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DIE SIMPSONS - DER FILM
KURZINHALT / PRESSENOTIZ
Nach 18 Staffeln, 400 Episoden sowie unzähligen Auszeichnungen - darunter ein Peabody Award, 23 Emmys und die Feststellung des Time Magazine, dass „Die Simpsons“ die beste TV-Show des 20. Jahrhunderts ist - hat es die langlebige Cartoon-Serie nun endlich ins Kino geschafft. Und das ist gut so, denn es braucht schon eine Riesenleinwand, um das ganze Ausmaß von Homer Simpsons Blödheit entsprechend abzubilden.
In dem heißerwarteten Film, der der Serie zu Grunde liegt, muss Homer die Welt vor einer Katastrophe retten, die er selbst verursacht hat. Eine unselige Verknüpfung vieler Dinge setzt alles in Gang: Homer, dessen neues Haustier, ein Schwein, sowie ein mit Fäkalien gefülltes Silo, das ein Leck ausweist... und Springfield steht Kopf.
Marge ist zutiefst über Homers Tölpelhaftigkeit erbost, derweil ein rachelüsterner Mob sich auf den Weg zum Hause der Simpsons macht. Da hilft nur die Flucht. Die sogleich in einer Katastrophe endet, liegen sich die Familienmitglieder doch postwendend in den (schütteren) Haaren und gehen getrennte Wege...
Die Bürger Springfields sind denn auch ganz zu Recht erbost, hat Homers Dummheit doch die Aufmerksamkeit von US-Präsident Arnold Schwarzenegger (im Original gesprochen von Harry Shearer) sowie des obersten Umweltschützers Russ Cargill (im Original gesprochen von Albert Brooks) erregt. „Wissen Sie, Sir,“ erklärt Cargill dem Präsidenten, „als Sie mich zum Chef der EPA (Environment Protection Agency = Umweltschutzbehörde) machten, wurden Sie dafür gelobt, dass Sie einem der erfolgreichsten Amerikaner die Leitung einer der erfolglosesten US-Behörde übertrugen. Warum habe ich den Job angenommen? Weil ich ein reicher Mann bin, der etwas zurückgeben will. Nicht Geld, aber etwas.“ Dieses „Etwas“ sieht es vor, die Katastrophe von Springfield zu verhindern. Dabei wird der Teufel mit dem Belzebub ausgetrieben.
Und während das Schicksal von Springfield an einem seidenen Faden hängt, begibt sich Homer auf seine Odyssee - ein schwerer Gang, muss er doch auf Marges Vergebung hoffen, die versprengte Familie wieder zusammenführen und seine Heimatstadt retten...
Die Hauptrollen in DIE SIMPSONS - DER FILM sprechen im US-Original, wie im Fernsehen auch, Dan Castellaneta, Julie Kavner, Yeardley Smith, Nancy Cartwright, Hank Azaria, Harry Shearer, Pamela Hayden, Tress MacNeille und Albert Brooks.
Die Produzenten von DIE SIMPSONS - DER FILM sind der Ausführende Produzent der Serie, James L. Brooks, deren Schöpfer Matt Groening, der derzeit Verantwortliche der Show, Al Jean, sowie Mike Scully und Richard Sakai.
Sakai ist der Serie seit ihren Anfangstagen verbunden und hat zwischendurch Spielfilme wie JERRY MAGUIRE („Jerry Maguire - Spiel des Lebens“. 1996) oder AS GOOD AS IT GETS („Besser geht’s nicht“, 1997) produziert bzw. als Ausführender Produzent betreut. Das Drehbuch wurde von James L. Brooks, Matt Groening, Al
Jean, Ian Maxtone-Graham, George Meyer, David Mirkin, Mike Reiss, Mike Scully, Matt Selman, John Swartzwelder und Jon Vitti, allesamt Veteranen der Show, verfasst. David Silverman, bei der Serie Chef der Animationsabteilung, hat auf dem Regiestuhl Platz genommen. Auch er gehört seit Anbeginn zum „Simpsons“-Team und hat obendrein MONSTERS, INC („Die Monster AG“, 2001) co-inszeniert.

PRODUKTIONSNOTIZEN
„Die Simpson“ erwachten vor 20 Jahren zum Leben, als Matt Groening gebeten wurde, ein animiertes Segment zur „The Tracy Ullman Show“ beizusteuern, die vom Fox Network ausgestrahlt wurde. Da er die Rechte zu seinen populären „Life is Hell“-Cartoons nicht aus der Hand geben wollte, kreierte er - quasi aus dem Stegreif - die Simpson-Familie. Die Halbstundenserie „Die Simpsons“ ist seit ihren Anfängen im Jahr 1988 ein Quoten- und Kritikerhit. Längst ein Phänomen der Popkultur haben die Simpsons TV-Geschichte geschrieben - und wollen nun auch noch in die Filmgeschichte eingehen.
Für Groening bot sich mit DIE SIMPSONS - DER FILM die Gelegenheit, etwas zu schaffen, was die Show trotz ihrer unzähligen Auszeichnungen und ihrem ungeheueren kulturellen Einfluss nicht leisten konnte: „Wir wollten unseren treuen Fans eine lange, komplexe Simpsons-Geschichte bieten. Und wir Filmemacher erfüllten uns den Wunsch, endlich mal das Lachen des Publikums in einem vollbesetzten Kinosaal zu hören.“
Schon im Verlauf der ersten Saison trat das Studio an Groening und den co-Ausführenden Produzenten James L. Brooks heran und erkundigte sich, ob nicht auch eine Leinwandfassung des Stoffes möglich sei. Warum also, so fragen sich zig Millionen Simpson-Fans ganz zu Recht, hat es dann so lange gedauert, bis ein Spielfilm realisiert wurde?
Al Jean, zurzeit für die Show verantwortlich und zugleich Produzent bzw. Autor des Films, erläutert: „Wir haben 18 Jahre gewartet, diesen Film zu drehen. Wir wollten ihn nicht nur um seiner selbst Willen realisieren, sondern auch etwas zu sagen haben. Wir haben nach einer Geschichte gesucht, die die große Leinwand braucht. DIE SIMPSONS - DER FILM besteht nicht einfach aus drei aneinandergehängten „Simpsons“-Episoden, sondern ist ein Spielfilm mit Herz. Es geht um Umstände, die eine Familie, eine Stadt auseinander brechen lassen, und darum, wie man eine solch schwierige Situation wieder beheben kann.“
„Und natürlich unterscheidet sich unser Film in Sachen Aufwand gehörig von den Fernsehepisoden,“ fügt Oscar-Gewinner James L. Brooks hinzu, auf dessen Konto Filme wie AS GOOD AS IT GETS, TERMS OF ENDEARMENT („Zeit der Zärtlichkeit“, 1983) und BROADCAST NEWS („Nachrichtenfieber - Broadcast News“, 1987) gehen und der obendrein als Autor und Produzent der „The Mary Tyler Moore Show“ bzw. „Taxi“ mit Emmys ausgezeichnet wurde. Der Autor und Produzent von DIE SIMPSONS - DER FILM weiter: „Wir haben in unserem Film über 100 Sprechrollen und kreierten Szenen, die wir fürs Fernsehen erst gar nicht angefangen hätten zu zeichnen. Vor allem wollten wir unseren Film aber zu einem richtigen Kinoerlebnis machen, das ganz dem Geist der Serie verpflichtet blieb.“
Die Fernsehshow verfügte ursprünglich einfach nicht über ein ausreichend großes Team, um gleichzeitig an der Serie und einem Spielfilm zu arbeiten. „Wir hatten nie so viele Autoren und Zeichner unter Vertrag, dass manche von ihnen däumchendrehend herumsitzen konnten,“ sagt Matt Groening. „Im Gegensatz zu anderen Serien machen „Die Simpsons“ nie Pause. Alle arbeiteten mit Herzblut an der Show und es kam ihnen nie in den Sinn, sie wegen eines Spielfilms zu vernachlässigen.“
Im Lauf der Jahre verstärkten Brooks und die anderen Verantwortlichen das Personal, vor allem im Bereich der Autoren. „Schließlich waren wir an dem Punkt angelangt, an dem wir parallel zwei Autorenteams beschäftigten,“ erläutert der renommierte Comedy-Regisseur David Mirkin, der u.a. HEARTBREAKERS („Heartbreakers - Achtung: scharfe Kurven!“, 2001) und ROMY AND MICHELE’S HIGH SCHOOL REUNION („Romy & Michele“, 1997) in Szene setzte. Der Produzent und Autor der Show bzw. des Films weiter: „So konnte das erste Team sich in aller Ruhe von der Show zurückziehen und am Spielfilm schreiben, während das zweite Team die Fernseharbeit übernahm. Der Qualitätsstandard blieb so auf gleich hohem Niveau.“
2001 kam man der Entstehung eines „Simpsons“-Films einen großen Schritt näher, als die gesamte Besetzung der Show einen neuen Vertrag unterzeichnete, der vorsah, dass sie auch in einer Kinoversion ihrem jeweiligen Charakter ihre Stimme leihen könnte. Jetzt blieb nur noch das Problem, eine geeignete Idee für einen Kinofilm zu finden und diese dann in ein verfilmbares Drehbuch umzuarbeiten.
Im November 2003 begann man schließlich mit der Arbeit an einem Drehbuch zu einem „Simpsons“-Film. James L. Brooks: „Vier von uns beschlossen, jetzt ernsthaft das „Simpsons“-Spielfilmprojekt anzugehen. Wir fühlten, dass die Zeit einfach reif war.“
„Uns allen drängten sich dieselben kritischen Fragen auf“, erinnert sich Mike Scully. „Würden wir eine tragfähige Story für einen Kinofilm finden? Würde die Spielfilmproduktion die Qualität der Serie beeinflussen?“
Die Produzenten legten sich für die Arbeit, die nun folgen sollte, die Messlatte extrem hoch. „Wir fingen mit dem Drehbuchschreiben an und hörten nicht auf,“ fügt Brooks hinzu. „Wir gaben uns besonders mit dem richtigen Timing Mühe und wollten, dass alle Pointen unserer Witze auch saßen. Dabei galt es, unser Tagespensum einzuhalten und nicht zu verkrampfen. Humor kann man schließlich nicht erzwingen. Aber zu keiner Zeit dachten wir ans Aufgeben.“
Langsam entwickelten sich die Ideen für die Filmgeschichte. Dabei achteten die Produzenten darauf, dass sie nicht einfach das „Simpsons“-TV-Format kopierten, sondern eine ganz eigene Story für die große Leinwand fanden, dabei aber dem (Innen-)Leben der Figuren treu blieben. Al Jean: „Der Unterschied liegt darin, dass wir hier von der großen Leinwand und 90 Minuten Spielzeit sprechen. Wir erzählen nicht eine Geschichte, sondern mehrere. Jedes Mitglied der Simpson-Familie besitzt hier eine eigene Geschichte mit komplettem Spannungsbogen - sogar das Baby. Wir wollen unser Publikum bis zum Ende emotional bei der Stange halten, was eine wirklich große Herausforderung darstellt. DIE SIMPSONS - DER FILM musste aufwändige Szenen, große Themen und tolle Schauplätze haben.“
Diese kreativ hochgesteckten Ziele erforderten das bestmögliche Autorenteam. Also suchten sich die Produzenten jene Autoren, die schon am Anfang der Serie mit dabei waren und auch solche, die die Show verantworteten. Sie alle waren mit der Serie und ihren Figuren bestens vertraut. Zum „All-Star“-Autorenteam um Brooks, Groening, Jean und Scully gehörten bei DIE SIMPSONS - DER FILM David Mirkin, Mike Reiss, George Meyer, John Swartzwelder und Jon Vitti. Ian Maxtone-Graham und Matt Selman, zurzeit Ausführende Produzenten der Serie, stießen erst später zum Schreibteam.
Während sich die Autoren stets mühten, das bestmögliche „Simpsons“-Skript zu Papier zu bringen, nahm das „All Star“-Ensemble sich bei seiner Arbeit nicht besonders ernst. „Unsere Meetings waren wahrlich nicht immer spektakulär,“ lacht Al Jean. „Wie andere „All-Star“-Mannschaften hatten auch wir unsere guten und unsere schlechten Tage.“ Trotzdem gefiel es allen Beteiligten, an dem langgehegten Filmprojekt teilhaben zu können, den Figuren, die sie kreiert hatten, nun auf der Leinwand Leben einzuhauchen.
Für die Autoren, die das Buch zu DIE SIMPSONS - DER FILM schrieben, besaß die Arbeit eine sowohl emotionale als auch kreative Komponente. Mike Reiss dazu: „Es war toll, an einem Film zu arbeiten und eine Ehre, gerade für dieses Skript ausgewählt zu werden. Auch Jon Vitti sagt: „Und noch spannender als an einem Film mitzuarbeiten, war die Tatsache, in diesem Schreibteam mitwirken zu dürfen. Es war ein Privileg, jeden Tag all diese Leute zu sehen - und ein Albtraum, mit ihnen mithalten zu müssen.“ Ergänzend dazu David Mirkin: „Es war super, wieder zusammenzuarbeiten, diese prickelnde, spezielle Energie zu spüren, die da entstand. Eine Energie, die streckenweise aber auch recht krank war, wenn ich das sagen darf.“
Die Autoren waren so in ihre Charaktere vertieft, fühlten sich so verpflichtet, einen guten Kinofilm zu machen, dass sie, zumindest zu Beginn, Schwierigkeiten mit der ersten Drehbuchfassung hatten. Brooks sagt dazu: „Wir waren so eng mit unseren „Simpsons“ verbunden, dass wir uns beim Schreiben zunächst geradezu verkrampften. Es dauerte fast ein Jahr, bis wir uns so weit entspannt hatten, dass wir ohne Druck und mit dem nötigen Spaß an unseren Film herangehen konnten.“
Letztendlich legten die Autoren den Abriss eines Spielfilmbuchs vor, den Brooks absegnete. Dann wurde dieser Entwurf grob in sieben Teile aufgegliedert, die Jean, Scully, Mirkin, Reiss, Meyer, Swartzwelder und Vitti dann auf jeweils 25 Seiten ausarbeiteten. Einen Monat später trafen sich die Männer wieder und setzten die sieben Kapitel zusammen. Das Ergebnis war eine sehr rohe erste Drehbuchversion.
Es folgten über zwei Jahre von Neu- und Überarbeitungen mit dem Ergebnis, dass man weit über 100 Drehbuchfassungen geschrieben hatte. Es war ein schmerzhafter, schwieriger und sich quälend lange dahinziehender Prozess. David Mirkin: „Obwohl der Film nur so lange wie drei TV-Folgen ist„ war er 100 Mal schwieriger zu schreiben. „Wir zerkauten jede Menge Bleistifte und bestellten pausenlos Pizzas, um bei der Nachtarbeit wach zu bleiben,“ fügt Groening hinzu. „Es ging immer ums Schreiben und Neuschreiben, mit Schwerpunkt Neuschreiben. Wir haben dauernd am Skript herumgebastelt, haben immer versucht, einen noch besseren Witz, eine noch bessere Szene zu erfinden.“
„Wir hatten uns in den Kopf gesetzt, so lange mit dem Neuschreiben weiterzumachen, bis die Animatoren starben,“ lacht Matt Selman. „Hätten wir keinen Starttermin einzuhalten gehabt, würden wir heute noch schreiben.“
Jedermann war froh, James L. Brooks mit an Bord zu haben. Er hatte die Show während ihrer frühen Jahre betreut und später die Autoren inspiriert und beraten. Dazu James L. Brooks: „Drei Jahre lang war die Show mein Ganztagsjob, dann wurde sie mein Teilzeitjob.“ Als es darum ging, den Kinofilm auf die Beine zu stellen, kam Brooks wieder mit den Charakteren in Verbindung, die er ursprünglich mit zum Leben erweckt hatte. „Jims Partizipation am Projekt ist das große Erfolgsgeheimnis,“ sagt Mike Reiss. „Er hat das Skript so oft nachbessern lassen, dass man es fast nicht mehr zählen kann. Das ist Jims Geheimnis - er feilt so lange, bis er das perfekte Drehbuch in Händen hält.“
„Wir mussten unseren Horizont erweitern,“ fügt Mike Scully hinzu. „Wir mussten uns in den Köpfen von der 22-Minuten-Struktur der Serie lösen, das Sitcom-Erzählsystem außen vor lassen. Und genau hier kommt Jim als Regisseur vieler toller Kinofilme ins Spiel. DIE SIMPSONS - DER FILM setzte voraus, dass wir uns vom Rhythmus der TV-„Simpsons“ trennten und Jim hat uns auf diesem Gebiet immens geholfen.“
„Jim hat härter gearbeitet als alle anderen,“ behauptet John Swartzwelder, der mehr „Simpsons“-Skripts geschrieben hat als jeder andere Autor. „Es war unglaublich, ihm dabei zuzusehen wie er diese ungewöhnlichen Dinge erfand, die wir dann in den Film einarbeiteten und ausprobierten.“ „Es war einfach eine tolle Erfahrung, mit Jim Brooks zusammenzuarbeiten,“ subsumiert Al Jean. „Menschen wie ihn gibt’s nur einmal in einer Million. Ich wünschte, es gäbe mehr.“
Zahlreiche Autoren behaupten, dass Brooks besonderen Wert auf die emotionalen Aspekte der Story gelegt hat. Dem widerspricht Brooks jedoch, der sagt, dass sich Komödie, Action und Emotionen in etwa die Waage halten. Er erklärt: „Das „Simpsons“-Franchise lebt vom Gelächter der Zuschauer. Sie müssen so viel lachen wie möglich. Den Rest erledigen dann die Schauwerte und Sets. Genau das machte die Sache mit den Emotionen schwierig. Wir legen unsere Geschichten immer vom Humoraspekt her an. Dann fügen wir erst die Emotionen hinzu. Sie halten sozusagen die Witze zusammen - und so fangen die Zuschauer an, mit den einzelnen Charakteren zu fühlen, sich für oder gegen sie zu entscheiden.“
Vor allem suchte Brooks nach dem richtigen Klang, dem richtigen Ton des Films. „Der richtige Ton ist entscheidend,“ sagt Brooks. „Man wirft alles in einen Topf. Die Geschichte, die Emotionen, die Witze - mixt die Zutaten zusammen und muss damit schließlich den richtigen Ton treffen, den Ton, der den Film trägt. Das ist überhaupt das Schwierigste beim Filmemachen.“
Den richtigen Ton zu treffen dauerte weit mehr als zwei Jahre. Es ging schließlich nicht nur ums Schreiben und Animieren. Auch Hans Zimmer, der den Soundtrack zu DIE SIMPSONS - DER FILM komponierte, steuerte viel zum exakten Ton des Werkes bei. Brooks ergänzt: „Hans hat sich sehr in das Projekt hineingekniet, auch er hat nach dem richtigen Ton gesucht. Er hat frischen Wind in die Produktion miteingebracht. Sehr hilfreich, da wir ja schon Jahre an dem Film arbeiteten.“
In einem Zimmer voller Autoren, die am bestmöglichen Skript arbeiteten und feilten, mühte sich niemand mehr als Al Jean, der die Herkulesaufgabe zu bewältigen hatte, die Show am Laufen zu halten und als Autor bzw. Produzent des Kinofilms zu fungieren. „Ich glaube, niemand sonst hätte diese beiden Funktionen bewältigt,“ schwärmt Autor Ian Maxtone-Graham. „Es ist einfach Beweis für Als unglaubliche geistige Fähigkeiten. Er konnte gleichzeitig Storyboards zu neuen Show-Episoden begutachten und uns mit neuen Ideen für den Film füttern.“
Der unermüdliche Jean - der Einzige, der bei Serie und Spielfilm den Überblick bewahrte - achtete peinlich darauf, dass es zwischen beiden Projekten in punkto Story zu keinerlei Überschneidungen kam. Das ging sogar so weit, dass das Drehbuch zum Film geheim gehalten wurde: „Wenn aber Autoren der Serie dennoch mit Ideen an mich herantraten, die denen von DIE SIMPSONS - DER FILM ähnelten, musste ich immer abwinken. Ich sagte: ’Nein, das können wir nicht machen. Ich kann aber nicht sagen. warum... .’“
Eine Geheimniskrämerei wie sie Al Jean bei diesem Film betrieb ist selbst für Hollywoodverhältnisse selten - bei aller Angst vor der grassierenden Internet-Piraterie. Die Filmemacher schlossen das Drehbuch im Wortsinn weg und selbst nachdem der Film abgedreht war und der Startermin sich näherte, wollte man keine Details zum Buch preisgeben. Ganz einfach, um dem Publikum den Spaß am Film nicht zu verderben, die vielen Überraschungen des Plots nicht zu verraten. Dennoch enthüllte ein früher Trailer ein Geheimnis: Die Simpsons hatten Zuwachs bekommen - in Form von Homers neuem Haustier, einem Ferkel. Und dessen Beitrag zur Gemeinde stellt tonnenweise „Dünger“ dar.
Die Sache mit Schweine-Exkrementen kombiniert mit Homers Ahnungslosigkeit führt in Springfield zur Katastrophe. David Mirkin dazu: „Uns gefiel die Idee, dass Homer hier das Schlimmste anstellt, was er je getan hat. Und das führt ihn mitten hinein in ein moralisches Dilemma: Soll er die Stadt sterben lassen oder sie zu retten versuchen?“
Springfield selbst spielt im Spielfilm eine Schlüsselrolle - ein weiterer großer Unterschied zur Serie. Die Filmemacher zeigen die ganze Stadt, nützen dabei die Möglichkeiten des Kinos und der großen Leinwand. Darüber hinaus stellen sie quasi jeden Bürger Springfields vor; die meisten von ihnen tauchen in der großen Mob-Szene auf, die eine Schlüsselposition des Werks einnimmt.
Eine wichtige Rolle bei den endlosen Treffen der Autoren übernahm jemand, der selbst gar nicht der schreibenden Zunft angehört: Regisseur David Silverman. Er brach mit der Tradition, dass ein Regisseur von Animationsfilmen mit den Autoren nichts zu tun hat. Er arbeitete vielmehr eng mit ihnen zusammen, besprach den Look und den Schnitt. Man diskutierte wie die Witze am besten zu visualisieren seien und wie man das „Simpsons“-Universum idealerweise auf der Leinwand zeigen könnte. Ewig wurde am Drehbuch herumgefeilt, immer wieder mussten die Schauspieler ihre Texte neu sprechen. „Es war eine grausame und ungewöhnliche Strafe für David Silverman,“ witzelt Matt Groening.
Silverman, seit 20 Jahren bei den „Simpsons“ mit von der Partie, arbeitete schon bei den „Simpsons“-Kurzfilmen für die „The Tracey Ullman Show“ mit, ehe er zum Regisseur aufstieg und später als Regisseur und Produzent die Serie überwachte. Der Veteran liebt die Charaktere aus tiefstem Herzen: „Ich liebe es, sie zu zeichnen, etwas Neues zu kreieren. Etwas, was lustig ist, und so noch nie gemacht wurde.“
„David ist seit langem die Seele der ’Simpsons’“, sagt Brooks. „Als er an den ’Simpsons’-Kurzfilmen für die ’The Tracey Ullman Show’ arbeitete, sprach er mit so viel Herzblut über die Figuren und was er alles geben würde, um daraus eine eigenständige Serie zu machen, dass ich mich postwendend daran machte, die Show auf die Beine zu stellen.“
Silverman war auch maßgeblich für den Look der Serie verantwortlich. Groening präzisiert: „David legte eigentlich die Charakterzüge der Figuren fest, bestimmte wie sie auszusehen und sich zu bewegen hatten. Für mich ist Zeichnen ein intuitiver Prozess - ich zeichne, was ich spüre und dabei kommt dann das Richtige heraus. Aber David weiß, dass Barts Kopf elf Zacken zieren und Marges Gesicht neun Augäpfel hoch ist - all diese Dinge.“
Die Schwierigkeit bei DIE SIMPSONS - DER FILM bestand für Silverman darin, dass er einen Stil finden musste, der sowohl der Serie entsprach als auch auf der Leinwand funktionierte. Er nutzte dazu die ganze Leinwand, das gesamte 2,35:1-Breitwandformat. Er füllte das Bild mit Personen, ließ in jedem Winkel etwas passieren. Jedes Bild sollte Überraschungen bieten, Emotionen ansprechen, durch kräftige Konturen und Farben sowie Hintergrundaction bestechen. „Ich wollte den graphischen Look der Serie beibehalten und gleichzeitig sämtliche Spielfilmmöglichkeiten ausschöpfen,“ erklärt Silverman.
Um sich inspirieren zu lassen, schaute sich Silverman Filme wie BAD DAY AT BLACK ROCK („Stadt in Angst“, 1954) und IT’S A MAD, MAD, MAD, MAD WORLD („Eine total, total verrückte Welt“, 1962) erneut an. Ersteren, weil er einer der ersten Filme war, der das Breitwandformat für ein persönliches Drama nutzte, letzteren, weil er eine turbulente Komödie ist, in der eine Menge Schauspieler mitwirken.
Das Breitwandformat bot dem Regisseur zahllose Möglichkeiten, barg jedoch gleichzeitig auch eine Fülle von Schwierigkeiten. So musste er etwa die Charaktere räumlicher, voluminöser darstellen als im Fernsehen, wo sie eher klein und zweidimensional wirken. Hätte man sie einfach übernommen, würden die Simpsons auf vielen Leinwänden aussehen wie 20 Meter große Riesen. Darüber hinaus wollte Silverman die emotionalen Szenen stellenweise auch anders gestalten. Statt wie im Fernsehen einfach auf eine Nahaufnahme zu schneiden, versuchte er im Spielfilm, auch Gefühle in der Totale darzustellen.
Um die Emotionen zu betonen, setzte Silverman fürs Kino auch Farben, Schattierungen und Schlagschatten ein, die im Fernsehen undenkbar gewesen wären. Zudem hatte die Kamera hier mehr horizontale Bewegungsmöglichkeiten, was man besonders in der Skateboardsequenz, der klassischen Verfolgungsjagd und der Mob-Szene sieht. Für die letztgenannte Szene, in der die Leute aufs Haus der Simpsons zumarschieren, bewegte er sich mit der Kamera sogar in die Menge hinein. „Normalerweise hat man zuerst eine Totale der Menge und schneidet dann auf einzelne Großaufnahmen,“ erklärt Silverman. „Ich wollte aber mehr Energie, mehr Bewegung, also tauchte ich mit der Kamera förmlich in die Menschenmasse ein.“ Ein inzwischen klassisches Poster, das das gesamte „Simpsons“-Ensemble zeigt, bildete die Grundlage für diese Szene. Silverman: „Ich stellte mir einfach vor, mit der Kamera in dieses Poster hineinzurennen.“
In Sachen Animation der Figuren behielt Silverman den Stil bei, den Groening 20 Jahre zuvor etabliert hatte - sprich, die „Simpsons“ schielen nicht und sehen auch im Gegensatz zu anderen Zeichentrickserien oder -filmen nicht wirklich schräg aus. Egal ob Kino oder Fernsehen, man soll sich mit ihnen identifizieren können. Silverman dazu: „Wir bestehen darauf, dass unsere Charaktere impulsiv sind und auf Dinge reagieren. Das macht sie menschlich und trägt zum Humor bei. Wir versuchen, die Figuren immer mit typisch menschlichen Verhaltensweisen auszustatten.“
Die größte Herausforderung für Silverman stellte aber wohl der enge Zeitrahmen dar. Neun Monate dauert es, bis eine „Simpsons“-Episode fertiggestellt ist - und der Regisseur hatte nur eineinhalb Jahre Zeit, um DIE SIMPSONS - DER FILM zu realisieren (für MONSTERS, INC. gestattete man ihm luxuriöse zwei Jahre!). Um den Zeitplan einhalten zu können, teilte Silverman die Produktion in verschiedene Teams auf, die unter verschiedenen Regisseuren arbeiteten. David Silverman selbst wiederum überwachte die Arbeit dieser Regisseure.
Der erste Schritt bei einem Animationsfilm ist immer das Erstellen eines Storyboards. In einzelnen Bildern werden die Schnitte, die Kameraeinstellungen und die Positionen der Figuren festgelegt. Dann entwickelten Silverman und das Team die Bewegungsabläufe für die einzelnen Figuren, fertigten Zeichnungen und Layouts an. Die wurden in der Folge animiert, damit Rückschlüsse aufs richtige Timing und Tempo gezogen werden konnten. Anschließend wurde überprüft, ob die Witze zündeten und die Pointen saßen. Nebenbei mussten Kostüme und Sets entworfen sowie neue Figuren eingeführt werden. Zu guter Letzt galt es, alles mit ungeheuerem Feingefühl zum funktionierenden großen Ganzen zusammenzufügen.
Um Zeit zu sparen, ließ Silverman von Anfang an das Storyboard abfilmen, unterschnitt es mit fertiggestellten Sequenzen und unterlegte diese mit vorläufiger Musik. So entstanden kleine Filmrollen, Sequenzen und Episoden, die schon ganz früh einen Eindruck des fertigen Films vermittelten.
Die Arbeit, die Silverman und sein Team bei diesem Spielfilm geleistet haben, lassen die weltweit so geliebten „Simpsons“ in einem ganz neuen Licht erscheinen. „David ist hier über sich hinaus gewachsen,“ sagt Matt Groening. „DIE SIMPSONS - DER FILM ist eine Ehre für alle Animatoren, die an diesem Werk mitgearbeitet haben. Sie haben ihr Bestes gegeben - und das sieht man auch auf der Leinwand.“
„Der Film hat viel mehr zu bieten als die Serie“, verspricht Silverman. „Es stecken im Kinofilm so viele Details, die es im Fernsehen nicht zu sehen gab.“ Und bezüglich Matt Groenings Wunsch, den „Simpsons“-Fans im Kino ein echtes Gemeinschaftserlebnis zu bieten, meint Silverman: „Ich liebe es, im Kino 800 Leute über den selben Witz lachen zu sehen und zu hören. Seit Jahren halte ich College-Vorlesungen, wo ich meinen zahlreichen Hörern bestimmte Clips aus Filmen vorführe. Und jedes Mal freue ich mich, wenn sie an den entsprechenden Stellen gemeinsam lachen. Das hat mir die Gewissheit gegeben, dass ich das mit meinem Team auch auf der großen Leinwand zu leisten im Stande bin. Das Gemeinschaftsgefühl (der Fans) trägt einfach zum Genuss bei!“
Al Jean betont, dass der Film nicht nur den „Simpsons“-Loyalisten, den langjährigen treuen Anhängern der Serie, gefallen wird: „Vier Jahre lang haben wir uns quergelegt, um einen Kinofilm herzustellen, der nicht nur den zahllosen Fans der Show gefallen wird, sondern auch all den anderen Leuten, die noch nie eine Episode der „Simpsons“ gesehen haben. Hätte ich noch mehr Druck verspürt, wäre ich jetzt ein Diamant.“
Von dem Riesendruck, der auf den Schultern der Macher von DIE SIMPSONS - DER FILM während der Produktion lag einmal abgesehen, räsonieren abschließend - kurz vor Filmstart - zwei der Schlüsselfiguren der Dauerbrennerserie über das „Simpsons“-Phänomen. „Vor 20 Jahren hoffte ich einfach, dass die ’Simpsons’ so erfolgreich werden würden, wie ich mir das gewünscht hatte“, sagt Matt Groening. „Ich hätte aber in meinen wildesten Träumen nicht geglaubt, dass wir im Jahr 2007 einen Film zur Serie ins Kino bringen und gleichzeitig unsere 400. Episode feiern würden. Es war wirklich ein langer, wilder Ritt!“.
„Während dieser Film entstand, während seines langen, schwierigen Entstehungsprozesses, und trotz allem Druck, der dabei mit im Spiel war, fand ich immer wieder Zeit, einen Blick auf die Leinwand zu werfen und Homer zuzusehen,“ sagt James L. Brooks. „Und immer noch, nach all diesen Jahren, fühle und bewundere ich ihn. Und wenn ich ihn so sehe, überkommt mich eine riesengroße Freude und alle Mühsal ist vergessen.“

ÜBER DIE CHARAKTERE
HOMER SIMPSON
Homer ist ein hingebungsvoller Ehemann, der seiner Frau keinen Grund zur Klage gibt. Na gut, unter Druck hat Marge mal einem Eheberater gebeichtet, dass Homer „Geburtstage, Hochzeitstage und Feiertage (weltliche sowie religiöse) vergisst, mit offenem Mund kaut, in einer Kaschemme mit ******n und anderen gescheiterten Existenzen herumhängt, sich mit dem Handtuch die Nase putzt und es dann in die Mitte zurückhängt und sich mit seinen Schlüsseln kratzt“. Trotz dieser kleinen Schwächen liebt Homer seine Familie und würde alles tun, um das unter Beweis zu stellen - selbst wenn er sich dafür zum Affen machen muss.
Homer arbeitet als Sicherheitsbeauftragter im Kernkraftwerk von Springfield. Die Stelle ergatterte er, nachdem er einen speziellen Lehrgang im dritten Anlauf bestanden hatte. Während eines Streiks konnten seine entscheidenden Fähigkeiten seinerzeit von niemand geringerem als einem Stein ersetzt werden, den man auf einen Hebel legte. Homer wurde darüber hinaus im Oktober 1990 zum Giftmüllexperten des Monats im Kraftwerk von Springfield gewählt.
Homers Lieblingsbuch und/oder Broschüre ist „So, You’ve Decided to Steal Cable“, das zufällig auch das letzte Buch und/oder die letzte Broschüre ist, die er gelesen hat. Wenn er mal nicht liest, trinkt Homer gerne Bier, zuhause oder in einer Bar. Zu seinen beliebtesten Hangouts gehören Moe’s Tavern, Greasy Joe’s Bar-B-Q Pit, Gulp’N’Blow und The Frying Dutchman, die Kneipe, die er beim „All You Can Eat“ einmal an den Rand des Bankrotts brachte. Seitdem hängt Homers Bild in diesem Restaurant, wo man ihn als „Das Fass ohne Boden - Den schlimmsten Irrtum von Mutter Natur“ kennt.
Seine Fettleibigkeit und sein Haarausfall frustrieren ihn manchmal so sehr, dass er gern in Erinnerungen schwelgt, die ihn fett mit vollem Haar zeigen. Zwei Dinge werden sich aber an Homer niemals ändern: sein fröhliches Wesen und seine Liebe zu Marge und den Kindern.
MARGE SIMPSON
Marge ist der Kitt, der die Simpson-Familie Woche für Woche mühevoll zusammenhält. Durch ihre wohlüberlegte Entscheidung, auf dekadente Ausgaben wie einen elektrischen Garagenöffner oder neue Kleidung für die Kinder zu verzichten, gelingt es ihr, mit Homers bescheidenem Gehalt die horrenden Kosten abzudecken, die auf eine Familie des neuen Jahrtausends zukommen: Homers Bier- und Donut-Nachschub und so sinnvolle Ausgaben wie die für einen Tagestrip nach Indien, um dort den Inhaber von Kwik E-Mart zu treffen.
In jedem Fall steht Marge nicht nur ihrem Mann zur Seite und backt Plätzchen. Sie kennt zum Beispiel beide Seiten des Gesetzes. Nicht nur, dass sie für kurze Zeit bei Springfields Polizei arbeitete, sie ließ sich auch gemeinsam mit ihrer freisinnigen Nachbarin Ruth Powers auf ein temporeiches, Bewusstsein erweiterndes Abenteuer ein, in dessen Lauf sie sogar Polizeichef Wiggum austrickste. Außerdem hatte sie eine Rolle in „Oh, Streetcar!“, einer Musical-Version von „Endstation Sehnsucht“ und arbeitete zusammen mit ihrem Ehemann im Kernkraftwerk von Springfield. Bevor sie diesen Job hinschmiss, verklagte sie ganz unerschrocken noch den Inhaber, Montgomery Burns, wegen sexueller Belästigung. Leider warf Marges Anwalt Lionel Hutz das Handtuch, als er sah, dass Burns Anwälte Anzüge besaßen, deren Hosen zum Sakko passten.
Marges einzige Macke ist es, sich zweimal täglich ihr hohes blaues Haar machen zu lassen. Diese Haarpracht erweist sich aber als nützlich, wenn die Familienmitglieder einander bei einem Besuch im Zoo oder Vergnügungspark aus den Augen verlieren.
BART SIMPSON
Bart ist der am stärksten missverstandene Simpson. Er ist ständig frustriert durch die engstirnigen Leute von Springfield, die ihn nur nach seinen Gedanken und Taten beurteilen. Tief drinnen ist er ein lieber Junge mit einigen bösen Ideen, ein paar ziemlich bösen Ideen und ein oder zwei Ideen, um die sich zurzeit noch der Staatsanwalt von Springfield kümmert. Im Prinzip unterscheidet sich Bart nicht von anderen Viertklässlern. Er fährt gerne Skateboard, mag Kaugummi und Squishees vom Kwik E-Mart und brachte im Alleingang einen mörderischen TV-Darsteller vor Gericht - schon zweimal.
Während Autoritätspersonen ihn als „unterdurchschnittlich begabt“ bezeichnen, befindet Bart sich auf einer schulischen Achterbahnfahrt, die ihn von den Tiefen einer 6 schon zu den Höhen einer 4- brachte - und gleich wieder zurück. Aber auch in den dunkelsten Momenten kann Bart sehr einfallsreich sein, solange es nicht um schulische Belange geht. So lernte er Teile des Talmuds auswendig, um sein Idol, Krusty den Clown, mit dessen Vater, Rabbi Krustofsky, zu versöhnen.
Mehr als alles andere zeigen Barts erste Worte als Baby die Natur seiner Persönlichkeit auf: „Aye, Caramba!“.
LISA SIMPSON
Lisa Simpson kommt nach beiden Elternteilen: Sie hat Marges gesunden Menschenverstand, deren Arbeitsethos und Mitgefühl für andere; und sie hat Homers Nachnamen. Lisas Intelligenz und ihre moralische Integrität machen sie in der Simpson-Familie einzigartig - eigentlich sogar in ganz Springfield.
Bei jedem Elternabend an der Grundschule von Springfield bevorzugen die Simpsons Eltern ein Treffen mit Lisas anstatt Barts Lehrern. Immerhin ist es weniger „aufregend“ und auch „günstiger“, denn während sie hier als Dankeschön eine Schachtel Kekse erhalten, müssen sie sich dort die vierteljährlichen Schadensbilanzen von zerstörtem Schuleigentum ansehen. Die Zweitklässlerin Lisa ist überzeugte Vegetarierin und am Saxophon so virtuos wie Springfields Blueslegende „Blutgaumen“ Murphy - und das ganz ohne dessen Bartstoppeln.
Fürs Protokoll: Lisa behauptet zwar, sie sehe sich im Fernsehen nur den „MacNeil-Lehrer Report“ an, vor allem seit dieser auf eine Stunde ausgedehnt wurde, sowie jede meisterhafte Theaterinszenierung von wortreichen britischen Romanen. In Wirklichkeit schaltet sie bei einer hitzigen MacNeil-Lehrer-Debatte aber gern um, wenn ihre heißgeliebten „Itchy & Scratchy“-Cartoons parallel laufen. Diese tief empfundene Liebe zu Comicfiguren beweist dann doch, dass Lisa trotz aller Altklugheit eine echte Simpson ist.
MAGGIE SIMPSON
Im Laufe der Jahre wurde Maggie von einem süßen Schnuller-Baby zu einem süßen Schnuller-Baby, das sein erstes Wort gesprochen hat: „Daddy“. Mit einem neuen Wort in fünf Jahren befindet sich Maggie in der Sprachentwicklung nur knapp hinter Bart und kurz vor Homer. Für einen Säugling, der weder vernünftig gehen noch reden kann, führt Maggie ein sehr abwechslungsreiches Leben. Am stolzesten ist sie vermutlich auf die Babyflucht vom Springfield Daycare Center, die sie damals anführte. Maggie ist fast immer gut gelaunt. Nur einmal zeigten sich rivalisierende Züge gegenüber dem „geheimnisvollen Baby mit nur einer Augenbraue“, das ein paar Häuser weiter wohnt. Hier kam es auf beiden Seiten zu äußerst wütendem Saugen am Schnuller.

ÜBER DIE FILMEMACHER
MATT GROENING
MATT GROENING (Erfinder der Simpsons und Ausführender Produzent) hat Fernsehgeschichte geschrieben mit seiner Erfindung einer unsterblichen Kernfamilie, mit der die Animation in die Primetime zurückkehrte. Im Februar 1997 wurden „Die Simpsons“ zur langlebigsten Primetime-Zeichentrickserie der Geschichte und zur langlebigsten Comedy-Serie, die aktuell noch im Fernsehen läuft. „Futurama“, eine andere, ebenfalls mit dem Emmy ausgezeichnete Erfindung Groenings, startete im März 1999 in den USA und lief dort fünf Staffeln lang auf Fox. Hierzulande war die Serie auf dem „Simpson“-Sender ProSieben zu sehen.
„Die Simpsons“ wurden 1987 ursprünglich für „The Tracey Ullman Show“ (1987-1990) entwickelt und markierten Groenings erste Schritte im Reich der Animation. Vorher verband man seinen Namen mit dem Comicstrip „Life in Hell“, einer unvergesslichen Darstellung von Liebe, der Arbeitswelt, der Schule, von menschlichen Beziehungen und dem Leben an sich, die momentan weltweit in über 250 Zeitungen erscheint. Zu den Büchern, die auf diesem berüchtigten Cartoon basieren, gehören Love is Hell , Work is Hell , School is Hell , Childhood is Hell, The Big Book of Hell, Akbar & Jeff’s Guide to Life , Love is Hell 10th Anniversary Edition , The Road to Hell , How to Go to Hell und Binky’s Guide to Love.
1993 gründete Groening die Bongo Comics Group, wo er Simpsons Comics, Bart Simpson, Radioactive Man Comics, das jährliche Bart Simpson Treehouse of Horrors, Simpsons Super Spectacular, Futurama Comics, über 20 regelmäßig erscheinende Comicsammelbände sowie die jährlichen „Life in Hell“-, „The Simpsons“- und „Futurama“-Kalender herausgibt.
Zu den zahlreichen Auszeichnungen, mit denen Groenings Kreationen schon bedacht wurden (darunter Emmys, Annies und der respektable Peabody Award) kam im Mai 2003 die persönliche Würdigung mit dem Rueben Award for Outstanding Cartoonist of the Year hinzu, die höchste Ehrung, die von der National Cartoonists Society vergeben wird.
JAMES L. BROOKS
JAMES L. BROOKS (Ausführender Produzent) gewann dreimal den Oscar und 17 Mal den Emmy. Mit seiner Firma Gracie Films brachte er „The Tracey Ullman Show“ (1987-1990) und „Die Simpsons“ (1989) zur Fox.
Brooks begann seine Karriere beim Fernsehen als Autor und war bald schon bei Klassikern wie „Mary Tyler Moore“ („Oh Mary“, 1970-1977), „Rhoda“ (1974-1978 ), „Lou Grant“ („Lou Grant“, 1977-1982), „Taxi“ (1978-1983), „Room 222“ (1969-1974) und „The Associates“ (1979-1980) für die Produktion zuständig. Außerdem schrieb und produzierte er den TV-Film „Thursday’s Game“ („Bluff am Donnerstag“, 1974).
1979 begann er, auch fürs Kino zu arbeiten und verfasste das Drehbuch zu STARTING OVER („Auf ein Neues“), den er gemeinsam mit Alan J. Pakula auch produzierte. 1983 schrieb, produzierte und inszenierte er TERMS OF ENDEARMENT („Zeit der Zärtlichkeit“), der fünf Oscars gewann, darunter auch den für den Besten Film. 1987 übernahm er die gleichen Aufgaben bei BROADCAST NEWS („Nachrichtenfieber - Broadcast News“, 1987), der den New York Drama Critics Award als Bester Film, für das Beste Drehbuch und die Beste Regie erhielt. Mit Gracie Films war er unter anderem für die Ausführende Produktion von SAY ANYTHING („Say Anything“, 1989), die Produktion von THE WAR OF THE ROSES („Der Rosen-Krieg“, 1989) und die Ko-Produktion von BIG („Big“, 1987) zuständig. Sein erstes Theaterstück produzierte und inszenierte er 1990, in „Brooklyn Laundry“ spielten Glenn Close, Woody Harrelson und Laura Dern.
Unter der Ägide seiner Firma Gracie Films produzierte Brooks zwei TV-Serien, „Phenom“ („Phenom - Das Tenniswunder“, 1993-1994) sowie „The Critic“ (1994-1995), und inszenierte den Film I’LL DO ANYTHING („I’ll Do Anything oder Geht’s hier nach Hollywood?“, 1994) mit Nick Nolte, Albert Brooks und Julie Kavner. 1996 fungierte er als Ausführender Produzent bei dem Film BOTTLE ROCKET („Bottle Rocket“) und produzierte Cameron Crowes JERRY MAGUIRE („Jerry Maguire - Spiel des Lebens“). Im Jahr darauf schrieb, produzierte und inszenierte er AS GOOD AS IT GETS („Besser geht’s nicht“) mit Jack Nicholson, Helen Hunt und Greg Kinnear. Der Film wurde für sieben Oscars nominiert, darunter auch als Bester Film, und sowohl Nicholson als auch Hunt konnten für ihre Darstellung die Trophäe mit nach Hause nehmen. 2001 produzierte Brooks den Film RIDING IN CARS WITH BOYS („Unterwegs mit Jungs“), in dem Drew Barrymore unter der Regie von Penny Marshall spielte. 2004 war das Multitalent wiederum als Produzent, Regisseur und Autor an der romantischen Komödie SPANGLISH („Spanglish“) mit Adam Sandler und Tea Leoni beteiligt.
AL JEAN
Der preisgekrönte Autor und Produzent AL JEAN (Ausführender Produzent) arbeitet seit dem Start der „Simpsons“ 1989 an der Serie und war an über 350 Episoden beteiligt. Er hat sechs Emmys gewonnen, den heißbegehrten Peabody Award und war für den Golden Globe nominiert. Zurzeit leitet er die Serie als Ausführender Produzent.
Jean war an der Entwicklung von „The Critic“ (1994-1995) und „Teen Angel“ (1997-1998 ) beteiligt und produzierte die „It’s Garry Shandling’s Show“ (1986-1990), die ihm drei CableACE Awards einbrachte. Zu seinen weiteren Arbeiten fürs Fernsehen gehören Folgen von „The PJ’s“ („Hausmeister Stubbs“, 1999-2001), „Alf“ („Alf“, 1986-1990) und „The Tonight Show Starring Johnny Carson“ (1962-1992).
Aus seiner Feder stammen unter anderem die „Simpsons“-Folgen „Lisa bläst Trübsal“ (1990), „Wie alles begann“ (1991), „Die Geburtstagsüberraschung“ (1991), „Albträume“ (1991), „Bösartige Spiele“ (1992), „Das magische Kindermädchen“ (1997), „Die Kurzzeit-Berühmtheit“ (1999), „Hallo, du kleiner Hypnose-Mörder“ (2001) sowie die Folge „Der berüchtigte Kleinhirn-Malstift“ (2001), die einen Emmy absahnte.
Jean studierte in Harvard und war stellvertretender Chefredakteur der Satirezeitschrift The Harvard Lampoon.

ANKE ENGELKE - BIOGRAPHIE
Anke Engelke moderierte bereits 1978 als damals Zwölfjährige erste Kindersendungen bei Radio Luxemburg. 1979 führte sie mit Desiree Nosbusch durch die ZDF-Show „Spielexpress“ von der Berliner Funkausstellung und präsentierte in den folgenden neun Jahren das ZDF-Ferienprogramm.
Von 1986 bis 1998 arbeitete Anke Engelke als Moderatorin und Redakteurin beim Hörfunksender SWF3 und sammelte durch fast 200 Live-Shows erste Comedy-Erfahrungen mit der hauseigenen Comedygruppe „SWF3 Gagtory“. Für das Südwestfunk Fernsehen moderierte sie unter anderem „Kultur Südwest“ und „Kultursommer“.
Von April 1996 an konnten SAT.1-Zuschauer Anke Engelke wöchentlich samstags in „Die Wochenshow“ sehen. Nicht nur als attraktive „Nachrichtensprecherin“ bei den „witzigsten Nachrichten der Welt“ zeigte sie ihre Wandlungsfähigkeit, sondern auch in wechselnden Sketchrollen, u.a. in der Nina Ruge-Parodie „Leute, Leute, Leute“, als Lesbe Petra in „Vier um Zehn“, als Ricky auf dem „Popsofa“ oder als Regine Hildebrandt.
Seit 1998 präsentiert sie als Moderatorin einmal jährlich jeweils zum Muttertag und zu Weihnachten ihre Personality-Gala „Danke Anke!“ in SAT.1 und begeistert bis zu sechs Millionen Zuschauer. Im Jahr 2000 spielte Anke Engelke die biedere Ehefrau Christine im Kino-Streifen „Liebesluder“, Regie: Detlev Buck. Im Januar 2000 kam für Anke Engelke eine weitere Rolle hinzu: Sie spielte in der Comedy-Serie „Anke“ die charmant-witzige Moderatorin einer Daily Talkshow.
Sehr erfolgreich waren im Oktober 2001 und 2005 ihre Moderationen des „Deutschen Fernsehpreises“ gemeinsam mit Hape Kerkeling und Hugo Egon Balder. 2004 und 2005 moderierte Anke für Pro Sieben die Verleihung der GOLDEN GLOBES und der OSCARs und besonders auch die Eröffnung, die Preisverleihung und die Berichterstattung von der Berlinale 2003, 2004 und 2005 haben nicht nur ihr viel Freude bereitet.
Im Frühjahr 2002 begann Anke Engelkes Sketch-Comedy-Show „Ladykracher“ in SAT.1 - sie wurde mit dem Deutschen Fernsehpreis und dem Deutschen Comedypreis ausgezeichnet und bekam außerdem eine EMMY-Award-Nominierung für das beste internationale Format.
Am 17. Mai 2004 trat Anke als erste weibliche Late-Night-Talkerin der Welt an: „Anke Late Night“ wurde von Montag bis Donnerstag produziert und jeweils um 23:15 Uhr bei SAT.1 ausgestrahlt.
Von 2003-2005 waren Anke Engelke und Olli Dittrich im ZDF erfolgreich mit den fünf Folgen des Improvisationsformats „Blind Date“, das 2003 Bayerischen Fernsehpreis gewann. Im Kino war Anke Engelke gleichzeitig präsent in der Kinokomödie „Der Wixxer“ sowie Helmut Dietls „Vom Suchen und Finden der Liebe“; für zahlreiche andere Kinoproduktionen stand sie im Synchronstudio - darunter „Disney’s Tarzan“, „Findet Nemo“ oder „Der kleine Eisbär“.
Seit dem 20.März 2006 schlüpft Anke Engelke in ihrer neuen einstündigen Show „Ladyland“ in die verschiedensten Frauenrollen. Pro Folge stellt sie in je drei Kurzgeschichten, die einem übergeordneten Thema angehören, ihre schauspielerische Wandlungsfähigkeit - von ganz schrill bis ganz leise - unter Beweis.
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