Leni Riefenstahl

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Leni Riefenstahl




Bitte beachten: Es soll hier (wenn schon) nur über ihre künstlerische Arbeit als Filmemacherin und alles was dazugehört diskutiert werden, der Thread soll nicht in Pro-Verbindung zur NSDAP oder Nazi-Deutschland gebracht werden oder dorthin tendieren!

Kurzbiografie:

Berta Helene Amalie Riefenstahl (* 22. August 1902 in Berlin; † 8. September 2003 in Pöcking) war eine deutsche Tänzerin, Schauspielerin, Spiel- und Dokumentarfilmerin, Regisseurin und Fotografin.

Leni Riefenstahl war wegen ihrer Nähe zum Nationalsozialismus im Allgemeinen und zu Adolf Hitler im Speziellen eine der kontroversesten Figuren der Filmgeschichte. Ihren Filmen, allen voran "Triumph des Willens", aber auch „Der Sieg des Glaubens“, wird immer wieder vorgeworfen, die nationalsozialistische Ideologie zu glorifizieren. Eine Kritik, die sie jedoch Zeit ihres Lebens zurückwies, so sah sie rückblickend ihre Fehler in ihrem „politischen Desinteresse“ und ihrer „damit zusammenhängenden Mitläuferschaft“. Ihren Aussagen nach ging es in ihrem künstlerischen Wirken stets um Ästhetik und nicht um Ideologie. Als Propagandistin habe sie sich damals nicht gesehen, erst rückblickend sei es ihr möglich, Dinge anders zu betrachten, jedoch habe sie im damaligen (unkritischen) Zeitgeist gelebt. In späteren Interviews beteuerte sie stets, die NS-Verbrechen zu verurteilen, wehrte sich aber auch gleichzeitig gegen jeden Versuch, ihr eine Schuld anzulasten. Tatsächlich war sie jedoch erheblich in die Aktivitäten des Regimes verstrickt. So wirkte sie beispielsweise 1936 durch eine Intervention bei Goebbels an einer Intrige mit, durch die die Ernennung des vom Deutschen Archäologischen Institut ausgesuchten Kandidaten für die Direktorenstelle des Zweiginstituts in Athen hintertrieben wurde und ein hochrangiger Funktionär der NSDAP die Stelle erhielt.

Die von ihr geschaffene Ästhetik gilt auch ihren Gegnern als richtungsweisend, und ihre künstlerischen Verdienste sind unbestritten. Sie wurde nach 1945 in Deutschland (anders als in den USA und Japan) weitgehend boykottiert, während andere in der Nazizeit aktive Filmregisseure (unter anderem Veit Harlan) weiterhin erfolgreich arbeiten konnten. Ihr Markenzeichen waren die idealisierte Darstellung von Kraft und Eleganz und von Macht, etwa in Form muskulöser Körper oder in der Darstellung mobiler Menschenmassen, hinzu kam eine für die damalige Zeit revolutionäre, sehr dynamische Schnitttechnik und die Verwendung ganz neuer Kameraperspektiven. (Quelle:wikipedia.de)
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kurze Fakten:

· Oscar-Preisträgerin Jodie Foster hat sich die Rechte für eine Verfilmung ihres Lebens (mit eventuell sie selbst in der Hauptrolle) gesichert.

· Sie sagt, daß sie 1955 Ernest Hemingways "Green Hills of Africa" (1935) las und sich daraufhin vorbereitete den Sudan zu besichtigen, was sie das folgende Jahr auch tat und wurde vom dortigen Volk der Nuba als ihresgleichen auch akzeptiert und lebte mehrere Monate mit ihnen. Sie schrieb drei Bücher, hauptsächlich fotographische Essays von 1972 bis 1997 die die verschwindene Schönheit der afrikanischen Leute und der Kulturen dokumentiert. Dies sind wahrscheinlich ihre besten Widerlegungen von Anklagen ihrer "angeblichen" rassistischen Philosophie als Regisseurin von "Olympia 1. Teil - Fest der Völker" (1938).

· Anfang 2000 verbrachte die inzwischen 97 Jahre alte Leni Riefensthal nach einigen gebrochenen Rippen und einer Lungenflügelverletzung durch einen Hubschrauberabsturz einige Wochen im Krankenhaus. Sie war Filmen im Sudan.

· In einem Interview kurz vor ihrem Tod, erwähnte sie daß, wenn sie gewußt hatte daß ihr Film Triumph des Willens (1935) ihre Karriere so dermaßen ins negative Licht gerückt hätte, sie diesen Film niemals gedreht hätte.

· Sie hält den Rekord für die längste Zeitspanne zwischen ihren Projekte. Nach "Tiefland" (1954) sollten 48 Jahre vergehen bevor sie einen anderen Film drehte, das dokumentarische "Impressionen unter Wasser" (2002). Sie ist auch der älteste Filmemacherin, die eine Dokumentation abgedreht hat. Sie war 99 als sie ihren letzten Film drehte.

· Verstarb ungefähr eine Woche vor ihrem 101-ten Geburtstag.

Homepage: http://www.leni-riefenstahl.de/deu/bio.html
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Filmographie (als Regisseurin):

· Impressionen unter Wasser (2002)
... aka Underwater Impressions (International: English title)

Mit diesem Werk voll Schönheit und Anmut zeigt Leni Riefenstahl auf unnachahmliche Weise die Flora und Fauna unter Wasser, die es auch in Zeiten zunehmender Umweltzerstörung zu schützen gilt. Die farbenprächtigen Bilder wirken gleichzeitig ruhig und voller Elan und nehmen Sie so mit auf eine wundervolle Reise in die Welt unserer Ozeane. Lassen Sie sich bezaubern von einem ungewöhnlichen Werk..


· Tiefland (1954)
... aka Lowlands (USA)

In den spanischen Pyrenäen lebt der unbarmherzige, herrische Großgrundbesitzer Don Sebastian. Um seinen Geldsorgen Herr zu werden, hat er der Tochter des wohlhabenden Bürgermeisters die Ehe versprochen. Als er eines Abends die schöne Zigeunertänzerin Martha (Leni Riefenstahl) kennenlernt, beschließt er, sie an den armen Berghirten Pedro zu verheiraten, um sie als seine Mätresse zu halten. Es kommt zu einem schrecklichen Messerduell zwischen Pedro und seinem Herrn, bei dem der Bösewicht schließlich den verdienten Tod findet.


· Olympia 1. Teil - Fest der Völker (1938)
... aka Olympia - Fest der Völker - Erster Film von den olympischen Spielen Berlin 1936 (Germany: poster title)
... aka Olympia 1. Teil - Götter des Stadions
... aka Olympia Part One: Festival of the Nations (International: English title: literal title)
... aka Olympia: The Film of the XI. Olympic Games Berlin, 1936 (UK)
... aka The Olympiad (USA)

- 1. Teil der Dokumentation über die Olympischen Spiele in Berlin 1936 im Schatten Nazi-Deutschlands.


· Olympia 2. Teil - Fest der Schönheit (1938)
... aka Olympia - Fest der Schönheit - Zweiter Film von den olympischen Spielen Berlin 1936 (Germany: poster title)
... aka Olympia Part Two: Festival of Beauty (International: English title: literal title)
... aka Olympia: The Film of the XI. Olympic Games, Part II (UK)

- 2. Teil der Dokumentation über die Olympischen Spiele in Berlin 1936 im Schatten Nazi-Deutschlands.



· Triumph des Willens (1935)
... aka Dokument vom Reichsparteitag 1934, Das (Germany: subtitle)
... aka Triumph of the Will (USA)

Dokumentarfilm über den 6. Reichsparteitag der NSDAP in Nürnberg vom 4. bis 10. September 1934.


  · Tag der Freiheit - Unsere Wehrmacht (1935)<br> ... aka Day of Freedom (USA: video box title)
... aka Nürnberg 1935 (Germany: subtitle)
 
  · Sieg des Glaubens, Der (1933)
... aka Sieg des Glaubens - Der Film vom Reichs-Parteitag der NSDAP, Der (Germany: poster title)
... aka Victory of the Faith (International: English title)


· Das Blaue Licht (1932)
... aka The Blue Light (USA)

Die Dolomiten, Anfang des 19. Jahrhunderts: In einem Südtiroler Bergdorf zieht ein magisches blaues Licht junge Männer unwiderstehlich an und lockt diese auf den Gipfel des Monte Cristallo. Reihenweise stürzen die Bergsteiger ab. Schuld soll die berückende Junta sein, die von den Dorfbewohnern ausgegrenzt wird und als einzige die Bergbesteigungen bei Vollmond überlebt...
 

· Leni Riefenstahl - Ein Traum von Afrika (2000)
...aka Leni Riefenstahl im Sudan

Regie: Ray Müller

In dieser ungewöhnlichen Dokumentation beschreibt die100 Jährige Filmlegende Leni Riefenstahl ihre besondere Beziehung zu dem afrikanischen Volk der Nuba. In den sechziger Jahren hat Leni Riefenstah lbei den Nubastämmen im Sudan gelebt. Weltberühmte Fotobände des archaischen Volkes sind damals entstanden. Erstmals werden in der Dokumentation zahlreiche Filmausschnitte dieser Zeit aus ihrem Archiv gezeigt. Die Wiederbegegnungen mit den Nuba in einem vom Bürgerkrieg zerrütteten Land ist eine Reise in Riefenstahls eigene Vergangenheit und eine Konfrontation mit dem heute vom zivilisatorischen Prozess zerstörten Nuba-Paradies. Sie ist zudem eine eindringliche Konfrontation mit Riefenstahls eigener Biografie im Dritten Reich.



 
 
Samo
Sehr interessant! Gute Arbeit

Empfehlen zu diesem Thema kann ich die Dokumentation "Die Macht der Bilder" von 1999 über das leben und das Schaffen von Leni Riefenstahl. Wirklich sehr interessante und kurzweilige Dokumentation (trotz Laufzeit von 196 min) Leni Riefenstahl nimmt Stellung zu ihrenFilmen und zu threm Verhältnis zu Hitler und Goebbels!

joerch
Auf jeden Fall eine der ungewöhnlichsten Deutschen Regisseurinnen (auch gemessen an den männlichen Kollegen - so viele bekannte Regisseurinnen gabs ja in D nicht smile :/ )

Rein optisch war sie zu damals ihrer Zeit wirklich voraus smile

Das politsche Thema gehört hier nicht her.... wäre bei der Frau aber durchaus auch Diskussionswürdig...