Irène

kinski
IRÈNE



Frankreich (2002)

Genre : Komödie
Laufzeit : 96 Minuten
FSK : ab 12

Regie : Ivan Calbérac
Buch & Drehbuch : Eric Assous, Ivan Calbérac, Benoît Labourdette
Produzent : Thierry de Navacelle


Darsteller :

Cécile De France
Bruno Putzulu
Olivier Sitruk
Estelle Larrivaz
Agathe De La Boulaye
Patrick Chesnais
Michel Scotto di Carlo
Valérie Moreau
Evelyne Buyle



Inhalt :

Die in Paris lebende Irène ist eine süße, aber etwas unbeholfene Dreißigjährige, die in der Stadt der Liebe schon seit langer Zeit keine romantische Beziehung mehr hatte. Die Juristin verliebt sich leider immer in scheinbar unerreichbare Männer – wie ihren Kollegen Luca. Irènes Freundinnen sind zwar alle mit Leib und Seele Single, aber ihre Eltern fragen sie ständig, ob es nicht einen Mann in ihrem Leben gibt. Tatsächlich gibt es einen: Francois. Er streicht für sie die Wohnung und geht Irène zunächst gehörig auf die Nerven …
(Arthaus DVD-Cover)


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Der Text der Arthaus DVD-Ausgabe ist etwas lieblos und kann den Charme, den Irène versprüht, in keinster Weise zum Ausdruck bringen. Sicher, Irène ist keine Amelie, und dennoch hinkt der Vergleich gar nicht mal so sehr. Auch hier wird der mehr oder weniger unbeholfene und nicht gerade erfolgreiche Versuch einer jungen und sympathischen Frau gezeigt, ihrem (Liebes)Leben einen Sinn zu geben und für sich ein Plätzchen zu finden, wo sie zuhause sein darf.
Cécile de France (High Tension) zeigt dabei einmal mehr, dass sie eine tolle Ausstrahlung hat und wesentlich mehr drauf hat, als mit Stacheldraht-Keulen um sich zu schlagen. Sie gibt der Figur der Irène die nötige Tiefe (verbunden mit einiger Situationskomik und den Mut zur totalen Tolpatschigkeit), die aus einem eigentlich relativ bescheidenen und kleinen Film etwas Besonderes macht. Neben ihr weiss auch Bruno Putzulu zu überzeugen, der so einiges aushalten muss im Umgang mit der nervigen Irène. Durch Zufall an den Job des Malers in ihrer Wohnung gekommen, muss er ständig ihre Launen aushalten und nebenbei sein eigenes Leben in den Griff kriegen. Dabei bilden der ruhige und besonnene Francois und die leicht konfuse Irène bald ein Gespann, dass sich auf Umwegen immer mehr annähert. Doch statt die einfache und gewohnte Variante einer französischen Liebeskomödie zu wählen (Kennenlernen, zueinander finden, sich verlieben, vom Anderen enttäuscht sein und sich trennen, am Ende doch wieder zueinander finden, Friede Freude Eierkuchen) hat Irène ein besonderes Ende vorzuweisen.
Irène ist kein Film für die breite Masse wie z.B. Amelie, sondern ein kleiner, feiner Film mit Witz und Tiefgang. Er hat nichts Überragendes und ist trotzdem etwas Besonderes. Halt einfach nur schön …

8 / 10