Time (Kim Ki-Duk)

misteryboy90
cool,auch wenn der film nur halb so gut wäre,wäre der schon ein kunstwerk....
ach freu ich mich schon auf meinen nächsten media markt besuch großes Grinsen
Soljah
Gestern "Time" gesehen und vollkommen zufrieden gestellt Freude
"Time" folgt überhaupt nicht den üblichen Filmen von Ki-Duk. Ich würde sogar sagen, dass dieser Film der untypischste Ki-Duk Film ist aber man trotzdem sofort sagen könnte, welcher Regisseur diesen Film erschaffen hat, ohne den Namen zu kennen.
"Time" ist in dem Punkt sehr untypisch für ihn, da die Story keinen introvertierten Protagonisten beinhaltet und allgemein sehr dialoglastig ist. Der Film beginnt sofort mit der eigentlichen Story, ohne wirklich die Charaktere einzuführen. Allgemein gibt der Film trotz des Drama-Aspektes ein gutes Tempo an, und ist weniger ruhig als seine Vorgänger "Bin-Jip" oder "The Bow". Mich hat die Geschichte um das Paar sehr fasziniert, und ich musste wirklich mitfühlen. In Ki-Duk's früheren Werken hat er zwei bestimmte Themen immer durchschimmern lassen: Prostitution und Liebe. In "Time" jedoch verlässt Ki-Duk die zentrale Rolle der Prostitution und begibt sich auf Identitätsfindung und Identitätsverlust. Meiner Meinung nach ein sehr schwieriges Thema, welches er aber, wie gewohnt, behutsam und gleichzeitig intensiv angeht.
Im Aspekt der Geschichte ist "Time" wiederum sehr Ki-Duk typisch. Er ist einfach ein sehr guter Geschichtenerzähler, und das kommt bei "Time" auch wieder zum Vorschein. Ausserdem verpackt Ki-Duk in "Time" ein sehr aktuelles Thema in Südkorea: den Schöhnheitswahn.
Mir persönlich hat sein neuestes Werk enorm gefallen und kann locker mit den vorherigen Werken von Ki-Duk mithalten, auch wenn er mit "Time" einen ganz neuen Weg einschlägt.
DarkTNT
Ich muss dir recht geben...ein typischer Ki-Duk ist es nicht. Wobei das hauptsaechlich an den vielen Dialogen liegt.^^ Trotzdem erkennt man seine Handschrift recht deutlich, zB an der Intensität einiger Szenen, das verhalten der Charaktere und den markanten Schauplaetzen, die er ausgewaehlt hat und immer wieder zeigt.
Er zeigt damit, dass sich seine Filme sehr wohl von einander unterscheiden koennen, ohne seinen einzigartigen Stil zu vernachlaessigen.
Der schnelle und direkte Einstieg hat mir auch sehr gefallen. Er verzichtet darauf den Film unnötig in die Laenge zu ziehen.
Dass das Thema Schöhnheitswahn in Korea aktuell ist wusste ich bis jetzt nicht Augenzwinkern
Jedoch ist es interessant wie weit die Hauptdarstellerin geht um ihre große Liebe nicht zu verlieren. Auf seine Gefuehle nimmt sie dabei keinerlei Rücksicht und verrennt sich zum Ende des Films immer mehr...
Time schwirrt mir bereits seit 3 Tagen im Kopf rum, kein Film den man so schnell vergisst.


8,5/10
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Soljah
Zitat:
Original von DarkTNT

Dass das Thema Schöhnheitswahn in Korea aktuell ist wusste ich bis jetzt nicht Augenzwinkern



Du kannst davon ausgehen, dass schon fast 50 % der koreanischen Schauspieler schon auf dem OP-Tisch lagen. Das Thema wird jedoch zu gern totgeschwiegen, denn keiner möchte ja offen zugeben, dass er für seine Schöhnheit Geld bezahlen musste. Ein gutes Beispiel ist Lee Byung-hun, Protagonist in A Bittersweet Life. Der hat sich auch das Kinn operieren lassen.
Halcyon
Na super, bei so viel gutem Lob kann ich es selber kaum noch erwarten, den Film endlich zu sehen. smile Werde ich mir wohl dann mal nächsten oder übernächsten Monat zulegen.
Danke für die informativen Kritiken!
DarkTNT
@Deniz
Ist dir das eigentlich aufgefallen?


Außerdem bin ich der Meinung, dass ich eine Szene aus 3-Iron in dem Film gesehen habe...sie lief auf irgendeinem Computer, weiß leider nicht mehr genau wann das war...
Soljah
Was meinst du? Das mit Lee Byung-hun habe ich von einem koreanischen Freund. Das mit den vielen Schönheits-Op's habe ich nachgelesen.
DarkTNT
Ich meinte das Bild was ich angehaengt habe^^
"Wild Animals" ist doch auch ein Film von KIM Ki-Duk, koennte das ein Poster davon sein? Ugly-Grübel
Und was sagst du zu dem Ausschnitt aus 3-Iron zu sehen? Ist dir da etwas aufgefallen? Ich finde sie nicht mehr, sonst haette ich dir gesagt nach wie vielen Minuten diese zu sehen war.
Soljah
achso ^^
ja, das ist mir auch aufgefallen. Ki-Duk hat einige Anspielungen auf seine älteren Werke in Time mit eingebaut. Den Film Wild Animals habe ich leider immer noch nicht gesehen, da er bisher nie auf DVD erschienen ist! böse
Und ich möchte ihn eigentlich so dringend sehen, besonders, da die Story wirklich sehr interessant klingt, besonders in Bezug auf sein Leben. Vielleicht erbarmt sich ja mal REM fröhlich
Lago
Story:
Nach zwei Jahren fühlt Seh-Hee dass Ji-Woo's Liebe für sie abkühlt. Vor lauter Angst vor Verlust ihres Freundes trifft sie eine harte Entscheidung: Plastische Chirurgie.
Sie verschwindet ohne ein Wort von einem Tag auf den anderen. Sechs Monate später versucht sie als See-Hee das Herz von Ji-Woo erneut zu erobern.
Anfangs scheint dies zu klappen, doch entgegen ihrer Erwartungen kann Ji-Woo seine wahre Liebe nicht vergessen...

"Time" ist der 13. Film von Koreas bedeutenden Regisseur Kim Ki-Duk und ist unterscheidet sich auch sehr von seinen bisherigen Filmen. Der Film beginnt mit den unverschönten, schonungslosen Bildern einer Gesichtsoperation, wo mit der Kamera auch richtig draufgehalten wird: Man sieht wie die Haut aufgeschnitten wird, Teile entnommen und woanders wieder eingepflanzt werden usw. Die ersten Minuten sind wahrlich nicht schön anzusehen und Leute mit schwachen Magen spulen am Besten gleich bis zum Titelbild vor. Dann beginnt die tragische Liebesgeschichte zwischen Seh-Hee und Ji-woo. Seh-Hee hat den Eindruck, dass Ji-woo sich an ihr satt gesehen hat und verhält sich sehr hysterisch und eifersüchtig, schon wenn Ji-woo nur andere Frauen anschaut oder ihr nur die Tür aufhält. Um das Herz Ji-woos erneut zu erobern, zieht sie aus ihrer Wohnung ohne ein Wort zu sagen und unterzieht sich einer Gesichts-OP. Sechs Monate später taucht sie als See-Hee wieder auf, doch anstatt ihrem Freund wieder näher zu kommen, scheint sie sich immer weiter von ihm weg zu bewegen. Ein Teufelskreis hat sich geöffnet und das einzige was bleibt ist die Zeit.
Die "Message", die Kim Ki-Duk mit diesem Film rüberbringen will, scheint anfangs als offensichtliche Kritik am Schönheitswahn Koreas zu sein, doch das ist sie nur in geringem Maße. Hauptaspekt des Films ist die Frage nach der Identität des Menschen und die Zeit. Alles ist vergänglich, nichts bleibt wie es ist und kann nicht rückgängig gemacht werden (Stichwort Gesichts-OP). Die wahre Identität zeigt sich nicht bloß durch das Äußere eines Menschen, sondern durch sein Inneres, sein Verhalten, seine Art und seine Liebe.
"Time" ist zwar nicht der Beste Film von Kim Ki-Duk, doch er zeigt, dass er nicht nur Filme für Arthouse-Cineasten und hartgesottene Asia-Fans drehen kann. Visuell ist der Film zwar auch gelungen, bietet aber alleine mit dem "Sculpture-Park" und ein paar Anspielungen auf seine früheren Werke (Ji-woo arbeitet als Cutter an Szenen aus "3-iron") weniger Eye-Catcher und beeindrucke Bilder als noch in seinen vorherigen 12 Filmen. Dafür bietet "Time" umso mehr Dialoge und wie man es auch von Kim Ki-Duk-Filmen gewohnt ist, sehr gute schauspielerische Leistungen.
Wer bislang mit Kim Ki-Duks Filmen nichts anfangen konnte oder noch keinen gesehen hat, hat mit "Time" die Gelegenheit einen leicht verdaulichen Einstieg in die Arbeiten dieses Ausnahmeregisseurs zu bekommen. Seine Art, drastische und tragische Geschichten zu erzählen ist auch hier wieder klar erkennbar und macht den Film empfehlenswert.

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jane_doe
Nicht sein Bester, aber dennoch sehr gut und interessant. Vor allem der Anfang hat mir sehr gut gefallen, das Ende hab ich aber irgendwie nicht ganz gerafft (bin auch 2-3 mal kurz eingenickt geschockt ). Um der letzten Szene noch eine tiefere Bedeutung zu entlocken war ich dann auch zu Müde und hab es einfach mal so hingenommen.

Meine Wertung: Wertungsstern Wertungsstern Wertungsstern Wertungsstern Wertungsstern Wertungsstern Wertungsstern Wertungsstern Wertungsstern 2 Wertungsstern 2