Das Geheimnis der gelben Narzissen

kinski
Das Geheimnis der gelben Narzissen



Deutschland 1961

Regie : Akos von Ráthony

Produktion: Omnia Pictures Ltd., London / Rialto Film Preben Philipsen Filmproduktion und Filmvertrieb GmbH, Hamburg
Produzent: Steven Pallas / Donald Taylor
Kamera: Desmond Dickinson
Musik: Keith Papworth
Drehbuch: Basil Dawson / Donald Taylor
nach dem Roman "THE DAFFODIL MYSTERY" von Edgar Wallace, Großbritannien 1920

Darsteller :
Blacky Fuchsberger
Sabina Sesselmann
Klaus Kinski
Christopher Lee
Albert Lieven
Ingrid van Bergen
Jan Hendriks



Inhalt :
In London geht ein brutaler Mörder um, der bei seinen Opfern stets einen Strauß gelber Narzissen hinterlässt, quasi eine Visitenkarte von ihm. Jack Tarling (Blacky Fuchsberger) wird auf die Spur des Killers angesetzt. Dabei gilt es zudem noch einen Rauschgiftring aufzudecken, was Tarling mit Hilfe seines undurchsichtigen chinesischen Kollegen Ling Chu (Christopher Lee) gelingt.
Kopf des Drogenrings und auch Drahtzieher bei den Narzissen-Morden ist Raymond Lyne (dargestellt von Albert Lieven). Mit Hilfe von Lynes Sekretärin Anne (Sabina Sesselmann) versucht Tarling, Lyne eine Falle zu stellen. Der hat jedoch längst seinen ihm treu ergebenen Freund Peter Keene (Kinski) auf die hübsche Anne angesetzt ...

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Dank einer guten Story und einer hochklassigen Besetzung kann man diesen Wallace zu einer der besten Verfilmungen dieser Reihe zählen. Mit Christopher Lee konnte man einen Weltstar engagieren, der durch seine Rolle als Dracula Ende der 1950er Jahre und in unzähligen weiteren Hammer-Filmen schon damals Kultstatus besaß.
Albert Lieven, sowieso maßgeschneidert für zwielichtige Charaktere, liefert als undurchsichtiger Chef einer Ex- und Importfirma eine durchaus zufriedenstellende Leistung ab. Fuchsberger ist wie gewohnt der Strahlemann und Held. Und der Schoßhund von Lyne – Peter Keene – wird natürlich von Kinski dargestellt. Neben Lieven ist Kinski der Auffälligste in diesem Film. Auf der einen Seite ist er Lyne gegenüber fast unterwürfig, weil dieser ihm stets aus der Klemme geholfen hat, seine schützende Hand über ihn hält und ihn außerdem noch mit Drogen versorgt. Keenes Abhängigkeit macht sich Lyne geschickt zunutze. Für Keene/Kinski ist alles, was sein Mentor sagt, Gesetz.
Auf der anderen Seite ist Keene jedoch ein aufbrausender und stets gewaltbereiter Charakter. Wenn ihm oder Lyne jemand in die Quere kommt, stürzt er sich mit Wahnsinn und Mordlust in den Augen auf seinen Widersacher. Die besten Szenen hat Kinski, als er sich mit Tarling / Fuchsberger anlegt, weil er sich von diesem lächerlich gemacht und erniedrigt fühlt.
Alles in allem ist "Das Geheimnis der gelben Narzissen" allein schon auf Grund der hervorragenden Einzelcharaktere ein Highlight der Wallace-Reihe. Und das obwohl dieses Mal sowohl Eddi Arent wie auch Siegfried Schürenberg - die ja sonst fast bei jedem Wallace dabei waren - fehlten.

7,5 / 10