Death Sentence - Special

Takeshi
DEATH SENTENCE - TODESURTEIL



von
James Wan
mit
Kevin Bacon
Kelly Preston
John Goodman
Garrett Hedlund
Aisha Tyler
Leigh Wannell
Regie:James Wan
Drehbuch: Ian Jeffers
nach einem Roman von: Brian Garfield
Produktion: Ashok Amritraj
Howard Baldwin
Karen Elise Baldwin
Ausführende Produzenten: Andrew Sugerman
Nick Hamson
Nick Morton
Lars Sylvest
Kamera: John R. Leonetti
Kinostart: 13. September 2007

KURZINHALT

Nick Hume (Kevin Bacon) gilt als freundlicher, ruhiger Manager mit einer intakten Familie und
einem guten Job. Er lebt ein perfektes Leben, bis er eines Tages mit ansehen muss, wie sein
ältester Sohn von einer Straßengang brutal ermordet wird. Gequält von Trauer und Schmerz ist
Hume bald nur noch von einem Gedanken besessen: Rache. Er wird zum Richter, zur Jury und
zum Henker in einer Person, denn alle Beteiligten sollen für das grauenvolle Verbrechen büßen -
erbarmungslos und ohne Ausnahme.



PRESSENOTIZ

"Saw"-Regisseur James Wan übernahm die Regie bei diesem knallharten Thriller, der auf dem
Roman "Death Sentence" von US-Autor Brian Garfield basiert. In der Hauptrolle ist Kevin Bacon
("Mystic River", "Echos - Stimmen aus der Zwischenwelt") als Vater auf Rachefeldzug zu sehen. In
weiteren Rollen spielen Kelly Preston ("Aus Liebe zum Spiel", "Der Guru"), Garrett Hedlund ("Vier
Brüder", "Eragon"), Aisha Tyler ("Ghost Whisperer - Stimmen aus dem Jenseits"), Leigh Whannell
("Saw") und John Goodman ("The Big Lebowski"). Schon jetzt wird DEATH SENTENCE -
TODESURTEIL in der internationalen Presse wegen seiner deutlichen Botschaft zum Thema
"Selbstjustiz" heftig diskutiert.



LANGINHALT

Nick Hume (Kevin Bacon) lebt ein perfektes Leben: Er hat einen guten Job in einer
Kapitalanlagefirma und führt eine gute Ehe mit der attraktiven Helen (Kelly Preston). Gemeinsam
haben sie zwei Söhne im Teenager-Alter, den allseits beliebten Brendan (Stuart Lefferty) und den
jüngeren, introvertierten Lucas (Jordan Garrett). Selbst im Büro wird er um sein intaktes
Familienleben bewundert: Beweist doch eine Statistik, dass Menschen, die Kinder haben, länger
leben…
Brendan ist ein talentierter Eishockey-Spieler, sein stolzer Vater ist bei allen Spielen dabei. So
auch an jenem Abend, als er ihm auf der Heimfahrt von einem Match erzählt, dass er auf ein
College nach Kanada gehen will, um dort Eishockey zu spielen. Doch so weit kommt es nicht mehr:
Während einer Tankpause, in der Nick seiner Frau per Handy von den Plänen ihres Sohnes
erzählt, kommt es zu einem folgenschweren Zwischenfall. Eine Gang von maskierten Männern
überfällt die Tankstelle, tötet den Kassierer und verletzt den ebenfalls im Verkaufsraum
befindlichen Brendan mit einer Machete schwer. Das Ganze geschieht so schnell, dass Nick keine
Chance hat, seinem Sohn zur Hilfe zu eilen. Die Verbrecher verschwinden mit ihren Autos
genauso schnell wie sie gekommen sind, Nick kann immerhin einem von ihnen die Maske vom
Kopf reißen. Im Krankenhaus bleibt den Ärzten nichts anderes übrig, als Brendans Tod
festzustellen.
Während die trauernde Familie ihren Sohn zu Grabe trägt, wird Nick zu einer Gegenüberstellung
bei der Polizei gerufen. Er ist sich sicher, einen der Täter zu erkennen: Joe Darly (Matt O’Leary)
war an jenem Abend dabei, da gibt es gar keinen Zweifel! Diese Aussage hat umso mehr Gewicht,
da es außer Nicks Aussage keine Beweise gibt – die Tankstelle hatte nämlich keine
Überwachungskameras installiert. Umso entsetzter ist der trauernde Vater, als er erfährt, dass der
jungenhafte Darly bereits nach wenigen Jahren wieder auf freiem Fuß sein könnte. Schließlich war
es kein Raubüberfall – es sieht ganz danach aus, als seien die beiden Morde ein Gang-
Initiationsritual gewesen. „Mein Sohn musste sterben, nur weil sich so ein Arschloch wie ein Mann
fühlen wollte?“ fragt Nick ungläubig. Und so fasst er einen folgenschweren Entschluss: Vor Gericht
sagt er aus, dass er sich bezüglich Darlys Identität nicht mehr so sicher ist. Der junge Mann kann
sein Glück gar nicht fassen, er wird freigelassen. Vor dem Verhandlungsgebäude warten seine
Kumpels bereits auf ihn, Nick verfolgt sie unbemerkt.
Zu Hause macht Helen ihrem Mann schwere Vorwürfe, doch dieser ist mit seinen Gedanken ganz
woanders. Auch Lucas kommt nicht an seinen Vater heran, der sich im Werkzeugschuppen nach
Messern und ähnlich scharfen Waffen umsieht. Kurz darauf steht Nicks Wagen wieder vor dem
Haus, in dem die Gang Joe Darly abgeliefert hat. Als der junge Mann herauskommt, verfolgt Nick
ihn. Es kommt zu einem unerfreulichen Wiedersehen: Was folgt ist ein kurzer, heftiger Kampf,
plötzlich steckt ein Messer in Darlys Körper, er ist tot. Nick, der sich bei diesem Angriff an der
Hand verletzt hat, kann selbst nicht fassen, was er getan hat. Er zieht das Messer heraus, später
wirft er es in den Fluss. Die Todesnachricht spricht sich in Windeseile herum: Während Anführer
Billy Darly (Garrett Hedlund) seinem Vater – dem ominösen Hehler Bones (John Goodman) – die
schlechte Nachricht vom Tod seines kleinen Bruders bringen muss, trinken die Gang-Mitglieder auf
ihren „guten Soldaten“ Joe. Billy rastet dabei aus, er schwört Rache! Und zwar an dem Mann,
dessen Foto sie alle aus der Zeitung kennen: Der Vater des Tankstellen-Mordopfers wurde am
Tatort gesehen.
Während Nicks Umfeld von einem Gang-Mord ausgeht, hat dieser immer noch mit den Folgen
seiner Schnittverletzung zu kämpfen. Als er sich in einer Arbeitspause mit Medikamenten versorgt,
wird er auf dem Rückweg plötzlich von Billys Gang verfolgt. Nick rennt um sein Leben, sein Weg
führt ihn durch die Straßen in ein großes Parkhaus. Dort erwartet ihn bereits ein besonders finster
dreinblickendes Gangmitglied, es kommt zu einem brutalen Zweikampf im Auto. Während die
beiden Männer um ihr Leben ringen, rollt der Wagen langsam auf die niedrige Mauer des
Parkhauses zu: Nick hatte zuvor heimlich die Handbremse gelöst, im letzten Augenblick vor dem
tödlichen Absturz kann er aus dem Auto springen und fliehen. Als er ein paar Straßenzüge entfernt
völlig erschöpft an sein Handy geht, erwartet ihn die nächste Hiobsbotschaft: Lucas ist
verschwunden. Nick findet ihn an der Tankstelle: Als der verstörte Junge nicht mitkommen will,
brüllt er ihn an.
Nick mag zwar entkommen sein, etwas Wichtiges hat er aber auf der Flucht zurück gelassen:
Seinen Aktenkoffer, den Billy mit Interesse inspiziert. Als er dem rechtmäßigen Besitzer seinen
Koffer zukommen lässt, ist dieser alarmiert: Auf einem Foto der Humes sind die Köpfe der
einzelnen Familienmitglieder durchgestrichen, auf der Rückseite findet Nick eine Telefonnummer.
Panisch wählt er sie und stößt wütende Drohungen aus, danach ruft er Helen an und befiehlt ihr,
dass sie das Haus nicht verlassen soll. Als er nach Hause kommt, erwartet ihn Detective Wallis
(Aisha Tyler) von der Polizei. Die Vertreterin des Gesetzes stellt ihm einige unangenehme Fragen:
Wie es denn komme, dass die Gang so wütend auf ihn sei… Nick flüchtet in Ausreden, doch Wallis
meint nur: „Wenn Sie gegen diese Bande einen Krieg anfangen, dann Gnade Ihnen
Gott!“ Sicherheitshalber verordnet sie den Humes Polizeischutz. Doch die beiden Polizisten, die im
Wagen vor ihrem Haus wachen, sind der Familie keine große Hilfe: Als Nick nachts aus dem
Fenster schaut, sieht er sie tot in ihrem Einsatzwagen liegen. Kurz darauf dringen die Gangster ins
Haus ein. Doch so sehr das Familienoberhaupt auch kämpft – er kann nicht verhindern, dass
Helen und Lucas attackiert werden. Als er schwer verletzt im Krankenhaus aufwacht, konfrontiert
ihn Wallis mit der traurigen Wahrheit: Helen ist tot, Lucas liegt im Koma. Nick besucht seinen Sohn
am Krankenbett, endlich findet er die richtigen Worte: Er entschuldigt sich bei ihm für alles, was
vorgefallen ist. „Es tut mir leid, dass ich Dir kein besserer Vater sein konnte.“ Dann flieht er.
Auf der Bank hebt er sämtliche Ersparnisse ab, danach zieht er los, um sich Waffen zu kaufen. Er
landet bei Bones Darly, der ihm auch die gewünschte Ware bieten kann. Was Nick jedoch nicht
weiß: Bones ist der Vater von Bandenchef Billy. Er lässt sich davon aber nicht aufhalten, niemand
kann ihn jetzt mehr stoppen. Akribisch bereitet er sich auf sein finales Gefecht vor: In bester „Taxi
Driver“-Manier rasiert er sich den Schädel, danach verbindet er seine Wunden und zieht die
Lederjacke von Brendan an. Im letzten großen Kampf wird er zum Richter, zur Jury und zum
Henker in einer Person, denn alle Beteiligten sollen für das grauenvolle Verbrechen büßen -
erbarmungslos und ohne Ausnahme.



PRODUKTIONSNOTIZEN

Peng! Du bist tot!
Nur ein schrecklicher Augenblick, das Undenkbare tritt ein – und eine Familie ist für immer
verändert. „Es ist eine ganz klassische Geschichte, sie hat etwas von Shakespeare“, meint
Regisseur James Wan. „Das Rachethema ist absolut zeitlos. Der Mensch sehnt sich nach Rache,
wenn ihm unrecht getan wird – das ist ein ganz ursprüngliches Motiv. Ich habe bei DEATH
SENTENCE – TODESURTEIL nicht mehr gemacht, als einer klassischen Geschichte einen
zeitgenössischen Rahmen zu geben.“ Andrew Sugerman, der ausführende Produzent des Films,
stimmt Wan zu: „Es ist eine klassische Tragödie, wie wir sie schon von den alten Griechen her
kennen. Ein Mann ringt mit seinen inneren Dämonen. Er fühlt sich seiner Familie gegenüber in der
Verantwortung und gerät in einen Strudel voller Gewalt und sieht sich ständiger
Vergeltungsschläge ausgesetzt, die sein Leben zerstören. Letzten Endes muss er feststellen, dass
Gewalt absolut sinnlos ist.“
Der Gedanke, dass man Gewalt mit Gegengewalt vergelten sollte, erscheint seit jeher als
natürlicher Akt der Rechtsfindung. In der Tat ist das biblische Sprichwort „Auge um Auge, Zahn um
Zahn“ (Zweites Buch Moses, 21, 23-27) oft als „Gerechtigkeitsgesetz“ betrachtet worden. Aber wer
sich darauf beruft, wird feststellen, dass Rache stets mehr Schaden anrichtet als dass sie
Vergeltung verschaffen könnte. Das kann man auch in der berühmten Bergpredigt nachlesen
(Neues Testament, Matthäus 5, 38-39): „Ihr wisst, dass es heißt: Auge um Auge, Zahn um Zahn.
Ich aber sage euch: Verzichtet auf Gegenwehr, wenn euch jemand Böses tut!“
„Nick Hume gerät in Rage, nachdem diese Kerle seinen Sohn getötet haben. Er öffnet die Büchse
der Pandora und das Böse bricht in sein Leben ein“, erklärt Wan. „Man sieht an dieser Geschichte
auch, was passiert, wenn ein Menschenleben von einem Augenblick auf den nächsten sinnlos
zerstört wird. Das Schlimme dabei ist, dass man absolut keine Kontrolle darüber hat“, meint
Sugerman. Produzent Ashok Amritraj stimmt dem zu: „DEATH SENTENCE – TODESURTEIL ist
ein sehr zeitgemäßer Film über unsere Familien und darüber, wie sie auseinander gerissen
werden. Er erzählt etwas über unsere Zeit, in der die Bandenkriminalität leider immer mehr
zunimmt. Es trifft dabei stets unschuldige Menschen. Hier sehen wir einen Mann, der sich der
Sache selber annimmt. So wird er von einem ganz normalen Familienmenschen zu jemandem mit
einer Mission.“
„DEATH SENTENCE - TODESURTEIL unterscheidet sich stark von den Filmen, in denen Gut und
Böse klar voneinander getrennt sind“, erzählt Hauptdarsteller Kevin Bacon. „Nick zahlt einen
hohen Preis dafür, dass er das Gesetz in seine eigenen Hände nimmt. Es gibt im Film diesen
seltsamen Moment, in dem er glaubt, dass er alles zu Ende geführt habe. Dass nach dem „Auge
um Auge“-Prinzip alles bereinigt sei und er sein bisheriges Leben fortführen könne. Doch Blut kann
man nicht einfach abwaschen. Es kommt zurück und verfolgt dich.“
Ihr macht so lange, bis sich jemand wehtut…
Es stellt sich schnell heraus, dass sich Nick mit den falschen Leuten angelegt hat. „Ich spiele einen
Kerl namens Billy Darley“, erklärt Schauspieler Garrett Hedlund, „er ist der Anführer einer Bande
von Jungs, die zusammen auf der Straße aufgewachsen sind. Ihr Weg ist in gewisser Weise
vorgezeichnet – sie haben sich dieses Leben nicht ausgesucht. Billys Vater Bones (John
Goodman) ist dagegen ein knochenharter Revolverheld. Billy arbeitet für ihn und seine Jungs
arbeiten für Billy.“ „Er ist ein kriminelles Schwergewicht“, sagt Goodman über seine Figur. „Seine
zwei Söhne arbeiten für ihn, sie verkaufen **** und Speed auf der Straße. Bones dagegen
handelt mit Waffen. Er ist ein richtiger Bösewicht – so wie Fagin in OLIVER TWIST.“
„DEATH SENTENCE – TODESURTEIL trifft einen ins Mark, weil sich alles um die Familie dreht“,
meint Hedlund. „Am Beispiel von Nick Hume und Billy Darley sieht man, was passiert, wenn
jemand einer Familie zu nahe kommt bzw. von ihr getrennt wird.“ Und so geht es den beiden so
unterschiedlichen Gegnern eigentlich um dasselbe: Sie wollen ihre Familien rächen. Es gibt aber
noch einen weiteren Grund, warum sich der Film von anderen unterscheidet. Garrett Hedlund dazu:
„Der von Kevin Bacon gespielte Charakter ist ein ganz normaler Geschäftsmann, der auf völlig
unzurechenbare Art reagiert.“ Wie eine Löwin, die ihr Junges verteidigt, kämpfen die beiden
Männer um ihr Revier. Je mehr Familienvater Nick den Bösewicht Billy Darley bedrängt, desto
wütender wird dieser. Hier kommt auch ein wenig Eifersucht ins Spiel, weil Nick etwas
repräsentiert, was Billy niemals haben wird: Ein intaktes Familienleben.
„Bones macht seinen eigenen Sohn die ganze Zeit schlecht“, erzählt Hedlund. „Es gibt ständig
Auseinandersetzungen zwischen den beiden – irgendwann hält Billy das nicht mehr aus und wird
verrückt. Er ist wahnsinnig vor Zorn.“ Bones dagegen ist frustriert; John Goodman weiß auch
warum: „Er hasst einfach alles: seine Kinder, das Klassendenken, die ganze Welt. Bones mag
vielleicht der König seiner eigenen kleinen Welt sein, aber diese Welt ist eigentlich nur ein Haufen
Mist. Er steht vor dem Nichts.“
So speziell die Themen Rache, Eifersucht und Verteidigung auch sein mögen, geht es James Wan
auch darum, sein Publikum auf einen überwältigenden Trip mitzunehmen. „Stilistisch gibt es ein
Element der Bande, das wie in einem Western daherkommt“, meint Kevin Bacon. „Gerade im
letzten Kapitel nimmt der Film starke Anleihen an diesem Genre. Der Unterschied besteht darin,
dass Nick alles andere als ein traditioneller Heldentyp ist. Er ist kein schlechter Kerl, im Laufe des
Films wird er aber immer mehr dazu.“
Hände hoch!
Wo Revolverhelden und eine ganze Horde von Banditen ihr Unwesen treiben, ist ein Sheriff meist
nicht weit. Auch in DEATH SENTENCE – TODESURTEIL ist das so; die Rolle wird von Detective
Wallace übernommen, gespielt von Aisha Tyler. Wallace ist eine geradlinige
Vollstreckungsbeamtin, die schon viel gesehen hat und die ursprünglich beauftragt wurde, im Fall
des Mordes an Brendan Hume zu ermitteln und Joe Darley vor Gericht zu bringen. Sie glaubt an
das Rechtssystem, erkennt aber auch seine Grenzen. Als aber der Routinefall Hume eine
unerwartete Wendung nimmt, findet sie sich hin- und hergerissen zwischen ihrer Pflicht,
Gewaltausbrüche zu verhindern, beide Parteien vor weiterem Schaden zu beschützen und ihrem
stark ausgeprägten Gerechtigkeitssinn. Letztendlich kehrt sie immer wieder an den Ort des
Geschehens zurück: Sie verurteilt sowohl Täter als auch Opfer, schließlich ist in diesem Fall
niemand unschuldig.
Kevin Bacon über die Rolle von Detective Wallace: „Sie spielt eine Polizistin, die sich sehr
mitfühlend mir gegenüber verhält. Doch als sie mitbekommt, dass eigentlich ich für die folgenden
Gewalttaten verantwortlich bin, sagt sie sinngemäß: ‚Hör zu, eigentlich sollte ich dich ins Gefängnis
stecken. Egal, was deiner Familie zugestoßen ist – du machst es dadurch nur noch schlimmer.’ Es
ist also ein schmaler Grat, auf dem sie wandelt: Einerseits ist sie mitfühlend, andererseits schlägt
sie auf mich ein, weil ich das Gesetz in meine eigenen Hände genommen habe.“ Aisha Tyler meint
dazu: „Sie ist Nicks einzige Verbindung zur Realität, sein letzter Freund. Wie ein griechischer Chor
verkörpert sie die Stimme der Vernunft; sie ist die Ruhe im Sturm der Gewalt. Allein durch ihre
Präsenz verkündet sie, dass jeder im Krieg verliert. Es gibt einfach keine Gewinner. Wallace sieht
von außen zu.“ „Es ist ein Klassenkampf“, meint John Goodman nüchtern. „Es gibt keine
Gewinner.“
„Angesichts von all dem, was vorgeht, ist Detective Wallace nicht abgestumpft. Sie zeigt ein
differenziertes Verständnis für die Beziehungen zwischen Unter- und Mittelschicht. Das liegt auch
daran, weil sie weiß, dass die Jungs in den Banden nicht schon immer so waren“, fügt Tyler hinzu.
Dem stimmt auch Kelly Preston zu: „Wallace ist deshalb so mitfühlend, weil sie ein tiefes
Verständnis für die Anderen hat.“ Aisha Tyler lenkt das ganze Durcheinander mit einem Zwinkern
und einem Kopfnicken – genauso wie der von Vincent Gardenia dargestellte Polizist in EIN MANN
SIEHT ROT, der als Vorbild für ihre Rolle diente.
Fühlst Du Dich gut dabei?
Als Vorlage für DEATH SENTENCE - TODESURTEIL diente der Roman “Death Sentence” von
Brian Garfield; der US-Autor hat auch “Death Wish”, die Buchvorlage zum Charles Bronson-
Klassiker EIN MANN SIEHT ROT, geschrieben. Das Buch erschien im Jahre 1975, Drehbuchautor
Ian Jeffers adaptierte die Story in unsere heutige Zeit, in der Waffen leicht erhältlich sind, der
Drogenhandel professionell organisiert ist und Internet und Handy das Kommunikationsverhalten
vollkommen verändert haben. Unsere heutige Gesellschaft ist der Brutalität von
adrenalingeladenen Actionfilmen, Fernsehshows, Musikvideos und Videospielen gegenüber
unempfindlich geworden. Trotz der zeitgemäßen Überarbeitung gibt es einige Verweise auf die
Vorgängerfilme aus den siebziger und achtziger Jahren: EIN MANN SIEHT ROT, DIRTY HARRY,
FRENCH CONNECTION – BRENNPUNKT BROOKLYN und MAD MAX haben James Wan zu
DEATH SENTENCE – TODESURTEIL inspiriert. „Ich war immer ein großer Fan der klassischen
Rachefilme aus den Siebzigern und frühen Achtzigern“, gibt Wan zu. „Schon seit langer Zeit wollte
ich etwas in der Art von DER MANN MIT DER STAHLKRALLE, EIN MANN SIEHT ROT oder auch
MAD MAX machen. Als sich die Gelegenheit ergab, griff ich also zu.“
Der unverwechselbare Look des Films ist ebenso eine Hommage an die ungeschönten
Kriminalfilme aus den siebziger Jahren, die von starken Charakteren getragen wurden. Für das
Produktionsdesign engagierte Wan wieder Julie Berghoff, mit der er schon bei seinen beiden
letzten Filmen SAW und DEAD SILENCE zusammengearbeitet hatte. „James und ich lieben den
grobkörnigen Look dieser Filme“, gibt Berghoff zu. „Das hyperrealistische Design des Films sollte
dazu beitragen, dass das Publikum in eine dunkle und beunruhigende Welt eintaucht – eine Welt,
in der sich auch die Charaktere des Films aufhalten. Darleys Gang sollte möglichst hart
rüberkommen, gleichzeitig aber auch eine rätselhafte Note haben. Es ist alles miteinander
verbunden: Zum Beispiel die Tribal Art-Motive, die sich in den Tattoos, den Autos, den Bauten und
in der Garderobe wiederfinden. Wie sie sich wie Weinreben um die Körper der Charaktere winden,
wie sie die Karosserien der Autos umschlängeln – das ist einfach wunderschön. Es sieht fast so
aus, als ob sie ihren Trägern das Leben auspressen würden.“ Kameramann John Leonetti trug
ebenfalls maßgeblich zum Look des Films bei: „Wir haben die siebziger Jahre mit der Licht- und
Kameratechnologie von heute gemischt. Wenn ich mir das Filmmaterial so ansehe, denke ich
einerseits an FRENCH CONNECTION – BRENNPUNKT BROOKLYN. Andererseits hat DEATH
SENTENCE – TODESURTEIL seine eigenen „Vibrations“, die dafür sorgen werden, dass sich der
Zuschauer in seinen Sitz verkriechen wird“, meint Leonetti lachend.
3 Minuten Heroes – ungeschnitten…
“James wollte eine Verfolgungsjagd im Film haben, die ausschließlich zu Fuß stattfindet und die
ihresgleichen suchen sollte“, erzählt Schauspieler Leigh Whannell. Mit einem Grinsen fügt er hinzu:
„Ich glaube, es ist ihm gelungen.“ Eine der dramatischsten Szenen von DEATH SENTENCE –
TODESURTEIL ist mit Sicherheit jene, in der Nick Hume am helllichten Tag von Darleys Gang
durch die Straßen gejagt wird. Es ist aber auch eine der kompliziertesten Sequenzen im Film, die
sehr viel Vorplanung und noch mehr Vertrauen erforderte… James Wan wollte etwas ausprobieren,
was bisher noch nie gemacht wurde: Die dreiminütige Verfolgungsjagd inklusive des Höhepunkts
in einem fünfstöckigen Parkhaus sollte in einer Plansequenz abgedreht werden. „Die ganze Jagd,
die in dieser Garage endet, sollte schnell und fieberhaft erscheinen“, erklärt der Regisseur, „doch
sobald die Figuren das Parkhaus betraten, wurde es eine Art Choreographie. Man sieht, wie Nick
Hume ins Parkhaus läuft und dabei die Alarmanlagen der Autos auslöst, um die Bösewichte
abzuschütteln. Er rennt dabei über mehrere Ebenen, die Kamera verfolgt ihn dabei die ganze Zeit.
Aber auch seine Feinde sind im Bild: die Kamera schwenkt zu ihnen über mehrere Etagen hinab,
nur um im nächsten Augenblick wieder zu Nick nach oben zu rasen. Wir haben jedes einzelne
Teammitglied für diese Einstellung mobilisiert. Es war wie bei einem Staffellauf: Einer reichte die
Kamera weiter an den nächsten. Als dessen Teil der Sequenz abgedreht war, reichte er die
Kamera wiederum weiter an einen anderen Kollegen - und so weiter. Die Szene gipfelt darin, dass
Nick in die Enge getrieben wird.“
Kameramann Leonetti weist noch einmal auf die Komplexität dieser Plansequenz hin: „Als wir mit
der Vorbereitung für diese Szene begonnen haben, erklärte uns James, wie er sich das Ganze
vorstellen würde. Dann zeigte er mir das Parkhaus – ich habe gleich gesehen, dass das sehr cool
werden könnte und dass wir das hinkriegen würden. Die Lichtsetzung war noch mal eine
besondere Herausforderung, da die Einstellung ja tagsüber gedreht werden sollte. Wir arbeiteten
bei natürlichem Licht mit verschiedenen Blenden – von offenen bis nahezu geschlossenen. Eine
zusätzliche Herausforderung war es, die schwere 35-Milimeter-Kamera mit ihrem 400er-Magazin
ständig weiterzureichen. Ich glaube, diese Einstellung ist einzigartig in der Filmgeschichte.“
„Wir setzten sechs verschiedene Kameraschwenker, zwei Kräne und einige sehr ungewöhnliche
Techniken ein“, fügt Andrew Sugerman hinzu, der für die Koordination der Crew und des
zusätzlichen Materials zuständig war. „Wir haben sogar ein Handkamera-System entwickelt, das
leicht genug für diese Art von Einstellung ist und von einem Schwenker zum nächsten
weitergereicht werden konnte – ohne dass der Zuschauer es bemerkt. Die Kamera glitt an einem
Geländer entlang, wurde dann an einen Kran übergeben und fuhr an der Außenwand des
Parkhauses zu einer anderen Ebene hoch. Dort wurde sie von einem anderen Kameraschwenker
übernommen und auf einen anderen Kran verfrachtet. Danach ging es auf einen extra gebauten
Dolly, der für besonders hohe Geschwindigkeiten ausgerichtet ist. Das Ganze war natürlich sehr
kompliziert – wir mussten ja auch noch darauf achten, dass außer den Schauspielern niemand im
Bild zu sehen sein durfte. Aus Los Angeles haben wir uns ein spezielles Videosystem mit zwanzig
verschiedenen Sendern besorgt, das eine konstante Bildübertragung garantierte, so dass James
die ganze Zeit über alles im Auge behalten konnte. Da wir das Ganze in einer Einstellung ohne
einen einzigen Schnitt drehten, mussten wir so oft wiederholen, bis es bis ins letzte Detail passte.“
„Die ganze Szene ist unglaublich ausgeklügelt“, bestätigt Kevin Bacon, den die filmische
Umsetzung auch körperlich stark herausforderte. „Nick sollte zu diesem Zeitpunkt völlig erschöpft
und außer Atem sein. Und das können Sie mir glauben: Nachdem wir diese Szene den ganzen
Tag über immer und immer wieder gedreht hatten, war ich erschöpft. Da musste ich nicht mehr viel
schauspielern… Ich war nur noch am Keuchen und am Luft schnappen. Es war aber großartig,
weil in mir gleichermaßen Aufregung, Furcht und Intensität hochkamen, als James das „Action“-
Kommando gab. Ich wusste, dass ich präzise sein musste.“
Bitte anschnallen!
„Ich liebe gute Actionfilme“, gesteht Kelly Preston, „besonders wenn sie clever sind und eine gute
Geschichte mit tollen Charakteren erzählen. DEATH SENTENCE – TODESURTEIL ist so ein Film.
Er ist keine typische Actionkost.“ Egal wie das Publikum auf die moralisch zweideutige Haltung des
Films reagiert, es wird sich den großartigen Actionszenen nicht entziehen können. Es wird atemlos
sein wie Kevin Bacon, hingebungsvoll wie Kelly Preston, entzweit wie Aisha Tyler und gerecht wie
Garrett Hedlund. Durch und durch ausgepresst, ausgewischt und ausgeblasen – gleichzeitig aber
bestens unterhalten: Das ist es, was James Wan beabsichtigte, als er das Drehbuch von Ian
Jeffers in die Hände bekam. Also machte er sich daran, diese schmerzliche Geschichte über zwei
Männer, die aus Selbstschutz kämpfen, zum Leben zu erwecken.



BESETZUNG

Kevin Bacon – Nick Hume
Kevin Norwood Bacon ist einer der profiliertesten Schauspieler Hollywoods, er stellte sein Talent
bereits in vielen unterschiedlichen Genres unter Beweis: So überzeugte er in Actionthrillern ebenso
wie in romantischen Komödien und großen Dramen, selbst im Musical macht er eine gute Figur.
1958 in Philadelphia geboren, verließ er bereits mit siebzehn seine Heimat, um in New York
Schauspieler zu werden. Das klappte auf Anhieb gut und so stand er schon im selben Jahr im
„Circle in the Square Theatre“ auf der Bühne. Nach seiner Schauspielausbildung an mehreren
privaten Akademien gab er mit zwanzig sein Leinwanddebüt in John Landis’ Komödie ICH GLAUB’,
MICH TRITT EIN PFERD.
Nach kleineren Rollen in Fernsehserien und einem bemerkenswerten Auftritt in Barry Levinsons
Oscar-nominiertem AMERICAN DINER (1982) folgte zwei Jahre später der Durchbruch mit dem
Tanzfilm FOOTLOOSE. Bacon wurde über Nacht ein Star – eine Rolle, mit der sich der
zurückhaltende Schauspieler nur bedingt anfreunden konnte. Um seinem Image als Teenageridol
zu entkommen, spielte er in den folgenden Jahren hauptsächlich Theater (unter anderem am
Broadway an der Seite von Sean Penn), erst Anfang der neunziger Jahre wandte er sich wieder
verstärkt dem Kino zu. Neben den Kassenhits FLATLINERS und EINE FRAGE DER EHRE war es
vor allem die kleine Rolle eines homosexuellen Zeugen in Oliver Stones JFK – TATORT DALLAS
(1991), die sein neues Image als Charakterdarsteller festigten. Seitdem stand er mit nahezu allen
großen Schauspielern Hollywoods vor der Kamera: Mit Meryl Streep in AM WILDEN FLUSS, Tom
Hanks in APOLLO 13, Dustin Hoffman und Robert de Niro in SLEEPERS, Sean Penn in MYSTIC
RIVER und mit Nicole Kidman in der im Winter startenden Verfilmung des Fantasy-Bestsellers
DER GOLDENE KOMPASS.
Am liebsten arbeitet der auch als Musiker aktive Bacon (gemeinsam mit seinem älteren Bruder
Michael hat er schon vier CDs aufgenommen) aber mit seiner Frau Kyra Sedgwick: Insgesamt
sechsmal stand er mit ihr schon vor der Kamera, die beiden lernten sich 1988 am Set des Films
LEMON SKY kennen. Letztes Jahr inszenierte er eine Episode der erfolgreichen Mystery-Serie
„The Closer“ mit Sedgwick in der Hauptrolle. 1996 stand Bacon das erste Mal hinter der Kamera:
Er inszenierte fürs amerikanische Fernsehen den Film LOSING CHASE mit Kyra Segwick, Beau
Bridges und Helen Mirren in den Hauptrollen. Der Film wurde für drei Golden Globes nominiert und
lief auch in Sundance und auf dem Festival von Toronto. Aufgrund seiner vielen
Schauspielengagements dauerte es zehn Jahre, bis Kevin Bacon seinen zweiten Spielfilm
inszenieren konnte: 2006 kam LOVERBOY – LIEBE, WAHNSINN, TOD in die amerikanischen
Kinos, Sedgwick übernahm erneut die Hauptrolle. In Nebenrollen dieser Literaturverfilmung waren
Campbell Scott, Matt Dillon, Marisa Tomei und Oliver Platt zu sehen. Kevin Bacon und seine Frau
haben zwei Kinder, den 18-jährigen Travis und die 15-jährige Sosie. Die Familie lebt in New York.

Kelly Preston – Helen Hume
Geboren auf Hawaii, hat die 1962 geborene Schauspielerin bereits in jungen Jahren viel von der
Welt gesehen: Ihr Vater arbeitete für ein Agrarunternehmen, weshalb die Familie zuerst für ein
Jahr in den Irak zog, später ging es für zwei Jahre nach Australien. Zurück auf Hawaii verspürte
Kelly Preston schon früh den Wunsch, vor der Kamera zu stehen. Als Teenager wurde sie bereits
für Werbespots verpflichtet, später arbeitete sie auch als Model. Während ihres Studiums an der
University of Southern California spielte sie kleine Gastrollen in Fernsehserien wie „Quincy“ oder
„Hawaii Five-O“, um dann 1983 im Horrorfilm CHRISTINE erstmals auch im Kino auf sich
aufmerksam zu machen. Bei den Dreharbeiten zu der Spionagekomödie DIE EXPERTEN lernte
Preston ihren heutigen Ehemann John Travolta kennen, mit dem sie seit 1991 glücklich verheiratet
ist. „Als ich John heiratete, habe ich meine Karriere hinten angestellt, um mehr Zeit für meine Ehe
und ein Kind zu haben“, erzählte sie einmal in einem Interview. Neben dem fünfzehnjährigen Sohn
Jett haben die beiden noch eine gemeinsame Tochter, die siebenjährige Ella Bleu.
Kelly Preston versteht es seitdem geschickt, Familie und Beruf zu kombinieren: 1996 sah man sie
als die ehrgeizige Verlobte von Tom Cruise in dem Oscar-prämierten Film JERRY MAGUIRE –
SPIEL DES LEBENS. Ein Jahr später begeisterte sie in den beiden Komödienhits NIX ZU
VERLIEREN und IN SACHEN LIEBE. Aber auch im ernsteren Fach macht die Schauspielerin eine
gute Figur: In Bille Augusts Todesstrafen-Drama RETURN TO SENDER (2004) lieferte sie eine
ebenso reife Leistung ab wie als trauernde Mutter in DEATH SENTENCE - TODESURTEIL.
Demnächst wird Preston in dem Indepent-Film THE POSSIBILITY OF FIREFLIES zu sehen sein –
darin spielt sie eine alleinstehende Mutter von zwei Töchtern, die ihr Leben komplett umkrempeln
muss, nachdem sie ihr Mann verlassen hat.
Mit ihrem berühmten Ehemann stand sie seit ihrer Hochzeit nur noch einmal gemeinsam vor der
Kamera (im Jahr 2000, in BATTLEFIELD EARTH). Nächstes Jahr wird es aber ein Wiedersehen
mit den beiden auf der großen Leinwand geben: BORN TO BE WILD-Regisseur Walt Becker
besetzte das Ehepaar Travolta-Preston für seine neue Komödie OLD DOGS.

Garrett Hedlund – Billy Darly
Erst einen Monat war der in Rouseau, Minnesota geborene Hedlund in Hollywood, als er die Rolle
des Patroclus in Wolfgang Petersens Monumental-Epos TROJA (2004) ergatterte. Da war der
groß gewachsene Schauspieler gerade einmal achtzehn. Davor besuchte er die Horizon High
School in Phoenix, Arizona, nebenbei nahm er bereits privaten Schauspielunterricht. Nach
Hollywood wollte er schon damals: Er las unzählige Drehbücher, studierte tagelang
Branchenblätter wie „Variety“ oder den „Hollywood Reporter“ und rief Schauspielagenten an. Im
Anschluss an TROJA spielte er in FRIDAY NIGHT LIGHTS (ebenfalls 2004) einen Highschool
Football Spieler an der Seite von Billy Bob Thornton. Ein Jahr später war er einer der VIER
BRÜDER, in John Singletons Actionhit mit Mark Wahlberg in der Hauptrolle. Auch 2006 war ein
gutes Jahr für den Nachwuchs-Schauspieler: In der Christopher Paolini-Bestsellerverfilmung
ERAGON spielte er Murtagh. An der Premiere konnte er nicht teilnehmen, da er sich kurz davor
beim Snowboarden den Arm gebrochen hatte. 2007 zeigt sich Hedlund aber wieder fitter denn je:
Im Frühjahr kam GEORGIA RULE in die amerikanischen Kinos, in dem romantischen Drama ist er
neben Jane Fonda und Lindsay Lohan zu sehen. Seine erstaunliche Wandlungsfähigkeit beweist
er dagegen in DEATH SENTENCE – TODESURTEIL: Mit den vielen Tattoos und dem
durchtrainierten Körper gibt er einen erschreckend guten Bösewicht ab.
Aisha Tyler – Detective Wallis
Die 1970 in San Francisco geborene Aisha Tyler ist ein Multitalent: Die gutaussehende
Afroamerikanerin arbeitet als Moderatorin, Stand-up Comedian und Schauspielerin. Auch als
Autorin ist sie erfolgreich: Ihr Buch „Swerve: Reckless Observations of a Post-Modern Girl“, in dem
sie Themen wie Gelegenheitssex, das Mysterium von platonischen Freundschaften und HipHop-
Videos auf Hochzeiten thematisierte, stand monatelang auf den Bestsellerlisten. Tyler zog 1996
nach ihrem Abschluss in Politologie am Dartmouth College nach Los Angeles, seitdem war sie in
vielen Shows und Fernsehserien zu sehen. So übernahm sie Rollen in den Erfolgsserien „24“,
„Nip/Tuck, „Friends“, „Ghost Whisperer“ und „C.S.I. – Den Tätern auf der Spur“. Aber auch auf der
großen Leinwand konnte man die charismatische Aisha Tyler bewundern: Sie überzeugte neben
Comedy-Star Tim Allen in SANTA CLAUSE 2 – EINE NOCH SCHÖNERE BESCHERUNG (2002)
und SANTA CLAUSE 3 – EINE FROSTIGE BESCHERUNG (2006) ebenso wie neben Rapper
DMX im Actionfilm NEVER DIE ALONE (2004). Dabei sind ihre körperlichen Voraussetzungen
alles andere als günstig für eine Schauspielkarriere: Mit 1,83 Meter Körpergröße überragt sie die
meisten ihrer Kollegen.
LEIGH WHANNELL – Spink
Der 1977 in Melbourne, Australien geborene Whannell begann seine Schauspielkarriere mit TVSerien
wie „Neighbours“ oder „Blue Heelers“. An der RMIT University Melbourne lernte er
Regisseur James Wan kennen, mit dem er unter anderem für den ambitionierten ABCJugendkanal
Fly-TV arbeitete. Er spielte auch die Hauptrolle in Wans Debütfilm STYGIAN (2000).
Gemeinsam schrieben die beiden das Buch zum Horrorschocker SAW, der 2004 ein weltweiter
Erfolg wurde. Whannell übernahm auch in den nicht minder erfolgreichen Fortsetzungen SAW II
und SAW III die Rolle des Adam. Mittlerweile hat auch Hollywood den gutaussehenden Australier
für sich entdeckt: So war er 2003 im Blockbuster MATRIX: RELOADED zu sehen. Doch Leigh
Whannell ist nicht nur Schauspieler, gemeinsam mit seinem Freund James Wan schrieb er auch
das Drehbuch zu dessen Regiearbeit DEAD SILENCE; als ausführender Produzent war er auch
bei SAW II, SAW III und SAW IV beteiligt.
John Goodman – Bones Darly
John Goodman hat im Laufe seiner Schauspielkarriere große Vielseitigkeit bewiesen, unter
anderem in so unterschiedlichen Rollen wie der eines irren Serienmörders in BARTON FINK, als
Sportlegende in THE BABE – EIN AMERIKANISCHER TRAUM, als Blaublut von Format in KING
RALPH, als zynischer Rettungssanitäter in Martin Scorseses BRINGING OUT THE DEAD –
NÄCHTE DER ERINNERUNG oder als niemand Geringerer als Fred Feuerstein im Blockbuster
FLINTSTONES – DIE FAMILIE FEUERSTEIN.
Der in St. Louis geborene Schauspieler verließ seine Heimatstadt Mitte der siebziger Jahre
Richtung New York, um Schauspieler zu werden. Im Gepäck hatte er nicht mehr als seinen
Abschluss der Southwest Missouri State University und etwas Geld, das er sich von seinem Bruder
geliehen hatte. In den folgenden Jahren hielt er sich mit den seltsamsten Jobs über Wasser, ging
kellnern, arbeitete als Türsteher und hatte Kurzauftritte in Werbespots. Nach kleineren Auftritten in
Fernsehfilmen und -serien gelang ihm Mitte der achtziger Jahre mit ARIZONA JUNIOR von Joel
und Ethan Coen der große Durchbruch. Mit den beiden Brüdern hat er seitdem immer wieder
zusammen gearbeitet: Für BARTON FINK wurde er für den Golden Globe nominiert, in
HUDSUCKER – DER GROSSE SPRUNG übernahm er einen kurzen Cameo-Auftritt und für O
BROTHER, WHERE ART THOU? durfte er seinen Südstaaten-Slang auspacken. Die liebste
seiner Rollen ist die des Vietnam-Veteranen Walter Sobchak in THE BIG LEBOWSKI, ebenfalls
von den Coen-Brüdern. Am bekanntesten ist er aber wohl als Partner von „Roseanne“, in der
gleichnamigen Fernsehserie. Acht Staffeln lang spielte er Familienoberhaupt Dan Conner in der
weltweit erfolgreichen Serie, wofür er sieben Emmy-Nominierungen und einen Golden Globe
bekam.
Goodman überzeugt in Komödien ebenso wie in Krimis oder Horrorfilmen, neben seinen
zahlreichen Film- und Fernsehengagements steht er immer wieder auf der Bühne, unter anderem
am Broadway in „Loose Ends“ (1979), „Big River“ (1985) oder in Brechts „Der Aufstieg des Arturo
Ui“ im Jahr 2002. Auch als Sprecher für Animationsfilme ist er gefragt: So war er unter anderem
als Monster „Sulley“ in Pixars DIE MONSTER AG (2001) zu hören, ebenso wie in den Kinohits EIN
KÖNIGREICH FÜR EIN LAMA (2000), DAS DSCHUNGELBUCH 2 (2003) und CARS (2006). Im
lang erwarteten DreamWorks-Animationsfilm BEE MOVIE, der im November 2007 in die Kinos
kommt, spricht Goodman eine der Hauptrollen.
Derzeit dreht John Goodman mit den Wachowski-Brüdern (MATRIX) in Berlin SPEED RACER, die
actionreiche Adaption eines japanischen Animationsklassikers aus den sechziger Jahren. Bereits
abgedreht ist IN THE ELECTRIC MIST, das US-Debüt der französischen Autorenfilmlegende
Bertrand Tavernier. Goodman lebt mit seiner Frau Annabeth und Tochter Molly in New Orleans.

JAMES WAN – Regie
Der 1977 in Malaysia geborene Wan wuchs im australischen Melbourne auf, wo er auch das Royal
Melbourne Institute of Technology (RMIT) besuchte – als der jüngste Filmstudent, der jemals dort
angenommen wurde. Nachdem er mehrere Kurzfilme gedreht und mit dem Horrorfilm STYGIAN
seine erste Visitenkarte abgegeben hatte, schrieb er 2003 gemeinsam mit seinem Studienfreund
Leigh Whannell das Buch zum Horrorthriller SAW. Um potentielle Geldgeber zu überzeugen,
drehte er zunächst einen achtminütigen Teaser mit Whannell in der Hauptrolle – das Ergebnis
geriet so überzeugend, dass er bereits ein Jahr später SAW als Kinofilm realisieren konnte. Der
Schocker wurde auf das renommierte Sundance Film Festival eingeladen, wo er zum
Publikumsliebling avancierte. Lions Gate erwarb die amerikanischen Verleihrechte und landete im
Herbst 2004 einen der Überraschungshits des Jahres. SAW setzte neue Maßstäbe im Horrorgenre.
Als ausführender Produzent betreute James Wan auch SAW II und SAW III, die weltweit ebenso
einschlugen wie das Original. Auch an SAW IV, der diesen Herbst anlaufen soll, ist Wan wieder als
ausführender Produzent beteiligt.
Zeitgleich zu den SAW-Sequels bereitete Wan seine nächsten beiden Regie-Projekte vor: Im
Frühling 2007 startete in den US-Kinos der mit Donnie Wahlberg und Amber Valletta attraktiv
besetzte DEAD SILENCE – ein Mysterythriller mit Horrorelementen, für den er gemeinsam mit
Leigh Whannell das Drehbuch schrieb. Whannell ist auch bei DEATH SENTENCE –
TODESURTEIL mit von der Partie: Dieses Mal nicht als Autor, sondern als Schauspieler.

IAN JEFFERS – Drehbuch
Ian Mackenzie Jeffers ist ein Autor aus New York, der mit dem Drehbuch zu DEATH SENTENCE –
TODESURTEIL sein Spielfilm-Debüt gibt. Sein Buch basiert auf dem 1975 erschienenen Roman
„Death Sentence“ von Brian Garfield, der wiederum drei Jahre zuvor die literarische Vorlage zum
umstrittenen Charles Bronson-Film „Death Wish“ (zu deutsch: „Ein Mann sieht rot“) geschrieben
hatte. Derzeit arbeitet Jeffers an mehreren Drehbüchern, die im Jahr 2008 verfilmt werden sollen.

ASHOK AMRITRAJ – Produktion
Als Präsident von Hyde Park Entertainment ist Ashok Amritraj einer der erfolgreichsten
Produzenten Hollywoods; seine Filmographie umfasst mittlerweile mehr als neunzig Produktionen.
Darunter finden sich Hits wie HAUS ÜBER KOPF mit dem Comedy-Traumpaar Steve Martin und
Queen Latifah (2003), die Gaunerkomödie BANDITEN! (2001) mit Bruce Willis und Cate Blanchett,
das ergreifende Drama MOONLIGHT MILE aus dem Jahre 2002 mit Dustin Hoffman, Susan
Sarandon und Jake Gyllenhaal oder auch der im Herbst in den deutschen Kinos startende Sandra
Bullock-Thriller DIE VORAHNUNG.
Der gebürtige Inder kam gemeinsam mit seinen Brüder Vijay und Anand in den siebziger Jahren in
die Vereinigten Staaten – um Tennis zu spielen. In seiner neunjährigen Profikarriere nahm er an
allen Grand-Slam-Turnieren teil, 1974 stand er sogar im Finale des Jugendturniers von Wimbledon.
Der von ihm produzierte indische Film JEANS wurde von seinem Heimatland 1998 ins Oscar-
Rennen geschickt, was ihm den Titel „Spirit of India’s Man of the Year“ einbrachte. Auch der „Pride
of India“ Lifetime Achievement Award wurde ihm verliehen. Amritraj ist Mitglied des “Foreign Film
Boards” der Academy of Motion Picture Arts & Sciences, gehört der British Academy of Film and
Television Arts an und ist im internationalen Rat der Emmy Awards.

HOWARD BALDWIN – Produktion
Baldwin arbeitet schon seit über zwanzig Jahren in der Filmbranche, als Produzent verantwortete
er so unterschiedliche Projekte wie THE GAMES OF THEIR LIVES (2004) mit Gerard Butler und
Wes Bentley, SUDDEN DEATH (1995) mit Action-Superstar Jean-Claude Van Damme oder
SAHARA – ABENTEUER IN DER WÜSTE (2005) mit Matthew McConaughey und Penélope Cruz.
Als Vorstandsvorsitzender der Baldwin Entertainment Gruppe hat er in den letzten fünf Jahren
mehr als zehn Projekte initiiert: Am erfolgreichsten war er dabei mit dem Film über das Leben von
Ray Charles: RAY wurde 2004 für den Oscar nominiert.
Der gebürtige Amerikaner ist großer Eishockey-Fan, im Jahr 1992 gewann er mit den „Pittsburgh
Penguins“ den Stanley Cup. Heute betreut er das Team der „Iowa Stars“. Baldwin hat drei Kinder
und sechs Enkel und lebt mit seiner Frau Karen in Los Angeles.

KAREN ELISE BALDWIN – Produktion
Karen Baldwin begann ihre Filmkarriere als Schauspielerin: 1987 spielte sie in dem Madonna-Film
WHO’S THAT GIRL, ein Jahr später im Horrorthriller SPELLBINDER – EIN TEUFLISCHER PLAN.
Doch schon bald verlagerte sie ihr Tätigkeitsfeld auf das Produzieren von Filmen; gemeinsam mit
ihrem Ehemann Howard Baldwin arbeitete sie an Filmen wie SWIMMING UPSTREAM – GEGEN
DIE STRÖMUNG (2003) mit Geoffrey Rush und Judy Davis, SAHARA – ABENTEUER IN DER
WÜSTE (2005) oder dem Oscar-nominierten RAY aus dem Jahre 2004.
Aktuell bereitet das Ehepaar Baldwin mehrere Projekte vor; unter anderem die nächste Regiearbeit
von Joel Schumacher: Das Drama 1:30 TRAIN soll 2008 mit Monica Bellucci in der Hauptrolle
realisiert werden.

ANDREW SUGERMAN – Ausführende Produktion
In den letzten dreißig Jahren war Sugerman an vielen großen Filmprojekten als ausführender
Produzent beteiligt. Seine Filmographie umfasst Romanzen wie SHOPGIRL (mit Steve Martin und
Claire Danes) ebenso wie Komödien (KEINE HALBEN SACHEN 2 – JETZT ERST RECHT mit
Bruce Willis und Matthew Perry), Actionfilme (UNDISPUTED – SIEG OHNE RUHM mit Wesley
Snipes und Ving Rhames) oder Thriller (BALLISTIC: ECKS VS. SERVER mit Antonio Banderas
und Lucy Liu). Auch als Regisseur hat Sugerman Erfahrung: So inszenierte er bereits im Jahre
1985 den Kinofilm BOMBENSTIMMUNG IM HAUPTQUARTIER – eine freche Komödie über die
Zustände im Pentagon.

JOHN R. LEONETTI – Kamera
Der Amerikaner John R. Leonetti stammt aus einer Familie von Filmbegeisterten: Sein Bruder
Matthew F. Leonetti ist ebenfalls Kameramann, sein Neffe Matthew F. Leonetti Jr. begann als
Produktionsassistent und ist mittlerweile regelmäßig als Produzent beschäftigt. John begann seine
Karriere in den frühen achtziger Jahren als Kameraassistent und arbeitete in dieser Zeit oft mit
seinem älteren Bruder zusammen. 1991 engagierte ihn Regisseur Jack Bender erstmalig als
Kameramann für den dritten Teil der erfolgreichen Horrorfilm-Reihe CHILD’S PLAY. Das Genre
liegt ihm und so fotografierte er in den folgenden Jahren mehrere Episoden der legendären TVSerie
GESCHICHTEN AUS DER GRUFT.
Aber auch als Kino-Kameramann ist Leonetti gefragt: Seine Filmographie umfasst Kassenhits wie
HOT SHOTS! DER 2. VERSUCH aus dem Jahre 1993, DIE MASKE mit Superstar Jim Carrey von
1994, die kultverdächtige Heavy-Metal-Komödie DETROIT ROCK CITY (1999), den Tanzfilm
HONEY mit Jessica Alba aus dem Jahre 2003 und den Sommer-Blockbuster des Jahres 2002
THE SCORPION KING mit Wrestling-Superstar The Rock. Doch nicht nur als Kameramann kann
Leonetti überzeugen – mittlerweile hat er sich auch als Regisseur einen Namen gemacht: Sein
Debüt gab er 1997 mit dem zweiten Teil der erfolgreichen Videospiel-Verfilmung MORTAL
KOMBAT 2, letztes Jahr inszenierte er die Fortsetzung des Mystery-Hits THE BUTTERFLY
EFFECT 2.

JULIE BERGHOFF – Produktionsdesign
Julie Berghoff arbeitete im Bereich Special Effects, als sie das Angebot bekam, für Eddie Murphys
Fernsehserie „The PJ’s“ Stopmotion-Animationen beizusteuern. Im Bereich digitale Animation war
sie als Art Director und Produktionsdesignerin tätig. Mit Regisseuren wie Herb Ritts, David
LaChapelle oder Jared Hess arbeitete sie an Musikvideos und Werbespots. Als sich ihr die
Gelegenheit bot, für James Wans Independentfilm SAW den Bereich Produktionsdesign zu
übernehmen, griff Berghoff zu. Seitdem hat sie für den Laurence Fishburne-Thriller FIVE
FINGERS gearbeitet, auch an James Wans zweitem Kinofilm DEAD SILENCE war sie beteiligt.

CHARLIE CLOUSER – Musik
Der 1963 in Hanover, New Hampshire geborene Musiker ist ein alter Bekannter von Regisseur
James Wan, steuerte er doch schon den Score zu Wans Kinohit SAW bei. Auch für dessen
nächste Regiearbeit DEAD SILENCE (2007) schrieb Clouser die Musik, ebenso wie für die
Fortsetzungen SAW II bis IV. Charlie Clouser war aber auch schon vor seiner Arbeit als
Filmkomponist im Filmgeschäft tätig: Der Vollblutmusiker schrieb unter anderem Songs für die
Filme MATRIX: RELOADED, END OF DAYS und JOHN CARPENTER’S FLUCHT AUS L.A.
In der amerikanischen Industrial- und Metal-Szene ist Clouser eine feste Größe: 1994 stieg er als
Keyboarder bei den Noiserockern Nine Inch Nails ein, zuvor hatte er schon mit Marilyn Manson,
Alice Cooper und White Zombie zusammen gearbeitet. Als Produzent bearbeitete er Songs von
David Bowie, Jamiroquai oder Rammstein. Für seine Zusammenarbeit mit White-Zombie-
Frontmann Rob Zombie wurde Charlie Clouser für einen Grammy nominiert.