Ich finde man muss bei Filmen, in denen das Töten im Vordergrund steht, betrachten, welche Intention denn diese Filme verfolgen. Will der Film einfach nur Splatterfans unterhalten mit einer wild konstruierten Geschichte 'ne Weile lang unterhalten (THHE, Nightmare on Elm Street 1-...., Zombie Filme) oder will der Film dadurch schocken, dass er eine möglichst reale Story mit möglichst brutaler Gewalt von sich reden macht (Hostel, TCM, Saw).
Erstere Filme finde ich ok. Ich bezeichne mich schon als Fan von derartigen Filmen, da man gut das Hirn abschalten und manchmal nett unterhalten werden kann. THHE hat keine Story, bei der man sagt "hui, das kann tatsächlich so sein". Der Film zeigt das 10-kleine Negerlein-Prinzip und Genrefans macht es Spaß mitzufiebern, wer als nächster draufgeht, wer überleben kann, wie der nächste stirbt, wie der Rest überlebt und fertig. Man hat kein großes Budget, man macht nicht Mördermäßig Werbung mit großen Namen o.ä. dafür, man hofft nur, dass der Film ein bisschen was einspielt und fertig. Bei DotD (Remake) steht nirgends dabei "Mit Ving Rhames, bekannt aus M:I 1-3". Und sowas fällt für mich unter Kunst, die kurzweilige Unterhaltung bietet und halte ihc auch für legitim und in Ordnung. Manche mögen kitschige Liebesfilme und andere mögen blutige Action.
Zweitere Filme halten sich das Schild vor, "die menschlichen Abgründe" zu zeigen. TCM erzählt von der "wahren Begebenheit", Hostel wurde durch eine angebliche HP aus Thailand inspiriert usw. usf. Da die Realität langweilig darzustellen ist und nicht so polarisiert wie Untote, die aus den Gräbern steigen, muss man mit anderen Mitteln für sich Werbung machen. TCM wirbt mit Michael Bay als Produzenten, Hostel hat überall Quentin Tarantino drinstehen. Aber Namen machen nur auf den Film aufmerksam, aber machen noch keinen guten Film, sie sollen die Leute nur dazu bewegen, in den Film reinzugehen. Und wenn man keine Fantasy-Elemente mit reinbringen kann, nimmt man eben was anderes, was real durchaus möglich ist und das ist die nackte Brutalität.
Ich persönlich halte die Idee für Hostel gar nicht schlecht, die Geschichte vom Sadismus im Menschen ist ja in Zeiten von Gewaltvideos und Killerspielen recht aktuell. Nur kann man bei gewissen Szenen auch einfach die Kamera woanders hinrichten und muss nicht zeigen, wie jemand
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Mit einer Bohrmaschine Löcher in einen Körper bohrt oder im Fall von Teil 2 einen Penis abschneidetSPOILER ENDE. Wenn man bei solchen Szenen die Kamera sonstwohin gerichtet hätte, nur nicht genau drauf, würde man vielleicht nicht sagen "Oh krass, man hat voll gesehen, wie der dies und das gemacht hat, das hab ich noch nie gesehen....", sondern "Hui, der hat dies und das gemacht, wieso macht ein Kerl sowas", weil dann nicht die Brutalität im Fokus steht, sondern Platz ist, sich über die psychischen Aspekte Gedanken zu machen. TCM ist bei sowas eher noch harmlos.
Saw (wohlgemerkt nur der erste Teil) allerdings halte ich für eine Ausnahme in dieser Kategorie. Natürlich ist er brutal und bei der
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Bein-Absäge-SzeneSPOILER ENDE hab ich auch ganz schön verhagelt geschaut. Allerdings ist dies die einzige Vergleichbare Szene. Bei der Szene, wo Amanda
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dem Kerl den Bauch aufstichtSPOILER ENDE hält die Kamera nicht drauf, sondern man sieht nur das Messer auf- und abgehen und die Hände immer blutiger werden. Dafür punktet der Film (meiner Meinung nach) mit der düsteren Atmosphäre, dem Katz- und Maus Spiel zwischen Adam und Dr. Gordon und das überraschende Ende, bei dem auf einmal alles viel logischer wird. Teil II und III und wahrhscienlich auch Teil IV bis was-weiß-Ich machen allerdings nicht mehr durch ihre Atmo usw. von sich reden und hatten auch kein niedriges Budget. Natürlich war das Ende auch einigermaßen überraschend, allerdings war das nur ein Nebeneffekt, den Darren Lynn Bousman beabsichtigt hat. Im Vordergrund stand wieder die Gewalt. Ich hab zumindest noch keinen erlebt, dem zuerst das überraschende Ende in den Sinn kam, sondern die Darstellung von
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aufgerissenen Brustkörben, langsam verdrehte Gliedmaßen usw.SPOILER ENDE.
Und sowas finde ich nicht gut.
Jetzt hab ich lang genug geschwafelt und wer das hier bis zuletzt gelesen hat: Respekt
Das war mein Wort zum Tag^^