Deutsche Regisseure im Ausland

joerch
Hallo,

da ja viele deutsche Regisseure wenn sie erstmal erfolg gehabt haben in die USA gehen (Prominenteste Beispiele sind ja Emmerich und Petersen) dachte ich mir ich stelle mal die Frage was ihr davon haltet....

Sollte ein deutscher Regisseur - der auch mit deutschen Filmen bekannt wurde sein "Glück" weiter in Deutschland probieren - unter schweren Produktionsbedingungen (Geld auftreiben etc...) oder in die USA gehen?

Auf der einen Seite kann ich persönlich verstehen wenn jemand sagt in den USA kann ich technisch bessere Filme machen - auf der anderen Seite ist das US-Studiosystem natürlich auch etwas "kreativitätsabschnürend" - ich finde, daß bis auf "In the Line of Fire" die Arbeiten von Petersen z.B. in den USA schwächer waren als in D....

Was meint ihr....

PS: Boll darf sowieso weg bleiben - ich rede von richtigen Regisseuren Totlachen

PS: Ne Begründung sollte schon dabei sein - also kein Spamthread draus machen Augenzwinkern
burtons
Also generell kann ich die Filmemacher verstehen, die diese Möglichkeit sich nicht entgehen lassen wollen. Hollywood wird ja "leider" immer noch als das Mekka der Regisseure angesehen, nicht nur bei den Europäern, bzw. Deutschen sondern auch bei den Asiaten.

Das auf Dauer die Filmemacher dort mehr auf "Show" als auf "Inhalt" Wert legen ist ja auch nix neues. Aktuellstes Beispiel dürfte Petersens "Poseidon" darstellen. Wie er von dem Charakter- und Inhaltsstarken "Das Boot" auf sowas kommt. Augen rollen

Emmerich auf der anderen Seite dürfte in Hollywood besser aufgehoben sein. Der scheint sich ja wirklich auf Popcornfilme festgelegt haben, bzw. "größer, lauter, besser".

P.S.: Wie siehts aus mit Tom Tykwer, hat er nicht schon in Hollywood gedreht? Ich meine damit jetzt "Heaven" und wie schlägt er sich bisher mit den dortigen Filmen im Vergleich zu seinen "Einheimischen".
-=Zodiac=-
So ein Thema betrifft eigentlich nicht nur die deutschen Regisseure, sondern Regisseure von allen Ländern, sei es asiatischem, französischen oder anderweitigen Ländern.

Auch ist es bestimmt nicht nur die Möglichkeiten leichter an Geld für Filme zu kommen, sondern bestimmt das Gehalt auch selber. Ich glaube es liegt wohl eher daran, wie sehr die Regisseure Glück haben und einen Produzenten finden, der sie auch entsprechend fördert (ist ja mit den Schauspielern genauso).

Was meine Erfahrung bei den neueren, "qualitativeren" (also in der Allgemeinheit genannten) Filmen angeht, so glaub ich, wenn ein Regisseur wirklich will, dass er entsprechende Filme nach seiner Art drehen will, dann kann er das auch. Es geben genug Beispiele die das machen und schaffen. Eins der wohl besten Beispiele ist der Regisseur von City of God der in Hollywood dann Der ewige Gärtner gedreht hat und beides absolut hochwertige Filme sind. Oder Ang Lee (von Hulk mal abgesehen). Auch wenn das jetzt keine deutschen Regisseure sind. Aber ich mein halt allgemein das man das kann.

Emmerich halte ich ohnehin für keinen Regisseur dem wirklich was an Filmen liegt. Ich glaube dem ist nur der Ruhm/Reichtum wichtig. Peterson hingegen hatte bei seinen besten Filmen immer starke Rückendeckung, sei es Bernd Eichinger (der ja wohl wirklich ein Top-Produzent ist) oder Clint Eastwood. Und bei Eichinger und Eastwood weiß man, dass denen Filme auch wichtig sind.

Meine neueste deutsche Hoffnung ist übrigens Oliver Hirschbiegel (Der Untergang).
Samo
Ich finde eine Antwortmöglichkeit fehlt: Sollten ruhig im Ausland arbeiten, aber auch in Deutschland" Wie z.B Luc Besson für Frankreich!

Ich frage mich sowieso, warum die Deutschen es nicht fertig kriegen mal einen richtig guten Actionfilm z.B zu drehen. Die Franzosen schaffen das ja auch!

Da kann ich es schon verstehen, daß die Deutschen Regisseure abhauen!
Thunder
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