Bug

Carsten2005
3 Minuten aus "Bug" online!

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Milan
"Bug" spielte 3.260.000 Millionen US-Dollar ein, was ziemlich gut ist, da er gleichzeitig mit dem Blockbuster "Fluch der Kairbik 3" startete. Augenzwinkern

http://www.boxofficemojo.com/weekend/chart/
svenjacobs1
Ziemlich gut? Leider sehe ich das anders.
Eigentlich ist das ein schwaches Ergebnis. Der Film hat noch nicht einmal einen Schnitt von 2000$, und das mit Fluch der Karibik hat auch nichts zu bedeuten, das hat viele andere Filme in den letzten Wochen nicht daran gehindert, hohe Besucherzahlen zu haben.
Schade um den Film, der wird es schwer haben, Acht Millionen zu machen. Zumahl das Einspielergebnis morgen noch etwas nach unten gehen kann, da es sich zum jetzigen Zeitpunkt nur um Schätzungen handeln. unglücklich
Wenn Carmine recht hat, dass der Film nicht so teuer war, dann wird er wohl kein finanzieller flop, aber ich hatte mir mehr erhofft.
darth rage
die bewegten bilder sehen jetzt schon ziemlich übel aus , im positiven sinne . ich bin von der story her jetzt schon gespannt ob es sich bei den darstellern "nur" um paranoia , oder doch um weit mehr geht .
zudem schade das momentan filme mit guten kritiken wie bug oder 28 wochen später gerade an der ami kasse finanziell scheitern ( wundern tut´s mich bei deren allgemeinen mentalität aber sicher nicht )
svenjacobs1
Ich habe Bug die Tage auf dem Fantasy FilmFest gesehen und ich möchte auch gar nicht viel zu dem Film schreiben, denn er hat mir ganz und gar nicht gefallen, und das finde ich ziemlich schade, habe ich mich doch auf einen netten Film gefreut.

Leider fand ich die Geschichte einfach nur langweilig umgesetzt. Es passiert so gut wie gar nichts, zumindest in der ersten Stunde. Da wird geredet, da gibt es ein paar Probleme, die Vergangenheit, Sex... Leider kommt die Hauptstory erst im letzten Drittel wirklich auf, und auch da finde ich es nicht wirklich interessant. Die Grundidee ist zwar immer noch nett, das kann man auch erkennen, aber insgesamt konnte mich die Umsetzung nicht packen, zu keiner Sekunde... Sie ist einfach nicht spannend.

Die Schauspieler machen ihre Sache gut, allerdings fand ich das schon manchmal etwas Over-The-Top, ein wenig zu viel des Guten.


Fazit:

Für mich leider ein schwacher Film, der mich zu keiner Minute unterhalten konnte, trotz einer guten Grundidee und eigentlich recht guten Schauspielern.


3,5/10
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carmine
Danke, William Friedkin, kann ich da nur sagen ! "Bug" wurde ein Film, der dem Horror-Genre endlich wieder einmal einen grossen Hauch an Frische verpasst hat, was das Genre mehr als nötig hatte. Wobei, Horror... Wer hier einen waschechten Horrorfilm erwartet, sollte sich lieber zwei Mal überlegen, sich den Film anzusehen. Denn wer sich nach dem Trailer orientiert, der dürfte nach dem Anschauen des Films durchaus über ein enttäuschtes Magengefühl verfügen. Der Einblick wurde so zusammengeschnitten, dass man wirklich denken würde, man bekomme hier einen richtigen Tier-Horror zu sehen, bei dem die fiesen, kleinen und ekligen Krabbeltierchen die Hauptgefahr darstellen. LGF liess den Trailer allerdings so aussehen, dass es auch für die breite Masse interessant klingt, denn letztendlich ist Bug ein Werk, das vielen Kinogängern überhaupt nicht gefallen wird. Die Meinungen werden enorm auseinander gehen - wie man hier im Thread schon klar und deutlich erkennen kann.

Bug empfand ich als sehr viel anspruchsvoller als vieles, was es in den letzten Jahren so im Kino zu sehen gab und gerade aus diesem Grund empfinde ich es als sehr schade, dass er an den Kinokassen erheblich gescheitert ist. Wobei ich LGF dennoch einen Dank aussprechen muss, ihm immerhin eine Chance gegeben zu haben, denn sie haben einen Versuch gewagt und ihn sogar als Wide Release in die Kinos gebracht. Nun, wo ich den Film gesehen habe, überrascht mich das nämlich sehr. Wie gesagt, der Film ist eher anspruchsvoll und spricht eine gezielte Gruppe an und das merkt man deutlich. Jemand, dem es ausschliesslich um Brutalitäten geht, der wird hier nicht zufrieden sein, denn es ist ein enorm dialoglastiger Streifen. Zudem spielt sich der Film ständig, bis auf wenige Ausnahmen, in dem einen Hotelzimmer ab, was für Manche doch eher als langweilig empfunden werden dürfte. Ich persönlich wurde schon im Vorfeld darüber informiert und gewarnt, dass Bug mehr ein Psycho-Drama ist, als ein Horrorfilm. Obwohl das was im Film letztendlich zu sehen war dennoch der pure Horror war. Wohl ein Mix von mehreren Genres, würde ich sagen, bei dem der Horror sicherlich nicht fehlt, aber eben in einer anderen Form dargestellt wird.

Regisseur William Friedkin hat zudem wieder einmal mehr bewiesen, dass nicht die Menge an Geld darüber entscheidet, ob ein Film gut oder schlecht wird. Mit wenig Mitteln hat der mittlerweile über 70-Jährige Filmemacher ganz deutlich gezeigt, dass man auch mit einem kleineren Budget in der Lage sein kann, etwas kreatives auf die Beine zu stellen. Dadurch, dass sich Bug beinahe ausschliesslich auf die beiden Hauptdarsteller konzentriert, wird ein hoher Anspruch darauf gesetzt, dass sie ihre Figuren auch möglichst überzeugend verkörpern. Und da muss ich sagen, hat Friedkin den Nagel auf den Kopf getroffen. Die Rollenvergabe ist nahezu perfekt. Ashley Judd als innerlich völlig verstümmelte und unglückliche Person, die alle Probleme mit Mühe und Not versucht in sich hineinzufressen und Michael Shannon als mysteriöser "Nachbar", bei dem der Zuschauer schon von Anfang an weiss, dass da irgendwas nicht stimmt. Die beiden Darsteller haben ihr bestes gegeben und wenn Horrorfilme bei den Oscars eine Chance hätten, dann würde ich die auf alle Fälle vorschlagen - manche die den Film nicht mögen, werden diese Aussage womöglich als lachhaft empfinden. Ich bin allerdings der Meinung, dass Judd und Shannon perfekt miteinander harmoniert und gespielt haben !

Sie geben ihren Figuren diesen gewissen Bonus. Sie kommen unheimlich glaubwürdig rüber. Sicherlich gab es ein, zwei ganz kurze Augenblicke, bei denen auch ich mir ein kleines, unfreiwilliges Grinsen nur schwer habe verkneifen können, aber dies hatte letztendlich nichts mit ihrem schauspielerischen Talent am Hut. Und ausserdem handelt Bug von Wahnvorstellungen, Schizophrenie bzw. Paranoia und genau das übermitteln die Beiden den Zuschauern, ohne dabei unglaubhaft zu wirken. Ich würde sogar so weit gehen und behaupten, dass dies das mit Abstand beste Können von Ashley Judd war. Ich mag die Darstellerin ohnehin sehr gerne, aber in Bug hat sie mir noch einmal deutlich gemacht, wie gut sie ihren Job doch kann - auch wenn es die letzten Jahre ein paar Ausrutscher gab.

Von Michael Shannon hingegen habe ich bislang nur sehr wenig gesehen. Unter anderem war er auch im Drama World Trade Center und Liebesfilm Glück Im Spiel zu sehen. Da hatte er allerdings bloss kleinere Nebenrollen, zudem auch völlig unbedeutend, wenn ich mich richtig daran erinnere. Jedenfalls war auch seine Leistung wirklich sehr beeindruckend und nennenswert. Man nimmt ihm den psychisch gestörten und kranken Peter Evans einfach ab. Und gerade zum Showdown hin, dem hervorragenden Finale, wird das Zusammenspiel der Beiden immer beeindruckender, besser und intensiver.

Die anderen Darsteller sind zwar von Bedeutung, was ihre Figuren anbelangt, kommen im Film allerdings kaum zur Geltung, weshalb sie im Grunde genommen alle austauschbar waren.

In der ersten Stunde, wenn nicht sogar ein wenig darüber hinaus, wird in der Tat sehr viel gesprochen und wenig unternommen. Allerdings war das unbedingt nötig, denn solch eine Thematik kann man nur sehr langsam angehen. Eine gewisse Einführung wird verlangt. Würden die Käfer wirklich existieren, dann hätte man den Krawumm sicherlich eher starten können, aber dadurch, dass der Film eben auf dieses Paranoia zugeschnitten ist, war das so wie es war goldrichtig. Die Figuren werden beide sehr gut eingeführt. Man erfährt von Agnes White's, gespielt von Ashley Judd, Schicksalsmomente, welche für sie das Leben in den Abgrund haben reissen lassen. Zudem werden durch Bilder und Dialoge in den ersten zwei Dritteln des Films Dinge angedeutet, die später von Bedeutung sind. Fragen werden aufgeworfen, die dann mit der Zeit nach und nach ihre Antwort erhalten.

Und der Charakter Peter Evans fällt von Anfang an schon "seltsam" auf. Obwohl er eine doch sehr beunruhigende Art und Weise der Umgangsform hat, empfindet die von Judd's gespielte Figur Agnes Gefühle für ihn. Endlich ist sie nicht mehr alleine, kann über Dinge reden und sich einfach nur mit einer Person unterhalten, um sich von dessen Sätze zu faszinieren und beeinflussen. Die seltsame Person von Peter scheint ihr dabei weder aufzufallen, noch zu stören. Und das, obwohl dem Zuschauer ganz klar übermittelt wird, dass mit dieser Person irgendwas nicht in Ordnung ist. Schon alleine wie er spricht, was er sagt. Es wird einfach klar, dass bei ihm eine oder mehrere Schrauben locker sind. Was hinzu in der ersten Hälfte so wichtig ist, dürfte die Tatsache sein, dass vieles im späteren Verlauf eine Bedeutung hat. Alles, was in der für Manche sehr langweiligen ersten Stunde passiert, ist nicht umsonst. Denn sobald sich die Beiden ihr eigenes Universum aufbauen, kommen die Handlungen von Beginn des Films zum Zuge. Dabei haben die beiden "Opfer" falsche Ansichten davon, was sie bereden und der Zuschauer weiss das.

Sobald dann die eigentliche Handlung eingeführt wird und sich die beiden Hauptfiguren in einer selbsterschaffenen Welt wiederfinden, geht es dann los mit dem Wahnsinn. Die Spannung wächst und steigt von Minute zu Minute rapide an, ebenso die Atmosphäre, die so intensiv wird, als würde man die nichtvorhandenen Wesen am eigenen Leibe zu spühren bekommen. Die zwei Charaktere isolieren und distanzieren sich immer weiter von der Realität. Die beste Freundin ist auf einmal der Feind und die Nachbarschaft Mitglied einer Regierung, die es auf das Paar abgesehen hat. Immer weiter versinken Agnes und Peter in ihrem eigenen Universum und gehen immer mehr zu Grunde. Sie glauben das, was sie glauben wollen und sehen das, was sie zu sehen glauben. Ein kleines und harmloses Klopfen an der Türe ist auf einmal ein gewaltiges Erdbeben, das die Beiden in Panik versetzt. Und diese Isolation, die Distanz und Entfernung zur harten Realität, wird dem Zuschauer glaubwürdig rübergebracht. Man wünscht sich regelrecht irgendwas für die Beiden unternehmen zu können und hofft, dass alles in bester Ordnung wird, aber letztendlich bleibt dem Betrachter des Werks keine andere Wahl, als den beiden in einem Bad des Wahnsinns bei ihrem schmerzhaften Zusammenspiel zuzusehen und bangen.

Und hier kommen eben die Handlungen der ersten beiden Drittel des Films zum Zuge. Egal ob offene Fragen ohne konkrete Antwort, oder der Sex nach der Bekanntschaft. Auf alles wird zurückgeblickt. Nach und nach versuchen Agnes und Peter sich ihr eigenes Bild auszumalen bzw. ihr eigenes Puzzle Bild zu komplettieren, um den wahren Tatsachen aus dem Weg zu gehen.

Gegen Ende wird Bug immer düsterer, unheimlicher und härter. In Sachen Spannung und Atmosphäre kaum mehr überbietbar. An dieser Stelle sei dem Regisseur William Friedkin noch einmal ein Lob gesagt, der hier einen richtig überzeuegenden Film inszeniert hat, der sich von der Masse gewaltig abhebt und frischen Wind ins mittlerweile geradelinige Horror-Genre bringt. Auch wenn Bug als kein waschechter Horrorfilm angesehen werden kann. Viel mehr ein Mix aus mehreren Genres. Jedenfalls wurde die Thematik mehr als genügend behandelt. Weniger kann manchmal so viel mehr sein. Augenzwinkern

8,5/10

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Weyand
Hey,

ich habe letzte Woche in meiner Videothek des Vertrauens ein echtes Schmuckstück entdeckt.
Der Film heißt “Bug“ und ist von William Friedkin („Der Exorzist“). Sehr packender, subtiler Thriller mit Substanz.

Hat mich zu Anfang ein wenig an die Szenen aus Old Boy erinnert mit den Ameisen, nur in wirklich Böser Form…

Kleiner Eindruck (Trailer)
http://www.youtube.com/watch?v=yQ0pey892c4

Für alle die noch nicht so richtig wissen was sie ihrem Lieblings Cineasten Verwandten zu Weihnachten schenken wollen ein wirkliches Highlight.
Mein Bruder wird sich freuen J

Euch Allen ein Frohes Fest