Tomtec
im Verleih von
UNIVERSAL PICTURES INTERNATIONAL GERMANY

A B B I T T E
Kinostart: 08. November 2007
DIE BESETZUNG
Cecilia Tallis
Keira Knightley
Robbie Turner
James McAvoy
Briony mit 18
Romola Garai
Grace Turner
Brenda Blethyn
Briony im Alter
Vanessa Redgrave
Briony mit 13
Saoirse Ronan
Leon Tallis
Patrick Kennedy
Paul Marshall
Benedict Cumberbatch
Lola Quincey
Juno Temple
Polizeiinspektor
Peter Wight
Emily Tallis
Harriet Walter
Fiona MacGuire
Michelle Duncan
Schwester Drummond
Gina McKee
Tommy Nettle
Daniel Mays
Frank Mace
Nonso Anozie
DER STAB
Regie
Joe Wright
Produktion
Tim Bevan
Eric Fellner
Paul Webster
Drehbuch
Christopher Hampton
Basierend auf dem Roman von
Ian McEwan
Kamera
Seamus McGarvey
Produktionsdesign
Sarah Greenwood
Kostümdesign
Jacqueline Durran
Makeup und Hairstyling
Ivana Primorac
Casting
Jina Jay
Schnitt
Paul Tothill, A.C.E.
Musik
Dario Marianelli
DIE SYNCHRONISATION
ROLLE - DARSTELLER - SPRECHER
Cecilia Tallis - Keira Knightley - Dascha Lehmann
Robbie Turner - James McAvoy - Johannes Raspe
Briony mit 18 - Romola Garai - Maren Rainer
Grace Turner - Brenda Blethyn - Inge Solbrig
Briony im Alter - Vanessa Redgrave - Doris Gallart
Briony mit 13 - Saoirse Ronan - Stella Sommerfeld
Leon Tallis - Patrick Kennedy - Manou Lubowski
Paul Marshall - Benedict Cumberbatch - Christian Weygand
Lola Quincey - Juno Temple - Marcia von Rebay
Emily Tallis - Harriet Walter - Marina Köhler
Fiona MacGuire - Michelle Duncan - Marieke Oeffinger
Schwester Drummond - Gina McKee - Petra Einhoff
Tommy Nettle - Daniel Mays - Dominik Auer
Buch und Regie: Axel Malzacher
Originaltitel: Atonement
Filmlänge: 123 Minuten
FSK: ab 12 Jahre
Das Buch „Abbitte“ erscheint im Diogenes-Verlag
Der Soundtrack ist bei Universal Music erhältlich

DER INHALT
Die Geschichte beginnt in England, am heißesten Tag des Jahres 1935. Inmitten der Vorboten des Zweiten Weltkrieges lebt Briony Tallis (Saoirse Ronan) mit ihrer Familie in einem weitläufigen und prächtigen viktorianischen Anwesen ein privilegiertes Leben im Luxus. Als die weit verzweigte Familie für das Wochenende zusammenkommt, entsteht durch das Zusammenspiel aus schwüler Sommerhitze und lange unterdrückten Gefühlen und Sehnsüchten eine zunächst spielerisch-erotische, dann aber immer deutlicher sexuell aufgeladene Stimmung, die durch einen Vorfall in eine höchst bedrohliche Atmosphäre - mit katastrophalen Folgen - abgleitet.
Im Mittelpunkt dieses tragischen Verhängnisses steht - an der Schwelle zum Frausein - Briony, ein Mädchen mit großem Talent Geschichten zu erzählen und einer lebhafter Vorstellungskraft. Wie ihre ältere Schwester Cecila (Keira Knightley) schwärmt sie für Robbie Turner (James McAvoy), den attraktiven Sohn des Hausverwalters, der für die Sommerferien von Cambridge nach Hause gekommen ist. In einer Zeit, in der man dem anderen Geschlecht seine Zuneigung oder gar sinnliche Sehnsüchte - wenn überhaupt - nur sehr versteckt und zwischen den Zeilen mitteilte, und auf jeden Fall immer - zumal in England - den Standesunterschied respektierte und sich nie getraut hätte, gewisse Anstandsgrenzen zu überschreiten, bahnt sich zwischen Cecila und Robbie ein erotisches Gewitter an. Das sich dann, als Cecilia den Gärtnersohn zum Dinner bittet, mit aller Macht entlädt.
Ort des ekstatischen Showdowns ist die Bibliothek des Tallis-Hauses. Dort fallen Cecilia und Robbie nämlich kurz vor dem Abendessen übereinander her. Unfreiwillige Zeugin dieser enthemmten Lust ist Briony, die dadurch nachhaltig verstört wird. Unterbewusst empfindet sie diese eindeutig sexuellen Avancen seitens Robbie nämlich als Bedrohung für sich und ihre Schwester. Sind Brionys frech-frivolen Anspielungen bei Tisch noch eher harmlos, kommt es nach dem Essen zum großen Eklat.
Auf der Suche nach zwei Buben, Gäste der Tallis, nicht zum Dinner erschienen sind, schwärmen alle aus, um sie im weitläufigen Park, der das Anwesen umgibt, zu suchen. Da es schon dunkel geworden ist, behilft man sich bei der Suche mit Fackeln. Plötzlich sieht Briony wie eine Cousine, die ebenfalls bei ihnen zu Besuch ist, von einem Mann vergewaltigt wird. Als der Mann entdeckt wird, flieht er. Trotzdem Briony den Übeltäter nicht genau erkennen kann, bezichtigt sie Robbie Turner des schrecklichen Vergehens. Als dieser mit den Buben, die er im Park gefunden hatte, ins Haus zurückkehrt, ist das Drama schon in vollem Gange. Natürlich beteuert Robbie seine Unschuld. Und natürlich glaubt Cecilia ihrer Schwester kein Wort. Aber als Briony auch noch beim späteren Polizeiverhör Robbie als Täter beschuldigt, wird er noch in der selben Nacht abgeführt und ins Gefängnis geworfen. Diese Schuldzuweisung zerstört Robbies und Cecilias frisch entflammte Liebe und verändert auf dramatische Weise den Lebensweg aller Beteiligten.
Robbie wird wegen Vergewaltigung verurteilt und kommt für Jahre ins Gefängnis. Er muss dadurch natürlich sein Studium in Cambridge abrechen. Als er entlassen wird, sieht er Cecilia nur noch einmal kurz - bevor er als Soldat in den Zweiten Weltkrieg zieht. Briony (Romola Garai) ist mittlerweile erwachsen geworden und bereut ihre schreckliche Tat von damals längst aus tiefstem Herzen. Um ihre Schuld wenigstens ein bisschen zu sühnen, arbeitet sie aufopferungsvoll als Krankenschwester.
Doch weder Krieg noch Trennung können die tiefe Verbundenheit und Liebe zwischen Cecila und Robbie zerstören. Sie kommen in den letzten Kriegstagen wieder zusammen und können endlich das Leben leben, das ihnen durch Brionys schreckliche Lüge verwert geblieben war. Und mehr noch: Briony fasst sich schließlich ein Herz und sucht Cecilia und Robbie auf, um endlich Abbitte zu leisten…
Aber hat es sich tatsächlich so und nicht anders abgespielt? Oder ist diese Version etwa nur der fromme Wunsch, den die berühmte Bestsellerautorin Briony (Vanessa Redgrave) im Alter, kurz vor ihrem Tod hat? War etwa alles ganz anders? War das Happy End nur erfunden? Blieb das Verbrechen - und es war ein Verbrechen - etwa ungesühnt?

DIE PRESSENOTITZ
Regisseur Joe Wright ist mit „ABBITTE“ die kongeniale Verfilmung des gleichnamigen Romans von Ian McEwan („Der Zementgarten“) gelungen. Einem Roman, den Leser und Kritiker begeistert aufgenommen haben und der in der Wochenzeitschrift Die Zeit als „tiefenpsychologisches Meisterwerk“ bezeichnet wurde.
„ABBITTE“ war der Eröffnungsfilm bei den diesjährigen Filmfestspielen in Venedig und wurde dort frenetisch bejubelt. Joe Wright hat auch bei diesem Projekt wieder etliche der Mitwirkenden um sich geschart, mit denen er schon bei seinem Film „Stolz und Vorurteil“ wahre Triumphe feierte. Neben Keira Knightley und Brenda Blethyn sind auch Produktionsdesignerin Sarah Greenwood, Kostümdesignerin Jacqueline Durran, Cutter Paul Tothill und Komponist Dario Marianelli wieder mit von der Partie. Greenwood, Durran und Marianelli waren alle drei für ihren jeweiligen Beitrag zu „Stolz und Vorurteil“ für einen Oscar nominiert. Vervollständigt wird der Stab von Kameramann Seamus McGarvey und Makeup- und Hair-Designerin Ivana Primorac. Gedreht wurde vor Ort in Großbritannien.
Das hochemotionale Drama „ABBITTE“ ist nicht nur ein Filmerlebnis von monumentaler, epischer Wucht, sondern auch einer der heißesten Oscar-Anwärter in der Kategorie „Bester Film“. „ABBITTE“ sollte man also auf keinen Fall versäumen.

PRODUKTIONSNOTIZEN
Bereits während der Dreharbeiten zu „Stolz und Vorurteil“ stellte Tim Bevan, Co-Geschäftsführer von Working Title, fest, dass Joe Wright zu den talentiertesten Regie-Newcomern gehört, denen er jemals begegnet war. Da Bevan sich dieses Talent nicht entgehen lassen wollte, begann er nach einem Stoff zu suchen, den Wright als nächstes verfilmen könnte. Da traf es sich gut, dass Ian McEwans Romanbestseller „Abbitte“ von Richard Eyre und Robert Fox bei Working Title vorgelegt worden war und zur Verfilmung anstand. Und eigentlich wollte Eyre selbst die Regie übernehmen. Doch während der Filmentwicklung gerieten Eyres vorab zugesagte Verpflichtungen bei anderen Projekten in den Vordergrund, sodass Eyre ganz gentlemenlike den Platz räumte und den Weg freimachte, damit Joe Wright die Regie übernehmen konnte.
Der besondere Reiz an der Leinwandadaption von „Abbitte“ lag für Wright in der Erzählweise: berichtet wird aus der Sicht von Briony Tallis, in drei verschiedenen Schlüsselphasen ihres Lebens, und das versprach eine aufregende Herausforderung für einen Filmemacher wie ihn zu werden. Wright meint dazu: „Diesen Roman auf die Leinwand zu bringen bedeutete, dass sich die Geschichte im Laufe der Arbeit offenbart. Wir hinterfragen die Erzählstrukturen, die Perspektiven, und wir hinterfragen die einzig wirkliche Wahrheit durch die Gegenüberstellung mit vielfältigen möglichen Wahrheiten.“
Bei der Adaption arbeitete Wright intensiv mit Drehbuchautor Christopher Hampton zusammen: „Als mir das erste Drehbuch zugeschickt wurde, stellte ich fest, dass es sich ziemlich von der Romanvorlage entfernte. Ich fand den Roman brillant, deshalb haben Christopher und ich noch einmal von Null angefangen und uns so treu an den Roman gehalten wie nur möglich. Unsere Zusammenarbeit war sehr fließend und ganz wunderbar, ich habe sie wirklich genossen. Alles war sehr aufregend und ist mir auch persönlich sehr nahe gegangen. Ich hatte das Gefühl, vollkommen in dem Roman und dem Drehbuch aufzugehen und jeden Moment darin gänzlich verstanden und erfasst zu haben - zumindest habe ich das versucht.“ Und er fährt fort: „ Ein Buch ist eine Illusion, es besteht aus einer Reihe von Symbolen auf Papier, die im eigenen Geist eine Erzählung entstehen lassen. Es gibt von einem Buch genauso viele Versionen, wie es Leser hat. Ich habe aus diesem Buch die Adaption verwirklicht, die in meinem Kopf entstand, als ich den Roman las.“
Produzent Paul Webster meint: „Nachdem Joe mit an Bord war und mit Christopher zusammenzuarbeiten begann, wurde das Drehbuch meiner Meinung nach reichhaltiger, vielschichtiger, und er hat auch seine umfassende visuelle Phantasie mit einfließen lassen. Die Themenkreise, die angesprochen werden, sind absolut universell und betreffen uns alle: das sexuelle Erwachen in der Jugend, die sich kreuzenden Schicksale, die Vorstellung, dass wenn man ‚doch bloß nach rechts statt nach links abgebogen wäre’, das eigene Leben völlig anders hätte verlaufen können…“
Ian McEwan, dessen Werke schon früher für die Leinwand adaptiert wurden, wusste, dass dies im Fall von „Abbitte“ kein leichtes Unterfangen sein würde. Er sagt: „Es ist wie ein Job mit der Abrissbirne. Man muss rund 130.000 Worte auf ein Drehbuch mit 20.000 Worten einkochen. Und in diesem besonderen Fall stellen sich für den Drehbuchautor größere Probleme, denn dieser Roman ist von einer intensiven Innenschau geprägt. Die Dinge spielen sich im Bewusstsein der verschiedenen Figuren ab. Meiner Meinung nach hat Christopher Hampton einen klugen und intelligenten Kurs durch den Roman hindurch eingeschlagen.“
Christopher Hampton gibt zu, dass die Adaption eines guten Romans weitaus schwieriger ist als die eines schlechten: „Meines Erachtens gehört „Abbitte“ zu den besten Romanen der vergangenen 20 Jahre, und dieser Qualität gerecht zu werden bedeutet eine große Verantwortung.“
Der Film „ABBITTE“ ist zwar in der historischen Vergangenheit angesiedelt, besitzt aber eine zeitgenössische Dimension, denn er handelt von alltäglichen Erfahrungen, Beziehungen, Gefühlen und persönlichen Entscheidungen. Schon in „Stolz und Vorurteil“ hatte Wright als Filmemacher gezeigt, dass er das Talent besitzt, Geschichten in einer solchen Weise zu interpretieren, dass das moderne Publikum in der Lage ist, über die im Film behandelten Orte und Epochen hinauszublicken. Christopher Hampton meint: „Meine Theorie ist folgende: Je akkurater man eine bestimmte Epoche darstellt, desto deutlicher werden die modernen Aspekte daran sichtbar.“
„Der Kern dieser Geschichte scheint eine interessante Reise durch die großen Emotionen zu sein“, fasst Tim Bevan zusammen. „Wir alle müssen mit den Umständen leben, die sich aus jedem Zeitpunkt unseres Lebens ergeben können, und dieser Film führt uns das ganz deutlich vor Augen.“
Vorbereitung und Produktion
Nach Fertigstellung des Drehbuchs widmete sich Joe Wright der akkuraten Vorbereitung der Dreharbeiten und arbeitete von Anfang an bei der Recherche und den technischen Details sehr eng mit allen Abteilungen des Stabes zusammen, um seine Vision wahr werden zu lassen und zu gewährleisten, dass bei Beginn der Dreharbeiten dann auch alle am selben Strang ziehen. Dazu gehörten ebenfalls dreiwöchige Proben mit der Besetzung, sodass sich ab dem Augenblick, an dem die Kameras zu laufen begannen, alle in ihren Rollen und in der ihnen zugewiesenen Umgebung heimisch fühlten.
Die drei verschiedenen Teile des Films verfügen für Wright jeweils über eine ganz eigene Identität, die er dem Publikum anhand der Kameraarbeit und unterschiedlichen Farbgebungen auf subtile Weise vermitteln will. Dafür war eine behutsame Zusammenarbeit des Regisseurs mit den Leitern der verschiedenen Abteilungen, besonders mit dem Kameramann, der Produktionsdesignerin, der Kostümdesignerin und der Makeup- und Hairdesignerin von grundlegender Bedeutung. Wrights Idealvorstellung lautete, dass er mit den Leitern der einzelnen Abteilungen die Führung übernehmen würde, diese sich dann untereinander abstimmen und die Arbeit der jeweils anderen Abteilung durch ihr gesteigertes Einfühlungsvermögen verfeinern würden, was sich dann letztlich positiv auf das Gesamtergebnis des Films auswirken würde. Der Stab arbeitete mit einem Geschichtswissenschaftler zusammen und machte sich dann an die Recherchen und Vorbereitungen für jede einzelne Epoche, indem man Gemälde, Fotos, Filme und Archive auswertete, die als Inspirationsquelle für diese Geschichte dienen sollten.
Der erste Teil von „ABBITTE“ spielt am heißesten Tag des Jahres 1935 im Hause der Tallis in Surrey - es ist ein eigenartiger Tag, an dem die Hitze scheinbar auch das Verhalten der Bewohner des Anwesens zu beeinflussen scheint.
Produktionsdesignerin Sarah Greenwood und Set-Dekorateurin Katie Spencer fiel die Aufgabe zu, ein Haus zu finden, das der Beschreibung des Tallis House in Ian McEwan Roman nahe kommen sollte. Sie statteten den Archiven von Country Life einen Besuch ab und recherchierten dort in der Hoffnung, auf Anwesen zu stoßen, die für die Innen- und Außenaufnahmen für die Szenen im Tallis House an jenem schicksalhaften Tag geeignet wären. Das Anwesen von Stokesay Court in Shropshire erwies sich als perfekt.
Produzent Paul Webster meint zum Look des Hauses der Familie Tallis: „Sarah ist wirklich in die Details eingetaucht und hat sich besonders den Design-Trends der 1930er Jahre gewidmet. Die Idee war, dass es in dieser Geschichte eine Art Reifegrad gibt; alles ist zu solcher Reife gediehen, dass es kurz vor dem Verfall steht. Sie hat Chintz-Muster eingesetzt, die heutzutage bei Stoffen sehr beliebt sind; auch die Tapeten, Textilien und Kostüme sind ein ständiges Echo dieser Vorstellung, dass sich sehr engmaschige Muster immer wieder ineinander verweben.“
Greenwood beschreibt, wie ihre Entwürfe mit den Kostümen in den 1935er Szenen und darüber hinaus zusammenwirken: „Der größte Unterschied zwischen Jacquelines Kostümen und den Mustern, die wir für die Dekoration einsetzen, besteht darin, dass ihre Farben etwas lebendiger sind als unsere. Die Farbtöne, die wir verwenden, sind leicht ausgebleicht, und wir haben sie noch abgemildert - also besteht eine Trennung zwischen den beiden, wir bekommen einen Kontrast zu all dem, was man später in London und Dünkirchen zu sehen kriegt.“
Greenwood und Location-Manager Adam Richards verbrachten etliche Monate damit, in Großbritannien nach geeigneten Drehorten zu suchen, die im Film als Dünkirchen und als ländliches Frankreich dienen sollten. Man entschied sich schließlich für Ortschaften in Lincolnshire, Norfolk, Cambridgeshire, Grimsby und Redcar, die ziemlich genau den landschaftlichen Gegebenheiten in Dünkirchen ähneln: man sieht einen Strand und in der Entfernung auch die typischen Silhouetten von Industrieanlagen.
Wright und sein Kameramann Seamus McGarvey setzen die Kamera nicht nur dazu ein, um die Geschichte visuell zu vermitteln, sondern auch als eigenes erzählerisches Mittel, und zwar anhand der Bewegungen und Techniken, die im Verlauf der drei Teile des Films angewandt werden. Der typische Look für die Szenen, die 1935 spielen, ist zum Teil auf die Ausleuchtung und die Techniken zurückzuführen, die McGarvey einsetzte, um alles sehr strahlend wirken zu lassen. „Wir haben einen besonderen Filter verwendet, der eigentlich aus Strumpfhosen von Christian Dior besteht - dadurch bekommen wir um die Highlights herum einen schönen Glanz und außerdem eine sehr weiche, geschmeidige Textur. Im Drehbuch gibt es dann jedoch eine düstere Wendung, wir verwenden diesen Filter aber weiter - so wirkt diese Sanftheit fast kitschig, künstlich überzuckert. Es gibt eine dunkle Seite, die immer wieder hindurchscheint, und auf der wir dann für andere Bereiche des Films aufbauen.“
Für den Übergang von 1935 in das Jahr 1940 hat McGarvey die Kameratechnik adaptiert, damit die Veränderung von den reichhaltigen Farbtönen der luxuriösen Umgebung des Tallis House hin zum London und Frankreich der Kriegsjahre deutlich wurde. Der Kameramann erläutert: „1940 und insbesondere Dünkirchen beginnt auf steifere und strenger symmetrische Weise; dann bricht der Krieg in London ein, und hierfür haben wir uns für eine Steadicam-Kamera mit frenetischen Bewegungsmustern entschieden; das trifft auch auf die Beleuchtung zu: das Licht wird härter, trockener und wechselt abrupt.“
Zusätzlich zu den Themen, die sich in Produktionsdesign und Kostümen widerspiegeln, ist da auch die Erscheinung der drei Schauspielerinnen, die die Protagonistin Briony verkörpern - angefangen bei den Frisuren und dem Makeup bis hin zur Garderobe. Durran erklärt: „Es war wirklich wichtig, zwischen den drei Brionys eine Kontinuität herzustellen. Das bedeutete für mich, jeweils eine ähnliche Farbpalette zu verwenden; da wir mit Saiorse in abgetöntem Weiß begonnen hatten, gingen wir dann zum blassen Blau-Weiß von Romolas Krankenschwesternuniform über. Es war deshalb unverzichtbar, diese Farbnuancen auch einzusetzen, wenn Vanessa Redgrave die Rolle spielt.“
Ivana Primorac erschuf mit Hingabe die jeweiligen Frisuren und das Makeup, die auf subtile Weise die entsprechenden Epochen, Umstände und Erfahrungen darstellen, angefangen von der üppigen Luxusausstattung des Jahres 1935 über die Folgen des Krieges und die Verluste im Jahr 1940. Sie sagt dazu: „Die Sequenz des Jahres 1935 im Tallis House zeigt ein stilisiertes 1930er Jahre-Thema; der Look wurde auf eine Weise überzeichnet, die nicht dem wirklichen Aussehen des britischen Adels zu jener Zeit entspricht - wir haben ihre damalige Welt weitaus glamouröser dargestellt. Cecilia zum Beispiel ist von der Epoche, den Farben und den Gegebenheiten der damaligen Zeit beeinflusst. Im Vergleich dazu wirkt das Tallis House fast verwunschen und verträumt, wie Brionys Erinnerungen an glücklichere Zeiten.“
Was die Szenen in Dünkirchen angeht, die am Strand von Redcar gedreht wurden, hatte Wright beschlossen, alles in einer einzigen Steadicam-Einstellung zu filmen. Mit tausend ortsansässigen Statisten plus spektakulärem Produktionsdesign - darunter ein Musikpodium, ein funktionierendes Riesenrad, ausgebombte Gebäude und ein riesiges gestrandetes Schiff - begann die Action, zu der auch ein singender Chor gehört, außerdem Soldaten, die auf dressierten Pferden durch die Trümmer reiten und Männer, die Ball spielen; alles in allem also eine äußerst mutige Entscheidung.
Wright meint: „Ich war der Überzeugung, dass wir das in einer einzigen Steadicam-Einstellung einfangen könnten und dafür vorher nur gut proben mussten. Das war wirklich sehr, sehr spannend; wir verbrachten einen ganzen Tag von morgens um 6 bis abends um 18:30 Uhr mit den Proben, tüftelten es aus, bauten es zu einem großen Event auf und drehten drei Takes. So waren alle wirklich ganz bei der Sache und mit einbezogen, alle Statisten haben verstanden, was wir da taten und was wir zu vollbringen versuchten. Es wurde zu einer Theaterinszenierung. Es war toll, ich fand es großartig. Und das Licht war traumhaft. Aber irgendwie wusste ich schon vorher, dass das Licht gut werden würde. Daran habe ich nie gezweifelt. Ich hatte Vertrauen.“
Bei allen Aspekten des Filmemachens widmet sich Wright auch dem kleinsten Detail, sei es das übertrieben laute Geräusch des fließenden Wassers, als Cecilia in einer entscheidenden Szenen mit Robbie aus dem Brunnen steigt, sei es die prägnante, steiflippige Sprechweise der Oberschicht, die für die Tallis-Familie charakteristisch ist, oder sei es die clevere Art und Weise, in der das Geklapper der Schreibmaschinentasten sich in die Filmmusik integriert - jedem auch noch so kleinen Detail schenkt der Regisseur mit Bedacht seine volle Aufmerksamkeit. Tim Bevan meint zu Wrights Arbeitsethos: „Joe ist ein außergewöhnlicher neuer Regisseur, und er ist extrem hungrig, immer auf dem Sprung zu neuen Ufern, immer als erster vor Ort, am längsten bei der Arbeit, immer im Bestreben noch bessere Qualität zu liefern. Er ist in seiner Herangehensweise sehr akkurat und nimmt den ganzen Prozess des Filmemachens sehr ernst.“
Paul Webster fügt hinzu: „Joe kann unglaublich komplizierte Sachverhalte auf sehr einfache Weise vermitteln, und zwar auf eine Weise, die vom großen Publikum gut verstanden wird. „Abbitte“ ist ein sehr intellektuelles Buch mit sehr intellektuellen Ideen, aber es sind gleichzeitig zeitlose, universell gültige Themen - und Joe ist ein großer Romantiker, eigentlich ein Philosoph. Er interpretiert große Ideen im Kinoformat. Er ist einer der spannendsten Künstler, die ich je getroffen habe.“
Casting
Für Regisseur Wright war es von Bedeutung, Schauspieler zu engagieren, deren Alter dem der jeweiligen Figuren entsprach, die sie in „ABBITTE“ verkörpern sollten. Das war die Vorgabe, als es an der Zeit war, die Rolle der Cecilia Tallis zu besetzen; die erste Wahl von Working Title fiel auf Keira Knightley, die für ihre Rolle als Elizabeth Bennet in „Stolz und Vorurteil“ mit einer Oscarnominierung bedacht worden war.
Über die Zusammenarbeit mit Keira Knightley meint Regisseur Wright: „Als ich an die Figur der Cecilia dachte, fiel mir sofort Keira ein, und ich war davon überzeugt, dass sie dafür bereit war. Cecilia ist nicht nur eine hübsche Frau, sondern eine Charakterrolle; sie ist eine sehr komplexe Figur, denn sie ist ja nicht gerade eine Sympathieträgerin, doch dann wird sie durch ihre Liebe zu Robbie und seine Liebe zu ihr erlöst.“
Die Zusammenarbeit, die Wright und Knightley im Verlauf der Dreharbeiten zu „Stolz und Vorurteil“ entwickelten, führte auch während der Dreharbeiten zu „ABBITTE“ zu einem tieferen gegenseitigen Verständnis und Respekt für die Herangehensweise des Anderen.
Wright meint begeistert: „Was mich an Keiras Performance wirklich beeindruckt ist die Tatsache, dass sie keine Angst davor hatte, jemanden zu spielen, der eigentlich eher kalt und schwierig und ungelenk wirkt. Ich finde, es war sehr mutig von ihr, diese Rolle anzunehmen, denn viele Schauspieler haben panische Angst davor, durch die von ihnen gespielten Rollen nicht gemocht zu werden.“
Knightley erklärt, was sie zu der Figur der Cecilia hingezogen hat - eine Figur, die sich stark von ihren bisherigen Rollen unterscheidet: „Ich mag diese Figur, weil sie eine Frau ist. Sie weiß genau, wer sie ist, doch sie weiß nicht, wofür sie sich entscheiden soll, und steht daher im Konflikt mit sich selbst. Sie bemerkt nicht, dass sie eigentlich echte Gefühle für Robbie hegt, mit dem sie ja aufgewachsen ist, und sie will nicht zugeben, dass sich über diese Art von Geschwisterbeziehung hinaus eine ganz andere Beziehung anbahnt.“
Für Wright war ausschlaggebend, dass die Rolle des männlichen Protagonisten Robbie Turner - dem Sohn der Hausverwalterin der Tallis, ein intelligenter junger Mann, der auf Kosten der Familie Tallis sogar in Cambridge studiert hat - von einem Schauspieler gespielt würde, der über das Talent verfügt, die Zuschauer in seinen Bann zu ziehen und auf diese Reise mitzunehmen, beginnend in einer Zeit der Hoffnung und des Wohlstandes bis hin zu den Schrecken des Zweiten Weltkrieges.
Für diese entscheidende Rolle wurde James McAvoy engagiert. Regisseur Wright erklärt: „James stammt aus der Arbeiterschicht, und das war für das Casting von Robbie ausschlaggebend, denn seine Geschichte ist die eines Jungen aus der Arbeiterklasse, der zum Teil durch die Arroganz einer Familie der Oberschicht vernichtet wird. James hat außerdem viel Seele und keine Angst, sie auch zu zeigen. In der Beschreibung seiner Figur heißt es, er habe einen „optimistischen Blick“ - und genau den hat James auch.“
McEwan spricht über die Chemie, die auf der Leinwand zwischen Cecilia und Robbie zu spüren ist: „Keira und James sind großartig zusammen. Besonders gefällt mir die Szene in der Bibliothek. Das ist eine wunderbare Gelegenheit für Cecilia, ihre innere Anspannung abzubauen - eine abweisend wirkende junge Frau aus der Oberschicht, die keinen Zugang zu ihren eigenen Gefühlen hat. In der Bibliothek stellt sie sich all ihren Gemütsregungen in einer wahren Flut aus emotional und erotisch aufgeladener Hochspannung.“
Wright wurde vor sieben Jahren in einer Inszenierung am Hampstead Theatre zum ersten Mal auf James McAvoy aufmerksam. Als der Schauspieler nun für die Rolle des Robbie vorsprach, meint Wright, sei er „so gut gewesen, dass man gar nicht anders kann als ihn zu lieben, und wenn er lächelt, muss man einfach auch lächeln, und wenn er weint, dann weint man mit ihm.“
McAvoy war außer sich vor Freude, als Robbie an diesem Film mitwirken zu können und dabei die Gelegenheit zu haben, mit Regisseur Wright zusammenzuarbeiten. Der Schauspieler berichtet: „Robbie ist eigentlich so etwas wie ein Engel. Er ist sehr aufrichtig und eine der schwierigsten Rollen, die ich bisher gespielt habe. Joe ist so umfassend - er begeistert die Zuschauer, die Schauspieler, begreift die Geschichte, die er erzählt, und weiß genau, wie er die Darsteller besser macht. Und er ist wirklich in seine Figuren verliebt.“
Auch Vanessa Redgrave, die als älteste Darstellerin die Rolle der Briony Tallis spielt, ist voll des Lobes für den Regisseur: „Er geht brillant mit Schauspielern, um und der Film war wunderbar vorbereitet.“
Die jüngste der Briony-Darstellerinnen ist Newcomerin Saoirse Ronan. Nach etlichen Vorsprechterminen und langer Suche nach einer jungen Schauspielerin für diese Rolle stieß Wrights Casting-Direktorin Jina Jay auf die 12jährige irische Schauspielerin, deren Einfühlungsvermögen ihr Alter bei weitem übertrifft, weshalb sie auch die Idealbesetzung für die junge Schriftstellerin Briony war.
Im Laufe der sechs Wochen, in denen Ronan bei den Dreharbeiten zu „ABBITTE“ am Set mitwirkte, war Wright stets beeindruck von dem großen Talent, das Ronan bei der Darstellung der 13jährigen Briony unter Beweis stellte. Briony ist ein verwirrtes junges Mädchen, das für Robbie Gefühlte entwickelt, die sie selbst nicht versteht, und das eine äußerst lebhafte Phantasie hat.
Wright sagt über Ronan: „Viele Schauspieler setzen ihre eigenen emotionalen Erfahrungen und Vorstellungskraft ein, auf gewisse Weise ersetzen sie die Gefühle der Figur durch ihre eigenen Gefühle - und es gibt dabei keine richtige oder falsche Methode. Doch Saoirse tut das nicht; sie stellt sich einfach vor, wie es wäre, Briony Tallis zu sein, und entwickelt eine solche Empathie, dass sie die Gefühle eines anderen Menschen wirklich nachempfinden und ausdrücken kann. Das ist wirklich eine große Gabe; sie hat mich jeden Tag aufs Neue überrascht, ich kam aus dem Staunen nicht mehr heraus.“
Die anspruchsvolle Rolle der 18jährigen Briony bekam Romola Garai, die als letzte des Dreiergespanns besetzt wurde und sich deshalb physisch in den Look einfügen musste, der bereits für die jüngere und die ältere Briony festgelegt worden war. Romola folgte auch in ihren Bewegungen den Vorgaben von Saoirse und arbeitete mit einem Voice Coach zusammen, um ihre Stimme in eine ähnliche Tonlage zu bringen.
Abgerundet wird die hochkarätige Besetzung von der preisgekrönten Schauspielerin Brenda Blethyn, die in „Stolz und Vorurteil“ die Rolle als Mrs. Bennet innehatte, sowie Benedict Cumberbatch, Patrick Kennedy, Juno Temple, Peter Wight, Daniel Mays, Nonso Anozie, Gina McKee, Michelle Duncan, Harriet Walters und Alfie Allen.
Zur Besetzung insgesamt meint Produzent Tim Bevan: „Es gibt zurzeit eine sehr spannende Gruppe junger britischer Schauspieler zwischen 18 und 28, die wirklich großes Talent mitbringen, und Joe hat vier von ihnen in diesem Film… Keira, Romola, Benedict und James.“
Zusätzlich zu den Haupt- und Nebendarstellern wurden in Redcar rund tausend junge Männer als Statisten für Soldatenrollen engagiert; diese Soldaten waren verletzt oder lagen gar im Sterben und warteten an den Stränden von Dünkirchen darauf, sicher nach Hause zurückbefördert zu werden.
Die Drehorte
Stokesay Court, Shropshire
Stokesay Court ist ein viktorianisches Haus und gehört zum in Privatbesitz befindlichen Anwesen von Stokesay in Shropshire. Alle Außen- und Innenaufnahmen, die im Tallis House spielen, und diejenigen, die in Robbies und Graces Cottage spielen, wurden dort gedreht.
London
Zu den Drehorten in London gehört die Old Town Hall, Bethnal Green; eingesetzt wurde es in der Szene, in der sich Cecilia und Robbie im Teehaus zum ersten Mal seit 1935 wieder begegnen.
Die Szene an der U-Bahn-Station in Balham, in die sich Cecilia während des Bombenangriffs flüchtet, wurde in der stillgelegten Haltestelle in Aldwych gedreht. Die Szene, in der Robbie sieht, wie Cecilia zum Bus geht, wurde in Whitehall gedreht. Eine Straße in Streatham wurde umdekoriert und für die Szenen in Balham verwendet, in denen die 18jährige Briony nach Cecilias Wohnung sucht.
Das Innere des St. Thomas’ Krankenhaus und dessen Korridore wurden in den Shepperton Studios aufgebaut; der Lagerraum, der Aufenthaltsraum und der Schlafraum der Krankenschwestern befanden sich am Park Place in Henley Upton Thames; die Außenaufnahmen dazu drehte man am University College in London.
Die Hochzeit von Paul Marshall und Lola wurde in der St. John’s Church am Smith Square gedreht; das Fernsehinterview von 1999, in dem die ältere Briony über ihr Buch spricht, wurde in der BBC Wood Lane gefilmt.
Französische Landstriche
Die Szenen, in denen Robbie, Mace und Nettle sich im französischen Hinterland nach Dünkirchen durchschlagen, wurden vor Ort in Coates und Gedney Drove End in Lincolnshire gedreht, außerdem in Walpole St. Andrew und Denver in Norfolk sowie in March und Pymore in Cambridgeshire. Außerdem wurden noch Szenen am Fischerhafen von Grimsby gedreht.
Redcar Beach diente als Dünen von Bray, Dünkirchen, darunter auch das alte Kino Regent Cinema direkt am Pier; die Szenen im Sumpf und die in den Industrieanlagen wurden im Stahlwerk von Corus, ebenfalls in Redcar, gedreht.

DIE BESETZUNG
KEIRA KNIGHTLEY (Cecilia Tallis)
Schon mit ihren erst 22 Jahren hat Keira Knightley ihren Status als neuer Stern am Filmhimmel mehrfach unter Beweis gestellt, auch mit ihren Nominierungen zum Oscar und Golden Globe in der Kategorie Beste Schauspielerin für ihre gefeierte Darstellung der Elizabeth Bennet in Joe Wrights „Stolz und Vorurteil“.
Ins Rampenlicht trat sie zunächst in Gurinder Chadhas Kinohit „Kick It Like Beckham“, für den sie mit dem London Critics Circle Award in der Kategorie British Newcomer of the Year ausgezeichnet wurde. Daraufhin wurde sie von Regisseur Gore Verbinski und Produzent Jerry Bruckheimer engagiert, um neben Johnny Depp, Orlando Bloom und Geoffrey Rush eine der Hauptrollen im weltweit erfolgreichen Blockbuster „Fluch der Karibik“ (2003) zu übernehmen. Diese Rolle hat sie auch in den bisherigen beiden Fortsetzungen innegehabt: „Pirates of the Caribbean - Fluch der Karibik 2“ und „Pirates of the Caribbean - Am Ende der Welt“.
Zu ihren weiteren sehr vielfältigen Filmen gehören außerdem Tony Scotts Action-Drama „Domino“, Antoine Fuquas und Jerry Bruckheimers „King Arthur“, John Mayburys Thriller „The Jacket“ an der Seite von Adrien Brody sowie eine Rolle als Teil der hochkarätigen Besetzung in Richard Curtis’ „Tatsächlich…Liebe“ mit Hugh Grant, Colin Firth, Laura Linney, Liam Neeson, Alan Rickman, Bill Nighy und Emma Thompson.
Ihr professionelles Schauspieldebüt gab sie bereits mit sechs Jahren in „Royal Celebration“ im britischen Fernsehen; zu ihren weiteren frühen Filmen gehören auch „A Village Affair“ und „Innocent Lies“, außerdem TV-Rollen in der Serie „The Bill“ und den Fernsehfilmen „Treasure Seekers“, „Coming Home“ und Walt Disneys „Princess of Thieves“ sowie in den Miniserien „Oliver Twist“ und der Adaption von Boris Pasternaks Romanklassiker „Dr. Zhivago“. Außerdem war sie u.a. in den Spielfilmen „Star Wars: Episode 1 - Die dunkle Bedrohung“, „The Hole“ und „Ein Kind von Traurigkeit“ zu sehen.
Demnächst kommt sie mit der Adaption von Alessandro Bariccos Roman-Bestseller „Seide“ unter der Regie von François Girard mit Michael Pitt, Alfred Molina und Koji Yakusho in die Kinos.
Neben ihrer Arbeit als Schauspielerin ist sie auch als Model tätig; gerade wurde von Chanel als Gesicht der Kampagne für Coco Mademoiselle auserkoren. Dabei wird sie zum dritten Mal mit Joe Wright zusammenarbeiten, der für den Debütwerbespot dieser Marke als Autor und Regisseur verantwortlich zeichnen wird.
Vor kurzem hat sie die Dreharbeiten zu John Mayburys „The Edge Of Love“ mit Sienna Miller, Cillian Murphy und Matthew Rhys abgeschlossen; es geht um die Geschichte einer ungewöhnlichen Freundschaft zwischen Dylan Thomas’ ehemaliger Geliebten Vera und seiner Ehefrau Caitlin. Das Drehbuch dazu verfasste Sharman Macdonald, Keira Knightleys Mutter, die als Autorin tätig ist.
JAMES McAVOY (Robbie Turner)
James McAvoy wurde 1979 in der Gegend von Scotstoun in Glasgow, Schottland, geboren und hat an der renommierten Royal Scottish Academy of Music and Drama studiert. Im Laufe seiner noch jungen Karriere hat er sich in einer breiten Palette von Rollen am Theater sowie in Film und Fernsehen ausgetestet und wird als eines der größten britischen Schauspieltalente angesehen. Sein professionelles Schauspieldebüt gab er mit 16 im Film „Die Hölle nebenan“; zu seinen beeindruckend vielen weiteren Filmen gehören u.a. auch „Bollywood Queen“, „Der Preis der Ehre“ mit Jonathan Pryce, „Inside I’m Dancing“ mit Romola Garai - für den er bei der Verleihung der London Film Critics Circle Awards als Bester Britischer Schauspieler nominiert war -, Stephen Frys „Bright Young Things“ und Richard Loncraines „Wimbledon - Spiel, Satz und …Liebe“. McAvoy ist Preisträger des auf der BAFTA-Verleihung erstmals vergebenen Orange Rising Star Award; bekommen hat er diese Auszeichnung für seine Rolle als Mr. Tumnus in „Die Chroniken von Narnia - Der König von Narnia“; für die gleiche Rolle war er auch für den London Critics Circle Award in der Kategorie Bester Britischer Schauspieler in einer Nebenrolle nominiert.
Die Aufmerksamkeit der Kritik erregte er erstmals durch seine Rolle in der BAFTA-preisgekrönten BBC-Politdrama-Serie „State of Play“ mit Bill Nighy, John Simm und Kelly Madconald, außerdem durch seine Rolle in der BBC2-Serie „Early Doors“. Zuvor war er in der TV-Adaption von Zadie Smiths beliebtem Roman „White Teeth“ zu sehen, die ihn auch in Hollywood ins Gespräch brachte. So wurde er 2002 in der Rolle als Leto Atreides II für die Emmy-preisgekrönte Serie „Children of Dune“ engagiert. Zu seinen weiteren TV-Auftritten gehören außerdem die BAFTA-preisgekrönte Channel Four-Serie „Shameless“ - für die er 2004 für den British Comedy Award in der Kategorie Bester Comedy-Newcomer nominiert war -, die von Tom Hanks und Steven Spielberg produzierte und preisgekrönte HBO-Miniserie „Band of Brothers“, „The Inspector Lynley Mysteries“, „Murder in Mind“ und „Lorna Doone“.
Vor kurzem war McAvoy in der romantischen Komödie „Starter For Ten“ sowie in Kavin Madconalds von der Kritik gefeiertem und preisgekrönten Film „Der letzte König von Schottland - In den Fängen der Macht“ zu sehen - für den er eine BAFTA-Nominierung als Bester Nebendarsteller erhielt -, außerdem in „Geliebte Jane“, der Filmbiographie über Jane Austen mit Anne Hathaway, Dame Maggie Smith und Julie Walters in den Hauptrollen. Demnächst wird er an der Seite von Christina Ricci, Reese Witherspoon und Richard E. Grant in der modernen Fabel „Penelope“ zu sehen sein. Derzeit steht er neben Morgan Freeman und Angelina Jolie für „Wanted“ unter der Regie von Timur Bekmambetov („Nightwatch“ und „Daywatch“) in Prag vor der Kamera.
ROMOLA GARAI (Briony mit 1
Noch während ihrer Schulzeit wurde Romola Garai für Gillies Mackinnons HBO-Film „The Last of the Blonde Bombshells“ engagiert; sie spielte darin eine jüngere Version der Rolle, die von Dame Judi Dench verkörpert wurde.
Ihre erste Spielfilmrolle hatte Romola Garai als Protagonistin in der Adaption von Dodie Smiths beliebtem Roman „I Capture the Castle“; für diese Rolle wurde sie für den British Independent Film Award in der Kategorie Vielversprechendste Newcomerin nominiert. Darauf folgten Hauptrollen in „Dirty Dancing 2“, „Vanity Fair“ mit Reese Witherspoon und „Inside I’m Dancing“ mit James McAvoy; für letztgenannten Film wurde sie mit dem London Critics Circle Award in der Kategorie Beste Nebendarstellerin ausgezeichnet und in der gleichen Kategorie außerdem für einen British Independent Film Award nominiert.
Zu ihren TV-Filmen gehören z.B. Douglas McGraths „Nicholas Nickleby“ und Tom Hoopers BBC-Miniserie „Daniel Deronda“.
Vor kurzem war sie in Michael Apteds „Amazing Grace“ zu sehen, außerdem in Kenneth Branaghs „As You Like It“, Woody Allens „Scoop - Der Knüller “ sowie in der Titelrolle von Fraçois Ozons „Angel - Ein Leben wie im Traum“.
Am Theater spielte sie in Michael Hastings „Calico“ unter der Regie von Edward Hall die Rolle als James Joyces Tochter Lucia. Zurzeit steht sie mit der Royal Shakespeare Company in Stratford als Cordelia im „King Lear“ auf der Bühne sowie unter der Regie von Trevor Nunn auch als Nina in „The Seagull“.
BRENDA BLETHYN (Grace Turner)
Für ihre unvergessliche Darstellung der Mrs. Bennet in Joe Wrights „Stolz und Vorurteil“ wurde Brenda Blethyn für einen BAFTA als Beste Nebendarstellerin nominiert.
Durch ihre Rolle in Mike Leighs „Lügen & Geheimnisse“ erwarb sie sich ein internationales Renommee und wurde dafür als Beste Schauspielerin mit einem Golden Globe, einem BAFTA, auf den Filmfestspielen in Cannes sowie von der Los Angeles Film Critics Association ausgezeichnet. Für diese Rolle bekam sie außerdem eine Oscar-Nominierung in der Kategorie Beste Schauspielerin und war auch für den Screen Actors Guild Award (SAG) nominiert.
Ihre Darstellung in Mark Hermans „Die Stimme ihres Lebens“ brachte ihr eine Oscar-Nominierung in der Kategorie Beste Nebendarstellerin ein, außerdem Nominierungen zum BAFTA, Golden Globe und SAG Award. Mit ihrer Rolle in Nigel Coles „Grasgeflüster“ wurde ihr dann die dritte Golden-Globe-Nominierung zuteil.
Zu ihren weiteren Filmen gehören u.a. „On a Clear Day“ von Gaby Dellal, „Beyond the Sea“ unter der Regie von Kevin Spacey, „Lovely & Amazing“ von Nicole Holofcener, „Aus der Mitte entspringt ein Fluss“ von Robert Redford und „Hexen hexen“ von Nicolas Roeg.
Brenda Blethyn bekam für ihre Performance in Robert Dornhelms Miniserie „Anne Frank: The Whole Story“ auch eine Emmy-Nominierung. Zu ihren weiteren herausragenden TV-Rollen zählen außerdem z.B. „Belonging“ von Christopher Menaul - für den sie eine BAFTA-Nominierung bekam -, „RKO 281“ von Benjamin Ross und Roger Michells Miniserie „The Buddha of Suburbia“.
Seit 30 Jahren steht sie auch auf der Bühne und war u.a. vor kurzem am Broadway unter der Regie von Michael Mayer an der Seite von Edie Falco in Marsha Normans „’night, Mother“ in einer Hauptrolle zu sehen.
Im Jahr 2000 wurde ihr der Order of the British Empire verliehen.
Zu ihren weiteren Rollen gehören der neue Spielfilm „Clubland“ unter der Regie von Cherie Nowlan sowie die TV-Miniserie „War and Peace“ an der Seite von Malcolm McDowell.
VANESSA REDGRAVE (Briony im Alter)
Vanessa Redgrave ist seit langem für ihre anspruchvolle Herangehensweise an schwierige und sogar umstrittene Rollen bekannt. Vor kurzem war sie in ihrem dritten Merchant Ivory Film zu sehen, „The White Countess“; zuvor stand sie bereits für „Die Damen aus Boston“ und „Wiedersehen in Howard’s End“ vor der Kamera und wurde für beide Filme jeweils für einen Oscar nominiert.
Ausgebildet wurde sie als Bühnenschauspielerin an der Central School of Speech and Drama in London. In ihrer ersten großen Theaterrolle in „A Touch of the Sun“ im Jahr 1958 spielte sie die Tochter eines Schuldirektors, der wiederum von ihrem eigenen Vater, Sir Michael Redgrave, verkörpert wurde. Im gleichen Jahr gab sie mit „Hinter der Maske“ auch ihr Leinwanddebüt. 1959 wurde sie Mitglied der Stratford-Upon-Avon Theatre Company und arbeitete mit einigen der renommiertesten britischen Bühnenkünstlern zusammen, darunter auch mit ihrem zukünftigen Ehemann Tony Richardson.
Nach einer erfolgreichen Phase als Shakespeare-Darstellerin schaffte Vanessa Redgrave mühelos den Übergang ins Filmgeschäft; mit ihrer Rolle in Michelangelo Antonionis „Blow Up“ trat sie auch gleich erfolgreich ins Rampenlicht. Im gleichen Jahr spielte sie in „Ein Mann für jede Jahreszeit“ die Anne Boleyn und bekam für ihre Darstellung in „Protest“ eine Oscar-Nominierung. In „Camelot - Am Hofe König Arthurs“ gab sie eine charmante Guinevere; für ihr Porträt der weltberühmten Tänzerin Isadora Duncan in „Isadora“ (196
wurde ihr erneut eine Oscar-Nominierung zuteil. Mit der Darstellung einer sexbesessenen Klosteroberin in Ken Russells skandalumwittertem „Die Teufel“ zog sie den Unmut des Vatikans auf sich; eine weitere Oscar-Nominierung erhielt sie für die überaus nuancenreiche Darstellung in „Maria Stuart, Königin von Schottland“.1978 wurde ihr für die Titelrolle in „Julia“ der Oscar zuteil; sie verkörpert darin die Frau, die der von Jane Fonda gespielten Lillian Hellman als Inspirationsquelle dient. Zu ihren vielen weiteren unvergesslichen Filmen gehören u.v.a. auch „Oh! What a Lovely War“, „Die Trojanerinnen“, „Mord im Orientexpress“, „Kein **** für Sherlock Holmes“, „Prick Up Your Ears“, „Wetherby“, „Die Ballade vom traurigen Café“, „Little Odessa - Kalt wie der Tod“, „Ein Sommer am See“, „Mission Impossible“, „Fräulein Smillas Gespür für Schnee“, „Mrs. Dalloway“, „Oscar Wilde“ und „Durchgeknallt“.
Zu ihren neuesten Filmen gehört „Venus“ an der Seite von Peter O’Toole unter der Regie von Roger Michell; demnächst wird sie z.B in „The Thief Lord“, „The Riddle“, „Evening“ und „How About You“ zu sehen sein.
Einige ihrer besten Rollen hatte sie auch in hochkarätigen TV-Produktionen wie „Playing for Time“, in der sie eine jüdische KZ-Überlebende spielte; für diese Rolle wurde sie 1980 mit einem Emmy ausgezeichnet. Zu ihren weiteren Fernsehauftritten zählen z.B. „Second Serve“ - ein Remake von „Whatever Happened to Baby Jane?“ - „Byron“ und die gefeierte US-Serie „Nip/Tuck“.
Derzeit steht sie am Broadway in der hoch gelobten Inszenierung von „The Year of Magical Thinking“ unter der Regie von David Hare auf der Bühne.
SAOIRSE RONAN (Briony mit 13)
Mit neun Jahren begann Saoirse Ronan ihre Schauspielkarriere im irischen Fernsehen. Zu ihren TV-Auftritten gehören „The Clinic“ und „Proof“, außerdem war sie in Gillian Armstrongs „Death Defying Acts“ neben Catherine Zeta-Jones und Guy Pearce, in Amy Heckerlings „I Could Never Be Your Woman“ mit Michelle Pfeiffer und Paul Rudd sowie in „The Christmas Miracle of Jonathan Toomey“ mit Joely Richardson und Tom Berenger zu sehen. Derzeit spielt sie an der Seite von Bill Murray eine der Hauptrollen in „City of Ember“.
PATRICK KENNEDY (Leon Tallis)
Zu Patrick Kennedys Spielfilmen gehören „In Tranzit“ mit John Malcovich, „München“ unter der Regie von Steven Spielberg und „Lady Henderson präsentiert“ von Stephen Frears.
Im Fernsehen war er z.B. in der gefeierten BBC1-Serie „Bleak House“ zu sehen, die in der Kategorie Best Drama mit einem BAFTA und dem Preis der Royal Television Society ausgezeichnet wurde, außerdem in „Cambridge Spies“ und dem TV-Film „The Somme“. Zusätzlich wirkte er in etlichen Theaterinszenierungen mit, darunter „A Midsummer Night’s Dream“ am Bristol Old Vic, „Suddenly Last Summer“ unter der Regie von Michael Grandage und „Thérèse Raquin“ am Royal National Theatre.
BENEDICT CUMBERBATCH (Paul Marshall)
Benedict Cumberbatch ist der Sohn des Schauspielers Timothy Carlton und der Schauspielerin Wanda Ventham; ausgebildet wurde er an der renommierten London Academy of Music and Dramatic Art (LAMDA).
Für seine Titelrolle im BBC-Fernsehdrama „Hawking“, basierend auf der Lebensgeschichte des Physikers Stephen Hawking, wurde er als Bester Schauspieler für einen BAFTA nominiert und auf dem Monte Carlo Television Festival als Bester Schauspieler preisgekrönt. Für BBC2 übernahm er in „To The Ends Of The Earth“ an der Seite von Sam Neill ebenfalls eine Hauptrolle in der großangelegten Adaption der Trilogie des Nobelpreisträges William Golding; hierfür wurde er auf dem Monte Carlo Television Festival in der Kategorie Bester Schauspieler mit dem Golden Nymph Award ausgezeichnet.
Zu seinen Filmen gehört u.a. Paige Camerons auf Ernest Hemingways „Hills Like White Elephants“ basierender Kurzfilm. Am Theater war er z.B. in Henrik Ibsens „Hedda Gabler“ unter der Regie von Richard Eyre am Almeida Theatre zu sehen - und wurde für diese Rolle für einen Olivier und einen Charleson Award nominiert -, außerdem in „Lady From The Sea“ von Trevor Nunn. Seine enge Zusammenarbeit mit dem Almeida Theatre setzte der Schauspieler auch in „Period of Adjustment“ unter der Regie von Howard Davis fort.
Auf der Kinoleinwand war Cumberbatch vor kurzem in „Starter For Ten“ an der Seite von James McAvoy sowie in Michael Apteds „Amazing Grace“ zu sehen. Demnächst kommt er mit Justin Chadwicks „The Other Boleyn Girl“ mit Natalie Portman, Scarlett Johansson und Eric Bana in die Kinos und wird in der TV-Produktion „Stuart: A Life Backwards“ zu sehen sein. Zurzeit steht er in der Hauptrolle von „The Last Enemy“, einem BBC1-Fünfteiler, der im Herbst ausgestrahlt werden soll, unter der Regie von Stephen Ezard vor der Kamera
JUNO TEMPLE (Lola Quincey)
Ihr Leinwanddebüt gab Juno Temple in „Pandemonium“ unter der Regie ihres Vaters Julian Temple. Vor kurzem sah man sie in Richard Eyres Adaption von Zoe Hellers Romanbestseller „Tagebuch eines Skandals“ mit Cate Blanchett und Judi Dench. Demnächst kommen ihre neuen Filme in die Kinos: „The Other Boleyn Girl“ mit Natalie Portman, Scarlett Johansson und Eric Bana unter der Regie von Justin Chadwick, „St. Trinian’s“ mit Lena Headey, Rupert Everett und Colin Firth sowie „Mr. Nobody“ von Jaco van Dormael.
Derzeit steht sie für Working Title Films in „Wild Child“ unter der Regie von Nick Moore vor der Kamera.
PETER WIGHT (Polizeiinspektor)
Peter Wight hat bereits in drei Filmen mit Regisseur Joe Wright zusammengearbeitet: in „ABBITTE“, „Stolz und Vorurteil“ sowie in der BAFTA-preisgekrönten TV-Serie „Charles II: The Power & The Passion“.
Zu seinen neuesten Filmen gehören z.B. Edgar Wrights „Hot Fuzz - Zwei abgewichste Profis“ „Frost“ sowie „Babel“ von Alejandro González Inarritu mit Brad Pitt und Cate Blanchett. Weitere Rollen hatte er unter der Regie von Mike Leigh in „Vera Drake“, „Meantime“, „Lügen & Geheimnisse“ und „Nackt“ inne.
Aus vielen britischen TV-Serien ist er dem Publikum gut bekannt, darunter auch aus der neuen Jane Austen-Adaption „Persuasion“, aus „Party Animals“ von BBC, dem gefeierten „Out of the Blue“ und „Early Doors“ von Craig Cash. Zu seinen vielen Theaterrollen gehören auch Inszenierungen am National Theatre, Shared Experience und mit der Royal Shakespeare Company.
Demnächst wird er an der Seite von Robert Carlyle und Tom Courtenay in „The Flood“ zu sehen sein.
HARRIET WALTER (Emily Tallis)
Zu Harriet Walters vielen Filmen gehören u.a. Stephen Frys „Bright Young Things“, „Chromophobia“ und „Onegin - Eine Liebe in St. Petersburg“, beide unter der Regie von Martha Fiennes, „Sinn und Sinnlichkeit“ mit Emma Thompson und Kate Winslet unter der Regie von Ang Lee, „Keep the Aspidistra Flying“ mit Helena Bonham Carter und Richard E. Grant, „The Governess“ mit Minnie Driver sowie „Bedrooms and Hallways“.
Sie hat auch in etlichen Fernsehproduktionen mitgewirkt, darunter so beliebte TV-Serien wie „Trial and Retribution“, „Doctors“, „Midsummer Murders“, „Spooks“, „Waking the Dead“, „Inspector Morse“ und „Dalziel and Pascoe“.
Sie ist auch Mitwirkende der Royal Shakespeare Company und war mit dieser Truppe in einer ganzen Reihe von Theaterinszenierungen zu sehen, darunter jüngst als Cleopatra in „Antony & Cleopatra“ in Stratford, am West End sowie in den USA.
Harriet Walters wurde bereits mit etlichen Preisen ausgezeichnet, darunter der Evening Standard Award in der Kategorie Beste Schauspielerin für ihre Rolle in „Mary Stuart“.
MICHELLE DUNCAN (Fiona MacGuire)
Michelle Duncan studierte an der University of St. Andrews und machte ihren Abschluss in Englisch und Klassischer Literatur. Zu ihren neuesten Filmen gehört ihr Leinwanddebüt „Driving Lessons“ mit Julie Walters, Laura Linney und Rupert Grint; 2008 kommt sie mit „The Broken“ an der Seite von Lena Headey in die Kinos.
Im Fernsehen war sie u.a. bei BBC Scottland in „Sea of Souls“ zu sehen - in einer Rolle, die ihr eine Nominierung zum Scottish BAFTA einbrachte -, außerdem in „Whatever Love Means“ in der Rolle der jungen Prinzessin Diana, in „Sugar Rush“, „Dr. Who“ sowie im preisgekrönten Drama „Low Winter Sun“ unter der Regie von Adrian Shergold.
GINA McKEE (Schwester Drummond)
In den vergangenen zwanzig Jahren arbeitete Gina McKee erfolgreich im Film und am Theater.
Zu ihren Spielfilmen gehören z.B. Luc Bessons „Johanna von Orleans“, „Women Talking Dirty“ mit Helena Bonham Carter, „Notting Hill“ unter der Regie von Rocher Michell mit Julia Roberts und Hugh Grant, Michael Winterbottoms „Wonderland“, „Croupier“ mit Clive Owen, „Nackt“ von Mike Leigh sowie Ken Russells „Der Kuss der Schlangenfrau“.
Im Fernsehen sah man sie u.a. in „Tsunami: The Aftermath“, in Stephen Poliakoffs „The Lost Prince“ - für den sie eine BAFTA TV-Nominierung in der Kategorie Beste Schauspielerin bekam -, „The Forsyte Saga“ mit Damian Lewis und „Our Friends in the North“, für den sie mit einem BAFTA in der Kategorie Beste Schauspielerin ausgezeichnet wurde.
Außerdem war sie in unterschiedlichen TV-Programmen mit von der Partie, darunter „Brass Eye“, „Drop the Dead Donkey“, „Auf Wiedersehen Pet“ und „Rockliffe’s Babies“.
Demnächst wird sie in Anand Tuckers „When Did You Last See Your Father?“ an der Seite von Colin Firth, Jim Broadbent und Juliet Stevenson zu sehen sein.
DANIEL MAYS (Tommy Nettle)
Daniel Mays ist RADA-Absolvent und hat intensiv am Royal Court Theatre mitgewirkt, darunter in der Hauptrolle des von der Kritik gefeierten Stücks „Motortown“ von Simon Stephens, in „The Winterling“ von Jez Butterworth und in Vassily Sigarevs „Ladybird“.
Zu seinen TV-Rollen gehören z.B. der Protagonist Carter Kranz in „Funland“, außerdem „Consent“, „Class of 76“, „Bodily Harm“ unter der Regie von Joe Wright, „Tipping the Velvet“, „Top Buzzer“ sowie der demnächst auszustrahlende „Saddam’s Tribe“.
Seine Spielfilmcredits umfassen u.a. zwei Zusammenarbeiten mit dem renommierten Filmemacher Mike Leigh - „Vera Drake“ und „All or Nothing“ -, Antonia Birds „Rehb“ - für den er auf dem Palmare-Reims Television Festival als Bester Schauspieler ausgezeichnet wurde - und Brian Kirks „Middletown“ an der Seite von Matthew Macfayden.
Zusätzlich war er in Ridley Scotts „Ein gutes Jahr“, in „Das geheime Leben der Worte“, „Pearl Harbour“ und dem Thriller „The Bank Job“ mit Jason Statham und Saffron Burrows zu sehen.
NONSO ANOZIE (Frank Mace)
Nonso Anozie machte 2002 seinen Abschluss an der Central School of Speech and Drama; im selben Jahr wurde er zum jüngsten „King Lear“-Darsteller aller Zeiten.
2005 wurde ihm für seine Darstellung in Shakespeares „Othello“ in einer Adaption der Cheek by Jowl-Theatertruppe der Ian Charleson Award zuteil; diese Rolle brachte ihm auch begeisterte Rezensionen ein, er wurde dafür als bester Othello seit Laurence Olivier gefeiert.
Anozies außergewöhnliche Begabung brachte ihm daraufhin eine Rolle in „Die letzte Legion“ ein - an der Seite von Colin Firth, Aishwarya Ray und Sir Ben Kingsley spielt er darin einen äthiopischen Legionär.
Zusätzlich spricht er die Originalstimme des Bären Iorek Byrnison im ersten Teil der Philip Pullman-Trilogie „Der goldene Kompass“ mit Nicole Kidman und Daniel Craig unter der Regie von Chris Weitz.

DER STAB
JOE WRIGHT (Regie)
Joe Wright wurde für sein von der Kritik gefeiertes Spielfilmdebüt „Stolz und Vorurteil“ mit dem Carl Foreman BAFTA Award in der Kategorie Vielversprechendster Newcomer und außerdem mit dem London Film Critcs Circle Award als Britischer Regisseur des Jahres ausgezeichnet.
Neben den Preisen, die Wright selbst bekam, wurde „Stolz und Vorurteil“ auch in vier Kategorien für den Oscar nominiert, zusätzlich auch für einen BAFTA in der Kategorie Bester Britischer Film.
Bereits zuvor war Wright für seine hoch gelobte Miniserie „Charles II: The Power & The Passion“ mit einem BAFTA preisgekrönt worden. Diese Serie, in der Rufus Sewell die Hauptrolle spielte, bekam außerdem zwei weitere BAFTA Awards und wurde für drei weitere nominiert.
Zu Wrights vorherigen Regiearbeiten zählen auch die vielgepriesene Miniserie „Nature Boy“ - für die er eine BAFTA-Nominierung erhielt -, die Miniserie „Bodily Harm“ mit Timothy Spall in der Hauptrolle und der TV-Film „Bob & Rose“, der mit etlichen internationalen Preisen ausgezeichnet wurde.
Vor kurzem arbeitete Joe Wright zum dritten Mal mit Keira Knightley zusammen, und zwar in ihrem ersten Werbespot für Coco Mademoiselle.
TIM BEVAN und ERIC FELLNER (Produktion)
Working Title Films ist die führende Filmproduktionsgesellschaft in Europa und wird seit 1992 von Tim Bevan und Eric Fellner geleitet; sie produzieren Filme, die neue Maßstäbe setzen und auch demographische Grenzlinien überbrücken.
Working Title wurde 1983 gegründet und verwirklichte über 85 Filme, die weltweit insgesamt über 3,5 Milliarden US-Dollar einspielten, mit vier Oscars (Tim Robbins’ „Dead Man Walking - Sein letzter Gang“, Joel und Ethan Coens „Fargo“ sowie Shekhar Kapurs „Elizabeth), außerdem mit 24 BAFTA Awards sowie renommierten Preisen auf den Filmfestspielen in Cannes und auf der Berlinale ausgezeichnet wurden. Bevan und Fellner wurden zwei der renommiertesten Auszeichnungen zuteil, die an britische Filmemacher vergeben werden: 2004 der Michael Balcon Award für Herausragende Beiträge zum Britischen Kino bei der Verleihung der Orange British Academy Film Awards, dann der Alexander Walker Film Award anlässlich der Verleihung der Evening Standard British Film Awards. Außerdem wurde Bevan und Fellner die Auszeichnung als CBE (Commander of the British Empire) verliehen.
Working Title erfreut sich einer langjährigen und erfolgreichen kreativen Zusammenarbeit mit Filmemachern wie Richard Curtis, Stephen Daldry und den Coen-Brüdern, außerdem mit Schauspielern wie u.a. Rowan Atkinson, Colin Firth, Hugh Grant und Emma Thompson. Zu den weltweit erfolgreichen Produktionen unter diesem Banner gehören auch „Vier Hochzeiten und ein Todesfall“ von Mike Newell, „Tatsächlich…Liebe“ von Richard Curtis, „Billy Elliot - I will dance“ von Stephen Daldry, „Notting Hill“ von Roger Michell, „Bean - Der ultimative Katastrophenfilm“ von Mel Smith, „Die Dolmetscherin“ von Sydney Pollack, „Johnny English - Der Spion, der es versiebte“ von Peter Howitt, „O Brother, Where Art Thou? - Eine Mississippi-Odyssee“ von Joel und Ethan Coen, „About a Boy“ von Chris und Paul Weitz, beide „Bridget Jones“-Filme - jeweils unter der Regie von Sharon Maguire und Beeban Kidron -, „Stolz und Vorurteil“ von Joe Wright, „Eine zauberhafte Nanny“ von Kirk Jones, „Hot Fuzz - Zwei abgewichste Profis“ von Edgar Wright und „Mr. Bean macht Ferien“ von Steve Bendelack. In Großbritannien machte Working Title auch mit „Ali G Indahouse“ mit Sacha Baron Cohen sowie mit Edgar Wrights preisgekröntem Überraschungserfolg, der Rom-Zom-Com (romantischen Zombie-Comedy) „Shaun of the Dead“ Furore.
Der Kinoerfolg von „Billy Elliot - I will dance“ konnte auch auf Londoner Bühnen wiederholt werden; 2005 arbeiteten Stephen Daldry und Drehbuchautor Lee Hall erneut zusammen und schufen eine Musical-Version, für die Sir Elton John die Musik komponierte. Diese höchst erfolgreiche Inszenierung war die erste Theaterproduktion von Working Title (gemeinsam mit Old Vic Prods.) und läuft noch immer vor ausverkauftem Haus in London. 2005 bekam das Stück neun Nominierungen zum Olivier Award, darunter in der Kategorie Bestes Neues Musical. Derzeit laufen die Vorbereitungen, um in Sydney und 2008 auch in New York auf Tournee zu gehen.
Im vergangenen Jahr produzierten Bevan und Fellner den von der Kritik gefeierten „Flug 93“ von Paul Greengrass, der mit zwei BAFTA Awards augezeichnet - in den Kategorien Beste Regie und Bester Schnitt - sowie mit einer Oscar-Nominierung in der Kategorie Beste Regie bedacht wurde.
Zu ihren neuesten Filmen gehören u.a. Shekhar Kapurs „Elizabeth: Das goldene Königreich“ mit Cate Blanchett, Geoffrey Rush und Clive Owen sowie Adam Brooks’ „Definitely, Maybe“ mit Ryan Reynolds, Isla Fisher, Derek Luke, Abigail Breslin, Elizabeth Banks und Rachel Weisz in den Hauptrollen.
PAUL WEBSTER (Produktion)
„ABBITTE“ ist Paul Websters achte Produktion unter dem Banner von Working Title und nach „Stolz und Vorurteil“ auch seine zweite Zusammenarbeit mit Joe Wright. 2004 gründete Webster gemeinsam mit Stephen Garrett und Jane Featherstone die Firma Kudos Pictures; zu den aktuellen Produktionen gehören David Cronenbergs „Tödliches Versprechen“ mit Viggo Mortensen und Naomi Watts, „Miss Pettigrew Lives For a Day“ von Bharat Nalluri mit Frances McDormand und Amy Adams sowie „The Crimson Wing“, ein Natur-Dokumentarfilm für Disney, der gerade in Tansania gedreht wird.
Für „Stolz und Vorurteil“ bekam Webster eine Golden Globe-Nominierung; insgesamt zeichnete er bisher für 35 Filmproduktionen verantwortlich, darunter der Oscar-preisgekrönte „Die Reise des jungen Che“. Er produzierte oder finanzierte Filme, die mit über 100 Preisen geehrt wurden, darunter drei BAFTAS in der Kategorie Bester Britischer Film und acht Oscar-nominierte Spielfilme.
Webster war Leiter der Produktionsabteilung von Miramax Films, wo er für etliche Filme verantwortlich zeichnete, angefangen bei „Der englische Patient“, der 1996 mit dem Oscar in der Kategorie Bester Spielfilm ausgezeichnet wurde, bis hin zu den Oscargewinnern „Good Will Hunting“ und „Shakespeare in Love“. 1998 ging er zum TV-Sender Channel 4 und gründete FilmFour Ltd, um innerhalb von fünf Jahren über 50 Filme und etliche Kurzfilme zu produzierten, die mit einer Vielzahl von internationalen Preisen und Nominierungen geehrt wurden.
Zuvor hatte er sich bereits als Produzent betätigt, sowohl als unabhängiger Produzent als auch in Zusammenarbeit mit Working Title Films; in dieser Zeit produzierte er z.B. Mel Smiths „Das lange Elend“ mit Emma Thompson, Peter Medaks „Romeo is Bleeding“ mit Gary Oldman sowie James Grays „Little Odessa - Eiskalt wie der Tod“, der 1994 auf den Filmfestspielen in Venedig mit dem Silbernen Löwen ausgezeichnet wurde.
Davor war er Geschäftsführer von Palace Pictures, der Vertriebssparte der britischen Produktionsfirma Palace; seine Karriere in der Filmindustrie begann Mitte der 70er Jahre als Mitarbeiter des Gate Cinema in Notting Hill.
CHRISTOPHER HAMPTON (Drehbuch)
Christopher Hampton kam 1946 auf den Azoren zur Welt und wuchs in Aden (Ägypten) sowie auf Sansibar auf. 1966 ging er an das New College in Oxford, um Deutsch und Französisch zu studieren, und machte seinen Abschluss mit Auszeichnung.
Während seines Studiums in Oxford begann er sich aktiv für das Theater zu interessieren und wurde 1966 zum jüngsten Autor, dessen Stück jemals am West End aufgeführt worden war. Zu seinen frühen Bühnenwerken gehören z.B. „Total Eclipse“, „The Philantropist“, „Savages“ und „Treats“, die alle am Royal Court inszeniert wurden, sowie Übersetzung von Bühnenklassikern wie „Uncle Vanya“, „Hedda Gabler“, „A Doll’s House“ und „Don Juan“. Zu seinen weiteren Stücken als Theaterautor gehören auch eine Adaption von „Sunset Boulevard“ für Andrew Lloyd Webber - für die Webster mit zwei Tony Awards in den Kategorien Drehbuch und Text ausgezeichnet wurde -, „Tales From Hollywood“, „Tartuffe“ für die Royal Shakespeare Company, „Talking Cure“ für das National Theatre; seine Übersetzung von „Art“ unter der Regie von Yasmina Reza feierte am West End Premiere, wurde mit dem Olivier Award und dem Tony Award ausgezeichnet und erlebte 2500 Aufführungen. 1985 adaptierte er außerdem Choderlos de Laclos Roman „Liaisons Dangereuses“ für die Royal Shakespeare Company, die damit fast 2000 Abende am West End auf der Bühne stand.
Zu seinen TV-Drehbüchern zählen u.a. „The History Man“, „Tartuffe“, der BAFTA-preisgekrönte „Hotel Du Lac“, „The Ginger Tree“ und „Tales from Hollywood“.
Spielfilmdrehbücher aus seiner Feder waren z.B. „Ein Puppenheim“, „Geschichten aus dem Wienerwald“, „Der Honorarkonsul“ - basierend auf dem Roman von Graham Greene - mit Michael Caine und Richard Gere in den Hauptrollen, „Good Father - Die Liebe eines Vaters“, „Total Eclipse“, „Joseph Conrads Der Geheimagent“, „Mary Reilly“ und „Der stille Amerikaner“ mit Michael Caine unter der Regie von Philip Noyce.
1988 wurde ihm für „Gefährliche Liebschaften“ unter der Regie von Stephen Frears mit John Malkovich, Glenn Close und Michelle Pfeiffer der Oscar in der Kategorie Beste Drehbuchadaption (basierend auf seiner eigenen Bühnenadaption) zuteil; er wurde dafür außerdem auch mit einem BAFTA für das Beste Drehbuch ausgezeichnet.
Hampton hat außerdem bei drei Filmen selbst Regie geführt: bei „Carrington“ mit Emma Thompson und Jonathan Pryce, der 1995 auf den Filmfestspielen in Cannes mit dem Sonderpreis der Jury ausgezeichnet wurde, bei „Joseph Conrads, Der Geheimagent“ mit Bob Hoskins, Gerard Depardieu und Patricia Arquette sowie bei „Imagining Argentina“ mit Antonio Banderas und Emma Thompson.
IAN McEWAN (Romanvorlage)
Ian McEwan studierte an der University of Sussex, wo er 1970 seinen Bachelor in Englischer Literatur machte. Während seines weiterführenden Master-Studiums an der University of East Anglia besuchte er auch ein von den Romanautoren Malcolm Bradbury und Angus Wilson geleitetes Seminar für kreatives Schreiben.
McEwans schriftstellerische Werke brachten ihm große internationale Anerkennung ein. 1976 wurde er für „First Love, Last Rites“, seine erste Sammlung von Kurzgeschichten, mit dem Somerset Maugham Award ausgezeichnet; für „The Child in Time“ wurden ihm der Whitbread Novel Award sowie der Prix Fémina Etranger zuteil, außerdem auch der Shakespeare Preis. Bereits drei Mal ging er für den Booker Prize in der Kategorie Roman ins Rennen; 1998 bekam er diesen Preis dann für „Amsterdam“. 2006 wurde er für seinen Roman „Saturday“ mit dem James Tait Black Memorial Prize geehrt.
Seinem Roman „Atonement“, der Vorlage zu „ABBITTE“, wurden folgende Preise zuteil: der WH Smith Literary Award, der National Book Critics’ Circle Fiction Award, der Preis der Los Angeles Times für Fiktion und der Santiago Preis in der Kategorie Europäischer Roman.
Viele seiner Bücher sind für das Kino adaptiert worden, darunter „The Comfort of Strangers“ unter der Regie von Paul Schrader nach einem Drehbuch aus der Feder von Harold Pinter, „The Cement Garden“ von Andrew Birkin, „The Innocent“ unter der Regie von John Schlesinger, „First Love, Last Rites“ von Jesse Peretz und „Enduring Love“ unter der Regie von Roger Michell mit Daniel Craig, Samantha Morton und Rhys Ifans in den Hauptrollen.
Gerade kam sein neuester Roman „Am Strand“ auf den Markt.
1999 wurde McEwan zum Commander of the Order of British Empire (CBE) ernannt; im April 2007 wurde er mit dem renommierten Commonwealth Award for Literature ausgezeichnet.
SEAMUS McGARVEY (Kamera)
Seamus McGarvey stammt aus Armagh in Nordirland und begann seine Karriere als Photograph, bevor er in London auf die Filmhochschule ging. Nachdem er 1988 seinen Abschluss gemacht hatte, begann er Kurz- und Dokumentarfilme zu drehen, darunter „Skin“, der für einen Royal Television Society Cinematography Award nominiert wurde. Außerdem zeichnete er als Kameramann und Regisseur für über 100 Musikvideos verantwortlich, z.B. für Künstler wie U2, die Rolling Stones, PJ Harvey, Robbie Williams, Paul McCartney, Dusty Springfield und Coldplay. Ende der 90er Jahre begann seine langfristige Zusammenarbeit mit Sam Taylor-Wood, wobei er für die Ausleuchtung vieler ihrer Installationen, Fotos und Filme sorgte, darunter auch „Atlantic“, der 1998 für den Turner Prize nominiert war. Im selben Jahr wurde McGarvey von der British Society of Cinematographers einberufen und als jüngstes Mitglied aller Zeiten aufgenommen. 2004 wurde ihm dann die renommierte Lumiere-Medallie zuteil, die von der Royal Photographic Society für herausragende Beiträge zur Kunst des Filmemachens vergeben wird.
Zu seinen neuesten Filmen als Kameramann gehören z.B. Oliver Stones „World Trade Center“ mit Nicolas Cage, „Schweinchen Wilbur und seine Freunde“ unter der Regie von Gary Winick, „The Hours - Von Ewigkeit zu Ewigkeit“ von Stephen Daldry mit Nicole Kidman, Meryl Streep und Julianne Moore - für den er mit dem London Evening Standard British Film Award in der Kategorie Beste Technische/Künstlerische Leistung ausgezeichnet wurde - sowie das Action-Abenteuer „Sahara - Abenteuer in der Wüste“ mit Matthew McConaughey und Penélope Cruz, für den ihm der Irish Film and Television Award für die Beste Kamera zuteil wurde. Zu seinen weiteren Filmen gehören z.B. Stephen Frears’ „High Fidelity“ mit John Cusack, „Wit“ von Mike Nichols mit Emma Thompson in der Hauptrolle, Michael Apteds „Enigma - Das Geheimnis“ sowie Michael Winterbottoms „Killer on the Road“.
SARAH GREENWOOD (Produktionsdesign)
Für ihre herausragende Leistung im Produktionsdesign von „Stolz und Vorurteil“ unter der Regie von Joe Wright wurde Sarah Greenwood mit einem Oscar ausgezeichnet.
Ihre künstlerische Zusammenarbeit mir Regisseur Wright begann durch ihren Erfolg im britischen Fernsehen, wo sie u.a. am BAFTA-preisgekrönten BBC-Drama „Charles II: The Power and The Passion“ - der Greenwood eine BAFTA-Nominierung einbrachte - sowie an „Bodily Harm“ und „Nature Boy“ arbeiteten.
Ihren Bachelor machte sie an der Wimbledon School of Art; daraufhin arbeitete sie längere Zeit für verschiedene Bühneninszenierungen, um dann als Designerin zur BBC zu gehen. Sie betätigte sich auch an etlichen Werbespots. Für ihr Produktionsdesign in Mike Barkers Miniserie „The Tenant of Wildfell Hall“ wurde ihr der Royal Television Society Award sowie eine BAFTA-Nominierung zuteil.
Zu ihren weiteren Spielfilmen gehören u.a. „Starter for Ten“ mit James McAvoy, David Kanes „Born Romantic“ und „Lovers or Losers“, Sandra Goldbachers „The Governess“ mit Minnie Driver, Tom Wilkinson und Jonathan Rhys Meyers sowie Bob Biermans Filmversion von George Orwells Roman „Keep The Aspidistra Flying“ mit Richard E. Grant und Helena Bonham Carter in den Hauptrollen.
Vor kurzem zeichnete sie für das Produktionsdesign von „Miss Pettigrew Lives for a Day“ mit Frances McDormand unter der Regie von Bharat Nalluri verantwortlich.
JACQUELINE DURRAN (Kostümdesign)
Jacqueline Durrans Karriere als Kostümdesignerin begann bei ihrer Zusammenarbeit mit Regisseur Mike Leigh in „All or Nothing“; gemeinsam verwirklichten sie dann „Vera Drake“ mit Imelda Staunton in der Hauptrolle, und für diesen Film wurde Durran mit einem BAFTA Award in der Kategorie Bestes Kostümdesign ausgezeichnet. Ihre erste Zusammenarbeit mit Regisseur Joe Wright war „Stolz und Vorurteil“; hierfür bekam sie sowohl eine Oscar- als auch einer BAFTA-Nominierung in der gleichen Kategorie.
Zu ihren weiteren Filmen gehören David Mackenzies „Young Adam“ mit Ewan McGregor und Sally Potters „Yes“ mit Joan Allen und Sam Neill. Derzeit arbeitete sie erneut mit Mike Leigh an seinem neuesten Film, der noch keinen Titel hat.
IVANA PRIMORAC (Makeup und Hairdesign)
Ivana Primorac wurde bereits drei Mal für einen BAFTA nominiert: für Tim Burtons „Charlie und die Schokoladenfabrik“, Anthony Minghellas „Unterwegs nach Cold Mountain“ und Stephen Daldrys „The Hours - Von Ewigkeit zu Ewigkeit“.
Zu ihren neuesten Mitwirkungen als Makeup- und Haardesignerin zählen Justin Chadwicks „The Other Boleyn Girl“ mit Natalie Portman, Scarlett Johansson und Eric Bana, dann Milos Formans „Goyas’ Geister“ mit Natalie Portman und Javier Bardem sowie Tim Burtons „Sweeney Todd“ mit Johnny Depp, Helena Bonham Carter, Alan Rickman und Timothy Spall.
Weitere ihrer Filme sind Anthony Minghellas „Breaking and Entering - Einbruch und Diebstahl“ mit Jude Law und Juliette Binoche sowie „The Libertine“ mit Johnny Depp in der Hauptrolle; sie wirkte außerdem in Filmen mit wie M. Night Shyamalans „The Village - Das Dorf“, Peter Jacksons „Der Herr der Ringe: Die Rückkehr des Königs“, Ridley Scotts „Gladiator“, Shekhar Kapurs „Elizabeth“ mit Cate Blanchett und Geoffrey Rush sowie Tim Roths „The War Zone“ mit Ray Winstone.
JINA JAY (Casting)
Jina Jay ist eine der meist beschäftigten und angesehensten Casting-Agenten in Großbritannien. Zu den vielen Spielfilmen, für die sie in dieser Funktion verantwortlich zeichnete, gehören z.B. Martin McDonaghs „In Bruges“, Wes Andersons „Darjeeling Express“, David Dobkins „Fred Claus“, Ridley Scotts „Ein gutes Jahr“ und „Königreich der Himmel“, Kevin Macdonalds „Der letzte König von Schottland - In den Fängen der Macht“, Steven Spielbergs „München“, Joe Wrights „Stolz und Vorurteil“, Matthew Vaughns „Layer Cake“, Alfonso Cuaróns „Harry Potter und der Gefangene von Azkaban“, Edgar Wrights „Shaun of the Dead“, Alejandro Amenábars „The Others“, Stephen Daldrys „Billy Elliot - Iwill dance“ und John Boormans „Der Meisterdieb von Dublin“.
PAUL TOTHILL (Schnitt)
Paul Tothill begann seine Laufbahn bei der BBC und arbeitete in der BAFTA-preisgekrönten Miniserie „Charles II: The Power and The Passion“ zum ersten Mal mit Regisseur Joe Wright zusammen. Darauf folgte Working Titles „Stolz und Vorurteil“, für den Tothill mit einer Ace Eddie-Nominierung für den Besten Schnitt geehrt wurde.
Neben etlichen Nominierungen zum Preis der Royal Television Society war Tothill bereits fünf Mal für den BAFTA nominiert, und zwar für Billie Eltringhams „The Long Firm“, Stephen Poliakoffs „Perfect Strangers“, Andy Wilsons „Gormenghast“, Metin Huseyins „The History of Tom Jones, a Founding“ und Anthony Pages „Middlemarch“.
Zu seinen weiteren Spielfilmen gehören Paul Weilands „Sixty Six“ und Shane Meadows „A Room for Romeo Brass“. Im Fernsehen zeichnete er als Cutter u.a. für Stephen Poliakoffs Miniserie „Shooting the Past“, Beeban Kidrons „Murder“ und Simon Cellan-Jones’ „Our Friends in The North“ verantwortlich.
DARIO MARANELLI (Musik)
Für seine Komposition zu Joe Wrights „Stolz und Vorurteil“ wurde Dario Maranelli für einen Oscar nominiert und mit dem begehrten Classical Brit Award ausgezeichnet. Er schrieb außerdem auch die Filmmusik zu den BAFTA-preisgekrönten Filmen „In This World“ von Michael Winterbottom und „The Warrior“ von Asif Kapadia.
Zu seinen weiteren Filmen gehören z.B. „Die Fremde in dir“, Neil Jordans neuester Film für Warner Bros mit Jodie Foster, „Goodbye Bafana“ unter der Regie von Bille August mit Joseph Fiennes in der Hauptrolle, „V for Vendetta“ von James McTiegue nach einem Drehbuch der Wachowski-Brüder, „Shooting Dogs“ von Michael Caton-Jones für BBC Films, das fantastische Epos „Die Gebrüder Grimm“ von Terry Gilliam, „Cheeky“ von David Thewlis, „I Capture the Castle“ von Tim Fywell, „Pandaemonium“ von Julian Temple, „Happy Now“ von Phipippa Collie-Cousins sowie „I Went Down“ von Paddy Breathnach, der auf dem internationalen Filmfestival in San Sebastián mit vier Preisen ausgezeichnet wurde.
Achtung:
Das Kopieren/Verbreiten dieses Specials ist ohne vorherige Genehmigung nicht erlaubt.