| Zitat: |
Original von joerch
... Ich mag Freitag und ich mag Jason - aber was nervt, ist das die Kontinuität und der Zusammenhang der Serie inzwischen vollkommen weg ist.....
|
Gerade gestern hab' ich mir zum Semester-Ende Teil III und VI angesehen. Wow, ich LIEBE diese Filmreihe, aber joerch hat schon recht: Hat man zwischen I und II noch einen continuierlichen Zusammenhang, so wird das mit den weiteren Teilen immer weniger.
Gerade deshalb könnte ein Neustart der Reihe für das "neue" Publikum ebenso wie für das "alte" eine gute Sache sein. Es wäre schön, wenn man mit dem Jason-Charakter mal ernsthaft umgehen würde und ihn vielschichtiger darstellen könnte als (wie in den Teilen 2 bis 10) tumben, mongoloiden Bösewicht. Klar, es ist eine typisch-amerikanische Symbolik, immer die Jugendlichen abzuschlachten, die gerade gevögelt haben. Mit der Zeit wurde das so wie ein Selbstläufer, über den keiner mehr so richtig nachgedacht hat: Kids machen "böse Sachen" wie *****-Rauchen, Rock hören oder Fi"""", dafür bringt Jason sie um.
Das ist zu simpel! Versteht mich nicht falsch, ich LIEBE diese Filmreihe. Mit all ihren Flachheiten und Logikfehlern. Aber eine ernsthafte Interpretation wäre schon wünschenswert. Mir hat auch FvsJ gefallen, aber auch da waren die Drehbuchschreiber sehr inkonsequent und habe die Figuren handeln lassen, wie es ihnen - und dem Druck der beiden Fanlager - beliebt. Es wurde in den alten Filmen wie auch bei Herr der RINGE eine billige Symbolik eingeführt, die nicht nur falsch, sondern auch oberflächlich ignorant ist: gut=schön (die Elben bei HdR, die Tussi, die überlebt bei Friday) und häßlich=böse (die Orks bei HdR, der missgebildete Junge namens Jason bei Friday).
Ich würde mir wünschen, dass es in diesen Filmen keine so starke S/W-Malerei geben würde und man Jason am Ende sogar beweint:
SPOILER (Zum lesen den Text markieren!)
Wie in meinem vorigen Post sollte der Schmerz, den Jason durch die Hänseleien der anderen Kids (Monster! Mongo-Depp) und eventuell auch im Elternhaus (Du bist nicht mein Sohn, du Beule) erfahren hat, spürbar gemacht werden. Vielleicht noch unterstützt von den Fehlern der Muttter bei der Erziehung (á la Carrie - wo die Mutter auch bei ihrer Tochter jeden sexuellen Gedanken gnadenlos unterdrückt).
Oder was noch viel mehr seinen Hass gegen kopulierende Teenager erklären würde: Er, der kleine Mongo, wird von seiner Mom im Sommer in ein Camp geschickt. Dass die anderen Kids ihn nur quälen und auslachen, das hat die gute Frau nicht bedacht. Trotz aller Hänselei findet der kleine Jason ein Mädchen im Camp ganz süß. Die bemerkt es und heckt mit den anderen einen Plan aus: sie gibt sich - als einzige - mal mit ihm ab und spielt ihm vor, sich mit ihm am Steg zu treffen. Little Jason läuft pochenden Herzens zum Treffpunkt und er spürt zum ersten Mal im Leben so etwas wie Freude. Ein Mädchen akzeptiert ihn, so wie er ist - und sie, denkt er, verspottet ihn nicht wegen seines Wasserkopfes. Während er träumend auf die Kleine wartet, schleichen sich die anderen Kids von hinten an ihn heran, springen laut hervor und demütigen ihn, wo sie nur können: "Glaubst Du, die will was von'nem Mongo?" usw. Dabei wird er getreten und geschlagen, doch die Pein, die er bei dem Spott des einen Mädchens verspürt, ist tausend mal größer. Er schlägt um sich und fällt dabei ins Wasser, wo er ertrinkt.
Nun müsste man ein mystisches Element einführen, um Jason als die Schlachter-Maschine zurückkehren zu lassen, die wir alle kennen und lieben :-)) ! Man könnte eine King-Lösung finden:
...und sein Hass war so stark, dass ihn nicht einmal der Tod halten konnte ....
oder man bringt die Mutter ein, die ihn irgendwie reanimiert (Voodoo, Zaubersprüche, ...)
oder sein Körper treibt ab und er wird irgendwo weit ab von einem einsiedlerischen Menschenfeind-Hillbilly aus dem Wasser gefischt und unter Schlägen und weiteren Demütigungen großgezogen, bis er sich wieder erinnert und Rache will....
SPOILER ENDE
oder noch was anderes. Egal, man würde aber dadurch dem Charakter Jason Dimensionalität verleihen, die er vorher gar nicht hatte. Aus dem tumben Killer wird ein armes Opfer, was sich durch seine Taten (Kiddies abschlachten) nur zur Wehr setzt, weil er es anders gar nicht kann....
Das erste Opfer muss auf jeden Fall ein Eishockey-Fan sein