Ich habe mir den Film heute ausgeliehen und direkt angeschaut. Ich muss sagen, dass ich ziemlich überrascht bin. Ich habe einen guten Film erwartet, aber dass mir Penny Dreadful so gut gefallen wird, damit habe ich nicht gerechnet.
Als ich den Trailer zum ersten Mal gesehen habe wollte ich den Film unbedingt sehen. Ich liebe Psychothriller, und dieser hier schien verdammt spannend zu werden, Terror pur. Und genau das war er schließlich auch, sogar noch mehr.
Die Geschichte ist nicht all zu schwierig. Penny Deerborn hat nach einem tragischem Autounfall, bei dem sie ihre Eltern verloren hat und sie zu allem überfluss auch noch sterben sah eine riesen Angst vor Autos. Zusammen mit ihrer Terapeutin macht sie einen Ausflug in die Berge, natürlich im Auto. Penny soll ihre Angst besiegen. Da ist es wenig hilfreich, dass sie eine Gestalt anfahren, diese dann mitnehmen, aussetzen und kurze Zeit später ihr Reifen zerstochen ist, sie hängen bleiben und Penny bald ganz alleine ist. Sie hat Angst und versucht zu fliehen, dabei stürzt sie. Als sie wieder zu sich kommt ist sie im Auto gefangen und es gibt kein entkommen. Das Auto steht zwischen Bäumen, sie kann weder durch die Türen, doch durch Fenster und Scheiben heraus. Sie ist im Auto eingesperrt, muss sich dieser Angst stellen, zudem wird dies durch eine Leiche im Waagen und einem Killer draußen im Wald verstärkt.
All das passiert in den ersten dreißig Minuten, was dann kommt ist Psychoterror pur. Es ist vielleicht ein wenig viel, alles erscheint vielleicht nicht logisch, aber dennoch ist es sehr spannend.
Penny Dreadful ist kein teurer Film, das merkt man ihm an. Aber ein Film muss ja nicht immer Gott weiß wie viele Millionen gekostet haben, um effektiv zu sein, im Gegenteil. Penny Dreadful beweist das.
Den Vorspann möchte ich hier noch mal kurz ansprechen. Den fand ich einfach genial. Er past perfekt zum Film, hat schon mal die Stimmung gehoben und die Atmosphäre, die im Film herrschen wird, gut rübergebracht.
Der Film ist sehr spannend. Die Szenen mit dem Anhalter sind echt klasse gemacht und sehr atmosphärisch. Die späteren Szenen im Auto sind sehr beklemmend. Ich weiß gar nicht was ich schreiben soll, ich habe Minute für Minute mitgefiebert. Diese Situation muss unerträglich sein, zum Glück ist das nur ein Film.
Was die Story anbelangt, da gibt es ein paar kleine Schwachpunkte, aber das wurde durch eine gute Umsetzung wieder herausgeholt. Auch habe ich noch nie gehört, dass ein Mensch Angst vor einem Auto hat, aber dies mal zu sehen finde ich sehr interessant und macht dem Film gleich noch mal um einiges spannender, weil man mit der Hauptperseon mitfiebern kann, weil sie echt in einer verzwickten Lage steckt.
Schauspielerisch konnte mich Penny Dreadful auch überzeugen. Zwar gibt es nur eine Schauspielerin, die wirklich viel Spielzeit hat um sich zu entfalten und das ist Penny-Darstellerin Rachel Miner, die ihre Rolle wirklich überzeugend spielt und sehr glaubhaft rüberbringt.
Zum Ende hin fragt man sich echt? Was kann da noch alles passieren? Sie ist in einem Auto, meine Güte. Aber es hört nicht auf, der Psychoterror geht immer weiter und nimmt nach und nach neue Dimensionen an, dass man sich als Zuschauer wirklich fragt, wie viel eine Person wohl aushalten würde. Also ich wäre bestimmt 1000 Mal an einem Herzinfarkt gestorben, aber das ist eine andere Sache.
Fazit:
Penny Dreadful ist ein packender und spannender Psychothriller voller Nervenkitzel und Terror, der nichts für schwache Nerven ist.
8,5/10