Das Rätsel der roten Orchidee

kinski
Das Rätsel der roten Orchidee



Deutschland 1962

Regie : Helmut Ashley
Drehbuch : Trygve Larsen (nach dem Roman „Gangster in London“ von Edgar Wallace)
Musik : Peter Thomas
Produktion : Rialto Film Preben Philipsen
Produzent : Preben Philipsen, Horst Wendlandt

Darsteller :

Christopher Lee
Marisa Mell
Adrian Hoven
Klaus Kinski
Eric Pohlmann
Fritz Rasp
Pinkas Braun
Eddi Arent
Christiane Nielsen



Inhalt :
Einige der reichsten Bürger Londons erhalten Erpresserbriefe, in denen ihnen Schutz angeboten bzw. aufgedrängt wird … natürlich gegen Zahlung entsprechender Summen. Wer nicht zahlt, stirbt. Bei der Testamentseröffnung des letzten Opfers lernt der ermittelnde Beamte, Inspektor Weston (Adrian Hoven), die schöne Lilian Ranger (Marisa Mell) kennen und versucht mit ihrer Hilfe und der Unterstützung durch den FBI-Agenten Allerman (Christopher Lee) den Verbrechern auf die Spur zu kommen. Erleichtert wird der Polizei die Arbeit durch zwei rivalisierende Gangsterbanden - angeführt von Kerkie Minelli (Eric Pohlmann) und dem „schönen Steve“ (Kinski) - die sich mit Begeisterung gegenseitig den Garaus bereiten. Allerdings hat man die Rechnung ohne den Drahtzieher im Hintergrund gemacht - der totgeglaubte Gangster O'Connor (Pinkas Braun) ...

-----------------------------------------------------------------------


Und weiterhin wurde ein Edgar Wallace-Film nach dem anderen heruntergedreht. Das Kinopublikum schien geradezu versessen zu sein auf die Kriminalstücke und man wollte nachlegen, solange noch keine Sättigung eingetreten war. Als nächstes Projekt stand „Das Rätsel der roten Orchidee“ an. Erneut konnte man Christopher Lee als Zugpferd gewinnen, ihm zur Seite standen Adrian Hoven, Marisa Mell, Pinkas Braun, Eddi Arent und natürlich Klaus Kinski.
Wirklich Neues bietet diese neunte Wallace-Adaption allerdings nicht. In den 1960er Jahren mag diese Art von Massenproduktion ja vielleicht noch neu und unverbraucht gewesen sein, heutzutage stellen sich schnell Abnutzungserscheinungen ein. Auch ein paar neue Gesichter helfen da nicht unbedingt. Wie sich im Falle von Adrian Hoven zeigt, der leider noch weniger zu ertragen ist als Heinz Drache. Mit Marisa Mell hatte man sich jedoch endlich mal eine wirklich gut aussehende Hauptdarstellerin ausgesucht und auch Christopher Lee spielt seinen Part gewohnt gut.
Kinski spielt diesmal den aalglatten Gangsterboss Steve. Mit Nerzkragenmantel, Gel im Haar und einem Spazierstock wirkt er zwar alles andere als hetero, fällt dadurch aber erneut aus dem Rahmen. Er war jedoch nicht die einzige schillernde Figur : Eddi Arent als „Todesbutler“ Parker sorgte auf gewohnte Art für ein paar lichte Momente in diesem eher mäßigen Wallace.

5 / 10

Samo
Also ich fand auch diesen Wallace nicht schlecht!
Eddie Arent hatte als Todesbutler wirklich einer seiner witzigsten Wallace Auftritte. Aber es stimmt: Adrian Hoven hat mir auch nicht besonders gefallen. Dafür fand ich Lee ganz akzeptabel!

Nicht der beste Film der Reihe, aber ein guter !

7 von 10