Tomtec
TWENTIETH CENTURY FOX UND WALDEN MEDIA PRÄSENTIEREN
EINE MARC PLATT PRODUKTION

ALEXANDER LUDWIG, CHRISTOPHER ECCLESTON, FRANCES CONROY UND IAN MCSHANE
Regie: DAVID L. CUNNINGHAM
Drehbuch: JOHN HODGE
Basierend auf dem Roman von SUSAN COOPER
Produktion: MARC PLATT
Ausführende Produzenten: RON SCHMIDT, ADAM SIEGEL
Kamera: JOEL RANSOM
Produktions-Design: DAVID LEE
Schnitt: ERIC SEARS, A.C.E., GEOFFREY ROWLAND, A.C.E.
Musik: CHRISTOPHE BECK
Musik Supervisor: PATRICK HOULIHAN
Filmlänge: ca. 95 Minuten
Filmstart: 11. Oktober 2007
KURZINHALT
WINTERSONNENWENDE – DIE JAGD NACH DEN SECHS ZEICHEN DES LICHTS („The Seeker: The Dark is Rising“) erzählt nach der preisgekrönten Buchserie von Susan Cooper die Geschichte von Will Stanton (Alexander Ludwig), einem jungen Mann, der erfährt, dass er der Letzte einer Gruppe von Kriegern ist, die ihr Leben dem Kampf gegen das Dunkle gewidmet haben. Auf einer Reise durch die Zeit entdeckt Will eine Reihe von Hinweisen, die ihn schließlich in eine apokalyptische Schlacht ungeahnten Ausmaßes führen. Während die Dunkelheit sich anschickt, die Erde zu erobern, liegt die Zukunft der Welt in Wills Händen.
WINTERSONNENWENDE – DIE JAGD NACH DEN SECHS ZEICHEN DES LICHTS wurde von Twentieth Century Fox und Walden Media produziert und wird von Twentieth Century Fox am 5. Oktober in die US-Kinos gebracht. Deutschlandstart ist der 11. Oktober. Regie führte David L. Cunningham, der das TV-Drama „The Path To 9/11“ (2006) inszenierte, als Produzent fungierte Marc Platt (LEGALLY BLONDE, „Natürlich blond!“, 2001) und Drehbuchautor John Hodge (TRAINSPOTTING, „Trainspotting – Neue Helden“, 1995) adaptierte den Roman von Susan Cooper.

DIE GESCHICHTE
Die Familie Stanton muss ihr gewohntes Umfeld in den USA verlassen und zieht in eine kleine, unbekannte Stadt in England. Die Stantons wissen nicht, dass sie familiäre Wurzeln in diesem Ort haben, die mehrere Jahrhunderte zurück reichen. Will Stanton (ALEXANDER LUDWIG), der jüngste Sohn, der gerade versucht, sich an die neue Schule zu gewöhnen und die richtigen Worte zu finden, um seine Auserwählte endlich anzusprechen, wird zum Helden, der sich in einer epischen Schlacht zwischen den Kräften des Lichtes und den hinterhältigen Kriegern der Dunkelheit wiederfindet.
Will findet heraus, dass er der Letzte einer Gruppe von Kämpfern ist, die sich die Uralten nennen und von Merriman Lyon (IAN MCSHANE) und Miss Greythorne (FRANCES CONROY) angeführt werden. Die beiden nehmen Will unter ihre Fittiche, um ihn auf seiner Reise durch die Zeitalter zu begleiten, auf der er mit seinen besonderen Fähigkeiten nach Zeichen suchen muss, um das Gleichgewicht zwischen Licht und Dunkel wiederherzustellen.
Miss Greythorne erklärt Will: „Du bist ein Teil von etwas, das dein ganzes Leben auf dich gewartet hat. Wir, die Uralten, dienen dem Licht. Der Reiter dient der Dunkelheit. Das Licht ist schöpferisch, die Dunkelheit zerstört. Die Dunkelheit steigt auf, Will. Du musst die Kraft des Lichts zurückbringen.“ Seine Gefühle der Fremdheit und seine seltsamen Erinnerungen, erzählt sie ihm, sind Teil des Plans. „Du bist etwas Besonderes, Will, ein Stanton, der an den Ort seiner Bestimmung zurückkehrt. Der siebte Sohn eines siebten Sohns.“
Will macht sich auf die Reise seines Lebens – er durchstreift mit seinen besonderen Kräften die Zeit, lässt Dinge fliegen und setzt seine machtvolle Begabung ein, um das Böse zu bekämpfen, für das auf der Erde Der Reiter (CHRISTOPHER ECCLESTON) steht. Während Der Reiter versucht, die Erde mit Kälte und Dunkelheit zu überziehen, kämpft Will mit sich selbst und den Mächten der Dunkelheit, um die Welt zu retten. Obwohl er an sich und seinen Fähigkeiten zweifelt, versichern die Uralten ihm, dass „auch das kleinste Licht im Dunkeln leuchten kann.“

DIE ADAPTION EINES KLASSIKERS
„Ich kannte Susan Coopers Buchreihe The Dark is Rising schon seit vielen Jahren“, sagt Produzent Marc Platt. „Susan und ihr früherer Autorenpartner, der großartige Schauspieler und Schriftsteller Hume Cronyn, waren sehr enge Freunde von mir. Also habe ich die Veröffentlichungen auch immer mit großem Interesse – vor allem auch das filmische Potenzial betreffend – gelesen. Und eines Tages, vor rund zwei Jahren, rief ich Susan einfach mal so an, um zu fragen, wie es ihr geht.“
„Plötzlich, aus dem Nichts, fragte ich sie dann: ‚Susan, was ist eigentlich mit der Verfilmung von The Dark is Rising? Diese Idee liegt doch seit vielen Jahren auf dem Tisch.’ Sie antwortete: ‚Komisch, dass du mich das fragst, die Option läuft heute aus.’ Da dachte ich mir, das müsse Schicksal sein, vielleicht der alte Hume Cronyn, der von oben runterschaut und uns sagt: ‚Jetzt oder nie. Macht was draus.’“
„Also legte ich den Hörer auf und erledigte ein paar andere Anrufe. Innerhalb einer Woche hatte ich die Rechte an dem Buch an Walden verkauft. Mir kommt es vor, als sei nicht nur unsere Hauptfigur, sondern auch dieser ganze Prozess von einer Art Bestimmung geleitet worden.“
Für Platt gab es niemanden, der Susan Coopers „literarisches Juwel“ besser hätte adaptieren können als Drehbuchautor John Hodge. „Mit den Arbeiten von John Hodge bin ich schon seit Jahren vertraut. Er hat einige hervorragende Filme geschrieben, vor allem für den wunderbaren Regisseur Danny Boyle. John schreibt humorvoll, aber auch düster und abgründig. Das schien mir perfekt zu WINTERSONNENWENDE – DIE JAGD NACH DEN SECHS ZEICHEN DES LICHTS zu passen, einem Film, der alle Zuschauerschichten ansprechen soll, aber auch düstere Seiten hat und geprägt ist von seiner geheimnisvollen Atmosphäre. Genau das findet sich auch in allen von Johns Werken. Ihn mit diesem Material zu betrauen, schien absolut passend.“
Im Zentrum des Films steht die Mission des Suchenden, besonderes Augenmerk liegt dabei wie im Roman auf den gigantischen Szenen vom Krieg gegen das Böse. Für Hodge lag die besondere Herausforderung der Adaption darin, eine metaphysische Geschichte in ein sinnliches Medium wie das Kino zu übersetzen. „Das Buch hat viele lyrische Elemente, einen Sprachfluss, den viele kommerzielle Kinderbuchautoren nicht mehr haben, weil sie beim Schreiben schon mit einem Auge auf die Filmversion schielen. Die Vorlage ist nicht so, nennen wir es mal: rigide strukturiert“, sagt Hodge. Änderungen waren unbedingt nötig, um die Spannung in Susan Coopers Werk auch im Kino erlebbar zu machen.
„Zunächst dachte ich, die Adaption würde schwierig werden“, fügt er hinzu, „weil viele Abschnitte in dem Buch Visionen oder Träumereien des Jungen sind. Solche inneren Vorgänge muss man, wie bei jeder Adaption, dann in einen Dramentext integrieren. Diese Geschehnisse musste ich sozusagen umdenken.“
„Im Wesentlichen ist es die Geschichte eines 14-Jährigen, Will Stanton, der sich wiederfindet im ewigen Kampf zwischen Gut und Böse, die hier das Licht und die Dunkelheit heißen“, sagt John Hodge weiter. „Er erfährt, dass er kein normaler Teenager ist, sondern der Suchende, mit besonderen geistigen und körperlichen Fähigkeiten und einer besonderen Aufgabe: Er muss sechs Zeichen finden, in denen die Kraft des Lichts verborgen ist.“
„Zu diesem Zeitpunkt, an dem das Böse immer stärker wird, muss er die sechs Zeichen finden, die Kraft des Lichts wiederherstellen und die Dunkelheit besiegen“, fährt er fort. „Mir gefiel am meisten, dass es eine Geschichte von einem normalen Jungen ist, einem modernen Teenager mit typischen Alltagsproblemen. Das machte für mich den Kern des Buches aus. Ach so, außerdem muss er natürlich auch noch die Welt retten.“
„Drehbücher stellen andere Anforderungen als Romane. Diese sind so reichhaltig, dass man niemals alle Facetten in einem Skript unterbringen könnte. Wenn etwas auch nur ein wenig verwirrend oder redundant erscheint – raus damit“, sagt Hodge, der vor seiner Arbeit beim Film als Arzt seine Brötchen verdiente. „Bei einem Drehbuch versucht man, am Anfang alles so eindeutig wie möglich zu machen. Jeder soll die Familienverhältnisse verstehen und den Prozess, der aus Will jemanden macht, der imstande ist, die Welt zu retten.“
„Bei jeder Adaption von Text zu Film braucht es eine gewisse Vorstellungskraft, um das Geschriebene möglichst filmisch zu gestalten“, sagt Platt. „Wir versuchten, dem Kern von Susans Büchern immer treu zu bleiben. Aber wir haben das Material auch für die Welt des Kinos und die Erwartungen des Publikums im Jahre 2007 geöffnet.“
Eine der Anpassungen ist, dass Will Stanton nun kein Engländer mehr ist, sondern ein Amerikaner, den es auf die Insel verschlägt. Dieses „fish out of water“-Szenario war laut Regisseur David Cunningham wesentlich für das dramatische Element der Geschichte. „Im Buch geht es um eine englische Familie in England“, sagt Cunningham, der selbst schon mehr als 100 Länder bereist hat. „Der Zusammenprall der Kulturen gibt uns Filmemachern einen weiteren Konflikt an die Hand, mit dem wir arbeiten können. Will ist als Amerikaner zumindest kulturell ein Fremder in seiner neuen Umgebung. Warum passiert ihm all das gerade jetzt? Uns schien es passender, dass diese seltsamen Erlebnisse einem Außenseiter widerfahren sollten.“
„An Will gefällt mir sowohl seine anfängliche Unsicherheit als auch die Veränderung, die er durchmacht. Komplizierte Figuren, die im Film mehr als eine Facette zeigen, ziehen mich an. Will lernt einiges über sich selbst und seinen Platz im Leben.“
„John Hodge hat so viel in den Film eingebracht“, sagt Cunningham. „Einen Klassiker wie Susan Coopers Buch zu adaptieren und dem heutigen Publikum zugänglich zu machen, war eine gewaltige Aufgabe, die er hervorragend gelöst hat. Einen Thriller zu machen, bei dem Kinder mitfiebern können und gleichzeitig Susan Coopers Werk gerecht zu werden, ist eine schwierige Gratwanderung. Aber er hat es hinbekommen.“
Vor allem wollten die Filmemacher, dass das Publikum Wills spannende Reise ausgiebig genießen würde. Platt erklärt: „Ich will, dass man sich wohl fühlt und gut unterhalten wird, während man mit Will Stanton auf die Suche nach der Kraft des Lichts geht. Wobei er unterwegs viel über sich selbst herausfindet, um schließlich nicht nur seiner Bestimmung als Suchender, sondern auch seiner Persönlichkeit als Will Stanton gerecht werden zu können.“
„Die befriedigendsten, angenehmsten Geschichten sind für mich die, die uns auffordern, das Beste aus uns zu machen und unser Potenzial voll auszuschöpfen. Diese emotionale Komponente kann jeder nachvollziehen. Außerdem hoffe ich, dass Leute, die den Film spannend und aufregend fanden, davon angestachelt werden, einen Blick auf das großartige Werk von Susan Cooper zu werfen.“

DIE BESETZUNG
„Wir haben großartige Schauspieler“, sagt Cunningham. „Christopher Eccleston, Ian McShane, Frances Conroy, James Cosmo, Jim Piddock und all die anderen. Ich hatte viel Glück mit dieser wunderbaren Besetzung, von der jeder seiner Figur Leben einhaucht und eine neue Dimension hinzufügt, die hoffentlich überraschend ist und intensiv, aber gleichzeitig auch leicht und humorvoll. Es war ein großen Glück, mit ihnen zu arbeiten.“
WILL STANTON
Es war keine einfache Aufgabe, den richtigen Darsteller für die Schlüsselrolle des jugendlichen Weltretters zu finden. „Nach einer aufwändigen Recherche stießen wir auf Alexander. Wir haben unter so ziemlich allen Schauspielern der Welt zwischen 13 und 15 Jahren gesucht“, sagt Cunningham.
„Wir suchten einen Jungen, mit dem man sich identifizieren konnte, ein zugänglicher Teenager von nebenan, der sich ganz plötzlich als gewöhnlicher Jugendlicher in extrem außergewöhnlichen Umständen wiederfindet. Und wir waren sehr glücklich, als auf einmal auf einem der Bänder Alexander Ludwig zu sehen war, ein junger Darsteller, von dem wir noch nichts gehört hatten. Einige von uns sagten sich, ‚Moment mal, wer ist das denn?’ Er war völlig unkompliziert und offen für alles.“
„Alexander wirkte sehr natürlich. Er strahlte eine große Lebensfreude aus und auch eine Art Reinheit, was beides wiederum gut zur Rolle passte. Also luden wir ihn ein, er sprach vor, und so bekamen wir unseren Will Stanton.“
„An Alexander gefielen mir vor allem seine Ungeschliffenheit und seine Authentizität. Er hat eine beeindruckende Präsenz, hört aber auch zu und ist formbar. Das ist eine hervorragende Kombination. Man sieht ihn in nahezu jeder Szene des Films und in jedem Zustand, im Matsch und im Wasser, im Regen und im Schnee. Wir haben ihn in alles Mögliche hineingeschickt und er hat alles frohgemut angepackt.“
Für Ludwig wurde mit der Rolle ein Traum wahr. „Ich wusste in dem Moment, als ich das Drehbuch in die Hände bekam, dass diese Rolle für mich gemacht ist“, sagt der junge Schauspieler. „Ich war mir absolut sicher. Schon als kleines Kind habe ich mir Superkräfte gewünscht – das ist das Coolste auf der Welt. Da gefiel mir das Skript natürlich hervorragend, und ich wollte den Part unbedingt bekommen – man kann sich kaum vorstellen wie sehr. Noch nie wollte ich eine Rolle so unbedingt wie diese.“
MAGGIE BARNES
Amelia Warner spielt Maggie Burns, das hübsche Mädchen, das zur selben Schule geht wie die Stanton-Brüder und sich mit Will und seiner Familie anfreundet. „Sie infiltriert die Familie sozusagen über einen der Brüder und versucht, über ihn an Will heranzukommen. Sie gibt sich sehr weltlich, als normale Schülerin, süß und liebenswürdig, aber sie arbeitet für Den Reiter. Sie soll Will die Zeichen entwenden“, erzählt die Schauspielerin. „Und sie hat jede Menge Tricks auf Lager... Sie will ihn verführen, um ihm so nahe zu kommen, dass sie ihm die Zeichen abnehmen kann.“
Warner freut sich vor allem über ihre gelungene Schlüsselszene mit Will, in der sie ihr wahres Gesicht zeigt. „Es hat echt Spaß gemacht, aber all das Wasser und das ganze Zeug waren ziemlich unangenehm. Von der Schreierei bin ich richtig heiser geworden.“
MAX STANTON
Es ist ein glücklicher Zufall, dass Gregory Smith, der für die Rolle des Max Stanton gecastet wurde, in derselben Stadt wie Alexander Ludwig aufgewachsen ist. Smith der durch „Everwood“ bekannt wurde, sagt: „Ob du es glaubst oder nicht, ich bin in einer kleinen Stadt namens West Vancouver aufgewachsen, einer Vorstadt von Vancouver und Alexander kommt auch von dort. Er lebt eine knappe Meile entfernt von dem Haus in dem ich früher wohnte. Unsere Mütter sind zur selben Schule gegangen und sie kaufen in dem Laden ein, in dem mein Bruder als Aushilfe arbeitet.
Besonders eindrucksvoll fand Smith die Zusammenarbeit mit David Cunningham.
„Es ist wie in einer Achterbahn zu fahren, ohne angeschnallt zu sein. Du hast das Gefühl, immer um dein Leben bangen zu müssen, du weißt nie, was als Nächstes geschieht, aus welcher Ecke die Kamera kommt. Man ist fast immer von 5 Kameras umgeben. Das bringt einen aus der Balance, aber dadurch wirkt das Ergebnis so natürlich, man reagiert nur noch, folgt keinem Plan. Und trotz alledem scheint David (Cunningham) immer zu wissen, was als nächstes kommt. Es wirkt, als wäre er auf alles vorbereitet, als wüsste er immer, wann der richtige Moment ist, es ist bemerkenswert.“
MISS GREYTHORNE
Die Besetzung der exzentrischen Miss Greythorne mit der Golden Globe-nominierten Schauspielerin Frances Conroy erwies sich als hervorragende Entscheidung der Filmemacher. „Frances Conroy ist eine dieser wunderbaren, etwas schrulligen Darstellerinnen, die ihre Charaktere schräg und erinnerungswürdig zugleich machen“, sagt Platt. „Für Miss Greythorne suchten wir eine ältere Frau, die etwas abgedreht wirken kann. Jemanden, den man nicht für eine große Kriegerin halten würde, die aber die Weisheit und die Stärke besitzen würde, nach der die Figur verlangt. Frances passt hervorragend in diese Rolle, sie scheint auf den ersten Blick etwas verschroben, verfügt aber über innere Stärke und Tapferkeit, die sie ihrem Charakter mitgegeben hat.“
Miss Greythorne versorgt Will mit Ratschlägen und schützt ihn vor den Kräften des Bösen. „Wir haben seit Jahrhunderten auf ihn gewartet“, sagt Conroy. „Er ist der letzte der Uralten im Körper eines Kindes.“
Ihrem Kollegen Ludwig macht Conroy Komplimente: „Alexander ist ein äußerst talentierter Schauspieler. Er hat sich intensiv in diesen Charakter hineingearbeitet, und er ist so offen und freundlich wie Will. Es ist sehr schön, in seiner Nähe zu sein und diese Energie zu spüren. Das ist richtig ansteckend, Alexander ist wunderbar.“
„David Cunningham ist sehr liebenswürdig“, sagt Conroy. „Er ist ruhig und strahlt eine große Wärme aus, gleichzeitig beobachtet er sehr genau, was am Set vor sich geht. Von dieser entspannten Konzentration konnte man als Schauspieler zehren. Man fühlt, dass er genau weiß, was er will. Und er lacht gerne, das ist so nett.“
Conroy hat ihren besten Auftritt in einer Kampfszene. „Es gibt einen wunderbaren Moment, in dem ich ein Schwert aus meinem Stock ziehe und einen Vogel damit zerteile. Das machte großen Spaß, ich hatte einen riesigen Mantel, der um mich wallte, während ich herumwirbelte. Umso schlimmer war die Flutszene. Ich wurde ziemlich nass und war sehr froh, als wir das hinter uns hatten.“
MERRIMAN LYON
Ian McShane, der durch seine Golden Globe-nominierte Rolle des Al Swearengen in der Western-Serie „Deadwood“ bekannt wurde, witzelt, dass er den Part des Merriman angenommen habe, damit er mal einen Film für seine Enkelkinder drehen konnte. „'Deadwood' oder so etwas können sie sich nicht ansehen. Also dachte ich mir, das hier könnte passen.“
„Vor allem wollte ich Authentizität in meine Rolle einbringen“, sagt er. „Der Text war auf Altenglisch geschrieben, das ich so natürlich wie möglich rüberbringen wollte, ohne es zu verändern. Diese Figuren stammen nicht aus einem Comic-Buch über die Restauration oder ähnliches, und sie sprechen keine Shakespeare-Dialoge. Ich wollte sie natürlich, echter wirken lassen, auch wenn sie ein bisschen merkwürdig aussehen. Für mich“, fügt er hinzu, „ging es zuerst um das Aussehen des Charakters und dann darum, seine Worte glaubhaft zu machen. Sie sprechen nicht exaktes Altenglisch, sondern einen etwas blumigeren Stil. Hier wollte ich meine eigene, authentische Umsetzung finden, ohne dass es klingen sollte wie auf einer Bühne in Stratford. Das hört sich jetzt ein bisschen protzig an, aber es sind ja auch ziemlich wertvolle Charaktere.“
Als einer der Uralten und vor allem als Führungspersönlichkeit für den jungen Helden wollte McShane seine Figur mit einer feinen Mischung aus Humor und Autorität ausstatten. „Wir helfen dem Jungen, das ist das Wichtigste. Den Krieg zwischen Licht und Dunkelheit, fechten sie schon seit Jahren aus, lange bevor Will auftaucht. Mir gefiel, dass sie an dem Jungen fast verzweifeln. Ich muss Will sagen: 'Komm irgendwie damit klar. Das ist es, was du bist.' Es war also wichtig, mit diesem Kind richtig umzugehen. Ich habe immer versucht, ein bisschen Humor hineinzubringen, auch wenn es mal nicht im Drehbuch stand. Humor hilft immer.“
Ian konnte auch seine Erfahrung als wirklicher Mentor von Alexander einbringen. „Ich erzählte ihm, was immer auch am Set geschehen würde, wir müssten einfach weitermachen. Das ist die Wahrheit, man muss immer irgendwie weitermachen. Dann war es oft so, dass wir auf Augenhöhe miteinander sprachen, als wären wir einfach zwei Menschen, die sich gerade getroffen haben. So spielten wir es auch im Film.“
Er fährt fort: „Alexander (Ludwig) hatte eine Menge Arbeit. Es kommt nicht oft vor, dass man in nahezu jeder Einstellung eines Films zu sehen ist. In der Geschichte müssen wir ihn durch alle möglichen Prozesse führen. Er ist der letzte der Uralten. Außerdem gibt es noch mich, Frances Conroy, James Cosmo und Jim Piddock. Sie leben durch die Zeitalter hindurch.“
Alexander gibt das Kompliment zurück: „Ian ist sehr beeindruckend. Er ist wirklich cool, wir liegen auf einer Wellenlänge. Er ist ein sehr großzügiger Schauspieler, genau wie Chris (Eccleston). Die beiden haben viel zu geben. Für mich war es eine große Ehre, mit so talentierten, professionellen Schauspielern arbeiten zu dürfen.“
„Merriman ist im Film so etwas wie mein Mentor. Er führt mich. Er erzählt mir fast die ganze Zeit über, was ich tun soll, bis ich ihn an einem Punkt zum Ende hin von mir aus um Rat frage, weil ich mich so an seine Hilfe gewöhnt habe. Doch dann sagt er mir, dass ich nun alleine klarkommen müsse. Am Anfang ist er sehr streng mit mir. Das Interessante ist, dass auch er im Laufe der Geschichte eine Menge über sich lernt. Das ist ein weiterer Aspekt der Geschichte. Am Ende wird Will klar, dass er genauso behandelt werden sollte wie Merriman, auch wenn er noch ein Kind ist.“
DER REITER
Das Böse verkörpert in WINTERSONNENWENDE – DIE JAGD NACH DEN SECHS ZEICHEN DES LICHTS der erfahrene britische Schauspieler Christopher Eccleston, der das Buch las und sofort angetan war. „Ich fühlte mich dem sehr nah, denn die Geschichte ist in keltische Mystik eingebettet und allgemein sehr britisch.“ Was das Skript und die Veränderungen an seinem Charakter, dem Reiter, betrifft, sagt Eccleston: „Wartet, bis ihr es seht. Der Reiter bekommt hier die Möglichkeit, etwas subversiven Humor und eine satirische Komponente einzubringen, was für diese Art Film sehr untypisch ist. 99 Prozent aller Dramen, die ich für Film und Fernsehen gemacht habe, waren für Erwachsene, also bot sich mir hier die Chance, etwas Neues auszuprobieren.“
Eccleston genoss die Kameradschaft unter den Schauspielern. Er sagt: „Ian kannte ich. Frances Conroy ist eine großartige Schauspielerin, die ich bewundere. Und Jim Piddock, James Cosmo und die amerikanischen Darsteller – wir waren ein eingeschworener Kreis. Das waren hervorragende Schauspieler, und ich habe am Set wunderbare Freundschaften geschlossen. Es war fantastisch, ihnen zuzusehen, ein paar sehr unterschiedliche Menschen, die sich trafen und eine Einheit bildeten.“
Außer bei einigen wenigen Szenen stand Eccleston den ganzen Film über mit Alexander Ludwig vor der Kamera. „Ein hervorragender junger Kerl, der diesen Film trägt“, sagt Eccleston. „Ich hatte meine erste Hauptrolle mit 27 und war noch zwei Monate danach völlig durcheinander, aber er schien sich wohl zu fühlen wie ein Fisch im Wasser. Die Idee von Hollywood, die wir alle im Kopf haben, scheint keinen Eindruck auf ihn gemacht zu haben.“
Eccleston zufolge ist es eine besondere Herausforderung, Kino für ein junges Publikum zu machen. „Ich denke, ein junges Publikum ist fordernder... seine Zuneigung ist viel heftiger, wenn es dich mal in sein Herz geschlossen hat, aber es hat sensiblere Sensoren als wir.“

DAS PRODUKTIONSDESIGN
Der schottische Produktionsdesigner David Lee wurde an Bord geholt, um die schillernde Geschichte zum Leben zu erwecken. Der Film ist sein Debüt als Produktionsdesigner und David Lee ist Regisseur Cunningham zufolge „ein ewiger Optimist, der mit einem Lachen an jede Aufgabe herangeht. Er ist ein fantastischer Bursche, der einige fantastische Sets gebaut hat. Es war nicht einfach, einen so großen Dreh in einem Land durchzuziehen, dessen Infrastruktur immer noch in der Entstehung ist und das sich langsam an die Herausforderungen des modernen Filmemachens gewöhnt.“
Marc Platt stimmt zu. „Für mich ist David Lee seit Jahren einer der besten Art Directors und ich wollte ihm unbedingt die Chance geben, Produktionsdesigner zu sein“, sagt der Produzent. „Außerdem kommt David aus England, war also mit dem Terrain und der Geschichte vertraut und konnte doch in all seine Entwürfe etwas Besonderes, nicht Alltägliches einbringen, dass unsere Welt einzigartig und spezifisch an die Story angepasst machte.“
Produktionsdesigner David Lee, hat als Art Director an Filmen wie BATMAN BEGINS („Batman Begins“, 2005), MISSION: IMPOSSIBLE („Mission: Impossible“, 1996), STAR WARS: EPISODE III – THE REVENGE OF THE SITH („Star Wars: Episode III – Die Rache der Sith“, 2005) und STAR WARS: EPISODE II – ATTACK OF THE CLONES („Star Wars: Episode II – Angriff der Klonkrieger“, 2002) gearbeitet. Nun hatte er die furchteinflößende Aufgabe, die Atmosphäre für einen überlebensgroßen Fantasy-Epos zu entwerfen, dessen Höhepunkt ein sowohl physischer wie auch metaphysischer Kampf zwischen Licht und Dunkelheit ist.
Als Produktionsdesigner musste David Lee das Drehbuch in Einheiten teilen, deren Sets und Umgebungen entweder gebaut werden konnten, als Locations bereits existierten, oder eine Kombination aus beidem waren. Monate vor dem Dreh von WINTERSONNENWENDE – DIE JAGD NACH DEN SECHS ZEICHEN DES LICHTS setzte Lee sich mit Stift und Papier hin und begann, Ideen für den Film aufzuzeichnen. „Dann traf ich den Regisseur und wir fassten zusammen, was wir brauchten“, sagt Lee. Designer und Regisseur bastelten aus den Teilen des Skripts zusammenhängende Szenen und Sequenzen, die mit Requisiten und Darstellern ausgestattet und gefilmt werden konnten.
Ein Schlüsselelement des Films war das Design von Huntercombe Manor. Die Außenfassade wurde von Grund auf neu errichtet, war aber so täuschend echt, dass Setbesucher dachten, das Gebäude gäbe es wirklich. „Wir waren in Rumänien, wo man eine solche Location mit Sicherheit nicht würde finden können, also mussten wir alles selbst bauen“, sagt Lee. „Das war eine gute Möglichkeit – eine interessante Herausforderung, etwas so typisch Englisches in die rumänische Landschaft zu setzen.“
Der Look von Huntercombe Manor ist von vielen unterschiedlichen Vorbildern inspiriert, etwa von Donney Court oder anderen englischen Landsitzen – mit einem entscheidenden Unterschied: dem Fenster. „Wir entschieden uns für ein Erkerfenster in doppelter Höhe“, sagt Lee, „in dem Raum, der schließlich überflutet, tiefgefroren und verbrannt wird.“
Trotz der Größe von Huntercombe Manor wurde das beeindruckende Set in einer für Filmproduktionen verhältnismäßig kurzen Zeit gebaut. „Wir brauchten etwa sieben Wochen“, sagt Lee. „Die Grundpfeiler wurden um den 20. Januar herum gesetzt, und in den folgenden sieben Wochen gab es viel zu tun.“
„Der Enthusiasmus, mit dem David Cunningham uns alle ansteckte, war außergewöhnlich. Es gab eine echte Kameradschaft, die uns die Arbeit sehr erleichterte“, sagt Lee. David Cunningham hat „ein exaktes Bauchgefühl“, fährt Lee fort. „Er hat einen sehr filmischen Blick. Es gibt immer verschiedene visuelle Ebenen, die David alle umgesetzt sehen will, so dass man sich als Zuschauer in diese Ebenen und verschiedene Schattierungen von Licht und Dunkelheit hineinsehen kann. Ein ziemlich beeindruckender Visionär, wie ich finde.“
DIE KOSTÜME
Vinilla Burnham wurde an Bord geholt, um den Charakteren von WINTERSONNENWENDE – DIE JAGD NACH DEN SECHS ZEICHEN DES LICHTS die richtigen Outfits zu verpassen. Sie konnte auf Erfahrungen bei THE FIFTH ELEMENT („Das fünfte Element“, 1997) und LOST IN SPACE („Lost in Space“, 1998 ) zurückgreifen, um jeder der Hauptfiguren einen eigenen visuellen Stil zu verleihen.
„Über Den Reiter habe ich gleich am Anfang mit David gesprochen, noch bevor wir wussten, dass Chris die Rolle übernehmen würde. Wir haben seinen Look und sogar den seines Pferdes und dessen Ausstattung intensiv diskutiert. Herausgekommen ist ein sehr, sehr atmosphärisches Kostüm.“
„Wir haben uns für Leder entschieden, damit er auf keinen Fall wie ein Superheld aussehen würde. Nachdem wir dem Anzug den „heruntergekommenen“ Look verpasst hatten, wofür er zum Beispiel in Wasser getaucht wurde, haben wir ihn bemalt und ihm so den Eindruck von Rost und Alter mitgegeben.“
Für das Kostüm der Miss Greythorne wurde eine besondere Jacke entworfen. „Mit Miss Greythorne hatte ich die Chance zu glänzen“, sagt Burnham, „denn es gibt nicht viele Frauen in diesem Film. Und obwohl Maggie sehr jung und attraktiv ist, Greythorne aber eine englische Exzentrikerin, kenne ich mich doch gut damit aus. Ich konnte etwas Ausgefallenes entwerfen, aber nicht um der Ausgefallenheit willen. Frances Conroy kann so gut wie alles tragen – sie sieht extrem elegant aus.“
„Ihr Outfit, das sie beim Kampf trägt, musste viel Bewegung zeigen können“, sagt die Designerin. „Also haben wir auf der Rückseite des Kostüms ein paar Schichten aufgefüllt, die sich beim Kämpfen sehr schön bewegen. Es ist immer noch schmal und elegant, aber wenn sie sich bewegt, bewegt es sich mit. Einfach glamourös.“
„Ihre Kostüme sind wunderschön. Es war sehr interessant zu sehen, was sie tat und aussuchte“, sagt Conroy. „Ich fuhr nach London und probierte einige wunderbare Teile an, von denen ich mir Nachbildungen anfertigen ließ – etwa von dem Mantel, den ich trage, wenn wir gegen die Schlangen kämpfen und der so wunderbar hin und her gleitet. Die Outftis erinnern an eine bestimmte Zeit. Das Kleid, das ich bei der Weihnachtsfeier trage, ist mit einer Technik namens Devore hergestellt worden. Kleidung ruft immer Erinnerungen hervor, sobald man sie sieht und anzieht. Das ist wunderbar.“
DIE SCHLANGEN, DIE RABEN, DIE WIKINGER UND DIE ÜBERFLUTUNG DES LANDSITZES
„Ich kenne mich mit harten, wirklichkeitsnahen Themen aus, habe Dokumentationen und Independent-Filme gemacht und hoffe, dass ich dem Film einen gewissen Realismus verliehen habe“, sagt Regisseur David Cunningham. „Es ist ein fantastischer und realistischer Film, mit dem Schwerpunkt auf dem Realismus. Daher setzen wir nicht sonderlich viele Computer-Effekte ein, sondern machen vieles selbst. Wir werden die nächsten anderthalb Wochen auf dem Set des Großen Saales verbringen und einige coole Dinge tun. Leute werden durch die Luft fliegen, reiten, gegen Wände geschleudert werden – alles Mögliche.“
Alle Mitglieder des Teams von WINTERSONNENWENDE – DIE JAGD NACH DEN SECHS ZEICHEN DES LICHTS hatten die Aufgabe, Fantasie Wirklichkeit werden zu lassen. Wikingerkämpfe, Überschwemmungen, Krähen, Schlangen und Stunts waren längst nicht alles, was benötigt wurde. Wie der Regisseur sagte: „Wenn man ein Auto wirklich in die Luft jagt, wird es ziemlich wild. Bruchstücke fliegen unkontrolliert durch die Luft, vielleicht geht eine Kamera zu Bruch, was natürlich eine tolle Aufnahme ergibt, oder Leute müssen aus dem Weg springen, so dass man denkt: 'Boah, jetzt haben wir einen großartigen Moment eingefangen.' Also setze ich meine Stärken ein, um Wirklichkeit zu inszenieren.“
Conroy zufolge machte Cunninghams Suche nach Authentizität den Film, obwohl er zum Genre der Fantasy gehört, viel menschlicher. „David hält sich mit Spezialeffekten so weit wie möglich zurück, dadurch wird die Erfahrung wirklich, nicht virtuell. Dahinter steht Fleisch und Blut, das macht einen wichtigen Unterschied, sogar für die Sets. Die werden nicht komplett computergeneriert sein. Das macht die Sache sowohl für die Menschen im Film als auch für die im Kino sinnlicher, sozusagen dreidimensional.“
SCHLANGEN
Dies lässt sich auch über die Szene sagen, in der Will von einer gigantischen weißen Kobra verfolgt wird. Rund 1000 lebende Schlangen, einige bis zu vier Meter lang, wurden aus der Tschechischen Republik importiert – genügend, um damit die Hälfte einer riesigen Kirche zu füllen. Der Schlangentrainer Jules Sylvester, der schon bei rund 350 Filmen mitgewirkt hat, wurde an Bord geholt, um die Schlangen für diese Szene vorzubereiten.
Die Stars dieser Reptilienshow waren eine exotische weiße Python und eine Klapperschlange, der das Gift entfernt wurde und über die Sylvester sagt, sie sei „eine schöne Schlange, so freundlich, dass es fast peinlich ist. Sie tut nicht das, was Klapperschlangen für gewöhnlich tun. Sie versuchen normalerweise, einen zu töten. Diese hier kommt nur vorbei und sagt: 'Hallo, wie geht's?' Sie ist sehr entspannt, ein echter Hollywood-Profi.“
Um die Schlangen im Zaum zu halten, baute Cunningham mit seinem Team eine Art „Schlangenecke“. „Wir haben in der Kirche einen zusätzlichen Boden eingesetzt, der hoffentlich alle an einem Platz halten wird“, lacht Cunningham, „Wir werden sehen, ob das klappt. Sie sind zwar nicht mehr giftig, aber immer noch Schlangen, es könnte also interessant werden. Außerdem haben wir eine echte weiße Kobra, die wirklich sehr schön ist.“
Die Schauspieler ließen sich durch ihre glitschigen Kollegen nicht aus der Ruhe bringen. Alexander fand es „richtig cool, tausend Schlangen auf einem Haufen liegen zu sehen und vielleicht läuft gerade eine um dein Bein, kurz bevor David 'Action!' sagt. Dann muss man sie halt packen und zurück auf den Haufen legen.“
McShane hatte ebenfalls seinen Spaß mit den Tieren. „Es gab ungefähr 1200 davon“, sagt er. „Mir gefielen sie mit der Zeit immer besser. Ich habe noch nie mit Schlangen gearbeitet. Sie waren irgendwie nett, wissen Sie. Ich mochte besonders die große Python, dieses Zehn-Meter-Vieh. Aber sie sind sehr schwer, und zwei von ihnen konnten ihren Blick einfach nicht von mir wenden...“
Conroy war weniger erfreut, wuchs aber wie immer an ihrer Aufgabe. „Ich hatte eine Schlange auf meinen Schultern“, sagt Conroy. „Erst bekam ich eine aus Gummi umgelegt, die wirklich sehr echt aussah, und dann kam die Zehn-Meter-Python. Die Arbeit mit den Schlangen war also interessant.“
RABEN
In WINTERSONNENWENDE – DIE JAGD NACH DEN SECHS ZEICHEN DES LICHTS bewohnen Raben die Welt der Finsternis – zumindest in einem mythischen Sinne. Einige Sequenzen zeigen bedrohlich anmutende Schwärme von ihnen, die nur darauf warten, Menschen anzugreifen.
Um dem Anspruch nach größtmöglichem Realismus, dem sich diese Produktion verpflichtet fühlte, gerecht zu werden, entstanden einige Szenen eher durch mechanische denn durch digitale Effekte. Beispielsweise jene Sequenz, die in einem Einkaufszentrum spielt. Dort wird der junge Will von Leuten befragt, die wie Sicherheitsbeamte aussehen, in Wirklichkeit aber Bewohner dieses Raben-Universums sind, wie sich alsbald herausstellen soll.
Die Sicherheitsbeamten, so erklärt es Make-up Effects Supervisor Gary Tunnicliffe, sind aus Raben zusammengesetzt. Anfangs, wenn sie Will in ihrer menschlichen Form erscheinen, haben sie noch ihre Uniformen an. Aber dann, wenn sie beginnen, ihre wahre mysteriöse Natur zu entfalten und ihn den Gang hinterher jagen, verwandeln sie sich tatsächlich in fliegende Vögel.
Wie kreiert man so einen Effekt, der zwar recht leicht in ein Drehbuch zu schreiben ist, aber um einiges schwieriger zu visualisieren ist? Tunnicliffe und sein Team sahen dies als ein filmisches Design-Problem, das gelöst werden musste. „Wir haben eine mannsgroße Puppe gebaut, die wir Arthur nannten“, sagt Tunnicliffe. „Und dann packten wir ihn auf einen Dolly, so dass er sich die Halle hinunter bewegen konnte, während er sich verwandelt. Aus seiner Brust kommen zu bestimmten Zeitpunkten Raben-Puppen, die an einer Stange befestigt sind. An dem einen Ende ist der Rabe und an dem anderen Arthurs Brust mit der Stange, die von der Rückseite aus gesteuert werden konnte.
Der Schaft kann so manipuliert werden, dass die Flügel in dem Moment flattern, wenn sich die Vögel bewegen. Später wird ein realer Mensch in Sicherheitsbeamten-Kleidung und mit einem rabenartigen Schnabel in jene Einstellung, wo die Halle entlang gerannt wird, eingefügt. Und durch den Schnitt erreicht man dann den gewünschten Effekt eines ‚Rabenmannes’.“
WIKINGER
Die Arbeit mit den „Wikingern“ war für die meisten im Team etwas angenehmer. Cunningham setzte eine Gruppe von professionellen Wikinger-Darstellern ein und sorgte so einmal mehr für zusätzliche Authentizität. Stunt-Koordinator Troy Brown zufolge war diese Wikinger-Schlacht voller Action, mit sorgfältig geplanten Stunts und Kampfszenen. „Wir haben viel mit Pferden gearbeitet und einige Feuer eingesetzt, die Pferde stürzen lassen und viele Kämpfe mit Äxten und Schwertern choreographiert.“
DIE ÜBERFLUTUNG DES LANDSITZES
Für die Szene, in der der Landsitz geflutet wird, war eine Meisterleistung notwendig. Dazu benötigte man eine Kombination aus physikalischen und digitalen Effekten. Um dies Ziel zu erreichen, erklärt Cunningham, „haben wir das gesamte Set des Herrenhauses in einem gigantischen Becken, das mit Wasser gefüllt werden konnte, aufgebaut. Mit all diesen Schauspielern in einem derartigen Bassin zu arbeiten, sahen wir sowohl als großen Spaß als auch als Herausforderung an.“
Cunningham weiter: „Die tatsächliche Überflutung erreichten wir durch diese gigantischen Becken, die wir mit Wasser gefüllt haben. Wenn es den Boden erreicht, nimmt es Fahrt auf und das Wasser kann nach unten abfließen – wie bei einer Rutschbahn – und Tausende Liter von Wasser zerschmettern das Glas. Dadurch entstand eine regelrechte Wasserwand, die sich auf die Stadt zu bewegte. Der komplette Landsitz wurde von dieser gigantischen Wasserwand überschüttet.“
„Um die Wasserwand filmen zu können, mussten wir eine Kamera an einem Kabel montieren. Eine sehr aufwändige Vorrichtung – es gibt zwei Haltepunkte auf jeder Seite des Sees und dann haben wir einen Arm, der die Kamera über den See trägt, und das ist so etwas wie die Perspektive der Krähe. Wir fliegen also Richtung Landsitz und dann verwandeln wir uns mit Hilfe des Computers in eine Wand aus Wasser. Jetzt findet die Transformation per Computer statt, doch ist die Verwandlung zwischen Krähen und Wasser einmal abgeschlossen, dann ist die aktuelle Wasserwand real, erzeugt durch die riesigen Bassins.“
DIE DREHARBEITEN IN RUMÄNIEN
„Wir erledigten eine gewaltige Aufgabe in sehr kurzer Zeit, und das alles in einem Land, das selbst genug Probleme hat. Wir können sehr stolz auf die Opulenz unseres Films sein, gerade in Anbetracht unseres geringen Budgets. Wir interpretierten das Genre neu und sind sehr stolz darauf“, sagt Cunningham.
Tatsächlich war WINTERSONNENWENDE – DIE JAGD NACH DEN SECHS ZEICHEN DES LICHTS die größte Produktion in der Geschichte des Landes, das immerhin auch Produktionen wie COLD MOUNTAIN („Unterwegs nach Cold Mountain“, 2003) beherbergt hat. Eine unglaubliche Leistung für ein Land, das noch vor kurzem zum Ostblock zählte und lange Jahre kommunistisch regiert wurde.
Rumäniens größtes Studio Media Pro, das rund 19 Kilometer nordwestlich von Bukarest liegt, bietet echte Seen, riesige Wassertanks, weitläufige Bühnen, fähige Handwerker und das nahe gelegene bäuerliche Umland.
Cunningham betont: „Nichts ist besser als das Leben. In einem echten Set hat man deutlich mehr Freiheiten als in einer CGI-Umgebung. Darum sind wir nach Rumänien gegangen. Wir wollten hier nach den Sternen greifen und hoffen, wir haben eine authentische Erfahrung geschaffen.“
Eccleston war von der Arbeit des Teams beeindruckt. „Umwerfend, einfach umwerfend. Hoffentlich bleiben die Sets für zukünftige Produktionen erhalten. Die Arbeit der rumänischen Crew und der Set Designer war wunderbar. Es war ein gewaltiger Aufwand, und in einer Umgebung wie dieser verliert man leicht seine Zweifel an der Wahrheit der Geschichte.“
Für Frances Conroy war Rumänien eine wundervolle Erfahrung. „Es gibt hier wunderbare Menschen. Rumänien hat viele interessante Seiten“, sagt sie. „Ich füttere hier an jeder Ecke Hunde, dafür trage ich täglich acht Dosen Futter mit mir herum. Einen nehme ich mit nach Hause. Die Tiere sind sehr zutraulich und auf Hilfe angewiesen. Das war eine Erfahrung an sich. Es ist ein schöner Film. Wir sind weit weg von daheim, aber ich habe hier sehr liebenswürdige Menschen getroffen. Ich habe sogar ein bisschen Rumänisch gelernt, also bekomme ich etwas mit von dem, was hier passiert.“

ÜBER DIE SCHAUSPIELER
ALEXANDER LUDWIG (Will Stanton)
Alexander Ludwig begann seine Schauspielkarriere bereits im Alter von zehn Jahren mit einem Auftritt in einem Harry- Potter-Werbeclip. Es war die erste Rolle, für die er jemals vorsprach, eine Entscheidung, die er nie bereut hat.
Der eindrucksvolle Jungschauspieler war bereits in der TV- Serie „The Dead Zone“ und Filmen wie THE SANDLOT 3 („Herkules und die Sandlot Kids 3“, 2007), AIR BUD - WORLD PUP („Air Bud III – Ein Hund für alle Bälle“ 2000), MVP III (2003), zu sehen. Darüber hinaus spielte er in A LITTLE THING CALLED MURDER, der 2006 mit einem Satellite Award ausgezeichnet wurde, und EVE AND THE FIRE HORSE (2005, Preisträger des Jury-Preises am Sundance Film Festival)
Alexander lebt mit seiner Familie in Vancouver, Kanada. Wenn er nicht gerade um die Welt reist, geht er im kanadischen Ski Resort Whistler seiner großen Leidenschaft, dem Skifahren, nach, oder ist am Strand von Kalifornien auf der Suche nach der perfekten Welle zum Surfen.
Alexanders Liebe zur Schauspielerei wird nur noch von seiner Liebe zur Musik und seiner E-Gitarre übertroffen. So schreibt und komponiert er in seiner Freizeit gern selbst Lieder.
IAN MCSHANE (Merriman Lyon)
Als Sohn des ehemaligen Manchester United-Starfußballers Harry McShane wurde Ian McShane (Merriman Lyon) im englischen Blackburn geboren. Seine Schauspielausbildung absolvierte er an der Royal Academy of Dramatic Arts.
Seine sehr abwechslungsreiche Karriere erlaubte ihm Auftritte im britischen und amerikanischen Fernsehen, darunter in David Wolpers bahnbrechendem Serienerfolg aus den 70er, „Roots“, sowie der BBC and BBC America Produktion „Trust“, in der er den exzentrischen und größenwahnsinnigen Firmenboss Alan Cooper-Fozzard spielt. Seine weiteren TV-Highlights umfassen die Granada TV Produktion „Whose Life is it Anyway?“, die Rolle des Heathcliff in der BBC Produktion „Wuthering Heights“ und Harold Pinters „The Caretaker“, die mit einem Emmy-Award ausgezeichnet wurde. McShane trat auch als Schauspieler in die Fußstapfen großer Persönlichkeiten, indem er Rollen wie den Judas in der NBC Produktion „Jesus of Nazareth“ (Regie: Franco Zeffirelli), die Rolle von Fürst Rainier in „The Grace Kelly Story“ sowie die Titelrolle in Masterpiece Theatre’s „Disraeli“. Weitere Serienauftritte beinhalten: „Charlie the Kid“, „A.D.“, „The Great Escape II“, „Marco Polo“, „Evergreen“ und „War and Remembrance“.
Seinen Durchbruch schaffte der Schauspieler, der bereits in mehr als 30 Filmen mitwirkte, darunter auch die vor kurzem veröffentliche Independent-Produktion NINE LIVES (2005), 1962 mit seinem Filmdebüt THE WILD AND THE WILLING. Dieser Auftritt verhalf ihm zu anderen Hauptrollen darunter BATTLE OF BRITAIN („Luftschlacht um England“, 1969), THE LAST OF SHEILA („Sheila“, 1973), VILLAIN („Die alles zur Sau machen“, 1971,), EXPOSED („Gefährliches Dreieck“, 1983) und AGENT CODY BANKS („Agent Cody Banks“, 2003).
Seine Darstellung des düsteren, hinterhältigen und äußerst gut aussehenden Teddy Bass in dem von Kritikern gefeierten Independent-Film SEXY BEAST (2000) veranlasste einen britischen Journalisten sogar dazu, McShane den Titel „König der Coolness“ zu verleihen.
Vor kurzem war Ian McShane in der Komödie HOT ROD („Hot Rod – Mit Vollgas durch die Hölle“, 2007) von Saturday Night Live Star Akiva Schaffer zu sehen, in der er den Macho-haften und durchtrainierten Stiefvater von Tollpatsch Andy Samberg spielt. Sein nächstes Engagement führt McShane zurück nach New York, wo er am Broadway in Daniel Sullivans Wiederaufführung von Harold Pinters „The Homecoming“ zu sehen sein wird. Sowohl für das Stück als auch für McShane wird es das 40-jährige Bühnenjubiläum sein, denn nicht nur „The Homecoming“ wurde 1967 am Broadway uraufgeführt, auch McShane gab in diesem Jahr mit „The Promise“ sein Broadwaydebüt.
McShanes einzigartige Stimme lieh er unter anderem der Figur des Käpt´n Hook in SHREK THE THIRD („Shrek der Dritte“, 2007) sowie dem bösen Schneeleoparden Tai Lung in KUNG FU PANDA, der 2008 in die Kinos kommen wird. Nach HOT ROD stand er als Detektiv zusammen mit Renée Zellweger für die Paramount- Produktion CASE 39 vor der Kamera. Zu seinen nächsten Projekten zählt unter anderem das Animationsabenteuer CORALINE von Henry Selick, eine Adaption des gleichnamigen Bestseller von Neil Gaiman. Des Weiteren lieh er seine Stimme der Figur des Iorek Byrnison in HIS DARK MATERIALS: THE GOLDEN COMPASS, einem Film von Chris Weitz, in dem unter anderem auch Nicole Kidman zu sehen sein wird.
Für seine vielseitige Darstellung des Al Swearengen in der HBO-Serie „Deadwood“ wurde McShane mit dem begehrten Golden Globe Award in der Kategorie „Best Actor in a Television Drama” ausgezeichnet. Seine charakterstarke Darstellung brachten ihm darüber hinaus 2005 einen Emmy, sowie 2005 und 2006 Nominierungen in der Kategorie „Best Actor“ bei den SAG Awards ein. Außerdem wurde er 2005 in einer Umfrage des People Magazine zum erotischsten TV-Bösewicht gewählt.
2006 stand er für McGs WE ARE MARSHALL an der Seite von Matthew McConaughey und Matthew Fox vor der Kamera. Das Drama erzählt die Geschichte einer Universität, die durch einen tragischen Flugzeugabsturz viele Mitglieder ihres Football-Teams verliert. McShane spielt in dem Film die Rolle eines Universitätsangestellten und Vater eines der Opfer. Des Weiteren war er neben Scarlett Johansson und Hugh Jackman in Woody Allens SCOOP („Scoop – Der Knüller“, 2006) in der Rolle des Joe Strombel zu sehen.
Im Jahre 2000 kehrte er auf die Bühnen in London zurück, um dort in Cameron Mackintoshs Erfolgsmusical „The Witches of Eastwick“ in der Rolle des Darryl Van Horne sein Musical-Debüt zu geben. Seine abwechslungsreiche Bühnenkarriere umfasst Rollen wie den Hal in der Originalsbesetzung des Dramas „Loot“, die Titelrolle in „The Admirable Crichton“ auf dem Chichester Festival, den Tom in „The Glass Menagerie“ und den Charlie in „The Big Knife“. In „Promise“, einem Stück, das sowohl in London als auch auf dem Broadway bejubelt wurde, stand er zusammen mit Judi Dench und Ian McKellen auf der Bühne. In Los Angeles stand er für drei Produktionen des Matrix Theatre auf der Bühne, darunter die Weltpremiere von Larry Atlas´ „Yield of the Long Bond“ und die beiden Dramen „Inadmissible Evidence“ und „Betrayal“, für die er mit dem Los Angeles Drama Critics’ Circle Award ausgezeichnet wurde.
Ian McShane wohnt mit seiner Frau Gwen Humble in Venice Beach, Kalifornien.
FRANCES CONROY (Miss Greythorne)
Für ihre Rolle der Ruth in HBOs „Six Feet Under“ wurde Frances Conroy mit einem Golden Globe Award, einem Screen Actors Guild Award sowie zwei weiteren Screen Actors Guild Awards, die sie mit ihren Kollegen der Erfolgsserie teilt, ausgezeichnet. Außerdem wurde sie für ihre Leistung für einen der begehrten Emmy Awards nominiert.
Seit ihrem Abschluss an der Juilliard School's Drama Division umfasst Conroys Arbeit sowohl Bühne als auch Film und Fernsehen. Neben ihrer Rolle in „Six Feet Under“ ist sie auch in Alex Haleys Miniserie „Queen“ (Regie: John Erman) sowie in dem Fernsehfilm „Murder in a Small Town (Co- Autor: Gene Wilder; Regie: Joyce Chopra) zu sehen.
Zu ihren Bühnenengagements zählt die Lincoln Center Produktion „Our Town“ mit Spalding Gray und Eric Stoltz, die sowohl auf dem Broadway aufgeführt als auch für PBS Great Performances aufgezeichnet wurde. Weiterhin war sie in Albees „The Lady from Dubuque“ und „Three Tall Women“ auf der Bühne zu sehen. Für ihre Rolle in Arthur Millers „The Last Yankee“ erhielt Conroy den OBIE Award und wurde für ihren Auftritt in „The Ride Down Mt. Morgan“ für einen Tony Award nominiert.
Neben vier Nominierungen für den Drama Desk Award gewann sie die Auszeichnung für David Hares „The Secret Rapture“. Des Weiteren war sie zwei Jahre lang mit der John Houseman's Acting Company auf Tour.
Zu ihren Filmauftritten zählen auch drei Woody-Allen-Filme: MANHATTAN („Manhattan“, 1979), ANOTHER WOMAN („Eine andere Frau“, 1989) und CRIMES AND MISDEMEANORS („Verbrechen und andere Kleinigkeiten“, 1989). Weitere Filme mit Frances Conroy sind: Martin Scorseses THE AVIATOR („Aviator“, 2004), Terence Davies´ THE NEON BIBLE („The Neon Bible“, 1995), Martin Brests Oscar-prämiertes Meisterwerk SCENT OF A WOMAN („Der Duft der Frauen“, 1992), Frank Oz´ DIRTY ROTTEN SCOUNDRELS („Zwei hinreißend verdorbene Schurken“, 1988 ), Pitofs CATWOMAN („Catwoman“, 2004), Steve Martins SHOPGIRL („Shopgirl“, 2004,), Jim Jarmuschs BROKEN FLOWERS („Broken Flowers“, 2005), sowie die zwei Independent-Filme: IRA AND ABBY (2006) und HUMBOLDT COUNTY (2007).
CHRISTOPHER ECCLESTON (Der Reiter)
Christopher Eccleston wurde in Salford geboren und absolvierte seine Schauspielausbildung an der Central School of Speech and Drama.
Zu seinen Theaterauftritten zählen: „Hamlet“ am West Yorkshire Playhouse, „Miss Julie“ im West End, „Abingdon Square“ am Soho Poly und am Royal National Theatre, „Bent“ am Royal National Theatre sowie „Dona Rosita“ und „A Streetcar Named Desire“ am Bristol Old Vic.
Seine Fernsehauftritte umfassen: „Dr Who“ (BBC), „Second Coming“ (ITV), „Flesh and Blood“ (BBC), „Sunday“ (Channel 4), „Othello“ (ITV), „Hillsborough“ (ITV), „Our Friends in the North“ (BBC), „Hearts and Minds“ (Channel4), „Cracker“ (ITV) und die Rolle des Claude in der NBC Erfolgsserie „Heroes“.
Auf der Leinwand war er in Filmen wie 28 DAYS LATER („28 Days Later“, 2002, Regie: Danny Boyle), 24 HOUR PARTY PEOPLE (2002), THE OTHERS („The Others“, 2001), EXISTENZ („eXistenZ“, 1998 ), ELIZABETH („Elizabeth“, 1998 ), JUDE („Herzen in Aufruhr“, 1995), SHALLOW GRAVE („Kleine Morde unter Freunden“, 1994) und LET HIM HAVE IT („Gib´s ihm Chris!“, 1991) zu sehen.
GREGORY SMITH (Max)
Bekannt durch seine leidenschaftliche Darstellung sicherte sich der kanadische Jungschauspieler Gregory Smith einen wichtigen Platz unter den angesagtesten Jungstars Hollywoods.
Seine Rolle in der von Kritikern umjubelten TV-Serie „Everwood“, die nach vier Staffeln nun ein emotional packendes Ende fand, brachte ihm weltweit Anerkennung ein. In der Geschichte um eine Familie, die nach dem Tod der Mutter nach Colorado zieht, spielt er neben Treat Williams als dessen Vater die Rolle des Ephram Brown.
Als nächstes wird Gregory Smith in Richard Attenboroughs romantischem Drama CLOSING THE RING (2007) zu sehen sein, das am Toronto Film Festival seine Premiere feiert. Dort spielt er neben Shirley MacLaine, Christopher Plummer und Mischa Barton. Der Film erzählt die Geschichte eines jungen Mannes, der sich auf die Suche nach dem Besitzer eines Rings, den ein Pilot im Zweiten Weltkrieg verloren hat, macht.
Vor kurzem stand er für den von Kritikern gefeierten Independent-Film NEARING GRACE (2005) vor der Kamera, der am Los Angeles Film Festival seine Premiere feierte. Dort war er neben Jordana Brewster, Ashley Johnson und David Morse zu sehen.
Gregory Smith stand bereits mit vielen großen Akteuen Hollywoods vor der Kamera, darunter Colin Farrell in AMERICAN OUTLAWS („American Outlas“, 2001) sowie Mel Gibson und Heath Ledger in THE PATRIOT („Der Patriot“, 2000). Sein Auftritt in SMALL SOLDIERS („Small Soldiers“, 1998 ) brachte ihm viel Lob von seinem Regisseur Joe Dante ein. Seine Filmkarriere begann Smith im Alter von sechs Jahren. Mittlerweile kann er auf eine lange Liste von Filmen zurückblicken, darunter finden sich: LEAPING LEPRECHAUN („Die Kobolde sind los“, 1997), SPELLBREAKER: LEAPING LEPRECHAUN 2 (1995), den Fernsehfilm „The Adventures of Captain Zoom in Outer Space“, KRIPPENDORF’S TRIBE („Jagabongo – Eine schrecklich nette Urwaldfamilie“, 1998 ), in dem er neben Richard Dreyfuss vor der Kamera stand, sowie der Independent-Film THE CLIMB („The Climb“, 1997) mit John Hurt.
Zurzeit lebt Gregory Smith in Los Angeles.
AMELIA WARNER (Maggie Barnes)
Amelia Warner wurde in Liverpool geboren und zog bereits als Kind nach London, wo sie die Royal Masonic School for Girls und das College of Fine Arts besuchte, bevor sie am Goldsmith's College Kunstgeschichte studierte. Während dieser Zeit begann sie als Mitglied des Jugend-Ensembles des Royal Court Theatre mit der Schauspielerei. Ihren ersten TV-Auftritt hatte sie 1998 in der Serie „Kavanagh QC“, bevor sie 1999 die Rolle der Lady Cecilia in der Serie „Aristocrats“ sowie die Rolle der Teenagerin Fanny in „Mansfield Park“ übernahm.
Die Aufmerksamkeit der Filmbranche sicherte sich Warner mit ihrem Auftritt in dem mit vielen Preisen ausgezeichneten Kinofilm QUILLS („Quills – Macht der Besessenheit“). Der Film aus dem Jahr 2000 ist im Frankreich des 18. Jahrhunderts angesiedelt. Amelia Warner spielt die Rolle der Simone, der wunderschönen Geliebten von Marquis de Sade (Michael Caine). Neben Caine waren Geoffrey Rush, Kate Winslet und Joaquin Phoenix ihre Partner.
Neben Bob Hoskins, Isabella Rossellini und Vanessa Williams war Amelia Warner 2000 in der TV- Adaption von „Don Quixote“ (Regie: Peter Yates) zu sehen.
Des Weiteren spielte sie die Hauptrolle in der BBC Produktion „Lorna Doone“, basierend auf Richard Blackmores Klassiker über Rivalität und Rache. Unter der Regie von Mike Barker stand sie neben Martin Clunes, Richard Coyle und Aidan Gillen vor der Kamera. 2003 übernahm Warner eine Rolle in der romantischen Komödie LOVE´S BROTHER („Eine italienische Hochzeit“, Regie: Jan Sardi). Der in Italien und Australien gedrehte Film erzählt die Geschichte der wunderschönen Rosetta (Amelia Warner), um deren Herz zwei rivalisierende Brüder, der unsichere Angelo (Giovanni Ribisi) und sein attraktiver Bruder Gino (Adam Garcia.), buhlen.
2005 zog Amelia Warner nach New York, um dort eine Rolle in dem Drama WINTER PASSING („Winter Passing“) von Adam Rapp zu übernehmen. Dort spielt sie die Rolle der Shelly, einer Studentin, die in das Haus eines zurückgezogenen Autors einzieht, dessen Tochter kurze Zeit später zurückkehrt und dort Shelly vorfindet. In dieser hinterhältigen Geschichte über einen Familienstreit standen neben Amelia Warner auch Will Ferrell, Ed Harris und Zooey Deschanel vor der Kamera. Die Kritik attestierte Amelia Warner: „Warners offene Darstellung der Shelly ist das wahre Herz der Geschichte.“
Ihr nächster Film STONED („Stoned“) zeichnete 2005 die Geschichte und den ungeklärten Tod des Rolling Stones Mitbegründers Brian Jones nach. Amelia Warner spielt darin Janet Lawson, die in jener Nacht die Leiche des Musikers in seinem Swimmingpool entdeckte. Im Film von Stephen Woolley wirkten unter anderem auch Leo Gregory, Paddy Constantine, David Morrissey und Ben Whishaw mit. Im selben Jahr stand Amelia Warner neben Charlize Theron, Jonny Lee Miller, Sophie Okonedo, Frances McDormand und Pete Postlethwaite für ÆON FLUX („Æon Flux“) vor der Kamera. Ein Jahr später war sie die Elyssa Ferris in ALPHA MALE, einer Geschichte um Familienleben, Familienstreitigkeiten, zurückgehaltenen Gefühlen und den verheerenden Folgen eines Verlusts. Dort waren Danny Huston, Patrick Baladi und Jennifer Ehle ihre Partner.
Im März 2007 stellte Amelia Warner ihr Talent in GONE („Gone – Lauf um dein Leben“), dem Spielfilmdebüt des preisgekrönten Regisseurs Ringan Ledwidge, unter Beweis. Dort spielt sie die Rolle der Sophie, Freundin von Alex (Shaun Evans), einem jungen Travellers. Das britische Pärchen trifft auf seinem Trip durch das australische Hinterland einen mysteriösen Amerikaner, der nicht so freundlich ist wie es anfangs scheint. Der Film wurde an Original-Schauplätzen in Australien gedreht.
Im Moment dreht Amelia Warner unter der Regie von Yan Laranas in Toronto ein Remake des Kulthorrorfilms THE ECHO. Dort spielt sie neben Jesse Bradford die Hauptrolle. Der Kinostart ist für 2008 geplant.
JAMES COSMO (Dawson)
Die Filmkarriere des in Schottland geborenen Schauspielers umfasst mittlerweile viele Jahre. Bekannt für seine Rolle des Campbell in BRAVEHEART („Braveheart“, 1995), ist der Schauspieler in vielen weiteren Filmen, darunter TRAINSPOTTING („Trainspotting – Neue Helden“, 1995), EMMA („Emma“, 1996) mit Gwyneth Paltrow, Shane Meadows´ ONCE UPON A TIME IN THE MIDLANDS (2002), FOUR FEATHERS (, TROY und in der Rolle des Weihnachtsmanns in THE CHRONICLES OF NARNIA: THE LION, THE WITCH AND THE WARDROBE („Die Chroniken von Narnia: Der König von Narnia“, 2005) zu sehen.
Zu seinen jüngsten Projekten zählen: HALF LIGHT („Half Light“, 2006) an der Seite von Demi Moore, die Synchronstimme von Hudmaspecs in dem Animationsfilm FREE JIMMY (2006) mit Woody Harrelson als weiterem Sprecher, sowie Chris Cottoms THE LIVES OF THE SAINTS (2006). Gerade ist Cosmo auf der Kinoleinwand neben Ben Kingsley und Colin Firth in THE LAST LEGION („Die letzte Legion“, 2007) zu sehen.
JIM PIDDOCK (Old George)
Neben der Schauspielerei widmet Jim Piddock seine Zeit auch dem Schreiben und dem Produzieren. Bevor er nach Los Angeles zog, war er in Broadway-Produktionen wie „Noises Off“, „Present Laughter“ und „Design for Living“ zu sehen. Bekannt wurde er durch seine Auftritte in den improvisierten Christopher-Guest-Filmen BEST IN SHOW („Best in Show“, 2000), A MIGHTY WIND (2002) und FOR YOUR CONSIDERATION (2006). Zu seinen weiteren Filmauftritten zählen: THE PRESTIGE („Prestige – Meister der Magie“, 2006), EPIC MOVIE („Fantastic Movie“, 2007), AUSTIN POWERS IN GOLDMEMBER („Austin Powers in Goldständer“, 2002), INDEPENDENCE DAY („Independence Day“, 1996), MULTIPLICITY („Vier lieben dich“, 1996) und LETHAL WEAPON 2 („Brennpunkt L.A. – Lethal Weapon 2“, 1989).
Außerdem war er vor kurzem in drei Independent-Filmen zu bewundern: A DIFFERENT LOYALTY („The Third Identity – Im Bann der Macht“, 2003), bei dem er auch für das Drehbuch und die Produktion verantwortlich zeichnete), LOVE FOR RENT (2005) und SEE THIS MOVIE (2004). Noch in diesem Jahr wird er in WHO’S YOUR CADDY? (2007) zu sehen sein.
Zu seinen TV- Auftritten zählen: „Mad About You“ und „The Drew Carey Show“ sowie zahlreiche Gastauftritte in Serien wie „Lost“, „Monk“, „Friends“ und „ER“. Des Weiteren war er in der preisgekrönten HBO-Miniserie „From the Earth to the Moon“ zu sehen.
In seiner Rolle als Autor und Produzent realisierte er vor kurzem zwei sehr unterschiedliche Drehbücher: die Action- Komödie THE MAN („Cool & Fool – Mein Partner mit der großen Schnauze“, 2005) mit Samuel L Jackson und Eugene Levy sowie A DIFFERENT LOYALTY („The Third Identity – Im Bann der Macht“, 2003), einen romantischer Thriller über den Kalten Krieg mit Sharon Stone und Rupert Everett. Des Weiteren schrieb und produzierte er die BBC-Sitcom „Too Much Sun“ mit Mark Addy und Lee Majors. Weitere Drehbücher aus seiner Feder sind die Thriller TRACES OF RED („Spuren von Rot“, 1992) und ONE GOOD TURN („Umsonst ist der Tod“, 1996). Außerdem schrieb er zahlreiche Serienfolgen sowie Pilotfolgen. Gerade hat er die Arbeit an seinem ersten Theaterstück „Separated“ beendet und wird bald mit der Produktion von TOOTH FAIRY, dessen Drehbuch von Lowell Ganz und Babaloo Mandel auf einer seiner Geschichten beruht, beginnen. Des Weiteren beginnen gerade in Australien und den USA die Dreharbeiten zu dem Film RUSSELL, bei dem Piddock mit für das Drehbuch verantwortlich zeichnet.

ÜBER DIE FILMEMACHER
DAVID L. CUNNINGHAM (Regie)
Der international bekannte Regisseur hat sprichwörtlich schon rund um den Globus Film- und Fernsehprojekte realisiert.
Geboren in Lausanne, Schweiz, als Sohn eines international tätigen Akademikerpaares, wuchs er auf Big Island auf Hawaii auf.
Cunningham studierte Film an der University of the Nations sowie auf der University of Southern California (USC) und schloss beide Male die Ausbildung mit einem Bachelors Degree ab.
Seine Filmkarriere begann er mit Dokumentationen. So gelang es ihm unter anderem, die erste amerikanische Filmcrew in das wohl abgeschiedenste Land der Welt – Pitcairn Island – bekannt aus dem Film MUTINY ON THE BOUNTY („Meuterei auf der Bounty“), zu bringen. Er durchquerte zweimal das australische Hinterland, folgte jungen Kinderprostituierten mit der Kamera durch die Unterwelt von Los Angeles, filmte von einem Kamelrücken aus die ägyptische Wüste und kann auf viele weitere filmische Abenteuer zurückblicken. Cunningham war bereits in mehr als 135 Ländern auf allen Kontinenten und wurde somit in den renommierten Traveler's Century Club aufgenommen, dessen Mitglieder über 100 Länder bereist haben müssen.
Sein erster Spielfilm, BEYOND PARADISE (1998 ), erzählt aus der Sicht eines Teenagers vom modernen Culture Clash auf Hawaii. Cunninghams zweite Arbeit, TO END ALL WARS („To End All Wars – Die wahre Hölle am River Kwai“, 2002), spielt während des Zweiten Weltkriegs und erzählt mit Kiefer Sutherland und Robert Carlyle in den Hauptrollen die wahre Geschichte zweier alliierter Gefangenen, die in einem japanischen Lager eine geheime Universität aufbauen. Der Film wurde von Kritikern bejubelt und ein weltweit gefeierter Erfolg. TO END ALL WARS rückte Cunningham in den Blickwinkel Hollywoods und öffnete ihm die Türen zu Produktionen über den Independent-Sektor hinaus.
Im letzten Jahr führte er bei der 40-Millionen-Dollar-Miniserie „The Path to 9/11“, eine sechsstündige Disney- und ABC-Produktion mit Harvey Keitel, Regie. Die Serie basiert auf dem offiziellen Report über die tragischen Ereignisse vom 11. September. Gefilmt wurde an Schauplätzen in Toronto, New York, Washington DC und in marokkanischen Dörfern und Wüsten. Im Mittelpunkt der Handlung steht die kontroverse Frage über das Wie und Warum die Ereignisse des 11. Septembers geschehen konnten. 25 Millionen Zuschauer verfolgten die Serie, die für sieben Emmys nominiert wurde, am Bildschirm.
Zusammen mit seiner Frau und seinen drei Kindern lebt David Cunningham auf Big Island, Hawaii.
MARC PLATT (Produktion)
Marc Platt ist unabhängiger Produzent und Chef von Marc Platt Productions, die sowohl im Bühnen- als auch im Film- und Fernsehgeschäft tätig ist. So produzierte er unter anderem den Broadway Hit „Wicked“, der zahlreiche Preise gewann. Im Oktober 2003 feierte das Stück am Broadway Premiere und spielt seither täglich vor ausverkauftem Haus. Mittlerweile wird die Produktion auch in London, Chicago, Los Angeles und Tokio aufgeführt und tourt durch die USA. Bald feiert auch die deutsche Version in Stuttgart Premiere. Geplant sind außerdem Aufführungen in Australien und Holland.
Des Weiteren produzierte Marc Platt das Broadway-Debüt „Three Days of Rain“ des mit dem Tony Award ausgezeichneten Bühnenautors Richard Greenberg. Für die Inszenierung des zweimaligen Tony-Gewinners Joe Mantello standen unter anderem Julia Roberts, Paul Rudd und Bradley Cooper auf der Bühne. Außerdem produzierte Marc Platt Matthew Bournes Erfolgsballett „Edward Scissorhands“, ein Hit in London und den USA.
Zu seinen zahlreichen Filmproduktionen zählen die Blockbuster LEGALLY BLONDE („Natürlich blond!“, 2001) und LEGALLY BLONDE 2: RED, WHITE & BLONDE („Natürlich blond 2“) mit Reese Witherspoon, die weltweit über $150 Millionen Dollar einspielten. Des Weiteren produzierte er Publikumslieblinge wie HONEY („Honey“, 2003), THE PERFECT MAN („Der perfekte Mann“, 2005) mit Hilary Duff sowie JOSIE AND THE PUSSYCATS („Josie and the Pussycats“, 2001), dessen Soundtrack mit Gold ausgezeichnet wurde.
Für „Empire Falls“, die TV-Adaption des gleichnamigen mit dem Pulitzer-Preis ausgezeichneten Romans von Richard Russo, gewann Platt einen Golden Globe Award in der Kategorie „Best Mini-Series or Motion Picture Made for Television“. Für diesem mit dem Golden Globe und dem Emmy ausgezeichneten HBO-Film standen Ed Harris, Helen Hunt, Philip Seymour Hoffman, Paul Newman und Joanne Woodward vor der Kamera. Außerdem zeichnete Platt verantwortlich für die ausführende Produktion von „Once Upon a Mattress“ mit Carol Burnett und Tracey Ullman, sowie die mit dem Emmy Award ausgezeichnete Miniserie „The Path to 9/11“ mit Harvey Keitel.
2007 ist Marc Platt an der Produktion von drei potenziellen Blockbustern beteiligt. So zeichnet er für die Postproduktion von WANTED verantwortlich, der Verfilmung des gleichnamigen, bekannten Comicbuchs von Mark Millar mit Angelina Jolie, James McAvoy und Morgan Freeman. Regie führt der von Kritikern bejubelte Filmemacher Timur Bekmambetov. Für DANCING WITH SHIVA mit Anne Hathaway (THE DEVIL WEARS PRADA, „Der Teufel trägt Prada“, 2006) arbeitet Marc Platt wieder mit dem Oscar-gekrönten Regisseur Jonathan Demme zusammen. Außerdem befindet sich Platts weiteres Projekt, NINE von Regisseur Rob Marshall gerade in der Vorproduktion.
Bevor er seine eigene Produktionsfirma gründete, war Platt Produktionschef dreier Filmstudios (Orion, TriStar and Universal). Während seiner Zeit als Studioboss entwickelte und leitete Platt die Produktion für Filme wie SILENCE OF THE LAMBS („Das Schweigen der Lämmer”, 1991), SLEEPLESS IN SEATTLE („Schlaflos in Seattle”, 1993), PHILADELPHIA („Philadelphia”, 1993), AS GOOD AS IT GETS („Besser geht´s nicht”, 1997), MY BEST FRIEND’S WEDDING („Die Hochzeit meines besten Freundes, 1997), JERRY MAGUIRE („Jerry Maguire – Spiel des Lebens“, 1996), PATCH ADAMS („Patch Adams“, 1998 ), ONE TRUE THING („Familiensache“, 1998 ) AMERICAN PIE („Amercian Pie“, 1999), OUT OF SIGHT („Out of Sight“, 1998 ) OCTOBER SKY („October Sky“, 1998 ), THE MUMMY („Die Mumie“, 1998 ) und MAN ON THE MOON („Der Mondmann“, 1999) .
JOHN HODGE (Drehbuch)
Als Sohn eines Ärztepaares und praktizierender Arzt begann der Schotte John Hodge in den 90ern eine zweite Karriere als Drehbuchautor. Nach einem Treffen mit dem Produzenten Andrew McDonald im Jahre 1990 legte er seine medizinische Karriere auf Eis und beendete die Arbeit an dem Drehbuch zu SHALLOW GRAVE („Kleine Morde unter Freunden“, 1994). Der Thriller handelt von drei schottischen WG-Bewohnern, deren Mitbewohner eines Tages tot im Zimmer liegt. Als das Trio dann auch noch einen Koffer voller Geld bei der Leiche entdeckt, kommen ihre dunklen Seiten in Form von Neid zum Vorschein. In dem von der Kritik gefeierten Film gab Hodge außerdem auch sein Schauspieldebüt in einer kleinen Nebenrolle als Detektiv.
Zu seinen befreundeten Kollegen zählen Regisseur Danny Boyle und der Schauspieler Ewan McGregor. Obwohl er nach kurzer Zeit wieder zu seinem Beruf als Arzt zurückkehrte, schreibt Hodge weiterhin Drehbücher. So zählt zum Beispiel die Film-Adaption des Irvin-Welsh-Romans TRAINSPOTTING („Trainspotting – Neue Helden“, 1995), einem Kammerspiel, das die Drogenszene in Glasgow porträtiert, zu seinen Erfolgen. Wie bereits in SHALLOW GRAVE lässt sich auch hier sehen, welch großen Einfluss die amerikanische Filmkultur auf Hodge hatte, da er die Geschichte selbst über die bloße Entwicklung der Charaktere stellte. Wegen der intensiven Darstellung des Heroin-Missbrauchs beschwörte der von Danny Boyle meisterhaft inszenierte Film mit Ewan McGregor eine Kontroverse herauf. 1995 wurde Hodge für sein Drehbuch mit dem British Academy Award ausgezeichnet. 1997 folgte mit A LIFE LESS ORDINARY („Lebe lieber ungewöhnlich“), ein Road Movie mit komödiantischem Unterton mit Ewan McGregor und Cameron Diaz, die nächste Zusammenarbeit von Hodge und Boyle.
Für TRAINSPOTTING erhielt Hodge eine Nominierung bei den Academy Awards und wurde mit dem BAFTA Film Award ausgezeichnet. John Hodge lebt auf Hawaii.
SUSAN COOPER (Romanvorlage)
Susan Cooper ist eine der angesehensten Kinderbuchautoren. Sie wurde in Burnham, Buckinghamshire, England geboren. Ihr Studium brachte sie nach Oxford, wo sie als erste Frau Herausgeberin des Universitätsmagazins wurde. Nach ihrem Studienabschluss mit einem Master's Degree in Englisch begann sie neben ihrem Job als Zeitungsreporterin an den Abenden und am Wochenende ihr erstes Buch zu schreiben. Over Sea, Under Stone, das erste Buch aus der Dark Is Rising-Serie, schrieb sie als Beitrag eines Kindergeschichten- Schreibwettbewerbs eines Verlags. Der Roman greift die keltische Mythologie und die Sagen rund um König Arthur auf, ein Thema, das die gesamte Buchserie durchzieht. Cooper wurde dabei von den Landschaften und Legenden ihrer Heimat England und Wales, Schauplatz der Dark Is Rising-Serie, inspiriert. In ihrer Kindheit spielten die walisischen Legenden rund um König Arthur sowie die tief im Volksglauben verwurzelten Sagen um das „Verlorene Land“ eine wichtige Rolle, eine walisische Version der Atlantis- Geschichte um die magischen Fähigkeiten von Bäumen und die mächtigen Kräfte, die an Halloween, Weihnachten und Heilig Dreikönig ihr Unwesen treiben.
Zu Susan Coopers bekanntesten Werken zählen ihre Fantasyromane, die The Dark Is Rising-Serie, mit Büchern wie Over Sea, Under Stone, The Dark Is Rising, Greenwitch, The Grey King und Silver on the Tree. Für ihr Werk wurde sie mit dem Newbery und der Newbery Medal for Books ausgezeichnet. In ihrer über 30-jährigen Karriere schrieb sie für Kinder und Erwachsene gleichermaßen Texte für Nachrichten, Film, Fernsehen und Theater.
VIN BURNHAM (Kostümdesign)
Als Tochter eines Schauspielerehepaares wurde Vin Burnham in das Filmgeschäft hineingeboren. Ihr Urgroßvater betrieb ein Puppentheater, ihr Großvater war ein Opernsänger, der in den 20er Jahren auch in Stummfilmen zu sehen war.
Burnham besuchte die Michael Hall Schule, eine Rudolph Steiner Schule in Sussex , bevor sie im Alter von 14 der Schule verwiesen und auf eine Kunstschule geschickt wurde.
Ihrer Karriere begann sie in der Kostümabteilung des Royal Opera House, Covent Garden. Zu jener Zeit tanzten noch große Künstler wie Fonteyn und Nureyev. Danach wechselte sie in die Kostümabteilung des Nottingham Playhouse unter der Leitung von Sir Richard Eyre.
Als freiberufliche Kostümdesignerin arbeitete Burnham in London unter anderem für den dreimaligen Oscar-Preisträger in der Kategorie Kostüm, James Acheson, an Filmen wie TIME BANDITS („Time Bandits“, 1981), THE MEANING OF LIFE (Monty Python´s – Der Sinn des Lebens“, 1982) und BRAZIL („Brazil“, 1984).
Auch als Puppendesignerin arbeitete Vin Burnham freiberuflich für Jim Henson’s Creature Shop in London und Los Angeles an Filmen wie THE DARK CRYSTAL („Der dunkle Kristall“, 1982), LABYRINTH („Die Reise ins Labyrinth“, 1986), TEENAGE MUTANT NINJA TURTLES 2 („Turtles 2 – Das Geheimnis des Ooze“, 1991), „Never Ending Story 3“ und der Kinderserie „Dinosaurs“.
Für das große Drei-Jahres-Projekt der BBC, „The Chronicles of Narnia“, wurde Burnham mit dem Design des Löwen Aslan beauftragt. Im Jahr 1990 präsentierte der Löwe sogar eine Auszeichnung auf der BAFTA Award Verleihung und wurde dem Adel persönlich vorgestellt.
Ihr Kollege Bob Ringwood bat Vin Burnham, den legendären Batsuit für Michael Keaton in der Rolle des Batman zu entwerfen. Burnham ging mit Bob Ringwood nach Los Angeles, um dort an dem Film BATMAN RETURNS („Batmans Rückkehr“, 1992) mitzuarbeiten. Zusammen mit einem 40-köpfigen Team entwarf sie im so genannten „Batshop“ in Burbank die Kostüme für Batman, Penguin und Catwoman.
Als ausgebildete Taucherin entwarf Burnham auch Kostüme für viele Unterwasser-Projekten, darunter eine realistische Aufnahme mit Meerjungfrauen in der Karibik von Mike Portelly.
1989 erhielt sie von Creature Effects Designer Nick Dudman den Auftrag, die Kostümabteilung der Luc-Besson-Produktion THE FIFTH ELEMENT („Das fünfte Element“, 1997) mit Bruce Willis zu leiten. Chef des Kostümdesigns war Jean Paul Gaultier. Im Anschluss daran entwarf sie die Raumanzüge für LOST IN SPACE („Lost in Space“, 1998 ) mit Gary Oldman, William Hurt, Matt le Blanc und Heather Graham.
Auch für „Boohbah“ (Regie: Chris Bernard), die neueste Serie der Produktionsfirma Ragdoll, bekannt durch die Kinderserie „Teletubbies“, zeichnete sie für das Kostümdesign verantwortlich. Für die neuste Ragdoll-Produktion „In the Night Garden“ war sie als Design- Beraterin tätig.
Vin Burnham entwarf sowohl die Live- als auch die CGI-Kostüme für die BBS-Produktion FUNGUS THE BOGEYMAN („Fungus, der Nachtschreck“, 2004) von Raymond Briggs, inszeniert von Stuart Orme, mit Martin Clunes and Fay Ripley.
Außerdem kreierte sie die Kostüme für Charley Stadlers DEAD FISH („Dead Fish“, 2004) mit Gary Oldman, Robert Carlyle, Billy Zane, Terence Stamp, Jimi Mistri und Elena Anaya. Für die Kostüme in der 'McVities - Penguin Biscuits' Werbung (Regie: Mark Denton von Therapy Films) wurde sie im Oktober 2003 mit dem British Advertising Craft Award ausgezeichnet.
Des Weiteren entwarf Vin Burnham die Kostüme für die erfolgreiche BBC-Produktion „The Wind in the Willows“ mit Matt Lucas, Bob Hoskins und Imelda Staunton.
Zurzeit schreibt sie an ihrem Buch Costume Dramas und entwirft glamouröse Miniaturkostüme für Sammler unter den Namen THE LITTLE COSTUME SHOP.
Vor kurzem begann sie mit der Arbeit an dem Musical „Evil Machines“ von Monty Python Star Terry Jones.
DAVID LEE (Produktionsdesign)
David Lee wurde im schottischen Dundee geboren. Er studierte Kunst und Fotografie am Duncan of Jordanstone College in Dundee und schloss das Studium mit einem BA Honors Degree ab. Außerdem erhielt er ein Auslandsstipendium in Sizilien, Italien.
Seine Leidenschaft für Film führte ihn zu den Studios in London, wo er gleich mit der Arbeit an ALIEN 3 („Alien 3“, 1992) begann. Für Filme wie BATMAN BEGINS („Batman Begins”, 2005), MISSION: IMPOSSIBLE („Mission: Impossible“, 1996), EVER AFTER („Auf immer und ewig”, 1998 ) mit Drew Barrymore, LARA CROFT: TOMB RAIDER („Lara Croft: Tomb Raider“, 2001), sowie STAR WARS: EPISODE III – THE REVENGE OF THE SITH („Star Wars: Episode III – Die Rache der Sith“, 2005) und STAR WARS: EPISODE II – ATTACK OF THE CLONES („Star Wars: Episode II – Angriff der Klonkrieger“, 2002) war er Leiter der Art Direction-Abteilung.
Neben seiner Arbeit im Filmgeschäft ist er auch bei vielen Werbeproduktionen beteiligt.
Mit WINTERSONNENWENDE – DIE JAGD NACH DEN SECHS ZEICHEN DES LICHTS gibt David Lee sein Debüt als Produktionsdesigner.
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