dr.Gonzo

Filmdaten:
Originaltitel: The Adventures of Baron Munchhausen
Produktionsland: Großbritannien
Erscheinungsjahr: 1988
Länge (PAL-DVD): 126 Minuten
Originalsprache: Englisch
Altersfreigabe: FSK ab 6
Stab
Regie: Terry Gilliam
Drehbuch: Charles McKeown,
Terry Gilliam
Produktion: Thomas Schühly
Musik: Michael Kamen
Kamera: Giuseppe Rotunno
Schnitt: Peter Hollywood
Besetung:
John Neville – Baron von Münchhausen
Eric Idle – Desmond / Bertold
Sarah Polley – Sally Salt
Oliver Reed – Vulcan
Charles McKeown – Rupert / Adolphus
Winston Dennis – Bill / Albrecht
Jack Purvis – Jeremy / Gustavus
Uma Thurman – Venus / Rose
Robin Williams – König des Mondes
Sting – Heldenhafter Offizier
(Quelle: Wikipedia)
Originaltitel: The Adventures of Baron Munchhausen
Produktionsland: Großbritannien
Erscheinungsjahr: 1988
Länge (PAL-DVD): 126 Minuten
Originalsprache: Englisch
Altersfreigabe: FSK ab 6
Stab
Regie: Terry Gilliam
Drehbuch: Charles McKeown,
Terry Gilliam
Produktion: Thomas Schühly
Musik: Michael Kamen
Kamera: Giuseppe Rotunno
Schnitt: Peter Hollywood
Besetung:
John Neville – Baron von Münchhausen
Eric Idle – Desmond / Bertold
Sarah Polley – Sally Salt
Oliver Reed – Vulcan
Charles McKeown – Rupert / Adolphus
Winston Dennis – Bill / Albrecht
Jack Purvis – Jeremy / Gustavus
Uma Thurman – Venus / Rose
Robin Williams – König des Mondes
Sting – Heldenhafter Offizier
(Quelle: Wikipedia)
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Handlung:
Wir schreiben das Zeitalter der Aufklärung. Eine europäische, jedoch nicht näher benannte Stadt, wird von der Armee des türkischen Sultans belagert. Das Stadtoberhaupt, stets auf Vernunft und Logik bedacht, verhandelt, trotz der schier aussichtslosen lage, weiter mit dem Feind, um Schaden von der Stadt abzuwenden... wenn auch nicht sehr erfolgreich. Um die Bevölkerung etwas von Leid und Tod abzulenken spielt die Schauspielgruppe Salt&Son das Stück Die Abenteuer des Baron Münchhausen. Doch mittendrin, als der Baron gerade über die Käseinsel, Wurststräucher und die Abenteuer im Palast des Sultan berichtet, platzt ein älterer Herr ins Theater und beschwert sich über die lächerliche Darbietung und Darstellung des Barons. Vehement behauptet er, der echte Baron zu sein, und nachdem er die Theatergruppe gehörig durcheinander gebracht hat, beginnt er dem Publikum zu erzählen, wie sich alles wirklich zugetragen hat... und wie er diesen krieg entfacht hat: Zusammen mit seinen Dienern Berthold, seines Zeichens schnellster Mann der Welt, Albrecht, einem Bären von einem Mann, Gustavus, dem außerordentlich pustkräftigen Zwerg, und Adolphus, dem Scharfschützen, der einen Pfeil um die halbe Welt werfen kann und immernoch in die Mitte einer Zielscheibe trifft, war der Baron zu Gast beim Sultan. Als dieser ihm seinen besten Wein anbietet, den der Baron aber nur als "nicht vom Allerschlechtesten" bezeichnet, ist der Sultan doch etwas beleidigt. Um dem Sultan zu beweisen dass es weitaus bessere Weine gibt schlägt der Baron eine Wette vor: Innerhalb von nur einer Stunde könne sein Diener Berthold vom Orient bis nach Wien laufen und eine Flasche besten Weines aus dem Weinkeller des Prinzregenten holen, der den Wein des Sultans locker in den Schatten stellen würde. Schafft er es, so darf er sich so viel aus der Schatzkammer des Sultans nehmen, wie sein stärkster Mann tragen kann, schafft er es nicht, so verliert er seinen Kopf. Natürlich schafft es Berthold, wenn auch knapp, und der Baron lässt sich nicht lumpen und läd dem übermenschlich starken Albrecht den ganzen Inhalt der Schatzkammer auf den Rücken. Natürlich ist der Sultan alles andere als erfreut und will ihn aufhalten, was aber, dank der Diener des Baron, misslingt. Und seither ist der Sultan hinter dem Kopf des Barons her, was zu dieser schrecklichen Belagerung geführt hat. Doch der Baron verspricht, die Belagerung zu beenden, und er begibt sich mit Sally Salt, der Tochter des Leiters der Schauspielgruppe, auf eine aberwitzige, bisweilen auch irrsinnige Reise, bei der der berühmt-berüchtigte Ritt auf der Kanonenkugel natürlich nicht fehlen darf...
Kritik:
Es ist in der Tat eine Reise, die nur dem Kopf eines wahren Lügenbarons enstammen kann... es fällt mir im Nachhinein schwer, den genauen Hergang zu schildern, zu seltsam, zu abgedreht ist dieses Abenteuer.
Terry Gilliam war zwar schon seit Monty-Python-Zeiten als jemand bekannt, der einen Hang zum skurrilen und abgedrehten hat, und doch ist dieser Film etwas besonderes. Fear and Laughing war verrückt, Brazil gehört auch nicht zu der Sorte Film, wie man sie tagtäglich vorgesetzt bekommt, aber Die Abenteuer des Baron Münchhausen ist schon fast ein eigenes Genre.
Dabei versprüht der Film einen ganz eigenen Charme. Er ähnelt teilweise tatsächlich eher einem Theaterstück, als einem Film. Das liegt sicher großteils an der Gestaltung der Kulissen: Ohne den Einsatz von Computern und anderen aufwendigen Special-Effekts, wie man sie heute sieht (was angesichts des Erscheinungsjahres 1988 auch nicht verwundert), aber mit beeindruckender Liebe zum Detail erwecken Gilliam und sein Team die Lügen- und Phantasiewelten des Barons zum Leben. Das sieht man schon bei den tollen Kostümen und Verkleidungen der Darsteller: Der Baron selbst in seiner prächtigen, wenn auch extravaganten Uniform, die Stadtbewohner, die türkischen Belagerer und all die anderen Figuren, die ich hier aufgrund möglicher Spoiler nicht nennen will, sehen aus wie aus einem Bilderbuch des späten 19./frühen 20. Jahrhundert. Bunt, phantasievoll und perfekt an die Zeit, in der der Film spielt, angepasst. Die Kulissen und Requisiten stehen dem in nichts nach und sind ebenfalls von einem bemerkenswerten Detailreichtum, allein der palast des Sultans sieht aus, als wäre er direkt aus 1001 Nacht entsprungen, oder der Heißluftballon aus Damenunterwäsche, die Stadt, der Mond... Man sieht: Die 46,6 Millionen Dollar Budget wurden sinnvoll genutzt!
Überhaupt machte Gilliam seinen Job ganz hervorragend. Er schafft es, alle die abstrusen Situationen und Begegnungen des Barons und seiner Begleiter so darzustellen, dass man, obwohl man manchmal knapp daran vorbeischrappt, keinen Nervenzusammenbruch ob des ganze soviel Seemansgarns kriegt. Wieder schafft er es, das ganze fast wie ein Spiel im Theater aufzuziehen, ein Akt, eine verrückte Aktion, nach der anderen. Das mag manchmal etwas überladen wirken, aber meistens ist diese orpulenz, dieser Überschwang, mit dem Stil des Films sehr gut zu vereinbaren.
Einen ebenso großen Anteil haben natürlich die Schauspieler, allen voran John Neville! Wenn ich jetzt darüber nachdenken fällt mir niemand ein, der Münchhausen auch nur annähernd so gut hätte spielen können. Von der ersten Szene an nimmt man ihm den verschrobenen alten Kauz sofort ab. Eric Idle und die anderen Diener spielen ihre Doppelrollen (als Schauspieler, die die Diender spielen und als die echten Diener) ohne Fehl und Tadel. Ganz besonders möchte ich hervorheben, dass Sarah Polley, die die kleine Sally Salt spielt, ihre Aufgabe besser löst, als die meisten Jungschauspielerinnen heutzutagen. Ich bin wahrlich kein großer Freund von Kinderschauspielern (vor allem Kaliber wie Dakota Fanning treiben mich regelmäßig zur Weißglut) bin, kann ich ihr nicht am Zeug flicken... sie macht das nicht, was die meisten Rollen, die ihr Alter haben, tun: Nerven!
Da wäre noch etwas was diesen Film ausmacht: Die Kleinigkeiten, die Details, die man überall findet, wenn man nur gut hinsieht. Keine Szene wirkt lieblos, alles ist durchdacht und mit Leben erfüllt. Das und der Stil, in dem das ganze aufgezogen ist, sind die Faktoren, die den Film wirklich zu etwas besonderem machen.
Fazit: Obwohl der Film nur (sehr sehr) lose auf den originalen Lügenmärchen von Karl Friedrich Hieronymus Freiherr von Münchhausen
basieren, ist er dem Lügenbaron durchaus würdig (wenn er auch noch abgehobener als das Original daherkommt). Einer von Gilliams besten!
PS: Eigentlich finde ich ja, dass dieser Film in den Kult-Bereich gehört, ich war mir aber nicht sicher wie ihr anderen das seht.
Und ich entschuldige mich, wie immer, für Rechtschreib-, Tipp- und Grammatikfehler!
Den hier kenn ich nicht, trotz All-Star Besetzung inkl. Regie und Musik, interessiert mich aber.
Aber immerhin war er für 4 Oscars nominiert (Bestes Szenenbild, Bestes Kostümdesign, Bestes Make-up, Beste visuelle Effekte )... aber ich kann mir gut vorstellen, dass der Film den Geschmack der breiten Masse nicht trifft, dafür ist er einfach zu seltsam!
Da hab ich wohl auf alle Häckchen in der Umfrage geklickt 