Disturbia - Special

Tomtec


DREAMWORKSPICTURES präsentieren in Zusammenarbeit mit
COLD SPRING PICTURES
A MONTECITO PICTURE COMPANY Produktion

im Verleih von UNIVERSAL PICTURES INTERNATIONAL GERMANY GMBH




START: 16. August 2007





Schauspieler

Kale
SHIA LaBEOUF

Ashley
SARAH ROEMER

Julie
CARRIE ANNE MOSS

Mr. Turner
DAVID MORSE

Ronnie
AARON YOO

Officer Gutierrez
JOSE PABLO CANTILLO

Daniel Brecht
MATT CRAVEN

Detective Parker
VIOLA DAVIS

The Greenwood Boys
BRANDON CARUSO
LUCIANO RAUSO
DANIEL CARUSO

Mr.Carlson
KEVIN QUINN

Mrs.Carlson
ELYSE MIRTO


Stab

Regie
D.J. CARUSO

Drehbuch
CHRISTOPHER LANDON und
CARL ELLSWORTH

Story
CHRISTOPHER LANDON

Produzenten
JOE MEDJUCK
E. BENNETT WALSH
JACKIE MARCUS

Ausführende Produzenten
IVAN REITMAN
TOM POLLCOK

Kamera
ROGIER STOFFERS, NSC

Produktionsdesign
TOM SOUTHWELL

Schnitt
JIM PAGE

Musik
GEOFF ZANELLI

Kostüme
MARIE-SYLVIE DEVEAU


Synchronisation

Kale - Shia LaBeouf - David Turba
Ashley - Sarah Roemer - Maren Rainer
Julie - Carrie-Ann Moss - Martina Treger
Turner - David Morse - Claus Brockmeyer
Ronnie - Aaron Yoo - Daniel Schlauch
Daniel - Matt Craven - Matthias Klie
Parker - Viola Davis - Susanne von Medvey
Officer Gutierrez - Jose Pablo - CantilloBenedikt Weber
Senor Gutierrez - Rene Rivera - Enrique Ugarte



Buch & Regie:
Ian Odle

Synchronstudio:
FFS München

Länge:
2864.5 m;

Laufzeit:
104 Minuten







Pressenotiz

Je ruhiger die Straßen, desto dunkler die Geheimnisse – so lautet das Motto des neuen Suspense-Thrillers von DreamWorks Pictures, der in den USA sofort Platz 1 der Kinocharts eroberte.
Nach dem Tod seines Vaters zieht sich Kale Brecht (Shia LaBeouf) in sich selbst zurück und eckt immer häufiger mit dem Gesetz an - sehr zum Missfallen seiner allein erziehenden und hart arbeitenden Mutter Julie, die nicht verhindern kann, dass Kale schließlich von einem Richter unter Hausarrest gestellt wird. Das geht noch mehr auf Kosten seiner Psyche: Er beginnt seine Nachbarn zu beobachten und ist schnell davon überzeugt, dass einer von ihnen ein Serienmörder ist. Bildet er sich die Anzeichen nur ein oder führt ihn die Realität an der Nase herum?
Shia LaBeouf ist der neue Shooting Star von Hollywood. Zuletzt spielte er in „Bobby“ und demnächst ist er in „Transformers“ zu sehen. Steven Spielberg verglich ihn mit dem jungen Tom Hanks und verpflichtete ihn für „Indiana Jones 4“ mit Harrison Ford in der Hauptrolle.




Inhalt

Kale (Shia LaBeouf) hat ein Leben, auf das die meisten Teenager neidisch wären. Er spielt den ganzen Tag Videospiele, surft im Internet, lebt von Fastfood und schaut Kabelfernsehen. Er hat das ganze Haus für sich allein und eine wunderschöne junge Nachbarin namens Ahsley (Sarah Roemer), die gerade zugezogen ist.

Es gibt nur ein Problem: Kale darf sein Haus nicht verlassen. Ein Gericht hat ihn zu drei Monaten Hausarrest verurteilt. Wenn er sich weiter als 30 Meter von seinem Haus entfernt, droht ihm Gefängnis. Und im Knast gibt es weder Videospiele noch Kabelfernsehen.
Sein Leben war nicht immer so. Ein Jahr zuvor waren Kale, seine Mutter (Carrie-Anne Moss) und sein Vater eine glückliche Familie. Dann kam der Vater bei einem Verkehrsunfall ums Leben, wofür sich Kale teilweise verantwortlich fühlt. Dieses Trauma hat langanhaltende psychologische Folgen. Aus dem einst so fröhlichen Jugendlichen ist ein zurückgezogener Typ geworden. Als ein unsensibler Lehrer den Tod seines Vaters anspricht, verliert Kale die Nerven und schlägt ihn nieder. Allein der Einsatz seiner Mutter rettet ihn vor dem Gefängnis.

Während seine Mutter Tag und Nacht arbeitet, um den Lebensunterhalt zu sichern, wird Kale in seinem eigenen Haus zunehmend ungeduldiger. Als die Wände immer erdrückender für ihn wirken, beginnt sich Kale für die Außenwelt zu interessieren. Mit seiner Ausrüstung spioniert er den Nachbarn nach, insbesondere der schönen Ashley. Als sie die Sache bemerkt, findet Ashley zu Kales Überraschung ebenfalls Gefallen an diesem Spiel.

Der Spaß wird blutiger Ernst, als Kale und Ashley ihren Nachbarn (David Morse) verdächtigen, ein gesuchter Serienkiller zu sein. Wer wird ihnen glauben? Vielleicht spielt ihnen ja nur ihre überbordende Fantasie einen Streich? Oder sind sie über ein Geheimnis gestolpert, das sie ihr Leben kosten könnte?

Schließlich müssen ja auch Mörder irgendwo Nachbarn haben…



Produktionsnotizen


Ein Ausflug nach „Disturbia“



„Disturbia“ ist ein Suspense-Thriller, in dem eine makellose Vorstadt mit schicken Häusern und gepflegten Gärten einem Serienkiller das perfekte Versteck bietet. Autor Christopher Landon kam die Idee zu „Disturbia“, als er seine Schwester besuchte, die „tief in der Mustervorstadt von Los Angeles, dem San Fernando Valley“ wohnt. „Jeder stellt sich die Vorstadt als gemütlich und schön vor. Ich bekomme beim Gedanken daran eine Gänsehaut“, sagt Landon. „Als ich eines Nachts auf dem Heimweg von meiner Schwester war, kam mir plötzlich diese Idee: Die Geschichte eines Kindes, das immer nur zu Hause rumhängt. Es bemerkt, dass im Nachbarhaus seltsame Dinge passieren und hat schließlich den Verdacht, dass der Nachbar ein Serienkiller sein könnte.“
Für Landon suggeriert die Vorstadt eine beruhigende Arglosigkeit. Das führt dazu, dass sich die Menschen um ihre Umgebung, egal wie harmlos oder gefährlich sie sein kann, gar keine Gedanken mehr machen. „Viele Vorstadt-Bewohner geraten in eine tückische Alltagsroutine. Die meisten kennen nicht einmal ihre Nachbarn besonders gut.“

Der 17-jährige Kale, der Held in „Disturbia“, führt genau so ein Leben. Seine Familie bildete eine glückliche, kleine Einheit, die ein idyllisches zweistöckiges Einfamilienhaus bewohnt. Doch durch den Unfalltod des Vaters findet dieser typische Vorstadt-Traum ein jähes Ende. Der frustrierte Kale dreht bei einer Meinungsverschiedenheit mit seinem Lehrer durch, schlägt ihn nieder und landet vor Gericht. Kale wird zu Hausarrest verurteilt und muss eine elektronische Fußfessel tragen, die Alarm schlägt, sobald er sich mehr als 30 Meter vom Grundstück entfernt.

Die anfängliche Freude, das ganze Haus für sich alleine zu haben, schlägt bald in Langeweile um und Kale beginnt, sich für das Treiben seiner Nachbarn zu interessieren. Er und sein bester Freund Ronnie spielen Spione, sie notieren, wann die Nachbarn kommen und gehen. Bald ergeben sich merkwürdige Verhaltensmuster. Ungeahnte Affären kommen ans Licht. Die glänzende Vorstadtfassade beginnt zu bröckeln. Kales neue Nachbarin, die schöne Ashley, kommt den beiden Jungs auf die Schliche und auch sie findet schnell Gefallen an dem kleinen Spiel.
Bald jedoch machen die drei eine grausige Entdeckung und aus dem Spiel wird auf einmal tödlicher Ernst. „Für gewöhnlich nehmen wir von unserer Nachbarschaft kaum Notiz, weil wir zu sehr mit unserem eigenen Leben beschäftigt sind“, sagt Landon. „Aber da es Kale sehr langweilig ist, beginnt er seine Nachbarn zu beobachten. Er sieht merkwürdige Dinge und rätselt, ob alles nur Einbildung ist oder ob es da draußen tatsächlich ein düsteres Geheimnis gibt.“

Für Drehbuchautor Landon geht es im Kern der Geschichte nicht um die Frage „ist er ein Serienkiller oder nicht?“. Vielmehr dreht sich alles um die Charaktere der spionierenden Teenager-Bande. „Bei diesen Filmen gibt es normalerweise immer einen charismatischen Helden, einen Harrison Ford-Typen, der die bösen Jungs zur Strecke bringt. Doch diese Kinder verkörpern keine klassischen Helden“, bemerkt Landon. „Kale ist dieses Kid, das so viel Zeit hat, dass irgendwann das Gefühl in ihm aufkommt: ’Hey, da passiert eine ganze TV-Reality-Show um mich herum’. Im Verlauf dieser Show stolpert er dann über eine wirklich finstere und furchterregende Figur.“
Produzent Joe Medjuck von der Montecito Picture Company war von Landons voyeuristischen Variationen begeistert, zumal das Spektrum dabei von komisch bis nervenzerfetzend reichte. „Alle Filme sind auf gewisse Weise voyeuristisch“, erläutert Medjuck, „einige Meisterwerke handeln ganz explizit davon, wie Menschen ihre Umgebung beobachten. Da wären Antonionis ‚Blow Up’, Michael Powells ‚Augen der Angst’, Hitchcocks ‚Fenster zum Hof’ oder Coppolas ‚Der Dialog’, um nur einige zu nennen. Diese Filme handeln davon, wie jemand etwas beobachtet, manchmal mit und manchmal ohne Kamera. Durch diesen faszinierenden Effekt werden wir uns plötzlich darüber bewusst, dass wir im Kino als Publikum immer Voyeure sind. Diese Wirkung verstärkt sich, wenn wir die Perspektive eines Helden einnehmen, der anderen Leuten nachspioniert. Kale beobachtet das Mädchen von nebenan beim Schwimmen und er spioniert seinem Nachbarn nach, den er für einen möglichen Killer hält. Er entdeckt Dinge über seine Nachbarn, die er vermutlich besser nicht wissen sollte. Wenn sich Menschen unbeobachtet fühlen verhalten sie sich völlig anders als sonst – genau darin besteht der Reiz.“

Mit dem Fortschritt der Technologie, mit Foto-Handys und winzigen Videokameras, ist das Beobachten von anderen Leuten immer einfacher geworden. Dank dieser modernen Technik kann Kale vom „Kontrollzentrum“ in seiner Wohnung alles in einem Radius von 30 Metern überblicken.
Für die Blockbuster-Regisseure und Chefs der Montecito Picture Company, Ivan Reitman und Tom Pollock, die zugleich als ausführende Produzenten fungieren, war „Disturbia“ ein bewusster Aufbruch zu neuen Ufern. „Unsere bisherigen Filme waren meist eher deftige Komödien, üblicherweise mit Teenagern oder mit Leuten, die sich zumindest wie Teenager verhielten. Also Filme wie ‚Old School - Wir lassen absolut nichts anbrennen’ oder ‚Road Trip’“, erläutert Reitman, „auch diesmal stehen wieder High School Schüler im Zentrum. Aber dies ist ein Thriller mit einer gewissen Haltung – Kino der etwas anderen Art.“

Tom Pollock ergänzt: „Wir haben schon beim ersten Lesen des Drehbuchs das große Potential dieser Geschichte entdeckt. Kale und seine Freunde werden dadurch interessante Figuren, weil man sie wiedererkennen kann und sie gerade nicht den typischen Heldentypen entsprechen. Die Hauptfigur steht unter Hausarrest, sein bester Freund ist etwas exzentrisch und seine potentielle Freundin fühlt sich als unverstandene Schönheit. Wenn man solch ein Trio ins Zentrum eines Thrillers stellt, hat das Publikum etwas zum Mitfühlen und Mitzittern.“

Wenngleich „Disturbia“ keinen Karrierebeginn für Regisseur D.J. Caruso bedeutet (unter anderem hat er mit Angelina Jolie und Ethan Hawke bereits den Thriller „Taking Lives - Für Dein Leben würde er töten" inszeniert), spricht er diesmal ein anderes Publikum an. „Meine Filme hatten stets einen Focus auf Figuren mit Abhängigkeiten oder Problemen“, erläutert Caruso, „als großer Fan von Thrillern im Stil von Cameron Crowe oder John Hughes wollte ich mit ‚Disturbia’ nun beide Elemente verbinden. Für mich waren das ganz neue Wege in der Arbeit als Regisseur.“

Es konnte nicht schaden, dass der Grundstein für das Projekt durch den persönlichen Anruf eines der Giganten der Unterhaltungsbranche gelegt wurde. „Ich führte gerade Regie beim Eröffnungsfilm der neuen Staffel von ‚The Shield’ als mein Telefon klingelte – und Steven Spielberg an der anderen Leitung war“, berichtet Caruso. „Er sagte, dass er ein Drehbuch hätte, das ich lesen solle, weil es perfekt für mich sei. Als es eintraf habe ich es sofort gelesen und mich mit Spielberg getroffen. So hat alles begonnen. Wobei ich zugeben muss, dass ich für ein paar Minuten glaubte, dass mir ein Freund nur einen bösen Streich gespielt hat.“

Für den Produzenten E. Bennett Walsh war die vielfältige Karriere von Caruso ein großer Trumpf für seine Regie bei „Disturbia“. „D.J. ist ein großartiger Partner. Er denkt immer daran, was der Story am meisten nützt und wie man die maximale Wirkung vor der Kamera bekommt“, berichtet Walsh, „durch seine Erfahrung als Produzent weiß er genau, welche Zutaten für einen starken Film notwendig sind. Für ihn ist klar, dass jede Einstellung die beste Einstellung werden muss. Genau diese Haltung macht einen guten Regisseur aus. Schließlich ist ein Film letztlich nur eine Abfolge von verschiedenen Einstellungen, mit denen eine glaubhafte Geschichte erzählt werden soll.“


Vom Beobachten der Nachbarn



Für die Rolle des beunruhigten Teenagers Kale, der täglich seine Nachbarn beobachtet, suchten die Filmemacher nach einem Schauspieler, der eine Figur tragen kann, die in fast jeder Szene zu sehen ist. Zudem musste er alle Dimensionen und Nuancen vermitteln können, die den Charakter eines Teenagers ausmachen. Es sollte also smart sein und witzig. Ein bisschen düster und etwas sonderbar sein. Vor allem aber sollte er die Dinge selbst in die Hand nehmen können und das Potential zum Helden haben. Die Suche fand eine schnelle Lösung als Shia LaBeouf zum Vorsprechen kam - und mit einem Vertrag wieder ging. LaBeouf gelang das schwierige Kunststück, sich vom Kinderstar in enorm erfolgreichen Fernsehserien zum ernsthaften jungen Schauspieler zu entwickeln. Zu seinen vielen prominenten Rollen gehört der kommenden Blockbuster „Transformer“ von Michael Bay, den Steven Spielberg produzierte.

„Die Besetzung von Kale war schwierig, weil er in fast jeder Szene des Filmes zu sehen ist“, berichtet Regisseur Caruso, „wir hatten lange über sein Aussehen nachgedacht, wir wollten nicht, dass er dem perfekten Model-Typen entsprechen sollte. Die Lieblingsschauspieler meiner Jugend waren Sean Penn und John Cusack. Shia ist ein charmanter Intellektueller, der wirklich gut aussieht. Nach der Hälfte des Vorsprechens wusste ich, dass ich meinen Schauspieler gefunden hatte. Kaum hatte er die Türe hinter sich geschlossen, sagte ich meiner Casting-Agentin: ‚Das ist er. Wir haben ihn gefunden.’“

Caruso gibt zu, dass er die früheren Arbeiten von LaBeouf gar nicht kannte, obwohl seine Kinder große Fans seiner „Even Stevens“-Show sind. Doch er erkannte sofort, dass er einen großartigen, natürlichen Schauspieler vor sich hatte, dessen Wahrhaftigkeit auch auf der Leinwand spürbar sein würde. Diese Qualität war entscheidend dafür, dass sich die Zuschauer mit der Figur identifizieren, mit ihr leiden und lachen. Zudem war LaBeouf in der Lage, alle Wendungen der Story glaubhaft darzustellen. Ausschlaggebend für LaBeoufs Vorsprechen für „Distrubia“ war vor allem die Aussicht, mit Regisseur Caruso arbeiten zu können, dessen „The Salton Sea“ seit langem zu den Lieblingsfilmen des Schauspielers zählt.

„Die unterschiedlichen Stimmungen in ‚Disturbia’ entsprechen unserm Alltagsleben“, erläutert Caruso, „es gibt Momente, in denen wir laut lachen und eine Minute später überkommt uns eine Höllenangst. Von diesem Prinzip lebt unser Film, dass es so gut funktioniert verdanken wir dem Talent von Shia. Er verfügt über die notwendige Ausgeglichenheit. Im entscheidenden Moment kann er die ganze Bandbreite von Gefühlen abrufen.“

Für LaBeouf war Kale eine faszinierende Rolle. „Als Kale seinen Vater verliert, gerät seine Welt aus den Angeln“, erläutert der Schauspieler, „er wird zu einem düsteren, verschlossenen Typen. Weil seine Mutter mit ihrem eigenen Schmerz zurecht kommen muss, kann sie sich nicht um Kale kümmern. So wird er zu einem Kid außer Kontrolle, das in seinem Haus eingesperrt wird. Es ist, also ob man vor einem Hund mit einer Wurst wedelt. Im Gefängnis ist man von allem abgeschlossen. Aber beim Hausarrest erlebt man seine Außenwelt genau mit. Damit nicht genug: Sein Nachbar könnte ein Killer sein.“

LaBeouf fährt fort: „Kale ist regelrecht besessen davon, ob er mit seinem schrecklichen Verdacht richtig liegt – und die Fenster in seinem Haus werden zum Schlüssel seiner Welt. Mit seinen Gefühlen will er sich nicht auseinandersetzen, weil der Schmerz noch zu groß für ihn ist. Er schaut nach draußen in der Hoffnung, sich dort selbst zu finden. Er beobachtet den Schmerz von anderen Leuten, deren Beziehungen beginnen und auseinander gehen. Dabei entdeckt er jemanden, von dem er glaubt, er sei ein Mörder.“

Die moderne Technik, mit der Kale seinen Verdacht beweisen will, ist zugleich Sinnbild für seine Isolation und Einsamkeit. „You Tube und MySpace haben angeblich die Kommunikation der Jugendlichen revolutioniert, aber ich bin mir nicht ganz sicher, ob das stimmt“, erläutert LaBeouf, „es heißt auch immer, dass Handys die Menschen näher zusammenbringen. Tatsächlich entfernen sie sich, weil viele lieber eine SMS schicken, als miteinander zu reden. Kale wächst in der Umbruchphase unserer Kommunikation auf. Er hat Zugang zu Streaming-Filmen, Videoclips und Medien aller Art, die seine Verbindung zur Außenwelt werden. Durch die moderne Technik wird er zum ultimativen Voyeur und das bestimmt nun sein ganzes Dasein.“

Ausgesprochen wenig Interesse zum Objekt von Kales voyeuristischer Welt zu werden, hat Mr.Turner, der ausweichende, einsame Nachbar von gegenüber. Oberflächlich gesehen scheint Turner der ideale Nachbar. Der Rasen und die Fassade seines Hauses sind bestens gepflegt. Sein Müll stapelt sich nie. Er ist ruhig und bleibt für sich – bis Kale und seine Freunde ihm nachspionieren und dabei ein beunruhigendes Verhalten beobachten.

Für diese Rolle des Nachbarn Turner fanden die Filmemacher mit David Morse eine ideale Besetzung. Das Spektrum des vielseitigen und wandlungsfähigen Schauspielers reicht vom idealen Vater („Contact“) zum mitfühlenden Doktor („Chefarzt Dr. Westphall“), vom Gefängniswärter („The Green Mile“) zum bedrohlichen Weihnachtsmann (auf der Broadway-Bühne in „How I Learned to Drive“).

Obwohl Turner auf dem Papier komplex erscheint, ist er für Caruso ein eher schlichter Charakter. „Er ist ein bescheidener Typ, der sein Haus liebt. Als Kale dieses etwas verschrobene kleine Paradies bedroht, tut er alles, um seinen Frieden zu bekommen – auch wenn das letztlich zu Gewalt führt.“

„Ich traf David vor Jahren am Set von ‚The Green Mile’, den mein guter Freund Frank Darmont geschrieben und inszeniert hat“, erzählt Caruso. „Ich habe ihn schon immer als Schauspieler bewundert. Für mich gehört ‚Chefarzt Dr. Westphall’ zu einer der besten TV-Serien, was viel mit der überzeugend gespielten Rolle von David zu tun hat. Er spielt mit großer Energie und erreicht mit ganz kleinen Gesten eine enorme Wirkung. Alles macht er auf eine sehr ruhige Art, ein schauspielerisches Gegenstück zu Cal Ripkin. Diese große Präsenz wird einem später am Schneidetisch besonders deutlich.“

Für Morse bestand die Herausforderung darin, in seiner Figur eine innere Logik zu entdecken, die ihn zu seinem gestörten Verhalten führt. „Ich habe schon einige fragwürdige Figuren gespielt. Bei Turner weiß man nicht genau, wie er reagieren wird“, erläutert Morse, „mir gefällt es, mich auf solch einer feinen Grenzlinie zu bewegen und dabei Eigenschaften herauszuarbeiten, die das Publikum erstaunen.“

Für Morse hat Turner große Ähnlichkeiten mit seinem Nachbarn Kale. Zum Beispiel reagieren beide zurückhaltend im Umgang mit anderen Menschen, vor allem mit Frauen. „Turner beschreibt sich selbst als schüchtern. Er hat dieses schöne Haus, ein teures Auto und alles, was man für ein gutes Leben braucht. Aber ihm fehlen Beziehungen, er hat weder Frau noch Kinder“, erklärt Morse. „Deshalb ist er auf der Suche. Das macht ihn verletzlich – und genau das mag ich an ihm.“
Seine imposante Statur sorgt für einen zusätzlichen Reiz bei dieser Rolle. „Morse wirkt zum einen sehr charmant. Doch wenn er schweigt, wirkt er durch seine enorme Präsenz fast etwas beängstigend“, erläutert Produzent Medjuck. „Weil seine Partner jünger und kleiner sind als er, wirkt er ganz natürlich wie der ideale Bösewicht.“

Morse ging seine Rolle ganz methodisch an, in den Drehpausen blieb er allein und hat seine Kollegen bewusst gemieden. Entsprechend glaubwürdig fiel die Kampfszene zwischen Turner und Kale aus. „Weil der Platz so beschränkt war, mussten wir mit der Kamera ganz nahe bleiben. Dadurch konnten wir keine Stuntleute einsetzen“, erläutert LaBeouf. „Wir wollten, dass die Zuschauer den Kampf möglichst realistisch erleben. Die Szenen liefen so gut, dass wir uns immer mehr ins Zeug legten. Erst später erfuhr ich, dass Morse sich bei dieser Szene drei Finger gebrochen hat. Er verschwieg es, weil er in seiner Rolle keine Schwäche zeigen wollte.“

Bei seinen anderen Nachbarn hat Kale ein weites Spektrum an Beobachtungsobjekten zur Auswahl: Einen untreuen Ehemann, einen schrulligen Hundebesitzer, einen wortkargen Eremiten sowie ein traumhaft schönes Mädchen. Ashley, die gerade neu zugezogen ist, beschreibt Regisseur Caruso als „das hübsche Mädchen von nebenan, die eine frische Brise in die Nachbarschaft bringt. In den ersten Drehbuchfassungen war Ashley nur eine Schönheit mit hübschem Lächeln und tollem Körper. Später wurde aus ihr eine vielschichtige Figur. In ihrem Haus und ihrem Leben passiert sehr viel. Und sie wird das Objekt von Kales Begierde“, erläutert der Regisseur. „Vor Ashleys Ankunft geht für Kale alles schief. Zur Geschichte von Kale gehört, dass er ständig nach außen schaut, um Antworten für sich zu finden – und jedes Fenster steht dabei gleichsam für einen anderen Film. Beim Paar von gegenüber erlebt er eine Komödie über Untreue. Aus dem Fenster des Arbeitszimmers sieht er Turner und seine verdächtigen Aktivitäten. Und aus seinem Schlafzimmer beobachtet er Ashley, das ultimative Traumgirl, das direkt aus ‚Ich glaub' ich steh' im Wald’ oder ‚Frühling einen Sommer lang’ entsprungen scheint.“

Mit Sarah Roemer wurde ein relativer Neuling für die Rolle von Kales Traumfrau besetzt. „Ashley ist ein Mädchen der Stadt, der es missfällt, dass ihre Eltern in den Vorort umgezogen sind“, erläutert Roemer. „Weil sie häufig Streit mit ihrer Mutter hat, verlässt sie die Wohnung so oft wie möglich. Dann entdeckt sie Kale, der ebenfalls in seinem Haus gefangen ist, wenngleich aus anderen Gründen. Die beiden fühlen sich in der Falle und das verbindet. Es gibt zwar durchaus eine körperliche Anziehung, aber ihre innere Bindung ist viel stärker – zumindest am Anfang.“
Wenngleich Ashley das Interesse von Kyle erwidert, will er sie ständig beeindrucken. Für Autor Landon liegt darin der Charme ihrer Beziehung. „Kale versucht immer cool zu sein, aber er ist einfach nicht so ganz der Typ dafür. Er ist anders. Schon vor seinem Hausarrest war er nie der große Partyheld. Kale macht angestrengt auf cool, aber Ashley durchschaut ihn. Vielleicht ist es gerade das, was sie an ihm mag.“

Die Rolle von Kales Mutter Julie wird von der „Matrix“-Ikone Carrie-Anne Moss gespielt. Während man sie dort als knallharte Frau erlebte, muss sie in „Disturbia“ als liebevolle Mutter ganz andere Eigenschaften zeigen. „Wenn Ashley das Traumgirl ist, dann ist Carrie-Anne als Julie die Traummutter“, erläutert Caruso. „Sie ist alt genug für eine Mutter, die sie im realen Leben ja auch ist. Gleichzeitig ist sie unglaublich schön und eine erstklassige Schauspielerin, deren warme, mütterliche Instinkte jeden überzeugen.“

„Beim ersten Lesen des Drehbuchs mochte ich die Idee, dass ich hier die Reise einer anderen Person, die Reise eines anderen Schauspielers unterstütze“, sagt Moss. „Die Rolle gefiel mir als Schauspielerin und als Frau. Ich wollte miterleben, wie ein Schauspieler diese faszinierende Reise von Kale darstellt. Shia hat eine großartige Arbeit geliefert. Wir haben ihn alle bewundert. Er ist schon etwas ganz Besonderes.“

Ein Teenager unter Hausarrest benötigt natürlich einen Kumpel, am besten einen etwas schrägen Typen, ein Faulenzer der cleveren Art. Diese Rolle des Ronnie spielt Aaron Yoo, der für Kale an jene Orte geht, die er selbst nicht erreichen kann.

Weil Kale und Ronnie schon so lange beste Freunde sind, fühlt sich Ronnie aus Sympathie gleichfalls unter Hausarrest. Während Kale eine Tendenz zu mürrischen Stimmungen hat, ist Ronnie sein stets gut gelauntes und immer argloses Gegenstück. „Von Anfang an haben mir alle ständig gesagt: ‚Hey, das bist du. Nur eben auf Papier.’“, amüsiert sich Yoo. „D.J. musste mich immer bremsen, wenn ich die komische Seite zu stark betonen wollte. Für ihn kam die Freundschaft zwischen Ronnie und Kale zuerst, erst daraus sollte die Komik resultieren. Ich spiele einen Typen, der befürchtet, dass sein bester Kumpel wegen dem Tod seines Vaters langsam verrückt wird – aus dieser Angst sollen die komischen Situationen erwachsen. Ronnie ist kindisch. Aber zugleich schlagfertig und witzig. Und er stolpert häufig über allerlei Dinge.“
Die stimmige Chemie zwischen den Darstellern und die entspannte Atmosphäre bei den Dreharbeiten führten schnell dazu, dass die Schauspieler gewisse Änderungen an ihren Figuren vornahmen. „Schon auf dem Papier ist das eine ziemlich starke Story. Aber D.J. ist wie besessen von der Entwicklung seiner Figuren“, erläutert LaBeouf. „Weil er dabei seinen Schauspielern so große Freiheiten lässt, wird das Drehbuch wirklich lebendig. Auch deshalb hat mir dieser Film so großen Spaß gemacht.“


Ein Künstlerhaus mit Ausblick



Durch den relativ engen Drehplan musste das Team ständig in höchster Konzentration arbeiten. Ein Hauptproblem bestand darin, dass fast die ganze Geschichte in einer einzigen Straße und vorwiegend in einem einzigen Haus spielt. Bei den Vorbereitungen stellten die Filmemacher schnell fest, dass auch so ein „nur eine Straße/nur ein Haus“-Film große Herausforderungen birgt. „Es klang zunächst nach einem sehr einfachen Film“, erläutert Caruso, „ein Junge erlebt am Anfang eine Tragödie und wird danach zu Hausarrest verurteilt. Von diesem Haus aus wird er fortan seine Nachbarn beobachten. Die richtige Nachbarschaft zu finden war allerdings alles andere als einfach: Hinterhof und Vorgarten wurden in verschiedenen Städten gedreht, das Innere der Wohnung im Studio nachgebaut. Es war alles sehr viel schwieriger als ich ursprünglich dachte.“

Als ausgesprochen große Hilfe bei den Dreharbeiten erwies sich die langjährige Zusammenarbeit von Caruso und Produktionsdesigner Tom Southwell, die bis zu „Drop Zone“ zurückreicht, wo Caruso der second unit-Regisseur war. Bei seinem Regiedebüt „The Salton Sea“ engagierte Caruso den Produktionsdesigner erneut und hielt Southwell bei allen weiteren Filmen die Treue.
Ein entscheidender Punkt bei „Disturbia“ war das Aussehen der Nachbarschaft. „Wir wollten, dass jedes Haus seinen ganz eigenen Charakter bekommt“, berichtet Caruso. „Das Haus von Kale sollte eine künstlerische Komponente haben, so wie die Bungalows in Pasadena, von denen viele im Stil von Charles und Henry Greene entworfen wurden. Das sorgte zum einen für eine warme und einladende Atmosphäre, zum anderen kann daraus zum anderen ein beängstigender, düsterer Ort werden, wenn sich der Film zum Thriller wandelt.“

Die Greene & Greene Architektur fällt durch ihre dezente Dunkelheit auf. „Außen ist hier alles immer viel heller als innen“, erläutert Caruso, „für einen voyeuristischen Film bietet das die perfekte Situation: der Held bleibt im Dunkeln, während er draußen alles bei Licht beobachten kann.“
Produzent Walsh ergänzt: „Entscheidend für den Film war das Aussehen der Nachbarschaft und des Hauses. Fast alles spielt in diesem Haus. Zudem mussten Vorgarten und Hinterhof die Voraussetzungen bieten, dass sich hier ein Thriller abspielen kann.“

Die Suche nach den geeigneten Schauplätzen erstreckte sich über North Carolina, Georgia und Kalifornien, alle Filmstudios inklusive. Um schneller ans Ziel zu kommen, charterte Caruso einen Hubschrauber. „Mit dem Helikopter hatten wir den besten und schnellsten Überblick über alle Hinterhöfe“, sagt Walsh, „damit fanden wir schließlich den passenden Hof von Turner.“
Als Kulissen für das Haus von Kale dienten drei verschiedene Schauplätze: Die Vorderseite steht in Whittier, Kalifornien (gleich daneben befindet sich auch das Haus von Ashley). Die Rückseite befindet sich in Pasadena (wo ein zusätzlicher Zaun zum Anwesen von Turner errichtet wurde). Die Innenräume, Kales Schlafzimmer, das Arbeitszimmer seines Vaters und die Küche im ersten Stock wurden im Studio von Paramount Pictures gebaut. Da jede Szene an jedem Drehort spielen konnte, war größte Sorgfalt bei den Anschlüssen und zeitlichen Abfolgen gefordert.

Damit die Häuser möglichst gut unterscheidbar waren und eine eigene Persönlichkeit bekamen, setzten Southwell und Caruso auf ein ausgefeiltes Farbkonzept. Bei Turner dominiert ein kaltes Blau. Bei Ashley bestimmen warme Beigetöne das Bild, zu dem auch ein eigens errichteter Swimmingpool gehört. Bei Kale blieb man dem Konzept eines Künstlerhauses treu, das in erdigen Tönen in Grün und Braun gehalten ist.

Zu einer weiteren Herausforderung gestalteten sich die Dreharbeiten im historischen Teil von Pasadena. Trotz der strengen Auflagen gelang es der Produktion, für eine Woche die Genehmigung für nächtliche Dreharbeiten zu bekommen. „Der Ablauf war streng geregelt. Wäre der vorgegebene Zeitplan nicht genau eingehalten worden, hätten wir in der nächsten Nacht nicht mehr drehen dürfen“, erläutert Produzent Medjuck, „das hat natürlich für einen gewissen Druck bei uns allen gesorgt.“

Southwell und sein Team, die Set-Designerin Maria Nay und Art Director Douglas Cumming, entwickelten ein ausgefeiltes Konzept, wie die Vorstadt aussehen sollte. „Die Räume spiegeln wider, wer die Figuren sind“, erläutert Moss, „in gewisser Weise werden die Schauplätze selbst zu einem Charakter. Tom hat ein sehr gutes Gespür dafür, echte Atmosphäre zu schaffen. Man hat stets das Gefühl, dass in diesen Wohnungen gelebt wird. Es ist, als würde man irgendwo zu Besuch kommen.“

Die Liebe zum Detail brachte Caruso und sein Design-Team so weit, dass sie sich ausführlich in den Zimmern von Teenagern umsahen, um Ideen für eine möglichst authentische Ausstattung zu bekommen. „Eltern erlaubten mir, Fotos vom Chaos in den Zimmern ihrer Kinder zu machen“, berichtet Southwell. „Da gab es CDs, Computer, Bücher, Fotos an den Wänden, Kleider auf dem Boden – eine wahre Fundgrube für uns. Bei einer unserer Besichtigungen kam D.J. zu mir und flüsterte in mein Ohr: ‚Das gefällt mir alles sehr gut’.“

Größten Wert auf ein authentisches Aussehen wurde auch bei der Garderobe gelegt. Marie-Sylvie Deveau hat für D.J. Caruso zuvor schon die Kostüme für „Das schnelle Geld“ und „Taking Lives - Für Dein Leben würde er töten“ entworfen. Auch hier unterstreicht der Modestil den Charakter der Figuren. Kale und Ronnie tragen lässige, bequeme Sachen. Die Kleider von Julie sind sowohl salopp als auch elegant. Ashley hat einen Schrank voller Freizeit- und Partykleider. Und Turner trägt bewusst langweilige, unauffällige Kleidung.

In einem Film, in dem Beobachten, Fotografieren und Videofilmen eine so große Rolle spielen, kommt der Kameraarbeit eine entscheidende Rolle zu. Diese Aufgabe übernahm der preisgekrönte Rogier Stoffers, der sein Können und sein Gespür für atmosphärisch dichte Bilder in einer Vielzahl internationaler Produktionen überzeugend unter Beweis gestellt hat.
Gemeinsam entwickelten Regisseur, Kameramann und Produktionsdesigner ein wirkungsvolles Konzept, wie Fenster und Wände aussehen sollten. Fensterglas, Holz und Vorhänge, gleichsam die „Augen des Hauses“, wurden mit größter Sorgfalt ausgesucht, „wir wollten vermeiden, dass sich das Publikum langweilt, wenn wir zum dritten Mal zum Fenster gehen“, erläutert Southwell das Ausstattungskonzept.
Um die Geschichte von Kale aus möglichst vielen Blickwinkel zu zeigen, setzte Caruso auf eine bewegte Kamera – was in einer beengten Wohnung eine ganz besondere Herausforderung darstellt. „D.J. beherrscht die Kamera ausgezeichnet, selbst in diesem begrenzten Raum gibt es fast ständig Bewegung“, erläutert Produzent Medjuck. „Dabei legt er immer großen Wert darauf, aus welcher Perspektive erzählt wird: ob die Figuren etwas mit bloßem Auge, dem Fernglas oder einer Videokamera sehen. Wir haben einige dieser Videosequenzen auch für den Film verwendet. D.J. hat dabei selbst die Kamera geführt, ganz so, als würde Kale diese Szenen filmen.“

Die Regie von „Disturbia“ bot einen besonderen Reiz für Caruso. „Als Regisseur befinde ich mich in einem Dauerzustand als Voyeur, egal ob ich mich mit jemandem unterhalte oder im Supermarkt einkaufe. Auf gewisse Weise war dieses Projekt eine Katharsis für mich. Es war ein schönes Gefühl, diese kleinen Momente zwischen Schauspielern einzufangen - weil ich schon immer gerne das Verhalten der Menschen beobachtet habe. Ein bisschen konnte ich selbst den Kale spielen. Ich sah ihm über die Schulter und lebte, als Filmemacher und zugleich als Publikum, meine voyeuristischen Fantasien aus. Ich glaube, darin liegt die Anziehungskraft von solchen Filmen. Die Zuschauer fühlen sich immer ein wenig schuldig, weil sie selbst zu Voyeuren werden.“
Die Schauspieler verspürten gleichfalls ein Vergnügen der schuldbehafteten Art. „Ich habe immer schon Leute beobachtet“, berichtet Morse, „zu meiner Theaterzeit, als mich keiner kannte, ging ich oft stundenlang durch die Straßen von Boston und habe einfach nur beobachtet. Als mein Gesicht bekannter wurde, war das etwas schwieriger. Sobald man Augenkontakt hat, ist alles vorbei. Am besten kann man die Leute in der New Yorker U-Bahn beobachten, denn dort vermeidet jeder den Augenkontakt. Dort kann ich alle anschauen, ohne dass es auffällt.“

Für Kale ist das Beobachten auf den Radius seiner Wohnung beschränkt. Dennoch zeigt sich dabei ein recht bedrohliches Bild der Vorstadt. „Man beginnt, die Nachbarn zu beobachten“, erzählt Caruso, „dann stellt man bestimmte Muster fest. Man beginnt zu überlegen, was sich wohl alles in deren Wohnungen abspielt. Scheinbar harmlose Dinge können sich überraschend anders entwickeln, wenn einige von uns ihre eigenen Vorstellungen davon haben, was wirklich in der Nachbarschaft geschieht.“




Die Besetzung

Shia LaBeouf (Kale)

Er ist der Shooting Star von Hollywood und gehört bereits jetzt zur Liga der gefragtesten Darsteller der Branche. Sein natürliches Talent und seine rohe Energie verschafften LaBeouf schnell die Reputation eines hochkarätigen Hoffnungsträgers.
Demnächst wird LaBeouf im Action-Abenteuer „Transformers“ von Michael Bay zu sehen sein. Darin geht es um zwei rivalisierende Alien-Rassen, die Autobots und die Decepticons, die ihre Schlacht auf der Erde austragen und damit die Zukunft der Menschheit bedrohen.
Demnächst wird Shia im Animationsfilm „Surf’s Up“ seine Stimme dem jungen Pinguin Cody Maverick leihen. Jeff Bridges, James Woods und Zooey Deschanel sind die weiteren Sprecher bei dieser Surfmeisterschaft von Pinguinen, bei der der junge Cody erstmals antritt.
Zuletzt spielte LaBeouf an der Seite von Demi Moore und Elijah Wood im hochgelobten Drama „Bobby“ von Emilio Estevez. Der Film handelt von 22 Personen, die sich in der Nacht des Attentats auf U.S. Senator Robert F. Kennedy im Ambassador Hotel befinden. Zudem war er mit Robert Downey, Jr. und Rosario Dawson in „A Guide to Recognizing Your Saints” zu sehen. Das coming-of-age Drama handelt von einem Jungen, der in den 80er Jahren in Astoria, New York aufwächst. Als seine Freunde sterben, bei Drogen enden oder im Gefängnis landen, glaubt er, dass er selbst von Heiligen beschützt wird.

Vor kurzem spielte Shia für Walt Disney Pictures die Hauptrolle in „Das größte Spiel seines Lebens“ von Bill Paxton nach dem Bestseller von Mark Frost. Nach einer wahren Geschichte geht es um das legendäre U.S. Open von 1913, bei dem Francis Ouimet, ein 20jähriger Golfamateur aus Massachusetts, mit einem spektakulären Spiel den britischen Champion besiegte.

Zu seinen weiteren Filmen gehören „Constantine“ mit Keanu Reeves, „I, Robot“ mit Will Smith, die HBO Project Greenlight Produktion „The Battle of Shaker Heights” und der Action-Hit „3 Engel für Charlie - Volle Power “. Sein Leinwanddebüt gab LaBeouf 2003 an der Seite von Sigourney Weaver und Jon Voight in „Das Geheimnis von Green Lake“.
Im Fernsehen bekam LaBeouf glänzende Kritiken für seine Darstellung des Louis Stevens in der Disney Channel Originalserie „Even Stevens”. 2003 bekam er für seine Leistung in dieser vielgelobten Familienserie den Daytime Emmy Award for Outstanding Performer in einer Kinderserie.
LaBeouf besuchte die Magnet School of Performing Arts an der USC und lebt derzeit in Kalifornien.


David Morse (Mr. Turner)

Der vielseitige Schauspieler hat sein großes Talent in Film, Fernsehen und auf der Bühne unter Beweis gestellt. Sein Kinodebüt gab er mit dem vielgelobten Drama „Inside Moves“ von Richard Donner. Anschließend spielte er in den beiden Sean Penn-Filmen „The Indian Runner” und „Crossing Guard - Es geschah auf offener Straße“ – für den er eine Independent Spirit Award-Nominierung als Bester Nebendarsteller bekam. Zu seinen zahlreichen Filmen gehören der Independent-Film „The Slaughter Rule“ von Alex und Andrew Smith mit Ryan Gosling; „Hearts in Atlantis” von Scott Hicks mit Anthony Hopkins und Hope Davis; Frank Darabonts vielgelobtes Gefängnisdrama „The Green Mile” (Screen Actors Guild Award Nominierung für Outstanding Cast Performance); der Goldene Palmen-Gewinner „Dancer in the Dark” von Lars von Trier mit Björk und Catherine Deneuve sowie der Thriller „Lebenszeichen - Proof of Life“ von Taylor Hackford mit Meg Ryan and Russell Crowe.

Zu den weiteren Filmen zählen: „16 Blocks”, „Down in the Valley”, „Nearing Grace”, „Dreamer – Ein Traum wird wahr”, „Verrückt in Alabama!“, „Verhandlungssache”, „The Rock - Fels der Entscheidung“, „12 Monkeys”, „Das Zweite Gesicht” und „Personal Foul.” Demnächst ist er mit Dakota Fanning und Robin Wright Penn in „Hounddog” zu sehen, der 2007 im Wettbewerb des Sundance Film Festival lief.

Vor kurzem drehte er mehrere Episoden der vielgelobten TV-Serie „Dr. House“ ab. Seine populärste TV-Rolle ist der Dr. Jack “Boomer” Morrison in der mit dem Emmy ausgezeichneten Ensemble-Serie „Chefarzt Dr. Westphall“. Zu seinen weiteren Serien gehören „Hack“ von CBS, „Our Family Business” von ABC und die Sitcom „Big Wave Dave’s”. Zu den Fernsehfilmen zählen „Diary of a City Priest”, „Tödliches Geständnis”, „Prototype”, „Stephen Kings Langoliers - Verschollen im Zeitloch”, „When Dreams Come True”, „Am Rande der Hölle“, „Mord auf Bestellung“, „A Place at the Table”, „Winnie”, „Der Geheimbund der Rose“, „Cry in the Wild”, „Cross of Fire” und „Tecumseh: The Last War“ von TNT.

Auf der Bühne spielte Morse am Seattle Rep in der Weltpremiere von „Redwood Curtain” und trat von 1971 bis 1977 in über 30 Produktionen der Boston Repertory Company auf. Sein Broadway-Debüt gab er als Father Barry in der Bühnenadaption von „Die Faust im Nacken“. Große Erfolge feierte er danach auf der off-Broadway Bühne in Paula Vogels mit dem Pulitzer Preis gekrönten Drama „How I Learned to Drive.” Für diese Hauptrolle bekam Morse den Drama League Award, den Lucille Lortel Award, den Drama Desk Award und den Obie Award. Zudem gewann Morse den DramaLogue und LA Weekly Award für seine Darstellung in der Los Angeles Produktion „Von Menschen und Mäusen”. Weitere Theaterarbeiten sind die off-Broadway-Produktionen „The Trading Post,” „Threads” und „A Death in the Family”.


Sarah Roemer (Ashley)

Dank ihrer außergewöhnlichen Schönheit und ihrem großen Talent gehört sie zu den meistgefragten Schauspielerinnen von Hollywood. Ihr Debüt gab Roemer vorigen Herbst mit „The Grudge 2“ von Columbia Pictures. Darin spielt sie die amerikanische Studentin Lacey, die ein Opfer des Fluches von Grudge wird.
Für Hyde Park Entertainment dreht sie derzeit „Asylum“ von David R. Ellis. Darin spielt sie eine Collegestudentin, die entdeckt, dass ihr Schlafsaal einst eine berüchtigte Irrenanstalt war.
Roemer wuchs in San Diego auf und begann mit 15 Jahren ihre Karriere als Model. Derzeit lebt sie in Los Angeles. In ihrer Freizeit geht die leidenschaftliche Sportlerin gerne Surfen und Reiten.


Carrie-Anne Moss (Julie)

Seit ihren Auftritten in der enorm erfolgreichen „Matrix“-Trilogie von Warner Bros. („ Matrix,” „Matrix Reloaded” und „Matrix Revolutions”) gehört sie zu den meistgefragten Schauspielerinnen von Hollywood.

Die renommiertesten Produzenten von Hollywood rissen sich schnell um sie. Zu ihren Filmen gehören die Mafia-Komödie „Second Chance - Alles wird gut“ mit Burt Reynolds und Richard Dreyfus von den Produzenten Barry Sonnenfeld und Barry Josephson; „Red Planet” von Warner Bros. mit Val Kilmer von Produzent Mark Canton; Lasse Hallstöms Oscar® nominierter „Chocolat” von Miramax mit Juliette Binoche, Johnny Depp und Dame Judi Dench von Produzent David Brown; der vielgelobte independent Thriller „Memento” mit Guy Pearce sowie „Suspect Zero” mit Aaron Eckhart und Sir Ben Kingsley den E. Elias Merhige für Cruise/Wagner inszenierte.
Für ihre Leistung in „Memento” bekam Carrie-Anne den Independent Spirit Award als beste Nebendarstellerin. In der gleichen Kategorie erhielt sie den Genie Award für ihre Rolle in „Snow Cake”.

Zu ihren weiteren Projekten gehört der Ensemble-Film „ Glück in kleinen Dosen“ mit Ralph Fiennes, Rita Wilson und Glenn Close, „Mini’s First Time” mit Alec Baldwin, Luke Wilson und Nikki Reed sowie das bewegende Drama „Snow Cake” von Marc Evans mit Sigourney Weaver und Alan Rickman.

In diesem Jahr wird man Moss an der Seite von Billy Connelly, Dylan Baker und Tim Blake Nelson in „Fido“ von Andrew Currie erleben.
Derzeit dreht Carrie-Anne mit Julia Roberts und Ryan Reynolds „Fireflies in the Garden.”


Aaron Yoo (Ronnie)

Seine Talente sind nicht allein auf das Schauspielen beschränkt, Yoo begleitete die Dreharbeiten zu „Disturbia“ mit einem Videotagebuch, in dem Crew und Schauspieler zu Wort kommen.
Demnächst ist Yoo für Warner Bros. in einer Hauptrolle in „American Pastime“ zu sehen, wo er den jungen Baseball- und Saxophonspieler Lyle verkörpert, der im Zweiten Weltkrieg in ein Internierungslager für US-Japaner kommt.

Gleichfalls eine Hauptrolle spielt er demnächst in der HBO/Picturehouse-Produktion „Rocket Science”, die 2007 offizieller Beitrag des Sundance Festivals war.
Zuletzt spielte er für Sony eine Hauptrolle in „21“ mit Kevin Spacey.

Seine Karriere begann Yoo mit off-Broadway-Stücken, darunter „Where Do We Live” am Vineyard Theatre; „wAve” und „Savage Acts” für die Ma-Yi Theatre Company; „Cellophane” für das Flea Theatre und „Fuenteovejuna” für die National Asian-American Theatre Company. Weitere seiner New Yorker Stücke sind „The Gifted Program” am LAByrinth und „Karaoke Stories” für die Imua! Theatre Company.
Zu den Fernseharbeiten gehören Gastauftritte in den Serien „Law & Order: New York“, „Love Monkey” und „Ed - Der Bowling-Anwalt”. Er spielt zudem eine ständige Rolle in „The Bedford Diaries” von dem Autor und ausführenden Produzenten Tom Fontana.




Der Stab

D.J. Caruso (Regie)

Zuletzt inszenierte er den rasanten Spielerfilm „Das schnelle Geld“, in dem die beiden Oscar®-Preisträger Al Pacino und Matthew McConaughey die Hauptrollen spielen. Zuvor drehte er 2004 mit Angelina Jolie und Ethan Hawke den Hit „Taking Lives - Für Dein Leben würde er töten“, einen Thriller um einen FBI-Agenten auf der Spur nach einem Serienkiller.

Wenngleich Caruso sich bereits einen guten Namen als TV-Regisseur gemacht hatte, gelang ihm 2002 der große Durchbruch mit seinem vielgelobten Kinodebüt „The Salton Sea“. Der Neo Noir Thriller mit Val Kilmer fiel vor allem durch seine exzellente Schauspielleistung und den besonderen visuellen Stil auf.

2002 inszenierte er Episoden der Erfolgsserien „The Shield“ und „Robbery Homicide Division” von Michael Mann. Zudem drehte er mehrere Episoden von Steven Spielbergs Serie „High Incident” für ABC und James Camerons „Dark Angel“. Im vergangenen Jahr inszenierte er zwei weitere Episoden von „The Shield”, darunter die Auftaktfolge der neuen Staffel.

1998 tat er sich mit dem renommierten Drehbuchautoren Frank Darabont zusammen und realisierte „Black Cat Run - Tödliche Hetzjagd“, die HBO die besten Einschaltquoten des Jahres einbrachten. In seiner ersten Regiearbeit arbeitete Caruso 1996 mit Autor Scott Rosenberg für den preisgekrönten Kurzfilm „Cyclops, Baby“ zusammen.

Caruso ist zudem Produzent und ausführender Produzent zahlreicher Kino- und TV-Produktionen. 1995 war er ausführender Produzent von „Gegen die Zeit“ mit Johnny Depp. Ein Jahr zuvor drehte er die Luftaufnahmen für „Drop Zone“ mit Wesley Snipes, für deren Einzigartigkeit und Schönheit Caruso großen Beifall bekam.

Zu seinen Filmen als TV-Produzent gehören unter anderem „Spiel auf Leben und Tod“ für USA Networks (1999) und für HBO der Fernsehfilm „Rebound: The Legend of Earl ‘The Goat’ Manigault” (1996) mit Don Cheadle, der eine Image Award Nominierung bekam.
Caruso ist Absolvent der Pepperdine University und begann seine Karriere in der Filmbranche als Produktionsassistent.


Christopher Landon (Drehbuch und Originalstory)

In diesem Jahr sind gleich mehrere Arbeiten des vielbeschäftigten Autoren zu sehen. Neben „Disturbia“ war Landon der Koautor von „Blood and Chocolate“ von Katja von Garnier mit Agnes Bruckner. Demnächst beendet er ein Drehbuch für MTV Films und DreamWorks und schreibt für den Produzenten Greg Berlantin und Touchstone Television das Skript für einen neuen Pilotfilm.
Landon wurde in Los Angeles geboren und schrieb während seiner Studienzeit an der Loyola Marymount University mit „Ein neuer Tag im Paradies“ sein erstes Drehbuch, das von Larry Clark mit James Woods und Melanie Griffith verfilmt wurde. Er verfasste zudem das Buch zum preisgekrönten Kurzfilm „$30“ mit Sara Gilbert.

Landon fühlt sich auch hinter der Kamera wohl. So inszenierte er nach seinem eigenen Skript den preisgekrönten Kurzfilm „Only Child“ und war Regisseur etlicher Episoden der populären MTV-Show „Making the Video“, wo er unter anderem mit Madonna, Beyoncé und Jennifer Lopez arbeitete.


Carl Ellsworth (Drehbuch)

„Disturbia“ ist sein zweites Drehbuch, das für die große Leinwand verfilmt wurde.
Ellsworth wurde in Lousville, Kentucky, geboren und studierte Film an der Southern Illinois University. 1994 zog er nach Los Angeles und begann seine Karriere als Produktionsassistent für TV Sitcoms. 1997 gelang ihm der Durchbruch als TV-Autor, unter anderem schrieb er Episoden für die Hitserien „Buffy – Im Bann der Dämonen“, „Xena (Die Kriegerprinzessin)“ sowie die Sciencefiction-Serie „Cleopatra 2525“. Den Grundstein seiner Kinokarriere legte er 2004 mit dem Drehbuch für den Erfolgsthriller „Red Eye“ von Wes Craven.


Joe Medjuck (Produzent)

Er wurde am 17. Februar 1943 im kanadischen New Brunswick geboren. An der McGill University machte er seinen Bachelor of Arts in honors English und absolvierte seinen Masters and PhD an der University of Toronto, wo er 12 Jahre lang unterrichtete bis er 1980 nach Los Angeles zog.
Zunächst als associate producer und später als Produzent, war Medjuck an einer Vielzahl von Kinoerfolgen beteiligt. Seit vielen Jahren arbeitet er dabei mit Blockbuster-Regisseur Ivan Reitman zusammen. Zu den frühen Arbeiten gehören „Ich glaub' mich knutscht ein Elch“ (sein erster Film), der weltweite Hit „Ghostbusters – Die Geisterjäger“, „Staatsanwälte küsst man nicht“ (sein erster Film als ausführender Produzent) und „Twins - Zwillinge“. Als ausführender Produzent betreute er unter anderem „Ghostbusters II“, „Kindergarten Cop“, „Dave“, “Junior,” „Private Parts - Dirty Radio“, „Ein Vater zuviel“, „Sechs Tage sieben Nächte“ und „Eurotrip.”

Sein erstes Projekt als Produzent war für Lorimar die Abenteuerkomödie „Big Shots - Zwei Kids gegen die Unterwelt“. Anschließend produzierte er „Stop! Oder meine Mami schiesst“, „Ein Hund namens Beethoven“ und „Eine Familie namens Beethoven“, „Alles Unheil kommt von oben“, „Space Jam“, „Road Trip“, „Evolution“, „Old School - Wir lassen absolut nichts anbrennen“ und „Trailer Park Boys: The Movie“. Er war zudem Produzent des Thrillers „Killing me Softly“.
Als ausführender Produzent betreute er die Emmy nominierte Serie „The Real Ghostbusters“, die Cartoonserie „Beethoven“, die Animationsserie „Mummies Alive!“ sowie den HBO-Film „The Late Shift“, der für den Emmy und den CableACE award nominiert wurde.
Medjuck lebt mit seiner Frau und zwei Kindern in Montecito, Kalifornien.


E. Bennett Walsh (Produzent)

Er war zuletzt ausführender Produzent des Fantasy-Action-Hits „Ghost Rider“ mit Nicolas Cage. Im Filmgeschäft war Walsh bereits in zahlreichen Positionen, ob als Produzent, als Kameramann oder art director tätig.

Vor „Ghost Rider“ war er ausführender Produzent des Sciencefiction Thrillers „Stealth – Unter dem Radar“ und der beiden Teile des hochgelobten „Kill Bill“ von Quentin Tarantino mit Uma Thurman. Zu seinen zahlreichen Filmen als Koproduzent gehören „Glitter – Der Glanz eines Stars“, „Ghetto Superstar“ (für die Produzenten Madonna und Guy Oseary) sowie das vielgelobte Wall Street Drama „Ri$iko - Der schnellste Weg zum Reichtum“ von Autor/Regisseur Ben Younger mit Ben Affleck, Vin Diesel und Giovanni Ribisi.

Derzeit produziert Walsh die lange erwartete Leinwandadaption des Bestsellers „Drachenläufer“ von Khaled Hosseini.


Jackie Marcus (Produzentin)

Sie produzierte zuletzt „Eurotrip“ für DreamWorks und „Trailer Park Boys: The Movie“ für Alliance Atlantis, der auf der populären kanadischen TV-Show basiert. Als ausführende Produzentin betreute sie den Komödien-Hit „Old School - Wir lassen absolut nichts anbrennen“. Zudem entwickelte und produzierte sie Pilotfilme für CBS und Fox.
Vor ihrer Produzententätigkeit war sie Vice President of Production für Working Title Films. In dieser Zeit entstanden „Bridget Jones - Schokolade zum Frühstück“, „High Fidelity“, „O Brother, Where Art Thou?“ und „Billy Elliot“. Für Warner Bros. war sie davor zuständig für die Theatrical Production.


Ivan Reitman (Ausführender Produzent)

Der Regisseur und Produzent ist die kreative Kraft hinter Filmen, die weltweit ein Millionenpublikum begeistert haben. Sein Spektrum reicht von deftigen Komödien wie „Ich glaub' mich tritt ein Pferd“, „Ich glaub' mich knutscht ein Elch!“ oder „Ghostbusters – Die Geisterjäger“ bis zu feinsinnigeren Stoffen wie „Dave“, „Sechs Tage Sieben Nächte“ und „Twins – Zwillinge“.

Als er vier Jahre alt war, wanderten seine Eltern von der Tschechoslowakei nach Kanada aus. Reitman studierte zunächst Musik an der McMaster University und wendete sich dann Film und Theater zu.
Kurz nach seinem Abschluss begann Reitman als Produzent. Zunächst mit der extrem billigen Horror-Komödie „Cannibal Girls“ mit Eugene Levy und Andrea Martin, gefolgt von der Live TV-Show „Greed“, wo Dan Aykroyd als Ansager auftrat. Anschließend produzierte Reitman in New York City den Broadway-Hit „The Magic Show”, wo sein Studienfreund Doug Henning auftrat. Es folgte der off-Broadway-Hit “The National Lampoon Show”, wo Reitman erstmals die damals noch unbekannten Künstler John Belushi, Gilda Radner, Bill Murray, Harold Ramis und Joe Flaherty versammelte. Mit dem Musical „Merlin“ kehrte Reitman zum Broadway zurück, was ihm eine Tony-Nominierung für Regie und Produktion einbrachte.
In New York reaktivierte Reitman sein Filmtalent und produzierte mit der National Lampoon-Truppe den bahnbrechenden Erfolg „Ich glaub' mich tritt ein Pferd“. Zurück in seiner Heimat inszenierte er den Komödien-Hit „Babyspeck und Fleischklösschen“, der bis heute als eine der erfolgreichsten kanadischen Produktionen gilt.

Die Erfolgsserie wurde fortgesetzt mit „Ich glaub' mich knutscht ein Elch!“ und den „Ghostbuster“-Teilen, bei denen er erneut mit Bill Murray, Dan Aykroyd und Harold Ramis arbeitete. Weitere Hits waren „Dave“ mit Kevin Kline und Sigourney Weaver, „Staatsanwälte küsst man nicht“ mit Robert Redford und Debra Winger, „Sechs Tage sieben Nächte“ mit Harrison Ford und Anne Heche und „Evolution“ mit David Duchovny und Julianne Moore. Mit einem Trio von Komödien stellte er das bislang unbekannte Comedy-Talent von Actionstar Arnold Schwarzenegger unter Beweis: „Twins – Zwillinge“, „Junior“ (beide mit Danny DeVito) und „Kindergarten Cop“.

Ähnlich eindrucksvoll ist Reitmans Liste als Produzent. Dazu gehören unter anderem „Ein Hund namens Beethoven“, „Eine Familie namens Beethoven“ sowie der HBO Fernsehfilm „Die Jay Leno-Story“, die sieben Emmy Nominierungen erhielt. Weitere Filme sind „Heavy Metal“, „Private Parts“, der Animation/Live-Actionfilm „Space Jam“ (bei dem Michael Jordan den Looney Tunes-Figuren begegnet) sowie die Teenie-Comedy-Hits „Road Trip“, „Eurotrip“ und „Old School - Wir lassen absolut nichts anbrennen“ mit Will Ferrell, Vince Vaughn und Luke Wilson.
1984 wurde Reitman von der National Association of Theater Owners als Regisseur des Jahres ausgezeichnet, ein Jahr später bekam er den Special Achievement Award bei der kanadischen Genie Awards-Verleihung. Den People’s Choice Award erhielt er 1979 für „Ich glaub' mich tritt ein Pferd“ und nochmals 1989 für „Twins - Zwillinge”. Im November 1994 wurde er als dritter Regisseur überhaupt von „Variety“ mit einer „Billion Dollar Director“-Sonderausgabe geehrt. Ende 2000 wurden die Reitman-Filme „Ich glaub' mich tritt ein Pferd“ und „Ghostbusters – Die Geisterjäger“ vom American Film Institute in die Liste der lustigsten Filme des letzten Jahrhunderts aufgenommen. Derzeit leitet Reitman mit seinem Partner Tom Pollock die Produktionsfirma The Montecito Picture Company, die eng mit DreamWorks, SKG zusammenarbeitet.

Zuletzt führte er Regie bei „Die Super-Ex“ und war ausführender Produzent des kanadischen Comedy-Hits „The Big Dirty“ mit der Comedy-Truppe Trailer Park Boys.
Reitman ist seit über 30 Jahren mit der Schauspielerin Genevieve Robert aus Quebec verheiratet. Das Paar hat drei Kinder und lebt in Santa Barbara, Kalifornien.


Tom Pollock (Ausführender Produzent)

Er war von Juli 1995 bis März 1996 Vice Chairman von MCA Inc.. Davor war er von September 1986 bis Juli 1995 Executive Vice President von MCA und Chairman von deren Motion Picture Group, Universal Pictures. Er saß zudem im Vorstand von MCA Inc. und der Cineplex-Odeon Corporation.
Als einer der renommiertesten und erfahrensten Anwälte der Unterhaltungsbranche war er zuvor Senior Partner von Pollock, Bloom and Dekom. Die Kanzlei (heute Bloom, Hergot, Diemer and Cook, LLP) vertritt führende Produzenten, Regisseure, Autoren und Schauspieler.

Am 18. September 1986 kam Pollock zu MCA. In seiner Zeit als Chairman von deren Motion Picture Group, Universal, wurden über 200 Filme herausgebracht, die weltweit über 10 Milliarden Dollar einspielten. Darunter „Jurassic Park” (damals der erfolgreichste Film aller Zeiten), „Eine Wahnsinnsfamilie“, „Kap der Angst“, „Twins – Zwillinge“, „Flintstones - Die Familie Feuerstein“, „Kindergarten Cop“, „Zurück in die Zukunft 2 und 3“, „Casper“, „Waterworld“, „Backdraft - Männer, die durchs Feuer gehen“, „Eine Familie namens Beethoven“, „Do the Right Thing“, „Grüne Tomaten“, „Sneakers – Die Lautlosen“ und „Lorenzos Öl“.

Während seiner Zeit erhielt Universal sieben Oscar®-Nominierungen als Bester Film, darunter „Schindlers Liste“, der 1993 unter anderem mit dem Oscar® als Bester Film ausgezeichnet wurde. Weitere Nominierungen als Bester Film erhielten „Feld der Träume“, „Geboren am 4.Juli“, „Der Duft der Frauen“, „Im Namen des Vaters“, „Apollo 13“ und „Ein Schweinchen namens Babe“.
Pollock war zudem verantwortlich für die Anbindung zahlreicher kreativer Talente an das Studio. Darunter Ivan Reitman, Ron Howard und Brian Grazer von Imagine Entertainment, Martin Scorsese, Spike Lee, George Miller, Jon Avnet, Martin Brest, Rob Cohen, Phil Alden Robinson, Jim Sheridan, James Cameron und Larry Gordon.

Pollock spielte eine Schlüsselrolle bei der Konstruktion von United Cinemas International (UCI), einem Gemeinschaftsunternehmen mit Paramount Pictures, das mit fast 700 Multiplexen zur größten Kinokette außerhalb von Nordamerika wurde. 1992 gründete er zudem mit Polygram die Gramercy Pictures.
Während seiner Zeit als Vice Chairman von MCA schmiedete Pollock die Allianz mit DreamWorks SKG und gründete mit Sega, DreamWorks und MCA das Spieleunternehmen Gameworks.
1998 gründete Pollock mit dem Regisseur und Produzenten Ivan Reitman The Montecito Picture Company. Montecito produzierte „Road Trip” (2000), „Evolution” (2001), „Old School - Wir lassen absolut nichts anbrennen“ (2003) und „Eurotrip” (2004).

2006 gründete Pollock und Reitman mit Merrill Lynch und anderen Finanzpartnern Cold Spring Pictures, die Produktionen der Montecito Picture Company mitfinanziert.
Tom Pollock wurde am 10. April 1943 in Los Angeles geboren. 1964 machte er an der Stanford University seinen BA und erhielt 1967 von der Columbia University seinen Doktor der Rechtswissenschaft. Pollock ist Mitglied der California Bar Association, ehemaliger Vorsitzender des Board of Trustees of the American Film Institute, Bevollmächtigter des American Museum of the Moving Image, Gastprofessor für Film an der University of California in Santa Barbara und ehemaliger Bevollmächtigter des Los Angeles Music Center. Er hat drei Kinder: Alexandra, Allegra and Luke.


Rogier Stoffers, N.S.C. (Kamera)

Der gebürtige Holländer war Kameramann für „Karakter“ von Mike van Diem, der 1997 den Oscar® als Bester Ausländischer Film bekam und mit zehn weiteren internationalen Preisen sowie fünf Nominierungen ausgezeichnet wurde. Für sein Gesamtwerk von 1994 bis 1999 bekam er in seiner holländischen Heimat den Golden Calf Award.
Zum breiten Spektrum seiner zahlreichen Arbeiten gehören Filme wie „Quills - Macht der Besessenheit“, „John Q. - Verzweifelte Wut“, „Genug!“, „Masked and Anonymous“, „School of Rock“ sowie „Die Bären sind los“.


Tom Southwell (Produktionsdesign)

„Disturbia“ ist bereits seine fünfte Zusammenarbeit mit Regisseur D.J. Caruso. Für ihn entwarf er zuvor die Kulissen von „Das Schnelle Geld“ mit Al Pacino und Matthew McConaughey, „Taking Lives - Für Dein Leben würde er töten“ mit Angelina Jolie und Ethan Hawke, das Krimidrama „The Salton Sea“ mit Val Kilmer von 2002 sowie den TV-Krimi „Black Cat Run - Tödliche Hetzjagd“ von Frank Darabont von 1998.
1998 arbeitete er als Art Director für „Made in USA“ und „Mein großer Freund Joe“ von Ron Underwood. 1996 war er Visual Arts Director beim Thriller „Einsame Entscheidung“ von Stuart Baird mit Kurt Russell und Halle Berry.
Zu Beginn seiner Karriere war Southwell als Produktionszeichner und conceptual artist für über 40 Filme tätig, darunter „Star Trek – Nemesis“, „X-Men“, „Auf der Jagd“, „Im Auftrag des Teufels“, „Eraser“, „Mission: Impossible“, „Gegen die Zeit“, „City Slickers - Die Großstadt-Helden“, „Arachnophobia“, „Gremlins II - Die Rückkehr der kleinen Monster“, „Die Geister, die ich rief...“, „Das Siebte Zeichen“, „Auf der Jagd nach dem grünen Diamanten“ sowie „Blade Runner“.


Jim Page (Schnitt)

Mit „Disturbia“ setzt Page seine Zusammenarbeit mit D.J. Caruso fort. Zu seinen jüngsten Arbeiten gehören „Firewall“ von Richard Loncraine mit Harrison Ford und Virginia Madsen sowie der Action-Comedy-Thriller „Kiss Kiss Bang Bang“ von Shane Black mit Robert Downey, Jr. und Val Kilmer.
Weitere Filme sind „The Majestic“ von Frank Darabont mit Jim Carrey und „The Salton Sea“ von D.J.Caruso mit Val Kilmer. Als zusätzlicher Cutter arbeitete er bei „Taking Lives - Für Dein Leben würde er töten“ mit Angelina Jolie und Ethan Hawke.
Zu seinen TV-Arbeiten gehören zahlreiche Serien, darunter „CSI: Miami“, „The Shield“, „Boomtown“, „Noch mal mit Gefühl“, „Cupid“, und „High Incident - Die Cops von El Camino“. Er war zudem Cutter für etliche Pilotfilme sowie die Fernsehfilme „Spiel auf Leben und Tod“ und „Black Cat Run – Tödliche Hetzjagd“ für HBO.


Marie-Sylvie Deveau (Kostüme)

Sie entwarf bereits die Kostüme für beiden D.J. Caruso Filme „Das schnelle Geld“ und „Taking Lives - Für Dein Leben würde er töten“. Zu den weiteren Arbeiten gehören die Komödie „Deine, meine & unsere“ von Raja Gosnell mit Dennis Quaid und Rene Russo sowie „Unbekannter Anrufer“ von Simon West.
Sie entwarf zudem die Kostüme von „Der Perfekte Mann“ mit Hilary Duff und Heather Locklear, „Cold Creek Manor - Das Haus am Fluss“ von Mike Figgis, „Der Anschlag“ von Phil Alden Robinson, „Levity“, „Weil es Dich gibt“, „Angel Eyes“, „Düstere Legenden 2 - Final Cut“, „The Skulls - Alle Macht der Welt“ von Rob Cohen, „Turbulenzen - und andere Katastrophen“ von Mike Newell, „The Mighty - Gemeinsam sind sie stark“, „Mimic - Angriff der Killerinsekten“, „Amy und die Wildgänse“ sowie die Adam Sandler-Komödie „Billy Madison - Ein Chaot zum Verlieben“.
Zu ihren TV-Arbeiten gehören Erfolgsserien wie „Desperate Housewives“, „Mr. Headmistress“, „F/X“ und „Matrix“ sowie die Fernsehfilme „I.Q. Runner - Aufstand der Untermenschen“ und „Nicht ohne meinen Sohn“.


Geoff Zanelli (Musik)

Die Musik des Emmy-Gewinners ist einem Millionenpublikum bekannt. Zanelli komponierte für Kinofilme, Fernsehen und Werbespots. Zudem arbeitete er mit den renommiertesten Künstlern der Musikbranche.

Zu seinen jüngsten Projekten gehören die Soundtracks zu „Come Early Morning“ von Lauren Adams und zu „House of D“ von David Duchovny. Er komponierte zudem die zusätzliche Musik zu Blockbustern wie „Fluch der Karibik“, „Tricks“, „Gesetzlos – Die Geschichte des Ned Kelly“, „Veronica Guerin“, „K 19 – Showdown in der Tiefe“, „The Time Maschine“, „Equilibrium - Killer of Emotions“, „Passionada“, „Pearl Harbor“, „Just Visiting - Mit Vollgas in die Zukunft“, „Hannibal“, „Chicken Run - Hennen rennen“, „Der Weg nach El Dorado“, „Auf die stürmische Art“, „Antz“ und „Im Körper des Feindes“.

2006 erhielt er für seine Musik der TNT-Serie „Into the West“ den Emmy für Oustanding Music Composition for a Miniseries, Movie or a Special (Dramatic Underscore). Er schrieb die zusätzliche Musik für die HBO-Produktion „Live from Baghdad“, die CBS Serie „American Fighter Pilot“ und die MTV-Serie „Fear“.

Er arrangierte die Robbie Williams Single „Man for All Seasons“ vom Soundtrack von „Johnny English“ und steuerte die Streichermusik bei für Songs von Page Avenue und Mest.
Er komponierte zudem die Musik für Werbespots von Disney, Pringles, die U.S. Army, Compaq, Milton Bradley, Coca-Cola und GCI Telecomm.



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