Data
California Suite
(Das verrückte California Hotel)

Crew:
• Regie: Herbert Ross
• Drehbuch: Neil Simon
• Produzenten: Ronald L. Schwary, Ray Stark
• Kamera: David M. Walsh
• Schitt: Michael A. Stevenson
• Musik: Claude Bolling
Cast:
• Maggie Smith
• Michael Caine
• Alan Alda
• Jane Fonda
• Walter Matthau
• Bill Cosby
• Richard Pryor
• Elaine May
Story:
Ein Hotel, 5 Paare, endlos viele Geschichten - "California Suite" erzählt in Episodenhaften Abschnitten, was sich innerhalb von nur einer Nacht in einem Luxushotel alles ereignen kann. Mal witzig, mal traurig.
Kritik:
Aufgefallen ist mir dieser Film ehrlich gesagt nur durch zwei Dinge: Alan Aldas Beteiligung, den ich für einen außergewöhnlichen Schauspieler halte und die Tatsache, dass Schauspielerikone Maggie Smith hierfür ihren zweiten Oscar bekam. Je näher ich mich dann mit dem Film beschäftigte, desto interessanter wurde er: Nicht nur die unglaublich skurrile Storybeschreibung reizte mich, nein, auch die Riege an hochkarätigen Superakteuren wie Walter Matthau oder Jane Fonda zogen mich als Cineasten schließlich zu Amazon, um mir diesen Film zu kaufen.
Gestern abend war es dann soweit und ich konnte mir dieses kleine Komödien-Juwel endlich ansehen und mein Fazit lautet: Der Film macht einfach Spaß.
Und das hat folgende Gründe: Sowohl die grundverschiedenen Sequenzen der diversen Hauptcharaktere sind durchgehend interessant geschrieben (mal traurig, mal lustig, letztlich aber menschlich immer ehrlich) als auch die Darsteller selber bis in die kleinste Nebenrolle hochkarätig und passend besetzt. So fesselt vor allem das Dilemma, das Aldas und Fondas Charaktere zu bewältigen haben, durch das unglaublich eindringliche Schauspiel der beiden. Maggie Smith's Performance der Schauspielerin, die damit fertig werden muss, bei der Verleihung der Academy Awards übergangen zu werden, ist schlichtweg großartig. Ironischerweise war es genau diese Rolle, die Smith brauchte, um ihre zweite Trophäe ins Regal stellen zu können. Bill Cosby und sein Kollege Richard Pryor liefern sich wohl eine der ulkigsten Streiteren übrhaupt und Walter Matthau schließlich hat sogar mit seinem Versuch, einen Seitensprung vor seiner Frau zu verstecken, nicht nur alle Sympathiepunkte der Zuschauer sondern vor allem auch die Lacher in der Tasche: Der Mann hatte einfach eine körperliche Komik drauf, die bis heute einmalig und zum Schreien komisch ist.
Die Inszenierung ist solide, die Musik passend. Zwar fehlt dem Film letztlich ein wirkliches Finale, aber was sollte man bei einem Episodenfilm auch anderes erwarten?
Mir hats gefallen, hab mich prächtig amüsiert. Kann ich nur jedem für unbeschwerte, gemütliche Samstagabende empfehlen.
• Amazon.de: