Jason Voorhees
Titel:
Ein Herz und eine Seele
Originaltitel:
Ein Herz und eine Seele

Herstellungsland:
Deutschland
Produktionsjahr:
1973-1976
Genre:
Comedy
Episoden:
25
Episodenlänge:
45 Minuten
Staffeln:
2
Hauptdarsteller:
Heinz Schubert ....................... Alfredy Tetzlaff
Elisabeth Wiedemann .............. Else Tetzlaff (geb. Böteführ) #1
Hildegard Krekel ..................... Rita Graf (geb. Tetzlaff)
Diether Krebs ......................... Michael Graf #1
Helga Feddersen ..................... Else Tetzlaff (geb. Böteführ) #2
Klaus Dahlen .......................... Michael Graf #2
Story:
Alfred Tetzlaff (Ekel Alfred), die Hauptfigur, ist der typische reaktionäre bundesdeutsche Spießer. Sein chauvinistisches bis frauenverachtendes Auftreten, Ausfälle gegen die SPD-Regierung, seinen Schwiegersohn und vieles mehr zielen dabei auf die zeitgenössischen kleinbürgerlichen Stammtischpolitiker.
Else Dorothea Tetzlaff, geb. Böteführ, ist das einfältige Hausmütterchen, versteht nichts von Politik und bringt Alfred damit immer wieder auf die Palme. Worauf sie von ihm immer wieder als "dusselige Kuh" bezeichnet wird.
Rita Graf, geb. Tetzlaff, die Tochter des Hauses, arbeitet als Verkäuferin in der Kosmetikabteilung eines Kaufhauses, ist mit Michael verheiratet und wohnt zusammen mit ihm bei ihren Eltern. Sie muss regelmäßig die Launen ihres Vaters ertragen.
Michael Graf, Alfreds Schwiegersohn, verkörpert den legeren, von den 68ern geprägten links stehenden Mittzwanziger und wird deshalb vom Familienoberhaupt regelmäßig als "Sozi", "Komsomolze", "bolschewistischer ******" usw. bezeichnet. Er stammt aus der DDR.
ERFOLG UND POLITISCHER INHALT
"Ein Herz und eine Seele" wurde von Wolfgang Menge nach dem Vorbild der US-amerikanischen Serie "All in the Family" (1971-1979) - die wiederum auf die britische Serie "Till Death Us Do Part" (1965-1975) zurückgeht - den deutschen Verhältnissen (SPD-Regierung, Nachwehen der Studentenrevolte) entsprechend entwickelt. Menge übernahm sogar die Namen aus "Till Death Us Do Part": Alfred heißt im Original Alf, Michael heißt Mike, Else und Rita haben exakt den gleichen Namen. Auch die anrufbare Telefonzelle stammt aus der Vorlage, solche Zellen gab es in Deutschland nicht. Fernsehgeschichtlich bedeutsamer war indes die Übernahme des Sitcom-Formats ins deutsche Programm.
Es war die erste Fernsehserie, die sich auch mit dem politischen Geschehen der damaligen Zeit auseinander setzte. Vor allem dem schwarzen Humor und der hervorragenden schauspielerischen Leistung der Darsteller sowie den intelligent gestrickten Dialogen ist der Erfolg zu verdanken.
Die derbe Sprache und zotigen Gags sowie die ideologische Polarisierung der Protagonisten mit Anspielungen auf die aktuelle politische Situation waren für das Fernsehen einerseits noch ungewohnt, gelangten andererseits nach anfänglicher Kritik schnell zu großer Beliebtheit. Paradoxerweise stellte die Serie ungeachtet ihrer innewohnenden Gesellschaftskritik einen maßgeblichen Schritt auf die angelsächsische Ästhetik der Soaps und Sitcoms dar, die in einem kammerspielartig (oder volksbühnenartig) reduzierten Setting mit einem Minimum an Personen arbeiteten und sowohl in der Aufnahmetechnik als auch in der Storyline und Sprache ein Höchstmaß an Rationalität darstellten.
Die ersten 11 Folgen der 1. Staffel wurden noch in Schwarzweiß gedreht. Gerade diese Folgen sind heute Kult. Die 12. Folge (Sylvesterpunsch) wird zu Silvester - ähnlich wie Dinner for One - immer wieder ausgestrahlt. Es war zudem die erste Folge in Farbe. Die Folge Besuch aus der Ostzone enthält aus heutiger Sicht eine besondere Ironie, da bei der Fußball-WM 1974 die DDR-Auswahl, über die sich Alfred im Gespräch mit Michaels Vater lustig macht, gegen die DFB-Auswahl mit 1:0 gewann.
Die 2. Staffel wurde nach nur vier Folgen eingestellt, da das Zuschauerinteresse stark zurückging. Dieser Rückgang wurde der geänderten Besetzung zugeschrieben. Ein Grund war wohl auch der aktuelle Bezug und die kompromisslose Lagermentalität der Protagonisten, deren Argumentationslinien in dem Maß als unzeitgemäß erscheinen mussten, als die politische Landschaft mehr und mehr von Kompromissen bestimmt wurde.
Nach dem Mauerfall schrieb Wolfgang Menge die Serie Motzki, die sich um den pensionierten Fahrlehrer Friedhelm Motzki aus West-Berlin drehte, der laufend über die Zonendödel schimpft (motzt). Heinz Schubert drehte in der zweiten Hälfte der 90er Jahre mehrere Folgen von Mit einem Bein im Grab, als er den Rentner Viktor Bölkhoff spielte.
(www.wikipedia.de)
EPISODENINDEX
Staffel 1 (1973-1974)
1. Das Hähnchen [15.1.1973]
2. Der Fernseher [29.1.1973]
3. Besuch aus der Ostzone [12.2.1973]
4. Die Beerdigung [26.2.1973]
5. Die Bombe [12.3.1973]
6. Hausverkauf [26.3.1973]
7. Silberne Hochzeit [9.4.1973]
8. Urlaubsvorbereitung [30.4.1973]
9. Erntedankfest [1.10.1973]
10. Eine schwere Erkrankung [29.10.1973]
11. Der Sittenstrolch [26.11.1973]
12. Sylvesterpunsch [31.12.1973]
13. Der Ofen ist aus [28.1.1974]
14. Rosenmontagszug [25.2.1974]
15. Frühjahrsputz [18.3.1974]
16. Selbstbedienung [13.4.1974]
17. Besuch aus der Ostzone (Farbfassung) [17.6.1974]
18. Urlaubsvorbereitung (Farbfassung) [15.7.1974]
19. Tapetenwechsel [12.8.1974]
20. Der Staatsfeind [9.9.1974]
21. Der Sittenstrolch (Farbfassung) [4.11.1974]
Staffel 2 (1976)
22. Telefon! [31.5.1976]
23. Massage [5.7.1976]
24. Modell Tetzlaff [27.9.1976]
25. Schlußwort [22.11.1976]
Sonstiges:
SONSTIGES
21 der 25 Folgen sind in der folgenden Box erschienen:

Nach einigem Protest der Fans wühlte der WDR in seinem Archiv rum und stellte fest, dass die Serie doch nicht komplett war. So erschien ein paar Monate später eine Spezial DVD unter dem Titel "Die verschollenen Folgen":

Fazit:
Ein Herz und eine Seele gehört zweifelsfrei zu einer der besten jemals in Deutschland produzierten Serien. Dieser politische Zynismus in der damals schweren Zeit wird hier gnadenlos zum Ausdruck gebracht. Heinz Schubert passt einfach wundervoll in die Rolle des doch ein wenig rechts orientierten CDU Mannes, der einem gewissen deutschen Diktator doch sehr ähnlich sah. Auch Elisabeth Wiedemann als treudoofe Ehefrau passt wundervoll an die Seite Schuberts, die Rolle ist ihr wie auf den Leibgeschneidert. Gleiches gilt auch für Diether Krebs und Hildegard Krekel. In der zweiten Staffel wurden Wiedemann und Krebs leider durch Helga Feddersen und Klaus Dahlen ersetzt - ein Fehler wie ich finde. Ich mah zwar Helga Feddersen sehr gerne und sie spielte ihre Rolle gut, doch irgenwie passte nur E. Wiedemann in diese Rolle, gleiches gilt für Diether Krebs. Zudem ist es schade, dass dadurch auch der politische Aspekt der Serie deutlich nachließ.
Note:
10/10 Punkten
Ein Herz und eine Seele
Originaltitel:
Ein Herz und eine Seele

Herstellungsland:
Deutschland
Produktionsjahr:
1973-1976
Genre:
Comedy
Episoden:
25
Episodenlänge:
45 Minuten
Staffeln:
2
Hauptdarsteller:
Heinz Schubert ....................... Alfredy Tetzlaff
Elisabeth Wiedemann .............. Else Tetzlaff (geb. Böteführ) #1
Hildegard Krekel ..................... Rita Graf (geb. Tetzlaff)
Diether Krebs ......................... Michael Graf #1
Helga Feddersen ..................... Else Tetzlaff (geb. Böteführ) #2
Klaus Dahlen .......................... Michael Graf #2
Story:
Alfred Tetzlaff (Ekel Alfred), die Hauptfigur, ist der typische reaktionäre bundesdeutsche Spießer. Sein chauvinistisches bis frauenverachtendes Auftreten, Ausfälle gegen die SPD-Regierung, seinen Schwiegersohn und vieles mehr zielen dabei auf die zeitgenössischen kleinbürgerlichen Stammtischpolitiker.
Else Dorothea Tetzlaff, geb. Böteführ, ist das einfältige Hausmütterchen, versteht nichts von Politik und bringt Alfred damit immer wieder auf die Palme. Worauf sie von ihm immer wieder als "dusselige Kuh" bezeichnet wird.
Rita Graf, geb. Tetzlaff, die Tochter des Hauses, arbeitet als Verkäuferin in der Kosmetikabteilung eines Kaufhauses, ist mit Michael verheiratet und wohnt zusammen mit ihm bei ihren Eltern. Sie muss regelmäßig die Launen ihres Vaters ertragen.
Michael Graf, Alfreds Schwiegersohn, verkörpert den legeren, von den 68ern geprägten links stehenden Mittzwanziger und wird deshalb vom Familienoberhaupt regelmäßig als "Sozi", "Komsomolze", "bolschewistischer ******" usw. bezeichnet. Er stammt aus der DDR.
ERFOLG UND POLITISCHER INHALT
"Ein Herz und eine Seele" wurde von Wolfgang Menge nach dem Vorbild der US-amerikanischen Serie "All in the Family" (1971-1979) - die wiederum auf die britische Serie "Till Death Us Do Part" (1965-1975) zurückgeht - den deutschen Verhältnissen (SPD-Regierung, Nachwehen der Studentenrevolte) entsprechend entwickelt. Menge übernahm sogar die Namen aus "Till Death Us Do Part": Alfred heißt im Original Alf, Michael heißt Mike, Else und Rita haben exakt den gleichen Namen. Auch die anrufbare Telefonzelle stammt aus der Vorlage, solche Zellen gab es in Deutschland nicht. Fernsehgeschichtlich bedeutsamer war indes die Übernahme des Sitcom-Formats ins deutsche Programm.
Es war die erste Fernsehserie, die sich auch mit dem politischen Geschehen der damaligen Zeit auseinander setzte. Vor allem dem schwarzen Humor und der hervorragenden schauspielerischen Leistung der Darsteller sowie den intelligent gestrickten Dialogen ist der Erfolg zu verdanken.
Die derbe Sprache und zotigen Gags sowie die ideologische Polarisierung der Protagonisten mit Anspielungen auf die aktuelle politische Situation waren für das Fernsehen einerseits noch ungewohnt, gelangten andererseits nach anfänglicher Kritik schnell zu großer Beliebtheit. Paradoxerweise stellte die Serie ungeachtet ihrer innewohnenden Gesellschaftskritik einen maßgeblichen Schritt auf die angelsächsische Ästhetik der Soaps und Sitcoms dar, die in einem kammerspielartig (oder volksbühnenartig) reduzierten Setting mit einem Minimum an Personen arbeiteten und sowohl in der Aufnahmetechnik als auch in der Storyline und Sprache ein Höchstmaß an Rationalität darstellten.
Die ersten 11 Folgen der 1. Staffel wurden noch in Schwarzweiß gedreht. Gerade diese Folgen sind heute Kult. Die 12. Folge (Sylvesterpunsch) wird zu Silvester - ähnlich wie Dinner for One - immer wieder ausgestrahlt. Es war zudem die erste Folge in Farbe. Die Folge Besuch aus der Ostzone enthält aus heutiger Sicht eine besondere Ironie, da bei der Fußball-WM 1974 die DDR-Auswahl, über die sich Alfred im Gespräch mit Michaels Vater lustig macht, gegen die DFB-Auswahl mit 1:0 gewann.
Die 2. Staffel wurde nach nur vier Folgen eingestellt, da das Zuschauerinteresse stark zurückging. Dieser Rückgang wurde der geänderten Besetzung zugeschrieben. Ein Grund war wohl auch der aktuelle Bezug und die kompromisslose Lagermentalität der Protagonisten, deren Argumentationslinien in dem Maß als unzeitgemäß erscheinen mussten, als die politische Landschaft mehr und mehr von Kompromissen bestimmt wurde.
Nach dem Mauerfall schrieb Wolfgang Menge die Serie Motzki, die sich um den pensionierten Fahrlehrer Friedhelm Motzki aus West-Berlin drehte, der laufend über die Zonendödel schimpft (motzt). Heinz Schubert drehte in der zweiten Hälfte der 90er Jahre mehrere Folgen von Mit einem Bein im Grab, als er den Rentner Viktor Bölkhoff spielte.
(www.wikipedia.de)
EPISODENINDEX
Staffel 1 (1973-1974)
1. Das Hähnchen [15.1.1973]
2. Der Fernseher [29.1.1973]
3. Besuch aus der Ostzone [12.2.1973]
4. Die Beerdigung [26.2.1973]
5. Die Bombe [12.3.1973]
6. Hausverkauf [26.3.1973]
7. Silberne Hochzeit [9.4.1973]
8. Urlaubsvorbereitung [30.4.1973]
9. Erntedankfest [1.10.1973]
10. Eine schwere Erkrankung [29.10.1973]
11. Der Sittenstrolch [26.11.1973]
12. Sylvesterpunsch [31.12.1973]
13. Der Ofen ist aus [28.1.1974]
14. Rosenmontagszug [25.2.1974]
15. Frühjahrsputz [18.3.1974]
16. Selbstbedienung [13.4.1974]
17. Besuch aus der Ostzone (Farbfassung) [17.6.1974]
18. Urlaubsvorbereitung (Farbfassung) [15.7.1974]
19. Tapetenwechsel [12.8.1974]
20. Der Staatsfeind [9.9.1974]
21. Der Sittenstrolch (Farbfassung) [4.11.1974]
Staffel 2 (1976)
22. Telefon! [31.5.1976]
23. Massage [5.7.1976]
24. Modell Tetzlaff [27.9.1976]
25. Schlußwort [22.11.1976]
Sonstiges:
SONSTIGES
21 der 25 Folgen sind in der folgenden Box erschienen:

Nach einigem Protest der Fans wühlte der WDR in seinem Archiv rum und stellte fest, dass die Serie doch nicht komplett war. So erschien ein paar Monate später eine Spezial DVD unter dem Titel "Die verschollenen Folgen":

Fazit:
Ein Herz und eine Seele gehört zweifelsfrei zu einer der besten jemals in Deutschland produzierten Serien. Dieser politische Zynismus in der damals schweren Zeit wird hier gnadenlos zum Ausdruck gebracht. Heinz Schubert passt einfach wundervoll in die Rolle des doch ein wenig rechts orientierten CDU Mannes, der einem gewissen deutschen Diktator doch sehr ähnlich sah. Auch Elisabeth Wiedemann als treudoofe Ehefrau passt wundervoll an die Seite Schuberts, die Rolle ist ihr wie auf den Leibgeschneidert. Gleiches gilt auch für Diether Krebs und Hildegard Krekel. In der zweiten Staffel wurden Wiedemann und Krebs leider durch Helga Feddersen und Klaus Dahlen ersetzt - ein Fehler wie ich finde. Ich mah zwar Helga Feddersen sehr gerne und sie spielte ihre Rolle gut, doch irgenwie passte nur E. Wiedemann in diese Rolle, gleiches gilt für Diether Krebs. Zudem ist es schade, dass dadurch auch der politische Aspekt der Serie deutlich nachließ.
Note:
10/10 Punkten