The Protector

pyro
The Protector
USA 1985
mit Jackie Chan, Danny Aiello, Moon Lee


Story:
Der New Yorker Polizist Billy Wong (Jackie Chan) wird strafversetzt. Um den Tod seines Kollegen zu rächen, hat er den Täter bei einer wilden Verfolgungsjagd einfach in die Luft gejagt. Nun arbeitet er mit Danny Garoni (Danny Aiello) zusammen. Ihr neuer Fall führt die beiden nach Hongkong. Die Tochter des einflußreichen Industriellen Shapiro ist entführt worden. Als Drahtzieher vermutet das Duo den gefährlichen Drogenboß Mr. Ko.
Quelle: ofdb.de



Review (beruht auf der US Fassung):

Die Story ist ein alter Hut und so oder ähnlich schon oft filmisch verpackt worden. Ein Cop, hier eben Jackie, verliert seinen Partner und begibt sich auf einen kleinen Rachefeldzug. Natürlich haben auch wieder irgendwelche Triaden und Drogenbarone ihre Finger mit im Spiel und so kommt es erwartungsgemäß zum Feldzug gegen die Unterwelt.

Allerdings verlagert sich der Schauplatz schon nach kurzer Zeit nach Hongkong, was die Geschichte wieder etwas interessanter macht. Was man Glickenhaus nicht ankreiden kann ist die filmische Inszenierung der zahlreichen Schauplätze von Hongkong. Die Kamerafahrten entlang der Hochhausfassaden sind durchaus sehenswert und warten mit allerlei netten Details auf. Was besonders gefällt ist der Trip in den Hafen, mit all seinen Booten und Dschunken inklusive einer gut gefilmten Verfolgungjagd, die ein kleinwenig an „Enter the Dragon“ erinnert. Ansonsten wird für amerikanische Verhältnisse recht solide Action geboten, allerdings ohne die Qualitäten wie man von Jackie Chan erwartet. Jackie wird bis auf ein paar kleinere Stunts kaum etwas angeboten und man merkt dass er sich hier absolut unterfordert fühlte. Es gibt weder nennenswerte Fights noch kuriose Körperakrobatik zu bestaunen, insgesamt eigentlich nichts von dem was Jackie auszeichnet. Eine große Enttäuschung ist zum Beispiel der Endkampf, der schon nach wenigen Sekunden völlig unspektakulär wieder vorüber ist. Es wundert daher wenig das Jackie selbst mit den Produkt unzufrieden war und Amerika enttäuscht den Rücken kehrte um zu zeigen wie ein richtiger Cop-Thriller aussehen muss, das Resultat „Police Story“ ist hinlänglich bekannt.

Noch ein Wort zu Chan Partner. Eigentlich handelt es sich bei „The Protector“ nämlich um einen Buddy-Movie, wobei ungewöhnlicher Weise nicht Jackie den lockeren Sprücheklopfer spielt sondern sein Partner Danny Aiello. Etwas gewöhnungsbedürftig ist der blonde Recke an seiner Seite zwar schon, ist allerdings um einiges erträglicher als die Nervensägen Owen Wilson und Chris Tucker. Letztlich eine Frage des Geschmacks, allerdings hätte man Aiello durchaus konstruktiver in die Handlung einbinden können.

Fazit:

Jackie Chans erste Gehversuche in Amerika bleiben ein zweischneidiges Schwert. Zwar gefallen die Vorteile der professionelleren Umsetzung, bringen aber insgesamt wenig wenn Chan nicht richtig ins Konzept eingebunden wird. Sein Charakter bleibt blass und austauschbar, was aber noch viel gravierender ist, es fehlt an Action und Chan-typischer Akrobatik. Für einen B-Movie dieser Zeit bleibt der Film insgesamt dennoch akzeptabel und ansehbar, nur sollte man eben nicht zu viel erwarten.
[komplette Kritik]

ich vergebe daher 6/10 Punkten
Jackie Chan Fan
Handelt es sich hierbei um die amerikanische Fassung? Den in der Hongkong Fassung hat er einige Kampfszenen neu gedreht.
Hainz
Die japanische Laserdisc ist die längste Fassung des Films die man kriegen kann, aber leider keine engl. Subs.
HK DVD ist aber eine gute Wahl. Diese Version wurde von Jackie selbst gerecuttet sozusagen. Sally Yeh ist dabei, mehr Action, die aber leider auch nicht vom Hocker reißt.
Samo
Ich habe auch die Hongkong DVD. Die Kampfszenen sind viel rasanter als im enlischen Original. Auch sonst gabs einige Veränderungen: die Nacktszenen z.B wurden entfernt.
Ich finde den Film, die Hongkong-Fassung jedenfalls, sehr gut! Gute Arbeit

8 von 10
pyro
Ok, es handelt sich um die US Fassung. Das sollte ich vielleicht noch ergänzen.