Final Fantasy VII- Advent Children
Ein Film Von Tetsuya Nomura et Takeshi Nozue
Magische und rührende Momente, "Final Fantasy VII - Advent Children": endlich eine gelungene Folge!
(Animation 3D, Japon, 2004-2005)
Synopsis: Zwei Jahre nach der Zerstörung von Midgar bauen die Einwohner die Stadt wieder auf. Eine mysteriöse Krankheit (Geostigma) steckt sie aber schleichend an. Während Cloud in Frieden mit Waisenkindern lebt, tritt er in Kontakt mit dem gewalttätigen Kadaj, der ihm seinen Schutz anbietet. Kadja und seine Bande sind auf der Suche nach ihrer "Mutter" und üben schliesslich Gewalt gegen die friedliche Welt von Cloud aus. Der Kampf fängt erst an....
Der Trailer zum Film Teil 1
Der Trailer zum Film Teil 2
Kritik : Eins sei gleich vorausgestellt: "Final Fantasy VII" ist ein gelungener Entwurf. Der gerechten Befürchtungen zum Trozt erfüllt er gleichwohl die Erwartungen der Fans und des gezielten breiten Publikums: der vorhergehende Opus « Final fantasy – the Spirit Within » (2001) war nämlich eine schwere Enttäuschung und so schien es durchaus berechtigt, Zweifel gegen diese neue 3D Superproduktion fürs Kino zu hegen. Hinzu kam, dass sehr früh bekannt wurde, es sei die Verfilmung des 7. Bandes der Serie (vor 8 Jahren veröffentlicht), der für alle Fans jener guten alten Playstation einen mythischen Status errungen hatte: dadurch bekamen also alle Skeptiker reichlich Zeit, sich graue Haare wachsen zu lassen; umso angespannter und kampflustiger erwartete man die letzte Produktion vom 'Square Enix'-Team.
Was dennoch in den Augen des zweiten Regisseurs Takeshi Nozue Vorrang hatte, war, die Ursprunglichkeit und Wahrhaftigkeit der Vorlage "Final Fantasy VII" zu bewahren. Nun entscheiden die Fans...
Was das breite Publikum angeht, kann man davon ausgehen, dass es an diesem Film Gefallen finden wird: eine gewaltige kompromisslose Show, ohne lange psychologische Abschweifungen, aber mit einer ausgefallen neuartigen und fesselnden Ästhetik. Sind plastische Eigenschaften nun Grund genug, einen Film zu mögen? Warum eigentlich nicht! Auch wenn Tetsuya Nomura zugesteht, er habe ursprünglich nicht die Absicht gehabt, seinen Gestalten realistische Züge zu verleihen, kann der Zuschauer vor den zur Schau gestellten Klonen nur grenzlos staunen.
Während im "Spirit Within" die Bearbeitung der Bewegungen und der Bildtextur wie ein tiefgreifender Fehlgriff vorkam, bildet sie hier den Kern einer ständigen hinreissenden Verwirrung: nahezu alle Gestalten schweben an der Grenze der Gattungserkennbarkeit.
Dazu kommt eine weit tiefreichendere Regie, die immer wieder versucht, sich dem Helden Cloud und seinen Artsgenossen durch wiederholte Nahaufnahmen anzunähern, was zwangsweise diese Verwirrung untermauert. Diese 'Geister' kommen uns wortwörtlich hautnah bekannt vor, wobei man sich unterbewusst bereit fühlt, alles was wir vor Augen haben ohne weiteres aufzunehmen: wunderbar schimmernde Wälder, unbegrenzte Blumenwiesen, regelrecht unvorstellbare Tiere und Ungeheuer, Motoradkunststücke und Kämpfe, wie man sie sich nie im Leben hätte vorstellen können. So gelingt es "Final Fantasy VII" , uns mit Gewalt - durch einen unaufhaltsamen Wirbel von verblüffenden Kunststücken - das moderne (gerade im Trend liegende) Konzept unserer künftigen unwirkliche Realität in den Kopf einzuhämmern.
Quelle: arte-tv.com