Stone
So dann kram ich hiermit einen Thread aus, in dem seit 2005 nicht mehr gepostet wurde

und das bei solch einen Film! Also wie hier schon alle meine Vorrdner meinten schließ ich mich natürlich auch an, dieser Film bringt einen sehr zum Nachdenken, wie man sich verhalten würde wenn man in solch eine Situation gerät, der Film hat seine eigene, ruhige Erzählstruktur u. ich find es Klasse wie jeder einzelne Charakter dargestellt wird, aber allen voran Edward Norton

, ein Wahnsinns Schauspieler, er verleiht den Film die nötige Tiefe, vorallem das Ende haut einen nochmal kräftig um

, natürlich wird
25 Stunden nicht jedermanns Sache sein, aber allen Edward Norton Fans sei geraten ihn sich anzusehen wer ihn noch nicht gesehen hat, zwar ist es jetzt nicht ein Meisterwerk, aber dennoch Schauspielerische Extraklasse!
7 / 10 Geldpaketen
Lago
Mitten in New York lebt Monty Brogan. Er ist Drogendealer und wurde gerade zu sieben Jahren Haft verurteilt. Ihm bleiben nur noch 24 Stunden in Freiheit. Die will er gerne mit seinen Freunden verbringen. Außerdem quält ihn eine Frage: Wer hat ihn bei der Polizei verraten?
Die erste Szene mit dem Hund fand schon cool hatte was. Danach, die 30 min. fragte ich mich, warum Edward Norton so wenig zu sehen ist, er ist doch der Hauptdarsteller. Ja, aber Spike Lee hat sich auch wirklich Zeit genommen die Charaktere, die Freunde Monty's so gut es geht zu beschreiben. Mir kam die erste halbe Stunde beim ersten Mal sehen des Films etwas langweilig vor, im Nachhinein muss ich aber sagen, gut, dass der Film diese Szenen enthält! Viele andere Filme kratzen die Charaktere von Nebenrollen nur kurz an, was ich auch teils in meinen vorigen Reviews kritisierte.
Dann die absolut geniale "Scheiß auf..." - Szene. Klasse! Mehr kann man einfach nicht sagen
SPOILER (Zum lesen den Text markieren!)
und dann gegen Ende, wo er im Autos seines Vaters sitzt und ihm diese ganzen Gesichter, auf die er geflucht hatte, nochmal ansehen - klasse Idee!SPOILER ENDE
Aber der Szene wird der Film immer besser und er wird intensiver und man wird mitgerissen, fühlt und leidet mit. Regt zum Nachdenken an; was würde man selbst tun?
Der Film versprüht auch immer wieder etwas Ironie und Sarkasmus, z:b. die Szene im Spoiler oben, der Blick aus Franks Wohnung und sein Kommentar darauf

, der Lehrer und seine Schülerin usw.
Edward Norton ist einfach klasse und wird so langsam zu meinen Lieblingsschauspielern. Er spielt keine leichten Rollen, alle sind irgendwie außergewöhnlich und er macht seine Sache perfekt. Die anderen Schauspieler, Hoffman, Pepper, Dawson etc. sind aber auch sehr gut in diesem Film.
Bleibt zu sagen: Der Film ist ein echter Geheimtipp. Wer anstatt einen Action-Thriller auch mal ein echt gutes Drama sehen will, sollte zugreifen!
Der siebte Samurai
Hab den Film mal vor ner Weile , als er im TV lief angefangen zu schauen und hab dann nach 10 Minuten umgeschalten , weil ich ihn nicht so besonders fand .
Hab dem Film jetzt aber noch ne Chance gegeben - und war echt ne Überaschung - hat mir sehr gefallen .
Ein sehr sympathischer Film und sehr angenehm erzählt .
Er fängt ein wenig unscheinbar an - so mit einem Mini-Ganoven , der einen Hund findet und mit seinem dicken russischen Freund coole Sprüche raushaut - und man könnte annehmen , dass es ein Film wird , der ein wenig Pulp Fiction imitiert - aber weit gefehlt .
Was dannach aufgefahren wird an tollen und fast schon philosophischen Gesprächen ist einfach toll . Aber nicht nur das - Man bekommt eine Fülle an Emotionen geboten .
Das fängt an mit Freundschaft - und den zwei Freunden von Edwart Norton , die ihn dann erst relativ spät im Film treffen - aber sich schon vorher in ein paar Szennen über ihn unterhalten - Die beiden führen echt tolle Gespräche und sind auch für sich tolle Charaktere - der eine ein cooler Typ , der andere ein Vernünftiger Lehrer - beide eigentlich Durchschnittstypen , die ein wenig vom Leben plaudern .
Dannach gehts in dem Film auch um die Liebe und wie Norton mit seiner Freundin Naturel zusammen ist - man sieht wie sie zusammen kamen und wie sie mit der Situation umgehen . Diese Liebe wird dann im Laufe des Films auf die Probe gestellt und verschieden beleuchtet - aber nicht im dramatischen Sinn oder mit grossen Gefühlsausbrüchen - weit abseits vom Kitsch .
Später wird dann auch noch die Vaterliebe gezeigt - mit einem echt coolen Vater , gespielt von Brian Cox , der hier echt mal zeigt was er kann .
Man ist während dem ganzen Film am Nachdenken über das Leben - über die schönen , wie auch die schlechten Aspekte in einem sehr entspannten Sinn .
Oberflächlich gehts über das "Ins Gefängniss müssen" - und auch das wird toll inszeniert - mit allen möglichen Gedanken , die einem dazu wohl echt einfallen würden . Man hört von vielen verschiedenen Personen mit vielen verschiedenen Ansichten ihre Meinung zum Gefängniss und den Begleiterscheinungen einer Inhaftierung - und lernt vieleicht sogar etwas fürs Leben .
Aber abseits von diesem Hauptplot werden eben auch viele andere Dinge besprochen und detailiert erzählt - wie zum Beispiel ob ein Lehrer mit seiner Schülerin etwas anfangen dürfte - und wie sich das anfühlt . Die Dinge werden aber , bleiben wir bei Pulp Fiction , nicht von Gangstern die cool reden erzählt , sondern von den ganz normalen collen Leuten - und es ist eine ganz andere Erfahrung - so viel realer , weil man damit auch etwas oder sagen wir mehr anfangen kann .
Filmtechnisch wird hier zwar sehr dezent - aber doch viel geboten - mit schönen Aufnahmen und Beleuchtungen von hübschen Orten - mir hat die Kamera sehr gefallen . Die ganzen Lichter , sehr gut zu sehen in der Bar , kommen weder zu verschleiert noch zu übertrieben - und bieten echt schöne Farben .
Es werden ab und zu schöne Dinge gezeigt , wie wenn die drei Freunde am Hafen stehen und ein Schlepkahn vorbei fährt und hupt - was sehr schön ist und toll wirkt - überhaupt hat der film ne tolle Atmo - zum Beispiel als die zwei Freunde von Norton das erste mal über ihn quatschen - und man sieht ein und die selbe Einstellung , während dem ganzen Gespräch , wie sie so am fenster sitzen in einem eher dunklen Zimmer - und draussen gut gezeigt eine beleuchtete Baustelle mitten zwischen Wolkenkratzern steht . das hat mich als Hobbyfilmer doch sehr beeindruckt , weil ich weis nicht genau woran es lag - aber auf mich hatte die Szenne eine ungeheure Ausstrahlung - und das Gespräch wirkte so irgendwie total angenehm .
Am schönsten fand ich allerdings die lange Szenne in der Bar - oder dem Club wo sie waren - dieser wirkte durch die dort spielende sanfte Musik und in Kombination mit den Charakteren total angenehm - mit ein paar blauen Lichtern und hier mal eine dunkle Ecke , dann wieder an der Bar - wo sich die Charaktere mal hier mal da miteinander unterhielten und jeder was anderes im Kopf hatte .
Find Spike Lee hat das sehr ordentlich gemacht - und ich werd mal schauen , ob ich noch ein paar andere Filme von ihm in die Finger bekomme .
Die Schauspieler waren auch alle toll (man ich komm aus dem Loben gar nicht mehr raus) - ne aber echt - das waren echt tolle Schauspieler - Zu allererst einmal Norton , der hier wieder mal den sympathischen Typen spielte , was er ja nun mal echt gut kann . Der passte in die Rolle wie gespuckt .
Aber mir sind eher die anderen Charaktere aufgefallen - so zum Beispiel Phillip Seymour Hoffman , der jetzt definitiv zu meinen Lieblingsdarstellern gehört . Neben Colt Mountain das beste was ich von ihm gesehen hab . Spielte hier den Normalo-Lehrer und guten Freund von Norton . Einer den man auf den ersten Blick gar nicht so unbedingt kennen muss - aber der ein sehr cooler und toller Typ ist .
Dann war auch der zweite Freund von Norton nicht schlecht gespielt - kenn seinen Namen nicht - aber ist der Scharfschütze aus Soldat Ryan . Der spielte den eher schlagfertigen Macker der ein paar unangenehme Wahrheiten vom Stapel lässt - und eher der unruhige Pol ist - aber trotzdem ein treuer Freund .
Beide sind ziemlich schwierige Rollen und wurden echt toll gespielt .
Rosario Dawson war auch nicht schlecht - und hat auch ein paar mal geglänzt - Sie passte sehr gut in die Clique und war auch ein interesanter Charakter .
Anna Paquin - ebenfalls toll - und auch keine leichte Rolle .
Und natürlich Brian Cox , der vorallem zum Ende hin zeigt , dass der eigentlich der total sympathische Typ ist , nachdem er in Troja und X-Men eher ein Fiesling war - zeigt hier gut , dass er das fiese nur gespielt hat und es ihm nicht im Blut liegt - echt ein sehr guter Schauspieler - mag den Kerl nach dem Film jetzt sehr .
Alle Nebenrollen waren auch toll besetzt wie der dicke Russe oder der Mafiaboss - allesamt gut gecastet - und ich schätze mal von Spike Lee hervorragend geführt .
Im Fazit ein neuer Lieblingsfilm von mir - und ich werd beim nächsten Media Markt Besuch gezielt nach dem schauen .
Ist echt ein sehr schöner Film mit einer entspannten aber dennoch coolen Atmo , der fast ohne Spannung auskommt - und der von seinen tollen Charakteren lebt , die allesamt glänzen .
9.4/10 Pkt.