Akira Kurosawa

dr.Gonzo
Ein klein wenig wundert es mich, dass es zu diesem Mann keinen Thread gibt. Naja, dann werd ich dieses Manko mal beseitigen! fröhlich


Akira Kurosawa

"Ich denke manchmal an meinen Tod, und bin erschrocken bei dem Gedanken, dass ich noch viele Dinge im Leben tun muss."
(Akira Kurosawa, 1976)


Akira Kurosawa wurde am 23. März 1910 in Omori, Tokio, als siebtes und jüngstes Kind einer alten Samuraifamilie geboren.
Ursprünglich wollte er seine künstlerische, kreative Begabung in die Malerei stecken, ging deshalb im Alter von 18 Jahren an die Kunstakademie um westliche Malerei zu studieren.
Im Jahr 1936 jedoch wechselte er jedoch zur Toho-Filmgesellschaft, eines der bedeutensten Filmstudios Japans, neben Kurosawa vor allem für die Godzilla-Filma und Animeproduktionen (Studio Ghibli) bekannt.
Anfangs arbeitet er als Autor und Regie-Assistent, schrieb bis zum Jahre 1943 an die 50 Drehbücher, ehe er selbst zum ersten mal auf dem Regisseurstuhl Platz nahm und sein Debut drehte: Judo Saga - Die Legende vom großen Judo (Sugata Sanshiro) , ein Film Sugata SanshirM, die Entstehung des Judo in Japan, 1882 und seine damalige Rivalität zum Jiu Jitsu.
Es folgten 10 weitere Filme, die bei uns alle eher unbekannt geblieben sind, ehe ihm im Jahre 1950 mit Rashomon der ganz große Durchbruch gelingt.

Rashomon

Kurosawa schildert darin die Geschichte eines Banditen (Toshiro Mifune), der im "Wald der Dämonen" ein Pärchen, einen Samurai und seine Frau, überfällt, die Frau vergewaltigt und den Mann tötet. Vor einem imaginären schildern alle Beteiligten, sogar der Samurai selbst, durch den Mund einer Geisterbeschwörerin, den Tathergang, jedoch unterscheiden sich sämtliche Versionen untereinander. Überraschenderweise hat aber auch ein Außenstehender das Verbrechen beobachtet...
Die Geschichte basiert auf 2 Kurzgeschichten von Akutagawa Ryunosuke (1892 - 1927), einem japanischen Dichter und Schriftsteller.
Das Drehbuch verfasste Kurosawa zusammen mit Shinonu Hashimoto.


Später sagte Kurosawa selbst darüber:
"Ich habe erst Erfahrungen sammeln müssen, bevor ich den großen Vorbildern gegenübertreten konnte. Nach der weltweiten Anerkennung von "Rashomon" ist der Bann gebrochen." .
Ein Jahr später gewann er für dieses erste richtig bekannte, große Werk den "Goldenen Löwen" bei den Filmfestspielen von Venedig, als erster Japaner überhaupt, nachdem er sich u.a. gegen Billy Wilders "Reporter des Satans" oder Disneys "Alice im Wunderland" durchsetzen konnte! Außerdem durfte er den Oscar für den besten ausländischen Film in Empfang nehmen.

Neben der Malerei (er zeichnete, wie Fellini, alle Entwürfe für Kostüme, Dekor etc. selber) gab es eine weitere Sache, die Kurosawas Leben ein Leben lang prägen sollte: Die westliche Kultur! In der Literatur hatten es ihm vor allem Russen angetan, wie Dostojewski, Gorki oder Tolstoi.
So verwundert es nicht, dass er sich 1951 an eine Verfilmungvon Dostojewskis "Der Idiot" heranwagt. Später verfilmte er außerdem Gorkis(1957).
Doch auch Shakespeare hatte es ihm angetan, wie er auch mit der filmischen Adaption von Macbeth unter dem Titel "Das Schloss im Spinnwebwald" oder von King Liar (Ran) beweist.
Auch wegen solcher Anleihen gilt Kurosawa als ein eher westlich orientierter Regisseur, auch in seinem Heimatland, weil er, obwohl er sich häufig mit der Kultur seines eigenen Landes auseinandersetzt, sei es in seinen zahlreichen Samurai-Filmen oder in Filme wie Ikiru (siehe etwas weiter unten), sich schon recht früh in seiner Laufbahn oft von alten Traditionen des damaligen jap. Kinos loslöste, seine eigene Filmsprache entwickelte.
Er selber sagte dazu:
"Wer eine eindeutige Aussage machen will, der soll keine Filme drehen"


Nachdem Rashomon zu einem internationalen Erfolg wurde folgte 1952 ein weiterer Film, der auf der ganzen Welt Aufmerksamkeit erregte:

Einmal wirklich Leben (Ikiru)

Kanji Watanabe, Abteilungsleiter einer städtischen Beschwerdestelle, steht kurz vor der Pensionierung, als er erfährt, dass er an Magenkrebs leidet und nur noch wenige Monate zu leben hat. Er erkennt, dass er all die Jahre als machtloses Rädchen in der Bürokratie verschwendet hat und dass sein Sohn sich nicht um ihn kümmert und sich statt dessen nur um sein Erbe sorgt. Watanabe steht plötzlich vor den Trümmern seines Lebens. Er beschließt, das Leben so gut er kann zu genießen, stürzt sich ins Nachtleben, trinkt, spielt und tanzt und kann dadurch seine Einsamkeit doch nicht abschütteln. Er beginnt eine kurze Freundschaft mit einer früheren Mitarbeiterin, doch sie weiss nicht so recht, was sie mit dem alten Mann anfangen soll. Bei einer Begegnung der beiden in einem Cafe, in dem gerade eine Geburtstagsfeier stattfindet, erinnert sich Watanabe an einige Frauen aus einem armen Stadtviertel, die für ihre Kinder einen Spielplatz beantragt hatten. Er beschließt, diesen Spielplatz wahr werden zu lassen und kämpft gegen die Widerstände der Bürokratie, um seinem Leben doch noch einen Sinn zu geben.



2 Jahre nach Ikiru erschien dann ein Film, der als DAS Meisterwerk von Kurosawa und einer der besten Filme aller Zeiten in die Annalen der Filmgeschichte eingehen sollte:

Die sieben Samurai(Shichinin no samurai


Ein kleines japanisches Bauerndorf wird immer wieder von den selben Banditen heimgesucht, die die wehrlosen Bauern ausplündern, die Frauen rauben und die Männer abschlachten. Als einer der Bauern zufällig erfährt, dass die Räuber planen, im Herbst nach der Ernte einen erneuten Raubzug zu starten, beschließen die Dorfbewohner, sich zu wehren und sich aus dem Würgegriff der Räuber zu befreien. Aber ohne jegliche Bewaffnung oder Kampferfahrung sind sie ihnen auf keinen Fall gewachsen. Auf den Rat ihres Dorfältesten hin entsenden sie eine Gruppe in die Stadt, mit dem Auftrag, ausgediente, herrenlose Samurai für ihre Sache zu gewinnen. Am Ende haben sie sechs Samurai und einen ungestümen, vulgären Krieger, selber aus bäuerlichen Verhältnissen, gefunden. Ihr Lohn: 3 Mahlzeiten am Tag. Ihre Aufgabe: Die Verteidigung des Dorfes organisieren und die Banditen vernichten!


Der Film erhielt weltweit Nominierungen für Preise, unter anderem zwei für den Oscar (Beste Ausstatung, Bestes Kostüm).

Viele westliche Filmemacher sahen einen gewissen Zusammenhang zwischen den Schwertkämpfen der Samurai und den Duellen im "Wilden Westen". Viele Filme griffen daher auf Kurosawas Schema zurück, am bekanntesten ist wohl John Sturges Remake "Die glorreichen sieben", selbst in, vergleichsweise, sehr modernen Filmen lässt sich die Handlung wiedererkennen ("Das große Krabbeln").

In den folgenden Jahren folgten noch einige große, bekannte Filme, 1957 "Das Schloss im Spinnenwald", im selben Jahr "Nachtasyl" oder 1958 "Die verborgene Festung". Auch dieser Film verdient besondere erwähnung, wurde doch George Lucas selbst von diesem Film zu Star Wars inspiriert (so gehen zum Beispiel R2D2 und C3PO auf zwei Charaktere aus dem Film zurück).

Im Jahre 1959 gründete er seine eigene Produktionsgesellschaft, mit er der in den folgenden Jahren 5 Filme herstellte.

Ein weiteres Ausrufezeichen setzte er im Jahre 1961 mit:

Yojimbo - Der Leibwächter


Ein RMnin kommt in ein Dorf in dem zwei rivalisierende Banden um die Herrschaft kämpfen. Nachdem er sich mit der Situation vertraut gemacht hat (Toshiro Mifune in der Rolle des Yojimbo hat in den ersten 15 Minuten des Films kaum Text und beschränkt sich auf einen Beobachterstatus) entwickelt er einen Plan, wie das Dorf von den kämpfenden Banditen befreit werden kann. Er beginnt, die eine Bande gegen die andere auszuspielen, mit dem Ziel, dass sie sich gegenseitig auslöschen. In die Quere kommt ihm dabei der misstrauische Unosuke, Bruder eines der Bandenchefs und mit der überlegenen Kampfkraft einer Pistole ausgestattet. Mit seiner Hilfe trägt seine Seite den Sieg davon, und der Yojimbo muss selbst in den Kampf eingreifen. In einem letzten Gefecht mit dem Katana (japanisches Langschwert) besiegt er Unosuke und dessen Bande und befreit das Dorf, das durch die vielen Kämpfe inzwischen allerdings fast menschenleer ist.


Dieser Film enthält ebenfalls viele Grundzüge des klassischen Western, ist vergleichweise gewalttätig und voll mit zwiespältigen Charakteren und somit ist ein Vorbild für den Italo-Western. Mifunes Yojimbo wurde eine Art Paradeheld, einerseits hilfsbereit und Gerecht, andererseits aber kaltblütig im Umgang mit Feinden, zynisch und dem Leben an sich nicht sehr zugetan.
Einer der Urväter des Italo-Westerns ist schließlich das berühmte Yojimbo-Remake "Für eine Hand voll Dollar" von Sergio Leone. Auch "Last Man Standing" von Walter Hill ist ein Remake.


In der Mitte der sechziger Jahre bahnte sich jedoch eine ernste Krise an: Kurosawas Zusammenarbeit mit 20th Century Fox scheiterte, da er Japan damals eine kurze Zeit lang den Rücken zugekehrt hatte fand er dort keine Produktionsmöglichkeiten mehr. Sein erster Farbilm, Dodeskaden - Menschen im Abseits, wurde zu einem totalen Flopp. Dies alles führte dazu, dass Kurosawa am 22. Dezember des Jahres 1971 versuchte, sich das Leben zu nehmen.

Fünf Jahre später war der gefallene Kurosawa jedoch wieder aufgestanden! Am 2.8. 1975 kam endlich wieder ein Kurosawa-Film in die japanischen Kinos, der Film, den ich als seinen eigentlich besten ansehe, einen der tatsächlich besten Filme aller zeiten:

Dersu Uzala

Ein zaristischer Offizier befreundet sich in der feindlichen Landschaft Sibiriens mit einem Nomaden, der ihm im Überlebenskampf gegen die Naturgewalten hilft. Jahre später, als der Offizier mit einer großen Expedition wiederkehrt, bittet er den Nomaden in sein Haus, doch dieser kommt mit dem Leben zwischen den Mauern nicht zurecht. Das überwältigende Meisterwerk des großen Regisseurs Akira Kurosawa: ein zutiefst beeindruckender Film über das Aufeinandertreffen zweier Kulturen, über Freundschaft, große Triumphe und noch größeren Schmerz. Über allem aber steht die alles beherrschende Natur, die Kurosawa in diesem Film mit Bildern einfing, die man vorher und nachher im Kino nicht mehr zu sehen bekam.


Für diesen einmaligen Film erhielt er zum zweiten Mal den Oscar für den besten ausländischen Film.


Nach der japanisch/russischen Co-Produktion konnte er 1980, 10 Jahre nach Dodeskaden, mit Kagemusha wieder einen Film komplett im eigenen Land produzieren.

Kagemusha - Der Schatten des Kriegers

Japan im 16. Jahrhundert. Der mächtige Shingen Takeda, Herr über das größte Reiterheer des Landes, gilt als unverwundbar und unbesiegbar. Mit Geschick und kluger Taktik trotzt er den Angriffen seiner verbündeten Nachbarfürsten. Doch im Jahr 1573 geschieht das Undenkbare. Der Feldherr wird das erste Opfer einer bisher in Japan unbekannten Waffe: Die Gewehrkugel eines Scharfschützen trifft ihn tödlich. Der tragische Vorfall gefährdet die politischen Pläne des Takeda- Clans, der daraufhin zu einer List greift: Ein kleiner elender Dieb, der dem toten Fürsten verblüffend ähnlich sieht, wird aus dem Gefängnis geholt und soll für drei Jahre als Kagemusha - als "Schatten des Kriegers" - Freund und Feind über den Tod des Familienoberhaupts hinwegtäuschen. Ein riskanter Plan, denn der Doppelgänger spielt seine Rolle besser als erwartet...


Finanzielle Hilfe, um dieses sehr aufwändige Projekt zu realisieren, bekam er von Francis Ford Coppola und George Lucas.

Nach Kagemusha machte Kurosawa noch 4 weitere Filme.
Zum einen seine Version des König Liar, "Ran"(1985), zum anderen "Akira Kurosawa's Träume"(1990) (eine bildgewaltige Art Autobiagraphie. Kurosawa zeigt 8 Episoden, oder eben Träume, in denen er sich mit der Welt auseinandersetzt.), "Rhapsodie im August"(1991) (in französisch-japanischer Zusammenarbeit, mit RIchard Gere) und schlussendlich, im Jahre 1993 sein letzter Film:

Mudadayo

Madadayo beginnt mit der Mitteilung des Deutschprofessors Uchida (Tatsuo Matsumara) an seine Schüler, er werde sich aus der Lehrtätigkeit zurückziehen. Der Film begleitet in der Folge den Professor und seine ihn verehrenden Schüler, durch den Zweiten Weltkrieg und bis in die 1970er Jahre hinein. Er schildert das Leben Uchidas und seiner Frau, wie ihr Haus von Bomben zerstört wird und die zu Wohlstand gekommenen ehemaligen Schüler ihnen unter die Arme greifen. In alljährlichen Treffen wird der Professor, der nach dem Ende seiner Lehrtätigkeit Essays und Gedichte verfasst, gefeiert. Über die Jahre verändern sich die Umstände dieser Feier, doch ihr Charakter bleibt erhalten. Ebenso das zentrale Ritual dieser Feiern: die Schüler fragen Uchida: "Mahda-kai?" ("Bist du bereit, in eine andere Welt hinüber zu gehen?") und er antwortet: "Mahda-dayo!" ("Noch nicht!").


Er wurde verehrt und geliebt, auf der ganzen Welt... viele Hollywood-Größen verdanken ihm einiges, sogar Steve Spielberg lobte ihn eins mit den Worten:"Our greatest living filmmaker."
Ich finde, er hat recht, auch wenn Kurosawa diese Welt bereits verlassen hat. Am 6.9. 1998 war er bereit, in eine andere Welt hinüber zu gehen.

Gesamte Filmographie:
1943 - Judo Saga - Die Legende vom großen Judo (Sugata Sanshiro)
1944 - Am Allerschönsten (Ichiban Utsukushiku)
1945 - Sugata Sanshiro Fortsetzung (Zoku Sugata Sanshiro)
1945 - Die Tigerfährte (Tora no o wo Fumu Otokotachi)
1946 - Erbauer des Morgens (Asu o Tsukuru Hitobito)
1946 - Kein Bedauern für meine Jugend (Waga Seishun ni Kuinashi)
1947 - Ein wunderschöner Sonntag (Subarashiki Nichiyobi)
1948 - Der trunkene Engel (Yoidore Tenshi)
1949 - Das Stumme Duell (Shizukanaru Ketto)
1949 - Ein herrenloser Hund (Nora Inu)
1950 - Skandal (Shubun)
1950 - Rashomon (RashMmon)
1951 - Der Idiot (Hakuchi)
1952 - Einmal wirklich leben (Ikiru)
1954 - Die sieben Samurai (Shichinin no Samurai), John Sturges drehte zu diesem Film das Remake Die glorreichen Sieben
1955 - Ein Leben in Angst (Ikimono no Kiroku)
1957 - Das Schloss im Spinnwebwald (Kumonosu JM)
1957 - Nachtasyl (Donzoko)
1958 - Die verborgene Festung (Kakushi Toride no San Akunin) - hat George Lucas bei Krieg der Sterne inspiriert
1960 - Die Bösen schlafen gut (Warui Yatsu Hodo Yoku Nemuru)
1961 - Yojimbo – Der Leibwächter, die Handlung wurde sowohl von Sergio Leone für Für eine Handvoll Dollar, als auch von Walter Hill für Last Man Standing kopiert
1962 - Sanjuro (Tsubaki SanjkrM)
1963 - Zwischen Himmel und Hölle (Tengoku to Jigoku)
1965 - Rotbart (Akahige)
1970 - Dodeskaden - Menschen im Abseits - Kurosawas erster Farbfilm
1975 - Uzala, der Kirgise (Dersu Uzala)
1980 - Kagemusha - Der Schatten des Kriegers
1985 - Ran
1990 - Akira Kurosawa's Träume (Yume)
1991 - Rhapsody im August (Hachi Gatsu no KyMshikyMku)
1993 - Madadayo


Vielen Dank, Akira! fröhlich


* Ich entschuldige mich für die Rechtschreibfehler, es ist schon spät und ich bin doch immer so schludrig... ich habe mich bemüht, aus einigen Biographien das wichtigste rauszuholen, ohne etwas zu kopieren... lediglich die meisten der Inhaltsangaben stammen von Seiten wie Wikipedia. Verzeiht mir das bitte, aber das wäre mir doch zuviel geworden! Augenzwinkern
Ich bedanke mich für die Aufmerksamkeit!*

PS: Vielen Dank an Zephyr, dass er mir die Bilder hochgeladen hat! Knuddel *
Soljah
Vielen Dank, dass du einen der größten Filmemacher unserer Zeit so ehrst! fröhlich
Ich habe leider nur wenige Filme von ihm bisher gesehen, aber fand allesamt sehr interessant. Throne of Blood gefiel mir persönlich am besten bisher.
Der siebte Samurai
Akira Kurosawa ist der gröste - Hab so ziemlich jeden Film von ihm , den es zu kaufen gibt . Manche seiner Filme sind etwas langwierig , aber die guten , insbesondere Die sieben Samurai sind einfach perfekt . Schade , dass er tot ist .
burtons
Dieser Mann ist eine Legende! Er ist nicht nur der größte Filmemacher, der jemals in Asien drehte, sondern auch ein Wegweißer für das Kino überhaupt. Hab zwar nicht alles von ihm gesehen, aber das was ich sah war genial.
Blindedeye
Sehr schöner Thread und eine gute Bio zu Akira Kurosawa! Gute Arbeit
Auch kann man sehen, dass einige der im Westen doch so gehuldigten Klassiker wiederum ja doch ihren Ursprung in Asien fanden! Augenzwinkern
Die aktuelle Remake Welle hat ihre Wurzeln also schon ganz tief vergraben... Hammer
BloodBang
hmm..naja,
wenn es bis heute tatsächlich noch kein Thread zu diesem Meister
gibt, scheinen (vermute ich doch mal) nicht wirklich viele Fans hier zu sein

egal, einen Thread verdient er allemal Augenzwinkern

1. Madadayo (1993)
2. Rhapsodie im August (1991)
3. Akira Kurosawa's Träume (1990)
4. Ran (1985)
5. Kagemusha - Der Schatten des Kriegers (1980)
6. Uzala, der Kirgise (1974)
7. Dodeskaden - Menschen im Abseits (1970)
8. Rotbart (1965)
9. Zwischen Himmel und Hölle (1963)
10. Sanjuro (1962)
11. Yojimbo - Der Leibwächter (1961)
12. Verworfenen schlafen gut, Die (1960)
13. Verborgene Festung, Die (195cool
14. Schloß im Spinnwebwald, Das (1957)
15. Nachtasyl (1957)
16. Leben in Angst, Ein (1955)
17. Sieben Samurai, Die (1954)
18. Einmal wirklich leben (1952)
19. Idiot, Der (1951)
20. Rashomon - Das Lustwäldchen (1950)
21. Skandal (1950)
22. Streunender Hund, Ein (1949)
23. Stumme Duell, Das (1949)
24. Engel der Verlorenen (194cool
25. Wunderschöner Sonntag, Ein (1947)
26. Erbauer des Morgens (1946)
27. Kein Bedauern für meine Jugend (1946)
28. Sugata Sanshiro Fortsetzung (1945)
29. Männer, die dem Tiger auf den Schwanz traten, Die (1945)
30. Am Allerschönsten (1944)
31. Judo Saga - Die Legende vom großen Judo (1943)
32. Horse (1941)

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bin ziemlich begeistert, von eigentlich allen, die ich gesehen habe

RAN 10/10
Die Sieben Samurai 10/10
Das Schloss im Spinnwebwald 10/10
Yojimbo 9/10
Kagemusha 8/10
Die Verborgene Festung 8/10
Rashomon 8/10
Ikiru 7/10
Hainz
Es gibt ganz schön wenig Beiträge zu einem der größten Filmemacher aller Zeiten. Schade. Seine Filme sind perfekt inszeniert und er hat eigentlich keinen schlechten Film. Ganz besondere Perlen sind für mich "Die 7 Samurai", "Ikiru", "Rashomon", "Ran", "Yojimbo", "Die verborgene Festung" und einer seiner letzten Filme "Rhapsodie im August" mit Richard Gere.
dr.Gonzo
Also ich muss mich doch wirklich sehr, sehr wundern...

Ja, der Mann steht im Asia-Bereich, da kann man ihn schonmal übersehn, und JA, der Mann ist tot und JA, er hatte seine allergrößten Erfolge vor der Geburt der meisten User hier, aber es sei nochmal erwähnt:
- Der Mann ist einer der Urväter des Westerns wie man ihn heute kennt, obwohl er NIE einen gedreht hat
- Ohne ihn wäre Star Wars nie das geworden, was es zwischen den 70ern und den 90ern mal war
- Er hat das japanische Kino im Westen salonfähig gemacht!

Wie kann es sein, dass viele hier ihn nichtmal kennen?

Ich kann es nur noch einmal sagen: Jeder sollte zumindest Die Sieben Samurai kennen, wirklich jeder, der sich Cineast oder Filmkenner nennt. Nichtnur, weil er einer der bedeutensten Filme der Geschichte ist, sondern weil er auch einer der bestgemachten ist (wenn man das Entstehungsdatum berücksichtigt erst recht). Der dürfte sogar dem größten SFX-Jünger gefallen.

Dieser Post entstand in der Hoffnung, dass sich mehr der User hier für Akira Kurosawa begeistern können, einen der größten Figuren der Filmgeschichte (ich wiederhole mich, aber man kanns nicht oft genug sagen).
Milan
Ich habe nur "Die sieben Samurai" gesehen, aber das reichte mir um ihn als einer der besten Asia-Regisseuren anzusehen. Der Film ist wirklich sehr lange, aber ich fand den wirklich den Hammer. Ich sollte mir mal mehr Filme von ihm ansehen, er hat sicher noch mehr Meisterwerke gedreht. Gute Arbeit