Mandy Lane, ein traumhaft hübsches Mädchen, eine unantastbare Schönheit, das an optischem Reiz und Erotik kaum mehr zu überbieten ist. Das dürfte wohl der Gedanke des Regisseurs gewesen sein, als er Jungdarstellerin Amber Heard für die Rolle der "Zauberfee" verpflichtete. Der Film befasst sich ja vor allem mit dem Aussehen von Mandy Lane: jeder Typ an der Schule will mit ihr in die Kiste, oder sogar eine Beziehung eingehen (ÜBERRASCHUNG!), um das Mädchen ganz für sich alleine zu gewinnen. Da ist es natürlich ganz besonders wichtig, dass der Charakter gut geschrieben ist, um als männlicher Kinogänger so was wie
"oha, die würde ich aber auch gerne mal knuddeln" zu denken. Das kann man jedoch nicht nur mit einem "verführerisch" geschriebenem Charakter, nein nein, denn dazu benötigt man auch die entsprechende Schönheit in Form einer Darstellerin, die in diese Rolle schlüpft und das unschuldige und kaum berührte Mädchen spielt. Und genau da kommt Amber Heard ins Spiel, denn... sie ist süss, nett und... kuschelig. Aber sie hatte in diesem Film nun wirklich nichts magisches an sich, das sie von ihren Kolleginnen abheben würde. Es ist halt so, dass wirklich jeder in dieser Story mit Mandy Lane zusammen sein will und ich kann es einfach nicht verstehen, denn sie hat weder einen besonderen Charakter ( eher das Gegenteil trifft hier zu, denn solche Mädchen waren auf meiner Schüle viel mehr die Aussenseiter *Joke*

), noch eine bezaubernde Ausstrahlung. Und wenn sich der Film schon nur um das eine dreht, dann sollte das dann auch dementsprechend passend und glaubwürdig rüberkommen, oder? In diesem Sinne:
"Almost every Boy loves Mandy Lane"!
Nein, das mal nur so als "Scherzerlaubnis". Wenn wir zum wesentlichen kommen, z.B. der Inszenierung, dann kann ich nur sagen: Hut ab! Der Film ist handwerklich prima umgesetzt und die Optik des Films ist ein ganz grosses Plus. Die besondere und "andere" Atmosphäre fällt bereits in der ersten Szene auf. Der Slasher ist sehr viel schöner und spezieller fotografiert, als sämtliche Genrevertreter in den letzten paar Jahren. Doch leider reicht die Optik alleine noch nicht aus, um als Filmfan auf seine Kosten zu kommen, aber unglücklicherweise ist die Optik in Kombination mit der düsteren und dreckigen Atmosphäre fast schon das beste am ganzen Film, denn alles andere, seien das der Handlungsverlauf oder die Charaktere, dürfte so ziemlich jedem Klischee dieses Genres gerecht werden. Insofern würde ich das Drehbuch beinahe schon als "Rohrkrepierer" abstempeln, denn die schriftliche Arbeit in diesem Film reiht sich nahtlos in der Rubrik "0815 und haben wir alles schon einmal (besser) gesehen" ein.
Die Charaktere sind wirklich dumm. Man hat zu Beginn fast schon Mühe sie voneinander zu unterscheiden, da sich alle charakterlich sehr ähnlich sind: die Jungs haben nur Sex im Kopf und die Mädels ihr Aussehen. Viel mehr gibt es nicht. Ausser die Mandy Lane natürlich, das unschuldige Mädchen, das überall hingeht, aber sich nie wirklich der Truppe anschliesst und ganz anderes im Kopf hat. Über ein paar wirklich dämmliche Dialoge zu plaudern erspare ich mir jetzt. Die Handlung an sich wird leider viel zu langweilig, langsam und geradelinig erzählt. Es ist so gut wie gar nichts los und auch dann, wenn man das Gefühl hat, dass jetzt ein wenig Spannung alles "auflockert" bzw. das Geschehen ein wenig in Fahrt bringt, wird man enttäuscht, denn als Zuschauer kann man sich fast nur das Ende herbeiwünschen. Szenen wiederholen sich und der Film plätschert nur so vor sich hin. Bis es dann in den letzten 15 oder 20 Minuten doch noch ein bisschen zur Sache geht, denn dann gibt es durchwegs die ein oder andere Überraschung und auch wird die Story allmählich immer interessanter und, man kann es kaum glauben, spannender, sodass das Herz eines Teenie-Slasher Fans, also meines eingeschlossen, doch noch ein wenig in Rhythmus kommt. Dann scheint sich so gut wie alles in qualitativ hoher Ebene zu befinden, um dann auf der Wolke des Optik- und Atmosphärenlevels zu schweben. Soll heissen, dass die Story zum Schluss hin doch noch spannend wird und die Hetzjagd durch die grafisch sehr schöne Inszenierung wesentlich besser ist, als das Finale eines jeden DTV Slasher-Titels, das wir in diesem Jahr zu sehen bekommen haben.
Doch letztendlich empfinde auch ich den Film nur als ok, denn man blieb hier ganz klar hinter seinen Möglichkeiten zurück. Das Ende bzw. die letzten 15 - 20 Minuten, die das Finale der Geschichte darstellten, waren nahezu perfekt für diese Art von Film. Jedoch war der Rest des Films auf 0815 Niveau. Der Film stolpert über so ziemlich jedes Teenie-Klischee. Hätte man sich da noch ein wenig mehr Mühe gegeben, um sich vom Einheitsbrei abzuheben (obwohl ich sagen muss, dass "All the Boys love Mandy Lane" wesentlich anspruchsvoller in seiner Art ist, als so Sachen wie "Scream" oder "I know what you did last summer"), dann wäre aus der Idee eine wirklich kleine Perle seines Genres geworden.
Doch so kann ich der Lane leider nur
6,5/10 geile Jungs
anbieten.