der philosophische subtext war recht ansprechend, auch wenn er durchaus etwas subtiler hätte daherkommen können. das wurde einem alles so offensichtlich, wie mit dem holzhammer präsentiert - nachdenken muss man da wirklich nicht mehr.
wenn die message einigermaßen stimmt, neige ich aber doch dazu, einen film, auch wenn er optisch und erzählerisch total ins klo greift, nicht total in der luft zu zerreissen - glück gehabt,
minority report.
das drehbuch bewegt sich teilweise auf von hollywood schon auszementierten trampelpfaden, so dass die story immer wieder in ziemlich klischeebeladene vorhersehbarkeit abzugleitet.
und das fasziniert mich schon ein wenig. der angeblich beste regisseur seiner zeit scheint kein gespür für sein publikum zu haben - oder denke ich einfach nur zu viel? vieles muss nicht so lang und breit erklärt und dargestellt werden, weil die leute sich schon denken können, wie der hase läuft
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(andertons mord an crow oder die auflösung um anne lively bzw dem wahren bösewicht am ende), SPOILER ENDE
dadurch wird der film unnötig in die länge gezogen und langatmig.
die farbgebung find ich stellenweise schon recht, sagen wir, "interessant". leider eher nicht im positiven sinne: konnte ich kaum einen wirklichen kontrast erkennen, der durch die farben unterstrichen werden sollte.
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(gelb/braun: tradition? / "gute alte zeit"? / billiges einfach nur verabscheuungswürdiges happy end? vs. blau: fortschritt, der ins verderben führt? - will alles irgendwie nicht so recht zusammenpassen)SPOILER ENDE
auch bei der musik wurde versucht, einen kontrast zu finden: klassische musik vs. moderne high-tech... naja. auch nicht neu, aber im bezug auf die nicht-originale musik immerhin noch ganz schon ausgewählt, aber der originale score war brrr. bitte reden wir nicht drüber. john williams: manchmal ist weniger mehr und hier ganz bestimmt.
auch bei den sets fand ich die mischung von "heutigem" bzw "heute schon fast etwas antiquiert wirkendem"
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(das haus mit dem ersten / scherenmord, laras haus, lamars büro / haus, das haus der precogs am ende, platz vor dem pre-crimegebäude) SPOILER ENDE
zu "hochmodernem"
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(pre-crime-gebäude, washingtons highway, andertons wohnung)SPOILER ENDE
recht verwirrend und wenig zur story beitragend
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(was ich mich zb dauernd gefragt hab: warum fahren die mit so komischen autos rum, schlafen aber noch in stinknormalen betten?
ist scheinbar ne kleine nebensache, klar, aber doch irgendwie total beschauert)SPOILER ENDE
und was ich herrn spielberg wirklich übel nehme, aber klar, er ist spielberg, der popcorn-regisseur, ist das ende.
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das ist wirklich ziemlich schäbig, sich noch krampfhaft ein happy end zusammenzuzimmern, das wirklich nicht zu der endzeitstimmung des restlichen films passt.SPOILER ENDE
das geht mal echt gar nicht
aber gut. wie gesagt, die philosophische message ist ganz nett, zwar nicht neu, aber ok. der film ist eher durchschnitt, wie meistens bei spielberg, recht gemächlich inszeniert. zeigt mir einfach wieder einmal, dass steven spielberg ein recht guter, respektabler regisseur ist, aber der beste? nö, wirklich nicht.