Filme von Arthouse-Regisseur Tsai Ming-Liang*tip*

Hainz
So ich habe mir vorgenommen, einen kleinen Thread mit all den bisherigen Filmen von dem talentierten, sehr kreativen Regisseur Tsai Ming-Liang aus Taiwan, der als einer der besten Regisseure der Welt gilt, zu erstellen. Die Filme werde ich einen nach dem anderen hier reinposten.

Lee Kang Sheng aka "Hsiao Kang" und Tsai Ming-Liang

Biografie

Tsai Ming-Liang wurde 1957 in Malaysia geboren. 1977 zieht er nach Taiwain, um Theater- und
Film zu studieren. Er arbeitet zunächst als Produzent und Regisseur am Theater, wechselt dann zum Fernsehen und später zum Film. Nach seinem ersten Film “Rebels of the Neon God” (1992) holt er 1994 den Goldenen Löwen in Venedig für “Vive l’amour” und 1997 auf der Berlinale den
Silbernen Bären für “The River”. Sein vierter Film “The Hole” lief 1998 auf den Internationalen
Filmfestspielen in Cannes.

Tsai Ming-Liang gilt als einer der wichtigsten Vertreter von Taiwans „Nouvelle Vague“. Sein
filmisches Werk ist durchzogen von den Themen der menschlichen Entfremdung, Einsamkeit und
Indifferenz.
Der Gastauftritt von Jean-Pierre Léaud in WHAT TIME IS IT THERE? ist ebenso ein
Querverweis auf das filmische Vorbild Francois Truffaut wie dessen erster Film Les 400 coups (Sie
küßten und sie schlugen ihn), den sich Hsiao Kang in einer seiner schlaflosen Nächte ansieht.

In WHAT TIME IS IT THERE? hat Tsai Ming-Liang erneut mit Lee Kang-Sheng, dem
Hauptdarsteller all seiner früheren Filme, zusammengearbeitet. Tsais 5. Spielfilm wurde an
Originalschauplätzen in Taipeh und Paris gedreht. Erstmalig arbeitete der Regisseur hier mit dem
französischen Kameramann Benoit Delhomme.

„1992 ist mein Vater an Krebs gestorben. Er konnte meinen ersten Film nicht mehr sehen. 1997,
einen Tag vor Beginn der Dreharbeiten zu THE HOLE, konnte der Vater des Hauptdarstellers
Hsiao Kang die Qualen seiner Krankheit nicht mehr ertragen und nahm sich das Leben.
Im darauffolgenden Jahr, auf dem Weg zu einem Filmfestival, schlief Hsiao Kang im Flugzeug ein.
Gefesselt vom Anblick seines schlafenden Gesichts, wurde ich noch trauriger. Was wird uns der
Tod bringen?“ Tsai Ming-Liang

FILMOGRAPHY

Spielfilme

1992 - Rebels of the Neon God
1994 - Vive l'amour
1997 - The River
1998 - The Hole [die ca. 70 Min. Version heißt "Der Letzte Tanz"]
2001 - What Time is it there?
2003 - Goodbye, Dragon Inn
2005 - The Wayward Cloud
2006 - I Don't Want to Sleep Alone


Die Reihenfolge erfolgt chronologisch:

Ich fange an mit seinem Regiedebüt Rebels of the Neon God [dt. Rebellen im Neonlicht].



Cast: Chen Chao-jung, Jen Chang-bin, Lee Kang-Sheng, Lu Hsiao-Ling, Miao Tien, Wang Yu-Wen
Produktion: Taiwan, 1992

Info: IMDB OFDB WIKIPEDIA Review von Tsaifilmen

von xenon.ch
Der normal-wahnsinnige Alltag vierer Jugendlicher im heutigen Taibei, deren Wege sich zufällig kreuzen, eines einzelgängerischen Schülers, der sein Studium hinschmeisst, zweier Gelegenheitsdiebe und einer jungen Frau. Tsais erster Film bleibt das überzeugendste Beispiel des neuen 'Grossstadtfilms' der 90er Jahre, ein Werk, das von grosser Stilsicherheit und künstlerischer Reife zeugt. Rebels of the Neon God besticht durch seine objektivierende, lakonische und gleichzeitig akribisch genaue Beobachtung der Grossstadtjugend und ihres Milieus. Hintergrund der Geschehnisse ist ein zerfallendes, in grellem Neonlicht gespentisch beleuchtetes Taibei, das die Sinnlosigkeit der Existenz der Protagonisten und deren Entfremdung unterstreicht.

Kommentar: Ein sehr interessanter Film über Jugendliche in einer Großstadt, gut gespielt, viele beeindruckende Bilder und ausnahmsweise mal mehr Dialoge als in seinen nachfolgenden Filmen. Der Hauptdarsteller Lee Kang-Sheng, der von Tsai Ming-Liang in jedem seiner Filme die Hauptrolle spielt, ist sympathisch und ausdrucksstark wie immer.
Ein mehr als gelungenes Regiedebüt und auch zugleich mein erster Film von Tsai Ming-Liang. Dieser hat mir so gut gefallen, dass ich alle seine anderen Werke mir angesehen habe.

DVD: Empfehlenswert ist die DVD von Wellspring. Gutes Bild und gut lesbare Untertitel!


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Vive l'amour [dt. Es lebe die Liebe]

Cast: Lee Kang Sheng, Chao-jung Chen, Yang Kuei-Mei
Produktion: Taiwan, 1994

Info: IMDB OFDB REVIEW Review von Tsaifilmen(engl.)

von Filmstelle:
Hsiao-Kang, der obdachlose Krematoriumsurnen-Verkäufer, Mei-Mei, die yuppige Wohnungsmaklerin und Ah-Jung, der lockere Strassenhändler - sie alle benutzen dasselbe leerstehende Apartment in Taipei. Sie tun es gleichzeitig, ohne vorerst voneinander zu wissen, und so kann es schon einmal passieren, dass die einen durch ihr Liebesgestöhn den andern beim beschwerlichen Selbstmordversuch stören ... VIVE L'AMOUR ist von einer absolut aussergewöhnlichen formalen Konsequenz. In langanhaltenden Einstellungen verstreicht die Zeit manchmal halbstundenweise, ohne dass ein einziges Wort gesagt wird. Häufig sind die Menschen mit sich und ihrer Einsamkeit allein und erzeugen 'lediglich' Laute und Geräusche, welche den Film mit zunehmder Dauer jedoch zu einem faszinierenden Hör-Erlebnis werden lassen. VIVE L'Amour ist sicherlich kein einfacher Film, enthält aber immer wieder so noch nie gesehene Szenen und Stilelemente - erwähnt seien etwa der 5-minütige (!) Weinkrampf/-versuch Mei-Meis oder die Art und Weise, wie Tsai Ming-Liang Momente existentieller Trostlosigkeit mit dem Mittel der wortlosen Komik sowohl zu mildern wie auch zu steigern vermag. Für diese hohe Kunst, die sich Freunde und Freundinnen des zeitgenössischen asiatischen Films keinesfalls entgehen lassen sollten, erhielt VIVE L'AMOUR 1994 den Goldenen Löwen des Festivals von Venedig.

Kommentar: Eine inoffizielle Fortsetzung von "Rebellen im Neonlicht" mit den gleichen Charakteren. Hier fängt Tsai Ming-Liang an, weniger Dialoge zu verwenden, aber dafür die Bilder sprechen zu lassen. Das ist wirklich Arthousekino at his best! Deshalb auch nicht für jeden geeignet. Fans dieses Stil(wie z.B. ich) werden mit diesem Film viel Freude haben.

DVD: Das neue koreanische Bitwin Release ist gegenüber der Fox Lorber Version vorzuziehen.

Hier gibt es einen Bildvergleich!






Fortsetzung folgt...
DarkTNT
Toller Thread Gute Arbeit
Fuer mich bis jetzt noch unbekanntes Gebiet. Von daher werde ich das ganze gleich mal aufmerksam lesen und sehen ob seine Filme auch was fuer mich sind.
Halcyon
Danke für den Thread. Arthouse-Filme schaue ich grundsätzlich sehr gerne, und da ich von dem Regisseur bisher auch kaum was gehört habe, werde ich mir da bestimmt demnächst mal was kaufen! Gerade Vive l'amour klingt sehr interessant.
Hainz
The River [dt. Der Fluß]

Cast: Lee Kang Sheng, Chao-jung Chen, Chen Shiang-Chyi, Ann Hui, Hsiao-Ling Lu, Shiao-Lin Lu, Miao Tien, Yang Kuei-Mei
Produktion: Taiwan, 1997

Info: IMDB OFDB Review zu Tsaifilmen


Inhalt:
In einer Wohnung in Taipeh lebt Hsiao-kang (Lee Kang-Sheng) mit seinen Eltern. Alle drei gehen ihre eigenen Wege. Zufällig trifft Hsiao-kang eine alte Freundin wieder. Hsian-chi, die inzwischen Produktionsleiterin einer Filmcrew geworden ist, lädt ihn zu einem Besuch am Drehort ein. Hsiao-kang folgt ihrer Aufforderung, und es stellt sich heraus, dass dringend ein Komparse benötigt wird; jemand, der bereit ist, sich im Fluss treiben zu lassen. Obwohl Hsiao-kang schon der Gedanke abstößt, sich in das völlig verschmutzte Gewässer zu begeben, läßt er sich schließlich von der Regisseurin überreden. Unmittelbar nach dem Dreh überkommen ihn heftige Schmerzen, die vom Nacken auszugehen scheinen. Doch schon bald breiten sie sich über seinen ganzen Körper aus und greifen auch seinen Kopf an.
Dann stellt sich heraus, daß die Decke im Zimmer des Vaters undicht ist. Es tropft und tropft, nicht einmal der gerufene Klempner kann die Ursache ausfindig machen. Während Vater und Sohn einen Wunderheiler suchen, nimmt sich die Mutter vor, die Quelle des Lecks ausfindig zu machen. Während es draußen gewittert und stürmt, bricht sie die leerstehende Wohnung über ihrer eigenen auf.


Review von Xenix.ch:
Wer Ming-Liangs 'Vive l'amour' gesehen hat weiss, dass dessen spröden, kargen und gleichzeitig witzig-sinnlichen Visionen nicht so schnell aus dem Sinn gehen. Das ist mit 'He Liu - The River' nicht anders. Erzählt wird die Geschichte von Hsiao Kang, der von einer ehemaligen Klassenfreundin dazu überredet wird, in einem Film als Statist eine im Fluss treibende Leiche zu mimen. Die beiden machen anschliessend Liebe in einem Hotel. Am nächsten Morgen erwacht Hsiao mit einem stechenden Schmerz im Nacken. Seine Eltern, mit denen er in einem Zustand der Nichtkommunikation zusammenlebt, sind sofort alarmiert. Die Mutter ist mit ihrem Liebhaber, einem Porno-Piraten und dem Job als Lift-Hostesse zu ausgelastet, um sich um ihn zu kümmern. Der Vater, der die schwulen Saunas Taipehs durchstreift und gelegentlich mietbare Jungs aufreisst, schleppt Hsiao von Heiler zu Heiler. Die Schmerzen bleiben hartnäckig, und so reisen Vater und Sohn in eine andere Stadt, um einen Geistheiler aufzusuchen. Und hier kommt es zu einem unerhörten Zusammentreffen. Eine disparate Welt legt Ming-Liang vor uns aus, in der die Menschen, entfremdet von den anderen und von ihren eigenen Gefühlen, in einer scheinbar unüberbrückbaren Isolation aneinander vorbei leben. So düster dies klingen mag, ist in der übersteigert absurden Anlage von Situationen und Begebenheiten doch immer ein kleiner Hoffnungsschimmer versteckt, die Hoffnung nämlich, dass die Erkenntnis der Absurdität bereits der Schritt zur Heilung beinhaltet. Mit einer Fülle von Symbolen und Leerstellen ist dieser Film keine einfache Lektüre, doch eine ungemein reich- und nachhaltige. Letztlich ist es eine akkurate Beschreibung der condition humaine am Ende des 2. Jahrtausends.

Kommentar: Der letzte Teil sozusagen der Trilogy (Rebels of the Neon God, Vive l'amour, The River). Der Film ist meiner Meinung nach auch das düsterste Werk von Tsai Ming-Liang. Er verwendet wieder die gleichen Darsteller wie in seinen vorherigen Filmen. So ist man natürlich vertraut mit den Charakteren. Vor allem Lee Kang-Sheng, der seit diesen Filmen einer meiner Lieblingsdarsteller geworden ist, kann wieder seine Schauspielkunst unter Beweis stellen. Er redet zwar nicht viel, aber er ist enorm ausdrucksstark und sein Gesichtsausdruck sagt viel mehr aus als tausend Worte. Auch gibt es wieder wenig Dialoge/Gespräche, viel Leerlauf und natürlich tolle, aber auch unschöne Bilder, die viel aussagen...


DVD: Die US-DVD von Wellspring!


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The Hole [dt. Der letzte Tanz]
[alternativ: The Last Dance]


Cast: Lee Kang-Sheng, Lin Kun-huei, Hui-Chin Lin, Tien Miao, Hsiang-Chu Tong, Yang Kuei-Mei
Produktion: Taiwan, 1998

Info: IMDB OFDB Review zu Tsaifilmen

Inhalt:
Im Boden von Hsiao Kangs (Lee Kang-Sheng) Appartement klafft ein großes Loch, durch das er beobachten kann, was sich in der Wohnung darunter tut. Während die Umgebung zum Evakuierungsgebiet erklärt wird, weigert er sich zu gehen...

Noch sieben Tage bis zum einundzwanzigsten Jahrhundert. Irgendwo in Taiwan: Es hört nicht mehr auf zu regnen, und eine geheimnisvolle Seuche breitet sich aus. Die Regierung fordert die Bevölkerung auf, den betroffenen Bezirk zu evakuieren. Die Behörden warnen die Einwohner, daß ihr Müll nicht mehr abgeholt werden kann und daß die Wasserversorgung bald eingestellt wird. Aber einige Einwohner weigern sich noch immer zu gehen. In einem heruntergekommenen Sozialbau wird ein Mann von der Türklingel geweckt. Die Nachbarin von unten hat einen Klempner zu ihm geschickt, weil bei ihr Wasser durchsickert. Der Klempner findet zwar kein Leck, hinterläßt aber im Wohnzimmer des Mannes ein großes Loch im Fußboden. Den Mann scheint das Loch nicht weiter zu stören. Tatsächlich findet er es eher nützlich, um seiner Nachbarin, die in ihrer Wohnung Toilettenpapier hortet, nachzuspionieren. Schon bald ist er von ihr so fasziniert, daß er hofft, der Klempner möge nie zurückkommen. Währenddessen träumt die Frau von unten, daß sie in den Armen ihres Nachbarn singt und tanzt.

Kritiken [Xenix]:
In Manier des frühen Michelangelo Antonioni vermittelt Tsai Ming-liang über prasselnden Regen, Stille und Plansequenzen in engen Räume das Gefühl von existenzieller Verlorenheit. Und gleichzeitig entzückt er mit eingeschobenen, grell farbigen Tanz- und Musicalsequenzen oder mit einem Ende, das zu den schönsten Filmenden überhaupt gezählt werden muss.

Ein düsterer, verstörender Film, der zwischendurch immer wieder durch bonbonfarbene Revue- und Schlagerszenen aufgehellt wird, die Lebensfreude, Zukunft und Hoffnung beschwören, doch nicht mehr sind als Wunschdenken am Vorabend der Katastrophe und Rückbesinnung auf vermeintlich glücklichere Tage.

Mein Kommentar: Der Film ist auch wie "The River" düster inszeniert mit einer kalten Atmosphäre und viel viel Regen. Diese Atmosphäre wird dann aufgelockert durch die ein oder andere Musikeinlage sprich Musicalstück, dass ca. 2 bis 3 Minuten dauert. Eine sehr kreative Idee von Tsai. Lee Kang Sheng spielt wieder mal den Hsiao Kang, der auch im richtigen Leben diesen Spitznamen trägt. Der weibliche Part Kuei-Mei Yang, die schon auch in "Vive l'amour" dabei war, spielt ihre Rolle auch ziemlich gut.
Der Film ist auf alle Fälle etwas Neues im modernen Film mit seiner Mischung aus Tragikomödie und Musical. Mir hat er, wie auch alle anderen Werke von Tsai, sehr gefallen.


DVD: Die US-DVD von Fox Lorber!




FORTSETZUNG FOLGT....
Hainz
What time is it there?


Cast: Lee Kang-Sheng, Chen Shiang-chyi, Lu Yi-Ching, Miao Tien, Cecilia Yip, Chen Chao-jung, Tsai Guei, Arthur Nauzyciel, David Ganansia, Jean-Pierre Léaud, Lu Li-Ching
Produktion: Taiwan, Frankreich 2001

Info: IMDB OFDB FILMZ.de

Inhalt:
Hsiao Kang verkauft Uhren auf den Straßen von Taipeh, um seinen Lebensunterhalt zu verdienen. Ein paar Tage nach dem Tod seines Vaters, trifft er eine junge Frau, Shiang-Chyi, die am nächsten Tag das Land verlassen wird, um nach Paris zu ziehen.
Besorgt über seine Mutter, die ständig für die Wiederkunft des Geistes ihres verstorbenen Mannes betet, flüchtet sich Hsiao Kang in die Erinnerung an das kurze Zusammentreffen mit Shiang-Chyi. Um die weite Distanz zu ihr zu überbrücken, streift er herum, und verstellt alle Uhren Taipehs auf Mitteleuropäische Zeit, wie sie in Paris herrscht.
Zwischenzeitlich sieht sich Shiang-Chyi in Paris mit Ereignissen konfrontiert, die auf eine geheimnisvolle Weise etwas mit Hsiao Kang zu tun haben. Das überraschende Ende verbindet die beiden Hauptfiguren in einer so poetischen wie unerwarteten Weise.



Review [kinolounge]:
Liebestrunken sitzt Hsiao-Kang in Taipeh/Taiwan nachts vor dem Fernsehschirm, schaut sich sehnsüchtig Truffauts 400 coups an, denn seine Liebste, Shiang-Chyi, lediglich eine Projektionsfläche, weilt in Paris, wo sie, wie wir wenig später sehen werden, etwa zum gleichen Zeitpunkt auf einer Parkbank sitzt, neben sich - Nanu! - Jean-Pierre Léaud.

Hektisch kramt sie in ihrer Tasche, sucht, wie sie Léaud auf dessen Frage nebenbei antwortet, nach einer Telefonnummer, nach Hsiao-Kangs Nummer, wie wir es wissen, auch er fungiert als Projektionsfläche. Ganz französischer Charmant kritzelt Léaud die eigene Nummer auf einen Zettel, reicht ihr diesen mit einem verschmitzten Lächeln im Gesicht, stellt sich als "Jean-Pierre" vor und meint, da habe sie nun eine - seine - Telefonnummer. Mal ganz ehrlich, muss man einen Film nicht alleine schon für diese Szene, diese Idee lieben?

Nun, man kann, natürlich, ist aber - zum Glück - nicht dazu angehalten, ihn allein aufgrund dessen zu lieben, denn auch jenseits dieser kleinen, cineastischen Augenzwinkerei - es versteht sich von selbst, dass Léaud allein für diese Idee, nicht aber darüber hinaus eine Rolle spielt - weiß What Time Is It There? von Tsai Ming-Liang mit vielen kleinen und größeren Einfällen zu überzeugen.

Um was geht's? Hsiao-Kang ist Straßenhändler, verkauft, eher lustlos, Uhren. Der Vater ist vor kurzem gestorben, die Mutter flüchtet sich in den Trost des Buddhismus, glaubt, dass ihr Gatte reinkarniert zurückkehren werde, richtet die Organisation des Alltags und damit auch des Zusammenlebens zunehmend auf dieses Ereignis aus, was zusehends zum Zwist mit dem Sohn führt.

Shiang-Chyi lernt er dann auf der Straße beim Geschäft kennen, sie interessiert sich für die Uhr an seinem Handgelenk, doch die ist, zunächst, unverkäuflich. Im Verhandlungsgespräch stellt sich heraus, dass die junge Frau schon bald in Paris weilen werde, dass sie deshalb eine Uhr benötige, die ihr beide Uhrzeiten - die lokale, wie die der Heimat - anzeige. Für den nächsten Tag wird ein weiteres Treffen verabredet, dann könne Hsiao ihr ein Exemplar dieser Uhr besorgen, verkauft wird, letztendlich, dann dennoch die eigene.



Für beide - Hsiao durch den Tod des Vaters, die Entfremdung der Mutter traumatisiert, Shiang-Chyi in der Fremde isoliert - gerinnt die flüchtige Begegnung zur Projektionsfläche eigener Sehnsüchte, zum sicheren Anker in Zeiten der Unsicherheit. Hsiao flüchtet sich in französische Filme, die er nicht versteht, macht es sich zur Aufgabe, jedwede Uhr in seiner Umgebung nach Pariser Zeit einzustellen (was die Mutter im Haushalt als Zeichen der baldigen Wiederkehr des Gatten umdeutet), denkwürdige Parallelen im Bestreiten des Alltags, wie etwa die eingangs skizzierte, tun sich auf.

Klingt vielleicht ein wenig nach Wong Kar-Wai, ist aber in der Auflösung denkbar weit von den stilisierten Melancholielektionen des Hongkong-Chinesen entfernt. Eine weitgehend unbewegte Kamera fängt das Geschehen ein, macht sich selbst so zum statischen Fenster, den Kinosaal zum Kuckkasten in die Alltagsrealitäten weit - auch voneinander - entfernt lebender Menschen. Der Zuschauer ist auf sich selbst zurückgeworfen, ist durch und durch Betrachter - die bestrahlte Leinwand als bewusst wahrgenommene Fortsetzung des Raums. Denn um den trennenden Raum - immerhin der halbe Globus liegt zwischen beiden Spielorten - geht es: hier das moderne Taiwan, dort das gleichsam alt wirkende Paris. Und damit immer auch verbunden die Zeit, die man rumkriegen muss, bis man den anderen wieder sieht, die man totschlagen muss, ist doch nichts anderes zu tun, als den Verlust an sich nagen zu lassen.


Doch sind die einzelnen - ja, man kann sie wohl so nennen - Bildkapitel, die What Time Is It There? aneinander montiert, niemals beliebig oder gar banal. Jedes Bild erfüllt seinen Zweck im Ganzen, jedes ist, wenn auch oft understatement-haft, durchkomponiert, in sich austariert. Der Film entwickelt dabei eine ganz eigene Freude am Sehen, lässt durch die empathisch nur langsam vergehende Zeit die Freude am Detail und am Blick darauf erwachen: Ein Treppenhaus, so und nicht anders, die Kamera keinen Millimeter anders positioniert, in Szene gesetzt, ein Hausflur, so banal in seinem Dasein, so schön in der Aufnahme. Ruhig, gleichsam meditativ das Erzähltempo, geradezu verschwenderisch werden Aspekte des Alltags gezeigt, doch immer eingebettet in ein, wenn nicht narrativ, so doch atmosphärisch in sich geschlossenes Ganzes.

Und dann immer wieder der trockene, poetische Humor, etwa wenn Hsiao jede, aber auch wirklich jede Uhr umzustellen versucht. Von einem flachen Dachgelände aus beugt er sich zur Fassade hinab, angelt mit einer zweckentfremdeten Antenne nach dem Uhrzeiger eines Hochhauses, zieht den Zeiger in die gewünschte Position, Paris Ortszeit bitte schön. Gänzlich unspektakulär setzt der Film das in Szene, fast schon beiläufig, kein Kommentar. Man schmunzelt in sich ein, lächerlich indes wird's nie. Man bleibt gespannt, mit welcher Begebenheit uns der Film als nächstes auf Entdeckungsreise schicken wird.

Es bleibt zu erwarten, dass What Time Is It There? auf nur wenigen der hiesigen Leinwände zu sehen sein wird. Wer die Möglichkeit dazu hat, sollte sich diesen kleinen, unspektakulären, lebensklugen, und, ja, auch gewitzten Film nicht entgehen lassen.

Mein Kommentar:
Einer der humorvollen Werke von Tsai Ming-Liang. Lee Kang-Sheng ist wieder in seiner Paraderolle und zeigt uns wieder seine Schauspielkünste. Man sieht auch, dass Lee eine witzige Ader hat. In einigen Szenen musste ich wirklich schmunzeln oder sogar lachen, obwohl er überhaupt nicht den Mund aufmacht. In diesem Film kann er sich so richtig austoben.
Chen Shiang-chyi spielt ihre Rolle wie Lee viel mit ihrer Mimik. Auch die anderen Darsteller von den früheren Tsaifilmen sind wieder dabei und spielen ihre Rollen auch solide, obwohl sie keine gelernten Schauspieler sind. Der Film spielt in zwei Städten. Im Dezember hat man die Dreharbeiten in Taipei begonnen und sie dann im Februar in Paris beendet.

DVD: Empfehlen kann ich US-DVD von Wellspring!

Hainz
The Wayward Cloud
[dt. Die launische Wolke]
Tsai erhielt den Silbernen Bären für "The Wayward Cloud"

Cast: Lee Kang-Sheng, Shiang-chyi Chen, Yi-Ching Lu, Kuei-Mei Yang, Sumomo Yozakura, Huan-Wen Hsiao, Hui-Xun Lin, Kuo-Xuan Jao, Shu-Mei Hung
Produktion: Taiwan, Frankreich, 2005

Info: IMDB OFDB Reviews von Tsaifilmen

Inhalt [Kinozeit]:
Es lebe das Porno-Musical
Man/frau hat ja schon allerhand gesehen im Laufe eines Kinolebens, und die – natürlich rein wissenschaftliche – Beschäftigung mit der Gattung Pornofilm adelt den wahren Cinemaniac und Connaisseur bislang unentdeckter oder verschwiegener Filmwelten. Auch die Berlinale hat – wenn wunderts? – den Sex entdeckt, denn wenn schon das Wettbewerbsprogramm nicht von den Stühlen haut, tummelt sich doch zumindest in den Nebenreihen reichlich Auf- und Anregendes. Und gestern kam es dann auch endlich dem Wettbewerb, Verzeihung IM Wettbewerb zu Erotischem und mehr - die Rede ist von Tian bian yi duo yun / The Wayward Cloud.

Zunächst rekuriert Tsai Ming Liang auf seinen Film What Time is there aus dem Jahr 2001 und lässt dessen Protagonstin Shiang-Chyi aus Frankreich zurückkehren. Dabei stellt sie zu ihrem Entsetzen fest, dass die Promenade vor dem Hauptbahnhof von Taipei abgerissen wurde und sie den Uhrenverkäufer Hsiao-Kang dort nicht mehr antreffen kann. Weil die Stadt gerade schwer unter Wassermangel zu leiden hat, muss Shiang-Chyi an ihrer Arbeitsstelle Wasser stehlen oder den Saft von Wassermelonen trinken. Dieser Zwang, Wasser zu sparen, scheint sie in ihrer Einsamkeit ebenso sehr zu beschäftigen wie ein Koffer, den sie nicht öffnen kann. Eines Tages trifft sie im Park zufällig Hsiao-Kang und eine zarte Romanze der beiden mit täglichen Treffen in Shiang-Chyis Wohnung ist die Folge. Was Shiang-Chyi nicht ahnt: Hsiao-Kang arbeitet mittlerweile als Schauspieler in Pornofilmen und dreht entsprechende Videos in einer benachbarten Wohnung im selben Gebäude.



Kritik:
Mit unglaublicher Fabulierkunst und seltsam schrägen Bildern, in denen immer wieder Wassermelonen gleichsam als filmischer ‚running gag’ auftauchen, hat Tsai Ming-Liang einen verblüffenden, spektakulären Film gedreht, bei dem man allerdings lange nach dem tieferen Sinn sucht. Eigentlich sind es sogar drei Filme, denn wenn man gefragt wird, was für eine Art Film das sei, antwortet man am besten: Ein Porn-Musical mit Liebesgeschichte. Ein neues Genre also, bei dem es allerdings unwahrscheinlich sein dürfte, dass es sich durchsetzen wird. Aber immerhin hat es Spaß gemacht. Und das kann man beileibe nicht von allen Filmen auf der Berlinale sagen. Nach unzähligen und zum Teil unsäglichen Betroffenheitsfilmen wirkt Tian bian yi duo yun / The Wayward Cloud erfrischend wie eine - sagen wir mal - Wassermelone. Falls man diese Frucht überhaupt noch nach dem Genuss dieses Films weiterhin ohne unkeusche Assoziationen sehen kann. Bleibt zu wünschen, dass das Ganze auch in Deutschland in den Kinos zu sehen sein wird.

filmkritiken.org:
In der ersten Einstellung ist sie noch versteckt, die Melone – in einer Plastiktüte trägt eine junge Frau sie durch einen Tunnel unter der Stadt. Schon im nächsten Bild ist die Melone das Zentrum der Leinwand – die Frau liegt dünn bekleidet auf einem Bett, zwischen ihren Beinen die halbierte Frucht. Ein Mann kommt ins Bild, er beginnt die Melone zu liebkosen mit seiner Zunge, mit den Fingern. Der Sex und die Melonen, es sind die Leitmotive, die sich durch Tsai Ming Liangs Beitrag zum Berlinale-Wettbewerb ziehen.
So heiß ist es in jenem Sommer, in dem der Film spielt, dass Wasser zur Mangelware geworden ist – Melonensaft ist billiger, hunderte Melonen treiben achtlos im verdreckten Fluß, so wertlos sind sie durch das Überangebot. Man kann kaum etwas tun in der Hitze, so scheint es, als in der Sonne zu liegen oder sich zu lieben – wobei mit Liebe der Sex eigentlich nichts zu tun hat, den Tsai inszeniert. maschinengleich prallen die Körper aufeinander, von Verschmelzung, Nähe oder Emotion ist wenig zu spüren in den expliziten Sexsequenzen. Der Hauptdarsteller dreht Pornos, und am besten wird Tian Bian Yi Duo Yun, wenn er den Sex und die Hitze mit Humor nimmt: Dann fängt der ausgetrocknete Wasserhahn an, Seifenblasen zu produzieren und die Dusche streikt ausgerechnet nach dem Melonensex und hinterlässt den schweiß- und melonensaftgebadeten Mann mit unzähligen kleinen Kernen in jeglicher Körperbehaarung.
Mitten hinein in die statisch und unbewegt gefilmten Szenen hat Tsai Songs platziert. Unerwartet und wunderschön sind sie, ausgestattet mit opulenten Kostümen – ein mannsgroßer Phallus etwa oder ein Echsenmensch, Regenschirme im – was sonst – Melonendesign und riesige Drachenköpfe machen die Musikeinlagen zu Höhepunkten des Films, zu Feiern von Farbe und Form. Nichts gibt es, das sich nicht abbilden ließe, scheint Tsai sagen zu wollen, keine Körperflüssigkeit und keine Fantasie. Tian Bian Yi Duo Yun macht ungeheuren Spaß, skurrile kleine Einfälle sind hier versammelt, Anspielungen an die früheren Arbeiten des Regisseurs und Anekdoten. Tian Bian Yi Duo Yun ist ein starker Beitrag zum Wettbewerb – ein Film, der nach dem Zusammenhang fragt zwischen Körper und Abbild: Die Menschen, die da beim Sex gefilmt werden in den Pornoproduktionen, sie erhalten ihre maschinenhafte Starrheit wohl durch die Reduktion auf das Bild – darum auch die ausschweifende Fantasie der Musiksequenzen, die immense Körperlichkeit, die dort beschworen wird. Sie sind ein notwendiges Gegenmittel zu jenem ‘Verlust der Seele’, der mit dem Aufzeichnen des Sexuellen einherzugehen scheint: Ganz am Ende nämlich, da wirkt es, als wolle der Regisseur den Turm aus kunterbunten Bauklötzen, den er aufgebaut hat, möglichst grausig wieder einstürzen lassen – eine Vergewaltigung mutet er dem Zuschauer zu, oder zumindest so etwas Ähnliches. Mit einer bewusstlosen Frau wird dann ein weiterer Porno gedreht, und man realisiert, dass so fröhlich und leicht, wie es einem die Musikeinlagen und die Farben, der Humor und die Pointen haben weismachen wollen, der Film wohl nie war. Der Humor hat nur mühsam die Menschenverachtung zu überdecken versucht, die hinter vielem steckt, was Tian Bian Yi Duo Yun abgebildet und erzählt hat.



Kommentar: Einer seiner jüngsten Arbeiten Tsais ist die Porn-Musical-Komödie "The Wayward Cloud". Der Film ist sehr kurzweilig gestaltet sprich er ist aufgeteilt in 3 Filme wie auch oben im Text erwähnt. Die Darsteller, Lee Kang-Sheng und Shiang-chyi Chen spielen wie auch zuvor in "What Time is it there" ihre Rollen mit viel Energie und Humor. Es gibt viele witzige Szenen, aber dann auch unschöne Szenen, die ich nicht spoilern möchte.
"Wayward Cloud" ist wie auch alle anderen Tsaifilme ruhig und langsam inszeniert. Nach "The Hole", dt. "Der letzte Tanz", baut er wieder Musikstücke bzw. Musicaleinlagen, die ca. 2-3 Minuten dauern, in den Film ein. Dies macht den Film noch kurzweiliger, weil die Musicals auch ziemlich witzig sind, wie unten auf den Bilder zu sehen.
Einer meiner Lieblingsfilme von Tsai Ming-Liang! Er macht einfach spaß und ist etwas Neues im modernen Kino.

DVD: HK DVD von EDKO!



Leider habe ich den Film aus dem Jahre 2003 "Goodbye, Dragon Inn" und den neuen "I don't want to sleep alone" noch nicht gesehen. Wenn ich sie mal gesichtet habe, gehts hier weiter.
Hainz
Goodbye, Dragon Inn

Cast:
Lee Kang-Sheng, Chen Shiang-Chyi, Mitamura Kiyonobu, Miao Tien, Shih ChunYang, Kuei-Mei, Chen Chao-Jung, Lee Yi-Cheng

Produktion: Taiwan, 2003

Info: IMDB OFDB

Inhalt:
Goodbye, Dragon Inn ist eine Hommage an King Hu und Tsais ganz persönliche last picture show. Das Palastkino, das hier seine letzte Vorstellung gibt und King Hus Long men ke zhen (Dragon Inn, 1966) zeigt, wird zu einem unsichtbaren Terrain. Es wird noch mal zu einem Ort des Verbotenen, der manchmal komischen Lust, aber auch zu einem Ort der Melancholie und der true love. Es wird zu einem haunted palace, in dem einsame Männer nach sexuellen Abenteuern suchen und die versehrte Platzanweiserin nach wahrer Liebe. King Hu meets Edward Hopper. Es ist auch der abenteuerliche Ort, an dem sich zwei alte Schauspieler wiedersehen auf der Leinwand: als junge Männer. Das Kino erscheint auch als ein Raum, in dem man ein gemeinschaftliches Erlebnis sucht und es doch hasst, wenn sich jemand neben einen setzt. Ein Totenreich und ein Reich der Wiedergeburt.

Kommentar:
"Goodbye, Dragon Inn" ist für mich der schwächste Film in Tsai Ming-Liangs Filmografie. Das liegt auch wahrscheinlich daran, dass sein Hauptdarsteller Lee Kang-Sheng erst nach über einer Stunde zum ersten Mal zu sehen ist. Vielleicht war der Grund, dass er so spät auftritt der, dass er im gleichen Jahr seine erste Regiearbeit "The Missing" durchgezogen hat.
Der Film spielt in einem taiwanischen Kino, wo der taiwanische Eastern "Dragon Inn"; dt. "Herberge zum Drachentor" läuft.
Viele Fans werden von diesem Film vielleicht enttäuscht, andere werden ihn sogar lieben. Für mich war er viel zu langsam und zu ruhig d.h. es gibt kaum Dialoge, oft nur lange Shots vom Kinoleben. Fast wie eine Diashow würde ich sagen.
Ich muss aber zugeben, dass die Inszenierung von Tsai wieder sehr gut ist und wieder seine Handschrift zu erkennen lässt.
Der Film hat auch einige Awards erhalten, manche halten ihn für einen seiner besten Filme, ja sogar einen der besten aller Zeiten. Ich dagegen find ihn nicht so kurzweilig und die meiste Zeit uninteressant. Er war ernster als seine anderen Filme.
"Goodbye, Dragon Inn" ist aber für Cineasten extremst wertvoll. Beileibe kein schlechter Film, man muss nur Geduld haben bzw. brauche ich eine zweite Sichtung, weil ich mit anderen Erwartungen an den Film gegangen bin.

DarkTNT
Welchen dieser Filme wuerdest du denn fuer den Einstieg empfehlen?
Ich verlier langsam die Uebersicht^^
Also das Musical wuerde ich mal ausschließen, weil ich auf sowas gar nicht stehe. An sonsten klingen die alle interessant.
Hainz
Zitat:
Original von DarkTNT
Welchen dieser Filme wuerdest du denn fuer den Einstieg empfehlen?
Ich verlier langsam die Uebersicht^^
Also das Musical wuerde ich mal ausschließen, weil ich auf sowas gar nicht stehe. An sonsten klingen die alle interessant.


Die Musicals würde ich ganz besonders empfehlen, weil sie einfach genial gemacht sind. Bin auch kein Musicalfan, ich kann sie nicht ausstehen, aber hier sind sie echt sehenswert und es ist ja nicht nur ein Musical. Diese Musikeinlagen kommen ein paar Mal dazwischen im Film vor und das auch kurz. Es ist hauptsächlich eine Tragikomödie, die in der Gegenwart spielt.
Als Einstieg würde ich sagen, chronologisch anfangen mit Rebels of the Neon God.
Soljah
Hainz drängt ja einem hier regelrecht diese Filme auf ^^
Was nicht negativ gemeint ist, da sich die Filme wirklich verdammt interessant anhören. Besonders "The Wayward Cloud" und "Vive l'amour" klingen nach genau richtigen Filmen für mich Gute Arbeit
Vielen vielen Dank nochmal Hainz, für diesen äußerst guten Eindruck von Tsai Ming-Liang. Du kannst davon ausgehen, dass ich mir auf jeden Fall den einen oder anderen Film von ihm anschauen werde Augenzwinkern
Soljah
Ich habe mir jetzt mal The Wayward cloud bestellt, und bin verdammt gespannt.
Das wird eh ein poppiges, knallbuntes Paket von yesasia mit Citizen Dog, The Shoe Fairy und dem besagten The Wayward Cloud Gute Arbeit