Milan
Das Projekt hört sich schon mal interessant an, nur was mich irritiert, soll Cate Blanchett jetzt auch noch Bob Dylan spielen, oder wie?
kane
sodalla, hab das eingangspost jetzt noch mal überarbeitet und ihm den letzten schliff gegeben.
hab den film gestern hier in england gesehen, komme aber in den nächsten tagen nicht dazu, mich ein wenig ausführlicher dazu zu äußern. kurz gesagt: ich wollte den film nicht nur gut, sondern grandios finden. das hat er nicht ganz geschafft: die idee ist klasse, an der ausführung harperts hier und da leider schon (äh kohärente struktur - anyone?). außerdem erschließt sich einem der film wohl erst, wenn man ne halbe doktorarbeit über dylans leben geschrieben hat; sonst läuft der film etwas gefahr, zum recht zusammenhangslosen episodenfilm zu ver"kommen" (naja, ganz so hart wollen wir nicht mit ihm ins gericht gehen). das cast macht insgesamt seine sache mehr als nur recht gut (in einem ranking würden heath ledger und interessanterweise christian bale (!) eher hinten landen), cate blanchett ist der wahnsinn (wie immer halt - aber ich denke, dass kann ich auch ganz unvoreingenommen einfach mal so sagen), aber der star des films für mich ist marcus carl franklin - von dem will ich unbedingt mehr sehen!
JosephWilliam
| Zitat: |
Original von kane
cate blanchett ist der wahnsinn (wie immer halt - aber ich denke, dass kann ich auch ganz unvoreingenommen einfach mal so sagen) |
Das glaub ich Dir gleich!
Cate Blanchett ist wirklich eine verdammt gute Darstellerin und laut
<< comingsoon >> und deren Kolumne scheint Cate wohl (zusammen mit Amy Ryan aus GONE BABY GONE) die Favoritin für den diesjährigen Oscar als "Beste Nebendarstellerin" zu sein. Das wäre dann ihr 2. Oscar innerhalb von 5 Jahren.
Ich werde den Film wohl auch schauen - allein schon, weil mich die Darstellung der verschiedenen Schauspieler als ein und diesselbe Person interessiert.
carmine
Bei dem Film schwanke ich noch ziemlich. Natürlich wäre die Darstellerliste überwältigend, allen voran die hier bereits von kane und Chris erwähnte Cate Blanchett wäre Grund genug mir den Gang ins Kino noch einmal zu überdenken. Auch wenn Kritiker anders empfunden haben, so war Elizabeth 2 mein persönliches Filmhighlight im letzten Jahr und das ist der wundervollen Mrs. Blanchett zu verdanken, ohne die der Film eigentlich erheblich an "Reiz" verloren hätte. Natürlich war sie nicht das einzig positive im Film, aber dem Zuschauer wurde ganz klar gezeigt, dass sie den Film "führt". Was diesen neuen Film hier angeht. Ich mag Musikfilme, aber ich habe - ausser vom Namen her, den ich irgendwo einmal im Netz, in der Schule, wo auch immer, mitbekommen habe - wirklich keine Ahnung, wer Bob sein soll. Man möge mich schlagen, oder auslachen, aber der ist mir echt fremd. Daher weiss ich auch nicht, ob das so viel Sinn ergeben würde, wenn ich mir den Film ansehe, da der angeblich doch ein wenig verwirrend für die Kinogänger sein soll, die sozusagen keinen Schimmer davon haben, wer Bob war - so wie ich. Daher muss ich mir das wirklich noch einmal überlegen, ob das für mich überhaupt sinnvoll ist. Reizen würde er mich, aber wenn ich am Ende den Faden verliere, wäre es auch schade.
kane
@carmine
also, was "mitkommen" betrifft, kann ich dich beruhigen. man fragt sich eher, was die dinge sollen, die auf der leinwand teilweise passieren - manches kommt einem eben einfach spanisch vor, weil man den "insiderwitz" nicht versteht als nicht-dylan-experte.
schelm
| Zitat: |
Original von carmine
Was diesen neuen Film hier angeht. Ich mag Musikfilme, aber ich habe - ausser vom Namen her, den ich irgendwo einmal im Netz, in der Schule, wo auch immer, mitbekommen habe - wirklich keine Ahnung, wer Bob sein soll. Man möge mich schlagen, oder auslachen, aber der ist mir echt fremd. |

Nichtmal gehört? Bob Dylan macht genialen Folk/Rock/Country ...
Außerdem ist er ein ziemlich verrückter Mensch. Ich bin sehr gespannt auf den Film!
MadMax
| Zitat: |
Original von schelm
| Zitat: |
Original von carmine
Was diesen neuen Film hier angeht. Ich mag Musikfilme, aber ich habe - ausser vom Namen her, den ich irgendwo einmal im Netz, in der Schule, wo auch immer, mitbekommen habe - wirklich keine Ahnung, wer Bob sein soll. Man möge mich schlagen, oder auslachen, aber der ist mir echt fremd. |
Nichtmal gehört? Bob Dylan macht genialen Folk/Rock/Country ...
Außerdem ist er ein ziemlich verrückter Mensch. Ich bin sehr gespannt auf den Film! |
Ich genauso wird bestimmt ein fetziger Film
@Carmine
Musste mal reinhören Bob Dylan sollte man eigentlich kennen
Hier mal einer seiner bekanntesten Songs
Klick
Sunday
I’m not there
Nachdem ich den Kinobesuch mehr als eine Woche Revue passieren ließ, bin ich mir sicher: Es ist keine Schande, den Film nicht zu verstehen. Besonders, wenn man über Bob Dylan bis auf einige seiner Lieder und seiner unverkennbaren Frisur kein wirklich fundiertes Wissen besitzt. Und genau das kann fatale Wirkung haben, denn der Film ist wie Bob Dylan selbst: eigenartig, schwer zu kauen, absolut surreal.
Stoff zu interpretieren- ja, den gibt es wahrlich genug. Vielleicht genau richtig für einen Charakter wie Bob Dylan, vielleicht zu viel für nicht ausgewiesenen Dylan- Experten.
Schaffen es andere Biografien wie „Walk the line“ den Lebensweg eines Interpreten verständlich zu machen- rutscht „I’m not there“ weit vorbei, aber das ist in Ordnung: Der Film will überhaupt nicht aufklären, er will verwirren, verunsichern, offen für Interpretationen sein, den Menschen einsaugen und dann wieder ausspucken, nachdem er versuchte, die Mixtur aus Metaphern, Symbolen und Realität zu verdauen.
So kann es mal vorkommen, dass aus einem normal, fast schon eigentlich banalen Szenario eine Situation wird, die extrem irrational ist. Das macht bis zu einem gewissen Grad auch Spaß, wenn man sich auf diese Situationen einlässt, jedoch wird es bei einer Laufzeit von 135 Minuten zu viel des Guten, der Zuschauer ist irgendwann nicht mehr aufnahmefähig, die Mischung und die feine Grenze aus extremer Fiktion und Realität verschwimmt, der Faden ist verloren. Dies mag vielleicht sogar beabsichtigt sein, jedoch hat der Zuschauer dadurch das Gefühl, am Ende des Filmes nicht vielmehr über Dylan zu wissen, als es vorher der Fall war.
Sicher ist: nach dem Kinobesuch lassen sich zwei Dinge nicht verdrängen: 1. Das Gefühl, so viel interpretieren zu können, das jedes kreative Hirn über Wochen beschäftigt wäre und 2. die Überlegung, ob man vielleicht selber zu Drogen hätte greifen sollen, um das Gesehene besser verarbeiten zu können.
Der Film jedoch ist ein Werk, das entweder keiner Worte oder besonders vieler Worte bedarf.
Eine Wertung finde ich sehr schwierig, weshalb ich dieses mal darauf verzichte, eine konkrete Punktzahl abzugeben. So viel sei jedoch gesagt: „I’m not there“ ist ein Film, den man aufgrund seiner aussagekräftigen Wirkung und toller Schauspieler nochmals sehen könnte, der jedoch, aufgrund seiner kompletten Anarchie, auch abschreckend wirkt.
„I’m not there“ ist wie ein surrealistisches Bild, es verwirrt und beschäftigt, entzweit und vereint. Und genau deswegen ist es so schwer, eine klare Meinung zu erfassen und niederzuschreiben.
zerbmaster
ich hab mir den film auch angeschaut. ich muss dazu sagen, dass ich die musik von dylan liebe, aber nichts zu seiner biografie wusste/weiss.
der film hat mich nur verwirrt und ich bin nicht einen deut schlauer als vorher.
das hatte ich mir anders erhofft. und vor allem verfehlt der film in meinen augen den sinn. eine biografie soll doch dem leser/zuschauer das leben der person näher bringen und nicht andersherum...
so sehe ich das jedenfalls. kurz um: ich bin enttäuscht.
Das Metall
Hab es jetzt endlich auch mal geschafft, mir den anzusehen.
Bin keine Bob Dylan Fan und kenn mich da auch kaum aus, das mal vorab.
Was mir beim Film richtig gut gefallen hat:
Die Darsteller (besonders Cate Blanchet!), die originelle Grundidee und zum teil auch die phantasievolle Umsetzung sowie die Musik.
Leider war mir der Film für 130 min. doch zu anstrengend, ich konnte dem Gezeigten nicht bis zum Ende konzentriert folgen, was auch an einigen Längen lag. Dies hat leider auch zur Folge, dass ich kaum motiviert wäre, den Film ein zweites mal anzusehen.
Aber als Fan von Musiker Filmen bereue ich es nicht, I am not there, mal ausgeliehen zu haben. Vlt. hätte man auf eine oder zwei Geschichten verzichten sollen.
Ich würde mal sagen
7/10