Guinivere
Juhu wieder ein Film mit einem der besten britischen Schauspielern und ich rede hier natürlich nicht von Jude Law.
Die Geschichte klingt ganz gut, warte jetzt schon auf den Trailer.
moussemaker
Trailer
Die Weltpremiere ist im Rahmen der Filmfestspiele in Venedig, Anfang September.
Der Film ist aber anscheinend nur
86 Minuten, während das Original 138 Minuten lang ist.
kane
hui, das projekt nimmt ja richtig formen an. allerdings wieder so ein film, bei dem ich unbedingt vorher das original sehen möchte... hoffentlich schaff ich das irgendwie
ansonsten: caine und law in einem film - guuut. und branagh... naja. in den letzten jahren eher von flauten geplagt, aber wer weiß, vielleicht kann er ja zu altem glanz zurückkehren...?
Samo
Ein Remake welches ja nun wirklich VÖLLIG überflüssig ist.
Kann ich es teilweise bei Action und Horrorfilmen noch verstehen, weil man heute bessere Effekte machen kann usw.,aber dieser Film kann gegen das Original ja nur abstinken!
Hier ist übrigens der Thread vom Original!!
KLACK
Carsten2005
Milan guck das nächste mal doch in den Startpost
Da ist das Poster bereits zu sehen
Milan
| Zitat: |
Original von Carsten2005
Milan guck das nächste mal doch in den Startpost
Da ist das Poster bereits zu sehen
|
Oh, sorry, ich hatte keinen Post bezueglich dem Poster gesehen und da habe ich den Link gepostet.
Carsten2005
In Deutschland trägt der Film übrings den Namen: 1 Mord für 2 ...
Frank Castle
Und mein Glück bei der Auswahl der Wochen, in denen ich die Sneak Preview im UCI hier in Kaiserslautern besuche, hält auch dieses mal an. Eigentlich hätte mich keiner der in den drei nächsten Wochen anlaufenden Filme wirklich gestört, mit „1 Mord für 2“, wie er bescheuerterweise hier in Deutschland heißt, war ich aber sofort sehr zufrieden.
Zum Film schon einmal so viel: Einige werden ihn lieben, viele werden ihn aber wohl hassen. In jedem Fall handelt es sich hier um einen Film, der in höchstem Maße polarisieren dürfte. Man wird später, davon bin ich überzeugt, nicht viele Stimmen finden, die sagen: Joa, der war so ganz in Ordnung.
Denn auf keiner der beiden Seiten, die ich jetzt gleich versuchen werde etwas zu beleuchten ist der Film so ganz in Ordnung. Auf der einen Seite stehen zunächst die Schauspieler ganz außerordentlich hervor. Ich denke mal, dass es kein wirklicher Spoiler ist, setz es aber trotzdem in Tags, wenn ich sage, dass Michael Caine und Jude Law SPOILER (Zum lesen den Text markieren!)
die beiden einzigen Personen im Film sind.
SPOILER ENDE Gerade deswegen ist es absolut wichtig, dass die beiden eine sehr gute Leistung abgeliefert haben und der Film trotz der ungewöhnlichen Konstellation davon nicht negativ beeinflusst wird. Eher im Gegenteil.
Das zweite ist die alles andere als ordinäre Grundstory, sowie deren Ausführung. Ich habe das Original leider nie gesehen, deswegen kann ich darauf, als Bewertungskriterium, nicht zurückgreifen, denke aber auch nicht, dass dies ultimativ nötig ist. Die Story ist absolut faszinierend geraten. Noch wirklich selten, vllt nie, zuvor hab ich eine Geschichte erlebt, die so intensiv dafür sorgt, dass man als Zuschauer keine Ahnung hat, was gerade eigentlich abläuft. So viel Verrat, so viele Gefühle, so viel kühle Berechnung... Man kann sich nie sicher sein, was nun Wahrheit, was Lüge, was Spiel, was Ernst ist. Bereits zu Beginn sorgen Kleinigkeiten dafür, dass man immer das Gefühl hat, dass etwas nicht stimmt und, dass hinter allem viel mehr steckt als man denkt. Dass einen noch Enthüllungen erwarten. Und so ist es auch. Tatsächlich kommen diese zu Beginn noch etwas verhalten, steigern sich dann in Intensität und Frequenz (wobei manches zunächst etwas plump wirkt, im Gesamtbild aber gut funktioniert), um dann noch einmal in einem großen Finale dem ganzen einen draufzusetzen.
Das Ende hat es wirklich in sich, auch wenn es für den etwas erfahreneren Filmseher nicht schwer zu erraten ist, führen doch insgesamt unerwartete und je mehr man darüber nachdenkt, immer schockierendere Umstände zu dem Finale. Ein hohes Maß an Tragik kann zumindest ich ihm nicht absprechen.
Das alles wird eigentlich abgerundet durch geschliffene Dialoge, die teilweise in feinsten Trashtalk münden und für nicht wenige Lacher gut sind, die darüberhinaus stets auch ihren Anteil zur Entwicklung der (An-)Spannnung beitragen.
Wenn ich die Kritik damit beeenden könnte würde einer tollen Wertung nichts im Wege stehen, nur kann ich das nicht...zu gravierend sind Mängel, die bereits im rein praktischen Bereich anfangen, sich dann aber noch etwas weiter ziehen. Zunächst eine kritischer Blick in Richtung Regie: Kenneth Branagh hätte es mit seiner, unnötig anstrengenden, Regie fast geschaft einem schon in ersten Viertel der Geschichte alle Lust auf mehr von dem Film zu nehmen. Dass sich die Führung der Aufnahmen mit der Zeit etwas amodiert ist lobenswert, wirklich ausgleichen kann man den Verlust an Sehspaß in der Hinsicht aber nicht.
Zudem kann man einige Teile der Geschichte sowie,leider zu viele, Texte einfach nur als over the top sehen und manchmal hatte ich das Gefühl, dass man zwanghaft für Text sorgen wollte um so wenigstens noch fast an die 90 Minuten heran zu kommen. Der Rest fällt mir doch recht schwer auszudrücken. Man hatte einfach bisweilen das Gefühl, dass es plötzlich Dinge geschehen und Sachen ausgesprochen werden, die keinen echten Sinn machen. Gerade im ersten Drittel der Geschichte kam mir das oft, zu oft, in den Sinn. Im Verlauf wird auch das immer besser, trotzdem sind die Mängel nicht schönzureden.
Normalerweise schließe ich auch nicht gerne von den Reaktionen eines Sneak-Publikums direkt auf die Qualität von Szenen aber gerade in diesem Film konnte ich nur zu oft auch dem enttäuschten Anteil der Zuschauer zustimmen, was leider nicht sehr wenige Szenen angeht.
Fazit: Ein Film, der eigentlich mehr als Theaterstück im Filmpelz daher kommt. Er bietet eine interessante und schockierende Geschichte, gepaart mit hervorragend agierenden Darstellern, scheitert aber einfach auch zu oft an dem, was alles zusammenhalten sollte. Jeder der den Film sieht wird, denke ich, wissen was ich meine.
Ich habe unheimliche Probleme dem Film eine Wertung zu geben. Ich schwanke ungefähr zwischen 5/10 und 9/10 Punkten, je nachdem, welche Aspekte ich wie gewichte, welchen Maßstab ich anlege. Wie bereits gesagt, ein Film der arg polarisieren wird und auf keinen Fall „simples“ Kino ist. Sehenswert? Definitiv! Gut? Noch etwas Bednkzeit bitte...
Milan
"Sleuth" ist ein guter aber ein spezieller Film. Sehe das so wie Frank Castle, man liebt ihn oder man hasst ihn. Der Film spielt ja meist in der Villa und da kam manchmal das Gefuehl als wuerde ich im Theater sitzen und Jude Law und Michael Caine sich ein Psychoduell auf der Buehne liefern. Kommt richtig atmospaehrisch rueber und gefiel mir sehr gut, das ist mal ein +-Punkt. Dann noch die gute Leistung von Michael Caine. Jude Law kommt nicht an ihn heran, aber macht seine Sache auch nicht schlecht. Der Film wird mir doch noch einige Zeit im Kopf bleiben, wie bei den Lynch-Filmen, auch wenn die unterschiedlich sind.
Bewertung...hmm...ich denke 8/10 werden's sein.
carmine
Bei mir sieht es ein wenig anders aus, denn weder hasse ich den Film, noch liebe ich ihn.

Ich habe den Kinosaal eigentlich eher mit gemischten Gefühlen verlassen. Es gab Momente, da war "Sleuth" richtig eigenartig, aber auf seine Weise irgendwie sehr speziell. Seien es die Kameraplatzierungen, oder der Theater-ähnliche Touch. War jetzt leider eher weniger mein Fall und es hat auch eine Weile gedauert, bis ich mich daran gewöhnt habe. Was den Inhalt an sich angeht. Joah, war nix weltbewegendes, aber es hat mir manchmal doch auch schon Spass bereitet zu sehen, wie sich Jude Law und Michael Caine gegenseitig versuchen den Kopf einzuschlagen. Ein paar Dialoge sind da richtig an mir hasten geblieben - vor allem aber der letzte Satz im "Showdown".

Schauspielerisch gesehen kann man hier echt nicht klagen. Das Zusammenspiel beider Darsteller ist ein richtiger Genuss und sie beide haben meiner Ansicht nach nahezu unaustauschbar in ihre Rollen gepasst. Trotzdem... Das war als ganzes gesehen eher weniger mein Ding, aufgrund der doch sehr merkwürdigen Machart. Dennoch bereue ich den Kauf der Kinokarte kein bisschen. Unterhaltsam war er nämlich und so was zu erhalten, ist bei einem Film mit gerade einmal zwei Darstellern und dem selben Setting immer sehr schwierig. Demnach würde ich ihm so eine 5 geben, würde ich sagen...
kane
drehbuchautor harold pinter bleibt bei seiner aussage, dass er keinerlei bezug zum originalen theaterstück oder zum film von 1972 hatte, bevor er sich
sleuth vornahm - wie dem auch sei, musste sich dieses remake oder nicht-remake bei mir dem direktvergleich stellen, da ich das original nur wenige stunden zuvor gesehen hatte und mein lieber herr gesangsverein. dass der film so viel kürzer ist als der film von 1972 will ich ihm zu gute halten, das wars dann aber auch.
pinter betont durchaus andere aspekte der story (wobei ich shaffers theatertext nie gelesen oder gesehen habe), aber buchstabiert dabei alles so schrecklich aus! bestes beispiel natürlich das thema
SPOILER (Zum lesen den Text markieren!)
homosexualität. ich muss sagen, dass der film von 1972 durchaus auch homosexuelle oder zumindest -erotische töne hatte - in völlig subtiler und daher exquisiter form. SPOILER ENDE
das größte problem, dass ich mit dem neuen film habe, ist, dass
sleuth von 1972 als grandios-bissige klassensatire funktionierte: das völlig überladene haus und die immer-wieder-betonung des spielcharakters machten den plot akzeptabel. all das fehlt nun im neuen film und ich kann dem neuen wyke einfach nicht abkaufen, dass er den lieben langen tag in seiner stylishen wohnung sitzt und an solchen rachespielchen tüfftelt. branagh und sein kameramann zambarloukos versuchen das mit, sagen wir... recht interssanter kameraführung aufzufangen, was dem film aber nur einen noch ekzentrischeren look verpasst - leider nicht in einem verspielten sinne, sondern am rande zur kälte und grausamkeit.
ein letztes wort noch zu den schauspielern: so sehr mir caine im original gefiel, konnte er mich eigentlich nicht in der rolle des autors überzeugen; er ist keineswegs schlecht, aber befindet sich imho nicht auf dem niveau, das man eigentlich sonst von ihm erwarten darf. es mag die erinnerung an seine darstellung des jungen mannes gelegen haben, eine figur, die ihm fast wie auf den leib geschneidert scheint - oder aber die erinnerung an laurence olivier, mit dessen schauspiel ich in manchem seiner filme nicht so wirklich viel anfangen kann, weil es noch sehr vom theater beeinflusst erscheint, aber niemand, wirklich niemand, hatte den arroganten aristokraten besser drauf als er: sei es in der vom drehbuch völlig massakrierten adaption von
pride and prejudice, hitchcocks
rebecca oder eben
sleuth. ich weiß beim allerbesten willen nicht, was caine geritten hat, bei diesem projekt mitzumachen. auch von jude law bin ich etwas enttäuscht. was mich seit
the talented mr. ripley immer wieder bei ihm umgehauen hat, war seine unglaubliche präsenz (sogar in
holiday!

)... die durch
ripley leuchtete
THE TALENTED MR. RIPLEY-SPOILER
SPOILER (Zum lesen den Text markieren!)
und den film mit einem schlag totlangweilig werden ließ, als seine figur starb und er somit von der bildfläche verschwand.SPOILER ENDE
auch er ist nicht schlecht, doch erreicht mich diese präsenz diesmal nicht.
ich muss leider sagen, dass ich für den regisseur kenneth branagh langsam schwarz sehe. ich habe bei weitem nicht alle seine film gesehen, aber seine letzten beiden regiearbeiten waren lauwarm (
love's labour's lost) und eine absolute katastrophe (
as you like it). die letzten beiden, die ich gut fand (
much ado about nothing und
a midwinter's tale) sind aus der ersten hälfte bzw. mitte der 1990er. ich würde sofort eine petition unterschreiben und ihn inständig bitten, das regieführen bitte bleiben zu lassen.
sleuth kommt nicht ganz an das shakespeare-disaster
as you like it heran, aber kommt ihm doch recht nahe.
Samo
So habe mir dieses Remake grade angesehen und war nicht grade begeistert.
Ein Remake welches klar schlechter ist in allen Belangen. Alleine Diese kalte künstliche Ausstattung fand ich unschön genauso wie die aussergewöhnlichen Kameraeinstellungen die auf Dauer langweilig wurden.
Im Original war das ein wesentlich besseer ausgestattetes Haus mit den ganzen Spielsachen.
Das Original hatte auch wesentlich mehr Humor mehr Charme und ein besseeres Finale.
Trotzdem ein gutgespielter unterhaltsamer Film den ich mir aber nicht kaufen werde.
Denn dann doch lieber das bessere Original.
Hoffentlich erscheint der auch mal irgedwann !!!
6 von 10