Hab mir den, als Ron Perlman Anhänger, trotz vieler schlechter Krikten die es im Netz gibt, mal ausgeliehen.
Und siehe da, hat mir richtig gut gefallen!!
Mit "Das Ding aus einer anderen Welt" hat der FIlm allerdings nicht viel zu tun, außer der parallele, dass es sich in beiden Fällen um eine Forschungsstation im Eis handelt.
Dass der Film allgemein schlecht ankommt liegt meiner Meinung nach an zwei Dingen:
1. Der Film wird als Horrorfilm vermarktet. Da dürften viele enttäuscht sein, denn ist ein sehr ruhiger, atmosphärischer Film in dem es kaum Action oder irgendwelche Horrorelemente gibt.
2. Der Film lässt fast alles offen und überlässt das Interpretieren dem Zuschauer. Das kann man als planlos und verwirrend bezeichnen, oder als genial.
Ich fand Perlman sehr passend in dem Film, als mirrischer, ungläubiger Leiter des Teams.
Ein ganz großes Plus bekommt der Film von mir für die Atmosphäre. Die fand ich wirklich düster und unheimlich durch den Realismus. Besonders wenn man bedenkt wie real das Szenario des "Letzten Winters" ist in der heutigen Zeit. Letztes Jahr ist der Winter schon ausgefallen und dieses Jahr einschbar wieder...
Falls jemand noch den FIlm gesehen hat. Wie seht ihr das Ende?
SPOILER (Zum lesen den Text markieren!)
Ich hab das so mitbekommen, dass da ein großer zeitlicher Sprung drin ist. Die Frau wurde wohl doch noch aus der HÜtte gerettet und wacht dann in einem Krankenhaus in einer Stadt auf. Und muss da feststellen, dass dort auch bereits das Chaos ausgebrochen ist. Die Welt ist wohl verloren. Was mit den verschwunden Charakteren passiert ist (die beiden Indianer), bleibt unklar.SPOILER ENDE
Für mich ein echter Überraschungshit!

Wer mit sehr ruhigen Filmen und mit Filmen, die kaum was erklären, nichts anfangen kann, sollte hier einen großen Bogen drum machen.
8,5/10 Expeditionen