…love is a force of nature…
Die Geschichte basierend auf "Close Range: Wyoming Stories" einer Kurtzgeschichte von Annie Proulx handelt von 2 Cowboys die für einen Sommerjob in Berge geschickt werden um auf Schafe zu hüten. Dabei entwickelt sich ein tiefes Bündnis zwischen den beiden aus dem weit mehr als bloße Freundschaft entwickelt. Nach dem der Job allerdings beendet wirt, trennen sich ihre Wege nur um dann 4 Jahre später wieder vereint zu werden. Jedoch hat sich in der Zwischenzeit einiges getan. Beide haben wärend dessen geheiratet und sogar schon Kinder, was das ganze noch weiter verkompliziert. Trotz der Zeit die die beiden dennoch gemeinsam verbringen ist die Frage, wie das ganze weiter gehen soll und ob es je eine gemeinsame Zukunft geben wird, oder beide weiter in eine Lüge leben sollen.
Die schauspielerischen Fähigkeiten von allen ist überaus hervorragend und sehr glaubhaft was eines der Gründe ist, weshalb man von diesem Film so enorm gefesselt wird. Heath Ledger ist dabei kaum wieder zu erkennen. Zwar sieht er äußerlich gleich aus wie in den meisten anderen Filmen, allerdings hat er sich so sehr in seinen Charakter vertieft das daraus eine völlig andere Person wird und der starke Südstaaten Akzent trägt sehr viel dabei zu.
Ich war sehr überrascht wie viel in die Story eingearbeitet wurde. Es ist praktisch einen 2 ½ Stunden lange, emotionale Achterbahn bei dem man als Zuschauer die ganze Zeit hin und her gerissen wird. Man freut sich, fürchtet sich und leidet sehr mit den Charakteren und der Hoffnung dass das ganze doch ein positives Ende haben könnte, trotz der Zeit wo damals eine solche Beziehung nicht von der Öffentlichkeit toleriert wurde.
Ich bin Froh dass es endlich ein Film geschafft hat, alle Klischees auszumerzen um es einem größeren Publikum in einer höchst seriösen Form darzubieten. Oft war ich gelangweilt von all den Liebesdramen die irgendwie immer das gleiche boten, doch durch die ungewöhnliche Liebesgeschichte in diesem Film, wird das ganze sehr viel komplizierter und dramatischer als vergangene Dramen. Jeder Charakter wurde enorm ausgearbeitet, so dass nie etwas geschieht was nicht nachvollziehbar ist. Auch ist es eines der wenigen Filme wobei man danach sehr viel Zeit verbringen kann darüber nachzudenken über all die Auswirkungen, Komplexität und der Massage die der Film mit sich bringt und ausbreitet.
Mit Crouching Tiger, Hidden Dragon hat Ang Lee 2000 eines der besten und schönsten MartialArt Filme kreiert was mit 4 Oscars ausgezeichnet wurde und dieses Mal hat er den Geniestreich wiederholt und neu definiert mit dem Genre Drama.
Brokeback Mountain hat auf vielen Filmfestivals schon Preise eingeheimst als bester Film und wurde nominiert mit 7 Golden Globes. Unter anderem als bester Film, bestes Drama, bester Hauptdarsteller (Heath Leder), bester Regisseur (Ang Lee) und beste Filmmusik (Gustavo Santaolalla).
Die Kritikervereinigungen von Boston, New York und Los Angeles haben diesen Film als besten Film ausgezeichnet und Ang Lee für beste regie abreit. In New York und Boston Heath Ledger als bester Hauptdarsteller.
Hat bisher insgesammt 24 Awards gewonnen und wurde 20 mal nominiert.
Jedenfalls werde ich mir diesen Film wieder ansehen und dabei möglichst viele Leute dazu bringen das gleiche zu tun, da der Film eine wichtige Botschaft für unsere Gesellschaft mit sich bringt über Toleranz und die Entscheidungen anderer Leute zu akzeptieren. Egal was man zuvor davon gehalten hat.
Deutschlandstart ist der 16. März und in der Schweiz sogar schon der 16. Februar.
HomePage:
www.brokebackmountainmovie.com
IMDB:
www.imdb.com/title/tt0388795/
IMDB Wertung: 8.0
ps.: Empfehle es besonders denen die noch Zweifel daran haben ihn sich anzusehen. Der Film wird garantiert nicht enttäuschen und insbesondere wenn man auf weit überdurchschnittliches Drama mit sehr sehr tiefgehenden Emotionen steht. Taschentücher für die eher Empfindlichen auf jedenfall zu empfehlen...