Killerhaus

kinski
KILLERHAUS

Horror der grausamsten Art



Originaltitel : Crawlspace
Herstellungsland : USA
Jahr : 1986
Regie & Drehbuch : David Schmoeller
Kamera : Sergio Salvati
Musik : Dino Donaggio
Laufzeit : 77 Min. (deutsche VHS)
FSK : 18
Uraufführung : 16.5.1986 (Filmfestspiele Cannes)
DVD : zur Zeit keine deutsche VÖ



Darsteller :

Klaus Kinski
Talia Balsam
Barbara Whinnery
Sally Brown
Carol Francis
Tané
Jack Hiller
David Abbott
Kenneth Robert Shippy



Inhalt :

Klaus Kinski ist Karl Gunther, seines Zeichens Hausmeister und Hobbymörder in eben diesem Killerhaus. Karl Gunther vermietet seine Zimmer vornehmlich an junge, hübsche Damen und hat es sich zur Aufgabe gemacht, deren Herrenbesuche auf mehr oder weniger sadistische Art und Weise ins Jenseits zu befördern. Durch die Entlüftungsschächte seines Hauses kriechend beobachtet Gunther seine Mieterinnen ... lauert, um dann im passenden Augenblick zuschlagen zu können. Oder er zerquetscht, in den Schächten liegend, mit der bloßen Hand die eine oder andere umher streunende Ratte.
Nach jedem Mord spielt Gunther russisches Roulette. Er hält sich eine mit einer einzigen Patrone geladene Pistole an die Schläfe und drückt ab. Wenn es ihn wieder einmal nicht erwischt hat, begibt er sich mit einem süffisanten „So muss es denn sein“ erneut an sein mörderisches Werk.
Karl Gunther ist eine Art moderner Jekyll und Hyde. Einerseits ist er der hilfsbereite und anscheinend schüchterne Hausmeister, auf der anderen Seite jedoch ein geistergestörter Irrer. Gunthers Vater war zu Kriegszeiten ein Nazi-Arzt. Durch das Lesen der Tagebücher seines Vaters erhält Karl Einblick in die damaligen Geschehnisse. Der Vater hatte eines Tages versehentlich das Leben eines völlig gesunden Menschen beendet ... und daran fatalerweise auch noch Gefallen gefunden. Zu sogenannten "medizinischen Zwecken" brachte er dann immer mehr Personen um. Karl führt nun auch ein Tagebuch und eifert dem Werk seines Vaters nach ...


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Wie schon so oft spielt Klaus Kinski auch in „Killerhaus“ wieder einmal den geistig verwirrten Mörder. Als Hintergrund dient diesmal die Nazi-Vergangenheit von Gunthers Vater. Sicher nicht besonders einfallsreich und auch schon damals stark strapaziert, reicht dieser Background hier aber immerhin aus, um den Zuschauer mehr als ihm lieb sein dürfte zu erschrecken. Mit gezielten Schockelementen arbeitend wird der Film wirklich zum "Horror der grausamsten Art".
Und Kinski spielt diesen Irren mit der nötigen Hingabe. Er kriecht mit irrem Blick durch Entlüftungsschächte, baut mit sadistischer Genauigkeit Mordinstrumente und röstet seine eigene Hand über der Flamme vom Gasherd. Kurzum ein wirklicher Albtraum, der jeden Zuschauer immer kleiner in seinem Fernsehsessel werden läßt. Devil

9 / 10

Samo
Über lm haben wir doch schon mal diskutiert! Ugly-Grübel
Habe ich damals auf Video gesehen- War aber sehr lange her. War spannend, ich war damals aber nicht sooo begeister! Kann mich aber nur noch schwach erinnern.
Erinnern kann ich mich aber noch an folgendes: SPOILER (Zum lesen den Text markieren!)
Kinski hat sich jeden Tag (?) den Revolver an die Schläfe gesetzt und abgedrückt und dann gesagt:"So soll es sein" oder so. Am Ende ist der Revolver losgegengen.
SPOILER ENDE
Mein Gott ist fast schon 20 Jahre her das ich den gesehen habe. Hab ich auch wieder Bock zu kucken! großes Grinsen
kinski
@ Samo : Die von Dir gespoilerte Szene steht oben in meiner Beschreibung. Augenzwinkern SPOILER (Zum lesen den Text markieren!)
Und am Ende wird er mit diesem Revolver von einem seiner potentiellen Opfer erschossen.
SPOILER ENDE
Samo
@Kinski

Oh, da siehst Du mal: Die Beschreibung lese ich gar nicht mehr. Wusste ja noch ungefähr wovon der handelt.
Trotzdem sind diese Szenen das einzige woran ich mich noch erinnern kann. Deswegen muss ich den mal wieder sehen.
kinski
Zitat:
Original von Samo
@Kinski

Oh, da siehst Du mal: Die Beschreibung lese ich gar nicht mehr.


Banause ! Hammer Dabei ist die von mir persönlich und nicht irgendwo abgeschrieben ! Komm mal her, dann spiel ich mit Dir gleich "Horror der grausamsten Art" ! großes Grinsen
Jason Voorhees
David Schmoeller's "Crawlspace", ein recht unbekannter Horrorfilm aus der Mitte der 80er Jahre ist meiner Meinung nach ein ziemlich unterschätzter Film. Der Streifen beginnt mit einer recht spannenden Szene, welche durch das Russisch-Roulette Spiel von Hauptdarsteller Kinski finalisiert wird. Auch danach braucht der Film nicht lange bis er in die Gänge kommt. Die Effekte sind zwar nich herausragend professionell, aber durch die gezielt eingesetzten Schockelemente wird dies wieder ausgeglichen. Positiv zu erwähnen ist des weiteren auch die perfekt gekonnte Darstellung Klaus Kinskis als psychopathischer Hausmeister. Dieser irre Blick, während seinen nächtlichen Voyeurausflügen in den Lüftungsschächten und vor allem während der Zunahme seines Wahns während der Hitlersequenzen ist einfach fantastisch, genauso wie die direkte Konfrontation mit seiner Vergangenheit. Diese Rolle nimmt man ihm einwandfrei ab. Als nächstes wären hier auch die weiteren Darsteller zu erwähnen, die (zumindest was den Hauptcast betrifft) doch ebenfalls recht überzeugend ihre Rollen vertreten. Der einzige grund, warum dieser Film nicht die volle Punktzahl, sondern "nur" 9,5 Punkte erhält, ist die Tatsache, dass das Finale, also Kinskis Abgang, doch recht schwach und höhepunktslos präsentiert wird und ein direkter "Showdown" daher ausbleibt. Bleibt also insgesamt zu hoffen, dass in absehbarer Zeit mal eine ordentliche DVD-Veröffentlichung des unbekannten Klassikers erscheint, sodass auch diejenigen, die ihn nicht kennen, in den Genuss des Films kommen.

9,5/10
kinski
Heute nach langer Zeit mal wieder gesehen. Anlass war der Schnäppchenkauf der US-DVD. So kam ich dann auch mal in den Genuss von Kinskis Originalstimme. Am Urteil über den Film hat sich nichts geändert, immer noch ein wirklich gut gemachtes und phasenweise leicht beklemmendes Horrorfilmchen. Man merkt KILLERHAUS zwar jederzeit an, dass er recht billig produziert worden ist, aber Kinskis im wahrsten Sinne des Wortes wahnsinnig gute Darstellung macht das allemal wett. Nach wie vor ...

9 / 10


thailändisches Filmplakat zu "Crawlspace" (Killerhaus)