Tomtec
FOX SEARCHLIGHT PICTURES präsentiert
in Zusammenarbeit mit
CHANNEL ONE RUSSIA
eine TABBAK Film Company
und
BAZELEVS Produktion
Ein TIMUR BEKMAMBETOV Film
WÄCHTER DES TAGES
DNEVNOI DOZOR

Konstantin Khabensky als Anton Gorodetsky
Maria Poroshina
Vladimir Menshov
Galina Tyunina
Victor Verzhbitsky
Zhanna Friske
Dima Martynov
Valeriy Zolotukhin
Aleksey Chadov
Produktion---Anatoly Maximov
--------------------Konstantin Ernst
Drehbuch-----Sergei Lukyanenko
--------------------Timur Bekmambetov
--------------------Alexander Talal
Regie-----------Timur Bekmambetov
KURZINHALT
In einer schillernden Mischung aus modernsten Special Effects, faszinierenden Actionsequenzen und nervenzerreißendem Horror erzählt das im Moskau von heute spielende Fantasyspektakel vom ständigen Kampf zwischen Gut und Böse, dessen Gleichgewicht von den Kräften des Lichts und der Finsternis aufrecht erhalten wird, das Ergebnis eines Jahrhunderte alten Waffenstillstands zwischen den rivalisierenden Seiten. Der uralte Krieg zwischen den Kräften des Lichts und der Finsternis steht an einem tragischen Wendepunkt. Beide Seiten haben jeweils einen mächtigen Anführer gefunden und bereiten sich auf eine große Endschlacht vor. Wieder ist es Anton Gorodetsky (KONSTANTIN KHABENSKY), der zwischen den beiden Rivalen steht. Einerseits hat sich Antons Sohn Egor (DIMA MARTYNOV) den Kämpfern der Dunkelheit angeschlossen, andererseits ist Svetlana, Antons große Liebe, die neue Hoffnung der Kämpfer des Lichts. Aber das ist nur der Anfang von Antons Problemen: Nachdem er des Mordes angeklagt wurde, befindet er sich auf der Flucht. Und die Lage scheint immer bedrohlicher zu werden. Seine letzte Hoffnung ist die antike Kreide des Schicksals. Doch das Artefakt ist bereits seit Hunderten von Jahren verschwunden....
PRODUKTIONSNOTIZEN
ÜBER DAY WATCH (DNEVNOI DOZOR)
Die Geschichte des bahnbrechenden Fantasy-Epos WÄCHTER DES TAGES (DNEVNOI DOZOR) von Regisseur und Drehbuchautor Timur Bekmambetov beruht auf dem Erfolgsroman von Sergei Lukyanenko und Vladimir Vasiliev. Als mit WÄCHTER DER NACHT (NOCHNOI DOZOR) der erste Teil der Saga im Juli 2004 in seiner Heimat Russland in den Kinos startete, brach der Film sämtliche Einspielrekorde der russischen Filmgeschichte. Mit einem Einspielergebnis von über 16 Millionen Dollar übertraf der für gerade einmal vier Millionen Dollar produzierte Film an den russischen Kinokassen sogar Blockbuster wie THE LORD OF THE RINGS III: THE RETURN OF THE KING („Der Herr der Ringe – Die Rückkehr des Königs“, 2003) und SPIDER-MAN 2 („Spider-Man 2“, 2004). Die Fortsetzung der Saga, WÄCHTER DES TAGES (DNEVNOI DOZOR), konnte diesen Erfolg mit einem Einspielergebnis von über 30 Millionen Dollar sogar noch toppen.
In der explosiven Dämonenjagd WÄCHTER DES TAGES (DNEVNOI DOZOR) überzeugen Russlands Superstar Konstantin Khabensky, Maria Poroshina, Vladimir Menshov, Galina Tyunina, Victor Verzhbitskiy, Zhanna Friske, Dima Martynov, Valeriy Zolotukhin und Aleksey Chadov.
Unter der Regie von Festivalliebling und Starregisseur Timur Bekmambetov, produziert von Konstantin Ernst, Geschäftsführer des größten und erfolgreichsten russischen Fernsehsenders Channel One Russia, und Anatoly Maximov und basierend auf einem Drehbuch von Bekmambetov, Sergei Lukyanenko und Alexander Talal entstand mit WÄCHTER DES TAGES (DNEVNOI DOZOR) eine atemberaubende Fortsetzung des Fantasyepos. Des weiteren hinter der Kamera tätig: Sergei Trofimov (Kamera), Valery Victorov und Mukhtar Mirzakeyev (künstlerische Leitung), Dmitri Kiselev (Schnitt) sowie Varia Avdiushko (Kostümdesign). Der Soundtrack stammt von Yuri Poteyenko.
ÜBER DIE URSPRÜNGE DES FILMS
Sergei Lukyanenkos und Vladimir Vasilievs Roman Day Watch, dessen Vorgänger Night Watch und die Fortsetzung Dusk Watch stellen einen Wendepunkt in der russischen Literatur dar. Die Geschichte über übernatürliche Kämpfe zwischen Gut und Böse auf den Straßen des heutigen Moskaus sprach ein komplett neues Zielpublikum an – eine junge russische Leserschaft, Fantasyfans und Internetuser – das die Romane im Nu mit über 500.000 verkauften Exemplaren zu Kultklassikern erhob. Seit dem russischen Kinostart von WÄCHTER DES TAGES (DNEVNOI DOZOR) und WÄCHTER DER NACHT (NOCHNOI DOZOR) erlebt die Fantasy-Trilogie einen neuen Aufschwung und wurde weitere 2,5 Millionen Mal verkauft.
Sergei Lukyanenko, ausgebildeter Psychiater und überaus produktiver Autor, wollte schon immer ein Epos über antike Magie in unserer heutigen Zeit schreiben. „Ich spielte schon länger mit dem Gedanken, märchenhafte Science Fiction zu schreiben, doch mich interessieren weder Gnome noch Elfen“, erklärt Sergei Lukyanenko, dessen Werk unter anderem die Trilogie Line Of Reveries und Knights Of The Forty Islands umfasst. „Wie soll man Magie beschreiben, wenn man sie im täglichen Leben nicht wahrnimmt? Also erfand ich das Szenario der Dämmerung, die als Schlachtfeld für die mitten unter uns lebenden Magier dient, die sich gegenseitig bekämpfen, ohne dass normale Menschen etwas davon mitbekommen. Anschließend ersann ich die Night Watch als Einheit zur Kontrolle der Magier. Später kreierte ich noch die Day Watch als deren Antagonisten und den ewigen Kampf zwischen den beiden Seiten.“
Schnell fesselte die Geschichte um die übernatürlichen Wesen der Night Watch und Day Watch, die sich mit ihren verheerenden magischen Fähigkeiten mitten unter uns, in alltäglichen Städten mit verwahrlosten Wohnungen und viel besuchten U-Bahn-Stationen, befinden, Leser in ganz Russland. Unter den begeisterten Anhängern befand sich auch der Produzent Konstantin Ernst, Geschäftsführer von Channel One Russia, Russlands größtem und erfolgreichstem Fernsehsender. Ernst, der eigentlich kein großer Fan von Fantasyliteratur ist, war so gefesselt von Night Watch, dass er das Buch einfach nicht mehr beiseite legen konnte. Begeistert von den filmischen Umsetzungsmöglichkeiten machten sich Ernst und sein Kollege, der Produzent Anatoly Maximov sofort ans Werk. Nachdem Lukyanenko selbst zusammen mit Timur Bekmambetov die Geschichte für die Leinwand adaptiert hatte, begannen bereits neun Monate später die Dreharbeiten.
Es war den Produzenten klar, dass sie für die Regie einen innovativen Profi benötigten, um Lukyanenkos Fanatsyepos um Hexen, Zauberer und Vampire auf den Straßen Moskaus adäquat für die Kinoleinwand umsetzen zu können. So machten sie sich auf die Suche nach jemandem, der eine klare Vorstellung von der Story und ihrem Stil hat – und es versteht, die aufregende Welt der modernsten Special Effects mit einem persönlichen Verständnis für die russische Lebensweise zu kombinieren. In dem aus Kasachstan stammenden Timur Bekmambetov fand das Produzenten-Duo seinen Traumkandidaten. Bekmambetov ist ein umjubelter Star der Szene, der sich mit zahlreichen Musikvideos und über 600 Werbespots, darunter Marken wie Coca-Cola, Pepsi, Apple, Microsoft, Ford und Procter & Gamble einen Namen gemacht hat. 1994 gab er mit THE PESHAVAR WALTZ, einem Arthaus-Film über den Krieg in Afghanistan sein Spielfilm-Regiedebüt. Sein zweiter Film, GLADIATRIX (2000), wurde auf Englisch gedreht und unter anderem von Hollywoodlegende Roger Corman produziert.
„Timur hat eine wahnsinnige Vorstellungskraft und verleiht den Figuren eine charakterliche Tiefe. Genau diese Kombination zeichnet den unverwechselbaren Stil des Films aus“, so Produzent Anatoly Maximov.
Konstantin Ernst traf Bekmambetov zum ersten Mal, als dieser noch als Moderator, Produzent und Regisseur des monatlichen Kulturmagazins “Matador” im russischen Fernsehen zu sehen war. Die beiden teilten sich oft einen Schnittplatz und unterhielten sich über die Idee, gemeinsam Filme zu machen. „Eines meiner größten Ziele war es immer, die russische Filmindustrie wieder zu beleben und darüber sprachen wir oft“, so Ernst. „Ich erzählte ihm, dass ich dem russischen Film ein komplett neues Image verpassen und die Filmindustrie auf ein neues Level heben wolle, um sie so wieder Teil der internationalen Filmarena, nicht nur für Arthaus-Publikum und Festivals, sondern auch für spannende Blockbuster werden zu lassen. Mit WÄCHTER DES TAGES und WÄCHTER DER NACHT bekamen wir die Gelegenheit dazu.“
Mit seiner Liebe zu großen amerikanischen Action-Regisseuren brachte Bekmambetov, dessen Arbeit besonders von Hollywoodlegenden wie James Cameron, Ridley Scott, Roger Corman, den Wachowski-Brüdern und Quentin Tarantino geprägt ist, einen ganz speziellen Stil mit in das Projekt. Trotzdem stand er der Idee, einen Fantasy- Horrorfilm nach dem Geschmack des russischen Publikums zu drehen, zuerst skeptisch gegenüber.
„Im Gegensatz zu den USA ist in Russland zu jener Zeit noch nie ein Fantasyfilm gedreht worden. Aber als ich das Buch las, wurde mir klar, dass Sergei einen Weg gefunden hatte, all diese fantastische Magie und das Übernatürliche in unser alltägliches Leben zu verlagern. Ich finde, die Geschichte ist wirklich etwas Besonderes, da sie diese Fantasiewelt nicht nur mit der Realität, sondern speziell mit der russischen Realität verbindet. Und so ist es auch der erste russische Film mit diesem einzigartigen Standpunkt. Die Geschichte spielt in der realen Welt, im russischen Alltag, und besitzt trotzdem fantastische Elemente. Meine Idee war es also, alles auf der Leinwand so real wie möglich wirken zu lassen, während ich gleichzeitig auch einen angemessenen Kontext für all das Magische und Übernatürliche im Moskau von heute schaffen musste. Das war eine wunderbare Herausforderung“, so der Regisseur.
Je mehr er las, desto mehr zog Bekmambetov die Idee von Vampiren auf den überfüllten und chaotischen Moskauer Straßen in ihren Bann. „Die Bücher wurden für mich zu wahrer Poesie. Sie waren cool und lustig zugleich. Sie brachten mich zum Nachdenken darüber, wie man solche Dinge wie Vampire, den Roten Platz und das russische Staatsballett kombinieren könnte. Das war eine sehr interessante Mischung und es berührte mich persönlich, denn einerseits bin ich der Filmemacher, der Vampire, Roger Corman und THE MATRIX („Matrix“, 1999) vergöttert, andererseits habe ich aber auch meine russische Realität mit all ihren Problemen, schlechten Autos, dreckigen Häusern, reichen Öl-Oligarchen und vielen sehr, sehr armen Menschen, stets vor Augen. Diese Geschichte brachte beide Seiten in mir zusammen. Russische Realität und amerikanische Filme,“ so Bekmambetov.
Bekmambetov begann den Film als eine Möglichkeit zu sehen, in der all seine persönlichen Einflüsse ineinander greifen konnten und somit eine einzigartige Form der Unterhaltung entstehen kann. So schmückte er den Film nicht nur mit zahlreichen wilden Verfolgungsjagden, haarsträubenden Stunts, mächtigen Explosionen und übernatürlichen Wesen, sondern mischte darunter auch jenen schlauen Humor, jene tiefgründige Philosophie und jene menschliche Erkenntnis, die seit jeher die russische Literatur auszeichnen.
Besonders die allegorische Bedeutung der zerbrechlichen Balance zwischen Gut und Böse in der heutigen Welt faszinierte Bekmambetov an der Geschichte. Für ihn repräsentieren die Mitglieder der Night Watch und ihre Gegenspieler der Day Watch zwei unterschiedliche, miteinander konkurrierende Lebensphilosophien. „Die beiden stehen für zwei unterschiedliche Arten zu leben: totale Freiheit versus Verantwortung. Die Day Watch sind die Mächte der Dunkelheit und stehen für eine Art des unabhängigen, freien Lebens ohne Zwänge, während die Night Watch Verantwortungsbewusstsein und Gewissenhaftigkeit repräsentieren. Dieser Dualismus existiert bereits seit Tausenden von Jahren. Die Idee, dass man für sein Handeln und dessen Folgen Verantwortung zu tragen hat, ist bereits sehr alt“, so der Regisseur.
Um den Roman als Drehbuch zu adaptieren, arbeitete Bekmambetov eng mit Lukyanenko zusammen. Lukyanenko war sehr interessiert daran, mit seinem Werk zu spielen und der Story sogar neue Elemente hinzuzufügen, um sie für den Kinogänger noch eindrucksvoller zu gestalten. „Wir fügten die Nebenhandlung von Anton (Konstantin Khabensky) und dessen lang verlorenem Sohn Egor (Dima Martynov) hinzu, um die Geschichte noch dramatischer, emotionaler und russischer zu machen. Auf dem Höhepunkt der Actionstory findet man die Geschichte eines Vaters, der seinen Sohn verloren hat, von Schuldgefühlen geplagt wird und sein ganzes Leben damit verbringt, dieses Problem, das sein Gewissen plagt, zu lösen – eine sehr russische Geschichte,“ so Bekmambetov.
Während der Vorbereitungsphase zu den Dreharbeiten dieses epischen Filmabenteuers (trotz eines weniger epischen Budgets) erinnerte sich Bekmambetov immer an seinen Freund und Mentor Roger Corman, der ihm einen lebenswichtigen Tipp für das Filmgeschäft gab: „Er sagte: Für einen Regisseur ist es das Wichtigste, sich einen Weg auszudenken, um das Budget viel größer erscheinen zu lassen als es in Wirklichkeit ist,“ so Bekmambetov. „Das ist alles eine Sache der Kreativität.“
Für Bekmambetov liegt der Schlüssel zu seiner visuellen Vorstellung des Films in einem omnipräsenten und intensiven Realismus, den er über die alles durchdringenden und einfallsreichen Special Effects legt. So wollte der Regisseur, dass die Vampire, Hexen und Magiere des Films auf der einen Seite sehr bedrohlich wirken, auf der anderen Seite aber dennoch als echte Menschen und Nachbarn erscheinen. „Das russische Publikum hat keinerlei Erfahrung mit dieser Art von Film, da wir bisher weder Fantasyfilme noch Comics hatten. Das ist komplettes Neuland. Also blieb mir nichts anderes übrig, als alles so realistisch wie möglich wirken zu lassen, damit die Zuschauer genug daran glaubten, um all das Fantastische zu akzeptieren“, erklärt er. „Für mich bedeutet das, dass auch ich an eine Welt glauben musste, in der Vampire existieren, selbst wenn ich weiß, dass dem nicht so ist.“
Für Anatoly Maximov verlieh Bekmembatovs Vorgehensweise dem Film eine unterschwellige Relevanz, die die Geschichte noch spannender macht. „Die Welt, die er kreiert hat, ist sehr realistisch und wiedererkennbar. Die Charaktere, die zwischenmenschlichen Situationen und die psychologischen Elemente kommen uns allen bekannt vor. Der Film wird zur Geschichte eines Mannes, dessen moralischen Zusammenbruch und des Kampfes zwischen Licht und Dunkelheit um dessen Seele. Das ist wirklich großes Kino“, so Maximov.

DIE BESETZUNG DER DUNKLEN UND DER HELLEN MÄCHTE
Im Zentrum von WÄCHTER DES TAGES (DNEVNOI DOZOR) stehen die übernatürlichen Kreaturen der Wächter des Tages und der Wächter der Nacht, die auf den Straßen des schlafenden Moskaus einen nächtlichen Krieg führen. Regisseur Timur Bekmambetov wusste, dass, um den Film noch spannender zu machen, Schauspieler notwendig sind, die den Gegensatz zwischen Gut und Böse eindeutig verkörpern konnten. Hierfür brauchte es einen besonderen Castingprozess.
Bekmambetov begann das Casting damit, dass er bekannte russische Schauspieler in zwei Gruppen aufteilte. „Ich merkte, dass es Schauspieler gibt, die wie Schauspieler aussehen und welche, die wie normale Alltagsmenschen aussehen. Die, die wie Schauspieler aussehen, casteten wir für die Rollen der dunklen Mächte, denn diese Leute sind sehr cool, sehr originell, interessant und stolz. Die Schauspieler, die wie ganz normale Leute aussehen, wurden zu unseren Guten, zu den Wächtern der Nacht. So gibt es zum Beispiel die Figur der Svetlana, eine Frau, die, wo immer sie auftritt, Unglück über ihre Umgebung bringt. Für diese Rolle wählten wir Maria Poroshina, die für mich wie ein einfaches russisches Mädchen aussieht. Ein anderes Beispiel ist die Figur der Alisa, ein Mitglied der Wächter des Tages. Diese Rolle spielt Zhanna Friske, die im echten Leben eine bekannte russische Popsängerin ist.“
Bei der Suche nach den geeigneten Schauspielern, die nicht nur die schwierigen Actionszenen des Films meistern, sondern den Figuren auch eine emotionale und psychologische Tiefe verleihen können, konnte Bekmambetov auf die gut ausgebildete Elite der russischen Schauspielriege zurückgreifen. Genau das, glaubt der Regisseur, hebe WÄCHTER DES TAGES (DNEVNOI DOZOR) deutlich von anderen modernen Horror- und Fantasyfilmen ab. „In amerikanischen Fantasyfilmen sind die Charaktere oft nicht sonderlich tiefgründig gezeichnet. Aber hier hatten wir die Möglichkeit, auf russische Schauspieler zurückzugreifen, die nach der strengen Stanislavsky-Schule ausgebildet wurden. Dieser Tatsache ist es zu verdanken, dass wir mit unserem Film dem Fantasygenre sehr tiefgründige Charaktere, komplizierte Beziehungen und eine Komplexität der Story liefern konnten.“
Für die Hauptrolle des Anton Gorodetsky, Beschützer des Lichts und Mitglied der Wächter der Nacht, entschied sich Bekmambetov für Konstantin Khabensky, einen der beliebtesten Schauspieler in Russland. Bekmambatov sieht in Konstantin Khabensky die perfekte Besetzung für eine solch umfassende Rolle wie die des Anton. „Konstantin ist ein sehr begabter Schauspieler, aber gleichzeitig auch ein Charaktermime. Er ist wie ein Clown. Er kann lustig sein, gleichzeitig aber auch extravagant und das ist eine gute Kombination, denn um die russischen Zuschauer in solch eine fantastische Welt entführen zu können, brauchten wir einen sehr glaubhaften Schauspieler“, so Bekmambatov.
Die Rolle des Boris Geser, bei Tag ein ganz normaler Geschäftsmann, der abends aber zum Anführer der Wächter der Nacht wird, besetzte Bekmambetov mit Vladimir Menshov, Star des Oscar-gekrönten Films MOSKWA SLJESAM NE WERIT („Moskau glaubt den Tränen nicht“, 1979). Der vielseitig talentierte Schauspieler ist auch als Drehbuchautor und Regisseur tätig. Bereits seit Jahrhunderten leitet Boris Geser die Beschützer des Lichts und ist sowohl eine Vaterfigur als auch Aushängeschild für alles Gute. Durch seinen Einsatz rettete er seinem Kameraden Anton das Leben, indem er ihn vor einer tödlichen Begegnung mit den Kriegern der Dunkelheit bewahrte.
„Boris ist einer der wenigen russischen Regisseure, die mit einem Oscar ausgezeichnet wurden und er ist auch von seinen Persönlichkeitseigenschaften her sehr russisch“, so Bekmambetov. „Für das russische Publikum symbolisiert er in gewisser Weise einen hohen Politiker oder Bürokraten, deshalb, dachte ich, ist er eine interessante und lustige Besetzung für den Anführer der Mächte des Lichts.“
Ganz im Gegensatz dazu entschied sich Bekmambetov bei der Rolle des Zavulon, Anführer der Day Watch, für seinen alten Freund von der Kunsthochschule, Victor Verzhbitskiy, mit dem er bereits in seinen zwei Filmen THE PESHAVAR WALTZ und GLADIATRIX zusammen gearbeitet hatte. Als Herrscher über all die dunklen und bösen Mächte leitet Zavulon die Day Watch. Obwohl die Kräfte der Krieger der Dunkelheit mit denen der Beschützer des Lichts im Gleichgewicht stehen, versuchen die Vampire und Formwandler der Day Watch alles, um die Seele des Great One in ihren Besitz zu bringen – und so das Kräftegleichgewicht zu ihren Gunsten zu beeinflussen.
Die Besetzung wird ergänzt durch viele bekannte russische Film- und Theaterschauspieler, darunter: Galina Tyunina als Zauberin Olga, Aleksey Chadov als der junge Vampir Kostya und Valeriy Zolotukhin als Kostyas Vater
DER LOOK DER DAY WATCH
Ein großer Teil der Spannung in WÄCHTER DES TAGES (DNEVNOI DOZOR) stammt von der außergewöhnlichen visuellen Energie des Films. Einerseits erschafft der Film eine komplette, realistisch wirkende Fanatsiewelt wie in STAR WARS oder MATRIX, andererseits bietet er einen seltenen, Augen öffnenden Blick auf das heutige Moskau. In der Welt von WÄCHTER DES TAGES (DNEVNOI DOZOR) kann eine heruntergekommene alte Wohnung ein Versteck für Vampire, ein durchschnittlicher Handwerker ein geheimer Zauberer sein.
Besonders wichtig waren dem Regisseur Timur Bekmambetov der furchterregende und außergewöhnliche Look und die Griffigkeit des Films. Da er am Taschkent Institut für Thaterkunst Film- und Theaterdesign studiert hatte, legte Bekmambetov bei jedem noch so kleinen Detail selbst Hand an. „Ich bin eben ein Künstler. Ich habe acht Jahre lang Zeichnen studiert und genau das mache ich sehr gerne“, so Bekmambetov.
Seine Vorstellung der Welt von WÄCHTER DES TAGES (DNEVNOI DOZOR) beinhaltete eine Mythologie, die sich um all die russischen Dinge der postsowjetischen Ära wie heruntergekommene Autos, Möbel und die Häuser legt. „Wir wollten diese russischen Sachen, die immer als alt und hässlich wahrgenommen werden, mit einer Mythologie belegen und sie so zu einem Teil dieser Zauberwelt werden lassen. Wir Russen neigen dazu, uns oft für unsere Besitztümer, unsere alten und einfachen Stühle, unsere lauten und schlechten Autos oder auch unsere schmutzigen Plattenbauten, zu schämen. Wir waren der Meinung, dass dies wirklich traurig ist, denn schließlich weiß niemand, was gut und was schlecht ist. Deshalb erfanden wir eine Geschichte, warum eben gerade dieser alte und einfache Stuhl der Beste oder ein schlechtes Auto richtig cool ist. Und anscheinend hat das wirklich seine Wirkung gezeigt.“
Tatsächlich hat die Fantasiewelt des Films die russische Popkultur schnell beeinflusst. Dialogzeilen des Films wurden in russische Lexika aufgenommen und Antons langer Mantel wurde im Nu zu einem Trendaccessoire unter Moskauer Jugendlichen. „Die Kostüme der Night Watch, besonders diese langen Mäntel, sind wirklich sehr modisch. Der Mantel ist zu einem Kultoutfit geworden“, so Bekmambetov.
Mit WÄCHTER DES TAGES (DNEVNOI DOZOR) wollte Bekmambetov dem russischen Kino die Augen öffnen und wie mit einer Koffein-Injektion wachrütteln. Im Gegensatz zu dem langsamen und gemächlichen Filmtempo, das in den Jahren der staatlich finanzierten Filme vorherrschte, besticht WÄCHTER DES TAGES (DNEVNOI DOZOR) durch ein rasantes und schnelles Schnitttempo und führt eine neue Art der hyperkinetischen Kinematographie in den russischen Film ein – ein Wechsel, der wahrscheinlich die Zukunft des russischen Films verändert hat.
„Junge Leute mögen diese Filmsprache, sie mögen die Energie von Musikvideos und die klaren und einfachen Strukturen von Werbeclips. Sie mögen die Schnelligkeit der Story, die schnelle und dramatische Action. Wir haben uns für diesen Stil entschieden, da wir fanden, dass er genau unser Zielpublikum anspricht und natürlich weil er uns als Filmemacher persönlich auch sehr gut gefallen hat“, so der Regisseur.
In der visuell faszinierenden Geschichte wollte Bekmambetov aber dennoch ein Bild von Moskau vermitteln, das so noch nicht von vielen Leuten auf der Welt gesehen werden konnte – das Bild von Moskau als eine junge, vibrierende, aktive Metropole. „Typischerweise halten alle Moskau für eine graue, depressive Stadt. Unsere Idee war es, dieses Image zu ändern zu etwas Lustigerem, Coolerem und Zeitgemäßerem. In den letzten beiden Jahrzehnten hat die Regierung das Bild der russischen Seele verändert und machte alles grau und weiß. Aber die russische Kultur ist ursprünglich sehr bunt, sehr emotional, sehr dramatisch. Wir entschieden uns, das aufzugreifen und zu den Ursprüngen der russischen Kultur zurückzukehren. Deshalb konzentrierten wir uns während des Drehs auch darauf, Moskau mit hellen Farbspritzern zu versehen, fast wie in Mexiko“, so Bekmambetov.
Bekmambetov drehte bereits 80 Prozent von WÄCHTER DES TAGES (DNEVNOI DOZOR) und den gesamten ersten Teil WÄCHTER DER NACHT (NOCHNOI DOZOR) in nur 90 Tagen zwischen Ende 2002 und Anfang 2003. Gefilmt wurde an über 200 Locations in Moskau, darunter der unter Touristen bekannte Rote Platz, das riesige Moskauer U-Bahn-System und die usbekische Stadt Samarkand. Ein Großteil des Films spielt in und um den Ostankino Turm, Moskaus alles überragender Fernsehturm im Nordwesten der Stadt und ein Blickpunkt der Stadt wie der Story.
„Ein Großteil des Romans spielt am Ostankino Turm. Deshalb war es uns sehr wichtig, dort zu drehen. Auf Russisch ist Ostankino ein sehr mystischer Name. Es bedeutet Überbleibsel und es gibt viele mystische Erklärungen, warum Sergei seinen Roman genau dort spielen lässt. Allerdings gibt es auch eine praktische Erklärung. Sergei kommt ursprünglich nicht aus Moskau, sondern stammt auch Kasachstan. Ostankino ist der Ort, den er immer kannte, ein Anhaltspunkt, um sich in der Stadt zurechtzufinden.“
Für Bekmambetov war es sehr wichtig, so viel wie möglich direkt auf Moskaus Straßen zu drehen, um die raue Realität hinter dem Schauer des übernatürlichen Thrillers nicht zu verlieren. „Es war entscheidend, dass der Film echte Bilder des heutigen Russlands zeigt. Wir zeigen reale Bilder, allerdings mit einer kleinen Änderung. Wir haben die Unmittelbarkeit durch die Kameraführung noch verstärkt, so dass die russischen Zuschauer denken: „Das ist mein Haus.“, „Das ist meine Straße.“ „Das ist nicht künstlich, das ist das wahre Leben.“ Das ist einer der Tricks des Films und einer der Gründe für seinen Erfolg. Nur die Innenausstattung der Wohnungen waren gebaute Sets – aber auch hier hatten wir einen sehr guten Art Director, der sehr real wirkende Räume kreierte. Sie rochen sogar echt“, so der Regisseur.
Um die Welt von WÄCHTER DES TAGES (DNEVNOI DOZOR) zum Leben zu erwecken, griff Bekmambetov auf seine Crew zurück, die mit ihm bereits seine vorherigen Filme und viele Werbefilme gedreht hatte. „Ich habe ein sehr gutes Team, mit dem ich schon seit beinahe zehn Jahren zusammenarbeite. Zu ihnen gehören der Kameramann Sergei Trofimov und Valery Victorov, Art Director und meine Freundin. Valery war die treibende kreative Kraft hinter dem Film und zeichnete für den gesamten Stil, angefangen bei den Sets bis hin zu Kostümen und Make Up, verantwortlich. Gemeinsam entwickelten wir die Idee, dass alles im Film so echt wie möglich aussehen sollte, allerdings mit einem surrealen Hintergrund.“
Um das zu erreichen, suchte der Regisseur auch gezielt nach Schauplätzen, die Angst und Beunruhigung hervorrufen. „Wir fingen an, uns all die mystischen und furchterregenden Plätze um uns herum genauer anzusehen. Seit meiner Kindheit finde ich, dass die Dächer von russischen Hochhäusern, mit all ihren Antennen, die wie Spinnen aussehen, sehr furchteinflößend sind. Auch die U-Bahn ist ein sehr mystischer Platz in Moskau, vielleicht weil Stalin sie gebaut hat. Wir filmten an einer ganz bestimmten U-Bahn-Station mit dem Namen XXX, denn seit meiner Schulzeit finde ich, dass dieser Name etwas Böses in sich hat“, so der Regisseur.
Einer der besonders beeindruckenden Schauplätze in WÄCHTER DES TAGES (DNEVNOI DOZOR) ist schließlich The Gloom, eine schreckliche Unterwelt, zu der nur die dunklen und die guten Mächte, auch bekannt als The Others, Zutritt haben. „The Gloom ist eine Art Parallelwelt, wo sich The Others treffen und kämpfen können. Wer sich dort befindet, muss einer der Others sein, denn kein Mensch kann diesen Ort betreten. Deshalb konnten wir uns für den Look weit von der Wirklichkeit abwenden“, so Bekmambetov. Etwas Realistisches lässt sich dort aber trotzdem finden. Der Ort ist voller Mücken. „Dort gibt es so viele Mücken, weil das meine größte Phobie ist. Ich habe wahnsinnige Angst vor Mücken“, scherzt der Regisseur.

VISUELLE SPECIAL EFFECTS UND DIGITALISIERUNG IN WÄCHTER DES TAGES
Egal wie ehrgeizig und episch Timur Bekmambetovs Vorstellung von WÄCHTER DES TAGES (DNEVNOI DOZOR) und WÄCHTER DER NACHT (NOCHNOI DOZOR) auch gewesen sein mag, ein großes Problem stand dem Ganzen dennoch im Wege. Wie sollte man in einem Land, in dem Special Effects wie die von George Lucas’ Industrial Light & Magic Zukunftsmusik sind, die 400 Effekte für die riesigen, übernatürlichen Kampfszenen realisieren? Bekmambetov wollte den Film größtenteils in Russland produzieren, wusste aber, dass es in seiner Heimat keine Firma gab, die diese Special Effects hätte realisieren können. Da im russischen Filmgeschäft nur selten Special Effects zum Einsatz kommen, sind diese Firmen nicht in der Lage, mit Hunderten von Einstellungen fertig zu werden.
Um dieses Problems Herr zu werden, wagten die Filmemacher einen sehr radikalen Ansatz. Sie bündelten die Arbeit von sämtlichen russischen Special Effects-Firmen, um so eine einzige Riesenfirma für die einjährige Postproduktions-Phase zu haben. „Uns war es sehr wichtig, all die CGI-Effekte des Films in Russland zu produzieren. Deshalb gründeten wir ein Netzwerk von 42 kleinen Studios, das es uns erlaubte, wirklich hochwertige Effekte zu realisieren“, so Produzent Konstantin Ernst.
Das Firmennetzwerk überspannte das gesamte Land, von Moskau über St. Petersburg bis Kiew, und jedes Mitglied hatte seine eigene Spezialität. Während die eine Firma einen guten Modellbauer, dafür aber keinen Trickfilmzeichner hatte, verfügte die andere über einen guten Zeichner, dafür über keinen Modellbauer. So wurden die Arbeiten durch das ganze Land von Firma zu Firma weitergereicht, um so alle Einstellungen zu komplettieren. Jeden Tag wurde die gesamte Arbeit der Programmierer und Designer auf einen zentralen Server geladen, so dass Bekmambetov darauf zugreifen und die Arbeit an die betreffenden Studios zur Weiterentwicklung weiterleiten konnte.
Schlussendlich waren alle begeistert, zu welchen Effekten die kleinen russischen Firmen mit einem solch geringen Budget fähig waren – Effekte, die von durch Wände springende Pferde bis hin zu Autos, die an den Wänden von Häusern fahren, reichen. „Ich glaube, am meisten zu dem Erfolg haben die Künstler und ihre Fähigkeiten beigetragen, nicht die technische Ausstattung. Wenn man gute Künstler hat, kann man grandiose Dinge verwirklichen“, so Ernst.
Diese Art der Kooperation entwickelte Bekmambetov für WÄCHTER DES TAGES (DNEVNOI DOZOR) noch weiter und griff wieder auf dasselbe Team zurück. „Für den zweiten Film entwickelten wir eine spezielle 24-Stunden-Zusammenarbeit. Ein Studio spezialisierte sich aufs Modelling und arbeitete von Mittag bis sechs Uhr Abends, dann sendeten sie ihre Arbeit zu einem anderen Studio in einer ganz anderen Stadt, die dann von abends bis drei Uhr morgens die Animation verwirklicht hat. Von dort aus ging es weiter nach Kiew zu einem anderen Studio, das die Textur hinzufügte und am nächsten Morgen alles wieder zurück an das erste Studio in Moskau schickte, wo die fertige Szene dann in den Film eingebaut wurde.“
Genau diese neuartige Denk- und Arbeitsweise sei laut den Filmemachern der Grund für den enormen Erfolg von WÄCHTER DES TAGES (DNEVNOI DOZOR) in Russland.
„Ich glaube, wir stehen erst am Anfang einer neuen Ära des Filmemachens in Russland und WÄCHTER DES TAGES (NOCHNOI DOZOR) und der Nachfolger DAY WATCH (DNEVNOI DOZOR) sind die ersten Filme, die diesen neuen Pfad betreten haben“, so Produzent Konstantin Ernst. „Diese Filme sind der Beginn einer neuen russischen Filmkultur, da sie so anders sind als Sowjet-Produktionen, aber dennoch nicht den amerikanischen oder internationalen Film kopieren. Sie sind eine Fortsetzung von Filmarbeiten wie SOLARIS und anderen Werken von Tarkovsky, aber sie geben der russischen Filmkultur einen ganz neuen Anstoß und sind einfach spannend anzusehen.“

WIE WÄCHTER DES TAGES EINE NEUE ÄRA DES RUSSISCHEN KINOS INSPIRIERTE
WÄCHTER DES TAGES (DNEVNOI DOZOR) wurde in Russland nicht nur ein Unterhaltungs-Phänomen, sondern auch ein Anzeichen dafür, dass eine neue, wiederbelebte, post-sowjetische Art des Filmemachens das russische Kino erreicht hat, um das zerbröckelnde Image des russischen Films zu retten. Zu Sowjetzeiten unterstand das russische Kino der strikten Kontrolle der Regierung, die jedes Jahr rund 200 Filme produzierte. Auch wenn die Sowjetunion besonders in der neuzeitlichen Ära legendäre Regisseure hervorbrachte – darunter Andrei Tarkovsky, Vorbild von Timur Bekmambetov und Regisseur von Filmen wie SOLARIS („Solaris“, 1972), ANDREY RUBLYOV („Andrej Rubljow“, 1966 – 1969) und SERKALO („Der Spiegel“, 1974) – unterdrückte das System großteils die Ausdrucksfreiheit.
Nach dem Niedergang des kommunistischen Regimes und dem Zusammenbruch der Sowjetunion 1991 litt das russische Kino weiter. Statt eine Wiedergeburt zu erleben, erlebte das Filmgeschäft für mehr als ein Jahrzehnt einen schweren Rückgang. So wurde die Gesamtanzahl der Kinoleinwände von rund 10.000 auf nur noch 70 gekürzt. „Das Kinogeschäft wurde komplett zerstört, während die Piraterie und das Raubkopieren weiter zunahm, was dem Geschäft noch mehr Schaden zufügte“, so Ernst.
Erst in den letzten vier bis fünf Jahren zeichnet sich besonders durch die Einführung moderner Kinotechnik und einem neuen Verleihsystem, das es den Kinos möglich machte, mit den immer mehr werdenden TV-Sendern zu konkurrieren, ein Wandel zum Aufschwung im russischen Filmgeschäft ab. Im Moment gibt es rund 1000 Kinoleinwände in Russland, die besonders auf ein jüngeres, enthusiastischeres Publikum ausgerichtet sind.
„Heute hat Russland 20 sehr gute und hochmoderne TV-Sender, was den Unterhaltungsmarkt verändert hat. Während der letzten drei bis vier Jahre hat die russische Jugend begriffen, dass es einen Unterschied macht, ob man einen Film im Fernsehen oder im Kino sieht und deshalb wächst das Kinopublikum stark an,“ so Ernst.
„Wir haben gelernt, dass dieses neue russische Publikum nicht dasselbe ist wie das vor zehn Jahren. Stattdessen besteht das Publikum nun aus jungen Leuten zwischen 14 und 25 Jahren, die keinerlei Erfahrung mit der Sowjetunion haben. Diese neue Generation der Kinogänger ist an große, spannende Hollywood-Blockbuster gewöhnt. Wir wussten, dass wir, um dieses Publikum zu erreichen, die Sprache der amerikanischen Produktionen übernehmen mussten. Allerdings erfanden wir diese Sprache nach unserem eigenen Geschmack neu“, so Ernst weiter.
Genau dieses Publikum konnte WÄCHTER DES TAGES (DNEVNOI DOZOR) endlich für sich gewinnen. Allerdings betont Ernst immer wieder, dass WÄCHTER DES TAGES (DNEVNOI DOZOR) nicht dazu gedacht war, einfach nur eine russische Imitation eines Hollywood-Fantasyblockbusters zu sein. Vielmehr sieht er in dem Film eine neue Art des russischen Kinos, das sich klar von Hollywood-Konventionen absetzt und eine ganz eigene neuartige Filmerfahrung wird.
„Natürlich sind Timur und ich große Fans des amerikanischen Kinos, aber uns war sehr wichtig, dass WÄCHTER DES TAGS (DNEVNOI DOZOR) ein echt russischer Film wird. Genau das, denken wir, machte den Film zu so einem großen Erfolg an den russischen Kinokassen. Der Film ist eine Art Mischung aus Tarkovsky und den Wachowski-Brüdern – ein neues Image für den russischen Film, das die Menschen begeistert“, so Ernst.
Laut Konstantin Ernst beweist WÄCHTER DES TAGES (DNEVNOI DOZOR), dass ein einheimischer Film, sofern er mit grenzenloser filmischer Kreativität ausgestattet ist, das Publikum wieder in die Kinos bringt. Des Weiteren hofft er, dass die öffentliche Reaktion auf WÄCHTER DES TAGES (DNEVNOI DOZOR) an der Spitze einer neuen Welle des russischen Kinos steht. Das bestätigt ein Zitat des russischen Filmkritikers Mikhail Bershidsky in der internationalen Presse: „Was diesen Film so besonders macht, ist seine Vorreiterrolle für unsere Filmindustrie – das macht diesen Film so wichtig.“

DIE BESETZUNG
KONSTANTIN KHABENSKY (Anton)
Konstantin Khabensky ist Anton Gorodetsky, ein Mitglied der „Night Watch“, die in Moskau diejenigen bekämpft, die das Gleichgewicht zwischen dem Licht und der Finsternis aus dem Lot bringen wollen.
Khabensky gehört zu Russlands meistbeschäftigten und erfolgreichsten Schauspielern, er kann schon auf mehr als 70 Auftritte in Film und Fernsehen zurückblicken. In seiner Heimat gilt er als eine Art Kultfigur und fungierte unter anderem als Gastgeber der russischen MTV Music Awards 2004. Der Absolvent der St. Petersburger Theaterakademie (1996) stand unter anderem in Hauptrollen von „Woyzeck“, „Warten auf Godot“ und „Caligula“ auf der Bühne. Zudem ist er seit 1990 Mitglied des staatlichen Instituts für Theater, Musik und Kino in Leningrad (LGITMik).
Unter seinen zahlreichen Kinoarbeiten finden sich Werke wie NATASA („Natasha“, 1997), KHRUSTALYOV, MASHINU („Khroustaliov, ma voiture!“, 199
und ZHENSKAYA SOBSTVENNOST („Woman’s Property“, 1999). In den letzten Jahren spielte er unter anderem in MEKHANICHESKAYA SYUITA („The Mechanical Suite“, 2001), V DRIZHENII („In Bewegung“, 2003) und SWOI („Us“, 2004) mit. Weitere Auftritte absolvierte er in Pavel Lungins BEDNYE RODSTWENNIKI („Roots“, 2005) und Filipp Yankowskys STATSKI SOVETNIK („State Councilour“, 2005).Darüber hinaus zählt Konstantin Khabensky mit Rollen in den Serien „Zhenski roman“ und „Uboynaya sila“ zu den beliebten TV-Darstellern seines Landes.
MARIA POROSHINA (Svetlana)
Maria Proshina spielt Svetlana, jene legendäre Jungfrau, die, wo immer sie auftritt, Unglück über ihre Umgebung bringt.
Ihr Handwerk lernte Maria Poroshina an der Theaterschule in Moskau und der Shchukin Theaterschule. Sie kann auf vielfältige Erfahrungen in Theater-, Film- und Fernsehproduktionen zurückgreifen. So spielte Poroshina in den TV-Serien „Brigada“, „Uchastok“ und „Konferentsiya manyakov“. Zu ihren Filmarbeiten zählen POKLONNIK (2001) und ANTIKILLER („Antikiller“, 2002).
Poroshina ist Mitglied des Sergey Vinogradov Theaterensembles. Ihre Mutter war eine Regisseurin des renommierten Bolschoi Theaters.
VLADIMIR MENSHOV (Geser)
Als unerbittlicher Boss von Moskaus Night Watch, Boris Geser, brilliert Vladimir Menshov.
Der Theater- und Filmschauspieler, Drehbuchautor, Regisseur, Produzent und Volkskünstler der russischen Föderation besuchte die Schule der Moskauer Theaterakademie und studierte daraufhin Regie am kinematografischen Institut. Seit 1970 arbeitet Menshov als Schauspieler und Regisseur in den Mosfilm Studios und führt seit 1977 als Präsident und künstlerischer Leiter das Genrestudio des Mosfilm Konzerns. 1981 gewann er für MOSKWA SLJESAM NE WERIT („Moskau glaubt den Tränen nicht“, 1979) den Oscar für den Besten ausländischen Film.
Nachdem er unter anderem das Drehbuch zu JA SLUSHU NA GRANIZJE („Ich diene an der Grenze“, 1973) geschrieben hatte, inszenierte und schrieb er nach seinem Oscar-gekrönten Drama unter anderem die Werke SCHILI MIRNO („What a Mess!, 1995) und ZAWIST BOGOW („The Envy of Gods“, 2000).
In seiner bemerkenswerten Schauspiel-Karriere sah man Menshov außerdem in SKAS PRO TO, KAK ZAR PJOTR ARAPA SHENIL („Wie Zar Peter seinen Mohren verheiratete“, 1976), JESLI WRAG NE SDAJOTSJA... („Wenn der Feind sich nicht ergibt“, 1983), PROSTI („Verzeih!“, 1987) sowie KURJER („Der Bote“, 1987).
In jüngerer Zeit spielte Menshov unter anderem in den TV-Produktionen „32oe dekabrya“, „Moskva. Zentralnyi okrug“ und „Dosye detektiva Dubrovskogo“.
GALINA TYUNINA (Olga)
Galina Tyunina spielt Olga, ein Mitglied der Night Watch, das Anton bei seiner Mission unterstützt.
Tyunina studierte Schauspiel an der Saratov Schule und spielte unter anderem am dortigen Saratov Karl Marx Theater. 1988 schrieb sie sich am Regie-Zweig des staatlichen Theater-Instituts ein und besuchte die dortige Abschlussklasse unter Leitung von Peter Fomenko. Tyunina stand außerdem im Moskauer Peter Formenko Studiotheater auf der Bühne und gewann 2000 den Triumph-Preis für Nachwuchsdarsteller.
Für das Kino arbeitete sie in MANYIA GISELI („Gisele’s Mania“, 1995), DNEVNIK YEHO ZHENI („His Wife’s Diary“, 2000) und PROGULKA („Der Spaziergang“, 2003).
VICTOR VERZHBITSKIY (Zavulon)
Victor Verzhibitskiy arbeitet bereits zum vierten Mal mit Regisseur Timur Bekmambetov zusammen. Er spielt Zavulon, den Anführer der Day Watch.
1983 schloss Victor Verzhbitskiy sein Studium am Taschkent Theaterinstitut ab. Daraufhin gehörte er bis 1995 dem Ensemble des Taschkent Maxim Gorki Staatstheaters an, bevor er 1997 an das neue Moskauer Theater unter der Leitung von B.A. Lvov-Anokhin wechselte. 1998 schließlich schloss er sich dem Et Cetera Theater unter Leitung von Alexander Kalyagin an. Unter seinen Theaterarbeiten finden sich Werke von Anton Tschechow und Alexander Galin.
Seit über zehn Jahren macht sich Victor Verzhbitskiy auch als Kinodarsteller einen Namen. In dieser Zeit sah man ihn unter anderem in PESHAVARSKIJ VAL’S („Peshawar Waltz“, 1994), SIBIRSKY CIRULNIK („Der Barbier von Sibirien“, 1999) und Timour Bekmambetovs Actionfilm THE ARENA („Gladiatrix“, 2001).
Darüber hinaus stand Verzhbitskiy für die Serien „Diversant“, „Krasnaya ploschad“ und „Bednaya nastya“ vor den Fernsehkameras.
ZHANNA FRISKE (Alisa)
Zhanna Friske absolvierte ihren ersten Aufritt im Fernsehen im Alter von 16 Jahren, in einem Werbespot für Staubsauger. Ihr Vater, ein ehemaliger Schauspieler, ermutigte sie, ihre Karriere in der Unterhaltungsindustrie voranzutreiben. 1996 wurde Friske Sängerin der Popgruppe Blestyashchie (Die Großartigen), eine der ersten russischen Girl Groups. 2003 verließ sie die Formation und begann eine Solokarriere. Ihr erstes Album, „Zhanna“, wurde im Oktober 2005 veröffentlicht. Einer ihrer Songs, „La-la-la“, war für mehrere Wochen ein Nummer-Eins-Hit in den russischen Charts. Friske studierte Journalistik an der Humanistischen Universität Moskau. Für WÄCHTER DER NACHT (NOCHNOJ DOZOR), der ihr Kinodebüt markierte, wurde sie bei den russischen MTV Movie Awards als beste Darstellerin ausgezeichnet.
DIMA MARTYNOV (Egor)
Dima Martynov begann seine Karriere bereits als kleiner Junge mit Auftritten in Werbespots. Seien erste Kinorolle absolvierte er in WÄCHTER DER NACHT (NOCHNOJ DOZOR), für den er drei Mal vorsprechen musste, bevor man ihn schließlich besetzte. Er hat sich schon immer für Kunst interessiert. In seiner Freizeit singt er gern und spielt Klavier. Martynov ist auch ein aktives Mitglied seiner Schule und ist bereits mehrfach in der örtlichen Tageszeitung veröffentlich worden. Wenn er nicht gerade vor der Kamera steht, schaut er sich gerne Filme an oder er ist mit seinen Freunden unterwegs.
VALERY ZOLOTUKHIN (Kostyas Vater)
Im Fachbereich Musical/Komödie schloss Valery Zolotukhin 1963 sein Studium am staatlichen Theaterinstitut ab. Bis 1964 spielte er daraufhin am Mossoviet Akademietheater, bevor er ans Taganka Drama und Comedy Theater und das Fireplace Theater wechselte. Zolotukhin trägt seit 1987 den Titel eines Volkskünstlers der russischen Föderation.
Zu seinen zahlreichen Filmarbeiten zählen KHOZYAIN TAJGI („The Master of Taiga“, 196
, PROPAZHAZVIDETELYA („Der verschwundene Zeuge“, 1971), O TEKH, KOGO POMNA I LYUBLYN („Über die, an die ich denke“, 1973) und DEMIDOWY („Der Waffenschmied vom Ural“, 1982). Darüber hinaus spielte er in CHELOVEK S AKKORDEONOM („Man With an Accordion“, 1985), ZIVOT A NEOBYCEJNA DOBRODRUZSTVI VOJAKA IVANA CONKINA („Die denkwürdigen Abenteuer des Iwan Tschonkin“, 1994) und NA VALYAI DURAKA („Don’t Play a Fool“, 1997).Für das Fernsehen arbeitete Zolotukhin unter anderem bei „Bumbarash“, „Uchastok“ und „Teatralyi roman“.
ALEKSEY CHADOV (Kostya)
Aleksey Chadov gehört zu den talentiertesten jungen Stars, die Russland in letzter Zeit hervorgebracht hat. Schon als kleiner Junge nahm er an Schulaufführungen teil und setzte seine Arbeit als Laiendarsteller am städtischen Studiotheater in Peredelkino fort. Nach seinem Schulabschluss besuchte er eine von Russlands renommiertesten Universitäten, die Shchepkin Theaterschule. Schon in seinem zweiten Studienjahr wurde er zu einem Vorsprechtermin für den neuen Film von Alexei Balkabnov eingeladen, der unter anderem für die nationalen Blockbuster BRAT („Brother“, 1997) und BRAT 2 („Brother 2“, 2000) verantwortlich zeichnet. Chadov erhielt die Rolle in VOYNA („War“, 2002) und wurde auf dem Filmfestival in Montreal mit dem Preis für den besten Darsteller ausgezeichnet. Nach seinem Auftritt in WÄCHTER DER NACHT (NOCHNOJ DOZOR) trat Chadov unter anderem in folgenden Filmen auf: GRAF MONTENEGRO („The Count of Montenegro“, 2006), ZHIVOY („Alive“, 2006) und 9 ROTA („The 9th Company“, 2005), der diverse russische Filmpreise gewinnen konnte. Sein aktuelles Projekt heißt SLUGA GOSUDAREV („The Sovereign´s Servant“, 2007).

DER STAB
TIMUR BEKMAMBETOV (Regie/Drehbuch)
WÄCHTER DES TAGES (DNEVNOI DOZOR) markiert mittlerweile den vierten Film des Regisseurs und Co-Autors Timur Bekmambetov, der in seiner Heimat als absolute Koryphäe bei der Inszenierung von Musikvideos und Werbespots gilt.
Timur Bekmambetov studierte von 1979 bis 1980 am Moskauer Luftfahrtinstitut. Nachdem er sein Studium am A.N. Ostrovsky Theaterinstitut in Taschkent beendet hatte, arbeitete er am Ilkhom Theater. Nach seinem Umzug nach Moskau begann Bekmambetov damit, Werbefilme zu inszenieren, mit denen er mehrere internationale Auszeichnungen gewann, darunter auch den Großen Preis auf dem Internationalen Festival von Moskau (1994), auf dem New Europe Festival in Slowenien (1994) und den Best Image Advertising Award auf dem Houston Film Festival (1995). Seinen ersten Spot drehte er 1989, dem mehr als 500 für international bekannte Marken von Pepsi über Golden Barrel bis hin zu Daewoo folgten.
Bekmambetov ist Gründer und Generaldirektor der Imperial Film Closed Stock Company und dem TABBAK Filmstudio. Roger Corman produzierte seinen Actionfilm THE ARENA, auch bekannt als GLADIATRIX (2000). Bekmambetov sagt, von Corman habe er gelernt, „schauspielerisch, stilistisch und dramaturgisch das Beste erreichen zu einem Bruchteil des Budgets großer Filme“.
Des Weiteren drehte Bekmambetov den Film PESHAVARSKIJ VAL’S („Peshawar Waltz“, 1994), für den er auf dem Internationalen Filmfest von Karlsbad mit dem Regiepreis geehrt wurde. Zudem wurden seine Darsteller ausgezeichnet. Neben „GAZ – The Russian Cars“ (2002), einer weiteren Arbeit fürs Kino, produzierte und inszenierte er die achtteilige Miniserie „Our 90s“. Sein aktuelles Projekt heißt WANTED, das Angelina Jolie sowie James McAvoy in den Hauptrollen präsentiert.
SERGEI LUKYANENKO (Vorlage/Drehbuch)
Der gebürtige Kasache Sergei Lukyanenko ist Absolvent des staatlichen Medizininstituts in Alma-Ata und ausgebildeter Psychiater. Nach seinem Umzug nach Moskau wandte sich Lukyanenko der Literatur zu und veröffentlichte Anfang der 80er Jahre seine Bücher. Arbeiten wie Labirint otrazhenij (Labyrinth of Reflections), Zvjodsdy – kholodnye igrushki (Stars Are Cold Playthings), Zvjozdnaja Tenj (Star Shadow) und Nochnoj dozor (Night Watch) sowie die beiden anderen Teile der Trilogie, Day Watch und Dusk Watch, entwickelten sich zu Bestsellern. Als jüngster Preisträger der Geschichte erhielt Lukyanenko 1999 den „Aelita“, die älteste nationale Auszeichnung für Fantasy-Autoren. 2001 erhielt der Autor den neu ins Leben gerufenen Russian Fantasy Prize, bevor man ihm 2003 für Spectrum den goldenen Roscon Preis verlieh.
ALEXANDER TALAL (Drehbuch)
Talal wurde 1974 in Taschkent, Usbekistan, geboren. Er studierte Film an der University of California in Berkeley, wo er 2001 seinen Abschluss machte. Seine Fächer waren Filmgeschichte und Theorie, Drehbuch und Schauspiel. Talal ist Autor der englischen Übersetzung sowie der zusätzlichen Dialoge für den Film ESACAPE FROM AFGHANISTAN, der US-amerikanischen Videoverleihfassung von Timur Bekmambetovs PESHAWAR WALTZ. Des Weiteren verfasste er das Drehbuch WAITING FOR THE SEVENTH DAY, welches es 2001 in die Top Ten des amerikanischen „Screenplay as Literature“-Wettbewerbs schaffte. Talal arbeitet seit 2003 für Bazelevs Production. Er ist Co-Autor des Drehbuchs von WÄCHTER DES TAGES (DNEVNOI DOZOR). Im Moment leitet er die Literatur-Abteilung bei Bazelevs Production.
KONSTANTIN ERNST (Produktion)
Konstantin Ernst ist seit dem Jahre 2000 Generaldirektor von Channel One Russia und zählt zu Russlands erfolgreichsten Kino- und TV-Produzenten.
Ernst studierte an der staatlichen Universität von Leningrad Biologie. Im Jahre 1988 begann er beim Fernsehen sowohl vor der Kamera als auch dahinter als Produzent und Regisseur zu arbeiten. 1995 wurde er zum General Producer von ORT ernannt. In dieser Funktion gewann er eine Reihe von Russischen Fernsehfilmpreisen als bester Produzent von Formaten wie „Old Songs about the Eternal“ oder „Impact Force“.
Neben der Produktion von WÄCHTER DER NACHT (NOCHNOI DOZOR) und seiner Fortsetzung produzierte Ernst folgende Kinofilme: CHECKPOINT, WAITING HALL, REMEMBERING SHERLOCK HOLMES, EMPIRE UNDER STRIKE, THE OTHER SIDE OF THE WOLVES, RUSSIANS IN THE CITY OF ANGELS, DIVERSIONIST und THE NARROW BRIDGE.
ANATOLY MAXIMOV (Produktion)
Anatoly Maximov ist bei Channel One Russia für die Kino-Programmierung und die Produktion verantwortlich. Er arbeitet bereits seit zwölf Jahren mit Konstantin Ernst zusammen. Neben der Produktion von WÄCHTER DER NACHT (NOCHNOI DOZOR) und seiner Fortsetzung haben die beiden einige der erfolgreichsten russischen Fernseh- und Kinofilme der post-sowjetischen Ära realisiert. Auf ihr Konto gehen unter anderem WAITING HALL, REMEMBERING SHERLOCK HOLMES, EMPIRE UNDER STRIKE, THE OTHER SIDE OF THE WOLVES, RUSSIANS IN THE CITY OF ANGELS, DIVERSIONIST und THE NARROW BRIDGE.
Maximov schloss im Jahre 1983 sein Philologie-Studium an der staatlichen Universität von Moskau ab. Im Anschluss daran arbeitete er als wissenschaftlicher Mitarbeiter im Filmmuseum und am gesamtrussischen Institut für Kunstgeschichte, bevor er begann, am gesamtrussischen kinematografischen Institut (VGIK) und an der Höheren Schule für Drehbuchautoren und Regisseure in Moskau Kinogeschichte zu lehren und Vorlesungen an der New York University zu halten. Darüber hinaus hat er schon für verschiedene Branchen-Publikationen Artikel über Kinogeschichte veröffentlicht.
SERGEI TROFIMOV (Kamera)
Sergei Trofimow graduierte 1983 am Moskauer Managementinstitut, bevor er am gesamtrussischen Kamera-Institut Film studierte. Seit seinem Abschluss 1990 stand er bei mehr als 300 Werbefilmen hinter der Kamera. Sein Spielfilm-Debüt gab er mit Timour Bekmambetovs PESHAVARSKIJ VAL’S („Peshawar Waltz“, 1994). Mit letzterem Regisseur arbeitet Trofimov bereits über einen sehr langen Zeitraum zusammen.
VALERY VICTOROV (Ausstattung)
WÄCHTER DES TAGES (DNEVNOI DOZOR) ist mittlerweile der dritte Kinofilm, bei dem Valery Victorov für die Ausstattung sorgt. Auch mit Regisseur Timur Bekmambetov hat sie bereits zusammengearbeitet, und zwar bei dessen THE ARENA, auch bekannt als GLADIATRIX (2000).
DMITRI KISELEV (Schnitt)
WÄCHTER DES TAGES (DNEVNOI DOZOR) ist schon der dritte Film, den der Cutter Dmitri Kiselev gemeinsam mit Regisseur Tímur Bekmambetov realisiert. Zuvor war er bei THE ARENA, auch bekannt als GLADIATRIX (2000) sowohl für den Schnitt als auch für den Tonschnitt verantwortlich. Darüber hinaus hat Kiselev Dmitri Fiks russisch-deutsch-englische Koproduktion THE SECOND FRONT geschnitten.
YURI POTEYENKO (Musik)
1986 schloss Yuri Poteyenko sein Studium am Moskauer Konservatorium ab. Daraufhin arbeitete er von 1987 bis 1991 für das Melody All-Union Plattenlabel als Leiter der Popmusikabteilung. 1998 schloss er sich der sowjetischen Komponistenvereinigung an. Seither schrieb er für zwölf Filme die Musik, darunter für Filme von Kiril Serebrennikov und V. Konovalov sowie POLTERGEIST-90 („Poltergeist-90“, 1991) und CHYORNYY KVADRAT („Black Square“, 1992). Seit 1997 ist Poteyenko Professor am Moskauer Konservatorium.