TMNT - Teenage Mutant Ninja Turtles - Special

Tomtec


Imagi Studios, Mirage Studios Inc. und The Weinstein Company
präsentieren



TMNT
Teenage Mutant Ninja Turtles

Ein Film von Kevin Munroe


USA 2007 * 90 Minuten * Cinemascope * SRD/DTS * FSK 6





Crew

Regie
Kevin Munroe

Regieassistenz
Tom Tanaka

Drehbuch
Kevin Munroe
Kevin Eastman (Original-Story, Comic)
Peter Laird (Original-Story, Comic)

Produktion
Thomas K.
Gray H.
Galen Walker
Paul Wang

Co-Produktion
Felix Ip

Ausführende Produktion
Francis Kao Peter Laird Gary Richardson Frederick U. Fierst

Produktionsleitung
Michael J. Arnold

Schnitt
John Damien Ryan

Szenenbild
Simon Murton

Visual Effects
Kith Ng
Desmond Chan
Ray Chase
Tony Dustin
Tim Hatcher
Ira Shain
Sammy Wong

Animation Supervision
Kim Ooi

Musik
Klaus Badelt

Synchronisation
Berliner Synchron AG

Dialogbuch
Julien Haggège

Synchronregie
Tobias Meister



Charaktere

Charaktere - Originalstimme - Synchronstimme

Leonardo - James Arnold Taylor - Simon Jäger
Raphael - Nolan North - Michael Iwannek
Michelangelo - Mikey Kelley - Frank Schaff
Casey Jones - Chris Evans - Marcel Collé
April O’Neil - Sarah Michelle Gellar - Nana Spier
Donatello - Mitchell Whitfield - Bernhard Völger
Master Splinter - Mako - Karl-Heinz Oppel
Max Winters - Patrick Stewart - Ernst Meincke
General Aquila - Kevin Michael Richardson - Jan Spitzer
Karai - Ziyi Zhang - Maria Koschny
Serpiente - Grey DeLisle - Claudia Urbschat-Mingues
Erzähler - Laurence Fishburne - Leon Boden






Kurzinhalt

Spiderman, Batman, Daredevil oder die X-Men können einpacken - die wahren Helden der Kinoleinwand sind Schildkröten und heißen Michelangelo, Donatello, Raphael und Leonardo - die Teenage Mutant Ninja Turtles!

Von ihrem Mentor, der Ratte Splinter, im Ninja Kampfsport ausgebildet, leben die vier halbgepanzerten Brüder in New Yorks Kanalisation und sorgen dafür, dass Bösewichte nichts zu Lachen haben und die Einwohner der Stadt ihre Pizza immer ruhig zu Ende essen können. Überall, wo die vier Turtles und ihre menschlichen Freunde April O'Neill und Casey Jones auftauchen, geht mächtig die Post ab. Doch seitdem Leonardo, der Anführer der Ninja Turtles, New York verlassen hat, um fern in der Abgeschiedenheit des Dschungels seine Kampftechnik zu verfeinern, haben sich die anderen drei Brüder voneinander entfernt.
Dabei braucht die Stadt gerade jetzt mehr denn je die Hilfe der Turtles: Dunkle Schatten ziehen durch die Straßen und monströse Kreaturen treiben ihr zerstörerisches Unwesen. Könnte der exzentrische Milliardär Max Winters hinter dieser Bedrohung stecken? Master Splinter weiß: Leonardo muss zurückkehren, die Brüder müssen sich wieder vereinen und zu alter Energie und Stärke zurückfinden. Nur so kann das Böse aufgehalten werden...



Pressenotiz

Vier der erfolgreichsten Superhelden der Achtziger- und Neunzigerjahre melden sich zurück: Die Teenage Mutant Ninja Turtles, die genmutierten, sprechenden Riesenschildkröten Leonardo, Raphael, Michelangelo und Donatello! Was 1984 in den USA als Underground-Comic der beiden Autodidakten Kevin Eastman und Peter Laird begann - eine Parodie auf die Superhelden Daredevil und Ronin - entwickelte sich schnell zu einem weltweiten Kult. Originelle Charaktere, subversiver Humor und fernöstliche Kampfkünste - diese Mischung bescherte den Ninja Turtles nicht nur eine bis heute treue Fangemeinde, sondern motivierte auch unzählige Comic-Autoren, es Eastman und Laird gleich zu tun und ihre Werke im Selbstverlag zu veröffentlichen. Das Duo inspirierte zudem zahlreiche japanische Manga-Künstler, die die Turtles auch in ihren Werken auftreten ließen. Die kampferprobten Schildkröten können auf unzählige Comicbände, 351 Zeichentrick-Episoden, die bis heute im Fernsehen ausgestrahlt werden, drei Live-Action-Kinofilme und ein komplexes Merchandising-Universum blicken. Nun erobern die vier Pizza-Fans aus der New Yorker Kanalisation eine neue Dimension: In ihrem ersten computeranimierten Abenteuer entfalten die Turtles ihre Ninja-Kampfkunst bildgewaltiger denn je - mit viel Spaß und satter Action. Cowabunga!




Langinhalt

In einer fernen Vergangenheit lebte einst ein gefürchteter Krieger. Er besiegte jeden, der sich ihm und seiner Gefolgschaft in den Weg stellte. Er riss die Weltherrschaft an sich, doch zur Allmacht fehlte ihm Unsterblichkeit! Auch dieses Ziel erfüllte sich, als sich in der Stunde seines höchsten Triumphs eine seltene Sternenkonstellation ereignete, die für ihn das Tor zur Unsterblichkeit öffnete. Der gewaltige Energiestrahl aber, der aus den Tiefen des Alls auf das Tor traf, verwandelte seine Generäle zu Stein und schickte dreizehn Monster zur Erde, welche bis heute ihr Unwesen treiben...

Dreitausend Jahre später: Die Bewohner eines südamerikanischen Dorfs wissen nicht, wovor sie mehr Angst haben sollen: Vor der Verbrecherbande, die sie mit Waffengewalt zwingt, für sie zu schuften oder vor dem Geist, der im Dschungel sein Unwesen treibt. Als die Bande sich auf die Jagd nach dem Geist macht, steht er plötzlich vor ihnen: es ist Leonardo (Leo)! Auf Meister Splinters Rat hin hatte er sich in den Urwald zurückgezogen, um über die Vervollkommnung seiner Ninjutsu-Kampfkünste zu meditieren, die ihn zu einem besseren Anführer machen sollten.
Blitzschnell zieht er seine Katanas und schlägt die Verbrecher für immer in die Flucht. Die Dorfbewohner atmen auf.

Zufällig ist auch April O’Neil, die Freundin der Turtles, in eben diesem Gebiet unterwegs. Im Auftrag des New Yorker Industrie-Tycoons und Milliardärs Max Winters soll sie dort die Steinfigur eines dreitausend Jahre alten Kriegers bergen und für deren Überführung Sorge tragen. Von den Bewohnern erfährt April von dem mysteriösen Wesen, das die Feinde erfolgreich vertrieben hat. April ahnt schon aufgrund der Schilderung, dass es sich hierbei nur um ihren Turtlefreund Leo handeln kann. Sofort macht sie sich auf die Suche nach ihm und spürt ihn auch im Urwald auf. Sie berichtet, was aus Leos Brüdern während seiner Abwesenheit geworden ist: Superhirn Donatello (Don) betreibt in der Kanalisation ein Call-Center für verzweifelte Computerfreaks. Spaßvogel Michelangelo (Mikey) rast als Schildkröten-Clown von einem Kindergeburtstag zum nächsten, nur Draufgänger Raphael (Raph) sorgt für Recht und Ordnung und verfolgt Ganoven durch Häuserschluchten. Sie versucht, Leo von einer Rückkehr zu überzeugen, denn den Brüdern fehle es an familiärem Zusammenhalt. Nur gemeinsam können sie stark sein und als Ninja Turtles Gutes tun. Doch Leo bleibt im Dschungel zurück und April reist mit dem Steinkrieger nach New York, wo dunkle Schatten durch die Straßen ziehen...

April und ihr Freund Casey Jones liefern den Steinkrieger in Max Winters Büro ab. Als der vermeintliche Kunstmäzen die Figur betrachtet, entfährt ihm die Bemerkung, dass „die Familie endlich wieder vereint“ sei. April und Casey werden misstrauisch. Was hat das zu bedeuten? Nachdem die beiden das Büro verlassen haben, erweckt Winters den versteinerten General Aguila zum Leben. Das Gleiche geschieht mit den restlichen Steinkriegern, die sich bereits in Winters Besitz befanden. Als die von Winters angeheuerte Ninja-Kämpferin Karai und ihr Foot Clan im Büro erscheinen, erteilt Winters ihnen den Auftrag, einige „Freunde“ in seinen Tower zu bringen. Welcher Art diese „Freunde“ sind, verrät Winters allerdings nicht…

Inzwischen hat Leo seine Meinung geändert und macht sich auf den Weg nach New York. Von seinen Brüdern mit großem Hallo empfangen, erfährt er von Splinter, dass er nun reif sei, die Verantwortung für seine Brüder zu übernehmen und deren Anführer zu sein. Allerdings unter einer Bedingung: keine Kämpfe an der Oberfläche, solange das Team nicht wieder hundertprozentig zueinander gefunden hat. Mikey und Don freuen sich aufrichtig über Leos Rückkehr. Nur Raph nicht. Er nimmt es Leo übel, dass er ihn und die anderen im Stich gelassen und im Dschungel auf der faulen Haut gelegen hat, während er selbst immerzu die Ehre der Ninja Turtles verteidigte - behält seinen Zorn jedoch für sich. Ebenso schweigt sich Raph darüber aus, dass er höchst selbst der ominöser „Nightwatcher“ ist, der in der ganzen Stadt für heldenhafte Schlagzeilen sorgt. Das hält er übrigens auch vor Splinter, Don und Mikey geheim. Allein Casey weiß davon, und das auch nur zufällig.

Wenig später beobachten die Turtles einen ungleichen Kampf zwischen dem Foot Clan und einem riesigen Monster auf einem Hochhausrohbau. Der Foot Clan kann das Monster jedoch nicht bezwingen und entkommt nur knapp. Nun versuchen die Ninja Turtles, die Kreatur zu bekämpfen. Unter der Last des Monsters lässt plötzlich der Boden nach und das Untier kracht durch sämtliche Stockwerke hindurch geradewegs in General Aguilas Arme. Seine Truppe ergreift es sofort und sperrt es in einen Käfig. Nach diesem Vorfall taucht Karai mit ihrem Foot Clan wutentbrannt in Max Winters Büro auf und hält ihm vor, sie betrogen zu haben. Ein Himmelfahrtskommando mit Monstern war nicht vereinbart!

Am nächsten Morgen sitzen Leo, Raph, Mikey und Don am Frühstückstisch und befürchten das Schlimmste: dass nämlich Meister Splinter merken könnte, dass Leo sich in punkto Kämpfe an der Oberfläche nicht an seine Weisung gehalten hat. Prompt folgt die Strafpredigt, als Splinter die Nachrichten im Fernsehen sieht!

Doch die nächtliche Begegnung mit einem Monster soll nicht die letzte bleiben. Zufällig erblickt Raph eine der Bestien vom Dach des Hauses aus, in dem Casey und April wohnen. Leise klopft er an die Fensterscheibe und lockt Casey aufs Dach, ohne dass April etwas davon merkt. Dort beobachten sie, wie der steinerne General Aguila und seine schrecklichen Gefährten in einer dunklen Gasse ein weiteres Monster einfangen und in einen Käfig sperren. Als Raph und Casey von den Kriegern entdeckt werden, beginnt eine turbulente Verfolgungsjagd und Raph wird von einem Betäubungspfeil getroffen. Casey kann entkommen und schleift die bewusstlose Schildkröte in die Wohnung, wo er sogleich das Turtles-Hauptquartier alarmiert. Sofort machen sich Leo, Don und Mikey auf den Weg. Don entdeckt ein seltsames Wurfgeschoss aus Stein in Raphs Panzer und vermutet richtig, dass dieses Artefakt um die dreitausend Jahre alt sein muss. April berichtet von dem Steinkrieger und Winters seltsamer Bemerkung. Nun sind alle davon überzeugt, dass der mächtige Tycoon einen großen Coup plant. Ist da eine Weltverschwörung mit den Steinkriegern und einer Monsterarmee im Gange?

Was die heldenhaften Schildkröten nicht ahnen können: Max Winters ist jener unsterbliche Krieger, der vor dreitausend Jahren mit seinen Generälen die ganze Welt erobert hatte. Und erstmals seit dieser Zeit bilden die Sterne wieder dieselbe Konstellation wie damals, wodurch sich erneut das Tor der Unsterblichkeit öffnet, das in einem geheimen Untergeschoss von Winters Tower bereit steht. Gemeinsam mit den Monstern und seinen Generälen könnte Winters die Welt beherrschen und nicht einmal die tapferen Ninja Turtles könnten sie davon abhalten! Doch es kommt alles anders; denn insgeheim sehnt sich Winters nach Erlösung von seinem Unsterblichkeitsfluch. Dreitausend Jahre musste er auf die Sternenkonstellation warten, die allein die Macht hat, ihm ewigen Frieden zu bringen. Damit sein Vorhaben gelingt und auch alle 13 Monster endgültig von der Erde verschwinden, muss er sie innerhalb von 24 Stunden vollzählig durch das Tor zurück schicken, sobald der kosmische Strahl auftrifft. Allerdings werden dadurch auch General Aguila und seine Krieger vernichtet, die aber nach Unsterblichkeit und der Weltherrschaft streben. Als Aguila Winters eigentliche Absicht durchschaut, schmiedet er mit seinen Kriegern den Plan, Winters Vorhaben zu sabotieren. Statt des echten dreizehnten Monsters wollen die Generäle einen der Ninja Turtles fangen!

Die Gelegenheit dazu bietet sich ihnen, als Leo nichtsahnend auf den „Nightwatcher“ trifft, ihn stellt, demaskiert und plötzlich Raph vor sich stehen hat. Die Brüder fangen an sich gegenseitig Vorwürfe zu machen. Ein Machtkampf entfacht zwischen den konkurrierenden Brüdern, der damit endet, dass Raph mit seinen Sais Leos Langschwerter zerstört und wütend davon stürmt. Als er seine unüberlegte Tat bereut und zurückkehrt, ist es bereits zu spät. Schon steckt ein Betäubungspfeil in Leos Arm. General Aguila und seine Truppe schnappen sich den wehrlosen Leo und bringen ihn zu Winters. Dort können sie den ahnungslosen Befehlshaber davon überzeugen, dass Leonardo das gesuchte dreizehnte Monster ist. Er wird in einen der Käfige gesperrt, die um das kosmische Dimensionstor herum postiert sind.

Indes berichtet der reumütige Raph Meister Splinter, April, Casey und seinen Brüdern was geschehen ist. Sofort sausen sie Leos Rettung entgegen. Vor Winters Tower werden sie vom Foot Clan in ein Gefecht verwickelt, dem sie aber entkommen können. Als sie in der Halle mit den Monsterkäfigen eintreffen, ist der kosmische Strahl bereits dabei, die Monster und Leo zu scannen. Doch plötzlich stoppt die Transformation, denn wie von den Generälen vorhergesehen, nimmt der Strahl die unvollzähligen Monster nicht auf. Stattdessen entschlüpfen dem Energiefeld neue Monster! Nun erfahren Splinter und die Turtles von Max Winters, der von Aguila entmachtet wurde, die ganze Wahrheit. Für sie steht fest: Winters muss von seinem Fluch erlöst werden! Schnell befreit Raph Leo aus dem Käfig und ein heftiger Kampf zwischen den Ninja Turtles und Aguilas Soldaten entbrennt. Meister Splinter hält inzwischen die neuen Monster in Schach und sorgt dafür, dass sie wieder vom Strahl aufgenommen werden. April, Casey und der Foot Clan jagen mit dem Cowabunga Car durch die Straßen, um das dreizehnte Monster zu fangen. Doch werden sie es schaffen, bevor sich der kosmische Strahl wieder für dreitausend Jahre in die Tiefen des Alls zurückzieht?




Die Charaktere

Leonardo (Leo) - Der Anführer

Irgendwer muss Ordnung in diesen verrückten, undisziplinierten Haufen bringen - und wer anders käme dafür infrage als der älteste Bruder der Ninja Turtles? Leo bemüht sich redlich, ein guter Anführer zu sein und alles ganz perfekt zu machen. Seine Familie geht ihm über alles. Um sie zu beschützen, trainiert er hart und diszipliniert. Ohne ihn wären Raph, Mikey und Don doch verloren, oder? Leo ist der beste Kämpfer von allen. Meister Splinter jedenfalls ist sehr zufrieden mit ihm, denn er ist ein fleißiger Schüler und nimmt den Weg des Ninjutsu sehr ernst. Er beweist Ausdauer im Meditieren und in den Dschungel geht er schließlich auch nicht zum Spaß. Ein Ninja muss immer vorbereitet sein - die Feinde lauern überall! Übrigens: seine Lieblingsfarbe ist blau und seine Waffen die Katanas (japanische Langschwerter).

Raphael (Raph) - Der Draufgänger

Da draußen laufen eine Menge verrückter Vögel herum und niemand kümmert sich um sie. Außer Raph. Andere drehen Däumchen (damit meint er Leo) - er macht lieber Nägel mit Köpfen und sorgt für Recht und Gerechtigkeit! Wenn es darum geht, seine Kräfte mit einem Gegner zu messen, Bösewichten mit seinen dreizackigen Sais Angst einzujagen oder auch nur irgendwo anzuecken, läuft er zur Höchstform auf. Disziplin ist nicht wirklich seine Sache, aber dafür ist er wenigstens kein Feigling. Nicht von ungefähr hat der rebellische Haudegen ein Faible für die Farbe Rot. Als wildester Ninja Turtle hält er sich natürlich für den besten, stärksten und coolsten Kämpfer. Von wegen mangelnde Gelassenheit und fehlende Selbstbeherrschung - Meister Splinter kann ihm viel erzählen. Was zählt, sind Taten!

Donatello (Don) - Der Denker

Wollt ihr wissen, wie viele Sterne es momentan im Weltall gibt, an welchem Tag das Rad erfunden wurde oder wie das exakte Atomgewicht einer Pizza lautet - fragt Don, den Ninja Turtle mit dem violetten Bandana. Er weiß alles. Und er kann alles reparieren. Einen Kühlschrank zu einem Computer umfunktionieren? Kein Problem! Vermutlich hat Don auch das Internet erfunden, aber so genau weiß das keiner mehr. Jedenfalls ist er nicht leicht aus der Fassung zu bringen. Einzig Mikeys alberne Streiche machen ihm das Leben schwer. Wenn er nicht vor seinem Supercomputer hängt, hält er ein Nickerchen auf der alten WG-Couch. Doch wenn seine Familie ihn braucht, um die Welt gegen Schurken zu verteidigen, greift Don natürlich sofort zu seinem Ninja-Schlagstock, dem Bo!

Michelangelo (Mikey) - Der Komiker

Gäbe es einen Oscar für den lautesten Rülpser - Mikey würde ihn gewinnen! Ihm Manieren beibringen zu wollen ist zwecklos. Der Ninja Turtle mit der orangefarbenen Maske ist wie ein zu groß geratenes Spielkind, das den ganzen Tag nur Späße im Kopf hat und nichts und niemanden ernst nimmt, dafür aber umso mehr an Splinters und Dons Geduldsfaden zerrt! Dabei ist er ein lieber Kerl, dem niemand richtig böse sein kann. Ohne ihn würden Pizzabäcker pleite gehen, denn Mikey spachtelt stets raue Mengen davon weg. Obwohl er ein Lexikon zum Bruder hat, bezieht er seine Bildung lieber aus dem Fernsehen. Das ist ja auch viel lustiger! Statt sich, wie sein großer Bruder Leo, jeden Tag fleißig in Ninjutsu zu üben, zieht er als Partyclown um die Häuser. Zum Glück weiß Mikey, wo seine Nunchakus sind, wenn Splinter naht - sonst gäbe es großen Ärger!

Meister Splinter - Der Mentor

Was wären die vier wilden Schildkröten-Jungs ohne ihren Mentor? Für seine Adoptivsöhne ist Splinter gütiger Vater und gestrenger Lehrmeister in einer Person. Niemand konnte den gepanzerten Brüdern besser den Weg des Ninjutsu weisen, aus dem chaotischen Haufen ein unschlagbares Kämpferteam machen und ihm echte Nestwärme geben. Keine Frage: für diese Mission brauchte der ehrenwerte Sensei Splinter Nerven aus Stahl! Diese hatte er sich bereits antrainiert, als er noch eine simple Hausratte des Ninja-Meisters Hamoto Yoshi war. Dann kam Splinter ebenso wie seine Zöglinge mit dem strahlenden, grünen Schlamm in Kontakt, der eine Mutation auslöste. Seitdem ranken sich die fantastischsten Legenden um ihn. Einige sind wahr, die meisten aber Irrglaube. Zum Beispiel, dass er sich von mutierten, halbgepanzerten Teenagern auf der Nase herumtanzen lässt!

April O’Neil - Die „große Schwester“ der Ninja Turtles

April ist eine blitzgescheite und schlagkräftige junge Frau. Sie ist schon seit dem ersten Abenteuer der Ninja Turtles mit ihnen befreundet und - außer mit ihrem Partner Casey Jones, mit dem sie zusammenwohnt - die einzige Verbindung zwischen der unterirdisch gelegenen Turtles-Zentrale und der Menschenwelt. Sie versorgt die Jungs und ihren Meister mit wichtigen Informationen. Im Gegenzug brachten ihr die Ninjas japanische Kampfkünste bei. Am liebsten trainiert sie mit den Katanas. April versteht sich gut mit Don, mit dem sie stundenlang über Wissenschaft und Technik fachsimpeln kann. Ihre vielen Berufe kann sie selbst nicht einmal mehr zählen: Assistentin eines wahnsinnigen Wissenschaftlers, Antiquitätenverkäuferin, Fernsehreporterin - um nur einige zu nennen. Zurzeit ist sie Archäologin und sucht im Auftrag Max Winters’ im südamerikanischen Dschungel nach dreitausend Jahre alten Steinkriegern.

Casey Jones - Der unentbehrliche Assistent

Wenn Casey im Auftrag der Ninja Turtles unterwegs ist, trägt er eine Hockey-Maske im Gesicht und schleppt eine große, schwere Golftasche voller Sportequipment mit sich herum. Er besitzt das schier unglaubliche Talent, sich selbst in Schwierigkeiten zu bringen. Dabei meint er es immer nur gut! Zum Glück passen seine Freundin April und die Ninja Turtles auf ihn auf, die stets das Schlimmste verhindern können. Trotz seiner Neigung zu reden, bevor er denkt, und seine Muskeln spielen zu lassen, bevor er redet, ist er ein treuer Verbündeter und somit unentbehrlich. Raph ist natürlich sein großes Idol, denn mit ihm an seiner Seite kann er Verbrecher jagen und für Gerechtigkeit sorgen, ohne eins auf die Mütze zu bekommen - außer von Raph selbst.




Produktion


TMNT Reloaded


Nach den drei Live-Action-Abenteuern Teenage Mutant Ninja Turtles (1990, Regie: Steve Barron), Teenage Mutant Ninja Turtles II - THE SECRET OF Ooze (1991, Regie: Michael Pressman) und Teenage Mutant Ninja Turtles III (1993, Stuart Gillard) wurde es still um die vier kultigen Schildkrötenhelden. Zumindest auf der Leinwand. Während die TMNT-Trickserien seit 1987 fast ohne Unterbrechung in über 90 Ländern im Fernsehen ausgestrahlt werden und der Absatz an Videospielen stetig steigt (insgesamt brachte Ubisoft 14 Videogame-Titel heraus, von denen bisher 20 Millionen Kopien verkauft wurden), dachte niemand an einen vierten Kinofilm. Dies änderte sich erst, als Thomas K. Gray, der die Turtles-Trilogie produziert hatte, 2003 erstmals mit dem Animationsstudio Imagi Entertainment in Hongkong zusammenarbeitete. Dort fragte ihn Francis Kao - Geschäftsführer von Imagi - ob er nicht Interesse hätte, einen vierten TMNT-Film zu machen. Gray war zunächst skeptisch, denn ein weiterer Live-Action-Film kam für ihn nicht in Frage. Dann spielte er aber mit der Idee, die Turtles erstmals komplett in CGI agieren zu lassen. Einerseits bot dies in punkto Bewegungsabläufe, Mimik und Oberflächen ungleich mehr Möglichkeiten als das umständliche Live-Action-Verfahren. Andererseits bedeuteten CGI-Turtles ein echtes Wagnis, denn dafür musste nicht nur der gewohnte Look der Figuren komplett verändert werden. Gray befürchtete, dass die Fans protestieren würden, die sich auf das Live-Action-Format eingeschworen hatten. Es galt also dem Stil der Comic-Vorlage treu zu bleiben, aber einen neuen Look für eine neue Generation zu kreieren.

„Als bekannt wurde, dass wir einen CGI-Film mit den Ninja Turtles machen“, so Regisseur Kevin Munroe, „klagten viele Fans in Internet-Foren darüber und fragten, warum wir uns denn nicht für Live-Action entschieden hätten. Als wir aber den ersten Trailer auf der Comicon präsentierten, flippten die Fans vor Freude aus. Viele stürmten zum Mikrofon und bedankten sich bei uns. Der Grund: computeranimiert wirken die Ninja Turtles viel authentischer als in den drei vorangegangenen Spielfilmen!“ Für das neue TMNT-Projekt bedurfte es obendrein einer völlig anderen Inszenierung der Geschichte, die bei dem heutigen jungen Publikum, das viel höhere Ansprüche an einen Animationsfilm stellt als noch vor zehn Jahren, gut ankommen sollte. Lediglich an die früheren Filme anzuknüpfen würde nicht funktionieren, auch nicht in CGI: „Heutzutage musst man das Publikum mit einer tollen Geschichte beeindrucken. Es reicht nicht mehr, ihm ein ‚Cowabunga!’ um die Ohren zu hauen. Wir mussten also etwas ganz neues machen“, betont Produzent Thomas K. Gray. Der eigentliche Grund aber, weshalb er sich erneut um die Rechte an TMNT bemühte, war der: „Die Turtles sind wie meine Kinder. Ich liebe sie und ich habe Jahre meines Lebens mit ihnen verbracht.“

Nun musste nur noch Peter Laird, der Miterfinder der Ninja Turtles und inzwischen alleiniger Inhaber der Mirage Studios, wegen der Filmrechtevergabe von dem Projekt überzeugt werden. Der Produzent H. Galen Walker berichtet in einer Anekdote, wie das erste Sondierungsgespräch zwischen ihm und Laird verlaufen ist: „Ich war sehr nervös, weil Peter (Laird) mich nicht kannte, aber jeder in der Firma (Imagi) eine schnelle Antwort erwartete. Während eines Spaziergangs mit Peter wollte ich ihm die entscheidende Frage stellen. Doch dazu kam ich nicht. Plötzlich legte er seine Hand auf meine Brust, um mich am Weitergehen zu hindern. Dabei sagte er nur ein Wort: ‚Turtle!’. Daraufhin blickte ich nach unten und sah, wie eine Schildkröte vor uns über die Straße lief!“ Allerdings erst auf seinem Rückflug begriff Walker, dass Peter Laird ihm längst seine Zusage gegeben hatte: „Im Flieger sah ich mir das Comicbuch an, in das Peter eine Widmung geschrieben hatte. Zu meiner Überraschung stand auf der ersten Seite: ‚Lass uns einen Film machen, Kumpel!’“

Gray verwendete viel Zeit und Sorgfalt darauf, den geeigneten Autor und Regisseur für das Projekt zu finden. Er sollte brillante Visionen haben und idealerweise auch ein großer Fan der Ninja Turtles sein. Schließlich wurde Gray bei einem Meeting in einem Comicverlag fündig: Allroundkünstler Kevin Munroe, der nicht nur Comics und Drehbücher verfasste, sondern in nahezu jeder Mediensparte kreativ tätig war, war genau der Richtige für den Job. Gray berichtet: „Kevin besuchte den Turtles-Schrein in Northampton, Massachusetts und holte sich den Segen des Meisters Peter Laird persönlich ab. Es war unglaublich: Kevin eroberte mit seinen Ideen Peters Herz im Sturm!“ Das Neue an Kevin Munroes Idee war, dass er Leo und Raph miteinander richtig kämpfen lassen wollte. Nicht zum Spaß, nicht harmlos wie üblich, sondern ernsthaft. Als Laird (Kevin Eastman, der Miterfinder der Ninja Turtles, hatte Laird inzwischen die Rechte an TMNT verkauft) dem Bruderduell grünes Licht gab, nahm das Projekt seinen Lauf.

Glück hatten Gray und Munroe auch mit der Finanzierung, was vor allem dem beeindruckenden Trailer geschuldet war, den Munroe den Produzenten Harvey Weinstein und Dan Fellman von Warner Bros. vorführte. Darauf war zunächst ein schwarzer Bildschirm zu sehen, aus dem dann vier Augenpaare blicken. Daraufhin springen die Ninja Turtles wie Akrobaten über die Dächer. In der Schlussszene landen die vier mit einer geschickten Drehung auf dem Boden und das TMNT-Logo erscheint. Weinstein war sofort begeistert, obwohl er den Spot ohne Ton und überwiegend in Schwarzweiß gesehen hatte. Allerdings hatte der ehemalige Miramax-Chef zu dieser Zeit nur geringe Kapazitäten frei, da er mit seinem Bruder Bob gerade die neue Firma The Weinstein Company aufbaute. Daher stellte es sich als sehr hilfreich heraus, dass Warner Bros. einen Teil der Finanzierung mit übernahm.

Die Produktion von TMNT nahm weit über 28 Monate in Anspruch. Zwei Teams an zwei verschiedenen Orten arbeiteten rund um die Uhr an dem Projekt: Munroe und seine siebzigköpfige Animationscrew in Sherman Oaks nahe Los Angeles, sowie über 300 Künstler auf der anderen Seite des Pazifik, in den Imagi Studios in Hongkong. Dank Highspeed-Internet und Zeitverschiebung konnten die beiden Teams zusammen ohne Unterbrechung 24 Stunden arbeiten. Wenn in Los Angeles ein Arbeitstag zu Ende ging, begann er in Hongkong - und umgekehrt.
Dennoch gab es Hindernisse, die selbst die modernste Technik nicht überwinden konnte: das Sprachproblem. Amüsiert berichtet der Produzent Paul Wang, was während eines Briefings geschah, das Munroe mit der Crew in Hongkong abhielt: „Kevin spricht Slang und es dauerte mehrere Meetings, bis die Mitarbeiter verstanden, dass er, wenn er ‚cool’ sagte, damit nicht die Außentemperatur meinte.“
Munroe war von der Zusammenarbeit mit dem Imagi-Team in Hongkong begeistert: „Die Künstler dort haben ein großes Faible für Martial Arts, was dem Film sehr zugute kommt. Viele Leute sind zwischen zwanzig und dreißig Jahre alt und sind dementsprechend mit Kung Fu-Streifen aufgewachsen. Als ich beispielsweise zu ihnen sagte, dass sie in dieser Kampfszene ihre eigene Vorstellung von einem Kung Fu-Duell einbauen sollen, überschlugen sie sich geradezu vor Freude!“

Munroes Konzept beinhaltete auch, dass Leo, Raph, Mikey und Don völlig anders aussehen sollten als in den Zeichentrickserien. „In den TV-Shows wirken die Ninja Turtles gar nicht mehr wie Teenager, sondern nur noch wie massige Schwarzenegger-Typen, die über Pizza streiten.“ Die Figuren mussten also wieder verjüngt werden, weichere, kindlichere Züge haben. Darüber hinaus sollte jeder der vier Ninja Turtles neben den üblichen Unterscheidungsmerkmalen wie Augenbinde, Hautfarbe und Waffe eine individuelle Prägung bekommen. Charakterdesigner Kim Ooi erklärt: „Leo ist selbstbewusst, weil er der Älteste und auch der Anführer ist. Er hat eine aufrechte Haltung. Es passt zu ihm, dass sein Oberkörper V-förmig ist. Raph dagegen ist ein Rebell. Er hat etwas von einem Angeber. Daher sollte er seine Brüder an Größe überragen. Zu Intelligenzbestie Don wiederum passt, dass er schmächtiger wirkt als die anderen. Mikey ist das Spielkind, darum sind Gestik und Mimik bei ihm nervöser und lebhafter als bei seinen Brüdern.“

Munroe setzte von Anfang an auf die detaillierte Ausarbeitung der Charaktere und wie sie miteinander umgehen: „Wenn man mit CGI nur ein Action-Spektakel inszeniert, dann kann man sich auch gleich vor ein Computerspiel setzen. Das ist nichts besonderes. Klar, Action muss sein. Aber was die Ninja Turtles wirklich einzigartig macht, ist der familiäre Aspekt. Vier sehr unterschiedliche Brüder, die sich raufen, miteinander Spaß haben und zusammen Abenteuer bestehen. Im Grunde sind sie der Mythos der typischen amerikanischen Familie - sie leben im Untergrund und retten die Welt, indem sie gegen unzählige Ninjas und große, böse Monster kämpfen. Dies wurde nie in den Filmen und den TV-Serien weiter vertieft. Heutzutage aber will das Publikum das ‚Batman Begins’-Ding sehen, das heißt Charaktere mit Tiefenschärfe und einer spannenden persönlichen Geschichte. Die Frage bei den Turtles war: Wie erzählen wir eine Vorgeschichte ohne ein Prequel zu inszenieren? Die Antwort: Wir zeigen eine Art Wiedergeburt, ein Comeback, das auf den vorangegangenen Abenteuern aufbaut. Die Turtles kämpften bisher gegen denselben Feind und das hielt sie zusammen. Nun ist dieser Feind Shredder tot, und folglich bricht auch ihre Familie auseinander. Jeder geht seinen eigenen Weg: Leonardo reist durch die Welt, Raphael lässt seine überschüssige Energie an Kleinkriminellen ab, und die anderen beiden machen ziemlich bescheuerte Jobs. Erst als die Stadt in Gefahr ist und mit ihr die ganze Welt, finden die Brüder wieder zusammen. Selbstverständlich spielt bei aller Dramatik die Komik auch weiterhin eine große Rolle.“

Darüber hinaus wartet die Geschichte mit zwei interessanten Twists auf, denn nichts ist so, wie es zunächst scheint. Der vermeintliche Bösewicht Max Winters passt eben nicht in das Klischee des Erzfeind-Typs Shredder, denn am Ende stellt sich heraus, dass Winters ein guter Mensch ist. Die Rolle des Schurken übernimmt überraschenderweise der versteinerte General Aguila, der anfangs nur als persönlichkeitslose Dienerfigur vorgestellt wird. Auch der Foot Clan, der noch nach Shredders Tod den Ninja Turtles feindlich gesonnen ist, nimmt hier keine absolute Gegenspieler-Rolle ein, denn im Laufe der Handlung zwingen ihn die Umstände, mit den Turtles für ein gemeinsames Ziel zu kämpfen. Somit ist TMNT zwar eine klassische Gut-gegen-Böse-Story, allerdings wird sie von einer differenzierten, erwachsenen Perspektive aus erzählt. TMNT verzichtet bewusst auf Anspielungen auf die aktuelle Popkultur. Produzent Gray erklärt, was damit gemeint ist: „In einem der früheren Filme gibt es eine Szene, in der sich Raph den Baseballschläger eines Rowdys schnappt und zu ihm sagt ‚Ein Jose Canseco-Schläger? Und du hast Geld dafür bezahlt?’ Die Kids heutzutage haben sicher keine Ahnung mehr, wer Jose Canseco war. Darum haben wir bei TMNT Namen und Symbole, die gerade angesagt sind, außen vor gelassen - auch wenn es uns ziemlich schwer gefallen ist! Uns kam es darauf an, eine zeitlose Geschichte zu erzählen, zumal die Ninja Turtles selbst Popkultur sind. Vor allem sollte sie dramatisch sein, daher wäre es unpassend gewesen, pausenlos Gags abzufeuern.“

Ein weiterer wesentlicher Punkt, der dem Regisseur und Autor Munroe am Herzen lag, war die Farb- und Lichtgestaltung. Inhaltlich an Filme aus dem Fantasy-Genre wie Ghostbusters, Star Wars, Judge Dredd und Batman Begins angelehnt, ist das visuelle Design von TMNT von den Licht-und-Schattenspielen des Schwarzweiß-Kassikers Der dritte Mann inspiriert. Die düsteren Hochhausschluchten New Yorks, die unterirdische, abgeranzte Behausung der Ninja Turtles und dazu eine Handlung, die sich größtenteils nachts abspielt - das alles sollte atmosphärisch so dicht wirken, dass man, so Munroe, „die Stadt geradezu riechen kann.“ Der Schwerpunkt lag dabei auf drei Zonen innerhalb der Stadt, in denen sich die Ninja Turtles von Menschen unbeobachtet bewegen: Häuserschatten, Dächer und die Kanalisation. „Um den Eindruck von Sicherheit zu vermitteln, tauchten wir die Abwasserkanäle in warme Farben mit vielen Braun- und Rottönen. Straßen hingegen wirken durch die grelle Neonbeleuchtung unwirklich und befremdlich auf die Ninja Turtles. Ebenso die Dächer: der warme nächtliche Himmel und die schwachen Straßenlichter von unten lassen sie wie Refugien und sichere Beobachterposten zugleich erscheinen.“ Für den monolithischen Turm von Max Winters ließ sich Art Director Simon Murton etwas Besonderes einfallen. Dazu studierte er architektonische Illustrationen aus New York und Chicago, die um 1920 angefertigt wurden. Murton führt dazu aus: „Max Winters ist so reich und mächtig, dass er nur mit den Fingern zu schnippen braucht und die Welt liegt ihm zu Füßen. Dementsprechend beeindruckend musste auch sein Büro aussehen. Es ist zugleich ein riesengroßer, kreisrunder Fahrstuhl aus Glas, der per Knopfdruck in jedes Stockwerk seines turmartigen Gebäudes fahren kann.“

TMNT wurde zunächst komplett in schwarzweiß produziert, bevor der Film eingefärbt wurde. Art Director Simon Murton, der auf dem Gebiet der Konzeptillustration über ein Vierteljahrhundert Erfahrung verfügt, erläutert: „Wir begannen mit den Lichtstimmungen, wie sie typisch sind für die Filme von 1940 bis 1950. Licht und Umgebung sollten den Eindruck und das Gefühl einer anderen Realität vermitteln.“ Da die Filmhandlung größtenteils in New York spielt, entwarf Murton die berühmte Manhattan Skyline und die Stadtlandschaft in der unverwechselbaren TMNT-Optik. Für die Actionszene, in der Michelangelo durch die unterirdische Kanalisation skatet, ließ sich Murton von den Abwassersystemen in Hongkong und in Japan inspirieren. Murton erklärt: „Diese gigantischen Röhrensysteme sind für mehrere Millionen Stadtbewohner konzipiert worden und erstrecken sich über Hunderte von Quadratkilometern. Gerade die Effizienz ihrer Konstruktion ergibt äußerst interessante Designs und Formen - perfekt für Mikeys rasanten Stunt!“

Um die Optik glaubhaft und lebendig zu gestalten, hatten auch die Digitalkünstler große Herausforderungen zu meistern. Da die Ninja Turtles neben ihren Schildkrötenpanzern nichts am Leib tragen bis auf ihren Schärpen, lag das besondere Augenmerk auf der differenzierten Darstellung ihrer Haut und ihren Muskeln. Zum einen sollte ihre Haut plastisch und durchscheinend wirken. Für die Muskulatur mussten die Computerkünstler komplette Systeme entwickeln, damit die Individualität jeder Figur sichtbar wurde. Munroe erläutert: „Beispielsweise schwellen Raphaels Venen an, wenn er sich beugt oder dreht, während auf Michelangelos Haut überall Sommersprossen prangen. Splinter hingegen hat ein Fell und trägt darüber ein Kostüm. Fell und Kostüm mussten komplett gerändert und animiert werden, um das Zusammenspiel von Bewegung und externen Elementen zeigen zu können.“ Die Darstellung und Animation von äußeren Strukturen umfasste Muskeln und Panzer, sowie verschiedene Tentakel aller dreizehn Monster. Einige von Max Winters’ Monstern basierten auf folkloristischen Vorstellungen von Bestien. Andere wie das kleine rote Monster, das wie ein Mix aus Krebs und Koala-Bär wirkte, waren frei erfunden. Kevin Munroe erfand sogar einen Namen für ihn: The Jersey Devil Monster. Alles in allem ging es dem Regisseur darum, einen Film wie einen guten Comic zu machen: „In einem Comic siehst du alle diese statischen Bilder. Aber in deinem Kopf setzen sich diese Bilder automatisch zu einem lebendigen Film zusammen. Deine Fantasie erschafft eine Welt, die so aufregend ist, dass ein Comic zum Erlebnis wird. Genau das wollte ich in TMNT zeigen: was sich zwischen den einzelnen Bildern im Kopf abspielt.“


Die Erfindung der Teenage Mutant Ninja Turtles



Im Jahre 1983 landeten die Freunde Kevin Eastman (geb. 1962) und Peter Laird (geb. 1954) unabsichtlich einen Volltreffer: als sie sich nach einem anstrengenden Arbeitstag zusammensetzten, um fernzusehen und dabei ein bisschen zu zeichnen, ahnten sie nicht, dass an diesem Abend vier der erfolgreichsten und einflussreichsten Gestalten der Comic-Geschichte das Licht der Welt erblicken würden. Eastman, von Beruf Koch, der in seiner Freizeit Comics zeichnete, ließ sich von den Superhelden Daredevil und Ronin inspirieren. Aus Gag zeichnete er eine Schildkröte, die auf zwei Beinen steht, eine Maske trägt und die japanischen Ninja-Waffen, die sogenannten Nunchakus, schwingt. Er taufte sie Ninja Turtle. Laird, der als Werbegrafiker arbeitete, erkannte sofort das Potenzial dieser Figur - aus der später Michelangelo werden sollte - und ergänzte Eastmans Idee: „Warum nicht eine mutierte Ninja-Schildkröte, die sich wie ein Teenager benimmt?“ Für die beiden Hobbycartoonisten stand fest, dass der witzige Ninja Turtle kein einsames Dasein im Skizzenbuch fristen würde. Sie entwickelten die Figur weiter, gaben ihr drei weitere Gefährten an die Seite und erfanden eine Story, die als Parodie auf die von ihnen hoch geschätzten Comic-Helden Daredevil und Ronin - beide von Frank Miller - gedacht war. In dieser Entwicklungsphase kam auch die mutierte Ratte Splinter dazu, die den jungen, wilden Schildkröten als alter, weiser Sensei (japanisch: Lehrmeister) zur Seite stehen und sie in der fernöstlichen Kampfkunst Ninjutsu unterrichten sollte. Splinters Charakter persifliert Stick, den Mentor von Daredevil. Aus derselben Comicserie entstammt das Motiv der Dauerfehde zwischen den Ninja Turtles und ihren schlimmsten Feinden, dem bösen Ninjutsu-Krieger Shredder und seinem Foot Clan. Sie erinnern an die Duelle der rivalisierenden Ninja-Banden aus Daredevil, die um die Kontrolle der New Yorker Unterwelt kämpfen. Der Mix aus Mystik und Martial Arts, das Leitmotiv aller Turtle-Geschichten, ist wiederum bei Ronin entlehnt, in dessen Mittelpunkt ein Samurai steht, der im New York des 21. Jahrhunderts wiedergeboren wird und mit einem mystischen Schwert den Feind aus einem früheren Leben besiegen muss.

Zweifellos inspirierten Eastman und Laird auch die Marvel Comics „The New Mutants“, in denen es um mutierte Teenager geht und die Anfang der Achtzigerjahre in den USA sehr beliebt waren. Eastman und Laird experimentierten mit sehr unterschiedlichen und zuweilen drastischen Kostümierungen für jede der vier Schildkröten-Charaktere. Schließlich entschieden sie sich für ein gemeinsames Outfit. Die Figuren sollten sich lediglich durch die Farbe ihrer Maske, den Grünton ihrer Haut und ihre Waffen voneinander unterscheiden. Sie quartierten ihre Helden in der Kanalisation von Manhattan ein, wo sie sich perfekt vor Menschen und anderen Tieren verbergen konnten. Kontakt mit der Außenwelt hielten sie durch April O’Neill, die Assistentin des wahnsinnigen Wissenschaftlers Hamato Yoshi. Im Laufe der Jahre wechselte sie mehrfach die Berufe. Übrigens hauste auch die mutierte Ratte Splinter bei Yoshi, bevor sie Ninjutsu-Meister wurde.

Anfang der Achtzigerjahre erfreuten sich in den USA japanische Kampftechniken zwar wachsender Beliebtheit, aber mit der japanischen Kultur insgesamt, ihren Mythen und ihrer Sprache konnte der Mainstream noch wenig anfangen. Selbst Mangas besaßen damals längst nicht den Stellenwert, den sie heute in der Popkultur einnehmen. Daher befürchteten Eastman und Laird, Helden mit japanischen Namen könnten ihre potenzielle Leserschaft verschrecken. So entschied das Autoren-Duo, das sich intensiv mit Kunstgeschichte beschäftigt hatte, die vier Ninja Turtles nach den folgenden italienischen Renaissance-Künstlern zu benennen: Leonardo Da Vinci, Raphael Santi, Michelangelo Buonarroti und Donato (im Comic „Donatello“) di Niccolo di Betto Bardi. Da Eastman und Laird in Zeichenstil sowie Humor auf einer Wellenlänge lagen, konnten sie sich beim Zeichnen und Texten stets abwechseln. Vielleicht liegt es an ihrem komplett in schwarzweiß gehaltenen Comic oder am subversiven Humor der Story oder an beidem - Tatsache ist, dass kein Comic-Verleger bereit war, ihr erstes Turtles-Abenteuer zu veröffentlichen. Glücklicherweise hatte Kevin Eastman gerade 500 Dollar dazu verdient und so entschlossen sich die beiden Künstler, ihr erstes Werk im Selbstverlag heraus zu bringen. Kevins Onkel steuerte noch einmal 700 Dollar bei und Peter Laird einen Teil seines Honorars. Nun konnten die ersten 3000 Exemplare der Teenage Mutant Ninja Turtles gedruckt werden. Immerhin blieb von den Druckkosten noch genügend Geld übrig, um eine ganzseitige Anzeige im populären Comic Buyer’s Magazin zu schalten. Mit einem derartigen Erfolg hatten die Autoren allerdings nicht gerechnet. Peter Laird erinnert sich: „Wir hatten gehofft, durch die Anzeige einige Kopien des Comics an Leser verkaufen zu können. Stattdessen riefen uns Verleger an!“

Am 1. April 1984 ging die erste große Auflage in den Druck. Gerade rechtzeitig, um die Ninja Turtles auf der Comic Book Convention, die am 5. Mai in Portsmouth, New Hampshire, stattfand, präsentieren zu können. Bald standen die Hefte in den Regalen der Comic-Shops - allerdings nicht im üblichen Format, sondern so groß wie Fernsehzeitschriften und auf billigem Zeitungspapier! Um diese Zeit tauften Eastman und Laird ihren Selbstverlag Mirage Studios. Ein passender Name, wie sie fanden, denn sie besaßen weder ein Büro, noch ein Studio, sondern produzierten alle Comics am Küchentisch oder im Wohnzimmer. Ihr Werk hingegen war keine Fata Morgana: Als das Künstler-Duo den Spontaneinfall hatte, Pressemappen mit Inhaltsangabe des Comics an die großen Presseagenturen AP und UPI zu schicken, war die Resonanz gewaltig. Kurz danach brachten Zeitungen und Radiostationen in den ganzen USA ausführliche Beiträge zu den Ninja Turtles und den Mirage Studios. Daraufhin stieg die Nachfrage so abrupt an, dass innerhalb kürzester Zeit drei Auflagen mit insgesamt 53.000 Exemplaren vergriffen waren. Innerhalb eines Jahres nach ihrer Erstveröffentlichung vergaben Eastman und Laird die erste Lizenz für die Spielzeugherstellung. Bereits zwei Jahre später konnten die Comicautoren ihre Helden in der ersten Fernsehserie agieren sehen. Keine weiteren drei Jahre danach gelang den Ninja Turtles der Sprung auf die Leinwand und an die Spitze der Box Office Charts, die sie sieben Jahre lang verteidigen konnten. Ein Kult war geboren!


TMNT: Die Erfolgsstory eines Phänomens



Originelle Charaktere, subversiver Humor, japanische Kampfkünste und nicht zuletzt harte Arbeit und ein cleveres Marketing trug zum Erfolg der Teenage Mutant Ninja Turtles bei! Sie sind wie ihre Fans Kinder und Teenager: sie lieben das Abenteuer, sind verspielt, impulsiv, frech, lustig und chaotisch. Und sie lieben Pizza! Keine Frage, die vier halbgepanzerten Helden trafen den Nerv der Zeit. Man war ernste, dramatische und grimmige Superhelden gewohnt - die Schildkröten waren anders. Bis heute begeistern sie eine weltweite Fangemeinde. Die TMNT-Hefte sind die erfolgreichsten Schwarzweiß-Comics, die je in einem Selbstverlag erschienen sind. Die ersten Ausgaben genießen hohen Sammlerwert. Im britischen Ranking der erfolgreichsten Cartoons aller Zeiten stehen die Ninja Turtles auf Platz 27 - noch vor Mickey Maus, Pokemon und Spongebob! Nicht zu unterschätzen ist jedoch der Einfluss, den die ersten Publikationen von Eastman und Laird auf unzählige Fans hatten, die nun selbst anfingen, ihre Werke zu verlegen. Vorzugsweise mit Schwarzweiß-Zeichnungen. Mitte der Achtzigerjahre gab es einen regelrechten Boom von Independent-Comics, deren Schöpfer hofften, genauso erfolgreich wie Eastman & Laird zu werden. Verlage wie Eclipse, First, Comico und Dark Horse Comics gingen aus diesem Gründerboom hervor. Die Welle schwappte sogar bis nach Europa. TMNT war ein Massenphänomen geworden. Immer mehr Verlage wie Palladium und Archie Comics veröffentlichten TMNT in Lizenz. Es war nur eine Frage der Zeit, wann Zeichentrickserien, Spielzeuge und Video-Games produziert wurden, die Ninja Turtles auf jeder Cornflakes-Packung, auf T-Shirts, Rucksäcken und Bettwäsche zu sehen waren. Das Franchise war zu einem lukrativen Industriezweig angewachsen, der von 1984 bis heute einen Gesamtumsatz von sechs Milliarden Dollar verbuchen kann.


TMNT im TV



1987 startete die erste Zeichentrickserie mit dem Titel „Teenage Mutant Ninja Turtles“ im US-Fernsehen. Die Serie erfreute sich so großer Beliebtheit, dass sie bis 1996 ununterbrochen ausgestrahlt wurde. Sie umfasste insgesamt 194 Folgen. 1997 folgte die Live-Action-Serie „Ninja Turtles: The Next Mutation“ mit 26 Folgen, die inhaltlich und visuell an die ersten beiden Kinofilme anknüpfte. Neu war, dass ein fünftes Turtle-Mitglied hinzukam, die weibliche Ninja-Schildkröte Venus de Milo. Des weiteren lebten die Ninja Turtles nun in einer verlassenen U-Bahnstation und der Foot Clan rekrutierte sich aus Menschen. Von 2003 bis 2006 zeigte Fox Network in Zusammenarbeit mit 4Kids Entertainment vier Staffeln mit 104 Episoden, die sich eng an die Comic-Vorlage anlehnten. Die Zeichentrick-Abenteuer waren wilder und actionreicher als jene aus der ersten Serie, die Atmosphäre dunkler, die Sprüche frecher, die Bösewichte böser. Und die Ninja Turtles waren jetzt wieder zu viert. Unmittelbar im Anschluss folgte die fünfte Staffel „Ninja Tribunal“ mit 13 Folgen. Aktuell wird die sechste TMNT-Staffel „Fast Forward“ in 90 Ländern in 20 Sprachen ausgestrahlt. Die Folgen warten mit einem neuen Plot auf: Die Turtles landen im Jahr 2105 und bestehen dort spannende Abenteuer.




Die Crew

Kevin Munroe (Autor/Regisseur)

Als Fan der Ninja Turtles der ersten Stunde, war der kreative Allrounder Kevin Munroe genau der richtige Mann für die Inszenierung des neuen TMNT-Abenteuers. Der CGI-Experte, Regisseur, Drehbuchautor, Comiczeichner, Storyboarder und Produktionsdesigner ist seit zehn Jahren in der Animationsbranche tätig. Er arbeitete unter anderem für die Walt Disney Studios, Warner Bros., Cartoon Network, 20th Century Fox, The Jim Henson Company, den Stan Winston Studios und Nickelodeon. Kein Wunder, dass das renommierte Animation Magazin ihn als Shooting-Star des CGI listet, bewies er doch seine Könnerschaft in so unterschiedlichen Medien wie Fernsehen (das Weihnachtsspecial „Donner“ für Walt Disneys ABC Family Channel und TV Loonland, „Hey Arnold!“ für Nickelodeon), Comic (die preisgekrönte Comicserie „El Zombo Fantasma“, die er mit Co-Autor Dave Wilkins bei Dark Horse Comics veröffentlichte), und Videospiel („Freaky Flyers“ für Midway). Für die Verfilmung seiner Comics „El Zombo“ (Vanguard Films) und „Olympus Heights“ (Brett Ratners Rat Entertainment) verfasste er die Drehbücher. TMNT ist sein erster Spielfilm, bei dem er Regie führt. Zur Zeit arbeitet Munroe für die Imagi Studios an folgenden Animationsprojekten: Als Co-Autor von CAT TALE und als Regisseur von GATCHAMAN, der Verfilmung des populären japanischen Anime-Franchise. Der Kinostart beider Projekte ist für 2008 avisiert.

Thomas K. Gray (Produzent)

Thomas K. Gray ist seit dreißig Jahren in den Bereichen Produktion, Marketing und Vertrieb für die internationale Filmindustrie tätig. Unter anderem hatte er Positionen im Management von United Artists, Warner Bros. und CIC (Paramount/Universal) inne. Seit 2004 ist Thomas K. Gray Präsident und CEO von Imagi USA.

Gray war bereits die treibende Kraft hinter dem ersten Leinwandabenteuer der Teenage Mutant Ninja Turtles, das im März 1990 in die Kinos kam. Für eine Independent-Produktion war der Live-Action-Film außergewöhnlich erfolgreich: An der US-Boxoffice konnten TMNT 134 Millionen Dollar verbuchen, und weltweit noch einmal über 200 Millionen Dollar - die Auswertung von Videoverkauf- und Verleih, sowie den Absatz von Games nicht mitgerechnet! Sieben Jahre lang hielt Teenage Mutant Ninja Turtles den Rekord des erfolgreichsten Independentfilms aller Zeiten. Danach produzierte Gray für die Filmproduktionsfirma Golden Harvest die beiden Live-Action-Sequels Teenage Mutant Ninja Turtles - THE SECRET OF Ooze (1991) und Teenage Mutant Ninja Turtles III (1993). Allein in den USA spielte die TMNT-Trilogie weit über 256 Millionen Dollar ein.

Dem Welterfolg ging allerdings ein aufreibendes Tauziehen mit der Screen Actors Guild, der US-amerikanischen Schauspielergewerkschaft voraus. Thomas K. Gray erinnert sich: „Nachdem ich 1988 die Filmrechte an TMNT gekauft hatte, kam für die Realisierung des Live-Action-Projekts niemand anderes in Frage als Jim Henson’s Creature Shop und der Regisseur Steve Barron - eine komplett britische Crew. Wir waren sofort startklar, aber dann sagte uns die SAG, dass ich nur mit einem amerikanischen Team zusammenarbeiten dürfte. Selbst Argumente wie ‚Es gibt in den USA keinen Jim Henson’s Creature Shop!’ konnten die SAG nicht umstimmen. Nach langem Hin und Her wandten wir uns schließlich an den damaligen Senator von North Carolina, Jesse Helms. Zum Glück erteilte er unserer britischen Crew sofort eine Arbeitserlaubnis.“ Gray produzierte während seiner Ära bei Golden Harvest mehrere erfolgreiche Filme mit Jackie Chan, darunter The Protector (1985, Regie: James Glickenhaus).

Seit 2003 produziert er für Imagi Entertainment Animationsfilme. Für die Videofilmproduktion des japanischen Anime-Highlander „Vengeance“ von Regisseur Yoshiaki Kawajiri, die im Juni 2007 veröffentlicht wird, fungierte Gray als ausführender Produzent. Aktuell betreut er in den Imagi Studios drei Spielfilmproduktionen: Gatchaman, eine Superheldengeschichte, die auf dem seit vielen Jahren erfolgreichen japanischen Anime-Franchise basiert und dessen Kinostart für 2008 geplant ist. Dann Astro Boy, die Filmversion eines Mangas aus den Fünfzigerjahren, die sich ebenfalls um einen Superhelden dreht. International bekannt wurde „Astro Boy“ in den Sechzigerjahren durch eine Fernsehserie. Schließlich Cat Tale, ein computeranimiertes Abenteuer um eine Katze, die Abenteuer in einer futuristischen Hundestadt erlebt. Der Kinostart ist ebenfalls für 2008 avisiert.

H. Galen Walker (Produzent)

Bevor sich H. Galen Walker auf Sounddesign und Postproduktion spezialisierte, spielte er viele Jahre lang als Lead-Gitarrist Studioaufnahmen ein und begleitete Künstler wie Cher, Kingdom Come, The Runaways und Cellmates auf ihren Tourneen. Er gründete seine eigene Tonproduktionsfirma Digital Sound Works und war am Aufbau der Postproduktionsgesellschaft Pacifica Media Affiliates (PMA) beteiligt, bestehend aus fünf Tonstudios in Hollywood. In der Filmbranche etablierte er sich als Sounddesigner und leitender Tonregisseur in der Postproduktion, u.a. für Sofia Coppolas The Virgin Suicides (1999) und für Val Kilmers Blind Horizon (2003, Regie: Michael Haussman), um nur einige wenige zu nennen.
2003 wurde PMA an Technicolor verkauft. Ein Jahr später wurde Walker leitender Geschäftsführer (COO) des Animationsstudios Imagi USA. Für TMNT fungierte er zum ersten Mal auch als Produzent. Zurzeit ist er bei Imagi USA an der Produktion der Animationskomödie Cat Tale beteiligt, die 2008 in die US-Kinos kommt. Außerdem wirkt er als ausführender Produzent am neuen Highlander-Anime „Vengeance“ mit.

Francis Kao (Ausführender Produzent)

Francis Kao studierte Wirtschafts- und Betriebswissenschaften an der California State University. Er ist Generaldirektor, stellvertretender Vorstand und Geschäftsführer der Mediengesellschaft Imagi International Holdings Limited in Hongkong. Sein Vater Michael Kao gründete die Firma im Jahr 1983. Zunächst vertrieb Imagi TV-Animes und Videospiele im ostasiatischen Raum. 2000 gründete Francis Kao in seiner Geburtsstadt Hongkong die Animationsfirma Imagi Studios, um eigene computeranimierte Projekte zu produzieren. Inzwischen sind dort über 300 CGI-Spezialisten beschäftigt und in Los Angeles (Imagi USA) sowie in Tokio entstanden weitere Studios. 2002 realisierte Kao mit den Imagi Studios seine erste in 3D animierte Fernsehserie „Zentrix“ mit 26 Episoden, die erfolgreich nach Europa verkauft wurde und viele Preise gewann, unter anderem den Intermedia Globe Silver Award beim World Media Festival 2003 in Hamburg.

Im Dezember 2003 schloss Kao einen exklusiven Vertag mit DreamWorks Television Animation LLC über die Produktion der TV-Serie „Father of the Pride“. Die 2004 von NBC ausgestrahlte Serie war die erste komplett CGI-animierte Show in der Geschichte des US-Fernsehens, die zur besten Sendezeit gezeigt wurde. Seit 2002 arbeitet Imagi Studios eng mit Mad House Inc. zusammen, eines der drei größten japanischen Animationsstudios. In Kooperation mit der japanischen Filmproduktionsfirma Toei und dem Spielehersteller Bandai produzierte Kao 2004 „Digital Monster X-Evolution“ als erstes computeranimiertes Direct-to-Video Event des erfolgreichen Digimon-Franchise. Nach dem Anime-Highlander „Vengeance“, das ebenfalls als Direct-to-Video im Juni 2007 erscheint, und TMNT, betreut Francis Kao als ausführender Produzent die kommenden Imagi-Produktionen Gatchaman (2008 ), Cat Tale (2008 ) und Astro Boy (2009).

Peter Laird (Ausführender Produzent)

Der Miterfinder der Teenage Mutant Ninja Turtles ist seit der Trennung von Kevin Eastman im Jahr 2000 Alleininhaber der Mirage Studios Inc. In den letzten Jahren trug Laird wesentlich dazu bei, dass die Marke TMNT in Fernsehen, Film und Merchandising wieder verstärkt präsent war und das Unternehmen somit einen wirtschaftlichen Wiederaufschwung erlebte. Neben seiner Funktion als ausführender Produzent des neuen TMNT-Films, fungierte er als Berater betreffend des Filmskripts und des Charakterdesigns.

Paul Wang (Co-Produzent)

Paul Wang schloss am Pratt Institute mit dem Master of Fine Arts in Kommunikationsdesign ab und erlangte den Bachelors Degree an der University of California. Seit 2005 ist der CGI-Effektespezialist, der auf eine zwanzigjährige Erfahrung in der Filmindustrie zurückblicken kann, künstlerischer und technischer Leiter der Imagi Studios in Hongkong und in Los Angeles. Mit CGI experimentierte Wang erstmals in seinem New Yorker Animationsstudio Four-D. Danach arbeitete er für die Effekte-Abteilung großer Filmstudios, wo er die computergenerierten Spezialeffekte für Realfilme wie Batman Forever und Projekt: Peacemaker schuf. Später wechselte Wang zu den DreamWorks/PDI-Studios, wo er an der Produktion ihres ersten animierten und bahnbrechenden Spielfilms Antz (1998, Regie: Eric Darnell, Tim Johnson) mitwirkte. Ebenso an dem Oscar-prämierten Werk Shrek (2001, Regie: Andrew Adamson, Vicky Jenson) an Hits wie Madagascar (2005, Regie: Eric Darnell, Tom McGrath) und an der TV-Serie „Father of the Pride“. Er war wesentlich an der Entwicklung der Themenparkattraktion „Shrek 4-D“ in den Universal Studios beteiligt.

Jeff Matsuda (Character Designer)

Jeff Matsuda entwarf innovative Charaktere für Shows wie „The Jackie Chan Adventures“ und TV-Serien wie „Batman“. Er wirkte maßgeblich am Relaunch des Batman-Franchise mit, dem er ein zeitgemäßes Image verpasste. Seine Illustrationen sind auf den Covern der X-Men und Angel Comics zu sehen.

Simon Murton (Szenenbild)

Der Produktionsdesigner Simon Murton hat an über dreißig Realfilmproduktionen mitgewirkt. TMNT markiert seinen ersten computeranimierten Film, bei dem er für das Design zuständig ist. Murton arbeitete mit so unterschiedlichen Regisseuren wie Alex Proyas (I, Robot; The Crow), Michael Bay (Die Insel, Pearl Harbor), Tim Burton (Sleepy Hollow, Charlie und die Schokoladenfabrik) und den Wachowski-Brüdern (die Matrix-Trilogie) zusammen. Außerdem fungierte er als künstlerischer Leiter bei Projekten wie Red Planet, The Crow, Tank Girl, Fortress - DIE FESTUNG und Super Mario Bros.

John Damien Ryan (Schnitt)

John Ryan begann seine Karriere als Produktionsassistent für die Walt Disney-Filme Mulan und Atlantis: The Lost Empire. TMNT ist John Damien Ryans erster Spielfilm, bei dem er für den Schnitt verantwortlich ist. Zuvor arbeitete er als Schnittassistent für die Videoproduktion „The Lion King 1½“ und als Visual Effects-Assistent für Kangaroo Jack und Reign of Fire.

Kith Ng (Visual Effects Supervisor)

Kith Ng begann seine Karriere in Japan als freiberuflicher CGI-Animator. In den letzten acht Jahren arbeitete er an mehr als 60 Werbespots für Konzerne wie Procter & Gamble, Coca-Cola und McDonald’s. Der chinesische Coca-Cola-Spot mit dem Titel Clay Dolls, bei dem Ng als Senior-Animator fungierte, wurde auf der Siggraph 2001, der bedeutendsten Tagung für Computergrafik, gezeigt. An der Martial Arts-Komödie Kung Fu Hustle war Ng als CG-Supervisor beteiligt, ebenso an diversen Videogames wie dem „Splinter Cell“ und „Splinter Cell: Pandora Tomorrow“ von Ubisoft.

Kim Ooi (Chefanimator)

Der Absolvent der Vancouver Film School, Kim Ooi, begann seine Karriere mit Animationen lokaler Werbespots und Cartoons für Kinder. Danach entwarf er Storyboards für Spots großer Werbeagenturen in Shanghai und Hong Kong. Er beaufsichtigte außerdem die Produktion von TV-Cartoons in einem chinesischen Animationshaus in Hangzhou. Ooi war an der von Imagi produzierten 3 D-Fernsehserie „Zentrix“ als Animationsregisseur beteiligt. In Hongkong arbeitete er als Animation Supervisor an der DreamWorks Television-Serie „Father of the Pride“ mit.
Klaus Badelt (Musik)

Klaus Badelt, 1968 in Frankfurt am Main geboren, schrieb die Musik zu über 25 Hollywoodfilmen. Sein Werk umspannt Kompositionen für Blockbuster, und auch kleinere Independentproduktionen. Darunter sind der Oscar-prämierte Trickfilm Der Prinz von Ägypten, Gladiator, Mission Impossible II, Pearl Harbor, K-19 - Showdown in der Tiefe, Fluch der Karibik, 16 Blocks, Constantine und Premonition, der aktuelle Psychothriller mit Sandra Bullock. Zunächst schrieb Badelt die Filmmusik für deutsche Film- und Fernsehproduktionen wie Die Bluthochzeit und „Tatort“. Durch die Zusammenarbeit mit etablierten Filmkomponisten wie Hans Zimmer und Michael Kamen machte er sich in Hollywood einen Namen. Seinen ersten eigenständigen Soundtrack schrieb er für Das Versprechen, bei dem Sean Penn Regie führte und Jack Nicholson die Hauptrolle spielte. 2002 gewann Badelt den World Soundtrack Award für The Time Machine, und 2004 den ASCAP-Award für Fluch der Karibik.



Der Soundtrack

Der offizielle Teenage Mutant Ninja Turtles Soundtrack beinhaltet drei exklusiv für den Film komponierte Songs. Die Band Gym Class Heroes bringen ihren eigenen Hip Hop-Rock-Sound mit;Cobra Starship (aus dem Überraschungs-Erfolg Snakes On A Plane) offerieren einen neuen von Schildkröten inspirierten Song und Big City Rock legt extra den Klassiker „Black Betty“ neu auf. Weitere Leckerbissen liefert der Soundtrack durch Songzugaben von Jet, Billy Talent und P.O.D..

TRACKLISTING

1. Gym Class Heroes "Shell Shock"
2. Jet "Rip It Up"
3. Cute Is What We Aim For "There's A Class For This"
4. Cobra Starship "Awww Dip"
5. Meg & Dia "Roses"
6. Pepper "Bring Me Along"
7. Amber Pacific "Fall Back Into My Life"
8. Billy Talent "Red Flag"
9. This Providence "Walking On Water"
10. Ever We Fall "Youth Like Tigers"
11. P.O.D. "Lights Out" (Chris Vrenna Remix)
12. Big City Rock "Black Betty"
13. "I Love Being A Turtle" (Score)
14. "Nightwatcher" (Score)

Original Soundtrack: TEENAGE MUTANT NINJA TURTLES: Music From The Motion
VÖ: 13. April 2007



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