Morty
Love Me Not

Originaltitel: Sarang-ttawin piryo-eopseo
Land: Südkorea
Jahr: 2006
Kinostart Korea: 9.11.2006
Regie: Lee Cheol-Ha
Darsteller: Choi Sung-Ho, Moon Geun-Young, Kim Joo-Hyuk, Lee Gee-Yeong, Jo Sang-Geon

Die Korea-Limited Edition
Label: Enter One
Anzahl der Discs: 2
Ländercode: 3
Laufzeit: 119 Minuten NTSC
Bildformat: 2,35:1 Widescreen (anamorph)
Tonformat: Koreanisch DTS, Koreanisch Dolby Digital 5.1
Untertitel: Englisch, Koreanisch
Extras:
Production Notes
Secret Story
Episode 1
Episode 2
Please Make It!
Deleted Scenes
Another Ending - Interview with Moon Geun Young
Music Video
Theatrical Trailer
Still Gallery
Special Features: Bonus Disc, 2007 Calender Diary, Digipack
Erscheinungsdatum: 29.01.2007
Preis: ca. 25 €
Erhältlich bei Yesasia -> Love Me Not Limited Edition DTS
In letzter Zeit trudelt ein koreanisches Drama nach dem Anderen bei mir ein, und ich geniesse es. Mittlerweile bin ich im Besitz von 12 solcher Schätze, von denen ich 10 gesehen habe. Ich hatte immer wieder Bedenken, Gurken unter der Masse zu erwischen, doch dies blieb bisher aus. Jedes Drama hatte seinen ganz eigenen Reiz und überzeugte mich größtenteils enorm.
Ein Film, an den ich aber sehr hohe Erwartungen hatte, war vorliegender "Love Me Not". Bereits früh stach mir die koreanische Limited Edition ins Auge, und nachdem ich den Trailer sah, sowie mitbekam, dass Moon Geun-Young aus "A Tale of two Sisters" die Hauptrolle übernahm, habe ich ohne zu zögern bestellt. Der Film ist kein gewöhnliches Liebesdrama und schlägt ernstere Töne ein, und auch das Thema ist nicht wirklich mit den anderen Dramen zu vergleichen.

Grob gesagt geht es um Julian, einem recht jungen Mann, der auf großem Fuss lebt und sein Hobby - Frauen - weitgiebig geniesst. Mit seinem Charme bekommt er jede rum, ins Bett, und zieht ihnen anschliessend noch das Geld aus der Tasche. Eines Tages steht er allerdings vor einem massiven Schuldenberg von knapp 3 Milliarden Won, der aus einer Verkalkulation seinerseits resultierte. Gwang-Soo, der ihm das Geld dennoch zur Verfügung gestellt hat (Achtung: Kann ich im Film missverstanden haben, jedoch habe ich keine andere Interpretation dafür, wobei im Film auch nicht näher darauf eingegangen wird), stellt ihm einige Zeit später ein Ultimatum: In einem Monat muss er die knapp 3 Milliarden Won zurückzahlen, oder er bringt ihn um.

Julian schmiedet mithilfe seines Kumpels "Mickey" einen teuflichen Plan, um an das Geld heranzukommen: Er gibt sich als verlorenen Bruder der blinden Millionärserbin Ryu Min aus und schleust sich in die große Villa der Familie ein. Julian stösst zunächst auf Abweisung, doch nachdem sich eine Familienintrige aufspinnt, und alle Wahrheiten ans Tageslicht kommen, brechen andere Zeiten an...

Soviel zur Story. Ich denke das sollte in der Form reichen, denn zuviel will ich natürlich nicht verraten (normalerweise führe ich keine Story aus). Meine hohen Erwartungen wurden hier bestens erfüllt und ich bin froh, dass Regisseur Lee Cheol-Ha (übrigens war es Assistant Director bei "Il Mare", und sehr symphatisch) mit seinem Debut einen derart hochklassischen und gleichermassen stilistischen Film hingelegt hat. In erster Linie sind es natürlich die beiden Hauptdarsteller, die den Film über knapp 2 Stunden fast alleine bewältigen. Besonders hervorzuheben ist der weibliche Part, gespielt von Moon Geun-Young, die ich bisher nur aus "A Tale of two Sisters" kannte.
Es ist erstaunlich wie erwachsen sie in den drei Jahren geworden ist, und liefert hier ihre stärkste Rolle. Wäre es nicht schon schwer genug, eine Blinde zu spielen, so legt sie noch einen drauf und bietet eine ausdrucksstarke und emotionale Darstellung, die von ungeheurem Einsatz und großem Talent zeugt. Der männliche Part, Kim Joo-Hyuk, den man aus "Blue Swallow" und "Say Yes" kennt, spielt den gutaussehenden, aber doch fiesen Frauenschwarm Julian. Die Rolle hätte man nicht besser besetzen können um ganz ehrlich zu sein.

Es sind aber nicht nur die Schauspieler und die Story, die immer wieder mit spannenden, den Plan fast zum scheitern bringenden Sequenzen und glaubhaften Emotionen aufwartet, sondern vor allem die visuelle Gestaltung des Filmes. Ich habe es bereits im "Zuletzt gesehener Asia-Film" geschrieben, will es hier aber noch einmal deutlicher ausführen: Man hat oft beinahe den Eindruck, als wäre der Film von Kim Jee-Won. Die Optik von "Love Me Not" ist Filmen wie "A Tale of two Sisters" und "A Bittersweet Life" sehr ähnlich und bietet traumhafte Bilder, die das Niveau und den Gesamteindruck des Filmes enorm in die Höhe treiben.
Neben den schönen Landschaftsaufnahmen ist vor allem das tolle und riesengroße Haus der Familie der Faktor, der die optische Kraft des Filmes ausmacht. Die Innenaufnahmen wurden komplett in grandios gestalteten Sets gedreht. Der Look des Hauses ist sehr klassisch, mit großen Bildern und Portraits, die an der Wand hängen, und die Möbel äußerst stilisiert. Neben dem Production Design gibt es einige tolle Kameraeinstellungen.

Wie immer in koreanischen Dramen ist die Orchestermusik erste Sahne, so auch hier. Bereits während des Vorspanns wird man von den wundervollen Klängen eingehüllt - als Kontrast dazu gibt es immer wieder fette Technobeats und den Clubs, in denen sich Julian herumtreibt.
Letztendlich kann ich nur meine Begeisterung aussprechen und halte "Love Me Not" für einen aussdrucksstarkes Film, der sich durch seine Klasse und Ernsthaftigkeit einen Platz unter den fünf besten koreanischen Dramen bereits unlängst eingeheimst hat. Es ist auch ein Film, den man sich öfter ohne Probleme anschauen kann. Perfekt ist der Film dennoch nicht, dafür gibt es mal wieder 2-3 etwas zweifelhafte und vielleicht unbrauchbare/unnötige Szenen/Charaktäre, aber das macht den Film auf keinen Fall kaputt.

Filme wie dieser veranlassen mich oftmals zu der Meinung, dass in Korea derzeit die schönsten und stylishsten Filme überhaupt gedreht werden. Es gibt selten Bilder die nur bieder und langweilig daherkommen (sofern das nicht vom Film und Thema selbst gewollt ist). Das ist es eben, was koreanisches Kino ausmacht. Denn Filme auf gleichwertiger Basis über einen gewissen Zeitaum zu inszenieren, ist nicht besonders leicht.
Wertung -> 9/10
Hiermit geht eine dringende Empfehlung für alle Fans koreanischer Dramen aus. Jeder, der von übermässig klischeebeladenem Zeug entfliehen möchte und einen anspruchsvollen, hochwertigen Film auf höchstem Niveau sucht, ist hier richtig. Kauft euch dann die Limited Edition, die im schicken Schuber mit einem Kalender für 2007, aufgebaut als Notiz-/Tagebuch, ausgestattet ist. Eine sehr schöne LE. Nebenbei präsentiert die DVD den Film auch noch in exzellenter Qualität, wie man es bei koreanischen DVDs gewohnt ist.


Originaltitel: Sarang-ttawin piryo-eopseo
Land: Südkorea
Jahr: 2006
Kinostart Korea: 9.11.2006
Regie: Lee Cheol-Ha
Darsteller: Choi Sung-Ho, Moon Geun-Young, Kim Joo-Hyuk, Lee Gee-Yeong, Jo Sang-Geon

Die Korea-Limited Edition
Label: Enter One
Anzahl der Discs: 2
Ländercode: 3
Laufzeit: 119 Minuten NTSC
Bildformat: 2,35:1 Widescreen (anamorph)
Tonformat: Koreanisch DTS, Koreanisch Dolby Digital 5.1
Untertitel: Englisch, Koreanisch
Extras:
Production Notes
Secret Story
Episode 1
Episode 2
Please Make It!
Deleted Scenes
Another Ending - Interview with Moon Geun Young
Music Video
Theatrical Trailer
Still Gallery
Special Features: Bonus Disc, 2007 Calender Diary, Digipack
Erscheinungsdatum: 29.01.2007
Preis: ca. 25 €
Erhältlich bei Yesasia -> Love Me Not Limited Edition DTS
In letzter Zeit trudelt ein koreanisches Drama nach dem Anderen bei mir ein, und ich geniesse es. Mittlerweile bin ich im Besitz von 12 solcher Schätze, von denen ich 10 gesehen habe. Ich hatte immer wieder Bedenken, Gurken unter der Masse zu erwischen, doch dies blieb bisher aus. Jedes Drama hatte seinen ganz eigenen Reiz und überzeugte mich größtenteils enorm.
Ein Film, an den ich aber sehr hohe Erwartungen hatte, war vorliegender "Love Me Not". Bereits früh stach mir die koreanische Limited Edition ins Auge, und nachdem ich den Trailer sah, sowie mitbekam, dass Moon Geun-Young aus "A Tale of two Sisters" die Hauptrolle übernahm, habe ich ohne zu zögern bestellt. Der Film ist kein gewöhnliches Liebesdrama und schlägt ernstere Töne ein, und auch das Thema ist nicht wirklich mit den anderen Dramen zu vergleichen.

Grob gesagt geht es um Julian, einem recht jungen Mann, der auf großem Fuss lebt und sein Hobby - Frauen - weitgiebig geniesst. Mit seinem Charme bekommt er jede rum, ins Bett, und zieht ihnen anschliessend noch das Geld aus der Tasche. Eines Tages steht er allerdings vor einem massiven Schuldenberg von knapp 3 Milliarden Won, der aus einer Verkalkulation seinerseits resultierte. Gwang-Soo, der ihm das Geld dennoch zur Verfügung gestellt hat (Achtung: Kann ich im Film missverstanden haben, jedoch habe ich keine andere Interpretation dafür, wobei im Film auch nicht näher darauf eingegangen wird), stellt ihm einige Zeit später ein Ultimatum: In einem Monat muss er die knapp 3 Milliarden Won zurückzahlen, oder er bringt ihn um.

Julian schmiedet mithilfe seines Kumpels "Mickey" einen teuflichen Plan, um an das Geld heranzukommen: Er gibt sich als verlorenen Bruder der blinden Millionärserbin Ryu Min aus und schleust sich in die große Villa der Familie ein. Julian stösst zunächst auf Abweisung, doch nachdem sich eine Familienintrige aufspinnt, und alle Wahrheiten ans Tageslicht kommen, brechen andere Zeiten an...

Soviel zur Story. Ich denke das sollte in der Form reichen, denn zuviel will ich natürlich nicht verraten (normalerweise führe ich keine Story aus). Meine hohen Erwartungen wurden hier bestens erfüllt und ich bin froh, dass Regisseur Lee Cheol-Ha (übrigens war es Assistant Director bei "Il Mare", und sehr symphatisch) mit seinem Debut einen derart hochklassischen und gleichermassen stilistischen Film hingelegt hat. In erster Linie sind es natürlich die beiden Hauptdarsteller, die den Film über knapp 2 Stunden fast alleine bewältigen. Besonders hervorzuheben ist der weibliche Part, gespielt von Moon Geun-Young, die ich bisher nur aus "A Tale of two Sisters" kannte.
Es ist erstaunlich wie erwachsen sie in den drei Jahren geworden ist, und liefert hier ihre stärkste Rolle. Wäre es nicht schon schwer genug, eine Blinde zu spielen, so legt sie noch einen drauf und bietet eine ausdrucksstarke und emotionale Darstellung, die von ungeheurem Einsatz und großem Talent zeugt. Der männliche Part, Kim Joo-Hyuk, den man aus "Blue Swallow" und "Say Yes" kennt, spielt den gutaussehenden, aber doch fiesen Frauenschwarm Julian. Die Rolle hätte man nicht besser besetzen können um ganz ehrlich zu sein.

Es sind aber nicht nur die Schauspieler und die Story, die immer wieder mit spannenden, den Plan fast zum scheitern bringenden Sequenzen und glaubhaften Emotionen aufwartet, sondern vor allem die visuelle Gestaltung des Filmes. Ich habe es bereits im "Zuletzt gesehener Asia-Film" geschrieben, will es hier aber noch einmal deutlicher ausführen: Man hat oft beinahe den Eindruck, als wäre der Film von Kim Jee-Won. Die Optik von "Love Me Not" ist Filmen wie "A Tale of two Sisters" und "A Bittersweet Life" sehr ähnlich und bietet traumhafte Bilder, die das Niveau und den Gesamteindruck des Filmes enorm in die Höhe treiben.
Neben den schönen Landschaftsaufnahmen ist vor allem das tolle und riesengroße Haus der Familie der Faktor, der die optische Kraft des Filmes ausmacht. Die Innenaufnahmen wurden komplett in grandios gestalteten Sets gedreht. Der Look des Hauses ist sehr klassisch, mit großen Bildern und Portraits, die an der Wand hängen, und die Möbel äußerst stilisiert. Neben dem Production Design gibt es einige tolle Kameraeinstellungen.

Wie immer in koreanischen Dramen ist die Orchestermusik erste Sahne, so auch hier. Bereits während des Vorspanns wird man von den wundervollen Klängen eingehüllt - als Kontrast dazu gibt es immer wieder fette Technobeats und den Clubs, in denen sich Julian herumtreibt.
Letztendlich kann ich nur meine Begeisterung aussprechen und halte "Love Me Not" für einen aussdrucksstarkes Film, der sich durch seine Klasse und Ernsthaftigkeit einen Platz unter den fünf besten koreanischen Dramen bereits unlängst eingeheimst hat. Es ist auch ein Film, den man sich öfter ohne Probleme anschauen kann. Perfekt ist der Film dennoch nicht, dafür gibt es mal wieder 2-3 etwas zweifelhafte und vielleicht unbrauchbare/unnötige Szenen/Charaktäre, aber das macht den Film auf keinen Fall kaputt.

Filme wie dieser veranlassen mich oftmals zu der Meinung, dass in Korea derzeit die schönsten und stylishsten Filme überhaupt gedreht werden. Es gibt selten Bilder die nur bieder und langweilig daherkommen (sofern das nicht vom Film und Thema selbst gewollt ist). Das ist es eben, was koreanisches Kino ausmacht. Denn Filme auf gleichwertiger Basis über einen gewissen Zeitaum zu inszenieren, ist nicht besonders leicht.
Wertung -> 9/10
Hiermit geht eine dringende Empfehlung für alle Fans koreanischer Dramen aus. Jeder, der von übermässig klischeebeladenem Zeug entfliehen möchte und einen anspruchsvollen, hochwertigen Film auf höchstem Niveau sucht, ist hier richtig. Kauft euch dann die Limited Edition, die im schicken Schuber mit einem Kalender für 2007, aufgebaut als Notiz-/Tagebuch, ausgestattet ist. Eine sehr schöne LE. Nebenbei präsentiert die DVD den Film auch noch in exzellenter Qualität, wie man es bei koreanischen DVDs gewohnt ist.
