Ich war am vergangenen Tage auch im Kino und habe mir mit einer gewissen Vorfreude
Bridge To Terabithia angesehen. Im Grunde haben meine Vorredner Arzu & sven schon alles gesagt. Auch ich möchte noch einmal in Erwähnung ziehen, dass der Film nicht nur ein bisschen anders, sondern
ganz anders war, als er von den Studios angekündigt wurde. Man hat den Film als grossen Abenteuer-Film schlechthin angekündigt, was zumindest der Trailer vermuten liess. Ich hatte mir vom Film nie eine Inhaltsangabe durchgelesen, aber nach dem Trailer denkt man wirklich, dass die Kinder eine neue Welt entdecken, wie hier schon erwähnt worden ist. Doch das war der Film nicht. Genau das kann ich dem Film aber positiv bemerken, ich wurde also im guten Sinne überrascht, denn es war kein simpler 0815 Riesen-Blockbuster, der nur mit gewaltigen Effekten das Publikum unterhalten will, nein. Bridge To Terabi
thia gehört nicht zu dieser Art von Filmen und überzeugt das Publikum mit dem Inhalt, den sehr guten Darstellern und schönen Bildern. Kurz gesagt: ein Film mit Herz!
Josh Hutcherson als Jesse war eine gute Wahl. Der 14-Jährige, der aussieht wie 10, hat seine Figur Jesse den Zuschauern näher gebracht. Man leidet mit ihm mit... Doch AnnaSophia Robb war die S
ympathieträgerin schlechthin. Wenn es mich nicht irrt, dann war sie in Charlie und die Schokoladenfabrikik die kleine Kaugummi-Zicke, oder? Jedenfalls hat sie ihren Filmcharakter so dermassen klasse verkörpert, dass sie von beiden Kindern wirklich hervorsticht. Ich bin sehr gespannt, wie sie sich im Horrorfilm The Reaping machen wird, wo sie das "Böse" verkörpert. Was mich auch, vor allem positiv, überrascht hat, war die Tatsache, dass Schauspieler Robert Patrick ebenfalls mit an Bord war. Das hat mich dann doch sehr gefreut, zumal ich das nicht ahnte und ich ihn sehr gerne sehe. Meiner Meinung nach noch immer ein Top Schauspieler, dem auch hier eine passende Rolle vergeben wurde. Was ich aber auch vor allem schön fand, dass dem Zuschauer alle Figuren auf die ein oder andere Art irgendwie Leid tun. Dazu aber nicht mehr...
Die Geschichte war ziemlich schön und mindestens genau so gut umgesetzt. Wie meine Vorredner bereits sagten, geht es hier nicht um einen grossen Kracher, sondern um die neue Freundschaft zweier Kinder, die ihrer Fantasie freien Lauf lassen. Das wurde dann so s
ympathisch umgesetzt, dass mir das Zusehen grossen Spass bereitete. Jesse, ein eher verschlossener Junge, der zu Hause nicht gerade das grosse Glück hat - um nicht näher ins Detail gehen zu müssen - und Leslie, die neu in die Klasse stösst und sich gleich mit ihm befreunden will. Wie sie dann zusammen nach und nach ihre Freizeit verbringen, kann das Kino-Publikum unterhalten. Plötzlich nimmt dann der Film eine so dermassen, nicht erwartete, Wendung, wo einem nur so die Kinnlade herabfallen kann. Dazu nur mehr im Spoielr nach meiner Review.
Die Bilder im Film waren wirklich was fürs Auge. Obwohl man sicherlich alles andere als viel von dem zu sehen bekommt, was einem der Trailer versprach, waren die gezeigten Bilder umso schöner. Vor allem alles mit viel Liebe zum Detail, was ohnehin in einem Film wichtig ist. Und das hat der Film gemacht, die Märchenszenen gaben dem Film das gewisse Etwas und liessen dem Zuschauer auch hervorragend zeigen, wie die Beiden ihrer Fantasie grossen Freiraum lassen.
Der Film kann allerdings auch in anderen Kategorien punkten, wie Score und Kamera. Die Musik war passend und auffällig. Sehr schön...
Was soll ich noch sagen? Der Film hatte wundervolle Dialoge, die einem rund um das Herz direkt warm werden liessen. Ausserdem wird er so dermassen emotional, dass ich mir mehrere Tränchen wirklich nicht verkneifen konnte. Dass manche Szenen noch trauriger rüberkommen, als sie es sonst schon wären, dafür sorgen die sehr guten Darsteller, die Dialoge und der Score.
Alles in allem ist Bridge To Terabi
thia ein schöner Film, der es in mein DVD-Regal schaffen wird, keine Frage. Ich würde ihn mir sogar sehr gerne noch einmal im Kino anschauen. Sehr schön!
7/10 +
SPOILER (Zum lesen den Text markieren!)
Oh man, was war ich schockiert, als in der einen Szene Jesse nach Hause kommt und ihm dann mitgeteilt wird, dass Leslie gestorben sei. Ich habe gedacht, ich höre nicht richtig. Das war so dermassen nicht zu erwarten und vor allem so schockierend. Das war das Letzte, womit ich in diesem Film gerechnet hatte. Der Film wurde dann so emotional - ich mag emotionale Filme
-, dass ich echt an mehrern Stellen Tränchen vergossen habe. Z.B. in der von Arzu erwähnten Szene, wo Jesse zu seiner Lehrerin hingeht und ihr dann sagt, sie sollen das nächste Mal auch die Leslie mitnehmen. Oder dann aber auch die andere Lehrperson, die ihm dann vom Verlust ihres Mannes erzählt. Die Dialoge spielten im emotionalen Bereich eine wichtige Rolle. Ebenso, dass Jesse von seinem Vater vernachlässigt wird und dann aber doch eine Nacht von ihm zugedeckt wird, so wie seine kleine Schwester, die der Vater immer verteidigt hatte. Einfach wunderbarer Film...SPOILER ENDE