Da der Sci-Fi-Kracher bereits nach den ersten Trailern ein Highlight für mich darstellte, wartete ich nicht lange und bin in eine Preview gegangen um mir den Film anzusehen. Wie ich es mir schon fast gedacht habe, fand ich "Jumper" richtig geil, um es einmal ganz plakativ auszudrücken. Man sollte sein Hirn jedoch an der Kinokasse abgeben und sich einfach nur unterhalten lassen. Und genau das habe ich und es hat vollkommen funktioniert.
David bricht als Junge durch die Eisdecke eines Sees und droht im eiskalten Wasser zu ertrinken. Doch dann befindet er sich auf einmal in der Schülerbibliothek. Er geht nach Hause und rennt auf sein Zimmer. Er möchte seinem Vater aus dem Weg gehen, zu dem er keine gute Beziehung hat und auf einmal befindet er sich wieder in der Schülerbibliothek. Er erkennt seine Kraft und verschwindet von zu Hause. Er fährt nach New York, wo er sich ein Zimmer nimmt und unerkannt durch Teleportation eine Bank ausraubt, ein Leben ohne Probleme steht ihm bevor. Doch weit gefehlt, denn das Leben eines "Jumpers" ist gefährlich, sie werden nämlich gejagt und ermordet. Und David findet heraus, dass er nicht der einzige Jumper ist, so wie er es anfangs gedacht hat. Er versucht zu fliehen und zieht seine Jugendliebe Millie mit hinein.
Wie bereits geschrieben sollte man sein Hirn ausschalten, sich zurücklehnen und den Film genießen, dann müsste das auf jeden Fall funktionieren, wenn man ein gewisses Grundinteresse an der Geschichte hat. Einen kleinen Kritikpunkt habe ich jedoch anzumerken: Für meinen Geschmack wurden die Charaktere zu wenig beleuchtet. Nur David, Hayden Christensens Charakter, hatte etwas mehr Tiefe und man lernte ihn kennen, wie sein Jumper Dasein begonnen hat und was wieso aus ihm geworden ist. Aber was ist mit Griffin (Jamie Bell), dem anderen Jumper? Und die Jumperjäger waren auch einfach da, und die Geschichte mit Davids Jugendliebe Millie ging mir viel zu schnell. Das alles hätte man auf alle Fälle noch etwas ausbauen können. Ich denke, dass einige Minuten mehr dem Film wirklich nicht geschadet hätten.
Aber das ist nur eine Sache. Alles andere konnte mich überzeugen. Die Action ist genial, die Effekte sehen verdammt echt aus. Die Schauspieler konnten mich überzeugen, seien es Hayden Christensen oder Jamie Bell, wobei ich Christensen im Gegensatz zu den Kritikern weder hölzern noch schlecht, sondern sehr überzeugend fand. Überrascht hat mich Rachel Bilson, die ich zwar schon in "Der letzte Kuss" ganz gut fand, mich aber hier komplett überzeugen konnte. Samuel L. Jackson hat mich aber leider ziemlich kalt gelassen. Er war überzeugend, aber da hat mir etwas gefehlt.
Die Story an sich finde ich ziemlich interessant, auch wenn sie hier und da noch ein klein wenig ausbaufähig gewesen wäre, wie bereits geschrieben. Aber insgesamt habe ich wenig zu bemängeln. Ich habe mich sehr gut unterhalten gefühlt, habe stellenweise sogar mitgefiebert und war erstaunt über die genialen Effekte. Eine Fortsetzung würde ich auf jeden Fall begrüßen, alleine schon, um ein wenig mehr über die Charaktere zu erfahren.
Fazit:
Was für ein Kracher! Die Story ist mehr als interessant und wurde sehr gut umgesetzt. Zwar hätten ein paar Minuten mehr dem Film nicht geschadet, da die Charaktere zu wenig beleuchtet wurden, aber das machen die genialen Effekte und Actionsequenzen sowie die guten Schauspieler wieder wett.
8,5/10