Spuren eines Lebens - Evening

svenjacobs1
Jetzt dauert es nicht mehr sehr lange, bis der Film ins Kino kommt. Und ich freue mich riesig drauf. Der Film wird bestimmt ein emotionales Drama, bei dem ich ein paar Tränchen vergießen werde! Augenzwinkern Ich hoffe es zumindest.

Das Warten wird verkürzt mit dem deutschen Poster und der deutschen Filmseite:

Website: Klick

svenjacobs1
Gleich am Donnerstag musste ich mir den Film anschauen. Lange Zeit war er mein Most Wanted. Nachdem der Film sehr oft verschoben wurde, freute es mich, ihn endlich zu sehen. Allerdings läuft der Film in Deutschland sehr klein, was für mich bedeutete, dass ich die OV sehen musste, womit ich aber im Nachhinein ziemlich zufrieden bin!

"Spuren eines Lebens" (Evening) ist kein 08/15 Film. Er ist recht einfach erzählt, hat aber stellenweise Stoff zu bieten, der an die Nieren geht. Der Film hat mich berührt und unterhalten, und genau das habe ich von ihm erwartet.

Es gab einige Szenen, die haben mich ein wenig zum Schmunzeln gebracht, aber auf der anderen Seite hat der Film mich auch etwas traurig stimmen lassen. Auch das Ende musste ich erst einmal verdauen, obwohl es vorherzusehen war. Aber die Musik, die auch den ganzen Abspann über lief, hat mich nicht aus dem Kinositz aufstehen lassen.

Die Musik im allgemeinen fand ich sehr gut. Der Soundtrack ist für mich ein Pflichtkauf.

Schauspielerisch habe ich nichts zu bemängeln. Claire Danes fand ich sehr überzeugend und sympathisch. Toni Collette spielte ebenfalls sehr überzeugend und erfrischend, auch sie war sehr sympathisch und ich habe ihr ihre Rolle vollkommen abgenommen. Vanessa Redgraves Rolle fand ich sehr beeindruckend. Ich, selbst wenn ich schauspielern könnte, hätte nicht die Kraft, eine solche Rolle zu verkörpern. Patrick Wilson konnte mich, wie schon in der Vergangenheit, überzeugen, ebenfalls die Nebenrollen wie: Natasha Richardson, Mamie Gummer, Glenn Close und Meryl Streep, wobei ihre Rolle so ziemlich die kleinste im Film war. Absolut überzeugend fand ich Hugh Dancy. Er hat die Rolle von Buddy fantastisch verkörpert, sympathisch und sehr überzeugend, stellenweise auch sehr emotional.

An "Spuren eines Lebens" habe ich so gut wie nichts zu bemängeln. Ein bis zwei kleine Szenen hätten vielleicht nicht sein müssen, aber insgesamt haben mich noch nicht einmal die langen Szenen gestört, da diese die Situationen sehr gut verdeutlichten. In anderen Filmen hat mich dieses Element schon des Öfteren gestört, hier fand ich es aber sehr passend, zumal es zu dem insgesamt sehr ruhigen Film passte.

"Spuren eines Lebens" ist ein Drama, das unterhät und berührt. Mit teilweise künstlerischen Bildern, sehr guten Schauspielern und faszinierender Musik war der Kinobesuch ein Genuss.

8,5/10
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Rick O`Connell
Ich habe mir den Film kürzlich aus der Videothek ausgeliehen und er hat mir gefallen.

Der Film ist traurig und schön zugleich...
Die Schauspieler sind alle durchweg gut bis exellent besetzt. Besonders Claire Danes konnte mich in diesem Film begeistern. Sie verköpert die Rolle der jungen Ann in sämtlichen Gefühlslagen sehr lebendig und intensiv.
Bisher habe ich so gut wie kaum Filme mir ihr gesehen (jedenfalls nicht bewusst), aber das werde ich jetzt mal nachholen, denn ich finde sie sehr talentiert.

SPOILER (Zum lesen den Text markieren!)
Ich war etwas enttäuscht, dass nur ein einziges Ereignis im Mittelpunkt von Anns Erinnerungen lag. Mir ist klar, dass das so gewollt war, da es ein Ereignis war, über welches Ann niemals mit ihren Töchtern gesprochen hat. Aber die drei weiteren kleinen Abschnitte aus ihrem Leben (als sie sie singen geht, sie Harris später wieder begegnet, und sich um ihre Kinder kümmert) waren so interessant, dass ich gerne mehr von Anns weiterem Lebensweg gesehen hätte. Diese kleine Enttäuschung meinerseits spricht aber eher für den Film als gegen ihn, da er ja letztendlich in der Richtung mein Interesse geweckt hat.

Schön fand ich auch die Handlungsstränge in der Gegenwart, z.B. als die eine Tochter sich ihren Zweifeln stellt und bereit ist, einen neuen Lebensabschnitt zu beginnen, auch wenn sie nicht weiß, ob sie so ihr restliches Leben immer glücklich sein wird. Da sind ja auch Parallelen zu ihrer Mutter Ann, eigentlich Parallelen zu jedem Menschen, da niemand weiß was die Zukunft für einen selbst bringen wird.

Sehr tragisch war der Tod von Buddy, besonders wenn man daran denkt, was Ann kurz vor seinem Tod alles zu ihm gesagt hat, was sie ja u.a. auch noch bis an ihr Sterbebett verfolgt hat. Ziemlich traurig, wenn man bedenkt wir gut die beiden befreundet waren. Wenn Buddy nicht gestorben wäre, hätten die beiden sicherlich später nochmal ein klärendes Gespräch gehabt und sich bestimmt wieder versöhnt. Aber es kam ja alles anders und Ann musste damit leben.

SPOILER ENDE

Der Film bekommt von mir eine 7,5. In der Abstimmung oben runde aber mit einem Claire Danes - Bonus auf 8 auf.
goodspeed
War lange Zeit auf meiner Most Wanted, und bin jetzt ganz froh dieses Flickwerk nicht im Kino gesehen zu haben.

Ich fasse mich kurz:
1. Weniger ist mehr, sie ständigen Mitleidsblicke der Schauspieler erzählen noch keine Geschichte
2. der Cast ist beachtlich, leider auch seine Unfähigkeit aus der trögen und klebrigen Inszenierung was rauszuholen.
3. das Beziehungsvierreck besitzt kein Fleisch und nichts woran man sich emotional gfesthalten kann. Viele Worte um nichts. Und das traurige ist dass die Botschaft am Ende ebenfalls in diese Richtung geht und man dennoch das ganze so schwülstig dargestellt hat.
4. Da vermag selbst Kaczmareks einfühlsamer Score nichts mehr auszurichten.

6/10 Punkte für die schöne Kameraarbeit, einige stille Momente in denen der Film Gefühle eingefangen und nicht dargestellt hat und die Filmmusik.