marc foster... puh, es ist auch immer das selbe. er dreht einen guten film nach dem anderen, aber so richtig, 1000%ig kann er mich nicht ueberzeugen. bei
the kite runner war es
finding neverland-gefuehl. der film reisst einen so mit, dass man ihn eigentlich nicht nicht moegen kann oder dass die augen trocken bleiben, doch wenn ich das kino verlasse, kriecht so ein dumpfes gefuehl in mein bewusstsein, dass ich den film besser fand, als ich eigentlich sollte. das hat in diesem fall nichts mit der guilty pleasure einer romcom zu tun, aber
the kite runner, wie auch
finding neverland schon, lullt einen so ein, mit einer herz zerreissenden story und noch herz zerreissenderen filmischen mitteln, dass man eigentlich drueber stehen sollte. wie gesagt: tut man im kinosaal nicht unbedingt.
den twist
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dass baba der vater von beiden ist, hab ich dem film nicht wirklich abgekauft. das passt von den schauspielern mal wieder gar nicht zusammen. SPOILER ENDE
und es fuegt sich alles einfach einen tick zu gut zusammen, um nicht aus nem filmdrehbuch, sondern dem richtigen leben zu stammen.
die figuren sind fuer ne buchverfilmung im grossen und ganzen ueberraschend rund, der plot allerdings faellt dem typischen literaturverfilmungsproblem zum opfer. ich hab die vorlage nicht gelesen, aber vieles scheint nur angerissen.
auf einer symbolischen ebene allerdings ist der film recht gelungen und es ist recht erfrischend, nicht-christen in positiven licht zu sehen, auch wenn mich khalid abdalla zu beginn instinktiv schaudern liess - er kam mir bekannt vor, aber mir war gar nicht bewusst, dass ich ihn aus
united 93 kannte. schon bedenklich, wie mir erinnerung und unterbewusstsein da einen streich gespielt haben. allerdings laesst ihn die sympathielenkung schliesslich in besserem licht erscheinen und an seiner leistung gibts praktisch nichts zu meckern.
mein persoenliches highlight des films gabs, mal wieder, gleich zu beginn: die opening credits sind wunderschoen und eindrucksvoll! (...auch wenn ich zugeben muss, dass sie nicht unbedingt zum rest des films passen. aber sie haben mir fuer sich selbst einfach zu gut gefallen, als dass ich diesen einwand gelten lassen wuerde

).
mal wieder beweist foster, dass er ein guter regisseur ist, mal wieder fehlt es fuer mich leider zum ganz grossen wurf.
ps. zu der angesprochenen schlussszene
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die ist tatsaechlich notwendig: wie arzu schon sagt, kehrt damit zum anfang zurueck, aussedem nimmt er noch mal bezug auf den titel. und im buch ist der bruch zwischen amir und sohrab scheinbar viel groesser, weil sie voruebergehend noch mal getrennt werden und erst im moment des drachensteigens ein erster schritt aufeinander gemacht wird, allerdings wurde all das gestrichen..
ich verstehe auch goodspeed ueberaus gut, weil sich genau das leicht triefende hollywood-ende recht gut in das einfuegt, was mir in der retrospektive nicht so ganz schmeckt. das abendessen als ende waere tatsaechlich viel staerker gewesen. andererseits fehlt einfach noch eine szene, in der man sohrab sieht. SPOILER ENDE