kinski
PEPE CARVALHO

Die Serie
Im Mittelpunkt der Reihe steht die legendäre Gestalt des Pepe Carvalho, die der katalanische Schriftsteller Manuel Vázquez Montalbán vor 26 Jahren ersonnen hat. Mit den in alle europäischen Sprachen übersetzten Abenteuern des Privatdetektivs aus Barcelona wurde Montalbán zum meistgelesenen spanischen Schriftsteller der Gegenwart.
Sechs Verfilmungen von Romanen oder Novellen, die Montalbán selbst auswählte, geben Einblick in die geheimnisvolle Welt dieses ungewöhnlichen Privatdetektivs. Der ehemalige Anti-Franco-Kämpfer Pepe Carvalho (Juanjo Puigcorbé) ist ein Außenseiter und ein skeptischer Zeitgenosse, der sich gerne fleischlichen und kulinarischen Genüssen hingibt. Seine kosmopolitischen Nachforschungen führen ihn vom Barcelona der Post-Movida-Zeit bis ins Europa von heute. Seine Welt wird von nicht ganz alltäglichen Figuren bevölkert: Seine Geliebte Charo (Valeria Marini) ist eine ehemalige Prostituierte, sein Assistent Biscuter (Jean Benguigui) ist gleichzeitig ein meisterhafter Koch, sein Informant und Vertrauter Bromuro (Walter Vidarte) war früher in der Fremdenlegion.
Im Verlaufe seiner Abenteuer deckt der ungewöhnliche Detektiv Korruption in Politikerkreisen auf und enthüllt den Einfluß der Medien. Er taucht ein in die Welt des Fußballs, der Transvestiten, der Serienmörder und des modernen organisierten Verbrechens.
Mit diesen Filmen, denen verschiedene europäische Filmemacher ihren ganz persönlichen Stil verleihen, ist eine Krimireihe echt europäischer Prägung entstanden: modern, sinnlich, politisch und menschlich.
Die erste Staffel (1999) :
Der tote Manager
Ich machte einen Mann aus ihm
Schuss aus dem Hinterhalt
So wie wir waren
Der kleine Bruder
Auf der Suche nach Sherazade
Nach der äußerst positiven Resonanz auf die 1999 ausgestrahlten Pepe Carvalho-Filme zeigt ARTE jetzt vier weitere Kriminalfälle des aus den Romanen von Manuel Vásquez Montalbán bekannten Detektivs.
Fünf Jahre sind seither vergangen, in denen Juanjo Puigcorbé, der Darsteller von Pepe Carvalho, ebenso älter geworden ist wie sein Alter Ego in den Romanen von Montalbán.
Auch an dieser neuen Staffel ist die Zeit nicht spurlos vorüber gegangen: Einige Nebenrollen, vor allem Biscuter (Jean Benguigui), kommen mehr zur Geltung als bisher, die amouröse Beziehung zwischen Pepe und seiner Charo, von Beruf Callgirl – dargestellt von einer neuen Schauspielerin (Carla Maciel), die mit ihrem Charme und Temperament die stolze, freiheitsliebende Frau, als die sie Montalbán in seinen Romanen charakterisiert, perfekt verkörpert – tritt mehr in den Vordergrund, und die katalanische Metropole Barcelona, die trotz aller Veränderungen in den letzten Jahren nichts von ihrer Faszination verloren hat, zeigt sich in allen Facetten ihres typischen Alltags.
Vier verschiedene Regisseure haben sich an diese Aufgabe gewagt und sie mit Bravour gemeistert. Jedem von ihnen ist es gelungen, die besondere Atmosphäre der Kriminalromane Montalbáns in einem ganz eigenen Stil filmisch umzusetzen: Die Nostalgie und Ironie ebenso wie die Ambivalenz und die anarchisch-spöttischen Züge der Figur des Pepe Carvalho – „Film noir“ in seiner besten Tradition.
Sozusagen als letzte Hommage an den im Oktober 2003 verstorbenen großen Kriminalautor haben alle Regisseure Wert darauf gelegt, nahe an ihren literarischen Vorlagen zu bleiben. Für die Hauptfigur, Pepe Carvalho, der mit seiner ernüchterten Sicht zwischenmenschlicher Gefühle ebenso wie der politischen Gegebenheiten äußerst aktuell wirkt, bieten die zu lösenden Fälle immer wieder aufs Neue eine willkommene Gelegenheit, die Probleme unserer Zeit mit entwaffnender Klarsicht und treffendem Humor zu entlarven.
Die neuen Fälle des Detektivs in einer von schönem Schein, Lügen und Geldgier geprägten Welt führen Pepe Carvalho von der Unterwelt Barcelonas in die besten Literatenkreise der katalanischen High Society und zeichnen dabei ein unverbrämtes Bild der heutigen spanischen Gesellschaft.
Wie nebenbei geben sie Einblicke in die verborgensten Winkel der menschlichen Existenz, hinter Fassaden intakten Familienlebens verborgene schlüpfrige Geheimnisse und sexuelle Perversionen. Eine melancholische Betrachtung der Unmöglichkeit der harmonischen Zweierbeziehung.
Die zweite Staffel (2004) :
Rendezvous mit dem Tod
Die See des Südens
Die Rose von Alexandrien
Der Preis
---------------------------------------------------------------------------
----------------------------
Die Hauptdarsteller :
Juanjo Puigcorbé

Der waschechte Barcelonese Juanjo Puigcorbé ist in Spanien sehr bekannt. Das Publikum kennt ihn sowohl von der Bühne, wo er mit Regisseuren wie Pilar Miro, Lluis Pasqual und Jorge Lavelli zusammenarbeitete, als auch aus Fernsehen und Kino. In seiner zwölfjährigen Karriere drehte Puigcorbé 38 Filme, darunter EL AMOR PERJUDICA SERIAMENTE LA SALUD von Manuel Gomez Pereira, 1997 ein Kassenschlager in den spanischen Kinos. 1992 spielte er in Alain Tanners Film DAS TAGEBUCH DER LADY M und in DIE LEUTE GEGENÜBER (auf ARTE am 23.10.93) von Jesus Garaï aus der ARTE-Simenon-Reihe. In der Rolle des Pepe Carvalho arbeitet er in SO WIE WIR WAREN wieder mit dem Regisseur Rafael Moleón zusammen, mit dem er 1996 bereits MIRADA LíQUIDA gedreht hatte.
Juanjo PUIGCORBÉ hat jüngst auch in zwei Komödien mitgespielt: Trileros von Antonio del Real (2003) und Inconscientes von Joaquim Oristrell (2004).
Jean Benguigui

Am Theater begann Jean Benguigui mit Patrice Chéreau, unter dessen Regie er in fünf Stücken spielte. Anschlie?end arbeitete er mit so bedeutenden Regisseuren wie Jean-Pierre Vincent, Marcel Maréchal, Alfredo Arias und Giorgio Strehler. Im Kino verkörperte er einen Rowdy in „La dérobade“ von Daniel Duval (1979), einen schwulen alternden Schönling in „Ma vie est un enfer“ von Josiane Balasko (1991) und einen anrührenden Paten in „Bingo!“ von Maurice Illouz (1997). Er spielte in „Asterix & Obelix“: Mission Cleopatra“ von Alain Chabat (2002) und kürzlich mit Gérard Lanvin und Benoit Poelvoorde in „Le Boulet“ von Alain Berbérian.
Er ist oft in Fernsehfilmen zu sehen und wirkte in der TV-Serie „Imogène“ mit. Danach spielte er in Moi César, 10 ans 1/2, 1m39 von Richard Berry (2003). Zur Zeit ist er in dem Film Mariage Mixte von Alexandre Arcady in den Kinos zu sehen, und ab Dezember spielt er einen der Protagonisten in der Western-Komödie La vraie vie des Dalton Philippe Haïm.
Carla Maciel

Die junge portugiesische Schauspielerin Carla Maciel steht regelmäßig auf der Theaterbühne, wo sie sich im klassischen Repertoire (u.a. Bertolt Brecht) ebenso zu Hause fühlt wie in Stücken zeitgenössischer Autoren, z.B. von Gabriel Garcia Marquez, António Tabuchi u.a.. Daneben spielte sie in Filmen für das spanische Fernsehen, u.a. Lusitana Paixão von André Cerqueira und Jorge Paixão da Costa (2002), war aber auch schon in Werbespots und auf der Kinoleinwand zu sehen, u.a. in dem Film Jaime von António Pedro Vasconcelos (1999) und in Trânsito local, einem Thriller von Fernando Rocha (2000).

Die Serie
Im Mittelpunkt der Reihe steht die legendäre Gestalt des Pepe Carvalho, die der katalanische Schriftsteller Manuel Vázquez Montalbán vor 26 Jahren ersonnen hat. Mit den in alle europäischen Sprachen übersetzten Abenteuern des Privatdetektivs aus Barcelona wurde Montalbán zum meistgelesenen spanischen Schriftsteller der Gegenwart.
Sechs Verfilmungen von Romanen oder Novellen, die Montalbán selbst auswählte, geben Einblick in die geheimnisvolle Welt dieses ungewöhnlichen Privatdetektivs. Der ehemalige Anti-Franco-Kämpfer Pepe Carvalho (Juanjo Puigcorbé) ist ein Außenseiter und ein skeptischer Zeitgenosse, der sich gerne fleischlichen und kulinarischen Genüssen hingibt. Seine kosmopolitischen Nachforschungen führen ihn vom Barcelona der Post-Movida-Zeit bis ins Europa von heute. Seine Welt wird von nicht ganz alltäglichen Figuren bevölkert: Seine Geliebte Charo (Valeria Marini) ist eine ehemalige Prostituierte, sein Assistent Biscuter (Jean Benguigui) ist gleichzeitig ein meisterhafter Koch, sein Informant und Vertrauter Bromuro (Walter Vidarte) war früher in der Fremdenlegion.
Im Verlaufe seiner Abenteuer deckt der ungewöhnliche Detektiv Korruption in Politikerkreisen auf und enthüllt den Einfluß der Medien. Er taucht ein in die Welt des Fußballs, der Transvestiten, der Serienmörder und des modernen organisierten Verbrechens.
Mit diesen Filmen, denen verschiedene europäische Filmemacher ihren ganz persönlichen Stil verleihen, ist eine Krimireihe echt europäischer Prägung entstanden: modern, sinnlich, politisch und menschlich.
Die erste Staffel (1999) :
Der tote Manager
Ich machte einen Mann aus ihm
Schuss aus dem Hinterhalt
So wie wir waren
Der kleine Bruder
Auf der Suche nach Sherazade
Nach der äußerst positiven Resonanz auf die 1999 ausgestrahlten Pepe Carvalho-Filme zeigt ARTE jetzt vier weitere Kriminalfälle des aus den Romanen von Manuel Vásquez Montalbán bekannten Detektivs.
Fünf Jahre sind seither vergangen, in denen Juanjo Puigcorbé, der Darsteller von Pepe Carvalho, ebenso älter geworden ist wie sein Alter Ego in den Romanen von Montalbán.
Auch an dieser neuen Staffel ist die Zeit nicht spurlos vorüber gegangen: Einige Nebenrollen, vor allem Biscuter (Jean Benguigui), kommen mehr zur Geltung als bisher, die amouröse Beziehung zwischen Pepe und seiner Charo, von Beruf Callgirl – dargestellt von einer neuen Schauspielerin (Carla Maciel), die mit ihrem Charme und Temperament die stolze, freiheitsliebende Frau, als die sie Montalbán in seinen Romanen charakterisiert, perfekt verkörpert – tritt mehr in den Vordergrund, und die katalanische Metropole Barcelona, die trotz aller Veränderungen in den letzten Jahren nichts von ihrer Faszination verloren hat, zeigt sich in allen Facetten ihres typischen Alltags.
Vier verschiedene Regisseure haben sich an diese Aufgabe gewagt und sie mit Bravour gemeistert. Jedem von ihnen ist es gelungen, die besondere Atmosphäre der Kriminalromane Montalbáns in einem ganz eigenen Stil filmisch umzusetzen: Die Nostalgie und Ironie ebenso wie die Ambivalenz und die anarchisch-spöttischen Züge der Figur des Pepe Carvalho – „Film noir“ in seiner besten Tradition.
Sozusagen als letzte Hommage an den im Oktober 2003 verstorbenen großen Kriminalautor haben alle Regisseure Wert darauf gelegt, nahe an ihren literarischen Vorlagen zu bleiben. Für die Hauptfigur, Pepe Carvalho, der mit seiner ernüchterten Sicht zwischenmenschlicher Gefühle ebenso wie der politischen Gegebenheiten äußerst aktuell wirkt, bieten die zu lösenden Fälle immer wieder aufs Neue eine willkommene Gelegenheit, die Probleme unserer Zeit mit entwaffnender Klarsicht und treffendem Humor zu entlarven.
Die neuen Fälle des Detektivs in einer von schönem Schein, Lügen und Geldgier geprägten Welt führen Pepe Carvalho von der Unterwelt Barcelonas in die besten Literatenkreise der katalanischen High Society und zeichnen dabei ein unverbrämtes Bild der heutigen spanischen Gesellschaft.
Wie nebenbei geben sie Einblicke in die verborgensten Winkel der menschlichen Existenz, hinter Fassaden intakten Familienlebens verborgene schlüpfrige Geheimnisse und sexuelle Perversionen. Eine melancholische Betrachtung der Unmöglichkeit der harmonischen Zweierbeziehung.
Die zweite Staffel (2004) :
Rendezvous mit dem Tod
Die See des Südens
Die Rose von Alexandrien
Der Preis
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Die Hauptdarsteller :
Juanjo Puigcorbé

Der waschechte Barcelonese Juanjo Puigcorbé ist in Spanien sehr bekannt. Das Publikum kennt ihn sowohl von der Bühne, wo er mit Regisseuren wie Pilar Miro, Lluis Pasqual und Jorge Lavelli zusammenarbeitete, als auch aus Fernsehen und Kino. In seiner zwölfjährigen Karriere drehte Puigcorbé 38 Filme, darunter EL AMOR PERJUDICA SERIAMENTE LA SALUD von Manuel Gomez Pereira, 1997 ein Kassenschlager in den spanischen Kinos. 1992 spielte er in Alain Tanners Film DAS TAGEBUCH DER LADY M und in DIE LEUTE GEGENÜBER (auf ARTE am 23.10.93) von Jesus Garaï aus der ARTE-Simenon-Reihe. In der Rolle des Pepe Carvalho arbeitet er in SO WIE WIR WAREN wieder mit dem Regisseur Rafael Moleón zusammen, mit dem er 1996 bereits MIRADA LíQUIDA gedreht hatte.
Juanjo PUIGCORBÉ hat jüngst auch in zwei Komödien mitgespielt: Trileros von Antonio del Real (2003) und Inconscientes von Joaquim Oristrell (2004).
Jean Benguigui

Am Theater begann Jean Benguigui mit Patrice Chéreau, unter dessen Regie er in fünf Stücken spielte. Anschlie?end arbeitete er mit so bedeutenden Regisseuren wie Jean-Pierre Vincent, Marcel Maréchal, Alfredo Arias und Giorgio Strehler. Im Kino verkörperte er einen Rowdy in „La dérobade“ von Daniel Duval (1979), einen schwulen alternden Schönling in „Ma vie est un enfer“ von Josiane Balasko (1991) und einen anrührenden Paten in „Bingo!“ von Maurice Illouz (1997). Er spielte in „Asterix & Obelix“: Mission Cleopatra“ von Alain Chabat (2002) und kürzlich mit Gérard Lanvin und Benoit Poelvoorde in „Le Boulet“ von Alain Berbérian.
Er ist oft in Fernsehfilmen zu sehen und wirkte in der TV-Serie „Imogène“ mit. Danach spielte er in Moi César, 10 ans 1/2, 1m39 von Richard Berry (2003). Zur Zeit ist er in dem Film Mariage Mixte von Alexandre Arcady in den Kinos zu sehen, und ab Dezember spielt er einen der Protagonisten in der Western-Komödie La vraie vie des Dalton Philippe Haïm.
Carla Maciel

Die junge portugiesische Schauspielerin Carla Maciel steht regelmäßig auf der Theaterbühne, wo sie sich im klassischen Repertoire (u.a. Bertolt Brecht) ebenso zu Hause fühlt wie in Stücken zeitgenössischer Autoren, z.B. von Gabriel Garcia Marquez, António Tabuchi u.a.. Daneben spielte sie in Filmen für das spanische Fernsehen, u.a. Lusitana Paixão von André Cerqueira und Jorge Paixão da Costa (2002), war aber auch schon in Werbespots und auf der Kinoleinwand zu sehen, u.a. in dem Film Jaime von António Pedro Vasconcelos (1999) und in Trânsito local, einem Thriller von Fernando Rocha (2000).
Quelle : arte.tv
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In recht unregelmäßigen, aber immer mal wieder, strahlt der Fernsehsender arte die insgesamt 10 Folgen (alle in Spielfilmlänge) aus. Irgendwann bin ich durch Zufall in eine der Folgen hineingeraten und seitdem schaue ich mit Begeisterung "Pepe Carvolho". Die Serie lebt vor allem die charismatische Darstellung von Juanjo Puigcorbé, aber auch von intensiven Einblicken in die spanische Gesellschaft (auch wenn die Serie eine französische Produktion ist), die Manuel Vásquez Montalbán in seinen Romanvorlagen geschaffen hat.
Carvalho ist kein gewöhnlicher Schnüffler nach amerikanischen Vorbild. Er ist mehr oder weniger ein Einzelgänger, der jedoch ungewöhnliche Freundschaften und Beziehungen pflegt. So lebt er (wenn man es so nennen kann) mit einer Edel-Prostituierten zusammen; sein Helfer ist ein kleiner und rundlicher Gelegenheitssäufer mit einem Hang zum Meisterkoch.
In "Pepe Carvalho" wird man vergeblich großartige Action suchen, die Milieu- und Menschenstudien stehen im Vordergrund und machen den Reiz aus. Ebenso wie die Hauptfigur Carvalho, der nicht immer ein reiner Sympathikus ist und dadurch zeigt, dass er ein Typ sowohl mit guten Eigenschaften wie mit Fehlern ist ... wie jeder Andere auch. Doch nur in den seltensten Fällen verliert er dabei seine scheinbar angeborene Coolness.