Morty
Raise the Red Lantern

Originaltitel: Da hong deng long gao gao gua
Produktionsländer: China, Hong Kong, Taiwan
Erscheinungsjahr: 1991
Regie: Zhang Yimou
Darsteller: Gong Li, He Saifei, Ma Jingwu, Cao Cuifen, Zhao Qi
Story
China in den 20er Jahren: Songlian muß nach dem Tod ihres Vater ihr Studium aufgeben. Sie wird die vierte Ehefrau des reichen Chen Zuoquian. Der große Palast ihres Gebieters erweist sich schnell als goldenes Gefängnis, in dem die Frauen mit Intrigen und Tricks um die Gunst des Mannes kämpfen. Diejenige, bei der der Herr die Nacht zu verbringen gedenkt hat das Sagen unter den Frauen. Vor ihrem Haus wird die rote Laterne angezündet. Auch Songlian beteiligt sich nach einer Weile an dem Intrigenspiel. (OFDb)

Kritik
Mein erster "klassischer", oder besser gesagt früher Film von Zhang Yimou, von dem ich bisher nur "Hero" und "House of Flying Daggers" kannte. Was soll ich sagen, ausser das der Film ein Meisterwerk ist? Ich glaube zu viele Worte wären unnötig und überflüssig. Gong Li's Darstellung kann man nicht höher einstufen und die Geschichte um die Sitten und Bräuche aus dem China der 20er Jahre ist sehr eindrücklich erzählt.
Man hat überhaupt keine Probleme, sich in den Film einzufinden und auch anschliessend ist das alles überaus gut, da man mit nicht allzu vielen Charaktären konfrontiert wird. Neben dem Inhalt spricht vor allem die Inszenierung mehr als 100 Worte. Die Tempelanlage, auf der der Film gedreht wurde ist schlichtweg wunderschön, und Yimou's Sinn für Farbgebung ist hier bereits deutlich erkannbar. Selbst wenn der Rest grau erscheint, so bringen die roten, angezündeten Laternen einen ganz leichten, aber wirkungsvollen Stich ins Bild.

Ein Film, inszeniert völlig ohne Schnörkel und belanglosem Mist, der sich nur auf die Frauen und den resultierenden, internen Intrigen konzentriert, ohne dabei auch nur eine Minute im Niveau abzusacken. Das ist sagenhaftes chinesisches Kino und sollte von so vielen Leuten wie möglich gesehen werden. Aber Achtung: Der Film verlangt einiges an Geduld und Konzentration vom Zuschauer. Mit seinen 126 Minuten ist "Raise the Red Lantern" ziemlich lang, und vom Grundton sehr ruhig. Musik gibt es bis auf stellenweise Ausnahmen keine, die Kamera bewegt sich langsam.
Doch wer Geduld mitbringt, wird bestens belohnt. Jetzt habe ich doch wieder zu viel gelabert, aber die paar Ausführungen gaben mir nochmals die Gelegenheit, mir die schönen Szenen aus dem Film wieder in Erinnerung zu rufen. Überwältigend, und ich bezweifle, dass es aus China (oder auch Hong Kong) noch Filme gibt, die in Sachen Anspruch und Erzählung, geschweigedenn auf höherem Niveau an diesem genialen Stück Film vorbeifahren können. 10/10


Originaltitel: Da hong deng long gao gao gua
Produktionsländer: China, Hong Kong, Taiwan
Erscheinungsjahr: 1991
Regie: Zhang Yimou
Darsteller: Gong Li, He Saifei, Ma Jingwu, Cao Cuifen, Zhao Qi
Story
China in den 20er Jahren: Songlian muß nach dem Tod ihres Vater ihr Studium aufgeben. Sie wird die vierte Ehefrau des reichen Chen Zuoquian. Der große Palast ihres Gebieters erweist sich schnell als goldenes Gefängnis, in dem die Frauen mit Intrigen und Tricks um die Gunst des Mannes kämpfen. Diejenige, bei der der Herr die Nacht zu verbringen gedenkt hat das Sagen unter den Frauen. Vor ihrem Haus wird die rote Laterne angezündet. Auch Songlian beteiligt sich nach einer Weile an dem Intrigenspiel. (OFDb)

Kritik
Mein erster "klassischer", oder besser gesagt früher Film von Zhang Yimou, von dem ich bisher nur "Hero" und "House of Flying Daggers" kannte. Was soll ich sagen, ausser das der Film ein Meisterwerk ist? Ich glaube zu viele Worte wären unnötig und überflüssig. Gong Li's Darstellung kann man nicht höher einstufen und die Geschichte um die Sitten und Bräuche aus dem China der 20er Jahre ist sehr eindrücklich erzählt.
Man hat überhaupt keine Probleme, sich in den Film einzufinden und auch anschliessend ist das alles überaus gut, da man mit nicht allzu vielen Charaktären konfrontiert wird. Neben dem Inhalt spricht vor allem die Inszenierung mehr als 100 Worte. Die Tempelanlage, auf der der Film gedreht wurde ist schlichtweg wunderschön, und Yimou's Sinn für Farbgebung ist hier bereits deutlich erkannbar. Selbst wenn der Rest grau erscheint, so bringen die roten, angezündeten Laternen einen ganz leichten, aber wirkungsvollen Stich ins Bild.

Ein Film, inszeniert völlig ohne Schnörkel und belanglosem Mist, der sich nur auf die Frauen und den resultierenden, internen Intrigen konzentriert, ohne dabei auch nur eine Minute im Niveau abzusacken. Das ist sagenhaftes chinesisches Kino und sollte von so vielen Leuten wie möglich gesehen werden. Aber Achtung: Der Film verlangt einiges an Geduld und Konzentration vom Zuschauer. Mit seinen 126 Minuten ist "Raise the Red Lantern" ziemlich lang, und vom Grundton sehr ruhig. Musik gibt es bis auf stellenweise Ausnahmen keine, die Kamera bewegt sich langsam.
Doch wer Geduld mitbringt, wird bestens belohnt. Jetzt habe ich doch wieder zu viel gelabert, aber die paar Ausführungen gaben mir nochmals die Gelegenheit, mir die schönen Szenen aus dem Film wieder in Erinnerung zu rufen. Überwältigend, und ich bezweifle, dass es aus China (oder auch Hong Kong) noch Filme gibt, die in Sachen Anspruch und Erzählung, geschweigedenn auf höherem Niveau an diesem genialen Stück Film vorbeifahren können. 10/10
