LION KING – „Der König der Löwen“, 1994) stießen zu Baxters Team, zusammen mit dem Animations-Produzenten Ron Rocha (BEAUTY AND THE BEAST, OLIVER & COMPANY – „Oliver & Co.“, 1988 ), der Animation Production Supervisor Todd Popp (CLIFFORD’S REALLY BIG MOVIE, 2004), der Hintergrund-Zeichner Christopher Vacher (SHARK TALE – „Große Haie – Kleine Fische“, 2004; TREASURE PLANET – „Der Schatzplanet“, 2002), der Layout-Künstler Craig Elliott (CHICKEN LITTLE – „Himmel und Huhn“, 2005; SHARK TALE), der Konzeptberater Troy Quane (OSMOSIS JONES – „Osmosis Jones“, 2001; POCAHONTAS II: JOURNEY TO A NEW WORLD – „Pocahontas 2 – Reise in eine neue Welt“, 1998 ) und der Storyboard-Zeichner Kevin Farrell (HERBIE FULLY LOADED – „Herbie Fully Loaded – Ein toller Käfer startet durch“, 2005; I ROBOT – „I, Robot“, 2004).

„Was mich an VERWÜNSCHT so gereizt hat, war der Sinn für Nostalgie“, sagt Baxter. „Die Idee, dass die klassische Art der Animation real wird und dass wir damit etwas Neues und ungemein Aufregendes erschaffen. Wir stellen neue Charaktere und neue Ideen hinter diesen Charakteren vor, aber gleichzeitig vermitteln diese Charaktere ein bekanntes, warmes, klassisches Gefühl. Ich bin sehr glücklich, dass ich in diese Welt eintreten durfte, und das war an diesem Projekt so aufregend für mich.“


Dreharbeiten in der realen Welt


Giselles Wechsel von Andalasien nach Manhattan war alles andere als leicht. Lima erläutert die Intentionen der Filmemacher in Bezug auf ihren großen Auftritt: „Wir hatten dabei im Sinn, dass wir diese Figur in die absolut schwierigste Situation hineinschleudern mussten, die wir uns vorstellen konnten. In einer frühen Version landete sie im Central Park, aber das war uns zu einfach. Also klettert sie in der endgültigen Fassung aus einem Gully mitten auf dem Times Square.“

Mit genau dieser Szene begann auch die Produktion. Am ersten Tag der Dreharbeiten (Montag, 17. April 2006) fanden sich die über 100 Schauspieler und Crew-Mitglieder von VERWÜNSCHT bei Nacht zusammen, um an einer der bekanntesten Locations der Erde zu filmen – dem glamourösen, elektrisierenden, wimmelnden, chaotischen Times Square in New York City. Hier steigt unsere Märchenprinzessin Giselle mitten auf der 46th Street zwischen Seventh Avenue und Broadway unter den Augen der Passanten in einem enormen weißen Hochzeitskleid aus einem Gully. Überflüssig zu erwähnen, dass dieses Ereignis den Verkehr zum Erliegen brachte -buchstäblich sowie im übertragenen Sinne. Und mehr oder minder genau so ging es dann Tag für Tag weiter.

Für die Frau im Zentrum dieser Ereignisse war es schwer, ihre Begeisterung zu zügeln. Amy Adams sagt: „Ich bin so aufgeregt, weil ich bei VERWÜNSCHT dabei sein darf. Es ist ein richtiges Märchen mit einem modernen Twist. Ich spiele eine Prinzessin, die witzig und verschmitzt ist und ihren eigenen Kopf hat. Welches Mädchen würde das nicht tun wollen?“

Regisseur Lima war ebenso begeistert, aber aus einem anderen Grund: „Aus dem makellosen Märchenland Andalasien bis nach Manhattan – das ist eine 180-Grad-Wendung, die mir als Filmemacher eine wundervolle Bandbreite an Möglichkeiten verschafft“, sagt er. „Manhattan ist für unsere Zeichentrickfiguren, die hier zum Leben erwachen, wie für jeden, der diese magische Stadt zum ersten Mal sieht: Es ist spannend und beängstigend gleichzeitig. Im Film treiben wir das auf die Spitze – wenn unsere Figuren hier ankommen, sind sie schlichtweg zu Tode erschrocken von dieser Welt, die von ihrer eigenen nicht unterschiedlicher sein könnte. Es ist für mich ungefähr so, wie wenn Schneewittchen den Zauberwald betritt. Giselle durchlebt nun all diese Gefühle an einem Ort, der ihr zunächst mal gewaltig Angst macht. Aber dann lernt sie nach und nach diese Welt kennen, und sie kann sich immer besser darauf einstellen. Sie schaut mit großen Augen und mit einer gewissen Naivität auf die Dinge und dabei erkennt sie die Schönheit von Manhattan, die nur ein Besucher beim ersten Mal erkennen kann. Man lebt sein ganzes Leben in einer Stadt und nimmt nach einer Weile die Dinge um sich herum nicht mehr so wahr. Giselle sieht sie, als wären sie ganz neu – mit ihren kindlichen Augen.“

Viele der Schauplätze, die Giselle entdecken wird, zählen zu den bekanntesten, typischsten und romantischsten Orten der Stadt: Times Square, das Woolworth Building, viele Ecken im Central Park, Columbus Circle, die angesagten Viertel Tribeca und Soho und die Brooklyn Bridge (die bei den Dreharbeiten buchstäblich unter dem Kommando der Produktion stand). Darüber hinaus fanden weitere Dreharbeiten in drei hoch modernen Hallen der Steiner Studios in Brooklyn und auf dem Gelände des berühmten Brooklyn Navy Yard statt.

Um den einzigartigen Look von VERWÜNSCHT auch bei der Live-Action-Produktion umsetzen zu können, engagierten die Filmemacher den erfahrenen Produktionsdesigner Stuart Wurtzel. „Ich wollte visuellen Glanz und Romantik in den Film einbringen“, erläutert der seinen Anspruch. „Der Film spielt sowohl mit alten Ikonen der Disney-Welt als auch mit den modernen Ikonen von New York City, und die bringe ich in meiner Interpretation des Skripts zusammen. Wir kombinieren die märchenhaften Elemente und präsentieren sie in einem kunstvollen, blumigen Art-Nouveau-Stil. Und den kontrastieren wir mit den scharfkantigen, geometrischen Formen von New York City. Unterm Strich geht es darum, dass ein unschuldiges junges Mädchen in eine große, bedrohliche Stadt kommt. Sie verwandelt diese Stadt, New York wird weicher – und gleichzeitig verwandelt die Stadt sie in einen realen, ganzheitlichen Menschen. Der Film handelt davon, wie man sich selbst treu bleibt. In der animierten Welt nehmen die Charaktere alles für bare Münze. In der realen Welt muss Giselle zu differenzieren lernen.“

Auch der Beitrag von Kostümdesignerin Mona May für VERWÜNSCHT darf nicht unterschätzt werden. „Das hier ist der Traum eines jeden Designers, denn man darf eine völlig neue Welt gestalten“, erklärt sie. „Wir durften Figuren neu erfinden, die seit langer Zeit im Universum von Disney existieren. Und weil wir die Disney-Klassiker und die Essenz dessen, was Disney ausmacht, neu erfinden, war uns wichtig, dass die Kostüme denen der Animationsteile in all ihrem Glanz und Strahlen entsprechen. Das war eine ziemliche Herausforderung, denn die Animation ist traditionell handgemacht und zweidimensional, und wir mussten dann die Charaktere und ihre Kostüme zum Leben erwecken.“

Um dies zu erreichen, nutzte die Kostümdesignerin viele Schichten und Details für die realen Versionen der Kostüme – viele wunderschöne Details mit eingearbeiteten Schmetterlingen und Blumen – als Ergebnis der theoretischen Kombination des klassischen Stils der Zeichentrickkunst von Disney mit dem Stil der Art nouveau. Um die Unterschiede zwischen Märchen und wahrer Welt hervorzuheben – verspielte Linien einerseits und gerade Linien andererseits – entwickelte sich Giselles Look von feminin, aufgeputzt und aufgeblasen hin zu geschmeidig, mondän und glatt – der einer typischen Frau aus Manhattan. Dies kommt am besten bei dem starken Kontrast zwischen ihrem glitzernden, schmetterlingsverzierten weißen Hochzeitskleid (das sie trägt, als sie in den Brunnen hinabfällt und in New York wieder herauskommt) und dem Kleid, das sie schließlich zu dem großen Ball trägt – einem aus raffiniertem, körperbetontem lavendelfarbnenen Traum.

Susan Sarandons Königin Narissa ist in Kostüme gekleidet, die deutlich überzeugender an die Hauptstädte der Mode erinnern. May erklärt: „Sie sehen sehr verführerisch und sexy aus, aber es gibt auch ein metro-dominantes Element aus Leder in ihrem Kostüm. Es ist purpurfarben und schwarz, mit silbernen Blättern, glänzend und wie mit Emaille gefärbt … seine Silhouette erinnert schon an einen Drachen, und all das deutet auf ihr böses Wesen hin.“

„Für Prinz Edward“, fährt die Kostümdesignerin fort, „designten wir einen Look mit riesigen Ärmeln und Schulterpolstern aus Schaumstoff. Auch in diesem Fall mussten wir die Proportionen einer Zeichentrickfigur auf einen Menschen übertragen, also sind sie bei uns ebenfalls ziemlich groß. Das war wieder eine echte Herausforderung.“

Die Kostümdesignerin gestaltete auch die Verwandlung, der sich Patrick Dempseys Figur im Laufe des Films unterzieht. „Robert durchläuft eine sehr nette Wandlung“, gibt sie zu Protokoll. „Wir lernen ihn als steifen und etwas verschlossenen Kerl in einem grauen Anzug kennen – ein richtiger Anwalt eben. Im Laufe des Films geben wir ihm Szene für Szene ein bisschen mehr Farbe, und wenn er beim Finale im Ballsaal steht, trägt er dieses wunderschöne Fantasy-Outfit, das aus dem Frankreich des 17. Jahrhunderts stammen könnte. Das ist zwar historisch nicht ganz korrekt, sieht aber echt umwerfend aus.“

Die Herausforderung, eine ganze Litanei filmischer Stile mit einer verwirrenden Ansammlung von Techniken zu kombinieren, kulminierte in der Kreation des Finales von VERWÜNSCHT. Da es sich hier um eine fantastische, Disney-typische Reise handelt, musste diese Szene beinahe zwangsläufig bei einem großen Ball stattfinden. „Das ganze Ende des Films – von dem Moment an, als sie den Saal betreten bis zum Ende des Balls – ist eine Ansammlung all dessen, was Disney ausmacht“, sagt der Regisseur Kevin Lima. „Wir haben wirklich versucht, jedes einzelne Element aus allen Höhepunkten der Disney-Filme zu nehmen und in diesem Film unterzubringen. Ich übertreibe nicht, wenn ich Ihnen sage, dass dies ein verdammt schwieriges Unterfangen war.“

„Erstmal sind wir natürlich auf einem Ball mit rund 100 Tänzern und 150 Statisten, die diese Welt bevölkern“, fährt Lima fort. „Das musste alles choreografiert werden, also verbrachten wir zwei Wochen mit Proben, um allein den Tanz drehen zu können. Alle unsere Hauptdarsteller mussten den Tanz lernen. Dann verwandelt sich die Szene in ein gewaltiges Spektakel, in dem viele physikalische Effekte nötig waren – und gleichzeitig mussten die digitalen Effekte mit den physikalischen interagieren. Ich erinnere mich besonders an eine bestimmte Aufnahme, nämlich die Verwandlung von Narissa. Wir mussten diesen einen Moment einen ganzen Tag lang proben, um sicherzugehen, dass auch alles funktioniert und die Schauspieler genau zur richtigen Zeit reagieren. Und einige der Schauspieler werden durch die Ereignisse in dieser Szene rückwärts weggeschleudert. Unsere 150 Statisten mussten reagieren und auf die gleiche Stelle auf der Leinwand schauen, wo wir später Narissa einbauen wollten, die sich verwandelt und zu einer gewaltigen Größe anwächst. Und natürlich spielte die Ausleuchtung auch eine tragende Rolle, weil sie sich in einem Kegel aus Feuer verwandelt.“

Unterm Strich brauchten die Filmemacher für eine fünfminütige Szene über eine Woche reiner Dreharbeiten. Die Schauspieler mussten mit etwas spielen, was gar nicht da war: einem gewaltigen Drachen, der laut Drehbuch diesen Schauspieler greift, jenen Schauspieler beißt und wieder einen anderen die Treppe hinunterstößt. All dies musste innerhalb eines Sets ausgeführt werden, das selbst auf den Zorn des Drachen „reagieren“ sollte.

Um die Reaktion der Menge einheitlich zu belassen, nutzte Lima einen riesigen Kopf aus Styropor, der Narissas Monster doubelte (ähnlich wie ein kleines Drahtgestell mit rotem Ball, das für das computeranimierte Streifenhörnchen Pip stand). Wenn das Monster Robert greift, schwingt es sich empor auf die Spitze des Woolworth Buildings. „Damit haben wir unsere Version der ,DIE SCHÖNE UND DAS BIEST`- und ,SCHNEEWITTCHEN`-Höhepunkte geschaffen“, sagt Lima stolz. „Wir haben an sechs kleinen Sets gefilmt, die, auf der Leinwand dann zusammengesetzt, den Balkon ergeben. Physikalische Spezialeffekte waren mit im Spiel, denn es sollte regnen und blitzen. Und Robert musste in den Klauen des Drachen hängen, also filmten wir ihn in einer Art Takelage. Da hängt also dieser riesige alte Drache an der Hauswand des Woolworth Buildings, hält Patrick Dempsey in seinen Krallen und wird von Giselle und Pip verfolgt, die Patrick retten wollen. Es ist eine großartige Sequenz – vielleicht die komplizierteste, die ich jemals inszenieren musste, aber, Junge, sie ist einfach super!“


Tanz und Gesang von VERWÜNSCHT


VERWÜNSCHT wird beflügelt von der Musik und den Texten der unvergleichlichen Komponisten Alan Menken und Stephen Schwartz. „Ich kam schon vor Jahren zum ersten Mal mit dem Film in Berührung“, erinnert sich Menken. „Damals befand er sich in einem frühen Entwicklungsstadium. Ernst wurde es für mich dann im Herbst 2006. Ich nahm mit Stephen unsere frühere Zusammenarbeit wieder auf, und für uns beide war es eine großartige Möglichkeit, wieder einmal zusammen Musik zu schreiben.“

„Alan rief mich an und fragte, ob ich Interesse hätte, die Texte für dieses Projekt zu schreiben“, ergänzt Schwartz. „Ich las das Drehbuch, und mir gefiel es auf Anhieb. Dann traf ich mich mit Kevin Lima und Chris Chase. Alles griff ineinander, und ich konnte mich glücklich schätzen, hier mit an Bord zu kommen, auch wenn es schon relativ spät war.“

Die langjährigen Partner und Oscar®-Gewinner haben stets klare Vorstellungen davon, was sie von einem Projekt erwarten. Menken, der den Score und fünf Songs für VERWÜNSCHT beisteuerte, erläutert: „Erstmal sucht man nach einer Geschichte, in der die Musik eine Schlüsselrolle spielen kann. Die muss einen Stil haben, der es den Charakteren erlaubt, zu singen, und das ist der Fall, wenn ein Film in einer verzauberten Zeichentrickwelt beginnt und dann seinen Weg in die reale Welt findet. Das war eine der besten Möglichkeiten für einen Film-Score, die ich mir vorstellen konnte, denn er kann sich auf die Magie der Animation stützen und sich dann im gleichen Atemzug in Richtung zeitgenössische Musik bewegen.“

„Das größte Problem von Live-Action-Musicals ist die Rechtfertigung dafür,dass die Charaktere innerhalb realer Sets und realer Situationen auf einmal anfangen zu singen und zu tanzen“, gibt Schwartz zu bedenken. „Das Großartige bei VERWÜNSCHT war, dass das Konzept des Films bereits den Figuren erlaubte, zu singen, und zwar auf eine Weise, die im Plot der Geschichte schon fest eingebaut war.“

Unter den neuen Songs sind drei, die sich besonders gut in dieses Konzept einfügten: „Das Flotte Aufräumlied“ zeigt uns, wie Giselle ihre Fähigkeit, die Tiere um Hilfe zu bitten, nutzt, um Roberts Apartment auf Vordermann zu bringen; „Wie Zeigst Du Deine Liebe?“ verwandelt New York in eine riesige Bühne, als Giselle Robert ihr Ideal der wahren Liebe erklärt und dafür in einer großartigen „Rattenfänger von Hameln“-Manier mehr als 150 Tänzer und Sänger bezaubert, die in dieser mitreißenden Nummer buchstäblich den Central Park übernehmen; und „So Nah“, im Original gesungen von dem Sänger Jon McLaughlin, spiegelt Giselles innere, emotionale Reise wider. Es hat eine große Symbolkraft, dass sie dieses Lied nicht selbst singt, denn sie hat sich von einer animierten Figur zu einer emotional gereiften Frau aus Fleisch und Blut entwickelt – und wie fast alle realen Menschen in unserer Welt fängt sie nicht mehr aus heiterem Himmel an zu singen.

Ebenso wie für die anderen Filmemacher waren auch für Menken und Schwartz die Disney-Klassiker von großem Einfluss. „Wir haben versucht, das Publikum mit in die Ära von SCHNEEWITTCHEN und CINDERELLA zurückzunehmen, zurück zu den frühesten Zeiten der Animation“, sagt Menken.

„Es machte uns unglaublichen Spaß, einerseits den großen Disney-Klassikern unseren Tribut zu zollen und sie andererseits liebevoll ein bisschen zu veräppeln“, bemerkt Schwartz. „Wir haben uns an ein paar Stellen auch über uns selbst lustig gemacht. Wir waren ein bisschen respektlos, und wir hatten definitiv unseren Spaß dabei, aber wir lieben dieses Genre aus tiefstem Herzen. Und unsere Arbeit hat uns auf allen Ebenen große Freude bereitet.“

Für Lima wurde dank der Zusammenarbeit mit dem musikalischen Duo ein Traum wahr. „Ich fühle mich wirklich gesegnet, dass ich die Möglichkeit hatte, mit Alan und Stephen zu arbeiten“, sagt er. „Sie brachten das perfekte Rüstzeug mit, um das musikalische Herz von VERWÜNSCHT zum Leben zu erwecken – niemand anders wäre dazu in der Lage gewesen. Ich habe die beiden mein ganzes Leben lang bewundert, und wenn man mit so jemandem an so einem besonderen Film arbeiten kann, ist das eine reine Freude.“ Sein ausführender Produzent Chase ergänzt: „Alan und Stephen sind das perfekte Beispiel dafür, dass man mit großartigen Talenten auch die größten Herausforderungen meistern kann. Niemand versteht diese Art von Musicals besser als die beiden.“

Der Regisseur begann rund neun Monate vor den Dreharbeiten mit den Partnern zu arbeiten. „Die Songs schlagen einen Weg ein, der all das reflektiert, was Giselle als Person durchlebt“, kommentiert Lima. „In der Zeichentrickwelt fängt sie an zu singen, und es interessiert niemanden. Die Tiere singen sogar mit – als wäre das die normalste Sache der Welt. Aber nachdem sie in der realen Welt angekommen ist, findet sie heraus, dass es dort keinen Soundtrack gibt. Sie muss an diesem Ort ihren Soundtrack sozusagen selbst schaffen. Und als sie am Ende schließlich richtig menschlich geworden ist, verlässt der Song ihre Kehle, und im Finale des Films wird das Lied von jemandem auf einer Bühne gesungen und wird so zu einem Voice-over-Song. Alan und Stephen haben fünf Stücke geschrieben, die ihren Charakter absolut perfekt wiedergeben.“

Für den Produzenten Barry Josephson war die Einbeziehung dieser Musikstücke die wahre Magie im Herzen von VERWÜNSCHT. „Ich glaube, als ich das erste Mal das Rohmaterial der Musical-Szenen sah und wie sie zusammengeschnitten waren, war dies für mich ein Schlüsselmoment“, erinnert er sich. „Ich hatte von Anfang an das Gefühl, dass sich Amy – die perfekt in dieser Rolle ist, wenn sie mit den Tieren spricht, mit den anderen Schauspielern spielt – absolut wohl fühlt. Aber als all die Elemente zusammengefügt waren, wusste ich: Wow, das funktioniert! Es ist die Kombination all dieser Dinge – das Skript, die Regie, die Darsteller, das Design, die Effekte und die Musik –, die mich absolut überwältigt hat. Und diese wunderbaren musikalischen Stücke, die echte Emotionen hervorrufen und auf jeden überspringen - reine Freude und Leidenschaft! Alan und ich haben die Dreharbeiten von , Wie Zeigst Du Deine Liebe?‘ im Central Park beobachtet, und wir waren begeistert. Es fügte sich alles wunderbar zusammen.“

Ein großer Teil dieser Freude ergab sich aus der Tatsache, dass die Filmemacher nicht wirklich darauf vorbereitet waren, ein so hohes musikalisches Niveau zu erreichen – obwohl sie sich im Klaren darüber waren, dass Amy Adams und James Marsden sehr wohl singen können. Adams hatte im Laufe ihrer Karriere immer wieder in Theater-Musicals gespielt, und Marsden hat in der Highschool viel Zeit im Schulchor verbracht und außerdem leidenschaftlich gerne Sinatra und andere große Schlagersänger gehört. Ihr melodischer Gesang wurde von dem Vocal Coach John Deaver noch etwas aufpoliert, der mit dem Prinzen und der Prinzessin an ihrer Stimmbildung arbeitete. „Wir haben Jimmy und Amy als Schauspieler engagiert, und als wir herausfanden, dass die beiden auch noch sehr gut singen können, war das für uns wie ein Geschenk des Himmels“, bringt es Chris Chase auf den Punkt.

Aber was wären diese großen musikalischen Nummern ohne Tanzeinlagen? Für den Choreografen John „Cha-Cha“ O’Connell, der für MOULIN ROUGE („Moulin Rouge“, 2001) mit dem American Choreography for Film Award ausgezeichnet wurde, war VERWÜNSCHT die Gelegenheit, mal etwas komplett anderes zu tun als alles, was er bisher getan hatte. „Die Szenen im Central Park waren sehr schwierig, denn dabei hatte ich es mit einer unglaublichen Bandbreite verschiedenster Talente zu tun“, erinnert er sich. „Es ist eigentlich die Nummer von Giselle – sie hat auf die Menschen diesen “Rattenfänger“-Effekt, wenn sie durch den Park hüpft und ihre Geschichte erzählt, wobei die Leute in Gruppen zusammenstehen, wenn sie singt und tanzt. Wir haben alle möglichen Typen: Turner, Stelzenläufer, Rollerblader, authentisch-bayerische Schuhplattler, Broadway-Tänzer, Kinder und sogar eine Bauchtänzerin – ein großartiger Mix. Das alles endet in einer gewaltigen, universellen, vielseitigen Nummer. Und dann ist da die Ball-Szene – das mitreißende und sehr, sehr romantische Finale des Films. Ich habe mir alle Disney-Zeichentrickfilme angesehen, um ein Gefühl dafür zu bekommen, welche Art von Walzer da getanzt wird. Ich habe mir DIE SCHÖNE UND DAS BIEST, CINDERELLA und DORNRÖSCHEN angesehen. Sie alle haben fantastische Tanzszenen. Und zusammen mit unserer tollen Musik haben wir unsere ganz eigene Choreografie entwickelt, die sich an diese Klassiker anlehnt.“

„Amy Adams und Idina Menzel kommen beide vom musikalischen Theater, also waren ihre Fähigkeiten beim Tanzen ein absoluter Glücksfall für mich“, fährt O’Connell fort. „Sie fühlten sich wohl dabei wie ein Fisch im Wasser. Patrick hat ein bisschen getanzt, als er Anfang, Mitte zwanzig war. Und Jimmy Marsden hatte fast keine Erfahrung, aber mittlerweile ist er als Walzertänzer fast preisverdächtig. Man baut auf dem auf, was die Schauspieler bereits können. Und weil sie eben Schauspieler sind, wissen sie genau, wie sie es verkaufen können – das ist sehr wichtig und schon mal die halbe Miete.“

Für Kevin Lima war die Gelegenheit, einen neuen Zugang zu einer klassischen Disney-Fabel zu finden, der Reise seiner Hauptfigur Giselle, die sich in zwei Welten erstreckt, nicht unähnlich – allerdings musste der Regisseur die Welt seiner Kindheit vom Standpunkt eines erwachsenen Filmemachers aus neu erfinden.

Dennoch ist es die Liebe zu all dem, was Disney ausmacht, was den Regisseur bei der Reise von VERWÜNSCHT letztlich angetrieben hat. „Ich glaube, es ist so wie bei MARY POPPINS, als der Film herauskam: Er erinnert uns daran, was man an Disney-Zeichentrickfilmen liebt, und er überträgt dies dann in eine reale Welt“, sagt er. „Unser Film leistet das Gleiche: Er nimmt all diese Bildideen und stellt sie in einen neuen Kontext. Das ist es, was eine solche Freude daran macht – das Gefühl der Entdeckung, das man als Zuschauer hat, wenn man hinsieht und denkt: Oh, jetzt machen sie also dies!“

„Obwohl wir Ähnliches tun wie Walt Disney seinerzeit mit MARY POPPINS, fühlt es sich für mich an, als seien wir Pioniere“, schließt Lima. „Wir arbeiten mit unserer Technologie und den Möglichkeiten des modernen Geschichtenerzählens, und gleichzeitig sind wir in der Lage, etwas Reines und Wunderschönes zu schaffen. Es klingt vielleicht kokett, aber der Welt fehlen diese Dinge hin und wieder. Der Begriff der wahren Liebe, ein Stück Naivität und der Glaube, dass man nicht unbedingt ein Zyniker sein muss, wenn man in der heutigen Welt lebt - es ist wichtig, dass man immer wieder daran erinnert wird. Und genau das ist es, was uns Walt Disney mit jedem einzelnen seiner Filme gesagt hat.“




Hätten Sie’s erkannt?


VERWÜNSCHT ist eine Hommage an die großen Meisterwerke von Walt Disney und voller Anspielungen. An dieser Stelle verraten wir Ihnen, in welcher Szene welcher Disney-Klassiker zitiert wird – vom Vor- bis zum Abspann.

Ein Geschichtsbuch öffnet sich – der Erzähler beginnt mit der Geschichte.

- Bücher öffnen sich im Vorspann vieler Disney-Klassiker. Das Pop-up-Buch ist eine moderne Variante der Eröffnungsszenen von SCHNEEWITTCHEN UND DIE SIEBEN ZWERGE, CINDERELLA und DORNRÖSCHEN.

Die Tiere helfen Giselle, ihre Statue zu modellieren. Sie fängt an zu singen.

- Giselle ist eine Kombination aus Schneewittchen, Cinderella, Aurora, Arielle und Belle. Ihre Lebenseinstellung kommt der von Schneewittchen am nächsten.

- Tierische Freunde sind die Gefährten etlicher klassischer Disney-Prinzessinnen: in SCHNEEWITTCHEN UND DIE SIEBEN ZWERGE, CINDERELLA und DORNRÖSCHEN.

- Das Lied von Giselle ist im Stil klassischer Disney-Songs wie „I’m Wishing“ aus SCHNEEWITTCHEN UND DIE SIEBEN ZWERGE, „A Dream is a Wish Your Heart Makes“ aus CINDERELLA und „Once Upon a Dream“ aus DORNRÖSCHEN geschrieben.
- Giselle ruft die Tiere des Waldes zu Hilfe – auf gleiche Art wie Schneewittchen.

- Die Tiere helfen Giselle, ihren Traumprinzen zu modellieren – ähnlich wie die Tiere in SCHNEEWITTCHEN UND DIE SIEBEN ZWERGE, CINDERELLA und DORNRÖSCHEN das Haus säubern oder andere Aufgaben erledigen.

Prinz Edward und Nathaniel jagen einen Troll. Edward singt und hört später den Gesang von Giselle.

- Der Troll trägt Erinnerungsstücke an die Kleidung der Disney-Zeichentrick-Prinzessinnen Schneewittchen, Belle, Dornröschen und Cinderella an seinem Lendenschurz. Außerdem trägt er die Muscheln von Arielle als Ohrschmuck.

- Prinz Edward ist eine Kombination aus Prinz Charming, Prinz Philip, dem Prinz aus CINDERELLA und Prinz Eric aus ARIELLE DIE MEERJUNGFRAU.

- Edward tanzt mit Nathaniel, ähnlich wie Prinz Philip mit seinem Vater, König Hubert, in DORNRÖSCHEN.

Giselle und Pip unterhalten sich. Der Troll taucht auf und versucht, sich Giselle zu schnappen. Pip versucht, den Troll in die Flucht zu schlagen. Nach der gelungenen Rettungsaktion fällt Giselle Edward in die Arme. Die beiden reiten singend Richtung Sonnenuntergang.

- Man sieht die Glasglocke mit der Rose aus DORNRÖSCHEN, als die Kamera auf Giselle und Pip am Fenster schwenkt.

- Der Troll stößt den typischen Schrei von Goofy aus, als er ins nächste Königreich geschleudert wird.

- Giselle und Edward reiten in Richtung Sonnenuntergang, so wie Schneewittchen und ihr Prinz in SCHNEEWITTCHEN UND DIE SIEBEN ZWERGE.

Narissa beobachtet die Szene in ihrem Brunnen, bekommt einen Wutanfall und zerschlägt ihre Kristallkugel.

- Königin Narissa verwandelt sich in einen riesigen Drachen – so wie Malefiz in DORNRÖSCHEN.

Giselle kommt am Tag der Hochzeit im Schloss an. Nathaniel verschließt das Tor vor Pip und den anderen Tieren. Giselle schreitet zur Trauung, trifft aber vorher die alte Hexe, die sie zu dem verwunschenen Brunnen führt. Sie stößt Giselle in den Brunnen und verwandelt sich in Königin Narissa.

- Giselle fährt in einer Kutsche, die sehr an die Kürbiskutsche aus CINDERELLA erinnert.

- Offensichtlich haben die Tiere so wie in CINDERELLA das Hochzeitskleid der Prinzessin geschneidert.

- Die alte Hexe ist eine direkte Referenz an die alte Hexe aus SCHNEEWITTCHEN UND DIE SIEBEN ZWERGE.

- Der verwunschene Brunnen ist eine Anspielung auf den Brunnen in SCHNEEWITTCHEN UND DIE SIEBEN ZWERGE.

- Ebenso wie in SCHNEEWITTCHEN UND DIE SIEBEN ZWERGE ist auch hier die alte Hexe eigentlich die böse Stiefmutter.

Giselle klettert in New York aus dem Gully, schaut sich staunend am Times Square um – und rennt schließlich davon.

- Der Times Square ist voller Anspielungen auf Disney oder die Beteiligten von VERWÜNSCHT: Man sieht ein Poster von „Tarzan –The Broadway Musical“, das nach TARZAN von dem VERWÜNSCHT-Regisseur Kevin Lima entstanden ist. Außerdem hängt dort ein Poster des Broadway-Hits „Wicked“, für den Stephen Schwartz Musik und Texte geschrieben hat und in dem Idina Menzel die Original-Elphaba spielte.
Wir gestehen: All diese Poster wurden nicht absichtlich angebracht – sie hingen zufällig dort am Tag der Dreharbeiten.

Robert spricht in der Anwaltskanzlei Churchill, Harline and Smith mit seinen Klienten, dem Ehepaar Banks.

- Der Nachname der Scheidungskandidaten ist Banks – so wie der des zerstrittenen Ehepaares in MARY POPPINS.

- Der Name der Anwaltskanzlei geht auf die Songschreiber von SCHNEEWITTCHEN UND DIE SIEBEN ZWERGE zurück: Frank Churchill, Leigh Harline und Paul J. Smith.

- Roberts Assistentin Sam ist nach Samson, dem treuen Gefährten von Prinz Philip in DORNRÖSCHEN, benannt.

- Sam wird von Jodi Benson gespielt, der Singstimme von Arielle aus ARIELLE DIE MEERJUNGFRAU.

Giselle und die Tiere sind bei der Arbeit – Giselle singt „Das Flotte Aufräumlied“. Danach geht sie ins Badezimmer und duscht. Vögel bringen ihr ein Handtuch.

- Der Song ist eine Hommage an „Whistle While You Work“ aus SCHNEEWITTCHEN UND DIE SIEBEN ZWERGE und beinhaltet etliche Referenzen an andere Disney-Filme.

- Die Vögel verwandeln Giselles Kleid in eine Schürze. In CINDERELLA legen die Vögel Cinderella ebenfalls eine Schürze an.

- Auch die Blasen mit dem Spiegelbild von Giselle sind ein Zitat aus CINDERELLA.

- Fliegen wringen ein feuchtes Tischtuch aus, das Wasser abgibt, ähnlich wie die Vögel in CINDERELLA, die dort einen Schwamm auswringen.

- Die Tiere erledigen den Abwasch, ebenfalls wie in CINDERELLA.

- Das Ende des Liedes ähnelt denen der Songs „Under the Sea“ aus ARIELLE DIE MEERJUNGFRAU und „Be Our Guest“ aus DIE SCHÖNE UND DAS BIEST.

- Tauben hüllen Giselle in ein Handtuch, ganz ähnlich wie die Vögel, die in CINDERELLA die Heldin bekleiden.

- Giselle schneidert sich ein Kleid aus einem Vorhang, ganz so wie die Tiere für Cinderella ein Ballkleid aus diversen Haushaltsgegenständen schneidern.

Edward und Pip klettern aus dem Gullydeckel am Times Square. Sie springen auf das Dach eines Busses, wo Edward mit seinem Schwert herumfuchtelt.

- Hinter Edward sieht man ein Plakat von HAIRSPRAY. James Marsden spielt in der Filmversion von HAIRSPRAY eine Hauptrolle.

- Die Frau mit der Tüte Vogelfutter im Bus ist eine Hommage an die Vogelfrau in MARY POPPINS. Sie erscheint später noch einmal und füttert die Vögel im Central Park.

- Die Frisur der Busfahrerin ist in Micky-Maus-Form geschnitten.

- Am Times Square sieht man Musical-Plakate von DIE SCHÖNE UND DAS BIEST und TARZAN.

- Ebenfalls zu sehen: ein Poster des Films SUPERMAN RETURNS („Superman Returns“, 2006), in dem James Marsden den Verlobten von Lois Lane spielt.

Im Büro von Robert spricht Sam davon, dass die Banks auf Robert warten. Sie stehen dabei vor einem Aquarium, aus dem Giselle einen Schluck trinkt und einen kleinen Fisch ausspuckt.

- Das Aquarium ist eine Anspielung auf ARIELLE DIE MEERJUNGFRAU.

Das Bild von Narissa erscheint Nathaniel in einem Topf Hühnersuppe. Sie befiehlt ihm, Giselle mit vergifteten Äpfeln umzubringen.

- Die vergifteten Äpfel stammen direkt aus SCHNEEWITTCHEN UND DIE SIEBEN ZWERGE.

Giselle befindet sich immer noch im Büro von Robert, als dieser sich mit Phoebe und Ethan Banks trifft.

- Das Lied „Part of Your World“ aus ARIELLE DIE MEERJUNGFRAU ertönt aus den Lautsprechern, als Giselle die Fische im Aquarium beobachtet.

Robert und Giselle gehen im Central Park spazieren und essen Hot Dogs. Nathaniel taucht auf und überreicht Giselle – als Süßwarenverkäufer getarnt – einen vergifteten kandierten Apfel.

- Der kandierte Apfel in Form eines Totenschädels basiert auf dem frisch vergifteten Apfel aus SCHNEEWITTCHEN UND DIE SIEBEN ZWERGE.

Beim Song „Wie Zeigst Du Deine Liebe?“ verwandelt sich der Central Park in eine Musical-Bühne. Eine Steeldrum-Band und andere Musiker beginnen zu spielen, die Parkbesucher tanzen und singen mit.

- Beim Tanz der Senioren sehen wir einen alten Herrn in einem gelben Jackett – er tanzt wie der Kaminkehrer aus MARY POPPINS.

- „Rapunzel“ wird in einer Ecke des Parks aufgeführt – ein Hinweis auf den kommenden Disney-Animationsfilm RAPUNZEL (2009).

- Bei der RAPUNZEL-Aufführung ähneln einige der Bäume denen aus DORNRÖSCHEN.

Prinz Edward schaut in einem Hotelzimmer fern. Er bezeichnet den Fernseher als „Zauberspiegel“ und verfolgt interessiert eine Soap-Opera.

- „Zauberspiegel“ ist eine Anspielung auf den Spiegel, zu dem die Königin in SCHNEEWITTCHEN UND DIE SIEBEN ZWERGE spricht.

- Die Hauptdarstellerin in der Soap-Opera ist Paige O’Hara, die Stimme von Belle in DIE SCHÖNE UND DAS BIEST. Ihr Name in der Serie ist Angela, benannt nach Angela Lansbury, die in DIE SCHÖNE UND DAS BIEST Mrs. Potts sprach.

- Der männliche Held der Soap-Opera heißt Jerry – nach Jerry Orbach, dem Sprecher von Lumière in DIE SCHÖNE UND DAS BIEST.

- Angelas Affäre, von der in der Serie gesprochen wird, heißt Ogden – nach David Ogden Stiers, der Stimme von Cogsworth aus DIE SCHÖNE UND DAS BIEST.

- Die Musik, die die Serie untermalt, ist der Song „Beauty and the Beast“.

- Die ganze Szene mutet an wie die Bandagen-Szene aus DIE SCHÖNE UND DAS BIEST. Es schneit sogar auch.

- Ein anderes Programm: Zu sehen sind Edgar Bergan und Mortimer Snerd aus der Disney-Kompilation „Fun and Fancy Free“.

Robert, Giselle und Morgan essen im italienischen Restaurant „Bella Notte“. Nathaniel versucht, Giselle erneut zu vergiften. Diesmal mit einem präparierten Drink: dem Apfel-Martini.

- Das Restaurant „Bella Notte“ ist benannt nach dem Song aus SUSI UND STROLCH (1955).

- Der Apfel-Martini ist eine moderne Variante des klassischen vergifteten Apfels.

Edward zappt immer noch durch die TV-Programme. Er erwischt eine Nachrichten-Sendung, in der ihm eine Reporterin den Aufenthaltsort von Giselle verrät.

- Die Reporterin heißt Mary Ilene Caselotti, benannt nach drei Disney-Sprecherinnen: Mary Costa (DORNRÖSCHEN), Ilene Woods (CINDERELLA) und Adriana Caselotti (SCHNEEWITTCHEN UND DIE SIEBEN ZWERGE).

Giselle erzählt Morgan eine Geschichte. Derweil sucht Prinz Edward in dem Gebäude verzweifelt nach der richtigen Wohnung. Er trifft auf eine Mutter, einen alten Asiaten und einen dicken Mann.

- Im Zimmer von Morgan sieht man zu Beginn der Szene eine Puppe von Belle, die eine Sonnenbrille trägt.

- Die schwangere Mutter, der Edward begegnet, ist Judy Kuhn – die Singstimme von POCAHONTAS (1995).

Morgan und Giselle gehen shoppen. Narissa kommt in New York an.

- Die Kostümdesignerin Mona May spielt die erste Verkäuferin.

- Produzent Barry Josephson ist der Ladenbesitzer, der Giselle ihre vergessene Tasche hinterherbringt.

- Regisseur Kevin Lima steht links hinten in der Gruppe von Menschen, die sich erschrocken umdrehen, als bei der Ankunft von Narissa der Gullydeckel in die Luft geschleudert wird.

Der große Ball. Nancy und Robert tanzen, und Giselle beobachtet die beiden. Man stellt sich vor, und Edward fordert Nancy zum Tanz auf. Das gibt Robert die Gelegenheit, mit Giselle zu tanzen.

- Giselle und Robert haben einen Blickkontakt wie Cinderella und Prinz Charming, als Cinderella auf dem Ball auftaucht.

- Der Moment und der Song „So Nah“ ähneln der Szene aus DIE SCHÖNE UND DAS BIEST, die von dem Lied „Beauty and the Beast“ untermalt wird: Auch hier wird der Song von einem Beobachter und nicht von einer der Hauptfiguren gesungen.

- Während des Liedes gibt es eine Kamerafahrt, die direkt aus der großen Ballszene aus DIE SCHÖNE UND DAS BIEST entlehnt ist.

- Wie in CINDERELLA scheint die Welt um Robert und Giselle herum zu verschwinden. Walt Disney und seine Künstler hatten die Storyboards für einen Tanz in den Sternen gezeichnet, der in SCHNEEWITTCHEN UND DIE SIEBEN ZWERGE und CINDERELLA Verwendung finden sollte, es aber in keinen der beiden Filme schaffte. Der Tanz unserer beiden Liebenden unter dem magischen Glitter ist eine Hommage an diese Idee.

Giselle schaut zu, wie sich Robert und Nancy küssen. Die alte Hexe tritt auf und überreicht ihr einen Apfel, der ihr Vergessen schenken soll. Giselle beißt in den Apfel – und fällt zu Boden.

- Die alte Hexe bietet Giselle erneut einen vergifteten Apfel an: siehe SCHNEEWITTCHEN UND DIE SIEBEN ZWERGE.

- Die Aufnahme, in der der Apfel aus Giselles Hand rollt, stammt ebenfalls aus SCHNEEWITTCHEN UND DIE SIEBEN ZWERGE.

- Giselle wird auf eine Bahre gelegt, so wie die Heldinnen in DORNRÖSCHEN und SCHNEEWITTCHEN UND DIE SIEBEN ZWERGE.

Das Finale: Nur „der wahren Liebe Kuss“ bevor die Uhr Mitternacht schlägt kann Giselle retten. Die Ereignisse überschlagen sich, aber am Ende erweckt Robert Giselle mit seinem Kuss wieder zum Leben. Narissa tobt – und verwandelt sich in einen riesigen Drachen. Giselle ergreift das Schwert von Edward, verliert dabei einen Schuh und kämpft heldenhaft gegen das Monster.

- Ein Kuss soll Giselle retten – dieses Motiv stammt aus SCHNEEWITTCHEN UND DIE SIEBEN ZWERGE und DORNRÖSCHEN.

- Die Uhr schlägt Mitternacht: Das kennen wir aus CINDERELLA.

- Die Nahaufnahme der schlafenden Giselle ähnelt frappierend der der schlafenden Aurora in DORNRÖSCHEN.

- Narissa verwandelt sich in den Drachen, genauso wie Malefiz in DORNRÖSCHEN.

- Giselle zieht das Schwert mit einem Schwung aus dem Boden und beweist damit, dass sie von königlicher Abstammung ist – eine Referenz an THE SWORD IN THE STONE („Die Hexe und der Zauberer“, 1963).

- Giselle verliert ihren Glasschuh, so wie CINDERELLA.

- Der Schlusskampf vereint Motive aus SCHNEEWITTCHEN UND DIE SIEBEN ZWERGE, DORNRÖSCHEN, ARIELLE DIE MEERJUNGFRAU und DIE SCHÖNE UND DAS BIEST: Er findet auf dem Dach statt, ist in einen blauen Farbton getaucht. Blitz und Donner dramatisieren die Szene, die Heldin bekämpft einen Schurken, der sich verwandelt hat. Der Schurke will den Helden in den Tod stürzen, aber seine Kräfte wenden sich gegen ihn selbst und er stürzt schließlich zu Tode.

- Der Glasschuh passt perfekt an Nancys Fuß. Wiederum eine Anspielung auf CINDERELLA.

- Robert und Giselle tauschen der wahren Liebe Kuss aus. Das finden wir in jedem Disney-Märchen!

Beim Happy End arbeiten Robert, Morgan und Giselle zusammen in der Modefirma „Andalasia Fashions“. Wieder bekommen sie Hilfe von den Tieren.

- Die Tiere helfen Giselles Assistentin May beim Gestalten und Schneidern. Das erinnert an die nähenden Tiere aus CINDERELLA.

Auch während des Abspanns finden wir etliche Anspielungen und Bilder aus Disney-Filmen, zum Beispiel auf:

- die Feen aus FANTASIA („Fantasia“, 1940),
- den Wunschbrunnen aus SCHNEEWITTCHEN UND DIE SIEBEN ZWERGE,
- die Prinzessin, die den Froschkönig küsst – dies deutet schon auf einen
zukünftigen Disney-Film hin: THE PRINCESS AND THE FROG (2009),

- den Ball aus CINDERELLA,
- den Palast aus CINDERELLA,
- die Kutsche aus CINDERELLA,
- die Mäuse, mit denen CINDERELLA befreundet ist,
- ARIELLE DIE MEERJUNGFRAU,
- den Glasschuh aus CINDERELLA,
- DIE HEXE UND DER ZAUBERER,
- den Biss in den vergifteten Apfel,
- den Drachen Malefiz,
- den Kuss zwischen Prinz und Prinzessin.





Über die Besetzung

AMY ADAMS (Giselle)

Die Academy Award®-nominierte Schauspielerin Amy Adams hat sich mit ihren Rollen eine beeindruckende Filmografie erarbeitet.

Nach Kevin Limas romantischem Weihnachtsmärchen VERWÜNSCHT mit James Marsden, Idina Menzel, Patrick Dempsey und Susan Sarandon wird Adams demnächst in Charlie Wilson’s War („Der Krieg des Charlie Wilson“, 2007) an der Seite von Tom Hanks, Julia Roberts und Philip Seymour Hoffman zu sehen sein. Der Film erzählt die Geschichte von den heimlichen Geschäften des Kongressabgeordneten Charlie Wilson (Hanks) in Afghanistan, dessen Bemühungen, die Rebellen dort in ihrem Kampf gegen die Sowjets zu unterstützen, ungeahnte und weit reichende Folgen haben.

Darüber hinaus spielt Amy Adams neben Emily Blunt die Hauptrolle in SUNSHINE CLEANING (2008 ) von Christine Jeffs und Karen Moncrieff. Die schwarze Familienkomödie dreht sich um zwei Schwestern (Adams, Blunt), die plötzlich den Schauplatz eines Verbrechens aufräumen müssen.

Außerdem hat Adams die Dreharbeiten von Bharat Nalluris MISS PETTIGREW LIVES FOR A DAY (2008 ) mit Frances McDormand beendet. Der Film handelt von einer Erzieherin (McDormand), die im Jahr 1938 einen Hauch von Glamour erlebt, als sie im Haus einer aufstrebenden jungen Schauspielerin (Adams) einen Job annimmt. Eine der Aufgaben der Erzieherin ist es, die unschicklichen Affären der Schauspielerin zu vertuschen

Demnächst steht die Produktion von DOUBT (2008 ) von John Patrick Shanley mit Meryl Streep und Philip Seymour Hoffman an. Der Film spielt an einer katholischen Schule in der Bronx, wo eine Nonne Verdacht schöpft, als ein Priester ein etwas zu starkes Interesse am Leben eines jungen schwarzen Schülers zeigt.

Für ihre Rolle in Phil Morrisons JUNEBUG („Junebug“, 2004) wurde Amy Adams für einen Academy Award® und einen SAG Award nominiert. Sie gewann einen Independent Spirit Award, einen Broadcast Film Critics Association Award, einen National Society of Film Critics Award, einen San Francisco Film Critics Society Award und einen Breakthrough Gotham Award. Außerdem wurde sie beim Sundance Film Festival 2005 mit dem Spezialpreis der Jury als „Beste Schauspielerin“ für ihre Rolle der kindlichen schwangeren Ashley, die bei der Ankunft ihrer berühmten Schwägerin in Ehrfurcht erstarrt, ausgezeichnet.

Darüber hinaus zählen Adam McKays TALLADEGA NIGHTS: THE BALLAD OF RICKY BOBBY („Ricky Bobby – König der Rennfahrer“, 2006) mit Will Ferrell, Clare Kilners THE WEDDING DATE („Wedding Date“, 2005) mit Debra Messing und Dermott Mulroney, Steven Spielbergs CATCH ME IF YOU CAN („Catch Me If You Can“, 2002) mit Leonardo DiCaprio, Reginald Hudlins SERVING SARA („Mann umständehalber abzugeben“, 2002), Anthony Abrams’ PUMPKIN (2002) und Michael Patrick Janns DROP DEAD GORGEOUS („Gnadenlos schön“, 1999) zu ihren Filmen. Fürs Fernsehen spielte Amy Adams unter anderem Gastrollen in „The Office“ und „The West Wing“.


PATRICK DEMPSEY (Robert Phillip)

Patrick Dempsey, zweimal für den Golden Globe und im Jahr 2006 für den SAG Award in der Kategorie „Best Performance by an Actor in a Television Series – Drama“ nominiert, ist derzeit in dem ABC-Serienhit „Grey’s Anatomy“ („Grey’s Anatomy – Die jungen Ärzte“) zu sehen. „Grey’s Anatomy“ gewann 2007 den Golden Globe Award als „Best Television Series – Drama“ und den SAG Award in der Sparte „Outstanding Performance by an Ensemble in a Drama Series“. Außerdem bekam die Serie 2006 und 2007 Emmy-Nominierungen als „Outstanding Drama Series“ und 2005 eine Golden Globe-Nominierung als „Best Television Series – Drama“. Obwohl er wahrscheinlich am besten als ungewöhnlicher Herzensbrecher aus klassischen 80er-Jahre-Filmen wie CAN’T BUY ME LOVE („Can’t Buy Me Love“, 1987) und LOVERBOY („Loverboy“, 1989) bekannt ist, ist Patrick Dempsey als reifer, talentierter Schauspieler gewachsen und wird in Hollywood längst als solcher wahrgenommen. Zuletzt stand er in Richard LaGravenes’ FREEDOM WRITERS („Freedom Writers“, 2007) neben Hilary Swank vor der Kamera. Im nächsten Jahr wird man ihn an der Seite von Michelle Monaghan in MADE OF HONOR (2008 ) sehen.

Dempsey bekam für seinen Part als Aaron Brooks, Sela Wards psychisch labiler Bruder, in der TV-Serie „Once and Again“ („Noch mal mit Gefühl“) eine Emmy-Nominierung. Im Jahr 2004 spielte er neben Hilary Swank und Anjelica Huston in der von der Kritik hochgelobten HBO-Produktion „Iron Jawed Angels“ („Alice Paul – Der Weg ins Licht“, 2004).

Im Kino war er unter anderem in SWEET HOME ALABAMA („Sweet Home Alabama – Liebe auf Umwegen“, 2002), SCREAM 3 („Scream 3“, 2000), WITH HONORS („Ein genialer Freak“, 1994), OUTBREAK („Outbreak – Lautlose Killer“, 1995), HUGO POOL (1997), THE TREAT („Manche mögen’s anders“, 1998 ), THE EMPEROR’S CLUB („Club der Cäsaren“, 2002), HEAVEN HELP US („Die Himmelsstürmer“, 1985), HAPPY TOGETHER („Glücklich vereint“, 1989), SOME GIRLS (1988 ), COUPE DE VILLE („Wild Boys – Der Sommer ihres Lebens“, 1990), RUN („Run – Lauf um dein Leben“, 1991), MOBSTERS („Die wahren Bosse“, 1991) und IN THE MOOD („Casanova Junior“, 1987) zu sehen.

Im Jahr 2003 trat Dempsey in einer erinnerungswürdigen Gastrolle als Wills Schwarm in der Serie „Will & Grace“ auf. Darüber hinaus spielte er Hauptrollen neben Ben Kingsley in dem NBC-Film „Crime and Punishment“ („Schuld und Sühne“, 1998 ) nach dem Roman von Fjodor Dostojewski, in der Miniserie „20.000 Leagues Under the Sea“ („20.000 Meilen unter dem Meer“, 1997) mit Michael Caine, dem Bibel-Epos „Jeremiah“ („Die Bibel: Jeremia“, 1998 ) mit Oliver Reed sowie den TV-Filmen „JFK: Reckless Youth“ („John F. Kennedy – Wilde Jugend“, 1993), „A Season in Purgatory“ („Blutige Macht – So wahr uns Mord helfe“, 1996), „Bloodknot“ („Bloodknot – Skrupellose Abrechnung“, 1996), „The Right to Remain Silent“ („Im Auge des Sturms“, 1996), „In a Shallow Grave“ („Im Zeichen des Feuers“, 1988 ) und „Blonde“ („Blond“, 2001).

Patrick Dempsey, geboren und aufgewachsen in Lewiston, Maine, trat erstmals in der Rolle des David in einer Produktion von „Torch Song Trilogy“ in San Francisco auf der Bühne auf. Zu seinen frühen Arbeiten fürs Theater zählen „On Golden Pond“ mit der Maine Acting Company, die internationale Tournee-Produktion von „Brighton Beach Memoirs“ unter der Regie von Gene Saks und „The Subject Was Roses“ am Roundabout Theatre in New York. Zuletzt stand er als Algernon Moncrieff in „The Importance of Being Earnest“ am The Pasadena Playhouse auf der Bühne.

Neben seiner Arbeit als Schauspieler ist Patrick Dempsey mit Leidenschaft Rennfahrer und fuhr in der Panoz Series und der Pro Miata Series. Er lebt zurzeit mit seiner Frau Jillian und den drei gemeinsamen Kindern Talula, Sullivan und Darby in Los Angeles, Kalifornien.


JAMES MARSDEN (Prinz Edward)

Nachdem er seine erstaunliche darstellerische Bandbreite in einer Vielzahl verschiedener Filme gezeigt hat, zählt James Marsden zu den gefragtesten Schauspielern in Hollywood.

Zuletzt sah man Marsden in Adam Shankmans Kassenerfolg HAIRSPRAY („Hairspray“, 2007) an der Seite von John Travolta, Queen Latifah, Michelle Pfeiffer und Christopher Walken. Marsden spielt in dem Musical Corny Collins den Moderator einer TV-Tanzshow.

Marsden hat unlängst die Produktion von 27 DRESSES (2008 ) beendet – eine romantische Komödie, die sich um eine junge Frau, gespielt von Katherine Heigl, dreht, die auf Hochzeiten immer die Brautjungfer, aber nie die Braut ist. Marsden spielt den Mann, der diese traurige Tatsache ändern wird.

Außerdem spielte James Marsden unter der Regie von Bryan Singer in SUPERMAN RETURNS („Superman Returns“, 2006). Nachdem er auf mysteriöse Weise jahrelang verschwunden war, kehrt der Mann aus Stahl in diesem epischen Action-Abenteuer auf die Erde zurück. Marsden spielt die Rolle des Richard White, ein Verwandter des „Daily Planet“-Chefredakteurs Perry White und gleichzeitig Supermans Rivale um die Gunst von Lois Lane. Weitere Hauptrollen spielten Kevin Spacey, Kate Bosworth, Brandon Routh und Frank Langella.

Ein weiteres Superhelden-Abenteuer mit Marsden in der Hauptrolle war die Marvel-Comicverfilmung X-MEN: THE LAST STAND („X-Men: Der letzte Widerstand“, 2006), in der er zum dritten Mal seine Rolle als Scott Summers alias Cyclops verkörperte.

Darüber hinaus war er in THE ALIBI („Alibi – Ihr kleines, schmutziges Geheimnis ist bei uns sicher!“, 2006) zu sehen. THE ALIBI erzählt die Geschichte von Ray Elliott (Steve Coogan), der ein erfolgreiches Unternehmen führt, das Männern und Frauen für das Fremdgehen Alibis verschafft. Marsden spielt den Part des Wendell Hatch, der während eines heimlichen Wochenend-Techtelmechtels seine Freundin ermordet. In weiteren Hauptrollen standen Selma Blair, John Leguizamo und Rebecca Romijn vor der Kamera.

Weiterhin spielte James Marsden in Nick Cassavetes’ romantischem Drama THE NOTEBOOK („Wie ein einziger Tag“, 2004) mit Rachel McAdams, James Garner, Gena Rowlands, Joan Allen und Ryan Gosling, in Mechant Ivorys HEIGHTS (2004) mit Glenn Close und Elizabeth Banks und natürlich in den Blockbustern X-MEN („X-Men“, 2000) und X2 („X-Men 2“, 2003) mit Patrick Stewart, Rebecca Romijn, Halle Berry, Famke Janssen, Anna Paquin und Ian McKellen.

Außerdem zählen der Thriller DISTURBING BEHAVIOUR („Dich kriegen wir auch noch!“ 1998 ) mit Katie Holmes und Nick Stahl, 10TH AND WOLF („Streets of Philadelphia – Unter Verrätern“, 2006), Davis Guggenheims GOSSIP („Tödliche Gerüchte“, 2000) mit Kate Hudson, Tony Piccirillos 24TH DAY (2004), die Komödie SUGAR AND SPICE („Sugar and Spice“, 2001) mit Mena Suvari und Marley Shelton sowie INTERSTATE 60 (2002) mit Gary Oldman, Chris Cooper, Ann Margret, Amy Smart und Christopher Lloyd zu seinen Filmen. Im Fernsehen war er unter anderem als Glen Floy in der letzten Staffel der Emmy-preisgekrönten Serie „Ally McBeal“ von David E. Kelley zu sehen.

James Marsden lebt derzeit mit seiner Frau und zwei Kindern in Los Angeles.


TIMOTHY SPALL (Nathaniel)

Der gebürtige Londoner Timothy Spall ist seit seiner Rolle in der langlebigen BBC-Serie „Auf Wiedersehen, Pet“ ein bekanntes Gesicht im Kino, im Fernsehen und auf der Bühne. Seitdem stand er für etliche Filme vor der Kamera, darunter Mike Leighs SECRETS & LIES („Lügen & Geheimnisse“, 1996), für den er 1997 mit dem BAFTA als „Bester Schauspieler“ ausgezeichnet wurde. Außerdem spielte er den Rosencrantz in Kenneth Branaghs HAMLET („Hamlet“, 1996), Aubrey in Mike Leighs LIFE IS SWEET („Das Leben ist süß“, 1990), Thomas Tipp in Cameron Crowes VANILLA SKY („Vanilla Sky“, 2001), Peter Pettigrew in HARRY POTTER AND THE PRISONER OF AZKABAN („Harry Potter und der Gefangene von Askaban“, 2004) und in HARRY POTTER AND THE GOBLET OF FIRE („Harry Potter und der Feuerkelch“, 2005), Mr. Poe in LEMONY SNICKET’S - A SERIES OF UNFORTUNATE EVENTS („Lemony Snicket – Rätselhafte Ereignisse“, 2004) und Simon Graham in THE LAST SAMURAI („Last Samurai“, 2003).

Auch für Rollen in TV-Dramen ist Timothy Spall sehr gefragt. In den frühen 80er-Jahren verkörperte er die Hauptrolle in der Serie „Frank Stubbs Promotes“, und seitdem hat er so vielfältige Rollen wie die des Kevin in „Outside Edge“ und die des Terry in „Cherished“ gespielt. Für den Part des Mr. Venus in Julian Farinos „Our Mutual Friend“ bekam er eine BAFTA-Nominierung und wurde 1998 mit dem Broadcasting Press Guild Television Award als „Bester Schauspieler“ ausgezeichnet. Darüber hinaus bekam er Preise in dieser Kategorie beim Prix d’Italie und Cinema Tout Ecran für seine Rolle in Stephen Poliakoffs „Shooting the Past“ (1999) sowie Nominierungen für Danny Boyles „Vacuuming Completely Nude in Paradise“ (2001).

Neben seiner Karriere als Film- und Fernsehschauspieler ist Timothy Spall auch ein respektierter Bühnendarsteller. Nachdem er im Jahr 1978 an der RADA seinen Abschluss gemacht hatte, trat er der Royal Shakespeare Company bei und spielte in „The Merry Wives of Windsor“ und in „Nicholas Nickelby“. Am National Theatre spielte er die Rolle des Bottom in Robert LePages „A Midsummer Night’s Dream“.

Als Erzähler trat Spall in „Jamie’s School Dinner“ auf, der im Jahr 2005 mit dem National Television Award in der Sparte „Most Popular Factual Programme“ ausgezeichnet wurde. Außerdem sprach er den Part der lumpensammelnden Ratte Nick in dem preisgekrönten Animationsfilm CHICKEN RUN („Hennen rennen“, 2000). Am Silvesterabend 1999 wurde er zum „Officer of the Order of the British Empire“ (OBE) ernannt.

Als Nächstes wird Timothy Spall neben Johnny Depp und Helena Bonham Carter in Tim Burtons SWEENEY TODD: THE DEMON BARBER OF FLEET STREET (2007) zu sehen sein.


IDINA MENZEL (Nancy Tremaine)

Die Karriere der Tony-Award-Gewinnerin Idina Menzel spielt sich sowohl auf der Bühne als auch im Film und in der Musikbranche ab. Idina beeindruckt die Zuschauer immer wieder aufs Neue mit ihren kraftvollen, emotionalen Darstellungen.

Zuletzt sah man Menzel an der Seite von Salma Hayek und Colin Farrell in ASK THE DUST („Ask the Dust“, 2006) von Robert Towne. In der Verfilmung von John Fantes Roman aus der Depressionszeit spielte Menzel die Rolle der Vera, die sich unglücklich in den von Farrell verkörperten Arturo verliebt. Außerdem spielte sie unter der Regie von Chris Columbus in der Kinoversion des mit dem Tony Award ausgezeichneten Bühnenmusicals RENT („Rent“, 2005) wieder die Rolle der Maureen, die sie bereits am Broadway verkörpert hatte. Im Herbst 2005 stand sie in Michael John LaChiusas Musical „See What I Wanna See“ unter der Regie von Ted Sperling am The Public Theater auf der Bühne.

Im Dezember 2005 beendete Idina Menzel ihr Engagement in „Wicked“, für das sie mit einem Tony Award in der Kategorie „Lead Actress in a Musical“ ausgezeichnet wurde, stand in der Rolle der Elphaba aber erneut bei der Londoner Produktion auf der Bühne. Unter der Regie des Tony-Award-Gewinners Joe Mantello war „Wicked“ seit Oktober 2003 im Gershwin Theatre vor ausverkauftem Haus zu sehen.

Eine Nominierung für den Tony Award erhielt Menzel außerdem für ihr Broadway-Debüt als Maureen in der Produktion des Hits „Rent“, der mit einem Pulitzer-Preis ausgezeichnet worden war. Darüber hinaus wurde sie für ihre Performance als Kate in der Off-Broadway-Aufführung von „The Wild Party“ im Manhattan Theater Club für einen Drama Desk Award nominiert.

Idina Menzel schuf die Rolle der Dorothy in „Summer of ’42“ am Goodspeed, trat als Sheila in der Encore!-Produktion von „Hair“ auf und spielte den Part der Amneris in „Aida“ am Broadway. Zu ihren Off-Broadway-Erfolgen zählten die Uraufführung von „Rent“ sowie „The Vagina Monologues“.

Im Kino war Menzel unter anderem in SUMMER OF SAM („Summer of Sam“, 1999), JUST A KISS (2002), KISSING JESSICA STEIN („Kissing Jessica“, 2001), THE TOLLBOOTH (2004) und WATER („Water“, 2004) zu sehen.

Die begabte Songschreiberin Idina Menzel schreibt und spielt ihre eigene Musik. Derzeit arbeitet sie an einem Album für ihre Plattenfirma Warner Bros. Records. Ihre CD „Here“ wurde von Jamey Jaz für Opopp Entertainment produziert und auf dem Zel-Records-Plattenlabel veröffentlicht. Auf dem Album findet man sechs Stücke, die ihre außergewöhnlich dynamische Stimme widerspiegeln. Im Jahr 1998 trat Menzel auf dem Lilith Fair Summer Concert Festival auf und brachte ihr Debüt-Album „Still I Can’t Be Still“ bei Hollywood Records heraus.


RACHEL COVEY (Morgan Phillip)

Rachel Covey begann ihre Karriere als Schauspielerin im Alter von vier Jahren, als sie in Werbespots für Firmen wie Cheerios, Lowes Home Improvement, Leap Frog oder Duncan Hines vor der Kamera stand. Im Jahr 2004 spielte sie die Tochter von David Schwimmer in dem Independent-Film DUANE HOPWOOD (2004), der in den USA bei HBO Home Video auf DVD veröffentlicht wurde. Rachel lebt mit ihren Eltern und ihrem jüngeren Bruder in Manhattan und geht derzeit in die vierte Klasse. In ihrer Freizeit geht sie schwimmen, spielt Tennis, fährt Rollerblades und Fahrrad. Außerdem liebt sie Katzen.


SUSAN SARANDON (Königin Narissa)

Susan Sarandon bringt in jede ihrer Rollen ihren ganz eigenen Sex-Appeal und ihre Intelligenz ein – von ihrer furchtlosen Performance in BULL DURHAM („Annies Männer“, 1988 ) bis hin zu ihren Oscar® nominierten Rollen in THELMA & LOUISE („Thelma & Louise“, 1991), LORENZO’S OIL („Lorenzos Öl“, 1992), THE CLIENT („Der Klient“, 1994) und ATLANTIC CITY („Atlantic City“, 1980) und ihre mit dem Academy Award® und dem SAG Award ausgezeichnete Darstellung in DEAD MAN WALKING („Dead Man Walking – Sein letzter Gang“, 1995) als Schwester Helen Prejean, einer Nonne, die einen zum Tode verurteilten Gefängnisinsassen begleitet.

Ihr Spielfilm-Debüt gab Susan Sarandon in JOE („Joe – Rache für Amerika“, 1970), dem gleich darauf eine Rolle in der Serie „A World Apart“ folgte. Zu ihren frühen Filmen zählen THE GREAT WALDO PEPPER („Tollkühne Flieger“, 1975), LOVIN’ MOLLY („Aus Liebe zu Molly“, 1974), THE FRONT PAGE („Extrablatt“, 1974) und der Klassiker THE ROCKY HORROR PICTURE SHOW („The Rocky Horror Picture Show“, 1975). Im Jahr 1978 spielte sie die Mutter von Brooke Shields in Louis Malles kontroversem PRETTY BABY („Pretty Baby“, 1978 ) und bekam später ihre erste Oscar®-Nominierung für Malles ATLANTIC CITY. Darüber hinaus war sie in KING OF THE GYPSIES („König der Zigeuner“, 1978 ), THE HUNGER („Begierde“, 1983), COMPROMISING POSITIONS („Tödliche Beziehung“, 1985), THE JANUARY MAN („Im Zeichen der Jungfrau“, 1989), WHITE PALACE („Frühstück bei ihr“, 1990), THE BUDDY SYSTEM („Biete Mutter – suche Vater“, 1984), SWEET HEARTS DANCE („Sweethearts Dance – Liebe ist mehr als nur ein Wort“, 1988 ), A DRY WHITE SEASON („Weiße Zeit der Dürre“, 1989), THE WITCHES OF EASTWICK („Die Hexen von Eastwick“, 1987), BOB ROBERTS („Bob Roberts“, 1992), LIGHT SLEEPER („Light Sleeper“, 1992), LITTLE WOMEN („Betty und ihre Schwestern“, 1994) und SAFE PASSAGE („Safe Passage“, 1994) zu sehen.

Sarandon stand neben Paul Newman und Gene Hackman in TWILIGHT („Im Zwielicht“, 1998 ), mit Julia Roberts in dem Drama STEPMOM („Seite an Seite“, 1998 ), in John Turturros erotischer Farce ILLUMINATA („Illuminata“, 1998 ), in Tim Robbins’ Drama CRADLE WILL ROCK („Das schwankende Schiff“, 1999), Wayne Wangs ANYWHERE BUT HERE („Überall, nur nicht hier“, 1999) und Stanley Tuccis JOE GOULD’S SECRETS („Joe Goulds Geheimnis“, 2000) vor der Kamera. Darüber hinaus sprach sie eine Rolle in dem erfolgreichen Zeichentrickfilm RUGRATS IN PARIS („Rugrats in Paris – Der Film“, 2000) und trat als Erzählerin in Laleh Khadivis Dokumentation 900 WOMEN (2000) über weibliche Gefängnisinsassen in Erscheinung. Außerdem spielte sie in HBOs „Earthly Possessions“ (1999), den James Lapine nach dem Roman von Anne Tyler inszenierte. Am Broadway war sie in „An Evening with Richard Nixon“ zu sehen, und für ihre Darstellung in den Off-Broadway-Stücken „A Coupla White Chicks Sittin’ Around Talkin’“ und „Extremities“ sowie für die Off-Off-Broadway-Produktion von „The Guys“ wurde sie von der Kritik hoch gelobt.

Außerdem war Susan Sarandon in Brad Silberlings MOONLIGHT MILE („Moonlight Mile“, 2002) mit Dustin Hoffman, in der Komödie IGBY GOES DOWN („Igby“, 2002) mit Jeff Goldblum und in THE BANGER SISTERS („Groupies Forever“, 2002) mit Goldie Hawn und Jeffrey Rush zu sehen. Sie spielte in „Children of Dune“ („Dune“, 2003) für den Sci-fi-Channel und in „Ice Bound“ (2003) für CBS und Miramax TV. In SHALL WE DANCE („Darf ich bitten?“, 2004) war sie an der Seite von Richard Gere und in ALFIE („Alfie“, 2004) neben Jude Law zu sehen. Zuletzt spielte sie zusammen mit Kirsten Dunst und Orlando Bloom in Cameron Crowes ELIZABETHTOWN („Elizabethtown“, 2005), mit Kate Winslet und James Gandolfini in John Turturros ROMANCE & CIGARETTES (2005), mit Sam Neill und Emily Blunt in Ann Turners IRRESISTIBLE („Unwiderstehlich“, 2006) und mit Billy Bob Thornton und Seann William Scott in der Komödie MR. WOODCOCK (2007).

Künftige Projekte der vielseitigen Schauspielerin sind BERNARD AND DORIS (2007) mit Ralph Fiennes, EMOTIONAL ARITHMETIC (2007), IN THE VALLEY OF ELAH (2007) und die Realverfilmung von SPEED RACER (2008 ).




Über die Filmemacher

KEVIN LIMA – Regie

Kevin Lima kam in Pawtucket, Rhode Island, zur Welt, wuchs dort auch auf und zeichnet, seit er denken kann. Seine Faszination für die Animation führt er zurück auf seinen fünften Geburtstag, an dem er das Buch „Animation“ von Preston Blair geschenkt bekam. Auf Anraten seiner Großmutter trat er dem professionellen Marionetten-Theater „The Puppet Workshop“ von Marc Kohler in Providence, Rhode Island, bei und verbrachte einen Sommer bei der Firma Eve Brook’s Costumes in New York City, wo er Kostüme für Ringling Bros and Barnu sowie für den Bailey Circus entwarf. Diese Erfahrungen bestärkten seine lebenslange Faszination, Figuren aus der Fantasie zum Leben zu erwecken. Lima studierte Schauspiel und Theater-Design am Emerson College, bevor er sich im Animation Program des California Institute of the Arts einschrieb und dort auch seinen Abschluss machte.

Sein erster Job im Bereich Animation führte ihn nach Taiwan, wo er sechs Monate lang als Figuren-Designer und Animator an dem unabhängig produzierten Zeichentrickfilm THE BRAVE LITTLE TOASTER („Der tapfere kleine Toaster“, 1987) arbeitete. Danach half er bei der Entwicklung eines Projekts mit dem Titel SAMURAI CAT und zeichnete für THE CHIPMUNK ADVENTURE („Alwin und die Weltenbummler“, 1987). Im Jahr 1987 kam er zu Walt Disney Animation und animierte die Figur des Fagin für OLIVER & COMPANY („Oliver & Co.“, 1988 ). Bei den folgenden fünf Spielfilmen von Disney Animation war Lima in verschiedenen Funktionen beteiligt. Er half beim Design von Ursula, Flunder und etlichen anderen Charakteren von THE LITTLE MERMAID („Arielle die Meerjungfrau“, 1989), spielte eine Schlüsselrolle beim Design von Lumière, Mrs. Potts und Cogsworth für BEAUTY AND THE BEAST („Die Schöne und das Biest“, 1991), und er zeichnete Storyboards für ALADDIN („Aladdin“, 1992). Während dieser Zeit blieb Lima aber auch seiner Leidenschaft für das Theater treu und führte unter anderem bei einer lokalen Theaterproduktion von Stephen Sondheims „Into the Woods“ Regie.

Im Jahr 1992 war Kevin Lima bereit für seine erste Zeichentrick-Regie – er inszenierte Disneys A GOOFY MOVIE („Der Goofy Film“, 1995). Der Film war ein künstlerischer und kommerzieller Erfolg und hauchte einer klassischen Disney-Figur neues Leben ein. Limas unerwartet sensibler Umgang mit der Figur Goofy und deren Sohn brachte dem Film eine authentische, alltägliche Qualität, mit der sich die Kinogänger jeden Alters identifizieren konnten. Danach inszenierte er den sehr erfolgreichen Zeichentrickfilm TARZAN („Tarzan“, 1999), der auch von der Kritik hoch gelobt wurde. Über ein Jahrzehnt nach seinem Kino-Release ist A GOOFY MOVIE immer noch eine der verkaufsstärksten Disney-DVDs, und TARZAN avancierte auf DVD ebenfalls zu einem Verkaufsschlager, der zu einer Attraktion in den Disneyland-Parks, einem Broadway-Musical und einer Fortsetzung auf Video ausgebaut wurde. Danach stellte sich Lima neuen Herausforderungen und führte bei seinem ersten Live-Action-Film Regi