Hulk
HANZO, THE RAZOR
(Goyôkiba)
Shintaro Katsu ist Hanzo, das "Rasiermesser"
Der knallharte Polizist (und Vergewaltiger) Hanzo Itami, ein Samurai von niedrigstem Rang der in Edo-Zeit, weigert sich den Bluteid zu leisten, da er weiss, dass er korrupte Kollegen hat. Er will nur seinen Job machen und das einfache Volk beschützen.
Hanzo foltert sich selbst indem er auf einem gezackten Holzbrett kniet und von seinen Dienern mehrere schwere Steinplatten seine Beine legen lässt:
"Wer foltert, muss wissen, wie viel Schmerz ein Mensch ertragen kann!"
Wer sieht, wie hart Hanzo gegen sich selbst ist kann sich denken wie er mit Verbrechern umgeht.
Teil 1:
Hanzo - The Razor - The Sword of Justice
Gyôkiba
Regie: Kenji Misumi
Japan 1972
Teil 2:
Hanzo - The Razor - The Snare
Goyôkiba: Kamisori Hanzô jigoku zeme
Regie: Yasuzo Masumura
Japan 1973
Teil 3:
Hanzo - The Razor - Who's got the Gold?
Goyôkiba: Oni no Hanzô yawahada koban
Regie: Yoshio Inoue
Japan 1974
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Wer "OKAMI - Lone Wolf & Cup" mochte, wird auch an Hanzo seine Freude haben. Ein US-Poster fasst es recht gut zusammen:
Dirtier than Harry,
Shaftier than Shaft
Harter Japanischer Streifen, der mit Hanzos sexuellem Appetit nicht hinter'm Fuji hält. In Dtlnd. sind die ersten beiden Teile auf DVD bei Rapid Eye Movies erschienen - als OmU (Original mit Untertiteln) in anamorphem Widescreen 1 : 2.40!
Frage an die Asia-Experten: Kommt Teil 3 auch noch? Da der Film ohnehin nicht synchronisiert werden muss, sollte es doch keine allzu große Mühe machen, den Film mit Untertiteln zu versehen....
Soljah
Für mich als 70's Freak auf jeden Fall ein Titel, den ich mir schon auf die Liste gesetzt habe. Ich bin froh, dass sich REM immer wieder auch den älteren Filmen widmet.
Bisher weiß ich noch nichts von einer Ankündigung des dritten Teiles, würde es aber auch nicht ausschließen
Hulk
| Zitat: |
Original von Soljah
Bisher weiß ich noch nichts von einer Ankündigung des dritten Teiles, würde es aber auch nicht ausschließen |
Denke ich auch. REM wird den sicher noch bringen...I hope....
Die Filme sind ja nicht sonderlich brutal - klar, es werden schon harte Schwertkämpfe geliefert, aber Hanzo ist eher SHAFT als DIRTY HARRY. Es gibt etliche abgedrehte Sex-Einlagen, aber gezeigt wird da nichts. Es ist schließlich kein P*rno. Aber eindeutig ein Kind der 70er...
Obwohl die Reihe (zumindest 1 &2) nicht die Intensität von OKAMI erreicht, hat sie doch einen ganz eigenen Charme und ist geeignet als "alternativer" OmU-Partykracher! Nur allzu prüde darf man nicht sein, denn mit "Sword of Justice" ist wohl nicht sein Katana gemeint, sondern...ihr wisst schon
Lago
"Hanzo The Razor" ist eine Filmtrilogie aus dem 70er Jahren und der erste Teil "Sword Of Justice" wurde Ende 2006 hierzulande von rapid eye movies in einer neu restaurierten Fassung auf DVD veröffentlicht, die sich nicht nur bei der Verpackung sondern auch von technischer Seite absolut sehen lassen kann. Aber nun zum Film selbst, der dem Jidaigeki-Genre zuzuordnen ist, welches vor 30-40 Jahren in Japan sehr dominant war: Die Geschichte von Hanzo, ein Samurai und Gendarm niedrigsten Ranges, der sich selbst foltert, um zu wissen, welche Schmerzen er seinen Opfern bzw. Verbrechern antut, spielt wie viele andere Samuraifilme und Epochendramen zur Edo-Zeit (1603 bis 1867). Hanzo ist stur, selbstgefällig und widersetzt sich den Befehlen von ranghöheren Gendarmen. Seine Verhörmethoden sind skurril und pervers, da er ziemlich hart zur Sache geht und auch nicht davor zurückschreckt, Frauen zu vergewaltigen. Während der langen Storyeinführung von knapp 20 Minuten am Anfang des Films, fühlte ich mich doch etwas an die "Kozure Okami"-Filmen (aka Lone Wolf & Cub) erinnert, welche ja ebenso wie "Hanzo" auf dem Drehbuch bzw. Manga von Kazuo Koike basieren. Auch der Regisseur Kenji Misumi zeigt sich für beide filmische Werke verantwortlich. Das Setting und die Inszenierung ähneln sich nämlich schon, Häuser, Landschaften, Kostüme, Frisuren und Makeup... alles passt perfekt und schaut wunderbar aus. Auch die Kameraarbeit ist zu loben, genauso wie der erstklassige Soundtrack. Die Story wird ebenfalls in Episodenform erzählt. Wer jetzt aber einen spannenden Samuraifilm mit einigen furiosen Schwertkämpfen erwartet, wie es bei den "Okami"-Filmen zu sehen ist, sei gewarnt: Kampfszenen gibt es nicht viele. Die vorhandenen sind zwar nicht schlecht, aber längst nicht so fulminant und blutfliessend. Die Gewalt findet an anderen Stellen statt: Nach etwas mehr als einer halben Stunde Filmlaufzeit wendet sich der Film dem Hauptteil, den schon oben erwähnten Verhörungen von Frauen zu, die erst alle Informationen zu Verbrechern und Geständnisse liefern, als Hanzo sie sich ran nimmt. Erst gegen Ende des Films, stösst Hanzo noch auf einen anderen, traurigen Fall, der wieder daran erinnert, in welcher Zeitepoche die Handlung spielt: Die Edo-Zeit mit ihren dramatischen Geschichten voller Intrigen, Bestechungen, Kämpfen und Leidenschaften. "Hanzo - The Razor: Sword Of Justice" kommt nicht an die Meisterwerke "Kozure Okami/Lone Wolf & Cub" und "Lady Snowblood" von Manga-Autor Kazuo Koike und den jeweiligen Filmregisseuren Kenji Masumi und Toshiya Fujita heran, kann aber dennoch unterhalten, wenn man nicht so zartbesaitet ist und nichts gegen ein paar frauenfeindliche Darstellungen hat. Der Film ist schon ein Klassiker aus der Zeit der grossen Exploitation-Welle aus Japan. Er lebt von seinen tollen Schauspielern, schrägen Szenen, den wunderschönen Bildern und Kamerafahrten sowie Über- und Einblendungen mehrerer Aufnahmen, untermalt von erstklassiger Musik. Mir hat der Film durchaus gefallen, auch wenn ich reine Chambara-Filme bevorzuge. Eine klare Empfehlung kann ich aber selbst an den eingefleischten Fans von asiatischen Filmen nicht aussprechen, am ehesten für Liebhaber der Nippon Classic- und Exploitation-Filme.
8/10
Original
http://asianfilmweb.de/filme/h/hanzother...rdofjustice.php